Petra D: Erfahrungsbericht einer Lehrerin aus NRW “Die Situation an Schulen hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert” (Initiative an der Basis)

Petra D., ist seit 17 Jahren Lehrerin in Nordrhein-Westfalen und Teil von unserer Initiative an der Basis

Foto©Petra D mit TextVon Petra D.

Die Situation an Schulen hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert.

2002, als ich anfing zu unterrichten, gab es in den Klassen wenige muslimische Schülerinnen und Schüler. Heute, 17 Jahre später, machen sie gut Zweidrittel der Klassen hier in NRW aus, in manchen Grundschulklassen ist oft nur noch eine Handvoll an Kindern, die nichtmuslimischen Glaubens sind.

Durch meine berufliche Biografie habe ich an verschiedenen Schulformen gearbeitet: Grundschulen, Gesamtschulen, Realschulen, Förderschulen, Berufskollegs, was mir einen wohl einzigartigen Überblick über die Situation an Schulen gegeben hat. Und die ist für sehr viele nichtmuslimische Schüler/innen unerträglich, mindestens aber schwierig geworden.

Nicht nur, weil immer heftigere (Prügel-) Attacken gegen sie stattfinden, die als Meldungen in den Medien aufploppen, sondern weil oft tägliche Schikanen, Missachtung und mindestens Ausgrenzung für sie zum Schulalltag geworden sind. Das Schlimme daran ist, dass dies nicht thematisiert wird.

In Schulen wird häufig über Toleranz gesprochen. Es gibt Unterrichtseinheiten und Maßnahmen, die die kulturelle Kompetenz fördern sollen. Es fallen Aussagen wie diese, dass man anderen Menschen vorurteilsfrei begegnen und andere Kulturen respektieren soll. Doch diese Aussagen sind zu leeren Floskeln geworden. Weder muslimische Schüler/innen nehmen sie ernst, weil sie wissen, dass ihre Toleranz in vielen Fällen schon aufgrund ihrer Religion schnell an ihre Grenzen stößt, noch werden sie von nichtmuslimischen Schüler/innen ernst genommen, die gelernt haben, dass die Forderung nach Toleranz irgendwie immer dem Islam und Muslimen gelten. Es ist erstaunlich, dass niemand zu bemerken scheint, dass sich das Blatt für nichtmuslimische Schüler/innen an vielen Schulen längst gedreht hat und die Forderung nach Toleranz nun eine völlig neue Minderheit einschließen muss: Die Gruppe der nichtmuslimischen Schüler/innen an unseren Schulen.

Dass dies so ist, liegt daran, dass die Religionszugehörigkeit für viele muslimische Schüler/innen der oft wichtigste Faktor geworden ist, nach dem andere beurteilt werden. Mitte der 2010 er Jahre fiel mir zum ersten Mal auf, dass der Islam für die Schüler/innen einen neuen Stellenwert erhielt. Muslimische Schüler/innen weigerten sich plötzlich, die Gleichwertigkeit aller Religionen anzuerkennen und reagierten heftig, wenn jemand den Islam kritisierte. Diskussionen über Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau oder Verweise auf das Grundgesetz endeten mit üblen Beleidigungen Mitschüler/innen gegenüber und der Einforderung nach Respekt.

Diese Entwicklung resultiert meines Erachtens aus zwei wichtigen Faktoren: 1. In vielen muslimischen Familien laufen fast ausschließlich türkische und arabische Sender, die in ihrer Stimmungsmache gegen westliche Staaten und andere Religionen nicht zimperlich sind. 2. die nationalistischer werdende Politik in der Türkei, die die Blut-und-Erde-Mentalität weiter anheizte, ebenso wie Erdogans Aufruf, sich als Moslem in Deutschland nichts gefallen zu lassen. Sein Aufruf zum Geburten-Jihad und die Erkenntnis, zu einer stark anwachsenden Gruppe in der Gesellschaft zu gehören, trugen ebenfalls zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei.

Später dann kam ein weiterer Faktor hinzu: die Flüchtlingskrise 2015 und der damit verbundene Zuzug von etwa 1,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens. Besonders Schulen überboten sich mit Aktivitäten, um eine „Schule ohne Rassismus“ zu sein. Die öffentliche Meinung forderte unreflektiert, den Islam zu akzeptieren. Keine noch so läppische Comedy-Show, die ohne Warnung vor (Islam-) Rassismus auskam.

Die nichtmuslimischen Schüler/innen verstanden die Botschaft: Muslime und der Islam galten als sakrosankt, Veränderungen an den Schulen waren hinzunehmen.

Welche Veränderungen fanden für sie statt?

Der Islamunterricht wurde eingeführt und obwohl viele Schüler/innen mit Migrationshintergrund immer schlechter Deutsch sprechen und verstehen, was wesentlichen Einfluss auf das Unterrichtsgeschehen hat, werden vielerorts die Fächer Türkisch und Arabisch eingeführt. In den Schulkantinen wurden die Speisen muslimischen Vorgaben angepasst.

An Schulen wird zum Jahresende immer wieder diskutiert, ob der Umzug zu St. Martin zum „Lichterfest“ werden soll. Das Weihnachtsfest in „Jahresendfest“ umzubenennen, ist ebenfalls seit Jahren Thema. Traditionelle Weihnachtslieder wurden bereits an vielen Schulen durch „neutrale“ Weihnachtslieder ersetzt.

Zudem erleben sie jedes Jahr aufs Neue die Diskussion, ob aufgrund der wachsenden Zahl muslimischer Gläubiger, christliche Feiern an ihrer Schule überhaupt noch stattfinden sollen. Die Behauptung, dass diese Veränderungen den Kindern nicht so viel ausmache, ist falsch.

Das Thema ‚Islam’, früher nur ein Bestandteil des Religionsunterrichts, greift nun auf andere Fächer über und ist Teil ganzer Projektwochen.

Zu Ramadan sollen sie sich rücksichtsvoll beim Essen verhalten und von vielen Schüler/innen weiß ich, dass sie, wenn sie in dieser Zeit in den Pausen essen oder trinken, von muslimischen Mitschüler/innen zunehmend heftig angegangen werden.

Sie erleben, dass Entschuldigungen für das Fernbleiben beim Sportunterricht aus religiösen Gründen akzeptiert werden, ebenso das Fernbleiben bei Klassenfahrten.

Dazu kommt ein Aspekt, der völlig ignoriert wird. Durch die Ausgrenzung haben viele kaum noch die Chance auf Teilhabe an einer ganz normalen Klassengemeinschaft, aus der sie sich, je nach Neigung, Freund/innen suchen können. Die Chance, jemanden zu finden, der zu einem passt, ist gering geworden.

Die Handvoll nichtmuslimischer Kinder hockt in vielen Klassen zusammen und ist isoliert. Sollen bei Gruppenarbeiten nichtmuslimische Kinder mit muslimischen Kindern zusammenarbeiten, zieht dies häufig von Seiten der muslimischen Kinder Diskussionen bis hin zu Arbeitsverweigerungen nach sich. Auf dem Schulhof stehen die Grüppchen größtenteils nach Religionen getrennt.

Der Wunsch, die Bedürfnisse aller Schüler/innen zu berücksichtigen, ließ zu, dass religiöse Gebote über Regeln, die eigentlich für alle gelten, gestellt werden. Dahinter steckt der Gedanke, dass das Einüben von Toleranz und kultureller Kompetenz nirgendwo besser aufgehoben ist, als in der Schule.

Dass dies aber von Angehörigen des muslimischen Glaubens oft anders gesehen wird, stelle ich immer wieder fest. Die Einteilung der Gesellschaft in „Kuffar“ (Ungläubige, denen keine gleichen Rechte und keine persönliche Wertschätzung entgegengebracht werden sollen und die qualitativ unter Muslimen stehen) und Muslime, ist dafür maßgeblich.

Die für mich prägnantesten Ereignisse waren folgende: 2105 bat mich eine muslimische Erstklässlerin, in ihr Freundschaftsbuch zu schreiben. Da es ihr wichtig war, das Buch am nächsten Tag wiederzuerhalten, versprach ich ihr dies und gab ihr mein „Ehrenwort“.

Sie stockte und sagte, dass mein Ehrenwort doch nicht zähle. Ich fragte, was sie damit meine. Sie antwortete, ich sei doch keine Muslimin und hätte deswegen auch keine Ehre und dass mein Ehrenwort dann gar nicht zählen würde. Als sie merkte, dass ich daraufhin erst einmal sprachlos war, schob sie achselzuckend nach: “Ach, Sie verstehen das nicht.“

Die zweite Situation ereignete sich 2017 gegen Ende einer Unterrichtsstunde in einer fünften Klasse. Ein muslimischer Schüler war irrtümlich der Meinung gewesen, es habe bereits zur Pause geklingelt und wollte aus dem Klassenzimmer marschieren. Ich sagte ihm, dass er sich wohl verhört habe und bitte wieder hinsetzen solle. Er wurde wütend und schrie, dass sein Vater ihm gesagt habe, dass er zwar im Unterricht auf Kuffar-Lehrer hören müsse, sich in der Pause aber nichts von uns gefallen lassen solle.

Diese beiden Vorfälle waren für mich deshalb so bedeutend, da ich beide Elternpaare kannte und besonders das Elternpaar des Mädchens als mir gegenüber freundliche, aufgeschlossene und moderne Menschen wahrgenommen hatte.

Im Laufe der Jahre veränderte sich auch Schritt für Schritt das Verhältnis zu vielen muslimischen Eltern. Die Zusammenarbeit mit ihnen bei Regelverletzungen ihrer Kinder wird immer schwieriger. Oft wird dann etwas gefunden, das die Einordnung des stattgefundenen Verhaltens als Regelverletzung aushebelt. Sei es, dass der Sohn behauptet, die Lehrerin habe etwas rassistisches gesagt oder die Tochter angibt, der Lehrer hätte sie während des Gesprächs am Arm angefasst, was sie verunsichert habe.

Muslimische Schüler zeigen nun vermehrt, dass sie sich von mir als Frau nichts sagen lassen und bringen immer öfter ihre Ablehnung der nichtmuslimischen Lebensweise gegenüber zum Ausdruck. Viele Kolleg/innen äußern sich zunehmend über diese Probleme, aber nur hinter vorgehaltener Hand, da sie Bedenken haben, als rassistisch zu gelten. Ich kenne mittlerweile etliche Lehrkräfte, die die Zustände in ihren Klassen nahezu unerträglich finden, für die Schüler/innen und für sich. Viele Lehrkräfte melden sich häufiger krank oder reduzieren ihre Stundenanzahl, wenn das finanziell für sie möglich ist

Doch wenn wir an die Gruppe denken, um die es sich in der Schule im Wesentlichen dreht, um Kinder und Jugendliche, ist festzustellen: Schüler/innen können dies nicht und die nichtmuslimischen Kinder und Jugendlichen sind mittlerweile, zumindest an den Schulformen, an denen ich gearbeitet habe und arbeite, in der Minderheit.

Fakt ist wohl auch, dass aufgrund dieser Situation viele dieser Kinder erst gar nicht in die Schule ihrer Wahl gehen. Sie weichen aus und räumen das Feld, wodurch sich die ethnische Segregation im Schulwesen noch weiter zuspitzt.

Nach ihrem guten Abschluss an einer Realschule wollte zum Beispiel die farbige Tochter einer Freundin das Abitur an einem Berufskolleg machen. Für die Anmeldung im Sekretariat musste sie durch verschiedene Schulflure laufen. Es hatte gerade zum Unterricht geklingelt und die Schüler/innen standen vor ihren Klassenzimmern. Sie berichtete mir später, dass sie auf dem Weg zum Sekretariat so heftig verbal rassistisch von muslimischen Schülern attackiert worden sei, dass sie sich nicht mehr vorstellen konnte, dort zur Schule zu gehen.

Sie meldete sich an einer Gesamtschule an, um dort das Abitur zu machen. Die Wortführer in der Klasse, in die sie kam, waren muslimische Jungen, denen sich die anderen unterzuordnen hatten. Sie weigerte sich, dies zu tun, was zur Folge hatte, dass sie nicht nur diese Jungen, sondern auch ihre Mitschülerinnen gegen sich hatte. Sie suchte immer wieder das Gespräch mit dem Klassenlehrer, der das Problem mehr oder weniger abstritt. Auch als ich mit ihm sprach, zeigte er keine Bereitschaft, etwas an der Situation zu verändern. Ihr blieb die Möglichkeit, sich anzupassen, oder abzumelden. Sie meldete sich ab.

Etwas, das ebenfalls nicht thematisiert wird, ist der Umgang mit inklusiven Kindern, also Kindern mit Lernschwierigkeiten oder körperlichen Behinderungen. Während muslimische Kinder mit Auffälligkeiten meist in Ruhe gelassen werden, werden nichtmuslimische häufiger drangsaliert. In einer fünften Klasse einer Realschule mit acht inklusiven Kindern, befanden sich zwei muslimische inklusive Jungen, die fast durchgängig den Unterricht boykottierten. Aufgrund ihrer Behinderungen taten sie mitunter Dinge, die auf viele Schüler/innen seltsam, mitunter auch peinlich wirkten. Sie wurden dafür von den Muslimen in der Klasse, wovon zwei mit ihnen verwandt waren, nicht verspottet, sondern eher geschützt, während einzelne nichtmuslimische inklusive Kinder aufgrund der ihnen eigenen Auffälligkeiten verspottet wurden.

Fakt ist, dass das Desinteresse, das die vorigen türkischen Generationen oft an unserer westlichen Kultur gezeigt hatten, etwas, was ich akzeptieren kann, weil ich keine strikte Verfechterin der Integration um jeden Preis bin, in der dritten und vierten Generation bei vielen Muslimen zu einer vehementen Ablehnung unserer westlichen Gesellschaft geworden ist, die auf die Kinder übertragen wird.

Versuche, dies in Klassen zu thematisieren, endeten mit dem obligatorischen „Das verstehen Sie nicht!“ und in Lehrerzimmern mit dem Hinweis, dass man da „nichts machen könne, es sei nun mal eine andere Kultur.“

Konflikte zwischen Muslimen und Nichtmuslimen werden gerne auf eine persönliche Ebene gebracht, reduziert darauf „dass die Chemie zwischen den beiden eben nicht stimme“. Doch der Grund, dass normale Streitereien zunehmend so sehr eskalieren, dass auf die Köpfe am Boden Liegender eingetreten wird, ist die Religionszugehörigkeit.

Es versteht sich von selbst, dass nicht alle Kinder und Jugendliche muslimischen Glaubens sich so verhalten und selbstverständlich gibt es auch Muslime, die diese Probleme genauso sehen und auch Leidtragende des Fehlverhaltens, der Regelverletzungen und der Respektlosigkeiten sind. Doch wie mir mal eine muslimische Bekannte sagte, nimmt der Druck, den muslimische Communities ausüben, zu, so dass viele nichts dazu sagen wollen.

Ich kenne auch muslimische Eltern, die ihren Glauben weniger oder gar nicht leben, aber der Meinung sind, wir Deutsche würden unsere Kinder, insbesondere die Mädchen, nicht gut genug schützen und ihnen zu viel erlauben. Diese Muslime haben oft schlicht Angst, ihre Kinder an unsere westliche Gesellschaft „zu verlieren“.

Aber nichts rechtfertigt es, die Gesellschaft, mit der man lebt, so abzulehnen und abzuwerten, dass junge Menschen kaum die Chance haben, eine Gesellschaft zu bilden, in der sich alle wohlfühlen. Toleranz darf keine Einbahnstraße mehr bleiben. Wer sich in dieser freien, demokratischen und offenen Gesellschaft einfügen und in ihr leben will, diese erhalten und schützen will, sollte erkennen, dass er oder sie selbst aktiv werden muss.


Copyright © Initiative an der Basis/Petra D.

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VIDEO: “Dit sind keene Flüchtlinge” MARTYN RINGK, ehem. Erzieher in umF Clearingstelle Berlins(Initiative an der Basis)

Martyn Ringk ScreenshotMartyn Ringk ist Erzieher und arbeitete in Berlins Erstaufnahme- und Clearingstellen für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche (EAC für umF). Martyn Ringk ist Teil unserer Initiative an der Basis.

Martyn Ringk und weitere Mitglieder der Initiative an der Basis werden am 31. August 2019 als geladene Gastreferenten an einer öffentlichen Veranstaltung der WerteUnion-Berlin zum Themenfeld “Migration, Flüchtlinge, Islam” ihre Erfahrungen und Forderungen vorstellen.

Information zur WerteUnion-Berlin Veranstaltung und Anmeldung

Die Initiative an der Basis (Ini-B) ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten), die die jetzige Asyl- und Migrationspolitik kritisch beurteilen.

Die Basisinitiative fordert u.a. einen„ Aufnahmestopp für die nächsten 3 Jahre, um die aufgelaufenen Probleme zu reflektieren und angemessene Lösungen zu finden“

Diese und andere Forderungen bzw. Lösungsansätze stellte die Ini-B am 7. April 2019 in Form eines fast 50 Seiten langen “work-in-progress” Forderungskataloges in einer Pressekonferenz Themenfeld “Deutschland braucht eine grundlegende gesellschafts- und einwanderungspolitische Neuausrichtung”vor.

Blog der Initiative an der Basis
Facebook der Initiative an der Basis

Öffentliche Veranstaltung 31. August 2019: Die WerteUnion-Berlin lädt die Initiative an der Basis ein, ihre Positionen und Erfahrungen zum Thema „Migrationspolitik, Flüchtlinge und Islam“ vorzustellen.

WU_Berlin Logo 

Themenfeld Migration, Flüchtlinge, Islam

Veranstaltung

31. August 2019, 15:00 – 18:30 Uhr *

   Die WerteUnion-Berlin lädt die Initiative an der Basis ein, ihre Positionen und
Erfahrungen zum Thema „Migrationspolitik, Flüchtlinge und Islam“ vorzustellen.

Begrüßung und Einführung
WerteUnion-Berlin

Grenzöffnung 2015 – fortlaufender Rechtsbruch, humanitäre Pflichterfüllung?
Dr. Vosgerau, WerteUnion-Berlin
Rechtsanwalt, Privatdozent für Öffentliches Recht, Völker- und
Europarecht, Rechtsphilosophie an der Universität Köln

Die Kosten der „Flüchtlingskrise“– und wer sie trägt
Prof. Dr. Söllner, WerteUnion-Berlin
TU Ilmenau

Ziele der U.N. und Auswirkungen auf Deutschlands Asyl- u. Migrationspolitik
Rebecca Sommer, Initiative an der Basis
ehem. Zivilbevölkerungssprecherin im beratenden Status zu den Vereinten Nationen,ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterin, Leitung der Arbeitsgruppe Flucht+Menschenrechte (AG F+M

Warum der Islam nicht zu Europa gehört
Hartmut Krauss, Initiative an der Basis
ehem. DaF Lehrer, Buchautor, Verleger, Sozial- und Erziehungswissenschaftler
 

Erfahrungsberichte & Forderungen von der Initiative an der Basis:
Aufnahmestopp für die nächsten 3 Jahre, um die aufgelaufenen
Probleme zu reflektieren und angemessene Lösungen zu finden“

Die Initiative an der Basis ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten), die die jetzige Asyl- und Migrationspolitik kritisch beurteilen.

  • Analyse aus der Sicht einer Mitarbeiterin eines sozialpädagogischen Dienstes (N.N.); einer ehem. Flüchtlingsbegleiterin (Christiane Soler); eines ehem. Erziehers in der UmF Clearingstelle Berlin (Martyn Ringk); eines shiitischen Ex-Muslimen und Atheisten (Kian Kermanshahi); einer Lehrerin an einem Gymnasium (Christine G.); einer Integrationslehrerin an der VHS (Imme B.); einer ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleiterin und Leiterin einer Ehrenamtsgruppe (Rebecca Sommer) und einem ehem. DaF-Lehrer (Hartmut Krauss).

*Einlass nur mit bestätigter Voranmeldung.     Kontakt: berlinwerteunion@gmail.com
Das Fotografieren, Audio- und Videoaufnahmen während der Veranstaltung ist nicht erlaubt.
Nach der Veranstaltung sind nach Rücksprache Filmaufnahmen und das Fotografieren möglich.


Initiative an der Basis Ex-Muslim- Konferenz (Berlin, 4.9.2019): Vorstellung des Referenten MOHAMED HISHAM, Ex-Muslim & Atheist

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MOHAMED HISHAM – Ex-Muslim Konferenz 4.9.2019 in Berlin (18:30 – 20:30 Uhr)

Ex-Muslimische Konferenz Berlin.
18:30 – 21:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslim Konferenz
Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung:

Wir stellen Ihnen einen unserer sechs Referenten vor:

MOHAMED HISHAM

(Text von Shammi Haque) Der Ägypter Mohamed Hisham ist mit seinen 28 Jahren der wohl bekannteste Atheist seines Landes. Er wurde als „Terrorist des Intellekts“ in Ägypten verfolgt und musste fliehen. Seit 3 Monaten ist er in Deutschland. 

Aufgewachsen ist Hisham in einer streng-religiösen Familie in einem Vorort der Millionenstadt Kairo, „direkt neben den Pyramiden“, erzählt er. Gebetet wurde jeden Tag. Doch schon als Kind begann Hisham, am Glauben zu zweifeln. „Bei einem Freitagsgebet wollte der Imam mir die Zweifel nehmen und sagte: ‘Wenn du heute Allah um etwas bittest, bekommst du es’“, erinnert er sich. „Ich betete dann, dass mein Mathelehrer am nächsten Tag nicht kommen soll. Und das ist erstaunlicherweise auch passiert! Dann war ich erstmal versöhnt und war gläubiger Muslim, wie meine Familie“, lacht er.

Hisham beschäftigte sich immer intensiver mit den islamischen Schriften, ein echter „Büchernarr“, beschreibt er sich, der die Bücher über seine Religion nur so verschlang. Doch je älter er wurde, desto lauter wurden die Zweifel.

Aufgewachsen ist Hisham in einer streng-religiösen Familie in einem Vorort der Millionenstadt Kairo, „direkt neben den Pyramiden“, erzählt er. Gebetet wurde jeden Tag. Doch schon als Kind begann Hisham, am Glauben zu zweifeln. „Bei einem Freitagsgebet wollte der Imam mir die Zweifel nehmen und sagte: ‘Wenn du heute Allah um etwas bittest, bekommst du es’“, erinnert er sich. „Ich betete dann, dass mein Mathelehrer am nächsten Tag nicht kommen soll. Und das ist erstaunlicherweise auch passiert! Dann war ich erstmal versöhnt und war gläubiger Muslim, wie meine Familie“, lacht er.

Hisham beschäftigte sich immer intensiver mit den islamischen Schriften, ein echter „Büchernarr“, beschreibt er sich, der die Bücher über seine Religion nur so verschlang. Doch je älter er wurde, desto lauter wurden die Zweifel.

Eine Talkshow ändert sein Leben

Die Freiheit jedes Einzelnen, nicht an Gott glauben zu müssen, ist eine Selbstverständlichkeit in Europa. Doch in Ägypten ist Hishams intellektuelle Entscheidung ein Verbrechen. Er beginnt, ein Doppelleben zu führen: Tagsüber mimt er den muslimischen Studenten, abends liest er in Internetforen über die Ideengeschichte des Atheismus, tauscht sich mit anderen Ex-Gläubigen aus.

„Ich war irgendwann müde von diesem Doppelleben, müde davon, dass ich nicht sagen konnte, was ich denke. Ich merkte, wie wichtig Religionsfreiheit ist, damit wir auch über Tabu-Themen diskutieren können.“

2017 kursiert in einem der Online-Foren eine Anfrage für eine Talkshow im ägyptischen Fernsehen über Atheismus. Niemand traut sich, die Anfrage anzunehmen, alle haben Angst, sich öffentlich zu outen. Alle außer Hisham.

Am 11. Februar tritt er in der Sendung auf und merkt schnell, dass er vom Talkshow-Host und dem zweiten Gast, einem hochrangigen Geistlichen, nur vorgeführt werden soll. In nur wenigen Sekunden legt Hisham dar, warum er an Gott zweifelt, bevor sich die beiden Männer verbal auf ihn stürzen.

▶︎ Es sind wenige Sätze, die sein Leben für immer verändern: „Ich bin Atheist … Ich brauche keine Religion, um moralische Werte zu vertreten und produktives Mitglied der Gesellschaft zu sein.“ Und: „Es gibt keine wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.“

Der Talkshow-Host reagiert empört, sagt, er bereue, Hisham überhaupt eingeladen zu haben und wirft ihn kurzerhand aus dem Studio. Der Scheich unterstellt Hisham Geisteskrankheit und rät ihm, eine psychiatrische Behandlung zu beginnen. Wütende Anrufer werden durchgestellt, unterstellen ihm „Terrorismus“ gegen Ägypten und fordern seinen Tod.

Das Video wird weltweit millionenfach geteilt. Und auch Hishams Familie findet nun heraus, dass ihr Sohn nicht mehr an Gott glaubt. Brutale Prügel und Umerziehungsversuche der örtlichen Moschee folgen. „Vier Wochen lang wurde ich zu Hause eingesperrt“, erinnert er sich. An der Universität erhält er Morddrohungen, und einen Job bekommt er nicht. „Die Arbeitgeber hatten Angst vor den Folgen, wenn sie mich einstellen.“

Er will weg aus Ägypten

Auch die Polizei schaltete sich ein und ermittelte gegen ihn. In Ägypten ist Blasphemie gesetzlich verboten. Seit 2018 gibt es Versuche, auch Atheismus selbst unter Strafe zu stellen. Denn der Abfall vom Glauben ist gerade unter jungen Ägyptern immer weiter verbreitet.

Die bedrohliche Situation wird zu viel für Hisham. Er gibt vor, wieder ein Muslim zu sein. „Ich hatte keine andere Wahl, denn ich wollte leben“, erinnert er sich heute. Gleichzeitig versucht er heimlich, das Land zu verlassen. Internationale Menschenrechtsorganisationen laden ihn zu Konferenzen ein, doch Hishams Visumsgesuche für Europa werden immer wieder abgelehnt. Fast gibt er die Hoffnung auf, versucht sich sogar das Leben zu nehmen. Doch Unterstützer aus dem Ausland organisieren eine Kampagne für ihn, sammeln Geld für Flugtickets.

Dieser oben gespiegelte Text wurde von Journalistin Shammi Haque geschrieben und in der Bild veröffentlicht. Zum Artikel :”In Ägypten wegen Gottlosigkeit verfolgt- Ich will den Islam mit Fakten widerlegen

Weiter Artikel, von Rebecca Sommer: Das Wagnis, sich als Ägypter eine eigene Meinung zu bilden: Ich heiße Mohamed und ich bin Atheist

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Teilnahme an unserer Ex-Muslim Konferenz nur mit Anmeldebestätigung: https://basisinitiative.wordpress.com/contact/

Ex-Muslim Konferenz Flyer PIC DE-300dpi

Pressemitteilung der Initiative an der Basis: Die hinterhältige und besonders abscheuliche Mordtat im Frankfurter Hauptbahnhof

Die hinterhältige und besonders abscheuliche Mordtat im Frankfurter Hauptbahnhof, wo ein in der Schweiz lebender und von der dortigen Polizei gesuchter 40-jähriger Mann eritreischer Abstammung eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn vor einen einfahrenden IC-Zug stieß und das Kind dabei zu Tode kam, hat in der Öffentlichkeit zu recht großes Aufsehen und tiefe Betroffenheit ausgelöst. Wir teilen diese Betroffenheit und sprechen hiermit den Hinterbliebenen unser Beileid und unsere aufrichtige Anteilnahme aus. Dabei wissen wir, dass Worte zu schwach sind, um den erlittenen Schmerz angemessen abzubilden, geschweige denn ihn zu mildern.

Wir weisen aber auch gegenüber der Öffentlichkeit und den verantwortlichen politischen Instanzen darauf hin, dass diese Mordtat kein isolierter Einzelfall ist, sondern sich in ein ganzes Ensemble von zunehmenden Gewalttaten und Verbrechen einreiht, die von Migranten sowie im Kontext von Zuwanderung von sog. Schutzsuchenden begangen werden. Dementsprechend musste das Bundeskriminalamt in seinem Lagebild für 2018 zugestehen, dass die Gewalt allein von Zuwanderern gegenüber Deutschen deutlich zunimmt. So fielen im Deliktbereich „Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen“ 230 Deutsche einer Straftat zum Opfer, bei denen ein „Zuwanderer“ als Tatverdächtiger ermittelt wurde. Dies bedeutete einen Anstieg von 105 Prozent im Vergleich zu 2017 (112 Fälle). Auch im Deliktbereich Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ wurden mit 3.261 deutschen Opfern 21 Prozent mehr gezählt als im Jahr zuvor (2.706).

Diese Straftaten – auch im „leichteren“ Bereich – lassen sich nicht einfach als Einbildungen“ oder gefühlte Realitätsverzerrung abtun, sondern prägen mittlerweile nachhaltig den öffentlichen Erfahrungsraum.

Rebecca Sommer beschreibt diese Erscheinungen folgendermaßen:
“Es häufen sich die Fälle, wo vor allem selbstbewusste freie Frauen und Mädchen nur deshalb angegriffen, angepöbelt beleidigt und geschlagen werden, weil Sie nicht demütig ‚züchtig‘ die Augen niederschlagen, sondern den unverschämten Blick eines Typen mit geradem gleichberechtigtem Blick erwidern.

Es häufen sich die Fälle, wo unsere Friedensplätze, also z.B. unsere Badeanstalten, Saunas, Seen, Flüsse, Natur, Wiesen und Wald, Joggingwege, Spielplätze zu Schauplätzen von unfassbarer Gewalt, Hass, Verachtung und Unterdrückung werden, die vonseiten meistens muslimisch geprägten (aber nicht nur!) Orientalen, Afrikanern und Immigranten vom Balkan ausgeht.

Es häufen sich die Fälle, wo Horden von Leuten sich zusammentun, um gegen oftmals nur eine Person gewalttätig vorzugehen.

Und sie klagt an:
“Es häufen sich die Fälle, wo Staatsanwälte und Richter einen Kulturbonus vergeben und Justitia ignorieren und verraten, so als gäbe es sie nicht mehr.

Es häufen sich die Fälle, wo bekannte Intensivtäter mit Migrationshintergrund sowie abgelehnte Asylbegehrende nach erneuter Straftat nicht in Haft genommen, sondern freigelassen werden.

Es häufen sich die Fälle, wo bemerkt wird, dass gewisse Paragrafen in unserem GG in einer Zeit gemacht wurden, wo man nicht mal im Traum an den geballten Einzug einer uns feindlich gesinnten Herrschaftskultur gedacht hat.

Es häufen sich die Fälle, wo kritisch Denkende ausgegrenzt und von jeglicher Teilhabe und Teilnahme am öffentlichen Diskurs entfernt werden.

Die Initiative an der Basis teilt die Auffassung, dass es Aufgabe des Staates sowie der Zivilgesellschaft ist, rechtsextremistischen Umtrieben entgegenzuwirken. Das kann aber nur dann gelingen, wenn dem Tatbestand Rechnung getragen wird, dass im Laufe der Zeit der zugewanderte Rechtsextremismus islamisch-orientalischer Konstitution und Herkunft den einheimischen quantitativ und qualitativ längst überflügelt hat. Den „Kampf gegen rechts“ im Grunde nur gegen den einheimischen Rechtsextremismus auszurufen, aber den Kampf gegen den zugewanderten Rechtsextremismus nicht mit der gleichen Intensität zu führen, ist nicht nur halbherzig und damit ineffektiv, sondern führt die Öffentlichkeit hinters Licht. Zudem wird zunehmend erkennbar, dass der „von oben“ ausgerufene „Kampf gegen rechts“ in Wahrheit hautsächlich eine Kampagne gegen demokratisch nicht nur legitime, sondern not-wendige Islam- und Migrationskritik ist.

Hartmut Krauss stellt hierzu fest:
“Hätte eine einheimische Person eine Flüchtlingsfrau samt Sohn in ein Gleisbett geschubst, wäre in den Medien umgehend die biodeutsche Identität des Täters über Gebühr in den Vordergrund gestellt worden. Die Berliner Mahn- und Betroffenheitsrhetorik um Steinmeier und Merkel hätte unversehens in stereotyper Form auf Halbmast geflaggt. Es gäbe in den öffentlich-rechtlichen Medien eine Sondersendung nach der anderen, um in ebenso eindringlicher wie verfälschender Weise vor der Gefahr des einheimischen Rechteextremismus zu warnen (während man ein ums andere Mal den quantitativ und qualitativ relevanteren zugewanderten orientalischen Rechtsextremismus ausblendet), und Mazyek mit samt seinem Anhang bunter Kollaborateure wäre auf uns losgelassen worden, um die Tat der islam- und migrationskritischen Bewegung in die Schuhe zu schieben.“
Und er fügt hinzu:
“Tatsache ist, dass täglich mehr „Geflüchtete“ Einheimische, insbesondere Frauen, gewalttätig bedrohen, sexuell belästigen und vergewaltigen als umgekehrt Einheimische „Geflüchteten“ ein Haar krümmen. Anstatt diesen Sachverhalt vernünftig zu diskutieren, wird jeder Hinweis darauf von den herrschenden Kräften in Politik und Leitmedien sofort als ‚rassistisch‘ etc. verleumdet und somit auf infame Weise geleugnet. Wie lange verträgt eine Gesellschaft diese perfide Verzerrung der Wirklichkeit?“

Die Initiative an der Basis hat unter dem Titel “Deutschland braucht eine grundlegende gesellschafts-und einwanderungspolitische Neuausrichtung“ einen umfassenden Forderungskatalog zusammengestellt, der fortlaufend weiter entwickelt wird.
Darin heißt es:
„Wir fordern klarere Grenzen von der Politik in Form von Erhebungen, von Statistiken, neuen Gesetzen, Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten, um auf die erhöhte Gewaltbereitschaft von islamisch als auch ethnisch-tribal-patriarchalisch geprägten Migranten oder Flüchtlingen, welche auch durch ‚Ansammlungen von schnell entstehenden Gruppen‘ erzwungen werden sollen, adäquat reagieren zu können. (…)
Wir verlangen einen unnachsichtigeren Umgang vonseiten der Judikative mit religiös-kulturell motivierten Straftaten, die zurzeit zu viel zu milden Urteilen führen, denn falsch verstandene Toleranz provoziert Nachahmung, weitere Straftaten und Respektlosigkeit gegenüber unseren gesellschaftlichen Regeln und Gesetzen. (…)
Asylbewerber, die als Intensivstraftäter bekannt sind, dürfen nicht freigelassen, sondern müssen in Untersuchungshaft gebracht und möglichst ausgewiesen werden.
Übernahme des australischen Modells, bei dem z.B. einmalige Gewalt gegen Kinder oder Frauen zur Aberkennung des Aufenthaltstitels und Abschiebung führt. (…)
Wir fordern ein härteres Durchgreifen, um religiös-kulturell und traditionell geprägte Gewalttaten strenger zu ahnden, vor allem, wenn sie mit dem Motiv der Konfliktlösung oder der Durchsetzung von Interessen erpresst werden sollen, die oftmals mittels ‚Ansammlungen in schnell entstehenden Gruppen‘ vollzogen werden.“

IN MEMORIAM: Heute vor zwei Jahren wurden Anne+Noah von Nasr-Eddine B., einem algerischen Flüchtling, bestialisch erstochen (Initiative an der Basis)

IN MEMORIAM: Heute vor zwei Jahren (28. Juli 2017) wurden Anne+Noah von Nasr-Eddine B., einem algerischen Flüchtling und Ex-Partner von Anne bzw. Vater von Noah, bestialisch erstochen

Wir senden Dir Marianne alles Liebe und viel Kraft diesen ganz besonders schlimmen Tag durchzustehen.

Anne und Noah Metzger

Anne und Noah Metzger

IN MEMORIAM ANNE UND NOAH METZGER

Von Marianne

Mein Name ist Marianne, ich wohne unweit Kiels.

Im Jan. 2019 bin ich auf das Interview Rebecca Sommer / N. v. d. Osten und somit auf die Initiative an der Basis gestoßen.
Der Inhalt des Interviews hatte mich sofort angesprochen. Jetzt denke ich, hätten wir diese Annahme von Grundeinstellung mit einer für uns Frauen doch nicht einschätzbaren Gefahr und Haltung einer uns so fremden Kultur schon früher zum Handeln genommen, vielleicht hätten wir den Tod durch Mord an meiner Tochter Anne ( 39 J. ) und Enkel Noah ( 4 J. ) im Jahr 2017 in Teningen bei Freiburg durch den Vater des Kindes, einem Algerier, verhindern können.

Ebenso hätten alle Institutionen wie Polizei, Jugendamt, Gericht, Anwälte anders reagieren, die Gefahr anders eingestufen können.

Das Ereignis ist mittlerweile 2 Jahre her. Für mich jedoch hat jede Nacht, jeder Tag einen sich ständig wiederholenden Gedanken: warum konnten wir Anne und Noah nicht schützen. Warum musste der Tod, der sogar angekündigt war, passieren.

Anwälte, Gericht, Jugendamt, Frauenhaus, ein Mediator wussten um die Situation von Anne. Polizei war eingeschaltet mit einer Anzeige wegen Bedrohung „es wird Blut fließen. Ich werde deiner Familie Schaden zufügen!“
Anne war ca 3 Mon. vor dem Mord mit verdeckter Adresse verzogen. Man hätte ihr dringend nach der Trennung von dem Mann raten müssen in die Anonymität weit weg zu gehen.
Auch mir drohte er: „”Ich schlachte dich ab wie einen Hasen, wenn du dich mir und meinem Sohn näherst!“. Ich sah das Kind nach der Geburt nur 2x heimlich in 3 1/2 Jahren. Anne durfte ihre Freude und Sorgen mit dem Kind nicht mit uns teilen.
Ich war für ihn ein Stressfaktor, da ich mich wiederholt erkundigte, warum er nicht arbeiten würde. Er war Krankenpfleger, Jobs gab es genug.

Wie sehr freuten wir uns nach Annes Trennung, sie und Noah endlich mit der Familie, Geschwister, Tanten, Onkel, alte Freunde, zusammen kommen und bringen zu können.

Noahs Vater hatte begleitetes Umgangsrecht vom Gericht zugesprochen bekommen.
Sein verletztes Ehrgefühl konnte es nicht zulassen, dass Anne vom Gericht Noah zugesprochen bekam, er das Kind nicht selbstbestimmt sehen durfte ( Äußerung gegenüber Psychiater). Er konnte auch nicht zulassen, dass Anne uns mit dem Sohn besuchen kommen wollte.
Zwei Tage, vor dem geplanten Besuch tötete er Anne im Auto mit mindestens 15 Messerstichen, vor den Augen von Öffentlichkeit auf dem Hof vor Ihrem Wohnblock. Noah trafen 2 Messerstiche in dem Moment, als man ihn retten wollte. „Noah ist mein Sohn, kein Mensch auf der Welt kann mir Noah nehmen.“ Also lieber ein totes Kind, als es anderen zu überlassen. Das Messer blieb in Noah stecken, als er das Auto verließ. Ein Ritualmord? Nach seinen Worten sollte es eine Entführung werden. Er kam zur Entführung mit 2 langen Küchenmessern!

Sie durften nicht lebend kommen! Es kamen zwei Urnen mit der Asche zu mir nach Norddeutschland!

Der Täter sitzt mittlerweile lebenslänglich hinter Gittern.
Er kam 2002 mit 37 Jahren aus Algerien nach Deutschland. Seine Asylanträge wurden immer wieder ablehnt. Vor der Ausweisung Ende des Jahres 2002 fand er eine deutsche Frau, einige Jahre älter, geschieden mit 3 Kindern, die ihn heiratete. Die Trennung erfolgte nach ca 1 1/2 Jahren, die Scheidung erst, als er die deutsche Staatsangehörigkeit besaß.
Er wollte gerne „”Deutscher“ werden, hatte aber seinen algerischen Pass behalten. In dem Trennungsjahr von meiner Tochter beantragte er einen neuen für sich und Noah. Seinen hatte er schon, Noahs Passfoto wurde bei der Botschaft beanstandet, die Aushändigung hier sollte noch dauern. Eine Unterschrift von der deutschen Mutter hatte man bei der algerischen Botschaft für den Kinderpass nicht gefordert.
Eine Entführung nach Algerien wäre leicht gewesen, dies war immer die Gefahr.
Anne und wir lebten in ständiger Angst davor, hatte er doch den deutschen Kinderausweis an sich genommen und nicht herausgegeben. Er hätte gut mit dem Kind über die Grenze gekonnt, äußerte eine Polizistin am Flughafen.

Ein gerichtliches Annäherungsverbot an dem Tag vor dem Mord wird ihn noch einmal mit „Enttäuscht über die deutsche Justiz“ zum „ich werde handeln“ ( zu seiner Anwältin ) angespornt haben!
Eine fatale Verkettung ohne Unterbrechung. Es war alles angekündigt und keine verantwortliche Stelle, wo man doch mehr wissen sollte, hat mit größerer Kompetenz, Konsequenz und Umsicht reagiert. Und wir waren zu unwissend und zu naiv, solch eine Gefahr bis zum Mord zu erkennen.
Anne selber spürte ihre Gefahr. Einer Freundin gegenüber äußerte sie wenige Monate vor ihrem Tod, dass sie bei unnatürlichem Tod verbrannt werden möchte, ansonsten hätte sie gerne eine Erdbestattung. Gedanken einer 39 jährigen Frau. Hoffnung ohne Hilfe???!!!!!

Annes Angst ist zu Ende. Meine Unfassbarkeit, mein Entsetzen, meine Hilflosigkeit, meine nächtlichen Schweißbrüche, ein Gefühl des Verrats der Gesellschaft an Anne durch eine Nichtwahrnehmung einer Gefahrensituation bleiben. Ein ständiges Gefühl das Messer in der Brust zu sehen, zu spüren, begleiten mich.

Ich bin immer wieder der Meinung Anne und Noah hätten nicht sterben müssen. Versagt haben alle!

Für mich wurden Anne und Noah auf dem Altar der Toleranz der Gesellschaft geopfert.

Es dürfen nicht die Sorgen, Ängste, Bedenken immer wieder nur mit Fremdenfeindlichkeits-Etikett oder „auch deutsche Männer morden“, oder „ein Einzelschicksal“ ( die Einzelschicksale häufen sich! ) abgetan werden. Wir lassen Schutzbedürftige ins offene Messer laufen, wenn wir die Gefahren mißachten, dass Frauen z.B. bei Männern aus Herkunftsländern muslimischer Kulturen nicht die Bedeutung haben, wie wir Frauen sie mit unserem freiheitlichen Entwicklungsstatus der letzten Jahrzehnte in der westlichen Welt erreicht haben.
Der Mörder hatte sich in der Zeit vor der Trennung intensiver dem muslimischen Glauben zugewandt, sich sogar eine Gebets App eingerichtet.

Wie kann man diese Männer ins Land lassen und dann keine weiteren Aufklärungen über die Unterschiede des Religiös-Kulturellen bei unseren jungen Frauen und Mädchen veranlassen .
In den 15 Jahren in Deutschland schaffte er es immer wieder mit dem Rassismus- und Diskriminierungsargument zu seinen Gunsten zu arbeiten. Die Toleranz der Gesellschaft hat es ihm leicht gemacht.
Beim Auszug aus der gemeinsamen Wohnung waren 10 Personen, einschließlich Anne und 2 Polizisten, anwesend. Er, der spätere Mörder, konnte sie alle nach seiner Vorstellung steuern, wollte sie zunächst gar nicht in die Wohnung lassen. Dank der Polizei war es doch möglich.

Meine Erfahrung mit diesem grausamen Tod meiner Tochter und Enkel sollte präventiv genutzt werden. Mit der tragischen Geschichte möchte ich warnen und auf Gefahren, Missstände, Versagen, Falschannahmen hinweisen.

Hier hoffe ich auch in der initiative-an-der-basis eine Plattform gefunden zu haben!

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Die Initiative an der Basis hat einen FORDERUNGSKATALOG entwickelt, auch Mutter Marianne wirkte mit: https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-forderungen/

 

 

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VIDEO„Kurzer Abriss, warum der Islam nicht zu Europa gehört“ (Hartmut Krauss, Initiative an der Basis)

Hartmut KraussHartmut Krauss, ehem. DaF-Lehrer, Sozial- und Erziehungswissenschaftler, Buchautor, Verleger und Islamkritiker ist Teil von unserer Initiative an der Basis.

Hartmut Krauss wird unsere Ex-Muslim Konferenz moderieren, die am 4. September 2019 in Berlin stattfinden wird. Ebenfalls in Berlin wird er am 31. August 2019 bei einer Veranstaltung der WerteUnion-Berlin in seinem Referat ausführlicher erklären, “warum der Islam nicht zu Europa gehört“.

Video Hartmut Krauss:„Kurzer Abriss, warum der Islam nicht zu Europa gehört“

Der Islam wird in der politisch-medialen Öffentlichkeit weiterhin faktenwidrig auf unhaltbare Weise verharmlost. Gleichzeitig wird Kritik an ihm als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „islamophob“ etc. verleumdet und abgewehrt.  Von einem herrschaftsfreien und demokratischen Diskurs unter mündigen Zivilbürgerinnen und – bürgern, die ihrerseits die absolute Deutungs- und Normierungsmacht religiöser Weltanschauungen längst hinter sich gelassen und eine modern-emanzipatorische Identität verinnerlicht haben, findet man in der postdemokratischen Öffentlichkeit kaum eine Spur.
Was wir demgegenüber erleben, ist ein Zustand, in dem einflussreiche Kräfte versuchen, mittels postmoderner und kulturrelativistischer Ideologie  eine grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung salonfähig zu machen und eifrig darauf hinarbeiten, unter Parolen wie „Weltoffenheit“, „Buntheit“ und „Diversität“ die Gesellschaft in einen voraufklärerischen Zustand zu versetzen: Eine geistig-kulturelle Konterrevolution, die sich gerne mit der irreführenden Parole  „Kampf gegen rechts“ tarnt.

Hartmut Krauss umreißt in dem Video in prägnanter Form elementare Wesensmerkmale und Inhalte des Islam und liefert damit auch einen kurzen Einblick, was aus welchen Gründen im Umgang mit islamisch geprägten/sozialisierten  Migranten  an der Basis erfahren und erlebt wird.

Wir von der Initiative an der Basis werden in unserem täglichen Leben regelmäßig mit Problemen und Missständen konfrontiert, die bislang in der öffentlichen Debatte zum Thema “Migration und Flucht” als Einzelfälle oder gar Ausnahmen deklariert werden. Dabei handelt es sich eben nicht um Ausnahmen, wie wir anhand unserer Erfahrungen feststellen können.

Es ist uns ein dringendes Anliegen, unsere gesammelten Erfahrungen und Forderungen an die Öffentlichkeit zu bringen.

Um Probleme anzugehen, ist es erforderlich, diese offen und ehrlich zu benennen, um dann eine sachliche Debatte darüber zu führen, wie diese (vor allem auch auf politischer Ebene) gelöst werden können.

Wir von der Basis sehen uns in der Verantwortung, mit unserem – von vielen Menschen zusammengetragenen – Erfahrungsschatz wie auch erarbeiteten, möglichen Lösungsvorschlägen zu dieser Debatte beizutragen.

Siehe zu diesem zentralen Thema auch unseren “Work-in-progress”- Forderungskatalog von der Initiative an der Basis (pdf Format):

Weitere Texte zum Islam von Hartmut Krauss:


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