Radikalaufklärung 2.0 als Antwort auf islamische Demagogie

Zitat

von Hartmut Krauss

Eine besonders primitive Variante der islamischen Strategie, Begriffe zu islamisieren bzw. islamgerecht umzudeuten und damit ihren Bedeutungsgehalt zu demontieren, stellt dieser Versuch eines Jüngers des iranischen „Religionsführers“ Chamenei dar, den Revolutionsbegriff zu besetzen:

Wie tragen wir Muslime zu einer Revolution in Deutschland und im Westen bei?


Demgegenüber hatten schon die Radikalaufklärer den „Islambetrug“ grundsätzlich durchschaut und auch bereits das theokratische System, wie es im Iran reinstalliert wurde, in seiner Menschenfeindlichkeit erfasst:

So stellt Paul Henri Thiry d’Holbach in seinem Artikel „Theokratie“ für Diderots berühmte Enzyklopädie lapidar fest, dass man doch erlebt habe, „wie Betrüger (…) über unwissende und irregeführte Völker eine Herrschaft errichteten, die – wie sie ihnen einredeten – die Herrschaft Gottes war. So machte sich bei den Arabern Mohammed zum Propheten, Gesetzgeber, Oberpriester und Herrscher eines primitiven und unterjochten Volkes; der Koran enthält zugleich die Dogmen, die Moral und die Zivilgesetze der Moslems; man weiß, daß Mohammed behauptete, diese Gesetze aus dem Munde Gottes selbst erhalten zu haben; diese angebliche Theokratie dauerte unter den Kalifen, die zugleich die Herrscher und Oberpriester der Araber waren, mehrere Jahrhunderte.“ (1972, S. 972f.)

Und an anderer Stelle: „Ein Aberglaube, der zum Gegenstand seiner Verehrung einen fürchterlichen, treulosen, grausamen und blutdürstigen Gott hat, muss über kurz oder lang Schwärmer, Enthusiasten und Rasende gebären. In den Händen der Tyrannen und der Betrüger wird er ein sicheres Schwert sein, um die Welt mit Blut zu überströmen und Elend anzurichten.“

Szenenwechsel in die Gegenwart. Islamismus: Polizei vereitelt mutmaßlichen Terroranschlag

Bei der Wohnungsdurchsuchung in Dessau fand man kiloweise Böller, Zündschnüre und Pyrotechnik, eine selbstgemalte IS-Flagge sowie einen Koran mit unterstrichenen Passagen, in denen es um den Kampf gegen „Ungläubige“ geht.

Zu „Radikalaufklärung und Islam“ siehe auch die Analyse von unserem Mitglied Hartmut Krauss

Erfahrungsbericht einer ehemaligen Flüchtlingshelferin aus Köln

Zitat

Musim Werbung Plakat Foto © Rebecca Sommer

Auch ich habe mich 2016 ein ganzes Jahr lang um eine syrische Familie gekümmert (insbesondere um die sieben­jährige Zweit­älteste).

Um es vorweg zu sagen: meine anfängliche Motivation, Menschen in Not zu helfen, machte nach etlichen Monaten einer gewissen Resignation Platz, die dann nach genau einem Jahr intensiven persönlichen Engagements meinerseits dazu führte, dass ich den Kontakt zu der Familie komplett und frustriert abbrach.

Es ging mir überhaupt nie um Dankbarkeit, ich wollte lediglich meinen Beitrag als deutscher Bürger leisten und einer Familie „in Not“ die Möglichkeit geben, sich besser bei uns einzufügen. So meine damalige Vorstellung. Ende 2015 – nachdem die Migrationswelle Deutschland überschwemmt hatte – trat ich deshalb der Flüchtlingshilfe Köln bei und besuchte an zwei Wochenenden jeweils zwei ganze Tage lang einen Vorbereitungskurs in der Kölner Südstadt, der uns auf unsere Aufgabe vorbereiten sollte, geflüchtete Grundschul­kinder mit deutschen Kindern zusammen­zu­bringen, ihnen bei Schulaufgaben und beim Deutsch lernen zu helfen und ihnen unsere deutsche Kultur näher zu bringen.

Wir waren ca. 40 voll motivierte Helfer, zumeist ganz junge Leute (Lehrer, Sozial­arbeiter, junge Mütter, Studenten, …). Ich war die Älteste unter ihnen.

Am Ende des zweiten Wochenendes bekamen wir unsere Familien zugeteilt, und im Dezember suchte ich „meine Familie“, zum ersten Mal auf. 1-2 mal die Woche habe ich dann ein ganzes Jahr lang meinen Hund „wegorganisiert“, da die Kinder Angst vor ihm hatten. Ich habe die beiden älteren Mädchen (sieben und acht Jahre alt) regelmäßig von der Grundschule abgeholt und mit ihnen diverse Aktivitäten unternommen: Tier­park­besuche, Mal­nacht­mittage im Atelier, Ausflüge in den Rheinpark inkl. lustiger Seilbahn­fahrt, Kastanien­männchen-Sammel- und Bau­aktionen, Treffen mit deutschen Kindern zum Spielen bei mir zu Hause im Garten, Basteln, Kochen, Kuchen backen, Hörspiele hören, Vorlesen, Kartoffel­druck­kurse im „Museum für Angewandte Kunst“, etc.

Ganz nebenbei der Versuch, bei den Haus­aufgaben zu helfen, der Kauf von passenden neuen Brillen für die beiden Älteren auf meine Kosten, die Begleitung zur Logopädin, das Erledigen von Formalitäten, weil die Eltern nur schlecht Deutsch sprechen, etc. pp. […]
Ich könnte die Liste hier endlos weiterführen.

Dass bei der sieben­köpfigen Familie zu Hause ständig der Fernseher mit arabischen Sendern lief und ausschließlich syrischer Besuch zu Gast waren, verdeutlichte mir nach und nach, dass der Integrationswille dieser Familie, die mich immer freundlich aufgenommen hat und die auch alle wirklich sehr nett waren, bei nahezu Null war.

Der Vater will nicht arbeiten – er lebt gut vom deutschen Steuerzahler. Die beiden Mädchen tragen heute übrigens beide ein Kopftuch. Ich habe sie letztens zufällig auf der Straße gesehen.

Der Vater sitzt eigentlich nur zu Hause rum oder kutschiert seine fünf Kinder mit einem großen deutschen Auto, das von der Sozialhilfe = vom Steuer­zahler bezahlt wird, in der Gegend herum, während seine Frau den Haushalt erledigt und mit dem nächsten Kind schwanger ist. Beide machen keinen Deutschkurs und lassen ihre Kinder, die aufgrund ihres Schulbesuchs ganz gut Deutsch können, alles Wichtige übersetzen. Aufgrund dieser nicht vorhandenen bzw. nur rudimentären Deutsch­kenntnisse, findet der Vater natürlich auch keinen Job. Das will er auch gar nicht – wie er mir selber sagte – weil er die Wohnung eh bezahlt bekommt und ihm das Geld (Kindergeld, Sozialhilfe, Beihilfe, etc) für ein gutes Leben absolut ausreicht, sogar ausreicht dafür, um der in Syrien verbliebenen Familie regelmäßig großzügige Zuwendungen zu schicken.

Helfer werden ignoriert und beschimpft
Während dieses ganzen Jahres fand sich meine Flüchtlings­helfer-Gruppe einmal im Monat für mehrere Stunden zusammen, um sich über die Fortschritte und möglichen Probleme auszutauschen. In dieser Zeit schrumpfte die Zahl der Gruppe stetig zusammen, bis wir am Ende (Dezember 2016) nur noch zu dritt waren. Alle anderen hatten bereits vorher frustriert und desillusioniert die Fahnen gestrichen. Die große Lust zu helfen war der bitteren Erkenntnis gewichen, dass Integrations­bereitschaft die unbedingte Grund­vor­aus­setzung für das Gelingen von Integration ist. Und diese Bereitschaft war in keiner der betreuten Familien vorhanden.

Zumeist (bei mir war das tatsächlich anders) wurden die Helfer nur ungern in die Familien gelassen, wurden ignoriert und beschimpft, durften mit den Kindern nicht alleine sein oder Hausaufgaben machen, teilweise wurde ihnen untersagt, mit den Kindern einen Spielplatz o.ä zu besuchen. Eigentlich wurden sie lediglich dazu missbraucht, beim Ausfüllen von Anträgen auf Sozialhilfe, Bleiberecht, Beihilfe, etc. zu helfen.

Keine „echten“ Flüchtlinge
Im übrigen handelte es sich bei keiner der betreuten Familien in unserer Gruppe um tatsächlich Geflüchtete nach der Genfer Konvention. Niemand war aufgrund seiner politischen Gesinnung, Religion oder Sexualität verfolgt worden oder vor Krieg geflohen. Meine Familie beispielsweise hatte ihr letztes Geld zusammen­gespart, war bereits Jahre zuvor mit dem Flieger eingereist und hatte Asyl beantragt und auch erhalten – was mir bis heute schleierhaft ist.

Diese Tatsache wurde mir aber auch erst relativ zum Schluss ganz beiläufig mitgeteilt, und ich fragte mich frustiert, warum ich mich überhaupt engagiert hatte. Bei anderen Familien verhielt es sich ähnlich, oder sie befanden sich lediglich geduldet in Deutschland. Der Großteil dieser Leute stammte aus Bulgarien, Rumänien, etc. Einige auch aus nord­afrikanischen Ländern (Tunesien, Algerien, etc.) Lediglich zwei Familien waren aus Syrien.

Das erstaunte uns Helfer, dachten wir doch alle, der Syrien-Krieg sei Auslöser für diese Flüchtlings­welle gewesen.

Abschiebung – kommt nicht in Frage
Wenn ein Abschiebe-Bescheid kam, wurden innerhalb der Flüchtlingshilfe alle – auch teilweise illegalen – Hebel in Bewegung gesetzt, um die völlig legitime Abschiebung der Betroffenen zu verhindern (Verschleiern, Verstecken, psychologische Gutachten, etc.) Das war – neben meiner eh vorhandenen Frustration über die Sinnlosigkeit meiner Bemühungen – eigentlich der hauptsächliche Grund dafür, meine Arbeit als Flüchtlings­helferin endgültig zu beenden. Ich wollte einfach nicht mehr Teil dieser verlogenen Helfer-Maschinerie sein.

In den letzten Monaten bin ich von Freunden immer wieder gefragt worden, warum ich nicht weitermachen würde und was aus E. und ihrer Familie geworden sei. Ich habe meist ausweichend geantwortet, weil meine Gründe dafür den vielen mich umgebenden :Gutmenschen“nicht verständlich gewesen wären. Weil diejenigen, die ich kenne, selber nie persönich engagiert waren, sondern ihre Informationen zu diesem Thema einzig aus den Mainstreammedien beziehen, die den wahren Sachverhalt zum Thema Migration/Flüchtlinge zumeist komplett verfälscht und politisch einseitig abbilden.

Menschen in wahrer Not zu helfen muss oberste Prämisse sein. Das werde ich auch zukünftig nicht anders sehen und mich deshalb auch wieder engagieren, wenn ich die Notwendigkeit dafür sehe. Aber momentan ist das, was hier in Deutschland/Europa unter dem Deckmantel der „Flüchtlingshilfe“ veranstaltet wird, für mich in keinster Weise mehr nachvollziehbar. Ich würde mich freuen, wenn dieser kleine Erfahrungs­bericht einer wahrhaft menschen­freundlichen Ex-Flüchtlings­helferin geteilt würde und Verbreitung findet.



Stellungnahme zum neuen Maßnahmenkatalog gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Zitat

Hartmut Krauss


Die Bundesregierung will vorgeblich den Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus verstärken und dafür zwischen 2021 und 2024 mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen. Das klingt abstrakt gut. Bei näherer Betrachtung des entsprechenden Maßnahmenkatalogs zeigt sich aber, dass es sich dabei um eine zynische begriffliche Sinnverfälschung handelt. Denn zum einen findet die Bekämpfung des quantitativ und qualitativ gewichtigeren zugewanderten Rechtsextremismus islamisch-orientalischer Prägung neben einer wahren Flut verschwurbelter Leerformeln überhaupt keine Erwähnung, während der einheimische Rechtsextremismus weder inhaltlich genauer definiert noch organisationspolitisch klar umrissen wird. Zum anderen – und darin liegt der eigentliche Kern – ist das gesamte Papier im Grundsatz darauf ausgerichtet, islam- und migrationskritische Einstellungen und Meinungsäußerungen pauschal zu diskriminieren und zu delegitimieren bzw. mit „Rassismus“ und „Rechtsextremismus“ gleichzusetzen. (Siehe explizit die Punkte 10 und 14).

Einmal mehr wird hier der Rassismusbegriff dazu missbraucht, jede Kritik an Zuwanderern, an deren Einstellungen, Handlungsweisen, weltanschaulich-normativen Orientierungen etc. – und zwar unabhängig von ihrer realen Tragfähigkeit – von vornherein durch Diffamierung abzuwehren. Letztendlich geht es darum, die nichtmuslimische Bevölkerungsmehrheit im Interesse der verordneten Massenimmigration aus vornehmlich islamischen Ländern auf perfide Weise politisch-ideologisch zu züchtigen und den Islam sowie seine überwiegend orthodoxen und radikalen Träger gewissermaßen unter Naturschutz zu stellen: Kritik am Islam=Rassismus; Kritik am herrenmenschlich-islamischen Diskurs gegenüber Ungläubigen=Rassismus; Kritik an der minderwertigen Rolle der Frau im Islam=Muslimfeindlichkeit; Kritik an den islamischen Rechtsvorstellungen= Rassismus; Kritik an den orthodoxen und radikalen Trägern der islamischen Herrschaftskultur=„Du bist ein antimuslimischer Rassist“ u.s.w.

Zudem ist Folgendes zu kritisieren: Anstatt die zivilgesellschaftliche Bekämpfung der antisäkularen und menschenrechtsfeindlichen Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur und ihrer „islamistischen“ Speerspitze in Deutschland zu fördern, wirft der postdemokratische deutsche Parteienstaat obskuren muslimischen Organisationen und islamapologetischen Netzwerken bzw. Seilschaften zwischen Politik, Islamverbänden, Stiftungen, NGOs, Asylindustrie und islamophilen Einrichtungen riesige Mengen Steuergelder in den Rachen und fördert damit unter dem Vorwand der „Rechtsextremismusbekämpfung“ in Wahrheit den Vormarsch einer durch und durch reaktionären Gesinnungsgemeinschaft nebst einheimischen Komplizen.

Dabei reiht sich dieser in Rede stehende kostspielige Maßnahmenkatalog nahtlos ein in die von uns bereits ausführlich dargelegte Herrschaftsstrategie der politischen Unterwerfung und ideologischen Anpassung der Mehrheitsbevölkerung an die muslimische Massenzuwanderung, die einen neuen Rahmen der innenpolitischen Konfliktentwicklung setzt:

Um die postdemokratisch beherrschte Bevölkerungsmehrheit für die Akzeptanz der Ausbreitung und Festsetzung islamischer Herrschaftskultur sowie der muslimischen Bestandserhaltungsmigration zu gewinnen, werden die benannten Ideologien (Postmodernismus, Kulturrelativismus, Diversitätsfetisch, Sinnentstellung der ‚offenen Gesellschaft‘ etc.) und einschüchternden Diffamierungen nicht nur über die expliziten politisch-ideologischen Diskurse vermittelt, sondern durchziehen sämtliche ‚meinungsbildenden‘ Apparate. D.h. Islamverteidigung und -schönfärbung sowie die Beschwörung einer ‚Willkommenskultur‘ für irregulär und massenhaft eingedrungene sowie oftmals betrügerische und kriminelle Zuwanderer erfolgt in unterschiedlichster Verpackung: als Lerninhalt; neue Rechtsnorm; sprachlich frisierte Nachricht; selektive Präsentation von Vorzeigeflüchtlingen, die kontrafaktisch das Ganze suggerieren sollen; Fernsehkommentar; Zeitungsartikel; Theaterstück; Fernsehspiel; Sportübertragung etc. mitsamt den darin enthaltenen mehr oder minder offenen moralischen Botschaften (verdeckte Anordnung von Lebensregeln/Handlungsaufforderungen/Denknormen/Wertungen etc.). Im Einklang damit sollen die Beherrschten bei Strafe des Rassismusvorwurfs in eine ihnen migrationspolitisch aufgenötigte Haram- und Halal-Kultur einwilligen bzw. sich dieser unterordnen, wie sie von den islamischen Siedlern eingeschleppt wird und sich mit allen negativen Begleiterscheinungen zunehmend ausbreitet.

(…)

Demgegenüber gilt es in aller Entschiedenheit Folgendes zu betonen: ‚Grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauungen und kulturelle Traditionen – auch und gerade religiöser Art – dürfen nicht verklärt, beschönigt und verharmlost werden, bloß weil sie vordergründig und oberflächlich betrachtet ‚anders‘, ‚fremd‘, ‚nichtwestlich‘ etc. sind. Die aufklärungshumanistische Religions- und Herrschaftskritik als wesentliche europäische Identitätsgrundlage kennt keinen relativistischen ‚Kulturbonus‘, sondern richtet sich gegen alle reaktionär-antiemanzipatorischen Herrschafts- und Ideologieformen. Deshalb ist es auch völlig verfehlt, ‚kulturelle Vielfalt‘ an sich, also ohne kritische Reflexion der jeweiligen Kulturen und gänzlich inhaltsabstrakt, zum Fetisch zu erheben. Die Duldung, ja Förderung und Bejubelung des ausufernden Migrationsimports unaufgeklärter, rückständiger und autoritärer Kulturen, die mit den europäischen Grundwerten unvereinbar sind und deshalb weder ‚Toleranz‘ noch ‚Respekt‘ verdienen, ist kein Zeichen von Stärke, sondern führt mittel- und langfristig zur Schwächung und ‚bunten‘ (Selbst-)Zerstörung der europäischen Moderne.“

Hartmut Krauss: Säkulare Risikogesellschaft und islamisch-patriarchalische Sozialisation. Ein Problemüberblick.

Zitat

Hartmut Krauss

Säkulare Risikogesellschaft und islamisch-patriarchalische Sozialisation. Ein Problemüberblick1

Einleitung

Eine kritische Betrachtung zuwanderungsbedingter Probleme steht hierzulande vielfach immer noch unter dem Generalverdacht der Fremdenfeindlichkeit. Dabei geht es im Interesse einer tabufreien und wahrheitsorientierten Analyse gar nicht darum, sämtliche Zuwanderer von vornherein auszugrenzen oder aber negativ zu bewerten. Vielmehr geht es darum, reale Integrationshemmnisse zu benennen und die tatsächliche Anhäufung von Indikatoren der Desintegration bei bestimmten Gruppen von Zuwanderern nicht von vornherein durch das Aufstellen von ideologischen Verbotsschildern zu verschleiern oder aber zu verharmlosen.

Angesichts der ungesteuerten Massenimmigration von Asylsuchenden aus islamischen und afrikanischen Krisenländern hatte sich die öffentliche Debattenlage noch einmal nachhaltig verschärft, so dass eine kritisch-rationale Analyse dringender denn je ist.

In diesem Sinne geht es im Folgenden zunächst um die knappe Darlegung elementarer bevölkerungsstatistischer Grunddaten und die Skizzierung des objektiven Integrationsstandes muslimischer Immigranten. Im Anschluss daran werden einige wesentliche Konstitutionsmerkmale der islamisch-patriarchalischen Sozialisation aufgezeigt und in ihrer ursächlichen Bedeutung für misslingende oder problembehaftete Integrationsverläufe beleuchtet. Abschließend werden dann einige politisch-strategische Schlussfolgerungen zumindest angetippt.

Daten zur Bevölkerungsstatistik

Während am 31. Dezember 2011 in Deutschland 6.930.896 Ausländer lebten, waren es am 31. Dezember 2015 9.107.893. Ausländer/innen sind Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 Absatz 1 des Grundgesetzes sind. Dazu zählen auch Staatenlose und Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit. Ausländer/innen gehören als wesentliche Teilgruppe zu den Personen mit Migrationshintergrund. Sie können in Deutschland geboren oder zugewandert sein.

Davon kamen 2015 1.506.113 Menschen aus der Türkei (2011: 1.607.161), 740.962 aus Polen (2011: 468.481), 596.127 aus Italien (2011: 520.159), 452.718 aus Rumänien (2014:355,343), 366.556 aus Syrien (2014: 118.196), 339.931 aus Griechenland (2011: 283.684), 297.895 aus Kroatien (2014: 263.347), 230.994 aus Russland (2011: 195.310) aus der Russischen Föderation, 230.427 aus Serbien (2014: 220.908), 226.926 aus Bulgarien (2014: 183.263) u.s.w.2

Neben ausländischen Staatsbürgern sind in den letzten Jahrzehnten insgesamt mehr als 3,2 Millionen Aussiedler/Spätaussiedler zugewandert; darunter ca. 2,6 Millionen aus den GUS-Staaten.

2015 war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 2.137.000 Zuzügen das bisherige Rekordjahr der Zuwanderung nach Deutschland. „Das waren 672.000 Zuzüge mehr als im Jahr 2014 (+46%). Insgesamt 998.000 Personen zogen im Jahr 2015 aus Deutschland fort, 83.000 mehr als im Vorjahr (+9%). Damit ergibt sich mit einem Wanderungsüberschuss von 1.139.000 Personen aus der Bilanzierung der Zu- und Fortzüge über die Grenzen Deutschlands ein neuer Höchststand seit Bestehen der Bundesrepublik.“3 Den Hauptanteil an dieser „Rekordzuwanderung“ hatte das Einströmen von Asylsuchenden aus islamischen Krisen- und Kriegsländern. So stieg die Zuwanderung „vor allem für Personen mit Staatsangehörigkeit aus Syrien (von 66.000 auf 298.000), Afghanistan (von 11.000 auf 80.000), Irak (von 4.000 auf 60.000) und Pakistan (von 7.000 auf 20.000).“4

Infolge der unregulierten Massenzuwanderung nahm die Gesamtbevölkerung 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 978.000 Menschen (1,2 Prozent) zu und lag am Jahresende bei 82,2 Millionen.

Gut ein Fünftel der deutschen Bevölkerung, nämlich mittlerweile im Zuge der Rekordzuwanderung von 2015 ca. 17 Millionen Menschen, hat einen Migrationshintergrund (MH). „Im Jahr 2014 hatten 16,4 Millionen der insgesamt 80,9 Millionen Einwohner in Deutschland einen Migrationshintergrund (Zugewanderte und ihre Nachkommen). Von diesen 16,4 Millionen Personen waren 9,2 Millionen Deutsche und 7,2 Millionen Ausländer (56,0 bzw. 44,0 Prozent).“5

Die meisten der Personen mit MH stammen aus der Türkei (17,4 Prozent/ca. 3 Millionen), gefolgt von Polen (9,9 Prozent), Russland (7,3 Prozent) und Italien (4,7 Prozent).

„Gut 3,0 Mill. Menschen mit Migrationshintergrund (Zuwanderer und ihre hier geborenen Kinder) hatten ihre Wurzeln in der Türkei, 2,9 in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, 1,5 Millionen in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens und knapp 1,5 Mill. in Polen.“ (Datenreport 2011, Band 1, S. 189).

Bei unter 5-Jährigen haben bereits 35 Prozent, bei den 10-15-Jährigen 29 Prozent und bei den 15-20-Jährigen 24 Prozent einen MH.6 „Insgesamt hatte in Deutschland 2014 gut ein Drittel aller Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund (34,6 Prozent) – in der Gruppe der 35- bis unter 45-Jährigen lag der entsprechende Anteil im selben Jahr bei 25,9 Prozent und bei den 85- bis unter 95-Jährigen bei 6,2 Prozent.“7

In westdeutschen Großstädten liegt der Anteil der Personen mit MH deutlich höher. So zum Beispiel in Berlin bei 25 Prozent, (in Berlin-Mitte bei 45 Prozent und in Neukölln bei 39 Prozent), in Stuttgart bei 38 Prozent und in Nürnberg bei 39 Prozent. „61,1 Prozent aller Personen mit Migrationshintergrund lebten 2014 in städtischen, 12,3 Prozent in ländlichen Regionen.“8

Nach der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ (2009) leben in Deutschland hochgerechnet etwa vier Millionen Muslime aus 50 Herkunftsländern. (Türkei 63%; Südosteuropa/Bosnien, Albanien 14%; Naher Osten/Libanon, Irak 8%, Nordafrika/Marokko 7% und Süd-Südostasien/Afghanistan, Pakistan 5%). Wenige stammen aus dem Iran (ca. 100.000 bis 120.000), Zentralasien oder dem sonstigen Afrika. (Diese Gesamtzahl erscheint zum damaligen Zeitpunkt künstlich hochgerechnet, da alle Einwanderer aus islamisch geprägten Ländern unter der Hand zu Muslimen gemacht werden. Dazu zählen dann auch fälschlicherweise Nichtreligiöse, immerhin 8 Prozent der Türkischstämmigen9, und die Sondergruppe der türkischstämmigen Aleviten mit 480.000 bis 552.000). Mittlerweile dürfte die Zahl der Muslime in Deutschland aufgrund der hohen Zahl von Asylsuchenden aus islamischen Ländern auf ca. 5 Millionen angewachsen sein.

Die Einwanderer mit Wurzeln in islamischen Ländern weisen eine besonders junge Altersstruktur auf: 25 Prozent sind jünger als 15 Jahre. (Zum Vergleich: Nur 11% derselben Altersgruppe gibt es bei Personen ohne MH.) Muslime aus dem Nahen Osten und aus Süd-/Südostasien weisen eine noch jüngere Altersstruktur auf, fast ein Drittel ist bis zu 15 Jahren. Etwa die Hälfte der Muslime sind unter 25-Jährige.

Halten wir also fest, dass von den in Deutschland lebenden Menschen mit MH trotz der aktuellen muslimischen Zuwanderungswelle weniger als ein Drittel als „islamisch“ zu bezeichnen ist. Dennoch wird genau diese Gruppe von Staat, Politik und Medien ungerechterweise fokussiert, hofiert und in Szene gesetzt.

Was heißt ‚Integration‘?

Um nun zu beurteilen, ob die Integration der Zuwanderer aus unterschiedlichen Ländern gelungen oder misslungen ist, benötigen wir zunächst einmal eine angemessene Definition von ‚Integration‘. Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive betrachtet bezeichnet der Begriff ‚Integration‘ den mehrdimensionalen Prozess der Eingliederung von Zuwanderern in ein konkretes, nationalstaatlich geregeltes und kulturhistorisch gewachsenes Gesellschaftssystem mit spezifischen (z.B. sprachlichen, qualifikatorischen, normativen etc.) Anforderungsstrukturen.

Das Ziel der Integration ist demnach eine vom individuellen Subjekt zu erbringende Anforderungsbewältigung: Der Zuwanderer/die Zuwanderin will/soll/muss sich in die ‚neue‘ Aufnahme- bzw. Einwanderungsgesellschaft ‚eingliedern‘. ‚Eingliederung‘ bedeutet die Einnahme einer gleichberechtigten und gleichverpflichteten Position innerhalb des vorgegebenen gesellschaftlichen Reproduktionssystems, die es dem Einzelnen ermöglicht, seinen individuellen Lebensprozess vermittels positionsspezifischer Teilbeiträge zur gesellschaftlichen Reproduktion eigenständig und unabhängig von zunächst gewährten Unterstützungsleistungen zu realisieren. Dazu bedarf es a) der objektiven Verfügbarkeit entsprechender Positionen und b) der subjektiven Aneignung integrationsrelevanter Kompetenzen, Kenntnisse und Einstellungen.

Im Einzelnen sind nun folgende Prozessdimensionen der Integration zu unterscheiden und in ihrer wechselseitigen Bedingtheit zu erfassen:

Politisch-rechtliche Integration (Staatsbürgerschaft, Klärung des Rechtsstatus des Einwanderers als Voraussetzung für die Wahrnehmung von Integrationsmöglichkeiten)

Sprachintegration (Erlernen der Sprache des Aufnahmelandes als elementare Voraussetzung individueller Teilhabe am gesellschaftlichen Reproduktionsprozess)

Sozialökonomische Integration (berufliche Eingliederung in das System der Erwerbsarbeit)

Soziokulturelle Integration (akzeptierende Aneignung der verfassungsmäßigen Grundwerte und Rechtsnormen des Aufnahmelandes einschließlich bestimmter Kenntnisse über deren kulturhistorische Gewordenheit; Grad der weltanschaulich-normativen Differenz bzw. Kongruenz zwischen Herkunftskultur und Kultur der Aufnahmegesellschaft)

Lebensweltliche Integration (Einbindung in das Gemeinschaftsleben des Aufnahmelandes – subjektiv positiv erlebte ‚Assimilation‘; interkulturelle Vermischung via Heiratsverhalten).

Mittlerweile zeichnet sich zunehmend eine paradoxe Verkehrung des politisch regulierten Integrationsverlaufs ab. Dabei geht es immer weniger um die Integration islamischer Zuwanderer in das hiesige Gesellschaftssystem, sondern verstärkt darum, die nicht- muslimische Bevölkerungsmehrheit in den Prozess der sukzessiven Islamisierung zu integrieren, d.h. auf passive Hinnahme der Etablierung und Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur in Deutschland und Europa zu trimmen.

Ausgewählte Daten zum Integrationsstand von muslimischen Zuwanderern

Die offiziellen Statistiken lassen vielfach keine genaue Erfassung der Gruppenanteile von muslimischen bzw. islamisch sozialisierten Personen in relevanten gesellschaftlichen Klassifikationsbereichen zu, so zum Beispiel in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik oder bei den Angaben über ALG-II-Bezieher etc. In der politisch-medialen Öffentlichkeit sowie in der staatsnahen (ministeriellen) Auftragsforschung ist primär kein Interesse an umfassender wahrheitsorientierter Problemaufdeckung vorhanden, sondern eher ein politisch-korrekter Beschwichtigungs- und Verharmlosungsdiskurs vorherrschend. Dennoch lässt sich folgender Sachverhalt nicht gänzlich unter den Teppich kehren:

Türkisch-muslimische Zuwanderer schneiden im Vergleich mit anderen Migranten mit Abstand am schlechtesten ab. Negativ hervorstechend sind der hohe Anteil von Personen ohne Bildungsabschluss und die sehr hohe Erwerbslosigkeit unter den Jugendlichen. So haben 68 Prozent der Türken im erwerbsfähigen Alter bis heute keinen beruflichen Abschluss, 33% nicht einmal einen Schulabschluss. „Jeder fünfte aus der Türkei zugewanderte und noch in Deutschland lebende Mann und jede dritte Frau haben weder einen Schul- noch einen Berufsabschluss. Das ist mehr als in jeder anderen Migrantengruppe.“ (Berlin-Institut 2014, S. 31.)

Der 8. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland (Juni 2010, S. 126) hielt fest: „Während nur 15% der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund im Alter von 20 bis 64 Jahren keinen beruflichen Abschluss haben, gilt dies für 44% der Befragten mit Migrationshintergrund. Am höchsten liegt der Anteil der Unqualifizierten mit 72% bei den in Deutschland lebenden Menschen türkischer Herkunft, von denen fast jede/r Fünfte (18,2%) Deutsche/r ist.“

Aufgrund des geringen Qualifikationsniveaus ist auch der Anteil der Langzeitarbeitslosen (Erfahrung mit länger als 12 Monate andauernder Arbeitslosigkeit) bei männlichen Türken mit 43,6% besonders hoch (zum Beispiel im Vergleich zu Polen mit 28,9%).10

„Menschen mit türkischem MH schneiden überall deutlich schlechter ab als Migranten aus den gesamten EU-27. Besonders groß fallen die Unterschiede in Berlin aus. Nirgendwo sind Menschen türkischer Herkunft öfter erwerbslos oder leben häufiger von öffentlichen Leistungen als in Berlin. Die türkische Gemeinschaft in Berlin ist relativ groß und gilt als in sich eher geschlossen, was offenbar eine Verbesserung der Lage über die Generationen erschwert.“ (Berlin-Institut 2014, S. 60.)

Nach aktuellen Zahlen aus 2016 kommen die meisten nicht-deutschen Hartz-IV-Empfänger aus der Türkei (295.260), gefolgt von Syrien (242.391) und Polen (92.506). Im Jahresvergleich am stärksten gestiegen sei die Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus Eritrea (plus 229,4 Prozent) auf 16.764 und Syrien (plus 195,1 Prozent).11

Während türkisch-muslimische Zuwanderer einerseits im Durchschnitt das schlechteste Qualifikationsprofil und deshalb eine besonders hohe Rate von Arbeitslosengeld-II-Beziehern aufweisen, leben sie andererseits vergleichsweise in größeren Bedarfsgemeinschaften mit einem höheren Kinderanteil und daraus resultierend mit einem höheren Transfereinkommen.

Im Vergleich zu ausländischen Männern haben ausländische Frauen „häufiger keine abgeschlossene Berufsausbildung (56% zu 40%). Dies ist vor allem bei türkischen Frauen der Fall (70%); der entsprechende Anteil liegt bei Polinnen nur bei 24%“ (BAMF: Fortschritte der Integration 2010, S. 15f.). Damit korrespondiert, dass Türkinnen sehr viel seltener ganz- oder halbtagserwerbstätig sind als Frauen anderer Ausländergruppen (aus Polen, Italien, Ex-Jugoslawien und Griechenland).

Türkische Zuwanderer haben im Vergleich zu anderen Migrantengruppen die wenigsten Kontakte zu Deutschen und die meisten zu Personen aus ihrem Herkunftsland. Das gilt insbesondere für die Frauen: So hat fast jede dritte Türkin gar keinen oder nur selten Kontakt zu deutschen Freunden. Die geringe Erwerbsbeteiligung sowie die relative Kontaktarmut mit Einheimischen spiegelt sich dann auch in der mangelnden Sprachbeherrschung: „So sprechen 38% der 35- bis 64-jährigen Türkinnen nur schlecht oder sehr schlecht deutsch“ (ebd. S. 17)

Zusammenfassend stellten die Autoren der PISA-Studie zum Bildungsstand der Gruppe der hier geborenen fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schüler mit Eltern aus der Türkei einen nach wie vor geltenden Befund fest:

„Nur eine Minderheit von ihnen spricht im Alltag überwiegend deutsch und ihre mit fünfzehn Jahren erreichten Kompetenzen liegen im Durchschnitt auf einem niedrigen Niveau. Dieser Befund ist alarmierend, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass diese Jugendlichen bereits in Deutschland geboren sind, ihre gesamte Schulzeit in Deutschland verbracht haben und diese Gruppe einen relativ großen Anteil an der Bevölkerung aufweist“ (PISA 2003, S. 294).

Daraus erklärt sich u.a. auch die hohe Rate von über 50 Prozent türkischstämmigen Jugendlichen, die entweder über keinerlei Schulabschluss verfügen oder einen Hauptschulabschluss erreichen, jedoch keine berufliche Ausbildung beenden.

Wie der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, Manfred Cremer, im ARD-Magazin „Plusminus“ am 17. August 2010 erklärte, kommen jährlich 150.000 Jugendliche mit Migrationshintergrund auf den Ausbildungsmarkt, von denen ca. 70 Prozent aufgrund von Ausbildungsunreife keinen Ausbildungsplatz finden. Bei diesen Jugendlichen fehlt es nicht nur an Kenntnissen und Fertigkeiten in Deutsch und Mathematik, sondern auch an sozialer Basiskompetenz und Disziplin. Ein im genannten Fernsehbeitrag zu Wort kommender Projektleiter veranschaulicht die Defizite: „Ich kann nicht zur Arbeit kommen, meine Jeans ist noch nass, das gibt’s. Oder die Schlange beim Mediamarkt war zu lang, deshalb kam ich zu spät.“

Die soziokulturelle Desintegration zahlreicher Muslime lässt sich schlaglichtartig auch auf der Ebene subjektiver Einstellungen, hier nur bezogen auf die Türkischstämmigen in Deutschland (TiD) ablesen12:

So stimmten 2012 72% der TiD der Aussage zu: „Der Islam ist die einzig wahre Religion“. 2010 waren es 69%.

2010 stimmten „nur“ 33% der TiD der folgenden Aussage zu: „Ich wünsche mir, dass in Deutschland irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen.“ 2012 waren es nun 46%.

Speziell in Deutschland, vor dem Hintergrund der Beschneidungsdebatte und der damit verbundenen medialen Hetzkampagne gegen Atheisten sowie angesichts des Umstandes, dass von „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ fast immer nur in Bezug auf Muslime als Objekt gesprochen wird (Heitmeyer u.a.), ist das folgende Ergebnis besonders zu gewichten:

Atheisten empfinde ich als minderwertige Menschen“ Zustimmungsrate 2012: 25%; 2010: 22%.

Juden empfinde ich als minderwertige Menschen“. Zustimmungsrate 2012: 18%; 2010: 14%.

Bemerkenswert ist auch folgender Befund: 31% 2010 und 46% 2012 stimmten der folgenden Aussage zu: „Wenn ich in Deutschland im Falle der Arbeitslosigkeit keine Sozialleistungen bekommen würde, würde ich sofort in die Türkei gehen.“

Lässt sich das Eingehen einer interethnischen bzw. interkulturellen Ehe als zentrales Maß für eine vollzogene soziale bzw. lebensweltliche Integration ansehen, so zeigt das türkisch-muslimische Heiratsverhalten – aufgrund der Befolgung islamischer Heiratsregeln – gegenteilig ein hohes Maß an intraethnischer und intrareligiöser Orientierung. „Die überwiegende Mehrheit der Personen mit türkischer Abstammung sind mit Partnern türkischer Abstammung verheiratet, eingebürgerte oder nicht eingebürgerte“ (BFSFJ 2010, S. 34). Die Eheschließungsstatistik zeigt sogar, dass das Heiratsverhalten mit zunehmender Tendenz nach religiösen Regeln erfolgt; d.h. der Anteil der interreligiösen Eheschließungen nimmt noch weiter ab. Zudem heiraten Sunniten und Aleviten jeweils unter sich. Von den Verheirateten unter den Befragten der Studie „Muslime in Deutschland“ gaben 95,8% an, dass der Ehepartner auch ein Muslim ist. Nach Angaben des Berlin-Instituts (2014, S. 61) reicht die Spanne bikultureller Ehen von 6% unter türkischen Migranten bis zu 54% unter EU-27-Einwanderern.

Die tiefere Ursache für die mehrdimensionale Desintegration einer großen Zahl zugewanderter Muslime ist die sozialisatorische Vermittlung und ungebrochene Reproduktion grundlegender Prinzipien des Islam. So weisen im Vergleich zu anderen Zuwanderungsgruppen wie Italiener, Spanier, Portugiesen, Griechen, Spätaussiedler aus den GUS-Staaten, Polen und antiislamistische Republikflüchtlinge aus dem Iran muslimische Zuwanderer (vor allem aus der Türkei und arabischen Staaten) durchgängig die schlechtesten Integrationswerte auf. Wie wir gesehen haben, betrifft das sowohl zentrale Bereiche der sozialökonomischen Integration wie Beteiligung am Erwerbsleben, Arbeitslosigkeit, Sozialtransferbezug, Armutsgefährdung etc. als auch qualifikatorische Aspekte wie Schul- und Berufsausbildung, aber auch Sprachbeherrschung, Mediennutzung, Beteiligung an zivilgesellschaftlicher Tätigkeit u.v.m. Hinzu kommt der eklatante Gegensatz zwischen islamischen und den in der deutschen Aufnahmegesellschaft vorherrschenden säkular-demokratischen Wertorientierungen zum Beispiel im Hinblick auf die Trennung von Staat und Religion, die Trennung von Religion und Recht, das Verhältnis der Geschlechter, das Gebot der freien Partnerwahl, das Prinzip des freien Religionsaustritts und der Gleichberechtigung von Homosexuellen etc.

Diese multidimensionale Desintegration13 gipfelt nicht zuletzt in einer deutlich höheren Gewalt- und Kriminalitätsbelastung jüngerer muslimischer Männer – ein medial und politisch gern verschleierter Sachverhalt, indem zum Beispiel der Täterhintergrund in Polizei- und Zeitungsberichten bewusst verschwiegen wird, wenn es sich um Migranten oder Ausländer handelt14. Sind andererseits in relational selteneren Fällen Muslime Opfer deutscher Gewalttäter, wird demgegenüber sofort in einem deutlichen moralischen Gegensatz eine ebenso gleichgeschaltete wie einseitige Staatstrauer- und Betroffenheitsmaschinerie in Gang gesetzt, die aufgrund eben dieses halbierten Moralismus zunehmend für Unmut innerhalb der Mehrheitsbevölkerung sorgt.

Wie weit dieses „politisch korrekte“ brainwashing geht – sogar auf die Gefahr der Rufschädigung als ernstzunehmender Wissenschaftler – zeigt das folgende Zitat eines Kriminologen:

„Dirk Baier: Wir stellen tatsächlich fest, dass Jugendliche mit muslimischem Hintergrund, insbesondere türkisch-stämmige Jugendliche, Jugendliche aus nordafrikanischen oder arabischen Ländern, aber auch Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien, die zum Teil muslimischen Hintergrund haben, eine bis zu drei Mal höhere Gewaltrate haben als die einheimischen deutschen Jugendlichen. Grund ist aber nicht der Umstand Türke oder Muslim zu sein, sondern die damit verbundenen Schwierigkeiten im Leben. Dazu gehört beispielsweise die familiäre Situation und oft auch eine problematische Bildungssituation.“

Dass aber wiederum die „familiäre Situation“ grundlegend islamisch-patriarchalisch geprägt und die „problematische Bildungssituation“ ein Resultat der autoritär-islamischen und sprachdefizitären Primärsozialisation ist sowie mit dem Import „arrangierter“ Eheleute gemäß islamischer Heiratsregeln korrespondiert, bleibt hier gänzlich außer Betracht.

Was für große Teile der seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden türkisch-muslimischen Migranten im Hinblick auf die dargestellte sozialökonomische und soziokulturelle Desintegration gilt, dürfte nach den vorliegenden Informationen auch für die Mehrheit der unreguliert eingeströmten Asylsuchenden aus islamischen Ländern gelten15.

Wesentliche Merkmale der islamisch-patriarchalischen Sozialisation

Betrachten wir nun im Folgenden wesentliche Merkmale der islamischen Sozialisation, dann sind hier zwei elementare Dimensionen zu unterscheiden: Erstens die inhaltliche Seite und zweitens der interaktive Struktur- bzw. Formaspekt.

In inhaltlicher Hinsicht ist der islamische Sozialisationsprozess zu bestimmen als ‚Übertragung‘ grundlegender Aussagen, Prinzipien, Vorschriften, Normen etc. des Islam in das individuelle Bewusstsein und Verhalten der nachwachsenden Generationen.

In struktureller Hinsicht weist der islamische Sozialisationsprozess ein bestimmtes interaktives Beziehungsmuster zwischen den sozialisationsrelevanten Akteuren auf, das sich im Näheren als autoritär-patriarchalisches Verhältnis offenbart.

1. Zum inhaltlich-normativen Aspekt der islamischen Sozialisation

Der Glaube an den islamischen Offenbarungsmythos lässt sich entgegen illusionärer Auffassungen nicht abstrakt-mechanistisch auf rein spirituelle und rituelle Aspekte beschränken, sondern ist untrennbar mit allumfassenden gesellschaftlichen Diesseits- und Alltagsregeln verknüpft, die eine vormoderne Sozialordnung festlegen und als göttliches Gesetz verabsolutieren. Damit erweist sich der orthodoxe Islam als weltanschauliches Programmiersystem eines kulturspezifischen Herrschaftsregimes. Im Einzelnen sind insbesondere folgende Grundprinzipien dieses islamischen Herrschaftssystems anführen, die auch dem sozialisatorischen Vermittlungsprozess zugrunde liegen:

1. Die Setzung der islamischen Glaubensgemeinschaft als allen anderen Weltanschauungsgemeinschaften überlegene und herrschaftsberechtigte Gruppe. So heißt es in Sure 3, Vers 110: „Ihr seid die beste Gemeinde, die für Menschen erstand. Ihr heißet, was rechtens ist, und ihr verbietet das Unrechte und glaubet an Allah“. Eine Gleichberechtigung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen ist demnach dogmatisch grundsätzlich ausgeschlossen. Besitzer heiliger Bücher wie Christen und Juden werden im Status schutzbefohlener Bürger zweiter Klasse („Dhimmis“) zwar geduldet (wenn auch konkret-historisch oftmals versklavt), während Atheisten kein Existenzrecht haben. Denn die Welt ist von Allah für Rechtgläubige geschaffen worden; Ungläubige hingegen sind für die Hölle bestimmt.

„Prophet! Führe Krieg gegen die Ungläubigen und Heuchler (oder: Setze den Ungläubigen und Heuchlern heftig zu) und sei hart gegen sie! Die Hölle wird sie (dereinst) aufnehmen, – ein schlimmes Ende!“ (Sure 9, Vers 73) (Der Koran, Paret)

2. Aufgrund seines absolutistischen Geltungs- und Herrschaftsanspruchs kennt der Islam kein Recht auf freie Wahl der Weltanschauung sowie auf freie Meinungsäußerung oder gar das Recht auf Religionskritik. Kritische Urteile über den Islam und seinen Stifter Mohammed gelten als Gotteslästerung und werden mit schweren Strafen bedroht.

3. Nach dem islamischen Fitra-Konzept wird jeder Mensch im Grunde als Muslim geboren. Erst widrige soziokulturelle Einflüsse des äußeren Milieus machen ihn zu einem Juden, Christen, Polytheisten, Atheisten etc. und verhindern seine „naturgemäße“ islamgerechte Ausformung. D.h.: Die islamische, von Gott verliehene Ursprungsnatur des Menschen wird nach der Geburt durch eine nichtislamische Umwelt verdorben. Folgerichtig gilt der durch negative äußere Einwirkungen zum Nicht-Muslim gewordene Mensch im Diskurs des orthodoxen Islam als sekundär verdorbener Mensch, dem im Sinne eines religiösen Anthropologismus und Naturalismus keine gleichen Rechte zugestanden werden können.

4. Die als göttlich legitimiert ausgegebene islamische Sozial- und Normordnung gilt gegenüber jeder nichtislamischen Gesellschaftsordnung, insbesondere auch der säkular-demokratischen, als überlegen. Nach der Studie „Muslime in Deutschland“ (2007) bekannten sich 46,7% der befragten Islamgläubigen offen zu folgender Aussage „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als Demokratie“. Neuere Studien bestätigen diesen offensichtlich resistenten Befund16.

5. Der Islam legt ein patriarchales Herrschafts- und Bevorrechtungsverhältnis der Männer gegenüber den Frauen fest. So heißt es zum Beispiel in Sure 2, Vers 228:

„Und die Männer stehen (bei alledem) eine Stufe über ihnen (den Frauen, H.K.)“ (Der Koran, Paret). Zudem haben Frauen die Funktion inne, als Objekte der Mannes- bzw. der patriarchalischen Familienehre zu dienen und sind deshalb umfassenden Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen ausgesetzt.

6. Der Islam negiert nicht nur das Recht auf sanktionslosen Religionswechsel und Religionsaustritt (negative Religionsfreiheit), sondern bedroht Glaubensabtrünnige mit dem Tod bzw. drakonischen Ersatzstrafen.

7. Er schließt homosexuelle Orientierungen als „krankhaft“ und „gesetzwidrig“ aus und droht auch hier mit massiven Strafen.

8. Als vormoderne patriarchalische Herrschaftsideologie verletzt der Islam das Recht auf freie Partnerwahl und befestigt auch von dieser Seite das archaische Konzept der „Ehre“.

Diese objektiv-islamischen Prinzipien lassen sich auch bei Durchsicht empirischer Studien im subjektiven Einstellungsbild einer großen Zahl von Muslimen nachweisen17. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im islamischen Herrschaftsbereich aufgrund des normativ-strukturellen Fehlens weltanschaulicher Pluralität sowie der Negierung des Rechts auf Religionsfreiheit im Grunde keine optionale Alternative zum Muslim-Sein existiert. Daraus resultiert, dass sich auch Menschen, die sich von den islamischen Grundprinzipien und Normen abwenden, subjektiv immer noch als „Muslime“ bezeichnen. (Bindestrich-Muslime)

Die Studie „Muslime in Deutschland“ (2007) konstatierte für die erwachsenen und jungen Islamgläubigen in Deutschland folgende Einstellungsstruktur:

A. Erwachsene

„Fundmental orientierte“ Muslime: 40,6%.
„Orthodox-religiöse“ Muslime: 21,7%
„Traditionell-konservative“ Muslime: 19,0%
„Gering-religiöse“ Muslime: 18,8%

B. Jugendliche (9. und 10. Jahrgangsstufe)

„Fundamental orientierte“ Muslime: 44,2%
„Orthodox-religiöse“ Muslime: 25,8%
„Traditionell-konservative“ Muslime: 16,8%
„Gering-religiöse“ Muslime: 13,2%. (S. 335)

Dass muslimische Jugendliche signifikant deutlich religiöser, autoritärer und judenfeindlicher geprägt und eingestellt sind als einheimische Jugendliche ist – gerade auch in der Perspektive der zukunftsbezogenen Rechtsextremismusforschung – als ein sehr wesentliches Datum anzusehen: „Bezogen auf antisemitische Vorurteilsbekundungen äußern junge Muslime mit 15,7% die höchste Zustimmung. Bei den Nichtmuslimen mit Migrationshintergrund liegt diese Quote bei 7,4% und bei den einheimischen Jugendlichen bei 5,4%“ (ebenda, S. 275).

2. Zum beziehungsstrukturellen Aspekt der islamischen Sozialisation

A. Hervorzuheben ist hier zunächst ein prämodern-religiöser Autoritarismus und eine daraus hervorgehende „Gehorsamsmoral“ als Leitkonzept.

Im Unterschied zur säkular-demokratischen Moderne steht nicht der Mensch als bewusster (vernunftbegabter) und handlungsmächtiger Gestalter seiner Lebensumstände im Zentrum soziokultureller Grundorientierung, sondern der Mensch als gehorsamspflichtiger, auf Hingabe fixierter Gottesknecht, dem eine selbstbestimmte Orientierungs- und Handlungsfähigkeit abgesprochen wird. Nicht die Freiheit, die Rechte und Pflichten des Individuums sowie dessen Schutz vor und durch den Staat stehen im Zentrum (liberaler Individualismus). Vielmehr bildet die Umma, das hierarchisch-herrschaftlich konstituierte Kollektiv in seinen unterschiedlichen Erscheinungen (Familie, Sippe, Glaubensgemeinschaft), den sinngebenden Mittelpunkt (autoritärer Kollektivismus). Das Individuum ist hier nicht eine autonome, sich selbst bestimmende ‚Grundeinheit‘, sondern nur ein unselbständiger (entsubjektivierter) Teil des Ganzen. Damit ist ‚natürlich‘ nicht nur das Persönlichkeitsrecht auf freie Entscheidung und Selbstbestimmung stark eingeschränkt, sondern es entsteht auch ein passiv-fatalistisches Selbstbild, wonach andere, insbesondere traditionelle Autoritäten, für den Einzelnen bestimmen und Verantwortung tragen und letztlich ohnehin alles von Allahs unergründlichem Ratschluss abhängt. Dieses kulturelle Orientierungsmuster prägt den muslimischen Lebens- und Erziehungsalltag auf nachhaltige Weise. Die folgende Feststellung trifft deshalb nicht nur auf arabische Familien, sondern auch auf den konservativ-traditionalistischen Sektor der türkisch-muslimischen Familien zu:

„Verschiedene Studien zeigen, dass der in arabischen Familien am weitesten verbreitete Stil der Kindererziehung autoritär und gleichzeitig überbehütend ist. Dies verringert die Unabhängigkeit, das Selbstwertgefühl und die soziale Kompetenz der Kinder und unterstützt ihre Passivität, sowie ihre Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Viel gravierender ist, dass auch das Denken des Kindes beeinträchtigt wird, indem sein Hinterfragen, sein Erkunden und seine Initiativen unterdrückt werden“ (Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen 2003, S. 5).

B. Mit dem Hineingeborenwerden in eine orthodox-islamische Lebensumwelt sieht sich das heranwachsende Individuum dergestalt mit einem traditionellen Normenkodex konfrontiert, der ihm mit einem nicht hinterfragbaren autoritativen Anspruch gegenübertritt. Grundlegender Ausgangstatbestand ist hier die patriarchalisch-hierarchische Struktur der muslimischen Familie, die den Mikrobereich bzw. die ‚Kernzelle‘ der islamischen Herrschaftsordnung bildet. Der absolute Herrscher dieser familialen ‚Mikrodiktatur‘ ist der Hausvater, dem weder widersprochen werden darf und der nur gegenüber Allah und den außerhäuslichen islamischen Autoritäten rechenschaftspflichtig ist. Er trifft alle relevanten Entscheidungen, legt fest, wer wen heiratet und vertritt die Familie nach außen. Im Zentrum seiner Aufmerksamkeit steht aber letztendlich die Wahrung der Familienehre, d.h. die Überwachung der Rechtgläubigkeit, Tugendhaftigkeit und Gehorsamkeit insbesondere der weiblichen Familienmitglieder. Zu diesem Zweck setzt der väterliche Patriarch seine Söhne als Ordnungs- und Kontrollbevollmächtigte ein, die von dieser übertragenen Machtbefugnis mitunter auch reichlich und rigide Gebrauch machen. Grundsätzlich bilden Alter und Geschlecht die zentralen Achsen der Familienhierarchie. So bestimmen zum Beispiel ältere Frauen (Mütter, Schwiegermütter, Großmütter, Tanten), was die Mädchen zu tun und zu lassen haben. Im Zentrum steht dabei die auf die islamkonforme Sittlichkeit/Anständigkeit der Frau fokussierte Aufmerksamkeit. Um ihr Gesicht im Spiegel der prämodern-islamischen Herrschaftsmoral nicht zu verlieren, müssen die Männer darauf bedacht sein, dass die Frauen ihnen ostentativ gehorchen und deren Ruf unbeschädigt bleibt.

Innerhalb dieses rigiden familiären Kontroll- und Überwachungsregimes (mikrostrukturelle islamische Sittenpolizei) werden die Heranwachsenden in erster Linie auf die Erfüllung von Unterwerfungs- und Gehorsamsanforderungen programmiert, während ihnen eine rationale Erklärung der Welt und die Vermittlung von Selbständigkeit vorenthalten wird.18

Dabei ist die Funktionsweise der autoritär-patriarchalischen Familienverhältnisse mit einer signifikant hohen Gewaltausübung und -erfahrung verbunden, die auch als kulturelle Norm bei einem großen Teil der Muslime verinnerlicht ist.

„44,9 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer in der Türkei vertreten die Meinung, dass der Ehemann berechtigt sei, seine Frau zu schlagen, falls sie ungehorsam ist. 77,8 Prozent der misshandelten Frauen schweigen“ (Cileli 2002, S. 32).

In einer aktuellen internationalen Vergleichsstudie von Ende April 2013 stimmten 65% der Befragten in der Türkei der Aussage zu, dass eine Ehefrau ihrem Ehemann immer gehorchen müsse19.

Deshalb ist es nicht überraschend, wenn auch in deutschen Studien20 immer wieder festgestellt wird, dass türkische und andere muslimische Migrantinnen durch körperliche und sexuelle Gewalt in Paarbeziehungen und in der Familie weit überdurchschnittlich häufig betroffen sind21. Das gleiche Bild zeigt sich auch im Hinblick auf die Gewalterfahrung und -ausübung von türkischstämmigen Jugendlichen.

C. Einen Kernaspekt der muslimischen Sozialisation bildet die implizit bereits thematisierte rigide Geschlechtsrollenerziehung als konsequenter Ausfluss des islamisch-patriarchalischen Herrschaftskonzepts22. Grundlegend sind hierfür insbesondere folgende eigentümlichen Aspekte der islamischen „Anthropologie“ und Sexualmoral:

(1) Der Mann wird als ein selbstkontrollunfähiges Wesen naturalisiert, das seine Triebe nicht im Zaum zu halten vermag und dem deshalb keine Selbstbeherrschung abverlangt werden kann. Im Gegenteil wird ihm ein Recht auf relativ ungehemmte Triebbefriedigung eingeräumt.

(2) Vor- und außerehelicher Geschlechtsverkehr gilt gemäß dem islamischen Sittenkodex als schwere Sünde und gehört nach dem islamischen Recht schwer bestraft.

(3) Um das männliche Triebwesen nicht unnötig in Versuchung zu führen, muss die Frau als Inkarnation der sündigen Verführerin in ihrer Eigenschaft als Nichtehefrau so weit wie möglich aus dem männlichen Gesichtsfeld verbannt sowie in ihrer potentiell aufreizenden Erscheinung verhüllt werden.

Das zentrale ‚Maß‘ der Familienehre ist folglich die auch äußerlich sichtbare und im Verhalten wahrnehmbare Tugendhaftigkeit und Züchtigkeit ihrer weiblichen Familienmitglieder, insbesondere der Töchter. Diese werden schon frühzeitig auf ihre Rolle als gehorsame „Mannesdienerin“ vorbereitet und spätestens mit Eintritt der Pubertät der rigiden häuslichen Kontrollmacht unterworfen, d.h. soweit es geht aus der – noch dazu fremdkulturell-nichtmuslimischen – Öffentlichkeit entfernt. Zudem werden sie oftmals unter Strafandrohung dazu angehalten, das Kopftuch zu tragen (soweit sie den normativen Druck nicht schon hinreichend verinnerlicht haben und es „freiwillig“ tragen) und massiv daran gehindert, Freundschaften mit Jungen – noch dazu etwa deutschen oder „ungläubigen“ – einzugehen. Wenn selbst die Teilnahme am schulischen Schwimm-, Sport-, Biologie- und Sexualkundeunterricht oder an Klassenfahrten auf dem Index der Familienmoral steht, kann man sich leicht ausmalen, wie zum Beispiel Diskothek- oder Partybesuche geahndet werden.

„Voreheliche Kontakte“, schreibt Necla Kelek (2005, S. 216), „gar vorehelicher Geschlechtsverkehr wären für eine muslimische Familie der GAU, der größte anzunehmende Unfall in der Familiengeschichte.“

Denn der voreheliche Verlust der Jungfräulichkeit oder aber die Ablehnung des ausgesuchten Ehepartners gelten als Super-Schande und bergen die Gefahr schärfster Repressionen bis hin zum „Ehrenmord“ in sich. Dabei stellen die Ehrenmorde das Endglied einer bereits vorgelagerten Repressionsspirale dar, die sich u.a. aus Einschüchterung, Gewaltandrohung, dosierter Gewaltanwendung und moralischer Bestechung zusammensetzt. Dass die Zahl der Ehrenmorde23 als spektakuläre Erscheinungsoberfläche der muslimischen Sozialisationsverhältnisse noch überschaubar ist, hat sicher ganz wesentlich auch damit zu tun, dass viele Mädchen es aus Angst nicht soweit kommen lassen und sich in das ihnen zugedachte fremdbestimmte Schicksal fügen.

Das dominante Auslösethema der Ehrenmorde ist letztendlich zumeist immer die mangelnde Unterwerfung des weiblichen Verhaltens unter die Kontrolle eines patriarchal geprägten Familienwillens. Autonome Entscheidungen von Frauen über ihre Partnerschaften und damit über ihr Leben insgesamt sind die häufigsten Tatanlässe. Im Vordergrund stehen in diesem Zusammenhang a. illegitime Partnerschaften, b. Widerstand gegen Zwangsverheiratungen, c. weibliche Trennungsabsichten und d. eine westliche bzw. unislamische Lebensführung. Insofern die weitestgehende Vorenthaltung von Selbstbestimmung in Partnerschaftsfragen zur Grundnorm im Islam gehört, ist damit auch die Existenzform der alleinerziehenden Frau/Mutter im orthodox-islamischen Mainstreammilieu im Grunde ausgeschlossen.

Exemplarisch lässt sich der islamisch-patriarchalische Sittenkodex anhand der Tatmotive von Ehrenmorden ablesen (Fallbeispiele nach Oberwittler/Kasselt 2011):

1. Ein 22-jähriger Türke ersticht seine 20-jährige Schwester, weil diese sich von ihrem türkischen Ehemann scheiden lassen will und zudem eine neue Partnerschaft aufgenommen hat. S. 101mi-102unt.

2. Ein 33-jähriger Türke versucht, seine (vermeintlich) untreue 26-jährige Schwägerin zu töten. S. 104mi-105unt.

3. Ein 49-jähriger Jordanier und seine zwei ältesten Söhne(30, 28) erschlagen die 17-jährige Tochter bzw. Schwester mit einem Beil, weil diese die Beziehung zu ihrem italienischen Freund nicht beenden will. S. 106unt.mi-109mi.

4. Eine 21-jährige Irakerin wird von ihrem 20-jährigen Lieblingsbruder erstochen, weil sie einen deutschen Freund hat. S. 110untmi-113mi.

5. Drei kurdische Cousins (24, 19, 15,) erschießen im Auftrag der aus Ostanatolien stammenden Familiensippe gemeinschaftlich den 25-jährigen kurdischen Geliebten der Schwester eines der Täter; die 21-Jährige soll ebenfalls getötet werden, bleibt aber unverletzt. S. 113mi-116ob.

6. Eine 19-jährige Türkin wird von ihrem 55-jährigen Vater erstochen, weil sie von zu Hause ausgezogen war und nach Ansicht des Täters einen unsittlichen Lebenswandel führte. S. 116mi-118mi.

7. Ein 53-jähriger Türke erwürgt unter Beteiligung seines 29-jährigen, ebenfalls türkischstämmigen Schwiegersohns seine 22-jährige Tochter, da das Opfer sich vom Ehemann getrennt hatte und allein leben wollte. S. 118mi- 120ob.

Eine herausragende Rolle ist bei diesem Geschehen immer dem kollektiven Druck durch das soziokulturell homogene (islamisch-patriarchalische) Bezugsmilieu zuzurechnen.

Den Kernsachverhalt bildet hierbei immer der Widerspruch zwischen dem traditionalistisch-patriarchalischen Wertvorstellungen einerseits und dem Unabhängigkeits- bzw. Selbstbestimmungsbedürfnis der in Deutschland aufgewachsenen Töchter andererseits.

Während die Mädchen als zentrale Objekte der Familienehre auf ihre Rolle als gottesfürchtige „Mannesdienerin“ konditioniert werden – mit dem Ziel der Austreibung eines eigenen Willens -, ist die Sozialisation der männlichen Muslime durch folgende widersprüchliche Anforderungsstruktur gekennzeichnet: (a) absolute Gehorsamspflicht gegenüber Allah und dem patriarchalischen Vater, (b) eine verhätschelnde Liebesbeziehung zur Mutter als Teileinübung in die Pascha-Rolle, (c) vormundschaftlich-repressive Überwachung ggf. der jüngeren Brüder und in jedem Fall der Schwestern sowie (d) Kontrolle und Verteidigung der Familienehre im väterlichen Auftrag. Folglich lautet das Grundprogramm: Den Autoritäten gehorchen; gegenüber der ‚feindlichen‘ Außenwelt (körperliche) Stärke zeigen und Frauen befehlen.

D. Die Überwachung und Verteidigung der Familienehre sowie das darin eingebettete und leicht „entsicherbare“ Ehrgefühl steht in einem engen, wechselseitigen Festigungszusammenhang mit dem übergreifenden muslimischen Identitätsmerkmal, Träger und Sachwalter des für den Islam spezifischen Überlegenheits- und Herrschaftsanspruchs zu sein. So wird den jungen männlichen Muslimen bereits mit dem Beschneidungsritual bedeutet, dass man mit den Schmerzen etwas Höheres erwirbt:

„Du bist anders, du bist besser als die Ungläubigen“ (Kelek 2006, S. 122.).

Die Vermittlung dieser orthodox-koranischen Grundeinstellung steht generell immer mit im Zentrum der muslimischen Erziehung in Familie, Moschee, Koranschule, islamischem Verband, Medien etc. und bildet die eigentliche Basis der strategischen Selbstabgrenzung24. Kein Wunder, dass Positionen, die einen islamzentrierten Überlegenheitsanspruch ausdrücken, bei gut der Hälfte der türkischen Jugendlichen auf uneingeschränkte Zustimmung stoßen (vgl. Heitmeyer u.a. 1997, S. 125ff.). Neben der ‚Ehre‘ geht es hier primär um das Einfordern von ‚Respekt‘. Dabei bedeutet ‚Respekt‘ im Kontext des islamischen Bedeutungssystems aber nicht etwa wechselseitige Anerkennung auf gleicher Augenhöhe, sondern Bezeugung von Unterwerfungsbereitschaft.

E. Die Einübung in die religiös überhöhte Gehorsamskultur, in der beständig Allah als übermächtiger Lenker, Strafrichter und „Allerbarmer“ angerufen wird und die auf einem Bild vom Menschen als „Gottesdiener“ basiert, korrespondiert mit einer ausgeprägten Distanz gegenüber moderner Bildung. Da alles Wissen von Allah herrührt, wird in den einflussreichen, streng konservativen Auslegungsvarianten des Islam ein eigenständiges menschliches Erkunden der „Weltgesetze“ verpönt und Wissensaneignung im Wesentlichen auf das Studium von Koran, Sunna und Scharia reduziert. So gilt für den orthodox-gläubigen Muslim, dass der Verstand keinen Spielraum besitzt, sofern die Überlieferung klar und eindeutig ist.

Vor dem Hintergrund dieser religiös-ideologisch verwurzelten Distanz gegenüber moderner Bildung wirkt dann zusätzlich die sozial bedingte Bildungsferne25, die sich aus der zirkulären Monotonie des prämodernen (anatolischen) Landlebens ergibt, wie es für die Mehrheit der türkisch-muslimischen Zuwanderer subjektprägend gewesen ist. Je geringer aber die Bildung der Eltern und je geringer der Stellenwert, den Bildung in der Familienerziehung einnimmt, desto schlechter die Integrationschancen der nachwachsenden Generation26. Dabei verdichten sich hier folgende negativen Gegebenheiten:

Zum einen behindern sowohl die schlechten Sprachkenntnisse als auch die Unkenntnis über die Inhalte und Anforderungen des deutschen Schulsystems eine adäquate Unterstützung des Lernverhaltens der Kinder und Jugendlichen. Lernen wird im Grunde als ‚Auswendiglernen‘ (nach dem Modell der Koranrezitation) und ‚Disziplineinübung‘ angesehen. Zum anderen wirkt sich hier aber auch das verinnerlichte autoritäre Erziehungskonzept der Eltern kontraproduktiv aus: Der Lehrer wird als Fortsetzer der elterlichen Erziehungsgewalt angesehen, der nach den gleichen rigiden Gehorsamsregeln handelt. Damit fällt das schulische Verhalten des Kindes gänzlich in den Zuständigkeitsbereich des Lehrers, aus dem sich die Eltern tunlichst herauszuhalten haben. Daraus erklärt sich auch die geringe Mitwirkungsbereitschaft türkischstämmiger Eltern in Schulangelegenheiten.

Diese hier nur knapp und unvollständig skizzierbaren bewusstseins- und verhaltensstrukturellen Resultate islamischer Sozialisation erweisen sich als eigentätig produzierte, sozial negative Auslesefaktoren, die islamisch geprägte Zuwanderer im Massendurchschnitt auf den unteren Rängen des spätkapitalistischen Arbeitsmarktes festhalten oder diese vielfach dauerhaft im sozialen Transfersystem verharren lassen. D.h.: Die dysfunktionale Subjektzurichtung durch die islamische Sozialisation ist ursächlich für vergleichsweise schlechtere Arbeitsmarktchancen von muslimischen Migranten. Dabei ist grundsätzlich Folgendes zu berücksichtigen. Muslime sind den gleichen ‚normalen‘ spätkapitalistischen Arbeitsmarkt- und Lebensrisiken ausgesetzt wie andere lohnabhängige Herkunftsgruppen auch, denn der Arbeitsmarkt mit seiner eigentümlichen Anforderungs- und Selektionslogik folgt grundsätzlich nicht den Regeln einer halluzinierten fremdenfeindlichen Verschwörung. Andererseits sind aber orthodox sozialisierte Muslime auf deren Bewältigung vergleichsweise schlechter vorbereitet als Einheimische und westlich-modern oder doch zumindest normativ nicht gegenkulturell sozialisierte Zuwanderer. Die Erfahrung schulischer und arbeitsmarktbezogener Unterlegenheit führt dann wiederum im Kontext der verinnerlichten islamischen Herrschaftsideologie zu einem ganzen Bündel von anomischen Erscheinungen, von denen insbesondere eine hohe Schulabbrecherquote sowie eine überproportional hohe Quote von gewaltkriminellen Jugendlichen ins Auge stechen.

Ob und wie auf diese Gegebenheiten reagiert wird, ist abhängig von der zukünftigen Gestaltung der politischen Kräfteverhältnisse. Dabei haben die einheimischen Nichtmuslime folgende Wahlmöglichkeiten:

1) Sie verharren gegenüber der vorherrschenden proislamischen Verharmlosungs- und Duldungspolitik in passiver Gleichgültigkeit oder gar aktiver Unterstützung.

2) Sie schließen sich – im Kontext von zunehmendem Wutstau, Verzweiflung und fehlenden Alternativen – den rechten fremdenfeindlichen Ausbeutern der verworrenen Islamdebatte an. Oder:

3) Sie beteiligen sich am Aufbau und der Unterstützung einer progressiven Alternative, die dem orthodoxen Islam, seinen Akteuren und Vasallen vom Standpunkt eines emanzipatorisch-menschenrechtlichen Aufklärungshumanismus offensiv entgegentritt.

Anhang

Die koranisch gebotene Behandlung der Ungläubigen bestimmt nach wie vor die aktuellen Vorgaben maßgeblicher islamischer Gelehrter. So antwortet der einflussreiche saudi-arabische Rechtsgutachter Muhammad Salih al-Munajjid auf die Frage „Wie sieht der Islam die Ungläubigen?“ folgendermaßen:

„… Der Islam hat uns [Muslimen] befohlen, gegeneinander barmherzig zu sein. Den Ungläubigen gegenüber müssen wir herablassend und hart sein. Allah beschrieb die Weggefährten Allahs Propheten – Allahs Segen und Heil seien auf ihm – folgendermaßen: ‚Muhammad ist der Gesandte Allahs. Und die, die mit ihm sind, sind hart gegen die Ungläubigen, doch barmherzig gegeneinander.‘ (Sure 48, 29) Der Islam erlaubt uns [Muslimen], die Frauen der Juden und Christen zu heiraten. Diese dürfen jedoch unsere Frauen nicht heiraten, denn die Juden und Christen sind uns unterlegen, unsere Frauen sind ihnen überlegen. Der Niedrige darf nicht über dem Hohen stehen. Der Islam ist überlegen. Nichts darf dem Islam überlegen sein. Wir glauben an ihre Propheten, sie glauben aber nicht an unsere Propheten. Der Islam hat uns befohlen, die Juden und Christen von der Arabischen Halbinsel zu vertreiben. Sie dürfen dort nicht bleiben, denn die Arabische Halbinsel ist das Land der Botschaft [des Islam]. Deshalb dürfen wir das Land nicht mit den unreinen Juden und Christen verschmutzen. Allahs Prophet – Allahs Segen und Heil seien auf ihm – sagte: ‚Vertreibt die Polytheisten von der Arabischen Halbinsel‘ (Sahih al-Bukhari 2932 und Sahih Muslim 3089). Der Islam hat uns verboten, von dem Geschirr der Juden und Christen zu essen, es sei denn, es besteht ein Zwang, das zu tun. In diesem Fall müssen wir zuerst das Geschirr gründlich abwaschen. Als Allahs Prophet – Segen und Heil seien auf ihm – nach dem Essen über das Geschirr der Juden und Christen befragt wurde, antwortete er: ‚Falls ihr [Muslime] anderes Geschirr [als das von Juden oder Christen] findet, benutzt es nicht. Falls ihr nichts anderes findet, dann esst davon, aber wascht es zuerst gründlich.‘ (al-Bukhari 5056 und Muslim 3567). Der Islam hat uns verboten, uns ähnlich wie die Ungläubigen zu kleiden oder ähnlich wie sie zu essen und zu trinken. Denn wir sind die Überlegenen und die Ungläubigen sind die Unterlegenden. Der Überlegene ahmt nicht den Unterlegenen nach. Allahs Prophet, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, hat denjenigen, der die Ungläubigen nachahmt, die Hölle versprochen: ‚Wer ein Volk nachahmt, wird einer von ihnen.‘ Diese [Aussage Muhammads] wurde von Abu Dawud (3412) überliefert. Al-Albani stufte diese Überlieferung als authentisch ein [also als hadith sahih]. Die Überlieferung kann (unter Sahih Abu Dawud. 3401) aufgefunden werden. Unser Prophet [Muhammad] hat uns befohlen, gegen die Ungläubigen zu kämpfen, wenn wir in der Lage sind, sie in ihren Ländern zu erobern und sie vor die Wahl zu stellen, bevor wir ihre Länder erobern: 1. Zum Islam überzutreten. In diesem Fall werden sie [die Ungläubigen] wie wir betrachtet, sie haben unsere Pflichten und Rechte; 2. Tribut [an Muslime] im erniedrigten Zustand zu zahlen; 3. Sich für den Krieg [gegen uns Muslime] zu entscheiden. In diesem Fall werden uns [im Falle unseres Sieges] ihr Eigentum, ihre Frauen, Kinder und Ländereien gehören. Sie gelten den Muslimen als Kriegsbeute.“27

Literaturangaben

Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (Hrsg.): 8. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland. Juni 2010.

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Ungenutzte Potenziale. Zur Lage der Integration in Deutschland. Berlin 2014.

Brettfeld, Katrin, Wetzels, Peter unter Mitarbeit von Ramzan Inci, Sarah Dürr, Jan Kolberg, Malte Kröger, Michael Wehsack, Tobias Block und Bora Üstünel.: Muslime in Deutschland – Integration, Integrationsbarrieren, Religion und Einstellungen zu Demokratie, Rechtsstaat und politisch-religiös motivierter Gewalt – Ergebnisse von Befragungen im Rahmen einer multizentrischen Studie in städtischen Lebensräumen. Herausgeber und Redaktion: Bundesministerium des Innern, Referat P II 1. Hamburg 2007.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Muslimisches Leben in Deutschland. Im Auftrag der Deutschen Islamkonferenz. Nürnberg 2009.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Hrsg.): Basisbericht: Berichtsband. Repräsentativbefragung „Ausgewählte Migrantengruppen in Deutschland 1006/2007“ (RAM). Zur Situation der fünf größten in Deutschland lebenden Ausländergruppen. Vertiefende Ergebnisse zum Forschungsbericht 8. Im Auftrag des Bundesministeriums des Innern. Nürnberg 2010. S. a.: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Sonstige/forschungsbericht-008-basisbericht-berichtsband.pdf?_blob=publicationsFile

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BFSFJ): Jugendliche Migranten – muslimische Jugendliche. Gewalttätigkeit und geschlechtsspezifische Einstellungsmuster. Berlin 2010.

Cileli, Serap: „Lieber sterben als Heiraten“. Türkische Mädchen in der Türkei und in Deutschland. In: TERRE DES FEMMESS. (Hrsg.): Zwangsheirat. Lebenslänglich für die Ehre. Tübingen 2002. S. 30 – 34.

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Harwazinski, Assia Maria: Islami(sti)sche Erziehungskonzeptionen. Drei Fallbeispiele aus Baden-Württemberg. Marburg 2005.

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Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret. 10. Auflage. Stuttgart 2007.

Krauss, Hartmut: Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung. Ein analytischer Leitfaden. Osnabrück 2013.

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Luft, Stefan: Zwei Drittel der Kinder sprechen kein Deutsch. Türkische Zuwanderer stellen die am schlechtesten integrierte Ausländergruppe.

http.//www.sicherheit-heute.de/gesellschaft/gesellschaft,189,Zwei_Drittel_der_Kinder_sprechen-kaum_Deutsch,news.htm 10.02.2006.

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PISA-Konsortium Deutschland (Hrsg.): PISA 2003. Der zweite Vergleich der Länder in Deutschland – Was wissen und können Jugendliche? Münster, New York 2005.

1 Der vorliegende Text ist die überarbeite Fassung eines Vortrags, den ich auf der Konferenz „Auf Allahs Befehl? Zwangsehen, Ehrverbrechen, Homophobie und Integrationsverweigerung in der muslimischen Parallelwelt“ am 18. Mai 2013 in Münster gehalten habe. Veranstalter waren die Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte e.V. (GAM) und der Verein für Menschenrechte und Integration (peri e.V.)

Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=vyZHIHp3ETk

2 Vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1221/umfrage/anzahl-der-auslaender-in-deutschland-nach-herkunftsland/

3 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/07/PD16_246_12421.html

4 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/07/PD16_246_12421.html

5 http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61646/migrationshintergrund-i

6 Vgl. BFSFJ 2010: Jugendliche Migranten – muslimische Jugendliche. Gewalttätigkeit und geschlechterspezifische Einstellungsmuster. Kurzexpertise. S. 4.

7 http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61646/migrationshintergrund-i

8 http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61646/migrationshintergrund-i

9 https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkeist%C3%A4mmige_in_Deutschland

10 Vgl. BAMF 2010, S. 145.

11 http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/jeder-vierte-hartz-iv-bezieher-ist-auslaender-14366465.html

12 http://soerenkern.com/pdfs/islam/Wertewelten2012.pdf

13 Daten zur mehrdimensionalen Desintegration muslimischer Zuwanderer finden Sie zum Beispiel hier im Internet : http://www.glasnost.de/autoren/krauss/integration.html

14 Vgl. hierzu auch Hartmut Krauss: Alles nur Einzelfälle. Migranten und Flüchtlinge als Straftäter: http://www.gam-online.de/Bilder/02-2016%20Migranten%20und%20Fl%C3%BCchtlinge%20als%20Straft%C3%A4ter.pdf

15 Vgl. Krauss 2015 und Daten zur mehrdimensionalen Desintegration muslimischer Zuwanderer finden Sie zum Beispiel hier im Internet: http://www.glasnost.de/autoren/krauss/integration.html

15 Vgl. Krauss 2015 und http://www.hintergrund-verlag.de/texte-kapitalismus-krauss-auswirkungen-der-ungesteuerten-masseneinwanderung-arbeitsmarkt-und-sozialtransferbereich.html

16 https://www.wzb.eu/sites/default/files/u252/s21-25_koopmans.pdf http://www.idea.de/gesellschaft/detail/islamischer-fundamentalismus-unter-tuerkeistaemmigen-weit-verbreitet-97223.html

17 http://www.gam-online.de/text-Islam%20im%20Kopf.html

18 Nur 17% der türkischen Migrantenväter und 19% der Mütter halten „Selbständigkeit“ für ein wichtiges Erziehungsziel. Respekt und Gehorsam werden hingegen von 61% der Väter als das wichtigste Erziehungsziel angesehen, das auch mit Gewalt durchgesetzt wird. Vgl. Kelek 2006, S. 153.

19 Pew Research Center: The World’s Muslims: Religion, Politics and Society. 30. April 2013, S. 93.

20 Vgl. z. B. Müller/Schöttle 2004, S. 123-133.

21 Natürlich gibt es auch in nichtmuslimischen Familien Gewaltausübung und -erfahrung. Aber diese ist zum einen signifikant weniger verbreitet und wird zum anderen nicht islamisch-religiös nahegelegt, begründet und legitimiert.

22 Krauss 2013, S. 65ff.

23 Nach UN-Angaben aus dem Jahr 2000 gibt es jährlich weltweit ca. 5.000 Opfer von „Ehrenmorden“, worunter aber auch Männer (wenn auch in geringerer Zahl) fallen können. Nach Schätzung der Frauenrechtlerin Pinar Ilkkaracan wird in der Türkei mindestens jeden dritten Tag eine Frau im Namen der Familienehre getötet. Aber nicht in den ostanatolischen Dörfern, wo die soziale Kontrolle noch lückenlos funktioniert, sondern in den Städten werden die meisten „Ehrenmorde“ verübt, da dort die totalitäre Überwachung über die Frauen schwindet und entsprechend mehr „Ehrvergehen“ vorkommen. Vgl. Neue Osnabrücker Zeitung vom 13. April 2006, S. 3.

24 Insofern kann festgestellt werden, „dass jeder Entwurf einer institutionalisierten explizit islamischen Erziehung, die von ihren Richtlinien, Wegen und Erziehungszielen her sich an den Grundlagen von Koran, Sunna und Hadit orientiert, bereits politischer Islam bedeutet, der über die individuelle Erfüllung der religiösen Pflichten deutlich hinausgeht“ (Harwazinski 2005, S. 7).

25 Zu beachten ist hier aber der Hinweis von Necla Kelek (2006, S. 139) in Bezug auf die traditionalistisch ausgerichteten türkisch-muslimischen Eltern: „In ihrer abgeschlossenen Welt, in der es auf Gehorsam, auf Dienen und auf Nachahmung ankommt, sind Neugier, Eigenständigkeit, ‚Welteroberung‘, Bildung keine Werte, sondern Gefährdungen ihrer alten Traditionen. ‚Bildungsferne‘ scheint mir dafür ein beschönigender und verharmlosender Ausdruck zu sein.“

26 So stellt ein „Quartiermanager“ aus dem „Rollbergviertel“ in Berlin-Neukölln fest: „Viele Migranten in der Rollbergsiedlung stammen aus bildungsfernen Schichten; für sie stellt Bildung fast keinen Wert dar. Dem zahlreichen Nachwuchs dieser Familien ist in einer Wissensgesellschaft die Dauerarbeitslosigkeit gewissermaßen in die Wiege gelegt. Bildung allein kann Integrationshemmnisse, wie das übermächtige Patriarchat, altertümliche religiöse Bräuche und Aberglaube sowie die totalitäre Macht der Familie, meist des Familienoberhaupts, über den Einzelnen, überwinden helfen“ (zit. n. Luft 2006, S. 1f.)

27 http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5492e2958de.0.html

Erfahrungsbericht von Sozialarbeiterin Eva: „Wie mich die Realität einholte“

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3.12.2020

Mein Name ist Eva, ich bin 36 Jahre alt, Sozialarbeiterin, und komme aus dem schönen Bayern.

Ich würde Ihnen gerne meine Geschichte erzählen, wie mich die Realität einholte und warum ich als Sozialarbeiterin inzwischen an einem Punkt bin, an dem ich keine Alternative mehr sehe, da der Kurs der Regierung und vor allem der öffentliche Diskurs über die Flüchtlingspolitik so weit entfernt von der Realität ist, die ich jeden Tag erlebe, dass ich mich entschlossen habe, dem geneigten Leser Aufschluss zu geben und so vielleicht etwas ändern zu können.

Beginnen möchte ich mit einem kurzen Ausflug ins Jahr 2010. Ich sollte ein Praktikum absolvieren und entschloss mich ins Ausland zu gehen. Damals war es das erste Mal, dass ich für längere Zeit ins Ausland ging, und da ich Abenteuer wollte und mir Italien oder Spanien zu langweilig war, ging ich zum Arbeiten in ein Kinderheim in Kenia. Ich lebte dort einige Monate, arbeitete dort und entdeckte meine Liebe zu der völlig anderen Kultur und Mentalität. Allerdings wurde mir nach meinem Aufenthalt schon sehr schnell bewusst, dass das „gute Samaritertum“ oft eher kontraproduktiv wirkt, ich erlebte viel Gewalt und vor allem Korruption. Ich entwickelte damals eine sehr kritische Haltung zu Themen wie „Charity“-Arbeit und auch organisierter Entwicklungshilfe. Ich war seitdem immer wieder in Afrika unterwegs, hauptsächlich an der Ostküste, aber auch in vielen verschiedenen anderen Ländern in Südamerika, dem Nahen Osten und dem Kaukasus.

Da ich den Kontakt mit anderen Kulturen und Menschen immer genoss, entschloss ich mich schon während meines Studiums in die Flüchtlingshilfe zu gehen. Im Jahr 2013 arbeitete ich zuerst ehrenamtlich und 2014 begann ich in einer festen Anstellung zuerst in der Jugendarbeit mit UMF (unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen). Meine ersten Kontakte waren durchaus positiv, es gab viele junge Menschen, die ambitioniert waren und in Deutschland eine gute Zukunft für sich sahen. Gerade in der Jugendhilfe war ein sehr enges Arbeiten mit den Jugendlichen möglich. Zwar gab es auch damals schon Probleme aufgrund fehlender Konzepte in den Einrichtungen, aber es war noch leichter zu den Klienten durchzudringen.

Anfang 2015 wechselte ich innerhalb meines Trägers zur Asylerstaufnahme, dort wurden sowohl neu ankommende UMF betreut als auch zum Teil Erwachsene, die auf die Altersbestimmung warteten, da Asysuchende in der Regel ohne Papiere ankommen. Auch wenn schon vor diesem Jahr viele – stetig zunehmend – Migranten nach Deutschland kamen, änderte sich die Stimmung und die Zahlen schon Anfang 2015 massiv zunehmend. Da immer mehr Migranten bei uns ankamen, wurde es für die Träger schwieriger, Räumlichkeiten und auch Personal zu finden.

Schon Mitte 2015 arbeiteten wir in alten Baracken der Bundeswehr, Sporthallen, Ende 2015 in Containern oder auch leeren Veranstaltungshallen. Unsere Arbeit glich Ende 2015 und Anfang 2016 eher Fließbandarbeit, wir waren hauptsächlich für die Erstversorgung zuständig, medizinisches Clearing (dabei wurden Neuankommende auf verschiedene Krankheiten untersucht, viele kommen mit hochansteckenden Krankheiten wie Tuberkulose oder Krätze nach Deutschland) und psychologisches Clearing (in verschiedenen Gesprächen wurde der pädagogische Betreuungsbedarf, psychologische Belastung, Reife und Bildungsstand mittels eines Fragebogens abgefragt), Altersfeststellung, „Ankommen in Deutschland“ mit ersten Deutschkursen und dem Kennenlernen deutscher Kultur. Nach dem Erfassen im System erfolgte dann die Verteilung der Flüchtlinge, anfangs nur in Bayern aber zum Ende hin auch deutschlandweit, nach bestimmten Quoten, dem sogenannten „Königsteiner Schlüssel“.

Ich winkte damals hunderte Menschen durch das System, und erlebte vieles in dieser surrealen Zeit. Schon in meiner Zeit in der Erstaufnahme erkannte ich viele Probleme, nicht nur bezüglich meiner Profession betreffend, die unter fehlenden Konzepten und fachfremden Kollegen litt.

Fehlende Papiere waren die Regel, dies führte zum Problem, dass zum Teil schon erwachsene Männer mit schütterem Haar und Falten vor mir saßen, die steif und fest behaupteten, 16 Jahre alt zu sein. Andere behaupteten, aus dem kriegszerrütteten Syrien zu kommen. Die Dolmetscher, die mit uns zusammen arbeiteten, vertrauten uns aber oft nach Gesprächen mit den Klienten an, dass diese aufgrund ihres Akzents wahrscheinlich eher aus Marokko oder Algerien kamen. Dies sorgte bei mir zunehmend für Misstrauen, vor allem weil die Migranten sehr genau wussten, welche Angaben ihnen Vorteile verschafften. Es war ihnen klar, dass ihnen als Minderjährige besondere Privilegien, wie der Unterbringung in einer speziellen Einrichtung, gewährt würde. Das Herkunftsland Syrien versprach einen sicheren Aufenthalt.

Die Leute waren derart gut untereinander vernetzt, dass sie über rechtliche Zusammenhänge oft besser Bescheid wussten als wir Betreuer.
Durch dieses Wissen konnten die Klienten Druck aufbauen und durch die fehlenden Papiere Forderungen durchsetzen. Beispielsweise hatten wir einen jungen Mann aus Somalia; er behauptete, wie viele andere, 16 Jahre alt zu sein. Als er trotzdem volljährig geschätzt wurde, wurde er nicht nur gewalttätig und ging auf Betreuer und Interviewer los, einige Tage später kam er mit Aktivisten von einer Flüchtlingsorganisation zurück, um das Urteil der Altersfeststellung anzufechten. Er ging sogar so weit, aus Protest gegen das Urteil 3 Flaschen Shampoo zu trinken. Ich fand ihn in seinem Zimmer mit Schaum vor dem Mund, er wurde darauf hin wegen Suizidgefahr in die Psychiatrie eingeliefert. Durch den Druck, den er aufbaute und dem Vorwurf des Rassismus der Interviewer konnte er durchsetzen, eine körperliche Untersuchung durch das Röntgen der Zähne und Handwurzelknochen zu bekommen. Die Ärzte benachrichtigten uns darauf einige Tage später mit dem Ergebnis: Der Mann war mindestens 20 Jahre alt.

Ähnliches Vorgehen gab es auch bei dem Thema Transfer. Da ich damals in München arbeitete, also einem der Zentren in Süddeutschland, wo die Flüchtlinge ankamen, mussten wir nach einem Clearing, also der Feststellung des Jugendhilfebedarfs, die Jugendlichen auf die Verlegung in andere Städte vorbereiten. Zu diesem Zeitpunkt waren sie aber schon einige Wochen in München, so dass die Jugendlichen oft nicht mehr wegwollten. Das führte zu extremen Konflikten. Eine gängige Praxis, ganz besonders unter afghanischen Jugendlichen, war die Selbstverletzung. Das passierte oft bevor eine Verlegung anstand, die Jugendlichen fügten sich dann – wenn sie nicht einverstanden waren mit der Verlegung in eine Einrichtung außerhalb Münchens – extrem tiefe Schnitte zu, vor allem an den Armen, immer bewusst so, dass die Betreuer die Schnitte (die manchmal fast bis auf den Knochen gingen und genäht werden mussten) sehen mussten. Gerade sehr junge, unerfahrene Kolleginnen oder ganz fachfremde Leute waren mit dieser Situation sehr überfordert. Einige Jugendliche gingen so weit, uns zu drohen: „Wenn ich nicht in München verlegt werde, schneide ich mir die Arme auf!“ Viele von uns in der Sozialarbeit hatten tatsächlich Angst, dass sich die Flüchtlinge etwas antun. Ich kam schon damals, basierend auf meine Beobachtungen, zur Schlussfolgerung, dass es nichts anderes war als Erpressung und die Durchsetzung von Zielen mit Mitteln extremer Gewalt. Dies äußerte sich auch in anderen Situationen bei Klienten, die oft zu extremen Mitteln griffen, um ihre Forderung durch zu setzen, beispielweise einem jungen Mann, der ein Zimmer für sich alleine wollte und daraufhin mit einem Messer zuerst die Betreuer bedrohte und dann sich selbst das Messer an die Kehle hielt, als er nicht alleine in ein Zimmer konnte.

Ursprünglich sollten die Klienten nur ca. zwei bis drei Wochen bis zum Ende des Screenings in der Erstaufnahme bleiben, da jedoch schon Mitte 2015 die Zahlen der neu ankommenden minderjährigen Asylbewerber so hoch war, blieben manche bis zu drei Monate in unserer Obhut.

Die Unterkünfte waren zum Teil neu hergerichtet worden oder es handelte sich um ganz neue Container mit neuen Möbeln, jedoch mussten sich die Klienten Zimmer zum Teil zu fünft teilen, auch dieser Umstand sorgte für viel Unmut, viele kamen in Deutschland mit extrem hohen Ansprüchen an, sie reagierten extrem aggressiv wenn ihnen das Essen nicht passte (dann flogen schon mal gerne Teller und Essen durch die Kantine), wenn sie zu wenig Taschengeld bekamen oder wenn sie statt neuer Kleidung nur gebrauchte, gespendete Kleidung bekamen. Schon nach einigen Wochen hatten viele Klienten keine Lust mehr, morgens aufzustehen, um in ihre Deutschkurse zu gehen, die zum Teil sogar von Ehrenamtlichen oder DaF-Lehrern organisiert wurden. Es wurde immer wieder deutlich, dass die Ankommenden Erwartungen hatten, die kaum von uns zu erfüllen waren.

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise betreuten wir nicht nur unbegleitete junge Männer, sondern auch Kinder, die von ihren Eltern alleine nach Deutschland geschickt worden waren. Es handelte sich ausschließlich um Jungs im Alter zwischen zehn und 14 Jahren, die meisten kamen aus Afghanistan und einige wenige aus Syrien. Die Kinder waren nochmal ein anderes Problem als die jungen Erwachsenen, sie waren nicht freiwillig nach Deutschland gekommen, die Eltern hatten sie alleine in die Hände von Schleppern gegeben, sie vorgeschickt, weil sie wussten, dass Kinder leichter Asyl bekommen. Viele Eltern schickten ihre Kinder weg, weil sie ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen wollten, sie Bilder von offenen Grenzen sahen und die Chancen sahen, dass auch sie nach Deutschland konnten. Aber die meisten Eltern, die ihre Kinder „vorschicken“, wollten damit erreichen dass sie dann über den Familiennachzug nachkommen konnten. Die unbegleiteten Kinder redeten viel darüber, wie es in ihrer Heimat war, viele verstanden nicht, warum ihre Eltern sie wegschickten, viele wollten wieder nach Hause, sie zeigten uns auf Youtube Videos, in denen regelrecht Werbung für eine „Flucht“ nach Deutschland gemacht wurde. Darin war die Rede davon, dass in Deutschland leicht an Geld zu kommen sei, jeder Autos und Häuser hat und man machen könne, was man wolle.

Es ist mir ein Bedürfnis zu erklären, warum ich unter anderem glaube, dass die Integration nicht funktionieren wird.

Integration könnte in meinen Augen funktionieren, wenn wir wenige Menschen in Deutschland hätten, die kulturell zumindest auf einem ähnlichen Stand sind wie westliche Kulturen. Integration kann auch funktionieren, wenn ein Wille vorhanden ist, von seiner bisherigen Art zu leben und zu denken abzuweichen. Durch die schiere Menge an Menschen bildeten sich aber innerhalb kurzer Zeit eigene Communities in gerade den Großstädten. Im ländlichen Raum gelang die Assimilation meiner Erfahrung nach um einiges besser, da die Flüchtlinge „gezwungen“ waren, mit der autochthonen Bevölkerung in Kontakt zu treten. In den Camps waren aber die Afghanen, Syrer, Somalis etc. unter sich, Deutsch gesprochen wurde nur, wenn man mit den Betreuern sprach. Dies zeigte sich schon in den ersten Wochen nach dem Ankommen und zeigt sich auch nach mehreren Jahren Aufenthalt in Deutschland.

Jetzt könnte man natürlich denken, dass das kein Problem ist. In einer freien Demokratie können alle Menschen leben wie sie möchten und ich denke, bis zu einem gewissen Grad ist das auch richtig. Allerdings zeigt sich in meiner Arbeit, dass viele der Flüchtlinge, die vor allem seit 2015 zu uns gekommen sind, zum Teil Positionen und Ansichten vertreten, die unseren Werten und Gepflogenheiten diametral gegenüberstehen. Das fängt bei „Kleinigkeiten“ an, wie dem Verhältnis zu Bildung und Wissenschaft, das bei vielen Flüchtlingen, die oftmals sehr bildungsfern sind, eher schlecht ausgeprägt ist. Es geht weiter bei den Ansichten über einen aufgeklärten und laizistischen Staat, der Meinung, dass Religion wichtiger ist als die Demokratie.

Ich betreute seit 2013 Menschen, die sehr offen mit islamistischen oder anderen extremen Organisationen sympathisierten.

Ein Fall der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war ein 14-jähriger Junge, der mir offen ins Gesicht sagte, dass er Sympathien mit „Daesh“, also dem IS, hegte und in Syrien der IS uns Ungläubigen die Köpfe abgeschnitten hätte. Der Schock saß bei uns allen tief, denn so offen sprachen nur wenige. Wir meldeten den Vorfall dem Verfassungsschutz, allerdings passierte danach nie wieder etwas. Der Junge wohnt immer noch in derselben Stadt wie ich.

Die Punkte, die mir aber am wichtigsten sind, sind Frauen- und Minderheitenrechte und dass die in den Kulturen der Hauptasylländer nicht sehr hochgehalten werden. Ich weiß von vielen Fällen, in denen Homosexuelle schweren Übergriffen in den Camps ausgesetzt waren. Minderheiten wie Christen und Yeziden waren auch nicht sicher, Gespräche über z.  B. das Judentum entblößten den schlimmsten Antisemitismus, Rassismus gab es vor allem von arabischen gegen schwarze Flüchtlinge.

Da die Betreuerinnen meistens weiblich waren, kam es hier auch zu einigen Vorfällen. Dies ging von „kleinen“ Vorfällen, also dass die männlichen Flüchtlinge oftmals nicht auf die Betreuerinnen hörten und sich von ihnen nichts sagen lassen wollten, ging über Grapschen. In meinen Fall mündete es auch beinahe in einen sexuellen Übergriff durch ein irakisches Brüderpaar, das mir frühmorgens in ihrem Zimmer auflauerte. Als ich einen von ihnen wecken wollte, stand der andere hinter mir, schloss die Tür und ich war mit beiden alleine im Zimmer eingesperrt. Sie waren wohl nicht darauf vorbereitet, dass ich mich wehren würde. Als einer von ihnen auf mich zukam und festhielt, konnte ich mich losreißen, den jungen Mann wegstoßen und entkommen. Als ich den Vorfall meiner Leitung meldete, sagte sie nur, dass ich eben nicht alleine in die Zimmer gehen darf und dass es gut sei, dass ich den Jungen nicht hatte, um mich selbst zu verteidigen, das hätte mich dann nämlich den Job gekostet.

Wie vor allem muslimische Flüchtlinge über Frauen sprachen war für eine emanzipierte Frau oft schwer auszuhalten. Gerade „westliche“ unverschleierte Frauen wurden von vielen als „Sharmutas“, als promiskuitiv und leicht zu haben, angesehen. Wir mussten klare Verhaltensregeln aufstellen, versuchten zu erklären, dass in Deutschland Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer und dass das hier ganz normal ist, was den meisten offensichtlich aber egal war. Im Sommer gab es Vorfälle in Schwimmbädern, einmal brachte die Polizei eine Gruppe afghanischer Kinder zu uns zurück, die im Schwimmbad Mädchen so aggressiv belästigten und bedrängten, dass die Badeaufsicht die Polizei rufen musste.

Negative Vorfälle wie diese, die ich hier beschreibe, könnte ich Dutzende nennen, leider überwiegen sie in meinen Erfahrungen. Die guten Erinnerungen kann ich inzwischen an einer Hand abzählen. Da ich immer noch sehr stark an das Recht auf Asyl und ein menschenwürdiges Leben glaube, schmerzt es mich umso mehr zu sehen, wie das Asylrecht ausgehöhlt wird und inzwischen zu einer Farce verkommen ist. Auch bin ich in Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, viele Probleme werden totgeschwiegen. Wer diese auch noch so vorsichtig anspricht, wird entweder diffamiert oder ignoriert.

Dabei sprechen die Zahlen für sich, sowohl wenn es um die Arbeitslosenzahlen als auch die Kriminalitätsstatistiken (was ja häufig als der wichtigste Indikator für gelungene Integration genommen wird) geht. Aus meiner persönlichen Erfahrung der letzten fünf Jahre mit allen möglichen Gruppen der Migrationsarbeit (Kinder, Jugendliche und Familien), kann ich sagen, dass die Probleme überwiegen und die Kosten es nicht wert sind. Ich glaube, wenn wir echte Integration wollen, müssen wir klare Strukturen schaffen und auch Fordern fördern, sowie konsequente und ehrliche Debatten darüber, was passieren soll, wenn Integration misslingt. Solange keine Transparenz hinsichtlich der Probleme herrscht, werden sich die Probleme verschlimmern. Schon jetzt arbeiten immer weniger Sozialarbeiter im Bereich der Migration, Ehrenamtliche gibt es schon lange kaum noch und das gesellschaftliche Interesse ist auch gering. Die meisten Leute sind doch eher froh, weit weg von Brennpunktbezirken zu sein, ich verüble es niemandem.

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Initiative an der Basis zur aktuellen Lage: „Auch in Corona-Zeiten: Stopp und Revision der irregulären Zuwanderung bleibt oben auf der Tagesordnung“

Zitat

Auch in Corona-Zeiten

von Hartmut Krauss, 1. Mai 2020, Initiative an der Basis

Stopp und Revision der irregulären Zuwanderung bleibt oben auf der Tagesordnung

Wie in einem Versuchslabor zur Testung eines neuen (postmodernen) Totalitarismus sind wir gegenwärtig weltweit mit einer umfassenden Lahmlegung des gesellschaftlichen Lebens konfrontiert. Anscheinend gibt es nur noch ein Thema: Corona, Corona, Corona … Dabei werden im Rahmen der angeblich alternativlosen Form und Struktur der Pandemiebekämpfung menschliche Grundrechte in ungeahnter Weise außer Kraft gesetzt, auf nichtvalider Kenntnisbasis und unsolider Statistik pauschale Ängste erzeugt und Einschränkungen verfügt, deren mittel- und langfristigen Schadensfolgen noch gar nicht absehbar sind[1] und die demnächst genauer beleuchtet werden müssen. Fest steht aber glasklar bereits jetzt: Als handlungsfähiges politisch-demokratisches Subjekt ist die „Gemeinschaft der Staatsbürger“ bis auf weiteres nachhaltig suspendiert.

Zwar verdrängt „Corona“ aktuell sämtliche anderen polarisierenden Großthemen (Gegensatz zwischen aufgeklärten und unaufgeklärten/religiösen Herrschaftskulturen; Klimaänderung; Bevölkerungsentwicklung; Flüchtlingskrise), aber es kann deren weiterwirkende Negativ-Dynamik nicht ausschalten.

Bezeichnend ist, dass einmal mehr im Rücken des stillgelegten Souveräns und in schroffer Negation von dessen demokratischen Mitsprache- und Teilhaberechten der nunmehr passiv-eingesperrten Bevölkerung die Aufnahme von „Flüchtlingen“ (diesmal angeblichen „Flüchtlingskindern“) aufgenötigt wird. Konkret geht es diesmal zunächst um ca. 50 unbegleitete Kinder und Jugendliche im Alter bis 14 Jahre, d.h. um vorausgeschickte „Ankerpersonen“ für weitere „Nachzüge“ von Familienangehörigen, die am 18. April auf dem Flughafen Hannover landen und dann vorsorglich für 14 Tage in den Landkreis Osnabrück zur Corona-Quarantäne verbracht werden sollen. Wo genau diese Aufnahmeeinrichtung liegt, bleibe aus Schutzgründen geheim, hieß es. Klargestellt wurde vom niedersächsischen Innenminister Pistorius, einem erklärten Islamkritikhasser, hingegen Folgendes: „‚alle sind sich einig, dass das nur der Anfang sein kann. Die nächste Gruppe muss folgen‘“[2]. Wen Pistorius mit „alle“ meint, bleibt unklar. Vermutlich seine Entourage aus der abgehobenen Clique der Ministerialbürokratie und der niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion.

Fest steht dafür andererseits aber, dass die von der politischen Klasse in Deutschland nicht nur geduldete, sondern bewusst herbeigeführte irreguläre Massenimmigration von ca. 2 Millionen sog. Schutzsuchenden eine breite Palette gravierender gesellschaftlicher Probleme erzeugt hat und weiterhin erzeugen wird.

So z.B. die Ansammlung einer Großgruppe von unqualifizierten, bildungsfernen und integrationswidrig sozialisierten Personen, die bestenfalls Aussicht auf prekäre Beschäftigungsverhältnisse haben und ansonsten dauerhaft im Sozialtransferbezug verharren[3]. (Bei der sich anbahnenden Rezession infolge des Corona-Notstandsregimes wird sich diese Problemlage noch weiter verschärfen.)

Die Masseneinwanderung von islamisch geprägten „Schutzsuchenden“ erhöht im Endeffekt das Potenzial von Menschen, die einer säkular-demokratischen und menschenrechtlich ausgerichteten Gesellschafts- und Lebensordnung distanziert bis ablehnend und feindlich gegenüberstehen und ein kontranormatives Überzeugungs- und Verhaltenssystem mitbringen.

Obwohl man nicht alle Muslime über einen Kamm scheren kann, so ist doch realistisch davon auszugehen, dass ein Großteil sozialisatorisch durch die orthodox-islamischen Weltanschauungsinhalte und Normvorgaben geprägt ist und entsprechende Bewusstseins- und Verhaltensformen aufweist, die sich nicht so leicht von der subjektiven „Festplatte“ löschen lassen. Hinzu kommt, dass die orthodox-islamischen Mainstreamakteure auf den Auf- und Ausbau gegengesellschaftlicher Sozialräume bedacht sind, in denen die grund- und menschenrechtswidrigen, antisäkularen und antiemanzipatorischen Vorgaben des Islam tradiert, verinnerlicht und reproduziert werden können.

Die Zufuhr einer großen Zahl von Kindern und Jugendlichen aus islamisch geprägten Familien in das Schulsystem führte bereits in der Zeit vor 2015, führt seither und wird auch in Zukunft nach der Corona-Entbildungsphase zu einer Absenkung des durchschnittlichen Bildungs- und Leistungsniveaus führen. So zeigte und zeigt sich vielerorts eine sinkende Unterrichtsversorgung und schulische Überlastungssituation infolge der ungeplanten und abrupten Zunahme von Flüchtlingskindern bei gleichzeitigem Mangel an Lehrern und steigendem Bedarf auch durch mehr Ganztagsunterricht und Inklusion. Zudem ist –neben den Sprachproblemen – grundsätzlich das mitgebrachte durchschnittlich niedrige Niveau der Migrantenkinder zu beachten. So schaffen nach vorliegenden Ländervergleichsstudien der OECD zum Beispiel in Syrien 65 Prozent der Schüler nicht den Sprung über ein niedriges Grundkompetenzniveau. (In Deutschland sind es 16 Prozent.) „Hinzu kommt, dass eine große Zahl von muslimischen Schülerinnen und Schülern, die vermehrt in das gesamte Bildungssystem einströmen, Lerninhalte abwehrt (z.B. Evolutionstheorie, kritisches Hinterfragen von religiösen Dogmen etc.), Lernprozesse blockiert, eine angemessene Unterrichtsführung behindert, „ungläubige“ MitschülerInnen und Muslima ohne Kopftuch mobbt und drangsaliert. In dem Maße, wie der Gesamtdurchschnitt des Bildungsniveaus sinkt und zukünftig vermutlich weiter sinken wird, in diesem Kontext zudem schulische Leistungs- und Bewertungsstandards herabgesetzt werden, sind auch die Noten und Zertifikate zunehmend weniger aussagekräftig im Hinblick auf den wahren Leistungshintergrund. Generell ist davon auszugehen, dass die Schulen oftmals schlicht überfordert sind, die bereits schon zum Zeitpunkt des Schuleintritts vorhandenen Entwicklungsprobleme der zunehmenden Zahl von muslimischen und ethnisch-tribal geprägten Migrantenkindern und Jugendlichen in ausreichendem Maße zu kompensieren. Zwar lassen sich noch mit großem Förderaufwand verbundene leichte Verbesserungen im unteren Leistungsbereich erzielen, aber insgesamt ist bereits schon seit längerer Zeit eine Verfestigung des auch im internationalen Vergleich relativ dürftigen Leistungsniveaus feststellen.“[4]

Zuwanderer/„Geflüchtete“ weisen eine überproportional hohe Kriminalitätsbelastung insbesondere in den Bereichen „Rohheitsdelikte“ (Körperverletzung, Raub, räuberische Erpressung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit/Nötigung), „Sexualstraftaten“, „Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen“ und „Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf die Staatsgewalt“ auf. So sind bei einem Bevölkerungsanteil von knapp 2 Prozent Zuwanderer für 9,3 Prozent aller aufgeklärten Straftaten als Tatverdächtige ermittelt worden. Bezogen auf „Straftaten gegen das Leben“ (Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen) lag der Zuwandereranteil bei 15 Prozent, bei „Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ bei 11,9 Prozent und bei „Rohheitsdelikten“ (Körperverletzungen, Raub, Freiheitsberaubung) bei 10,3 Prozent. Betrachtet man die Täter-Opfer-Konstellation, so zeigt sich folgender gesellschaftspolitisch erhellende Sachverhalt: Es werden deutlich mehr Deutsche Opfer von Zuwanderern als Täter als umgekehrt Zuwanderer Opfer von Deutschen als Täter.[5]

Im Zuge der irregulären „Flüchtlingsimmigration“ sind auch radikalislamische Terroristen als „Asylbegehrende“ ins Land gelangt, die mörderische Straftaten ausführten (zum Beispiel der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt als bekanntester Fall) oder aber vor Tatausführung verhaftet werden konnten[6]. Zuletzt wurden am 15.4.2020 fünf „Flüchtlinge“ aus Tadschikistan verhaftet, die Anschläge auf Einzelpersonen (Islamkritiker) und US-Einrichtungen geplant haben sollen. „Der Fall“ so der NRW-Innenminister Reul (CDU), „habe ‚riesige Dimensionen‘. Durchsuchungen habe es in Solingen, Kreuztal, Neuss, Essen, Werdohl, Wuppertal und Selfkant gegeben. Insgesamt seien 13 Objekte durchsucht worden. Dabei seien Geld und Datenträger sichergestellt worden.“[7]

„Flüchtlinge“ unter Corona-Bedingungen

Im Gegensatz zu den zuvor umrissenen Sachverhalten werden in dem selektiv-schönfärberischen Narrativ der Mainstreammedien die irregulär eingeströmten „Flüchtlinge“ einseitig und vordergründig immer wieder gebetsmühlenartig als „Arme“, „Schutzsuchende“, „Bemitleidenswerte“, „Dankbare“ etc. inszeniert und entsprechend präparierte Einzelfälle als „Beispiel-fürs-Ganze“ zur Schau gestellt[8]. Diese im Grunde manipulative Inszenierung entspricht zwar nicht den Tatsachen, dafür aber natürlich völlig den Marketingklischees der Asylindustrie und ihren politischen Lobbyisten.

In vielen Fällen aber sind die irregulären Masseneinwanderer nicht einfach nur „Flüchtlinge“ bzw. „Schutzsuchende“, sondern „Siedler“, die ihre vormodern-reaktionären Traditionen, Normen und Einstellungen importieren und hier zukünftig ausleben wollen – am besten natürlich mit alimentierender Unterstützung seitens der europäischen/deutschen Sozialsysteme. Mit Blick auf die große Zahl der muslimischen „Siedler“ bedeutet das die Festsetzung und Ausbreitung einer religiös-irrationalen (antiwestlichen) Herrschaftskultur[9], die folgende Grundmerkmale aufweist:

Eine islamisch codierte Herrenmenschenideologie als Einstellungsgrundlage: Denn der Islam beinhaltet eine Kultur der umfassenden Missachtung von Ungläubigen sowie generell der säkularen Modernität, die ihre Ausdrucks- und Verhaltensform in Abhängigkeit von der Veränderung der Kräfteverhältnisse abwandelt. (Von der latenten Feindseligkeit zur offenen Aggression).

Patriarchalismus und Geschlechterapartheid sowie eine daraus resultierende grundrechtsfeindliche „Kultur der (Familen-)Ehre“, die auf rigide Fremdkontrolle setzt.
Ein autoritär-hierarchischer Kollektivismus, der im diametralen Gegensatz zum Konzept des „freien Individuums“ steht.
Antijudaismus/Israelfeindlichkeit
Homophobie.

An Stelle von „Dankbarkeit“ bzw. angemessenem Verhalten gegenüber der Schutz gewährenden sowie für Unterhalt und vielfältige kostspielige Umsorgung aufkommenden Aufnahmegesellschaft legen viele „Flüchtlinge“ ganz im Gegenteil dreistes und forderndes sowie in zahlreichen Fällen auch aggressives und renitentes Verhalten an den Tag. Das zeigte und zeigt sich auch unter den gegenwärtigen Corona-Bedingungen. So kam und kommt es angesichts der sich mehrenden Fälle von Infektionen in Flüchtlingsunterkünften immer wieder zu Krawallen und gravierenden Verstößen gegen die geltenden Anordnungen. In Suhl mussten 200 Polizisten in „Vollschutz“ gegen randalierende Heimbewohner vorgehen, die sich der verordneten Quarantäne wiedersetzten[10]. In Berlin (Biesdorf) legten Flüchtlinge aus Unzufriedenheit über ihre wohl subjektiv als „mangelhaft komfortabel“ empfundene Unterbringungssituation in einer Einrichtung kurz hintereinander zweimal Feuer, beleidigten und bespuckten Polizisten und hatten mit ihrer aggressiven Erpressungsaktion bei den nachgiebigen Behörden obendrein auch noch Erfolg: Sie durften in eine andere Unterkunft umziehen[11]. Auch in anderen Orten wie Bremen, dem sächsischen Schneeberg, Neumünster[12], Augsburg[13], Halberstadt[14] und Nostdorf/Horst (Mecklenburg-Vorpommern)[15] kam es zu Tumulten und Gewaltausbrüchen.

Aus einer Unterkunft für infizierte Asylsuchende in Parchim bei Schwerin sollen nach Angaben von Bediensteten einige Bewohner die Unterkunft für längere Zeit unerlaubt verlassen haben. Wie zwei Mitarbeiterinnen berichteten, würden regelmäßig Asylsuchende die Unterkunft verlassen und sich trotz der verhängten Kontaktsperren in größeren Gruppen im Schweriner Stadtteil Großer Dreesch aufhalten, während die Polizei nicht einschreite. „Ein Syrer und zwei Tadschiken, alle mit Corina infiziert, haben die Parchimer Einrichtung heimlich verlassen und waren tagelang verschwunden. Das sollte geheim gehalten werden!“ Auch in der Asylbewerber-Erstaufnahme-Einrichtung Stern Buchholz mit Platz für ca. 550 Zuwanderer soll es chaotisch zugegangen sein. Corona-Regeln wie Mindestabstand und Abschirmung des Quarantäne-Blocks hätte man nur sehr unzureichend eingehalten. „‚Es gab kaum eine Trennung zwischen Quarantäne-Migranten, noch nicht getesteten Neuankömmlingen und potentiell Infizierten. Man stieg über Zäune, feierte mit den Kumpels Partys.‘ Und draußen hätten sich teilweise bis zu 90 Zuwanderer in den Stadtbus gezwängt.“[16]

Anfang April hatten sich vor der dem „islamistischen“ Lager zugerechneten Dar as-Salam Moschee in Berlin-Neukölln 300 Personen versammelt und damit massiv gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen verstoßen. Laut Presseberichten war es den Ordnungskräften nur zum Teil gelungen, die Muslime zum Einhalten der Abstandsregeln zu bewegen. Im Nachhinein wurde die Moschee angewiesen, keine öffentlichen Gebetsaufrufe mehr erschallen zu lassen.

Auch auf einer muslimischen Beerdigung mit 200 Trauergästen in Heilbronn wurde am 15 April gegen die Abstandsregeln verstoßen. 60 Teilnehmer wurden wegen des Verstoßes gegen das Hygieneschutzgesetz angezeigt. Ursprünglich sollte die Trauerfeier nach einem Aufruf des Imam vor der Fathi-Moschee (benannt in Anlehnung an den Eroberer Konstantinopels, Mehmet II.) stattfinden. Nach Intervention der Polizei wurde diese Einladung dann aber zurückgezogen[17].

In Bezug auf Frankreich wurde berichtet, dass die Corona-Regeln (beschränkter Ausgang, Schließung von Geschäften) nicht in den dortigen muslimischen Migranten-Vierteln gelten. Denn sonst würden dort Aufstände drohen. Zur Illustration wurden folgende Vorfälle angeführt: „Polizei und Feuerwehr, die wegen Corona in die Migrantenviertel ausrücken müssen, werden häufig bedroht und angegriffen. Eine Polizistin in Oise wurde vor einer Woche durch einen Steinwurf schwer am Kopf verletzt. Ein Polizist wurde gebissen. Bei einem Krisen-Einsatz für einen akuten Corona Patienten in Étampes (Essonne) wurde die Feuerwehr beschossen. Der Einsatz wurde verzögert, der Mann verstarb. Die Oberste Koordinierungsstelle der Polizei, Synergie-Officiers, veröffentlichte kürzlich einige Videos, die Übergriffe von Migranten bei der Durchsetzung des Versammlungsverbotes seitens der Beamten zeigen. ‚Es ist illusorisch, zu glauben, dass bestimmte Individuen aus den ‚sensiblen Vierteln‘ das staatsbürgerliche Verhalten dem Gesetz entsprechend, einhalten‘, heißt es dort.“[18]

Sofortiger Stopp und Revision der irregulären Massenimmigration nach Deutschland

Die EU-Kommission und die deutsche Bundesregierung praktizieren nach wie vor eine konzeptionslose und rechtsbrüchige, die Interessen der autochthonen Bevölkerungen verletzende „Flüchtlingspolitik“, die nicht die wirklichen Ursachen von Fluchtbewegungen bekämpft, sondern lediglich eine chaotische Folgenbewältigung betreibt. Letztendlich führt dieses verfehlte Vorgehen dazu, den europäischen Kontinent und insbesondere auch Deutschland in ein Notlazarett für die rückständigen, überbevölkerten und modernisierungsresistenten islamischen und afrikanischen Länder zu verwandeln – mit allen daraus resultierenden destruktiven und deformierenden Folgen.

Der bisherige kardinale Fehler dieser verfehlten Politik bestand und besteht weiterhin darin, das Gesamtphänomen der Flüchtlingsproblematik und der entstandenen Migrationsströme als europäisches bzw. deutsches Problem zu behandeln, anstatt es als außereuropäisch entstandenes und globalpolitisch zu lösendes Problem anzugehen und zu bearbeiten. Diese Fehlinternalisierung des Flüchtlingsproblems sowie die aktuelle Lenkung der Flüchtlingsströme nach Europa als unausweichliches „Schicksal“ müssen sofort überwunden werden. In diesem Kontext ist auch der wesentliche Sachverhalt herauszuheben, dass Deutschland von allen Staaten, die nicht unmittelbar Anrainer von (außereuropäischen) Krisen- und Kriegsregionen sind, mit Abstand die meisten sog. Flüchtlinge aufgenommen hat.

Pic Ranking der 10 Länder meist aufgenommene anerkannte FlüchtlingeAn die Stelle der unverantwortlichen Politik, die Länder Europas und hier vor allem Deutschland zu einem riesigen Problemauffangbecken entwicklungsblockierter nichtwestlicher Herrschaftssysteme und -kulturen zu verwandeln und damit gesellschaftlich zu destabilisieren, muss das Ziel einer globalen Menschenrechtsordnung gegen die problemverursachenden Mächte und Akteure durchgesetzt werden. Darin, in der Unterstützung und Herbeiführung einer Umwälzung unmenschlicher Herrschaftsverhältnisse, und nicht in einer vordergründigen, fehlinternalisierenden und in ihren Folgen selbstzerstörerischen „Caritas“ besteht die wahre „Humanitas“.

Von besonderer Bedeutung ist es auch, die Bezeichnungen „Schutzsuchende“, „Geflüchtete“, „Flüchtlinge“, die einen verallgemeinernden moralisierenden Unterton implizieren und schon im Ansatz kritisches Hinterfragen als zwielichtig, kaltherzig etc. erscheinen lassen (sollen), zu problematisieren. Denn:

  1. Nur bei einem sehr keinen Teil der seit 2015 einströmenden Immigranten handelt es sich um tatsächlich politisch Verfolgte, denen selbstverständlich Asyl zu gewähren ist. Hierzu gehören von radikalislamischen Akteuren bedrohte Christen, Jesiden, Atheisten, Afghanen, die mit der Bundeswehr zusammengearbeitet haben und nunmehr von den Taliban als „Verräter“ verfolgt werden, Homosexuelle sowie von Genitalverstümmelung bedrohte Frauen und Mädchen. Im Kern handelt es sich dabei um islamgeschädigte Personengruppen.
  1. Ein großer Teil kommt unter dem irreführenden Label „Schutzsuchender“ als „Wirtschaftsflüchtling“ bzw. (oftmals mit Wunschzerrbildern fehlinformierter) „Sucher nach einem besseren Leben“ ohne politischen Asylanspruch nach Deutschland. Hier greift kein Hinweis auf die Menschenrechte etc.
  1. Die Kriegsflüchtlinge kommen über und aus Länder/n bzw. Gebieten nach Deutschland, in denen sie bereits Schutz gefunden haben, nicht mehr um ihr Leben fürchten und deshalb fliehen müssen und die der Genfer Flüchtlingskonvention beigetreten sind. Hier geht es also seitens der Einströmenden – obendrein indoktriniert durch Schleuserkriminelle – schlicht um die Realisierung einer vermeintlichen „best of-Option“ und nicht darum, ihr Recht auf Schutz verwirklichen zu können. Um es konkret und exakt zu sagen: Es besteht kein Rechtsanspruch darauf, als Flüchtling unbedingt nur in Deutschland zu leben, weil es hier – bei Ausblendung der Interessen und Rechtsansprüche der einheimischen Aufnahmebevölkerung – angeblich am angenehmsten und schönsten ist. Insofern ist es sowohl rechtlich als auch moralisch inakzeptabel, dass die Genfer Flüchtlingskonvention dahingehend pervertiert wird, dass hauptsächlich nur das Kommen und Verweilen in Deutschland als Zielland gewissermaßen zum Naturgesetz erhoben wird und daraus faktisch ein Nötigungszwang abgeleitet wird. („Ihr müsst uns unbefristet aufnehmen, versorgen und betreuen.“). Demgegenüber ist ein abwehrendes Grundrecht der passiv betroffenen Bevölkerung des Aufnahmelandes im Interesse der Verteidigung gegenüber aufgezwungener Lebensverschlechterung geltend zu machen, d.h. angesichts einer negativen Beeinträchtigung infolge ungesteuerter und irregulärer Masseneinwanderung von Menschen, die definitiv keine politisch Verfolgten sind und aus sicheren Ländern einströmen. Insofern hier Regierung, Gesetzgeber und Justiz keine Abhilfe schaffen, wird Widerstand (gerade aus der fortschrittlich-demokratischen, also der eigentlich „anständigen“ „Mitte der Gesellschaft“) zur Bürgerpflicht.
  1. Der eigentliche weltpolitische Skandal besteht darin, dass es im Sinne einer globalen Fairness-Regel keine annährend proportionale Verteilung tatsächlicher Kriegsflüchtlinge auf alle Kontinente gibt (Fair-Teilen), sich zentrale islamische Staaten wie insbesondere die reichen sunnitischen Ölmonarchien komplett abschotten und die EU-Politiker das einfach hinnehmen, damit eine selbstbeschädigende Fehlinternalisierung externer Problemlagen vornehmen und sich obendrein von der Türkei erpressen lassen.(Erdogan als „Türsteher an der Pforte nach Europa“.) D.h.: Hier ist auch ein absolutes Versagen der EU-Politik festzustellen, die es versäumt hat und weiter versäumt, der einseitigen Abwälzung der Flüchtlingsströme nach Europa effektiv entgegenzuwirken und auf internationaler Ebene (UN, G-20 etc.) massiv auf eine gleichgewichtige Verteilung von echten Flüchtlingen auf alle Weltregionen zu drängen.

Grundsätzlich ist Folgendes festzuhalten:
Eine universalistische Menschenrechtsorientierung ist unvereinbar mit einem kulturrelativistisch halbierten und dekadenten Humanismus, der praktisch-konkret nur Europa in die Pflicht nehmen will, aber weder für den arabischen noch für den asiatischen Teil der islamischen Herrschaftsregion gelten soll. Hauptzielsetzung einer progressiv-humanistischen Politik, die mehr sein will als pseudophilantropische Symptombekämpfung, müsste es vielmehr sein, auf die Durchsetzung modernisierter und menschenrechtskonformer Gesellschafts- und Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern der Immigranten hinzuwirken. Alle anderen, „gutmenschlich“ verbrämten Ersatzstrategien wie die Umwandlung Deutschlands und Europas in eine diversifizierte Rettungs- und Helferstation für entwicklungsblockierte nichtwestliche Herrschaftskulturen, laufen im Endeffekt auf eine quantitative Ausdehnung und qualitative Verschärfung der global vernetzten Krisenprozesse hinaus. Vereinfacht ausgedrückt: Dort wird es nicht besser und hier zunehmend schlechter.

Sowohl die EU-Instanzen als auch die deutsche Bundesregierung haben durch Verletzung und Missachtung der eigenen Gesetze, divergierende Konzepte von Asyl- und Migrationspolitik, stark voneinander abweichende Versorgungsleistungen für Asylbewerber, falsche Signalpolitik, unverantwortliche „Willkommensbotschaften“ als „Pull-Faktoren“ sowie die Zulassung massenhafter illegaler Grenzüberschreitungen ein unhaltbares Zuwanderungschaos heraufbeschworen. Infolgedessen ist Deutschland zum Hauptaufnahme- und Versorgungsland des „Flüchtlingsstroms“ und damit zum Kernland der „Flüchtlingskrise“ geworden. Die vorangegangenen Ausführungen haben deutlich werden lassen, dass die Folgen dieser unverantwortlich fehlregulierten und anschwellenden Masseneinwanderung mit erheblichen negativen Konsequenzen behaftet sind, die sich nicht durch idealistische Parolen und pathetische Phrasen aus der Welt schaffen lassen.

Vor diesem Hintergrund verweisen wir mit Nachdruck auf unseren umfassenden Forderungskatalog und unterstreichen unsere Kernforderung nach einem Moratorium zur Aufnahme von Flüchtlingen für den Zeitraum von drei Jahren[19].

 Nach der perfiden und erpresserischen Aktion Erdogans, „Flüchtlinge“ an die griechische Grenze zu lenken und dort gezielt ein gewaltbesetztes Chaos anzustiften, nahm das gesamte Netzwerk der Open-society-Bewegung sowie der Asylindustrie samt ihrer grün-rot-schwarzen Lobbyparteien den zugespielten Ball sofort auf und startete eine Kampagne zur bereits eingangs erwähnten Aufnahme von jungen, angeblich unbegleiteten „Flüchtlingen“. Vor allem sollte es dabei um angeblich unbegleitete Mädchen gehen. Dazu stellte Rebecca Sommer, Flüchtlingshelferin und intime Kennerin der UN-Organisationen, Folgendes fest: „Ich lege meine Hände ins Feuer, dass es dort kein einziges unbegleitetes Mädchen oder unverheiratete Jugendliche geben wird. Das wäre dann nämlich in muslimischen Kulturkreisen haram, also nach islamischem Glauben nicht möglich.“[20]

Erstaunlich ist als Hintergrundinformation auch der Umstand, dass in dem vorgeblichen „Zuwendungs-Wohlfühlland“ Deutschland immer noch ca. 1.800 unbegleitete minderjährige „Flüchtlinge“ vermisst werden, wobei neben der „Weiterreise zu Verwandten“ innerhalb Deutschlands und Europas sowie der „Unzufriedenheit mit dem Unterbringungsort“ auch die Gefahr der Ausbeutung durch Menschenhändler genannt wird[21]

Gewalttätige Grenzrandalierer sowie die überwiegende Mehrheit von schlicht illegalen Immigranten ohne „Schutzanspruch“ wurden und werden aus dem massenmedial umgehend und breit gestreuten Reklamebild sorgsam entfernt oder zumindest systematisch verharmlost. Ein wesentliches Ziel dieser neuaufgelegten „Refugees-welcome“-Kampagne: Die Gruppe der für Pflege- und Versorgungsträger besonders einträglichen „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“ nach Deutschland zu holen. Doch so richtig scheint diese Masche trotz des breit angelegten medialen Trommelfeuers nicht zu verfangen. Denn: „Die Hälfte der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge dagegen, dass unbegleitete Flüchtlingskinder aus griechischen Lagern nach Deutschland geholt werden. Laut der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die „Augsburger Allgemeine“ lehnen 51 Prozent eine solche Hilfsaktion ab. 39 Prozent befürworten die Hilfe für Kinder. Der Rest ist in der Frage unentschieden.“[22]

Da sich die politische Klasse gerade auch in der „Flüchtlingsfrage“ nicht um die Mehrheitsmeinung kümmert, ist es umso wichtiger, kritische Gegenwehr zu leisten. In diesem Sinne ergänzen wir unsere Forderungen angesichts der neuen Lage[23].

Von zentraler Bedeutung ist es, den von der UN, der EU und dem politischen Herrschaftskartell in Deutschland verfolgten und exekutierten „Umsiedlungsmechanismus“[24] außer Kraft zu setzen und stattdessen einen „Rücksiedlungsmechanismus“ zu installieren. Das gilt insbesondere auch für syrische Flüchtlinge zwecks Aufbau des zerstörten Landes nach der bereits weit fortgeschrittenen Vertreibung der IS-Terroristen sowie anderer islamischer Terrorgruppen und der dadurch bedingten erheblichen Reduktion von dortigen „Kriegsgebieten“.

 Unsere aktualisierten „Forderungen Initiative an der Basis 2020“ siehe hier:

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Fussnoten:
[1] Siehe hierzu: https://hintergrund-verlag.de/spaetkapitalistische-systementwicklung/krauss-hartmut-fest-im-griff-des-corona-virus-der-globale-kapitalismus-unter-quarantaene
[2] https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Osnabrueck-Landkreis-nimmt-Fluechtlingskinder-auf,gefluechtete140.html
[3] https://hintergrund-verlag.de/spaetkapitalistische-systementwicklung/importierte-armut-prekarisierte-lohnarbeit-und-neue-soziale-verteilungskonflikte-in-der-deutschen-zuwanderungsgesellschaft/
[4] https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-forderungen/
[5] Vgl. https://hintergrund-verlag.de/analyse-der-islamischen-herrschaftskultur/die-verdraengten-hauptgefahren-zugewanderte-gewaltkriminalitaet-und-islamischer-rechtsextremismus/
[6] Seit der „Flüchtlingskrise“ wurden 2.226 „islamistische Terrorverfahren“ in Deutschland registriert. Wurden 2013 70 neue Verfahren eröffnet, so kamen 2016 240 hinzu. 2017 sprang dann die Zahl auf 1.200 „und für 2018 hat der Generalbundesanwalt einen Rekordstand von 1.300 neuen Terrorverfahren bestätigt.“ (Stefan Schubert: Sicherheitsrisiko Islam, Rottenburg 2019, S. 215.)
[7] https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_87707238/anschlaege-in-deutschland-geplant-mutmassliche-is-terroristen-festgenommen.html
[8]  Siehe https://www.tag24.de/amp/leipzig/leipzig-mord-auwald-myriam-z-edris-polizei-hintergruende-1487624
[9] Video „Kurzer Abriss, warum der Islam nicht zu Europa gehört“ (Initiative an der Basis, Hartmut Krauss) https://www.youtube.com/watch?v=LtYMX71_c0s
[10] https://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/suhl/polizei-holt-stoerer-aus-erstaufnahmestelle-fuer-fluechtlinge-in-suhl-100.html
[11] https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/zwei-berliner-polizei-einheiten-in-corona-quarantaene-li.80702
[12] https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/coronavirus/Wegen-Corona-Tumult-in-der-Fluechtlingsunterkunft,fluechtlinge6968.html
[13] https://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-aktuell/augsburg-fluechtling-positiv-auf-corona-getestet-grosseinsatz-69653200.bild.html / https://www.tag24.de/justiz/polizei/augsburg-toter-asylheim-streit-toedlicher-familie-rettungshubschrauber-polizei-goeggingen-1478611
[14] https://www.bild.de/regional/sachsen-anhalt/sachsen-anhalt-news/halberstadt-erneut-tumulte-in-asylheim-unter-corona-quarantaene-70019804.bild.html
[15] https://www.mopo.de/im-norden/mecklenburg-vorpommern/fluechtlingsunterkunft-im-norden-corona-angst-sorgt-fuer-tumultartige-szenen-36566866
[16] https://m.bild.de/regional/mecklenburg-vorpommern/mecklenburg-vorpommern-news/asylbewerberheim-in-schwerin-wie-gross-ist-die-corona-gefahr-69973962,view=amp.bildMobile.html
[17] https://www.stimme.de/polizei/heilbronn/Trauergaeste-verstossen-gegen-Abstandsregeln;art1491,4344306
[18] https://www.wochenblick.at/frankreich-corona-gesetze-gelten-nicht-in-migranten-vierteln/
[19] https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-forderungen/
[20] https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/mit-zahlenspielen-migration-maximieren-wieviele-kinder-auf-lesbos-sind-unbegleitet/
[21] https://www.morgenpost.de/politik/article228939207/Fast-1800-unbegleitete-minderjaehrige-Fluechtlinge-vermisst.html
[22] https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/umfrage-aufnahme-fluechtlinge-kinder-demos-100.html
[23] Siehe hierzu auch diesen instruktiven Artikel: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/umsiedlung-von-fluechtlingskindern-die-grosse-taeuschung/

 

 

Erfahrungen als Betreuer in der Flüchtlingsarbeit (UWE MERGEL, Initiative an der Basis, März 2020)

Zitat

Meine Erfahrungen als Betreuer in der Flüchtlingsarbeit- kurz zusammen gefasst

Viele Hoffnungen und Erwartungen gehabt, was durfte- musste ich erleben?

Uwe Merkel, von der Initiative an der Basis

UWE MERGELIch bin Uwe Mergel, habe 3 Studienabschlüsse, zuletzt nach der Wende ein sozialpädagogisches Studium berufsbegleitend erfolgreich geschafft. Bin nun 62 Jahre jung, wohne in Südwestmecklenburg, war in meinen ständig nur atypisch- befristeten Jobs seit 2000 auch mehre Male in der Flüchtlingsbetreuung tätig in Schwerin und Ludwigslust. Habe so viele Flüchtlinge und Asylsuchende kennenlernen dürfen, meist Männer und männliche Jugendliche.

Mein Prinzip war und ist zu allen Zeiten und in den erlebten gesellschaftlichen Systemen, dass ich Menschen gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstütze, diese Hilfe aber auch immer als „Hilfe zur Selbsthilfe“ sah und sehe und so auch verstanden wissen möchte.

Da ich ehrenamtlich 22 Jahre lang einen internationalen Verein mit dem Ziel der Völkerverständigung geführt hatte, war dann die berufliche Möglichkeit in der Flüchtlingsbetreuung für mich eigentlich nicht nur eine Ehrensache, sondern verband Beruf und Freude. Mit vielen Hoffnungen fing ich somit an.

Ich habe die erste große Flüchtlingswelle in einer Gemeinschaftsunterkunft in Schwerin erleben dürfen, die fast wie ein Hotel ausgestattet war. Habe als Betreuer dort alles für die ersten und dann folgenden Flüchtlinge vorbereitet. Betten beziehen, Zimmer einrichten, Mahlzeiten anbieten, Beschilderung Gebäude, musste vieles koordinieren, mein erster Arbeitgeber war ein Wachunternehmen, später waren es ein Bildungsträger.

Es kamen die Flüchtlinge mit Bussen. Ich war bewegt, aufgeregt, freute mich und holte die Leute vom Bus ab, war wirklich freundlich zu ihnen. Ich staunte dann aber, die meist männlichen, jüngeren Flüchtlinge waren bestens technisch ausgestattet, moderne Handys- Smartphones, moderne Kleidung – meist Markensachen, ich wurde von denen fast überrannt, dazu die oft ernsten, bösen Blicke.

Die Begrüßung ging schnell, aber es war für mich erschütternd, innerlich, man fragte – schrie mich fast an – „Wo ist WLAN, WLAN will ich….“, Essen und Trinken interessierten nicht. Dann gab es ein langes Hin und Her, wer mit wem zusammen wohnen will in den Zimmern, der eine Dolmetscher kam später, stundenlang dauerte es, um die Forderungen der Flüchtlinge in etwa zu erfüllen.

Einige der Leute wollten sogar gleich wieder weg, in Hotels oder woanders hin, sie zeigten mir und anderen Anwesenden ihr vieles Geld in den Geldtaschen, was mich fast umhaute, oft Hunderteuroscheine und mehr, so viel Geld hatte ich noch nie auf einmal gesehen. Wo hatten die das wirklich viele Geld her bei der angeblich so gefährlichen Flucht?

Das immer von mir liebevoll zubereitete Essen und Trinken wurde schnell durcheinander gewirbelt, sie nahmen mit Händen ohne Besteck schnell alles weg, es war ein Hamstern, als wenn es am nächsten Tag nichts geben sollte. Wir fanden dann vieles von den Essen in Papierkörben in den Zimmern und in den Schränken. Ich bereitete dann Einzelportionen mühevoll vor, viel Aufwand, die Flüchtlinge bekamen ja 2x täglich sogar warmes Essen. Wer wollte, konnte sich auch selber Essen zubereiten. Die Gemeinschaftsküchen dann wieder säubern, aufräumen, das war nur selten und erst nach langen oftmals aggressiven Diskussionen und nur zum Teil machbar. In der letzten Unterkunft gab es dafür etwas finanzielle Entschädigung für die Bewohner, die sauber machten.

Schlimm sahen auch die Gemeinschaftssanitäreinrichtungen schon nach wenigen Stunden Anwesenheit der neuen Gäste aus. Ich konnte das nicht aushalten, diese auch noch zu reinigen, es war wirklich schlimm. Auch die Wohnräume sahen nach wenigen Tagen oft verwüstet aus. So verließen die Leute dann auch die Einrichtung verwüstet und ließen den Müll einfach liegen, als sie in der Region neu verteilt wurden.

Ich erlebte auch, dass die Flüchtlinge und Asylsuchenden nie sparsam mit Strom und Wasser umgingen, Heizungen waren oft voll aufgedreht, Fenster offen, sie mussten ja dafür nichts bezahlen. Meine ewigen Hinweise dazu wurden fast immer belächelt und ignoriert.

Viele meckerten immer rum, nur wenige waren zufrieden und wirkten dankbar. Ich versuchte, gute Stimmung zu machen, aber merkte, viele wollten das nicht, lachten mich und andere Kollegen aus, die sich auch abmühten. Das Wort Integration habe ich da schnell zu den Akten gelegt, denn Integration fordert ja auch was von den Flüchtlingen, den Gästen auf Zeit. Aber waren und sind das Gäste auf Zeit?

In übersetzten Gesprächen erfuhr ich und hörte mit, diese Leute wollen für immer hier in Deutschland bleiben, wollen nie mehr zurück in ihre Länder, haben den Auftrag, andere Angehörige und zuerst ihre Familien nachz holen in dieses Land. Für die überwiegend Männer wurde in den Heimatregionen gesammelt, damit sie ihre Schleuser nach Deutschland bezahlen können.

Ein mehrere Sprachen sprechender Teamleiter eines Reinigungsunternehmens, mit dem ich in die Tiefe gehende Gespräche führte, öffnete mir die Augen und Ohren. Er sagte, gut, dass du fast nichts verstehst, was die sagen, worüber sich vor allem die Männer unterhalten. Er ist auch Migrant, lebte schon fast 10 Jahre in Deutschland.

Er hatte Angst, sagte „ich fürchte mich vor denen, die nun in Massen zu uns kommen. Wir Ungläubigen, Christen oder Deutsche, sind denen nichts wert, sie nutzen uns aus, so lange sie uns brauchen, Uwe, du machst hier die Dreckarbeit, musst deinen Kopf hinhalten, das ist denen egal, sie lachen über dich und uns. Deutsche Männer sind für die „Waschlappen“ und die Frauen werden oft als „Huren“ bezeichnet. Sie wollen sich in der Masse nie hier in diesem Land oder Europa anpassen oder verändern.“

Ich musste mir eingestehen, es stimmte, was er mir sagte. Die allermeisten der Asylbewerber nutzen geschickt beste Beratung und Information für ihre Interessen aus, nehmen da alles in Anspruch – kostenlos für sie – was ihnen geboten wird. Sie fordern oft massiv und aggressiv ihre Rechte ein, habe das ständig in meinen Jobs erleben dürfen.

Ich erlebte auch, wie einige Flüchtlinge schüchtern immer zu den Mahlzeiten kamen, zuletzt, das fiel mir auf. Ich kam mit denen ins Gespräch, es waren christliche Flüchtlinge, die das Kreuz versteckten, die Muslime sollten es nicht sehen, sie wurden von den anderen Flüchtlingen schikaniert und unterdrückt, selbst in der Unterkunft. Mit viel Mühe konnte ich erreichen, dass sie nach einiger Zeit in eine andere Unterkunft kamen, wo nur Christen sein sollten. Ich konnte das nur schwer verstehen, wie die muslimischen Asylbegehrenden mit anderen Leuten umgingen.

Wenige Frauen waren bei den Flüchtlingen dabei, auch wenige Familien. Die Frauen wurden von den Männern unterdrückt, waren weniger Wert als die Männer, das soll aber normal sein in deren Kulturkreis. Mit den Frauen kam ich kaum ins Gespräch, das wollten die Männer nicht. Mich wunderte, warum fliehen oder reisen nur gesunde oft junge Männer aus Krisengebieten nach Europa? Sind die gefährlicher dran in der Heimat als Frauen, Kinder und Alte?

Warum fliehen die nicht in reiche, muslimische Länder wie Saudi Arabien u.a., was hat man da gegen diese Muslime, die zu uns strömen, diese Frage stellte ich mir mit Blick auf deren Verhalten mir gegenüber immer öfter. Warum wollen die alle zu uns kommen, wenn sie unser System und uns doch eigentlich nicht mögen außer unsere Sozialleistungen?

Positiv erlebte ich, dass Kinder, vor allem Mädchen unter den Asylsuchenden oft sehr engagiert und fleißig die Schule besuchten und auch wirklich Deutsch und andere Dinge lernen wollten. Ja, die waren oft besser und lernbereiter als deutsche, einheimische Klassenkameraden. Ich erlebte im letzten Job in einer Gemeinschaftsunterkunft in LWL, wie Mädchen mir stolz aus der Tageszeitung etwas vorlasen. Das war für mich beeindruckend. Aber dann, was passierte in den Unterkünften bei den Familien dieser Mädchen, Jungen, Schülerinnen und Schüler? Sie waren da wieder voll in ihrem Kulturkreis, ihren Traditionen, weit weg von möglicher Integration.

Bei Gesprächen und Verhaltensweisen bekam ich auch immer wieder mit, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau bei den Flüchtlingen ignoriert wird. Die Frauen haben sich damit abgefunden, dass die Männer das Sagen haben, habe da faktisch keine Ausnahmen erleben dürfen. Es zählen da in den Familien der Flüchtlinge und bei den einzelnen Männern immer die Gesetze der eigenen Religion und Kultur, die Gesetze und Normen im Gastland sind denen egal, die wurden nur soweit beachtet, wie das für eigene Vorteile und den Alltag nötig war.

Wenn es um Geld ging und geht, Sozialgeld u.a. Leistungen, da waren die Flüchtlinge schnell dabei, waren dann auch anwesend an solchen Tagen, wo die Leistungen ausgezahlt wurden. Da kamen dann auch solche Leute, die sonst nie bei uns in der Einrichtung anwesend waren, die sich frei im Land bewegten. Der Unterkunftsplatz aber wurde weiter bezahlt, obwohl sie dort gar nicht wirklich wohnten. Wenn das Geld dann in ihrer Geldbörse war, verschwanden viele Leute wieder, wohin auch immer. Und ich habe selber gesehen, dass nicht wenige Flüchtlinge viel Geld wieder nach Hause überwiesen haben, Western Union wurde dazu gerne benutzt. Das war auch nicht wenig Geld, was ja eigentlich für die Leute selber hier gedacht war. Mir sagten die Flüchtlinge, das müssen sie tun, dazu sind sie verpflichtet, die Angehörigen zu Hause erwarten das.

In vielen Diskussionen erlebte ich, wie die Flüchtlinge mich und andere Helfer auch angriffen, sagten, „Merkel hat uns eingeladen, ihr seit so reich, habt alle Häuser, wir sind nun dran, hier, mach, du hast uns zu helfen…“!

Wirklich, da ging mir der nicht vorhandene Hut hoch, ich gab auch Bemerkungen dazu zurück, versuchte zu erklären, dass gerade auch im angeblich so reichen Deutschland immer mehr Menschen arm werden, armutsgefährdet sind. Da lachten sie, da wurde man noch verhöhnt. Da sind Flüchtlinge trotz unserer ständigen Hinweise „schwarz“ Bus und Straßenbahn gefahren, das hat die nicht interessiert, auch die Strafandrohungen und Anzeigen nicht, die lachten darüber.

Sie hatten auch keine Angst vor der deutschen Polizei, auch da hörte ich oft, übersetzt „Vor diesen Leuten brauchen wir keine Angst zu haben, die sind lieb und nett“! Man schimpfte auf die Polizei und das Militär von zu Hause.

Zu Beginn der Flüchtlingswelle wurden wir täglich in der Unterkunft mehrmals kontrolliert von verschiedenen staatlichen Stellen und Behörden. Ich sollte, als Betreuer, alles tun, damit die Flüchtlinge täglich zufrieden sind, deren Wünsche waren zu erfüllen, es sollte keine Unruhe aufkommen.

Mein Gewissen begann sich zu drehen, war das für mich noch machbar, fordernden Leuten immer brav die Forderungen zu erfüllen?

Ich fragte mich und auch die anderen, auch die Kontrolleure, wie würde man mich behandeln im Ausland, wenn ich mich als Flüchtling dort so verhalten würde, wie ich das gerade erlebte?

Dankbarkeit von Erwachsenen für meine – unsere Hilfe habe ich wirklich kaum erlebt. Besonders fordernd und provokant waren die angeblich unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, ich erlebte nur männliche Jugendliche. Viele waren für mich Erwachsene, von der Größe und dem Auftreten her. Schlimm war deren Verhalten zu Ramadan, viele waren da durch Hunger und Durst neben sich selber. Diese Männer, angeblich minderjährig, nahmen Frauen und auch uns Männer als Betreuer nicht ernst. Es machte aber vor allem uns Männer immer sauerer, die Frauen weniger, die waren oft so unfassbar verständnisvoll.

Die Frauen fanden die nach Wertschätzung und Spielerei wirkenden Bemerkungen und Handlungen der Männer gut, es sei nicht so schlimm, meinten, „die müssen doch erst hier wirklich sich eingewöhnen und ankommen“!

Was mich stutzig machte, viele Flüchtlinge waren am 01.01.00 geboren, konnte das alles Zufall sein? Viele Identitäten waren unklar, man verließ sich auf die Angaben der Flüchtlinge. Ich fragte mich, wer soll das alles kontrollieren, prüfen, zumal oft weggeworfene Dokumente von Flüchtlingen an Wegrändern gefunden worden sind, laut den Medien. Wollten diese Leute sichere, bessere Identitäten annehmen, um hierbleiben zu können? Oder was haben die verbrochen im Heimatland, so dass die sich eine neue Identität zulegen mussten?

Auch vor Frauen in amtlichen Positionen, bei Ämtern und Behörden hatten die meist Männer als Flüchtlinge und Asylsuchende kaum oder keinen Respekt, ich hörte von einigen dieser Frauen, dass sie Angst haben im Job, darüber aber nicht offen reden dürfen.

Was mich tief schockte war, wenn Flüchtlinge sich unterhielten, Dolmetscherkollegen dabei waren, wenn sie offen sagten, sogar Bilder zeigten, dass sie auch getötet haben in Syrien o.a. Regionen. Einige rühmten sich offen damit. Gewalt war und ist da Normalität, man hat einfach aufeinander geschossen aus oft mir nicht verständlichen Gründen.

Was schnell ging, die muslimischen Flüchtlinge wurden schnell in vorhandene oder neue muslimische Gemeinden aufgenommen, von denen auch intensiv begleitet und betreut. Auch christliche Kirchen waren für Muslime gerne hilfsbereit.

Und zu den vielen Kleider- und Sachspenden vieler lieber Einheimischer, Deutscher, auch hier wurde ich gleich ernüchtert, bzw. war geschockt und überrascht. Vor allem die Männer waren stets modisch bestens gekleidet und suchten nur Markenklamotten und Markenware, getragene Sachen wurden kategorisch abgelehnt. Das habe ich auch offen kritisiert, hat aber niemanden interessiert. Diese Männer waren eben eine andere Klasse, Liga, bestens ausgestattet und verwöhnt. Die wenigen Frauen und Mädchen, die ich mit kennenlernte in meinen Jobs, waren dagegen einfach gekleidet, recht schlicht und die Frauen natürlich Kopftuchträgerinnen.

Ich beende diesen Kurzbericht, in der Kürze liegt die Würze, wer mehr von meinen Erlebnissen und Erfahrungen in atypisch befristeten Jobs bei Bildungsträgern und Trägern der Flüchtlingsbetreuung wissen möchte, kann das gerne tun und sich meinen mehrere Seiten langen Erfahrungsbericht durchlesen (LINK wird hier eingesetzt). In diesem gehe ich auch auf die Machenschaften von Trägern ein, der Aysl- und Migrationsindustrie, die ich selber habe erleben dürfen. Zu meinen Erfahrungen mit meinen Arbeitgebern und den Kontrolleuren der Flüchtlingsarbeit könnte ich ganze Bücher schreiben.

Aus meinen Erfahrungen heraus hoffe ich, dass keine neue unkontrollierte Flüchtlingswelle auf uns zu kommt mit all den von mir erlebten Folgen. Ich fordere, zusammen mit unserer Initiative an der Basis, einen sofortigen Aufnahmestopp.

Ich wünsche uns allen Frieden, Gesundheit und Glück, Freude im Alltag, auch den Mut seine Meinung zu sagen, unbequem und querdenkend weiter zu handeln.

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© Copyright 2020 – Alle Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten (Initiative an der Basis).

VIDEO „Ich hatte jeden Tag Angst“ Erfahrungsbericht einer Schülerin von Brennpunktschule in Hessen (Ini-B)

Maria A. ist gerade 19 Jahre alt geworden, sie war eine von drei deutschen Schülerinnen in einer Klasse mit vor allem muslimischen Schülern an einer Brennpunktschule in Hessen.

Wenn du ein Schüler, Student oder schon aus der Schule draußen bist, aber uns trotzdem deine Geschichte erzählen magst, trau dich und schreib uns an. Teile deine Geschichte mit den anderen, gerne auch anonym.

 

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Rassismus gegen Nichtmuslime an einer Brennpunktschule „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Erfahrungsbericht einer Schülerin (Initiative an der Basis)

Erfahrungsbericht von Schülerin Marie A.

Rassismus gegen Nichtmuslime an einer Brennpunktschule „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Ich wohne in Hessen, bin 19 Jahre alt und Deutsche. Ich möchte euch erzählen was mir in meiner Schulzeit wiederfahren ist. Das ist meine Geschichte.

Als ich damals von der Grundschule in die weiterführende Schule kam (eine Schule in Süd-Hessen), war das für mich eine ziemliche Umstellung. Auf einmal waren 2/3 der Klasse ausländischer Herkunft, es gab einen freiwilligen Türkisch-Unterricht und freitags gingen viele zur Moschee. Auf einmal wurde der Islam plötzlich sehr präsent in meinem Leben. Mein Sprachausdruck veränderte sich rasant; ich habe dieses ,,Ghetto-Deutsch“ wie Digga, ey Bruder, oder ma sha Allah, wallah unbewusst in meinen täglichen Sprachgebrauch eingebunden. Es ging plötzlich nur noch um den Islam in meinem Leben. Ich war von Muslims umgeben.

In der 5. Klasse hat sich nicht nur meine Sprache gravierend verändert, sondern auch meine Kleidung. Davon abgesehen, dass man sehr auf Marken achtete, war es für mich noch wichtiger geworden, mich ,,bedeckt“ zu bekleiden. Zur Schulzeit achtete ich immer stets drauf ,,bedeckt“ wie die meisten anderen Schülerinnen zur Schule zu gehen; so habe ich mich am wohlsten gefühlt. Mädchen, die kurze Hosen oder Oberteile mit betontem Ausschnitt anhatten, galten als Schlampe. Ja, ich bin im Sommer nie mit kurzer Hose in die Schule gegangen, ich hatte immer lange Hosen, T-Shirts und immer eine Jacke an. Nie trug ich Kleider oder kurze Hosen oder kurzärmelige T-Shirts. Solche Kleidung war dort ,,verpönt“. Egal, ob es 30 Grad oder wärmer draußen war und ich geschwitzt habe; die Jacke wurde zum ,,Schutz“. Ich habe mich angefangen, mich zu schämen, wenn ich in der Pause nur im T-Shirt rumlief. Man wurde massiv beobachtet und hinter seinem Rücken wurde gelästert. Ich wollte ja nicht als Schlampe rüberkommen.

Sobald ich zu Hause war, zog ich mich normal an, besonders im Sommer freute ich mich endlich nach Hause zu kommen, um kurze luftige Sommersachen anzuziehen. Da fühlte ich mich immer richtig befreit. In der Schule dachte ich anders. Dabei handelte es sich bei meiner Freizeitkleidung um ganz normale europäische Kinderkleidung; eigentlich nichts Verwerfliches. Die religiös geprägte Kleiderordnung wurde auch von der Schulleitung unterstützt: Der Schulkodex verbot es, Hotpants kürzer als Knielänge und Tops mit Spaghettiträgern anzuziehen.

Die Weiterführende Schule war damals eine Schule mit Förderstufen-System. Heißt man war von der 5. – 6. Klasse, in den Hauptfächern Deutsch, Mathe, Englisch in (A = Gymnasium niveau, B = Realschul niveau, C = Hauptschulniveau) Kursen eingeteilt. Nach der 6. Klasse wurde dann entschieden ob man in die Haupt/ – oder Realschule oder auf das Gymnasium geht. Ich kam in der Realschule. Das System gibt es heute nicht mehr, heute ist es eine integrierte Gesamtschule. Der Schulleiter war Mitglied der CDU.

Die Schülerschaft teilte sich in Gruppen; man könnte sagen, jede Nationalität bildete ihre eigene Gruppe, Mädchen und Jungen waren strikt getrennt. Diese Gruppen waren immer eng zusammen, vor allem in den Pausen. Ich bekam mit, dass in muslimisch geprägten Gruppen allgemein schlecht über ,,freizügigere Kleidung der Schüler“ gelästert wurde, und über die deutschen Jungen und Mädchen: Egal ob es um Kleidung, einer Kurzhaar-Frisur bei einem Mädchen, am Schweinefleisch-Essen oder ob jemand schon einen feste/n Freund/in hatte usw. All das sei ,,Haram“. Ich selbst hab damals in der 5. Klasse schnell verstanden wie der Hase läuft und habe mich in eine passende Gruppe eingefunden. Somit war mir gesichert, dass ich nicht gemobbt oder als Außenseiter ausgegrenzt wurde. Aber wenn ihr jetzt denkt, dass die europäischen bzw. deutschen Jungen keine Probleme hatten, irrt ihr euch. Sie hatten genauso Probleme wie wir deutschen Mädchen. Nichts wurde an ihnen akzeptiert, weder ihre Kleidung, noch ihre Handlungen, noch Freizeitaktivitäten – sie waren stets zu „deutsch“. An der Kleidung waren Jeans und Pulli zu deutsch. Angesagt war es mit Marken zu protzen und vor allem Sportanzüge und Umhängetasche zu tragen. Ein Baumhaus bauen oder generell etwas zu Sägen, im Wald spielen, mit dem Fahrrad fahren oder eine Radtour mit den Eltern machen, im Sommer Zelten oder – als wir älter waren – mal ein Bier zu trinken bei einer Feier, nichts war akzeptabel. Auch das ,,deutsche“ Schweinefleisch-Schulbrot wurde abfällig kommentiert; also eigentlich wurde nichts akzeptiert, wir waren die ,,dummen Almans“.

Zeichnung Marie A.Eine weitere Veränderung für mich als ich älter wurde, waren die öffentlichen Verkehrsmittel, hauptsächlich der Zug, mit dem ich zu Schule hin und zurück fahren musste. Die Menschenmenge überrumpelte mich. Mir wurde nachgepfiffen und hinterher gelaufen von Flüchtlingen. Diese Angst, zum Bahnhof zu laufen, wurde immer schlimmer. Ich erzählte es meiner Familie, aber es nahm mich keiner ernst. Allein der Gedanke dass ich Nachmittagsunterricht habe und gleich wieder zum Bahnhof laufen und dort eine Stunde auf den Zug warten muss, war sehr schlimm für mich. Damals habe ich die ein oder andere Angstträne vergossen. Der Weg von der Schule zum Bahnhof dauerte ca. 10 Minuten. In diesen 10 Minuten achtete ich darauf besonders langsam an den Häusern vorbeizulaufen, um im Notfall klingeln zu können. Am Bahnhof angekommen, versuchte ich mich zu Erwachsenen zu stellen, die vertrauenswürdig aussahen. Auch im Zug versuchte ich mich, falls ich mich überhaupt setzte, zu älteren Leuten zu setzen, oft stand ich auch an der Tür wo die Notsprechanlage war ( damals sind noch die alten DB Züge gefahren. Ich hatte von der Schule bis zum Bahnhof Angst davor z.B.: dass ich belästigt und verfolgt wurde oder Schlimmeres. Flüchtlinge saßen in Gruppen am Bahnhof auf dem Boden. Sie pfiffen und riefen mir hinterher und blockierten mir teilweise den Weg. Einmal lief mir einer hinterher, zum Glück kam eine erwachsene Person, in dem Moment drehte sich der Typ um und lief zurück zu seiner Gruppe. Mein Herz pochte jedes Mal, bis ich dann endlich zu Hause war und in Sicherheit.

Einmal als ich in der 6. Klasse war, wir hatten Unterricht in den jeweiligen Kursen, da hörten wir auf einmal laute Schreie. Unser Lehrer sah nach. Es stellte sich heraus, dass eine alte Lehrerin, die im selben Jahr noch in Rente ging, in der Klasse gemobbt wurde und ihr gedroht wurde. Diese Lehrerin unterrichtete den C-Kurs. Ein ausländischer Schüler wollte einen Tisch nach der alten Lehrerin werfen.

Ich erlebte auch dass auf einmal angebliche Lehrer uns unterrichteten, die gar keine Lehrer waren. Wir hatten diese Art von Lehrern vor allem in Vertretung.

Ein Lehrer ist bis heute in meinem Gedächtnis. Wir hatten ihn oft im Vertretungsunterricht. Ich habe einen richtigen Ekel vor ihm gehabt. Sobald der Lehrer zur Tür rein kam, strahlte er Gewalt aus. Er war kräftig, trug einen Bart und war sehr radikal Religiös eingestellt. Bei ihm unterhielt man sich oft über den Islam; vor allem wurde negativ über Frauen gesprochen. Es wurde festgelegt, dass Frauen sich um den Haushalt kümmern sollten und sowieso der Mann das letzte Wort haben sollte: „Die Frauen werden immer ungehöriger hier in Deutschland.“

Oft wurden Nicht-Muslime einfach ignoriert, wenn sich meldeten oder etwas sagen wollten. Ich habe mich immer unwohl bei dem Lehrer gefühlt, er hat mir ein minderwertiges Gefühl gegeben. Muslimische Schüler riefen oft in den Unterricht rein, ich tat das manchmal auch, wurde aber ignoriert. Mit ihm wurde auch in dessen Muttersprache Türkisch gesprochen. Einmal drohte er mir, mich zum Schulleiter zu schicken, wenn ich nicht leise sein würde, obwohl ich nur etwas in normaler Lautstärke gesagt habe.

Der Sportunterricht war auch eine Sache für sich: während wir nicht-muslimischen Schülerinnen aufbauten und abbauten und Sport treiben mussten, durften ein paar muslimische Schülerinnen mit Kopftuch auf der Bank sitzen bleiben. Da es ihnen von zu Hause aus und aus religiösen Gründen verboten war, beim Sport mitzumachen. Bei der Notenvergabe stand bei ihnen ein leeres Feld. Es macht mich bis heute noch wütend und sehr sauer. Warum soll ich mir einen abrackern und benotet werden, wenn die anderen da sitzen dürfen und sich ohne Anstrengung unterhalten. Einmal sagte ich das auch der Sportlehrerin, dass ich mich ab jetzt auch zu denen hinsetzten werde und nichts tun würde. Da schaute sie mich mit großen Augen an und sagte das ginge nicht, da ich eine Deutsche bin und kein Kopftuch trage. Außerdem Sprachen diese Menschen dauernd in ihrer Muttersprache, obwohl laut Schulkodex Deutsch gesprochen werden soll. Dagegen sagte aber nie jemand etwas, es wurde einfach akzeptiert.

Es gab einen katholischen Kurs, ein evangelischen Kurs. Außerdem zwei Ethik Kurse, die überlaufen waren, dort waren vor allem Muslims drin. Schon damals haben wir im Unterricht nur sehr wenig über unsere Religion (Christentum) gelernt. Eher war der Islam auf dem Lehrplan präsent. Ich habe mich damals besser mit dem Islam als mit meiner eigenen Religion ausgekannt. Das hat mir damals schon nicht gut gefallen, aber ausgesprochen habe ich das nie. Dann sollten wir auf einmal einen Ausflug in die Moschee machen, da habe ich meiner Lehrerin gesagt, dass ich daran nicht teilnehmen möchte, die Ethikkurse besuchen ja auch keine Kirche sondern schauten gefühlt das ganze Jahr über Filme (Komödien, Action, Science Fiktion). Ich wollte da nicht mit; seit mehreren Schuljahren beschäftigten wir uns nun schon mit dem Thema Islam, sowohl im katholischen Kurs als auch im evangelischen Kurs. Wir schauten Filme über den Islam, malten Bilder, schrieben Tests und Arbeiten, lernten den Aufbau der Moschee, sowie Wörter. Somit rief meine evangelische Religionslehrerin meine Mutter an. Sie war sehr bestimmend, aufmüpfig und wurde laut am Telefon. Sie sagte, dass ich an dem Ausflug teilnehmen muss, es sei Pflicht und drohte uns dann mit einem Strafgeld, falls ich nicht kommen würde. Somit musste ich mit und dementsprechend war meine Stimmung auf dem Ausflug. Als wir dann in der Moschee ankamen wurden wir sehr freundlich von einem Muslime begrüßt. Er war überfreundlich, sehr zuvorkommend, er zeigte uns alles, gab damit an, dass die Moschee über 5 Millionen Euro gekostet habe und der Staat also deutsche Steuerzahler einen Teil dazu beigetragen haben. Als highlight durften wir (evangelisch und katholisch Kurs) dann mitbeten. Ein paar Schüler und ich wollten nicht teilnehmen, mussten aber den anderen beim Beten zuschauen. Am Ende wurden uns Broschüren in die Hand gegeben. Die ganze Zeit dort hatte ich das Gefühl, dass die Menschen uns dort werben wollten zu konvertieren und andere hatten dieses Gefühl auch.

Uns wird bewusst der muslimische Glauben aufgezwungen. Muslimische Feiertage oder das Fasten spielten an der Schule eine große Rolle. Es gab auch Feiertage wie z.B. das Opferfest, wo Muslime dann vom Unterricht freigestellt wurden. Dass im Gegenzug Muslime auch mal eine Kirche besuchen müssten oder Bräuche aus unserer Kultur mitmachen, gab es nie.

In meiner Zeit an dieser Schule habe ich mich nicht akzeptiert gefühlt (ich wurde nicht gemobbt); ständig bekam ich und auch andere Deutsche zu hören: ,,du Alman, du Nazi, ey sei leise, Frauen haben keine Rechte, geh in die Küche und mach essen“ wurde oft zu uns gesagt, „was willst du hier in der Schule, heirate mal, eine Frau ist nur da, um in der Küche zu stehen, verpiss dich, du Hayvan (übersetzt heißt das Tier oder Vieh), nur im Koran steht die Wahrheit, der Islam ist die einzig wahre Religion“.

Bei Geburtstagen konnte man eine Kleinigkeit mitbringen, musste aber immer drauf achten, dass Süßigkeiten und Kuchen ja keine Gelatine enthalten, damit alle etwas nehmen können.

Ich finde, dass wir Deutschen uns schon sehr früh anpassen müssen. Es fängt ja schon im Kindergarten an, kein Schweinefleisch oder Erzeugnisse mit Schweinefleisch waren erlaubt. Auch das Essen vom Catering war schweinefleischfrei aus Toleranz gegenüber Muslimen. Aber wenn die das nicht essen wollen oder dürfen, können die dann nicht einfach das vegetarische Gericht essen? Wenn einer von den Muslimen Geburtstag hat, würden sie uns ja auch nicht aus Toleranz uns gegenüber Bratwürste aus Schweinefleisch oder Süßigkeiten mit Gelatine hinstellen. Dieses Tier wird ja regelrecht verboten. Was eigentlich Teil unserer Kultur ist wird uns, dem eigenen Volk, von einer anderen Kultur, die hier eigentlich nur Gast ist, regelrecht verboten. Und das war nur ein Beispiel. Denn Religionsfreiheit gab es in der Schule auch nicht. Dort gab es nur den Islam „Alhamdullilah“; eine andere Religion wurde nicht akzeptiert. Wenn die Muslime nur das Wort Gott hörten, bekam man zu hören, es gibt nur einen Gott, der heißt Allah. Als dann immer der Ramadan-Monat angefangen hat, mussten wir auch besondere Rücksicht nehmen, es wurde sich ja schon beschwert, wenn jemand an seiner Wasserflasche getrunken hat.

Eine andere Lehrerin war Deutsche, sehr sportlich, hatte lange blonde Haare und konnte leicht eingeschüchtert werden. Dazu kommt, dass sie sehr verpeilt war; trotzdem war sie immer sehr nett. Man konnte ihr z.B. Sachen wegnehmen, ihr Lügengeschichten erzählen, die sie glaubte. Man konnte auch Schreiben von den Eltern mit Unterschriften fälschen, ohne damit sie etwas merkte. Ihr gegenüber zeigten bei uns in der Klasse nur wenige Respekt. Es war immer laut in der Klasse, sie hielt den Unterricht sozusagen für sich alleine vorne an der Tafel ab. Keiner hörte ihr richtig zu. Sie bekam oft dumme Sprüche vor allem von den muslimischen Jungen zu hören. Ich möchte zu der Lehrerin noch eine Geschichte erzählen eher zu einem Ereignis. Wir schrieben einmal eine Mathematikarbeit, die Klasse war wieder sehr laut, so laut als würden wir in einer Gruppenarbeit zusammenarbeiten. Ein muslimisch-pakistanischer Schüler, der nie die Wahrheit sagte und generell sehr respektlos war, filmte die Klassenlehrerin und die Klasse, er machte sich darüber lustig, dass der Lehrerin gegenüber kein Respekt gezeigt wurde. Die Lehrerin saß an ihrem Pult und versuchte, die Klasse ruhig zu bekommen, ohne Erfolg. Wie gesagt, es war laut wie bei einer Gruppenarbeit. Das Video wurde anschließend in die Klassengruppe verschickt und verbreitete sich von dort. Nach ein paar Tagen rief mich die Lehrerin nach dem Unterricht zu ihr, ich sollte großen Ärger bekommen. Die Lehrerin hatte von dem Video mitbekommen, und anscheinend hatte der muslimische Pakistaner gesagt, ich sei es gewesen. Zum Glück konnte ich anhand des Videos beweisen, dass ich es nicht war, denn ich wurde ebenfalls gefilmt, wie viele andere Klassenkameraden auch. Die Lehrerin ist nie zur Schulleitung gegangen, weil sie Angst hatte vor dem Schüler. Aber auch, weil unser Schulleiter sehr links war und in vielen anderen Fällen die Täter in Schutz genommen hat und man am Ende als Opfer selbst schuld war. Der Pakistaner musste nur den Schulkodex abschreiben.

Wo dann 2015 die erste Intensivklasse (Flüchtlingsklassen) mit ca. 30 Schülern kam, wurde es sehr turbulent. Das Islamische war präsenter als zuvor. Die Flüchtlinge kamen aus Mazedonien, der Slowakei, dem Irak, aus Süd-Korea und aus Syrien. Schon damals habe ich bemerkt, dass das keine Flüchtlinge sind. Wenn man mit einem Teil von Ihnen ins Gespräch kam, die etwas Deutsch oder Englisch konnten, kam heraus, dass sie aus keinem Kriegsgebiet kommen, sondern nur wegen der Arbeit oder wegen Harz IV hier sind; Letzteres hörte man vor allem von den Syrern und Irakern. Außerdem schickten sie monatlich Ihr Geld nach Hause, was dort sehr viel wert war, um davon Häuser zu kaufen. Alle hofften auf eine Familienzusammenführung. Die Sprache Deutsch wollte von den meisten nur sehr langsam gelernt werden. Die deutschen Schimpfwörter hatten die ,,Flüchtlinge“ schnell drauf.

Für ein paar Unterrichtsstunden wurde die Intensivklasse aufgeteilt. Zu uns kamen zwei nicht-muslimische Schüler, die kein Wort Deutsch verstanden. Sie hielten den Unterricht dadurch auf. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, diesen Schülern erst einmal Deutsch beizubringen, so dass diese auch kommunizieren können und verstehen, was einem unterrichtet wird. Der Meinung ist auch eine Freundin von mir, die damals in der Intensivklasse war.

Als ich dann in die 9. Klasse kam, wurde eine Klassenfahrt festgelegt. Mir war schon klar, dass ich daran nicht teilnehmen mochte. Die anderen Klassenfahrten, die jährlich Stattfanden, waren jedes Mal unorganisiert und katastrophal gewesen. Es wurde nicht wirklich auf uns aufgepasst und es war für andere und mich jedes Mal ein Horror, sobald es losging. Z.B. gab es Klassenfahrten wo eine Schülerin dort ihr Bein gebrochen hatte, sie weinte und wollte zum Arzt, die Lehrer gaben ihr einen Kühlakku und ließen Sie mit uns, den anderen Schülern, alleine. Am Abend kam dann ihre Mutter, die wir Schüler vom Telefon der Rezeption aus angerufen hatten. Die Mutter brachte ihr Kind direkt in Krankenhaus. Als die Mutter damals ankam, war kein Lehrer da, da die Lehrer sich alleine einen lustigen Abend machen wollten. Und so wie diese Geschichte und die dummen radikalen frauenfeindlichen Sprüche der Jungs, verlief jede Klassenfahrt.

Daraufhin habe ich die Schule gewechselt. Ich war froh als ich von der Schule weg war. Ich wurde zwar nie gemobbt; aber der Umgang und das Klima an der Schule war mir als Frau und Deutscher und auch anderen gegenüber sehr abwertend.

Ich habe also dann meinen Abschluss an einer anderen Schule gemacht. Für mich war es zunächst schwer, dort Anschluss zu finden. Ich hatte ein anderes Denken all die Jahre gehabt. Mein Deutsch war unterirdisch schlecht geworden. Halt eben das normale Getto-Deutsch, das mittlerweile fast überall gesprochen wird.

Eine Umstellung war für mich besonders die Kleidung. Davor hatte ich im Sommer, egal wie warm es draußen war, immer eine lange Hose, langärmeliges T-Shirt Langarmpullover und Jacke mit Sneakers angezogen. In der ersten Zeit zog ich meine Klamotten auch weiterhin noch so an, bis ich mich wieder traute, mit einer sommerlich kurzen Hose, offenen Schuhen und T-Shirt in die Schule zu gehen. Am Anfang fühlte ich mich so nackt und unwohl; ich hatte auch Angst, dass etwas passiert. Ich fand es erschreckend, wie europäisch angezogen an der neuen Schule alle waren: Ich hatte Gedanken wie, ,,oh, ist das kurz, hoffentlich wird sie nicht vergewaltigt“, oder ,,wie nuttig sie angezogen ist, IN DER SCHULE sowas anzuziehen..“. Auf der anderen Seite war es sehr befreiend, alles war so einfach und normal. Es wurde deutsch gesprochen, man konnte anziehen, was man wollte und es wurde akzeptiert. Ich konnte sagen, wonach mir gerade war und essen, was mir schmeckte. Ich konnte mit Jungs reden und wir saßen zusammen. Ich kam mir erst so fremd vor, weil ich irgendwie eine andere Kultur (wie viele es nennen: Das islamische Kopftuch) im Kopf hatte. Eine Schülerin in der neuen Klasse zog sich für meine damaligen Verhältnisse immer besonders freizügig an. Man sah ihren Busen, die trug bauchfrei. Ich sprach sie auch einmal drauf an, ob sie keine Angst hätte und ob sie sich nicht schämen würde, sich so zu präsentieren. Die Antwort war „Nein, wieso?“ und jeder hat mich komisch angeschaut. Der Punkt war, dass sie etwas ganz normales anhatte, etwas Sommerliches halt.

Ich hatte mir angewöhnt, in der Schule anders zu denken. Sobald ich zu Hause war, verhielt ich mich normal ,,deutsch“ und war frei von den Zwängen meiner Schul-Denkweise. Ich bin froh dass ich die Schule gewechselt hatte und dadurch meine Denkweise wieder normal wurde und ich in der Schule wie zu Hause denken konnte.

Nach dem Abschluss weiß ich noch von der alten Schule, dass 1-2 Muslima direkt verheiratet wurde, von einer habe ich nie wieder was gehört.

Der Kindergarten und die Schule sind der Anfang unseres Lebens wo wir uns täglich aufhalten und aufwachsen. Diese Einrichtungen prägen uns.

Ich will nicht wissen was heut zu Tage an den Schulen passiert, alleine daran zu denken macht mir Angst. Wir Deutschen bekommen unsere freiheitliche Einstellung dort abtrainiert und lernen das Leben der Muslims mit zu leben. Unsere Eltern werden nicht gefragt und wir starten in das Leben und verändern unsere Kultur unbewusst, weil wir es nicht anders kennen. Wir wachsen nicht mehr in der Kultur unserer Eltern auf. Unsere Denkweise ist anders. Ich finde das schrecklich: Zu meiner Schulzeit wusste ich mehr über die Religion und die Kultur des Islam als über meine eigene. Wie kann sowas sein, das ist doch mein Land! Ich habe mir die Sprache Deutsch wieder angewöhnt, habe mir wieder angewöhnt akzentfrei, deutsch zu sprechen.

Jemand aus der Initiative hat folgende Erfahrung gemacht: Eine irisch-deutsche Familie mit 3 Kindern zog von Irland nach Deutschland, da der Vater hier einen Job angeboten bekommen hatte. Die Familie kaufte ein Haus und waren für fast 2 Jahre hier in Deutschland. Die zwei älteren Kinder gingen schon auf die weiterführende Schule. Dann wurde die jüngste Tochter in die 1. Klasse einer Grundschule eingeschult. Eines Tages wurde die Mutter von der Arbeit aus angerufen und gebeten unverzüglich zur Grundschule zu kommen, da etwas passiert sei. Die jüngste Tochter, die in der Grundschule war, war mit ihrer Freundin die einzigen zwei Mädchen in der Klasse. Sie hatten beide blonde Haare und blaue Augen. Die Grundschule wurde in diesem Fall auch von Flüchtlingen dominiert. In Ihrer Klasse waren vor allem Flüchtlinge und Ausländer mit muslimischem Glauben. Als die Mutter in der Schule eintraf fand sie ihre Tochter mit ihrem aufgeritzten T-Shirt vor, an ihrem Bauch war ein leicht blutiger Kratzer zu erkennen. Die Mutter war total geschockt, das Schlimmste war für sie, dass ihre Tochter nie etwas erwähnt hat. Ein Junge muslimischer Herkunft hat die Tochter mit einem Messer bedroht und verletzt. Die Lehrerin teilte Ihr außerdem mit, dass ihre Tochter und die Freundin öfters gemobbt, geschubst, spielerisch geschlagen werden von den Jungs aus der Klasse. Als die Mutter mit ihrer Tochter zu Hause war, fragte sie ihre Tochter, warum sie nie etwas gesagt hat. Die Mutter hat alle Kinder so erzogen, immer die Wahrheit sagen zu können, egal was war, sie konnten immer zu ihr kommen. Die kleine Tochter erzählte, dass sie es als etwas Natürliches empfunden hat, was ihr und ihrer Freundin alltäglich passieren würde. Sie sagte noch, dass beide oft auch als ,,Kartoffelfresser“ beleidigt wurden und auf dem Schulhof von muslimischen Mädchen beschimpft wurden. Die Tochter wurde dann psychologisch behandelt. Der Psychologe sagte, dass sie in einer parallelen Identität sei. Die Mutter tat sie dann auf eine Waldorf-Schule. Ihre Freundin musste alleine zurück in die Klasse, da die Eltern keine Möglichkeit und kein Geld hatten für eine Waldorf Schule. Die zwei älteren Geschwister haben dann auch angefangen zu erzählen, was bei ihnen auf der weiterführenden Schule alles passiert. Bei den zwei älteren waren dieselben Umstände, wie ich sie oben schon erzählt habe. Die Mutter hatte Angst um ihre Kinder. Kurz vor den Sommerferien fassten ihr Mann und sie den Entschluss, wieder zurück nach Irland zu ziehen. Somit verkauften sie Ihr Haus und zogen mit den drei Kindern wieder zurück nach Irland, wo sie nicht unter diesen Umständen leben müssen.

Ich möchte mit mir als Beispiel darauf aufmerksam machen, dass wir schon von klein auf im Kindergarten und Schule manipuliert werden. Wir nehmen es als etwas Natürliches an, so abwertend behandelt zu werden. Wir nehmen den Slang an und können uns nicht mal mehr richtig in unserer Muttersprache artikulieren. Durch das und mehr geht unsere deutsche Kultur langsam und unbewusst verloren. Ich bin auch gegen radikal-islamische Lehrer. Sie sind ja ein Vorbild für unsere Kinder, das verändert die Schüler. Sie nehmen alle die islamische Kultur in ihr Leben auf. Natürlich kenne ich auch Lehrer die den islamischen Glauben haben, ohne ihn der Gesellschaft aufzuzwingen, aber von diesen Lehrern gibt es sehr wenig. Ich bin mit vielen Migranten befreundet. Ich teile ihre Furcht vor Menschen, die radikal sind, die unser Land und Kultur nicht respektieren und zerstören.

Wenn du ein Schüler, Student oder schon aus der Schule draußen bist, aber uns trotzdem deine Geschichte erzählen magst, trau dich und schreib uns an. Teile deine Geschichte mit den anderen, gerne auch anonym.

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VIDEO mit Marie A.

REBECCA SOMMER: SEGÍTSÉG, nem bírunk el vele! (Egy németországi önkéntes menekültügyi tanácsadó tényeken és tapasztalakon alapuló jelentése)

Rebecca Sommer nemzetközileg elismert, 2012 óta Berlinben letelepedett német művész, újságíró, fotográfus és sokszorosan kitüntetett filmes..

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2012-ig, Németországba való visszatéréséig, különleges tanácsadói státuszban az ENSZ székhelyén, az ENSZ Gazdasági és Szociális Tanácsánál (ECOSOC) dolgozott, valamint Genfben, az emberi jogokért, különös tekintettel az őslakos népekre és a nemzetközi jogokra.

Több mint egy évtizeden át dolgozott együtt az ENSZ Emberjogi Főbizottságánál (UNHCHR) és az ENSZ Őslakosok Kérdéseivel Foglalkozó Állandó Fórumával (UNPFII), valamint menekültekkel és az ENSZ Menekültügyi Főbizottságával (UNHCR).

Több mint egy évtizeden át vett részt az őslakos jogok deklarálásáról szóló ENSZ-tárgyalásokon, az “Egyesült Nemzetek Nyilatkozata az Őslakos Népek Jogairól” elnevezésű nyilatkozat elkészítésében, melyet 2007-ben az ő közbenjárásának is köszönhetően a legtöbb államban elfogadtak.

Számos bennszülött népet látogatott meg a világ minden táján, emberjogi dokumentációt nyújtott be az ENSZ-hez, kampányokat szervezett, az őslakos népek elleni emberjogi jogsértéseket az ENSZ-hez beadott jelentéseiben, képekben, írásban, filmben tárta fel.

Mivel a civil lakosság elkötelezett szószólójaként rengeteg tapasztalatot gyűjtött, az Egyesült Nemzetek Szervezete őt kérte fel az “Őslakos népek és az ENSZ” című dokumentumfilm elkészítésére.

Ezenkívül 2014-ig részt vett az ENSZ éghajlat-változási keretegyezményének tárgyalásain (UNFCC), és 2014-ig a “Climate Justice Now” tagja volt.

Szerkesztőként dolgozott olyan nagy brit magazinokban, mint a Scene, a The Face and Spirit, ezenkívül az amerikai Black Book és Madison szerkesztőmunkatársa volt. Indiában, Nagy-Britanniában, Brazíliában, Dél-Afrikában és az USA-ban élt és dolgozott.

2012 óta elkötelezett az Európába érkező menekültek emberi jogai iránt, megalapította és vezeti a berlini menekülteket támogató, önkéntesekből álló hálózatot, a “Menekülés+emberi jogok munkacsoportot” (“Arbeitsgruppe Flucht + Menschenrechte” – AG F+M).

 

N.O-S: Rebecca, te éveken át dolgoztál a menekültekkel és a bevándorlókkal, közismert emberjogi aktivista vagy. Már az első nagy migránshullám, 2015 előtt köztudomásúlag amellett kardoskodtál, hogy Németország ezeket az embereket korlátlan számban befogadja. Miért változtak meg a nézeteid?

R.S. Soha nem szálltam síkra a menekültek “korlátlan” Németországba történő befogadása mellett, az nem is működik, hogy egy ország korlátlan módon befogad. Humanista vagyok és emberjogi aktivista. Az első években azt hittem, hogy azok, akik ide jönnek, valódi menekültek, örülnek, hogy biztonságba kerültek, ezért megvan bennük az alkalmazkodás és a beilleszkedés szándéka. De ahogy telt az idő, elérkezett a keserű kijózanodás pillanata. Annyira szembeszökőek voltak a tények, hogy egyszerűen képtelen voltam tovább áltatni magamat.

Az ominózus 2015-ös kölni Szilveszter éjszaka nálam is kiverte a biztosítékot; kénytelen voltam bevallani magamnak, hogy az általam istápolt muzulmánok döntő többsége sem talál semmi kivetnivalót a botrányos kölni eseményekben. Ez volt az a pillanat, amikor azt mondtam magamnak: “Rebecca, be kell húznod a vészféket, egyrészt a női szolidaritás, a kollektív női felelősség miatt, másrészt azért, mert a nők jogaival foglalkozó aktivista is vagy. “ Addig a pillanatig én is ámítottam magam és azzal próbáltam mentegetni a jövevényeket, hogy viselkedésüket és gondolkodási mintáikat eddig az iszlám világkép szabályrendszere alakította, még újak, nem ismerik a mi szokásainkat. Vakon hittem benne, hogy középkori nézeteik idővel majd megváltoznak. Bíztam a szabadságon és az egyenlőségen alapuló európai értékeink integráló erejében és naivan azt hittem, hogy majd ők is lelkesedni fognak értük és boldogan magukévá teszik őket.

Sajnos kénytelen voltam az önkéntes munka ismétlődő tapasztalatainak a hatására belátni, hogy ez nem így működik. A muzulmán menekülteket a mienktől homlokegyenest eltérő értékek mentén nevelik. Kora gyermekkoruktól kezdve intenzív agymosásnak vannak kitéve, gondolkodásmódjukat és világlátásukat teljesen áthatja az iszlám. Minket, hitetleneket kapásból lenéznek. Fennhéjázó és arrogáns viselkedésük gyökerei a vallásukban keresendők. Azt szoktam mondani, hogy már eszmélésük első pillanataiban “kendőt kötöttek a koponyájukba”. Mindezt súlyosbítja a tény, hogy röviddel a megérkezésük után sokan a fundamentalista imámok, a Törökországból, Szaudi – Arábiából stb. importált politikai iszlám hálójába kerülnek, ami erősíti fundamentalista elképzeléseiket és megtiltja nekik, hogy velünk, hitetlenekkel keveredjenek és hogy a mi világnézetünket és a mi tudományos eredményeinket elfogadják. A folyamatokat a német állam már egyáltalán nem tudja kontrollálni.

Leider musste ich aufgrund der sich wiederholenden Erfahrungen mit Freiwilligenarbeit feststellen, dass dies nicht funktionierte. Muslimische Flüchtlinge werden nach Werten erzogen, die sich von unseren eigenen unterscheiden. Sie werden schon in jungen Jahren einer intensiven Gehirnwäsche unterzogen, und ihr Denken und ihre Weltanschauung sind vollständig vom Islam durchdrungen. Wir, die Ungläubigen, werden herabgesehen. Die Wurzeln ihres arroganten und arroganten Verhaltens liegen in ihrer Religion. Ich sage normalerweise, dass sie in den ersten Augenblicken ihrer Erkenntnis „einen Schal in ihren Schädel gebunden“ haben. Dies wird durch die Tatsache verschärft, dass kurz nach ihrer Ankunft viele der fundamentalistischen Imame aus der Türkei, Saudi-Arabien usw. Sie sind in einem Netz importierten politischen Islam gefangen, das ihre fundamentalistischen Ideen verstärkt und es ihnen verbietet, sich unter uns Ungläubige zu mischen und unsere Weltanschauung und unsere wissenschaftlichen Errungenschaften zu akzeptieren. Die Prozesse stehen nicht mehr unter der Kontrolle des deutschen Staates.

Az első eset, ami félig felnyitotta a szememet, 2016-ban történt, amikor egy általam már régóta pártfogolt szíriai csoportról kiderítettem az igazságot. Nyugodtan mondhatom, hogy akkor már a szoros baráti körömhöz tartoztak. Segítettem nekik a menekültjogi eljárások intézésében, levezényeltem a hivatalos ügyeiket, lakást, bútort, számítógépet, bicikliket, ruhát, képzést, kurzusokat, munkát, ösztöndíjat szereztem nekik, rengeteg szabadidőmet áldoztam az egyes esetekre. Aztán egyszercsak rájöttem, hogy ezek az emberek egy kétszínű játékot, az ú.n. taqiyyát játsszák velem. Becsaptak és én nagyon csalódott voltam. Pedig a régi, arab és a kurd ismerőseim figyelmeztettek a muzulmán taqiyyára, a szent hazugság, a megtévesztés stratégiájára, amit nemcsak a háborús övezetből érkező emberek, de azok is bevethetnek, akik a muzulmánok elől menekülnek. Sokáig nem akartam komolyan venni a figyelmeztetéseket. És egyszer csak kiderült, hogy ezek az emberek, akiknek minden problémáját megoldottam, akik együtt ettek, nevettek és táncoltak velem, akik nem imádkoztak, nem jártak el a mecsetbe, Ramadan idején nem böjtöltek és látszólag kinevették a fundamentalista, vallási fanatikus muszlimokat, a hátam mögött, amikor a kertemben üldögéltek, “ostoba, német lotyónak” neveztek.

Der erste Fall, der mir auf halbem Weg die Augen öffnete, war 2016, als ich die Wahrheit über eine syrische Gruppe herausfand, die ich seit langem bevormundet hatte. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass sie bereits enge Freunde waren. Ich half ihnen bei ihren Asylverfahren, leitete ihre offiziellen Angelegenheiten, Wohnungen, Möbel, Computer, Fahrräder, Kleidung, Schulungen, Kurse, Arbeit, Stipendien und opferte für jeden Fall viel Freizeit. Dann wurde mir gerade klar, dass diese Leute mit mir ein Zweifarbenspiel namens Taqiyya spielen. Sie haben geschummelt und ich war sehr enttäuscht. Meine alten arabischen und kurdischen Bekannten haben jedoch vor muslimischem Taqiyya gewarnt, einer Strategie heiliger Lügen und Täuschungen nicht nur von Menschen aus dem Kriegsgebiet, sondern auch von denen, die vor Muslimen fliehen. Lange wollte ich Warnungen nicht ernst nehmen. Und es stellte sich plötzlich heraus, dass diese Leute, die ich jedes Problem löste, die mit mir aßen, lachten und tanzten, die nicht beteten, nicht in die Moschee gingen, während des Ramadan nicht fasteten und anscheinend über die fundamentalistischen, religiösen fanatischen Muslime lachten. hinter ihnen, als sie in meinem Garten saßen, nannten sie mich „dumm, deutscher Lothian“.

Az eset nemcsak nagyon fájt, mert tényleg megbíztam bennük, hisz egyszerre voltam megmentőjük, barátnőjük, nővérük és anyjuk, de újabb lökést adott ahhoz, hogy észhez térjek. Annak az idealizmusnak és reménynek a testet öltött, élő példái voltak, hogy az integráció igenis lehet sikeres és hogy a nyugati orientációjú, meg az arab-muzulmán emberek között létrejöhet az igaz barátság. Hisz mást sem tettem, csak segítettem, védtem, támogattam őket és őszinte, baráti érzelmeket tápláltam irántuk. Tárt karokkal fogadtam őket Németországban és ők cserébe, köszönetképpen beszenyeztek:szavakkal, gondolatokkal és tettekkel is.

Azóta dossziéba gyűjtöm az általam feldolgozott esetek dokumentációját, most már sokkal kritikusabban és élesebb szemmel figyelem a rám bízott menekülteket, későbbi sorsukat és pályájukat, de ugyanígy figyelemmel követem a többi önkéntes segítő sorsának alakulását is. Sajnos nagyon sok elkötelezett segítő a fentihez hasonló tapasztalatok miatt már bedobta a törölközőt. Az új jelentkezők ugyanolyan naivak, mint amilyen gyakran én voltam, az elején. Minden esetre a média híreszteléseivel ellentétben ma már sokkal kevesebb önkéntes segítő jelentkezik. Mások, akik hozzám hasonlóan már régóta tartják a frontot, intézményes keretek között folytatják a munkát és pénzt keresnek az elkötelezettségükkel. Tőlük nem is lehet elvárni, hogy őszintén, illúziórombolóan beszéljenek a helyzetről, hiszen ez ellenkezne az érdekeikkel.

N.O-S.: És milyen képet tükröznek a dokumentációk?

R.S.: Sok menekült még mindig nem dolgozik, rosszul beszélnek németül, kizárólag egymás társaságát keresik, alig, vagy egyáltalán nincsenek német barátaik. Mások bűnözők lettek, vagy radikalizálódtak és később azt is hallottuk, hogy azok, akik korábban Al-Nusra- vagy ISIS-harcosok voltak, mind a mai napig csodálattal tekintenek ezekre a szervezetekre.

Noha vannak kivételek is, akik dolgoznak és megtanultak németül, nagy általánosságban az a jellemző, hogy a többség nem tudja megtagadni azt a bizonyos koponyába növesztett kendőt, azt a gőgös, áldatlan nézetet, hogy a muzulmán az valami nálunk sokkal jobb és magasabb rendűbb. Menet közben elment a kedvem attól, hogy ezekkel a patriarchátust erőltető emberekkel önkéntes alapon foglalkozzam, lelohadt a lelkesedésem és alaposan meggyengült az ügy iránti elkötelezettégem is.

“Most már átlátok a szitán és tudom, milyen rugóra jár az agyuk. Tovább viszem ugyan a megkezdett eseteket, de már csak olyan újakat veszek fel, akik az én megítélésem szerint is menekültek, valódi menekültek, akiknek tehát minden okuk megvolt arra, hogy a mi szekularizált államunkban keressenek menedéket, egy olyan országban, ahol a nők és a férfiak egyenlőségét törvény határozza meg, ahol az embereknek szabad disznóhúst fogyasztani és ahol a strandon még meztelenül is lehet napozni. Itt kezdődik a mi szabadságunk, egy nehezen kivívott, értékes és nagyon sebezhető szabadság. Szomorú belegondolni, hogy hirtelen milyen sok elkendőzött agyú idegen lepett el minket és hogy pusztán a létszámuk miatt is mennyi minden máris megváltozott nálunk. Mert a változás szemmel látható. Nem csoda, hogy már nagyon óvatos és rendkívül bizalmatlan vagyok. Üdvös lenne, ha a később érkezők nem itt, hanem muzulmán országokban kérnének menedékjogot, ha ott keresnének munkát és jobb életet, ahelyett, hogy a nőellenes, középkori értékrendszerüket itt akarnák ránk erőltetni, hogy ezzel hosszú távon mindannyiunknak csak ártsanak.

Most már főként csak olyan nőknek és vallási kisebbségeknek segítek, akik muzulmán országokból kénytelenek menekülni: politikai üdözötteknek, újságíróknak, hitükből kitért, életveszélyben lévő, volt muzulmánoknak. A legszívesebben nőknek segítek, örülök, ha azt látom, hogy sokan most, a Németországban megszerzett új anyagi biztonság birtokában már be merik adni a válópert és ki mernek szállni egy elviselhetetlen kapcsolatból. Kényszerházasság áldozataiként mosolyogva kellett kiszolgálniuk egy fél életen át azt, akit titokban szívből gyűlöltek.

Ezekben a házasságokban nagyon sok a pszichikai és a nemi erőszak. A nőnek nincs emberi értéke, nem partner, csak szexuális élvezeti cikk, munkarobot és valamiféle szülő- ellőgép. Egy rendes, jó muzulmán asszonynak ugyanis ezek a legfőbb életfeladatai. A muzulmánok ugyanúgy semmibe veszik az asszonyaikat, ahogy minket, hitetleneket is semmibe vesznek. Vannak ritka kivételek, találkoztam nagyon aranyos párokkal is, de a legtöbbjükre mégis a felsoroltak a jellemzők és ez igaz a német útlevéllel rendelkező muzulmánokra is. Viselkedésükhöz az iszlám adja az útmutatót. Kötelességemnek érzem, hogy leadjam a figyelmeztető jeleket. Eleget láttam, hallottam, tapasztaltam. Tényekről beszélek, nem véleményekről.

N.O-S: Említetted a taqiyya fogalmát. Hogyan értelmezed és mikor, hogyan szembesültél vele először?

R.S: A legtöbb európai még nem hallotta a taqiyya szót; az érdekérvényesítéshez szükséges, vallásilag indokolt és vallási dogmákkal szentesített szent hazugság alapelvéről van szó. Azokat, akik tájékoztatnak róla, azonnal megbélyegzik, befeketítik, lerasszistázzák, még akkor is, ha a felvilágosítók ugyanabból a kultúrkörből származnak, mint a bevándorlók, ha tehát szintén muzulmán menekültek. A “taqiyya” szó szerinti jelentése: “megtévesztés”. Ez az alapelv a gyakorlatban azt jelenti, hogy egy muzulmán nyugodtan hazudhat és a bolondját járathatja a nem muzulmánokkal, ha ez az iszlám és a muzulmán közösség ügyét szolgálja. Meghatározott körülmények között a velünk szemben alkalmazható hazugságmódszerek több, vallásilag koordinált formája is használható, de a taqiyya a legelterjedtebb. Ezek a módszerek jellegzetes módon az iszlám és az ummához (muzulmán vallási közösséghez) tartozó muzulmánok érdekeit szolgálják – például úgy, ha a behízelgő hazudozások segítségével megnyernek, maguk felé hangolnak egy hitetlent. A nem – muszlimokat, mondják, ezzel a módszerrel lehet a legjobban elgyengíteni, sebezhetővé tenni, végül legyőzni.

A bizalommal való szándékos visszaélés tehát előre megjósolható. Egy muzulmán becsaphat és hazudozhat a hitetleneknek, mert szerintük ez addig nem ítélhető el erkölcsileg, amíg a muzulmán ezzel a stratégiával a saját és a maga személyén keresztül a vallási közösség, az umma javait gyarapítja. Nincs oka szégyenkeznie miatta, ellenkezőleg. Ha a hitetlenek kihasználása (legyőzése) a cél, a muzulmánok barátságot, sőt szerelmet is színlelhetnek, de csak addig, amíg a szívük “kemény” és az érzelmeik megjátszottak. Mindezt vegyék a nők, akik muzulmán férfival kezdenek viszonyt, nagyon komoly figyelmeztetésnek. Ezt az információt olyan politikusok, befektetők és vállakozók figyelmébe is ajánlom, akik iszlám, vagy az iszlámmal átitatott szervezetekkel, szövetségekkel kötnek szerződést, ugyanis a taquiyya miatt semmilyen, még az Allah nevében tett eskünek sincs súlya és kötelező ereje: Allah a hitetlenek átverését szolgáló hamis eskü alól nemcsak felmentést ad, de érvénytelennek tekinti, sőt egyenesen elő is írja azt. Eskütétel közben egyetlen feltételnek kell csak teljesülnie: a hazudozónak szívvel-lélekkel csakis a Koránban és Allahban kell hinnie. A taqiyya még azt is lehetővé teszi, hogy egy muszlim megjátssza a hitetlent. A megtévesztés érdekében bármit mondhat és tehet, ha ezzel egy nem-muszlim személy bőre alá tud bújni. Vagy ha egy ország bizalmába tud férkőzni. Merjük csak végiggondolni egy kicsit, hogy miféle vallásos ideológiával van itt dolgunk!

Úgy tudom, a taqiyya a siíták találmánya, de – noha ezt vehemensen tagadják – főként a szunniták szokták igencsak nagy előszeretettel bevetni. Még azt is megengedik maguknak, hogy “haram”, tehát tisztátalan ételeket fogyasszanak, vagy hogy eljátsszák az ateistát. Tehát legyünk tudatában annak, hogy a muzulmán országokban a nem-muszlimoknak tett valótlan állításokat nem ítélik el. A jóhiszemű, önkéntes német segítők most olyan szokásrendszerrel futnak szembe, amit jóformán fel sem fognak! Csak a menekültekkel való mindennapi foglalkozás során derülhetett ki, hogy nagyon sok menekült – nem mindegyik, természetesen – de túlságosan sokan, szándékosan megtévesztenek, manipulálnak minket, hogy minél jobban ki tudjanak használni és hogy minél több nagylelkű támogatást szerezhessenek. Ami a legkiábrándítóbb, hogy mindeközben gondosan eltitkolják, mennyire fundamentalista vallási meggyőződéssel rendelkeznek, mennyire elutasítják a mi értékrendszerünket és társadalmunkat.

Az általuk előadott mese majdnem mindig ugyanaz: hogy orvostant, jogot, informatikát tanultak, hogy a szüleik már nem élnek, hogy a Törökországban hátrahagyott kiskorú testvéreik az utcán koldulnak és éheznek és segíteni kell nekik, hogy utánuk jöhessenek, vagy hogy a háborúban az egész családjuk elpusztult. Máskor a magát szekulárisnak és mérsékelten modernnek feltüntetett férj könyörög, hogy mentsük ki, hozzuk ide az ő imádott feleségét, (aki a nyugati nőkhöz hasonlóan, szabadon szeretne élni) és kicsi gyermekeit. Aztán egyszercsak megjelennek Németországban a nagybácsik, a nagynénik, a szülők és kiderül, hogy az egész halott család mintegy 15 élő főt számlál és legalább három lakást igényelnek. Megérkezik a kistestvér, a szülők egy kicsit sem halottak, biztonságban élnek Törökországban, és a mesével ellentétben egyszer csak az is kiderül, hogy szegény öcsike AL-Nusra harcos volt Szíriában és minden volt, csak rászoruló nem, a nagytestvér pedig minden, csak nem reformált muszlim. Vagy kiderül, hogy a diploma fekete piacon vásárolt okmány. Vagy kiderül, hogy a család szűkösen ugyan, de biztonságban élt Szíriában és azért jönnek ide, hogy jobb életük legyen. Vagy egy sikeres családegyesítés után a magát mérsékeltnek, szekularizáltnak kiadó muzulmán férj elédáll és azt kéri, hogy segíts neki kihozni a másik feleséget és a másik feleségtől származó gyerekeit is. A szeretett, modernitás után vágyakozó feleség egy szép napon mélyen lefátyolozva megérkezik és zokogva meséli el, hogy boldogtalan, mert a férje üti-veri őt és mindent megtilt neki, ugyanis mélyen vallásos muzulmán. Ezekből a történetekből megtanultam, hogy a muzulmánoknál a naiv hiszékenység kihasználása, tehát az ő felfogásukban egy gyengeelméjű kihasználása egyáltalán nem számít gonoszságnak, vagy erkölcstelennek.

Tény, hogy ezekkel az iszlámmal átszőtt társadalmakban az erősebbnek van tekintélye és ha nem muzulmánként önzetlenül, szívből segítesz, az egyszerűen nem harmonizál az ő világról alkotott felfogásukkal. Az ő szemükben akkor te csak egy buta, gyenge senki vagy. Mert ez vagyunk a szemükben: a buták és a gyengék pusztulásra ítélt társadalma.

A legtöbb nyugat-európai ezt azért nem érti, mert erre nincs példánk, ez nem egyeztethető össze a mi megreformált, felvilágosodott, keresztény- humanista értékrendszerünkkel, a nyugati kultúra alapjával és lényegével. Természetesen személyekre lebontva van köztük, ismerek nagyon sok kivételt is, de ezek a kivételek sajnos erősítik a szabályt. Helyesnek és fontosnak tartom, ha a muszlim menekültekkel való munka során minden egyes személlyel külön foglalkozunk, én továbbra is ezt teszem, és vannak muzulmán barátaim. De ha valakinek a szavak, vagy a viselkedés és a tettek szintjén gyanússá válik valami, akkor éppen a taqiyya miatt, legyen éber és nagyon óvatos.

N.O-S: Menekültotthonokban vagy önkéntes segítő. Mi az, ami ezeken a helyeken feltűnt neked?

R.S. : Az otthonokban összegyűlt emberek különböző régiókból és kultúrákból érkeznek, különböző vallások képviselői. A többség muzulmán, de vannak, akiket a muzulmánok nyomtak el, üldözték, megerőszakolták, megkínozták őket, falvaikat leégették. Az otthonokban éppen ezért sokszor pattanásig feszült a légkör, szikrázik a levegő. A leggyakrabban előforduló eset, hogy a muzulmán migránsok elnyomják, vagy legalábbis semmibe nézik a nem – muzulmánokat. Az otthonokban a muzulmánok képezik az abszolút többséget. Sokan azt hiszik magukról, hogy egyfajta “Übermenschek” és mindenkit, akik nem tesznek hitet az iszlám mellett, alattvalónak tekintenek. Kis helyen a konfliktusok gyorsabban kiéleződnek. Adódnak például helyzetek, amikor nem engedik meg, hogy a nem-muszlimok velük egyidőben használják a konyhát és a mosóhelyiséget, arrogáns, vagy kifejezetten agresszív módon zavarják ki őket.

Mint mindig, ennek az ellenkezője is előfordul, főleg a nők között: az eltérő nyelvi – és vallási régióból érkező nők szívesen barátkoznak egymással, szívesen főznek együtt, már csak azért is, hogy ne maradjanak egyedül a férfiakkal. A muzulmán férfiak rendszeresen inzultálják a nőket, az egyedülálló muzulmán nőket is, és voltak eseteink, amikor még a török, arab, vagy roma migrációs háttérrel rendelkező biztonsági őrök is részt vettek az ilyen ügyekben.

Ilyenkor is megfigyelhető, hogy a muzulmánok, mindegy, milyen országból érkeznek, konfliktusos helyzetben azonnal összezárnak a többiekkel szemben.

Volt egy esetünk, amikor az őrszolgálat egy Eretriából származó menekült nőt molesztált. Értesítenünk kellett a rendőrséget, de nem történt gyakorlatilag semmi.

N.O-S: Ezekre a zaklatásokra az önkéntes segítőket is figyelmeztetted. A sajtóban viszont semmit sem lehet hallani erről a témáról. Miért nem?

RS: Gyakran előfordul, hogy az önkéntes segítőket is zaklatják, de egyikünk sem jelentette az esetet, mert senki nem akarja, hogy rásüssék a “menekültellenes” stigmát és később senki nem akar magának gondot az otthonokban. Ilyenkor ugyanaz a mechanizmus lép életbe, ami hosszú ideig nálam is működött, az örökös, mindent megmagyarázó mentegetés: még új a fickó, nem ismeri ki magát, nem érti a mi kultúránkat. Végül az ilyesfajta viselkedés felmentést nyer, anélkül, hogy nevén lenne nevezve a probléma, t.i. hogy az iszlámnak köszönhetően ezek a felsőbbrendűségi érzéstől áthatott fickók a nőkkel és a nem-muzulmánokkal szemben bármit megengedhetnek maguknak. Főleg az európai “lotyókkal” szemben, mert pontosan ezt gondolják a nyugati nőkről, ezzel az elképzeléssel érkeznek meg hozzánk a hazájukból. Az én csoportomban rendszeresen ismétlődnek a molesztálások, főleg azokkal az önkéntesekkel szemben, akik németül tanítják a migránsokat és hetente többször négyszemközti kapcsolatba kerülnek velük.

Egy példa: miután egy önkéntes tanárnő három hónapon át, hetente kétszer másfél órában németre tanított egy szíriai férfit és mert meg volt győződve róla, hogy minden sikeresen, jól működött, elfogadta a tanítványa ebédmeghívását. Ez egyszerű, normális, emberi gesztus volt a részéről, úgy gondolta, hogy a férfi így akarja kifejezni a háláját és meg akarja köszönni az önkéntes tanárnő támogatását. A férfi viszont azt hitte, hogy a “lotyó” azért mondott igent, mert szexelni akar vele. A nő nem tudta, hogy ebben a kultúrkörben a férfiak legtöbbje őt hitetlen, illetlen, a férfinak mindig rendelkezésre álló szexuális tárgynak tekinti, ugyanis a migránsok, főleg kezdetben, nagyon megnyerőek, udvariasak és tisztelettudóak tudnak lenni. Tehát sokan közülük ismerik a mi illemszabályainkat, éppen csak a már említett taqiyyat működtetik. Az önkéntes fiatal tanárnőt akkor érte a kellemetlen meglepetés, amikor a jól sikerült ebéd után el akart búcsúzni a tanítványától, mire az addig barátságos, udvarias menekült váratlanul színt váltott és a hajánál fogva kiráncigálta őt a fürdőszobába. Mert nem bírta felfogni, hogy a nő el akar menni: hogy mer ilyet akarni a kurva, akkor miért ment fel hozzá a szobájába, egyedül?!

N.O-S: Hogyan jellemeznéd a migránsok nőkről alkotott felfogását?

R.S.: Ha megkérdezzük a menekültektől, hogy mi a véleményük az alapvető emberi jogokról, a személyes szabadságról, az önrendelkezésről, a férfiak és nők egyenlőségéről, akkor az én környezetemben nagyjából 75 százalék azt válaszolja, hogy nem ért egyet ezekkel a jogokkal. Éppen ezért nagyon nyugtalanít, amikor azt látom, hogy egyre több fiatal hazai lány és nő teremt partneri kapcsolatot velük. Nem értik a migránsok kultúráját és nem is sejtik, hogyan beszélnek róluk a hátuk mögött. Nem tudják, hogy soknak már van a származási országban hátrahagyott felesége, aki a családegyesítés keretén belül hamarosan meg fog érkezni. Vagy hogy az előre megrendelt, és a családok megegyezésével előkészített házasság leendő menyasszonya, a kiszemelt unokahúg már csak arra vár, hogy beutazhasson Németországba. Az igazság az, hogy a fiatalabb muszlimok eleinte elkendőzik, ill. elárulják a vallásukat: német ételeket és italokat fogyasztanak és kihasználnak minden szórakozási lehetőséget, amit egy nyugati nővel folytatott kaland nyújthat nekik. Az érintett német nők pedig azt hiszik, hogy az ő partnerük kivétel, hogy a hallott történetek légből kapottak és nem felelnek meg a valóságnak.

Ha akad is a muzulmán férfiak között mérsékelten vallásos, akinek sikerül integrálódni és német, vagy más nem-muszlim nőt vesz feleségül, attól tartok, hogy az intoleranciája legkésőbb a saját lányával szemben fog megnyilvánulni. Mert végül is majdnem minden újonnan letelepedett muzulmán férfi egy neki alárendelt muzulmán nőre vágyik, egy fejkendősre, természetesen, egy olyanra, aki nem visel miniszoknyát, kiszolgálja őt, gyereket szül neki, soha nem utasítja vissza, nem haverkodik férfiakkal, aláveti magát a parancsainak, nem hagyja el a házat a ház urának tudta nélkül és mindenben szót fogad és engedelmeskedik neki. Ezekben a házasságokban szó sincs szeretetről. A szeretet az anyát és a nagycsaládot illeti meg. A nő alárendelt tárgy, megszabott feladatokkal. A nyugati nő pedig hintaágy, ugródeszka, akit a végén még lábbal is lehet tiporni. A nyugati kultúrkör női nem igazi, nem tiszteletreméltő “nyersanyagok”, csak lotyók. Lotyók, hisz lefeküdtek velük. Ha viszont a nyugati nő akar szakítani velük, megtörténhet, hogy az életével fizet érte. Ahogy Kandelben is történt. Vagy szakítás után szaglásznak a nő után, vagy nem hagynak ki egyetlen alkalmat sem, hogy ártsanak a hírnevének. És itt is megismétlem, újból, hogy a kivételek erősítik a szabályt. Mert van néhány kivétel is. Majd kiderül, mennyire állják ki az idő próbáját.

Tánc tanfolyamok menekültekkel. Rebecca Sommer igaz

N.O-S: Mi az új bevándorlók nemi összetétele és milyen a képzettségük színvonala? A médiában gyakran elhangzik, hogy háborús övezetekből menekülő nőkről és gyerekekről, magasan képzett szakemberekről van szó.

RS: Az ú.n. menekülők és bevándorlók túlnyomó része férfi és ez vonatkozik a 2015 előtt érkezőkre is, viszont az elmúlt években számtalan családegyesítés történt. Ezen a tényen alapul a migránslobbik mítosza, miszerint Németországba a bombák elől menekül a sok család, nő és gyerek. A 2015-ig tartó, önkéntes tevékenységem idején majdnem kizárólag fiatal férfiak jöttek, sok közülük az én segítségemmel hozta ki a rokonságát és tudom, hogy az ilyen jellegű procedúrák ma is intenzíven zajlanak. A Németországba költözött feleségek egy része időközben megint terhes lett, vagy már terhesen érkezett és a következő gyerek már Németországban jött világra.

Ami a muzulmán és a szíriai menekültek képzettségi szintjét illeti, azokét, akiket 2012 óta fogadunk be, sajnos kénytelen vagyok megállapítani, hogy a többség egyáltalán nem rendelkezik megfelelő szaktudással. Tudom, hogy a sajtó eleinte azt állította, hogy magasan képzett emberek és különböző szakok specialistái érkeznek, de ez az egész egyszerűen nem igaz. Eleinte én magam is terjesztettem ezeket híreket, mert elhittem, amit olvastam és amit a menekültek beadtak nekem. Az a baj, hogy az újságírók többsége egymásról másolja a híreket, csak kevesen járnak utána egy – egy hír igazságértékének, a legtöbben még soha nem kerültek szemtől szembe a menekültekkel. A menekültek képzettségi színvonalával az a másik probléma, hogy ha van egyáltalán végzettségük, akkor az nem kompatibilis a mi rendszerünkkel és mindent elölről kell kezdeniük. Tehát a németországi iskolásokkal azonos helyzetbe kerülnek, még tanulniuk kell, képzést kell szerezniük, be kell fejezniük az iskolát. Ismerek olyat, akinek sikerült végigjárnia ezt az utat és már egyetemen tanul tovább. Csakhogy ez az egész nekünk milliókba kerül.

Nagyon sok esetben azt látom, hogy a szíriaiak többsége nem fogja tudni eltartani a családját. A szomáliaiak, nigériaiak szintén csak nagyon nehezen, ha már a képzettségükről beszélünk. Mindennek a tetejébe nagyrészük rendkívül agresszív, szélsőségesen vallási fundamentalista is. Az Eritreából érkezők többsége békés természetű keresztény, kevés köztük a muzulmán. Kulturális értelemben viszont nagyon különböznek a távol – keletiektől. Az én tapasztalatom az, hogy nem megfelelő az iskolai képzettségük és iszonyatosan lassan tanulnak németül. Ismerek olyat, aki többször megismételt tanfolyam ellenére, még 3 év után is alig beszél németül és ezt is nekünk kell fizetni. Afganisztán, Pakisztán: ugyanaz. Figyelemmel kísérem néhány migráns sorsát – még az ABC-t sem sajátították el. Többségük állami segélyből él és ha megnézem, mennyit fejlődtek 2012 óta, a helyzet siralmas és attól tartok, hogy ez így is marad. Ha orvosok, vagy fogorvosok érkeznek a Távol-Keletről, az ottani egyetemi képzés annyira eltér a mienktől, hogy hosszú időbe kerül, amíg munkába állhatnak.

Természetesen vannak pozitív kivételek is. Egy szír barátom például sikeres vizsgával zárta a képzést és most a nyugdíjbiztosítónál dolgozik. Egy másik éttermet nyitott. Egy diplomás, eritreai muzulmán építészmérnöknek kacskaringós úton ugyan, de sikerült építészmérnöki irodában állást szereznie. Sok migráns nyelvvizsggakurzus után nem a továbbképzésre koncentrál, hanem arra, hogy fizikai munkával kereshessen pénzt. Menekültotthonokban, biztonsági őrként, vagy kisegítő munkásként a Lidl-ben. Mások jogosítványt szereznek és sofőrként dolgoznak, lemondanak az éveket igénybe vevő további képzésekről. Egyik szíriai barátnőm IT szakember, gyorsan talált magának állást és most havi 3000 eurót keres. Érdemes talán itt hozzátenni, hogy a hölgy ateista és következetesen elhatárolódik mélyen vallásos honfitársaitól. Elmondása szerint modernül gondolkodó nőként egy életen át az iszlám igáját nyögte és meggyőződése, hogy “a vallásos muzulmánok mind egyformák”.

N.O-S: Úgy hallottam, hogy a különböző muzulmán országokból idesereglő migránsok veszélyt jelentenek a már itt élő, liberális muzulmánok számára. Igaz ez?

RS: Németországban nagyon sok arab, kurd ill. török migrációs háttérrel rendelkező nő él, akik muzulmán családban nőttek fel, és az évek során már kiküzdötték maguknak az önmeghatározáshoz való jogot. Vannak barátnőim és ismerőseim, akik becsületgyilkosságok elől menekültek el a családjuktól, új személyiséget szereztek maguknak és még mindig bújkálnak, mert likvidálásukról a család nem tett le. És ezek köztünk élnek, itt, Németországban, gondolj bele! A bújkáló nők tanult nők, orvosnők, művészek, tanárnők, szociális munkások, egyetemi oktatók lettek, nem takarják el a hajukat kendővel. Együtt élnek, de nem házasodnak össze a barátaikkal, szórakoznak a szabadidejükben, úgy, ahogyan azt mi is tesszük. És arról beszélnek, hogy az agglomerációban, ott, ahol sok a muzulmán és ahova most az arab országokból érkező migránsok beköltöztek, megint korlátozzák őket a szabadságukban. Ha a fundamentalista muzulmánok rájönnek, hogy egyazon kultúrkörből származnak, leszólítják őket, megjegyzéseket tesznek a szerintük túl nyugati öltözetükre, szidalmazzák, sőt meg is fenyegetik őket.

A frissen bevándorló migráns asszonyok ugyanezt teszik: megfeddik őket, amiért nem viselnek kendőt és amiért nem viselkednek “illendően”. Ez a mi országunk pedig hiányos integrációjukat, maradiságukat honorálandó, rengeteg szociális segélyt utal át nekik, mi pedig tehetetlenül nézzük, ahogy a már integrált embereket fenyegetik, zaklatják, sőt támadják. A visszafejlődés tendenciája is érezhetően erősödik: sokan azok közül, akik már évek óta itt élnek és remekül beilleszkedtek a mi nyugati kultúránkba, újra viselik a kendőt. Megszaporodott a becsületgyilkosságok száma is – ne feledjük, hogy a muzulmán társadalmakban a nő a férfi tulajdona.

Nemrég a Hamburgi Egyetem berkeit rázták meg nyugtalanító események. Az egyetem tavaly októberben kénytelen volt megalkotni és nyilvánosságra hozni a személyes és a vallási szabadság 10 pontos magatartási kódexét, mert a muzulmán hallgatókból álló fiatal férfiak csoportjai elképesztő agresszióval támadták azokat a nőket, akik nem viseltek fejkendőt. A jelenség az egyetem egész működését befolyásolta. Időközben új kihívások elé állították az egyetem vezetőségét: a muzulmán hallgatók követelik a disznóhúsmentes menzák és a nemileg elkülönített imahelyiségek biztosítását az egyetem területén.

Főleg a németországi politikai iszlám próbálja minél jobban betenni a lábát az ajtórésen. Ösztönzésükre a muzulmánok fáradhatatlanul ügyködnek azon, hogy mártírszerepben tűnjenek fel, siránkoznak, panaszkodnak, hogy sértegetik és diszkriminálják őket, mindenért a Nyugatot hibáztatják, aminek végül az a következménye, hogy egyre több engedményt tudnak kicsikarni. Főleg a politikusainktól. Ez órási hiba és rosszul értelmezett tolerancia, mert Németországban senkit nem üldöznek. Viszont senki nem hajlandó észrevenni, hogy így a mi értékeink kerülnek veszélybe, mi vagyunk azok, akiket a muzulmánok diszkriminálnak. Ezen most már időnként nagyon fel szoktam dühödni. Most már jobban sajnálom a németeket és főleg a nőket. Jóhiszeműek, jószándékúak vagyunk és cserébe elveszítjük mindazt, amiért már a nagymamáink is olyan keményen küzdöttek.

N.O-S: Seyran Ates mesélte Berlinben, a liberális mecsetben, hogy Németországban most már a kényszerházasságok is komoly gondot jelentenek.

RS: Nagyon kedvelem Seyran Atest, nagy szívvel megáldott, belevaló, bátor nő. Igen, a törökországi, távol-keleti, balkáni muzulmán közösségek rohamos növekedésével párhuzamosan egyre több kényszerházasság köttetik, terjed a gyerek – és a leánykereskedelem is. Minden ilyen tudomásunkra jutott esetet jelentettünk a rendőrségnek, de a rendőrség tehetetlen. Időnként olyan érvek is elhangzanak, hogy mindez hozzátartozik a muzulmán kultúrához. Ez tehát azt jelenti, hogy egy európai országban hirtelen két jogrendszerrel kell számolnunk! Előfordul, hogy végül maga a házasságba kényszerített lány sem akarja elhagyni a férjét, mert nem ismeri csak a saját honfitársait és azt a szokásrendszert, amiben felnőtt. Valami ilyesmi húzódik meg a háttérben akkor, amikor a német hivatalnokok azzal érvelnek, hogy “náluk márpedig ez így van”.

A tény viszont tény: a lányokat adják – veszik. Szex-és munkaerő rabszolgák, foglyok, akiket szünet nélkül őriznek, vagy szabadságukban korlátoznak. Németországban! Tudomásom van róla, hogy egy lányt 8 ezer euróért értékesítettek. Egy másik esetben Lengyelországból raboltak el egy kiskorú romalányt. És akkor jön néhány politikus – akik az én szememben inkább már csak közönséges banditák – és amellett agitálnak, hogy a kiskorúval kötött házasságot jobb, ha már nem bontják fel, mert az nem tenne jót a már férjhez kényszerített lány lelkivilágának. Ennyi a válaszuk a menekülthullámmal együtt érkező, súlyosbodó problémákra.

Természetesen az is gyakori eset, hogy a kiskorút a kiinduló országban kényszerítik bele a házasságba, Németországba már házaspárként érkeznek. Személy szerint követelem, ragaszkodom a házastársak szétválasztásához: egy kislánynak először is lehetőséget kell adni ahhoz, hogy szabadon fejlődhessen, iskolába járjon. 18 évesen majd eldöntheti, visszaköltözik-e a férfihoz, vagy sem. A törvény értelmében Németországban senki nem kényszeríthet házasságra senkit.

Volt egy esetünk, amikor egy pakisztáni férfi szexuális bűncselekményt követett el egy hat éves kislánnyal szemben, de megúszta feltételes szabadságvesztéssel, mert a bíróság enyhítő körülményként figyelembe vette az elkövető “kulturális – vallási hátterét”.

A másik gyakori probléma a házasságon belüli erőszak. Jellemző történet, gyakran elmesélem: az újonnan érkező családos menekültet a többiek idejében figyelmeztetik, hogy a németek előtt se az asszonyt, se a gyerekeket ne verjék, mert az itt tilos. Ez tehát azt jelenti, hogy egyébként ez náluk teljesen normális viselkedés?!

Egy afganisztáni férfit a felesége ismételt nemi erőszak miatt jelentett fel, de a férfit nem zárták börtönbe, mert, így a bíró: “nem volt tudatában annak, hogy amit tesz, az erőszak és hogy az itt bűntény.”

Az iszlámban a nemi erőszak ugyanis megengedett. A feleségnek minden esetben kötelessége a férj gerjedelmének engedni, kivéve, ha menzesze van, vagy ha beteg. Egyébként tilos nemet mondania. A Korán kifejezetten tartalmaz olyan utasításokat, amelyek a makacskodó asszony megregulázásához az alapos verést ajánlják. Ha bíróságra kerül a sor, a bíró ilyen esetekben a Koránt enyhítő körülménynek tekinti, vagyis ezzel a helytelen, elferdült toleranciával maguk a bírók is hozzájárulnak jogrendszerünk aláaknázásához. Nagyon úgy tűnik, hogy a kettős mércét is egyre sűrűbben alkalmazzák: nálunk a bíróságok inkább baloldali beállítottságúak, sok bíró a migráció elkötelezett híve, ezzel magyarázható, miért nő olyan látványosan azoknak az eseteknek a száma, amikor a menekültek, vagy a migrációs háttérrel rendelkező német állampolgárok tetteik megítélése során megkapják azt a “kulturális bónuszt”, amivel abszolút kivételezett helyzetbe kerülnek. Ezt a “bónuszt” sajnos bírónők is megadják és ezt különösen felháborítónak tartom: nők, akik nők ellen ítélnek!

Volt például egy eset, amikor a bírónő egy brutális nemi erőszak török elkövetőjét nyakatekert magyarázattal ugyan, de végül felmentette. A férfi beszorította az áldozat fejét az ágy rácsai közé, és órákon át brutális nemi közösülést folytatott vele. A törvényszéki orvos egyértelműen megállapította, hogy különösen extrém erőszak történt, a nő két hétig alig tudott járni, testét mindenütt kék foltok borították. A per végén a bírónő a gyanútlan áldozatnak szegezte a mindent eldöntő, beugrató kérdést: “Lehetséges, hogy a vádlott azt hitte, hogy maga is egyetért a történésekkel?” “Lehetséges, válaszolta az áldozat, nem tudja megítélni, hogy a török kultúrkörben az, amit ő egyértelműen brutális nemi erőszakként élt meg, vajon nem “vad szexnek” számít-e.” A fickót azonnal felmentették. Az államügyész konstatálta, hogy az ítélet “a kárvallottat bizonyára arcul csapásként érhette”, másfelől nem lehet büntetést kiszabni, mert nem lehet bizonyítani a szándékosságot. A nemi erőszakért a német bíróságok egyébként is csak ritkán szabnak ki szigorú, végrehajtandó büntetést. Főleg akkor, ha a tettesek migránsok. A nemi erőszakot és más, főbenjáró bűncselekményt később a már említett “menekültbónusszal” kicifrázva ismertetik a nyilvánosság előtt. Lassan ott tartunk, hogy kijelenthető: a törvényeink gyakorlatilag nem működnek.

A másik nagy gond a poligámia. Ezen a területen is megjelentek a magukat politikusoknak nevező illetők, akik amellett szállnak síkra, hogy a többnejűség legyen legális.

N.O-S: És mi van a bűnözéssel?

R.S: Nagyon komoly problémákkal kell szembenéznünk. Csak a saját, általam jól ismert régióról és a hírekből vett információkról fogok beszélni. Hamburgban és Schleswig – Holstein tartományban egy arab családi klán tartja sakkban a környéket. Berlinben egy libanoni klán terjeszkedik, taglétszámuk a szakértők szerint 20 év alatt mintegy 1000 fővel gyarapodott. Főleg, de nem kizárólag a kábítószerkereskedelemben érdekeltek. Kialakult egy párhuzamos igazságszolgáltatás, amivel a jogrendszerünk már nem tud lépést tartani. Úgy tűnik, hogy a bírók, az ügyvédek és a rendőrök is félnek tőlük. A hatóság kezéből kezd minden ellenőrzés kicsúszni.

A klánok a migránsokból is válogatnak. Már 2012-ben is látni lehetett a menekültotthonok előtt leparkoló, nagyméretű autókat, és csak találgatni tudtuk, ugyan miféle rokonok lehetnek azok, akik hol az egyik, hol a másik menekültet szólítják le, majd viszik – hozzák őket. A szociális otthonok önkéntesei és szociális munkásai hamarosan kiderítették, hogy az autóból kiszálló férfiak nem rokonok voltak, hanem a libanoniak, akik piszkos munkák elvlgzlslre mozgósítottk a fiatal migránsokat. A klán mindenütt müködteti a pénzmosodáit, pékségeket, pizzériákat, fodrászüzleteket, sarki boltocskákat, játékszalonokat, shishbárokat üzemeltetnek, amikben a menekültek feketén dolgozhatnak, emellett ellátják a drogfutárszolgálatot. A tévében volt erről egy riportfilm: legtöbbjük továbbra is kapja a szociális segélyt, átverik a szociális rendszert és mi, mi hagyjuk, hogy átvágjanak minket! Igen, röhög rajtunk az egész muzulmán világ! Amint átlátja valaki ezt az egészet…. hát, tényleg nem vagyunk normálisak.

Balkáni mintára felépülő klánokról is tudunk. Sokan menedékkérőként érkeznek, ráülnek az állam zsebére és ott is maradnak. Útlevélhamisítás, lánykereskedelem, futtatás a szakterületük. 12 éves lányokat is áruba bocsátanak, ezek a kislányok a későbbi kényszerházasságok feleségjelöltjei. A családi klánok majd mindegyike él a nemi erőszak, majd a zsarolás eszközeivel, emellett gyerekpornógyártással is foglalkoznak. Van egy 14 éves szerbiai védencem, akit többször is megerőszakoltak úgy, hogy közben az egészet filmre vették. Ez a film az interneten kering. A lányt 10 éves kora óta ismerem, nem tudom szavakba önteni a borzalmat, amit éreztem, amikor tudomásomra jutott, hogy mi történt. Rengeteg további, hasonló esetről tudnék beszámolni. Leveleket írtam a sajtónak, de nem reagáltak rá. A rendőrség nehézségekkel küzd. Kénytelen voltam belátni, hogy azoknak a lányoknak, akikért nem emeli fel a szavát senki, vagy akiknek nincs segítő, támogató családjuk, gyakorlatilag nincs semmi esélyük, egyedül nem tudnak kikeveredni ezekből a helyzetekből.

Mit tudok még elmondani? A törvényeinkkel konfliktusba kerülő emberek jelentős hányada migráns. Személy szerint a szomáliaiakat tartom a legveszélyesebbeknek, vallási fundamentalizmusuk és a társadalmukban megszokott, nőket megvető magatartásuk miatt.

N.O-S: Úgy hallottam, a német iskolákban meglehetősen drámai lett a helyzet. Mit tudsz erről elmondani?

R.S: Amit a negyedikesek körében végzett, legfrissebb kutatások mutatnak, az valóban lehangoló. A városi iskolák tanulóinak több, mint 50 százaléka migrációs háttérrel rendelkezik. Az oktatási színvonal olyan mélyre süllyedt, hogy a tanulmány szerint az a feltörekvő országok színvonalával egyenértékű. A legnagyobb gondot a muzulmán családok gyerekei jelentik, ők teszik ki a bevándorló gyerekek zömét. Úgy vettem észre, az erősebbek szokásjoga dívik és fokozódik az agresszió. Azt tapasztalom és mindenhonnan ugyanezt hallom, hogy a német családoktól eltérően, a muzulmán családoknál a testi fenyítés, az apa és az idősebb fiútestvér verekedő magatartása hozzátartozik a mindennapi élethez. Ebből kifolyólag a gyerekek borzasztóan agresszívek és a konfliktusokat gondolkodás nélkül az öklükkel oldják meg. Természetesen nagyon erős bennük a falkaszellem is. Más kultúrák eltérő neveltetésű gyermekei, akik megszokták, hogy a konfliktusos helyzeteket vitával is el lehet simítani, akiket tehát kiskoruk óta szabad véleménynyilvánításra és toleranciára neveltek, kapásból a vesztesek oldalára kerülnek. Mert ha vitatkozni próbálnak, az a muzulmán gyerekek szemében azt jelenti, hogy könnyű ellenfelek, tehát hogy potenciális áldozatok.

Ha felnőtt keveredik velük nézeteltérésbe, azonnal csoportba verődnek és egyemberként fordulnak a felnőtt ellen, mert a világot ők “a muzulmánok kontra többiek” alaptétele felől értelmezik. Ugyanezt a viselkedést tapasztalom a roma gyerekeknél is. Nagyon sok súlyos testi sértésre került és kerül sor, de a tanárok keze meg van kötve, mert a törvény nem ad lehetőséget sem a fegyelmezésre, sem a nyomásgyakorlásra. A szociálisan kirívó gyerekek számára létrehozott speciális iskolák már tömve vannak és egyébként is hiány van a muzulmán társadalmakban kiképzett tanerőkben, a módszerekben és az eszközökben, amikkel azonnal és hatékonyan reagálni lehetne. Problematikusnak tartom a volt pedagógus menekültek gyorstalpaló tanárképző programját is. Először is azért, mert számtalan menekült tanárnő fejkendőt visel. Ezzel megszegik a semlegesség elvét és negatív mintát nyújtanak. Másodszor: másfél, két év után sem beszélnek kifogástalanul németül és ez magában rejti annak a veszélyét, hogy a gyerekek némettudása is hiányos lesz és megtörténhet, hogy a bevándorlók gyerekei még 10 év után is rosszul fognak beszélni németül. Máris tudnék erre példákat sorolni. Harmadszor ezek az újdonsült tanárok és tanárnők nem ugyanazt a képzést kapták, mint a németországi tanárok. És negyedszer és számomra ez a legaggasztóbb: egyesek bigott módon vallásosak, nem hisznek az evolúcióban, nem fogadják el a tudomány eredményeit, nekik még mindig a Korán a mérvadó. Olyan tanárnőről is tudok, aki vallási okok miatt nem hajlandó a férfi kollégákkal kezet fogni!

Én nem akarok ilyen tanerőket látni az országunkban, az iskoláinkban, ahol a jövőnk cseperedik. Nem akarok csadoros, fejkendős tanárnőket, akik ilyen példaképet nyújtanak, mert a fejkendő ezt adja hírül: “a férfi alattvalója vagyok”. A fejkendő egy hitvallás, egy vallásos ideológia szimbóluma, ami a világot a muzulmán szempontok szerint pontosan kettő, vagy “halal”, vagy “haram” (tiszta- tisztátalan) részre osztja. Ez a szimbólum a hajat szégyenteljes szőrzetté nyilvánítja. Az Isten szerelmére, miért van nekünk ilyesmire szükségünk a mi iskoláinkban?!

N.O-S: Szerinted mi a migrációs politika legnagyobb hibája?

R.S.: Először is az, hogy a politika minden menekülttel úgy bánik, ahogy a bevándorlókkal szokás, tehát nem olyan menedékkérőnek tekinti őket, akik egy ideig nálunk élnek, de amint lehet, majd visszatérnek a saját hazájukba. Akkor viszont kéretik őszintének lenni és menekült helyett következetesen a migráns vagy a bevándorló elnevezést használni, ahogyan azt Lengyelországban teszik. A törvényeket pedig ennek megfelelően át kell fogalmazni, hogy a menedékkérőknek ne kelljen hazudozniuk, illetve olyan új törvényeket kell alkotni, amik lehetővé teszik, hogy csak azokat engedjük be, akikre szükségünk van, másokat pedig bizony nem. Azokat, akik dolgozni akarnak és nem állami támogatásokból megélni.

Hadd említsem meg a menedékjogi eljárás hiányosságait is. A törvény értelmében mindenki csak addig jogosult a menedékjogra, amíg a kérelmét ellenőrzik, elfogadják, vagy elutasítják. Egy ilyen kivizsgálás viszont gyakran nagyon sok időt vesz igénybe. Sokan csak a tartózkodáshoz való hozzájárulást kapják meg, vagyis, ahogy a német tartózkodási jog fogalmaz: a kiutasításra kötelezhető személyek “kiutasításának ideiglenes felfüggesztését”. Ez még nem jelent tartózkodásra jogosító engedélyt, tehát nem indokolja a jogszerű tartózkodást sem. A megtűrt személyek továbbra is kötelezhetők az ország elhagyására. Ha a negatív döntést kézhez kapják, a menedékkérők fellebbezni szoktak. A hosszú, bürokratikus procedúrával évek telnek el, így a fellebbező személy, vagy család további hosszú éveket tölthet az országban, ami viszont már feljogosítja őt, őket arra, hogy a tartózkodási engedélyt megkapják.

A tapasztalat azt mutatja, hogy azok a személyek, akiket egyszer már kiutasítottak és önként elhagyták az országot, három hónappal később újra megjelennek és megint a saját nevükön, ugyanazokkal a papírokkal, újra benyújtják a menedékjogi kérelmet. Így éppen a menedékjogra valóban jogosult igénylőktől veszik el a helyet. Tehát ismétlem: ha egy kiutasított személy önként hagyja el az országot, joga van hozzá, hogy három hónappal később visszatérjen Németországba és újra beadja a menedékjogi kérelmet. Emellett a jelenlegi törvény lehetőséget nyújt arra is, hogy bárki beadja a kérelmet, akkor is, ha olyan országból érkezik, ami biztonságosnak számít. És ezekből az országokból nagy tömegekben érkeznek emberek és a legfurcsább indokokat sorolják fel a menekült státusz megszerzése érdekében, például: “a szomszédunk haragszik, mert elrontottuk a kölcsönkért autóját és nem tudtuk kifizetni neki a javítás költségeit”. Ekkor mozgásba lendül az apparátus és telnek a hónapok, az évek. Valamikor kapnak egy felszólítást, hogy hagyják el Németországot – ilyenkor jön az, hogy a család egyik tagja hirtelen megbetegedik és kiderül, hogy mondjuk pszichés panaszok, vagy idegösszeomlás miatt nem tudnak elindulni, tehát az érintett és népes családjának a kitoloncolása egy későbbi, meghatározatlan időpontra halasztódik.

A hivatalokkal éveken át lehet játszadozni és ha nagy nehezen valamikor mégiscsak sor kerül a kitoloncolásra, három hónappal később újra fel lehet bukkanni. Kiderült, hogy sok migráns több ingatlannal rendelkezik a saját hazájában, és nincs semmi okuk rá, hogy idejöjjenek. Mások a szegénység elől menekülnek, renegeteg a gazdasági menekült, és ezt emberileg meg lehet érteni, de, mint mondtam, a helyzetük nem indokolja a nemzetközi menedékjog megszerzésének szükségességét. Ügyük elbírálása idején szociális segélyből élnek, egy részük emellett feketén dolgozik. Amikor a távozás már nem halogatható tovább és kénytelenek elhurcolkodni, autókaravánokkal indulnak útnak, viszik a nagyméretű autókra felpakolt, nálunk összeharácsolt javakat, amiket majd otthon értékesítenek. Utána sokan menetrendszerűen újra megjelennek és újra kérelmezik a menedékjogot. Ugyanazzal az indokkal, ugyanazzal az útlevéllel, ugyanazzal a névvel. Úgy gondolom, hogy legkésőbb a második alkalommal már nem lenne szabad beengedni ezeket az embereket és sürgősen be kellene fejezni azt a költséges gyakorlatot, hogy újra és újra végigfuttatják a kérelmüket a rendszerben.

N.O-S: Úgy hallottam, készülnek a családegyesítés tervei. Mi a véleményed erről?

RS: Egy hivatalnok elárulta nekem, hogy a következő 3 évben több millió ember fog érkezni Németországba, nemcsak a hátrahagyott családok, de új menedékjogot kérők is. Most már mindenki tudja, hogy az integráció rendkívül problematikusan zajlik, de sok politikusunk még mindig ragaszkodik hozzá, hogy az elmúlt néhány év útján járjunk és előszeretettel puffogtatják a “Nobody is illegal” üres frázisát. Egyetlen kezemen meg tudom számolni, hogy hány menekült integrációja mondható sikeresnek azok között, akiknek az ügyeit én intéztem. Fontosnak tartom kiemelni, hogy integráció alatt nem a kultúrájuk, vagy az identitásuk megtagadását értem, hanem annak az életformának az elfogadását, amiben mi élünk, itt, a kulturált, európai Németországban. Az értékeink elfogadásához az is hozzá kéne tartozzon, hogy ne csak azzal a néhány önkéntes segítővel elegyedjenek szóba, akik a papírjaikat és egyéb ügyes- bajos ügyüket intézik, hanem hogy nyissanak a német civil társadalom tagjai felé is.

Az én környezetemben a többség csak a honfitársaival, vagy más muzulmánnal veszi körbe magát és olyan párhuzamos társadalmakban él, ahol a kulturális – vallási értékeket tartják a legnagyobb becsben. Tehát a mi társadalmi berendezkedésünktől inkább elhatárolódnak. Mivel a létszámuk látványosan nő, már nem is igazán igénylik a beilleszkedést, egyszerűen nincs szükségük rá; a muzulmán tásadalom egyértelműen erősödik. Ezért is tartom prolematikusnak a családegyesítés tervezetét, azt hiszem pontosan itt lenne égető szükség a differenciálásra és annak megállapítására, hogy ki az, aki csak átmeneti menedéket kér és nem akar letelepedni, és mikor beszélhetünk klasszikus értelemben vett immigrációról. Sokkal körültekintőbben kellene vizsgálni, hogy a menekült státusz igénylése valóban indokolt-e. Ha szükség van rá, mobiltelefon, Facebook – és Twitter profil ellenőrzéssel, teljesen mindegy, hogyan. Mert tisztáznunk kell a kérdést: hol és milyen körülmények között él az igénylő hátra hagyott családja?

Nagyon sok olyan kiskorú menekültünk van, akinek a családja biztonságban él és csak arra vár, mikor jöhet Németországba, a gyerek után. Nem értem, miért van erre szükség, hiszen a fiatal nyugodtan visszaköltözhet a nagycsaládhoz, élhetne otthon is jól. Hogy néhányan azért vannak itt, mert a családjuk tervszerűen előre küldte őket, azt pontosan tudjuk. Úgy hallottam, hogy pl. Bejrútban elképesztően sok család vár arra, hogy családegyesítés ürügyén Németországba költözhessen. És ebben az egészben az a legszörnyűbb, hogy az igazi menekültek, akik valóban védelemre szorulnak, mert a hazájukban üldözik őket, például azért, mert más vallásúak, keresztények, jazidok, kitért muzulmánok, hátrányba kerülnek. Nekik azonnal meg kellene adni a menedékjogot. Ehhez képest túl sokáig kell várniuk, hosszú idő telik el, amíg a családjukat kihozhatják és ez borzasztóan szomorú és nagyon nincs rendjén. Már csak azért sincs, mert gyakran a szomszédos muzulmán országokban várakoznak és állandó rettegésben élnek. Velük soron kívül és gyorsított eljárással kellene foglalkozni. Megjegyzendő viszont, hogy legtöbbször ők is családostól érkeznek. Tüzetesebben meg kellene vizsgálni, hogy kik a valódi üldözöttek, kik keresnek átmeneti menedéket és kik érkeznek a későbbi hazatérés és nyerészkedés szándékával. Alapos kivizsgálás nélkül nem lenne szabad családokat ideengedni, mert ha a család egyszer megérkezik, akkor a legtöbbje itt is marad.

A családegyesítés kérdéskörében a legtöbb aggodalomra az adja az okot, hogy a keleti – muzulmán társadalmakban a család patriarchálisan szervezett klánt, nemzetséget, nagycsaládot jelent. A családegyesítéssel párhuzamosan tehát egy olyan iszlamista családrendszert is importálunk, ami erősíti a párhuzamos társadalmakat, számtalan veszély forrása és garantáltan integrációs problémákhoz vezet.

Erre már bőven láttam példát a kíséret nélkül érkező kiskorúaknál: 2,3 év után már egész jól beilleszkednek, az iskolákban német fiatalokkal barátkoznak, a jól képzett német szociális munkások hálózata révén elsajátítják a mi kultúránk és értékrendszerünk alapjait, aztán megérkezik a család és mindaz, amit addig tanultak, lenullázódik. Ezt a jelenséget számtalanszor megfigyelhettük. A nyitott és kíváncsi fiatal egycsapásra megváltozik, hárító magatartást vesz fel velünk szemben, megveti a mi nem-muzulmán életformánkat, mert már a háta mögött áll a család, amelyik mindezt elutasítja.

Röviden összefoglalva: nem akarok egy olyan növekvő párhuzamos társadalom terjedő árnyékában élni, aminek elsőként a nők isszák meg a levét és ami elrabolja a szabadságunkat.

N.O-S: Szerinted mit kellene kezdeni azokkal a bevándorlókkal, akik nem akarnak integrálódni?

R.S. : Erre a kérdésre nem olyan egyszerű a válasz. Aki háborús övezetből érkezik, azt jelen pillanatban nem lehet csak úgy, kihajítani, akkor sem, ha hamisan adta meg az életkorát, vagy bűntényt követett el. Ezt törvénynek kellene szabályoznia: aki bűntényt követ el, aki fegyverrel a kezében mások életét kioltotta, azt ne illesse meg a menedékjog. Aki az államunk ellen dolgozik, azt ki kellene utasítani. De az állam ilyen esetekben gyakorlatilag tehetetlen. Itt van a szírek példája: először a háború miatt jöttek, most pedig azért jönnek, mert azt állítják, hogy Assad- ellenesek voltak és otthon halálos büntetés várja őket. És noha nem egy közülük ISIS, vagy egyéb terrorszervezet tagja volt, vagy itt vált radikálissá, vagy itt követett el bűntényt, a jelenlegi német törvények értelmében nem lehet kitoloncolni őket, ez az opció itt fel sem merülhet.

Továbbá: miben mérjük az integrációt? Csak mert beszélsz németül és dolgozol, még messze nem vagy integrált. Ha elutasítod a mi értékeinket, ha nem vagy lojális a Nyugathoz, Németországhoz, hozzánk, vagy úgy gondolod, hogy Németországnak át kell vennie a muzulmán nézőpontokat, biztosítania kell a te vallásos kultúrkörödnek kijáró extra juttatásokat, ha így gondolod, akkor, szerintem, te nem vagy idevaló.

N.O-S: Véleményed szerint hogyan kellene eljárni az iszlámmal Németországban?

R.S.: További körüludvarlás helyett minden eszközzel akadályozni kellene a politikai iszlám hirdetőit és intézményeit, beleértve számtalan mecsetet is. Olyan törvényekre van szükségünk, amik megszabják, hogy a mecsetekben meddig lehet elmenni, mit szabad prédikálni és főként, hogy mit nem. Addig nem lenne szabad újabb mecsetek építésére engedélyeket kiadni, amíg a már meglévőket nem ellenőrzik és nem tisztázzák, hogy kik a finanszírozók, milyen szervezetek állnak a háttérben. Nagyon sok mecsetben ugyanis kifejezetten felszólítják a hívőket, hogy a hitetlenektől határolódjanak el és ne integrálódjanak. Erről az ARD riportere, Constantin Schreiber a tudósításaiban, számtalan mecset végiglátogatása után világos képet nyújtott. Vannak mecsetek, ahol szándékosan radikalizálják és fanatizálják a híveket, a szakértők már évekkel ezelőtt leadták a figyelmeztető vészjeleket. Török, iráni, szaud – arábiai szervezetek segédkeznek újabb és újabb mecsetek megépítésében, az imámok fizetését is ők biztosítják. Sok imám még németül sem tud. De úgy tűnik, hogy a politikát ez nem érdekli.

Ellenzem az iskolai vallásoktatást is: helyette etikát kellene tanítani. Továbbá ragaszkodnék a fejkendőtilalomhoz a közszolgálat minden területén és az iskolákban: sem a tanárnőknek, sem a tanulóknak nem lenne szabad az iszlamizmus lobogóját viselni.

Attól tartok, hogy a következő választások idején, talán már 4 év múlva, egy új jelenséggel kell majd számolnunk. A muzulmánok előbb vagy utóbb meg fogják alapítani a saját pártjukat és mivel máris kiterjedt szavazóbázissal rendelkeznek, győzelmük garantált. A baloldaliak, a zöldek és tulajdonképpen majdnem minden párt segítségével vallási ízlésüknek megfelelően fogják átírni a törvényeinket és ezeket nekünk majd be kell tartani. Mint tudjuk, nagyon sok muzulmán abból az alaptételből indul ki, hogy a hitetleneket meg kell téríteni, adókat kell kivetni rájuk, vagy egyéb eszközökkel kell alattvalót faragni belőlük. Nagyon sok muzulmán, főleg a politikai, államellenőrző iszlám tagjai, máris azon töri a fejét, hogy hogyan tudná az érdekeit velünk szemben minél jobban érvényesíteni – ezt nem is titkolják. Ha minden így zajlik tovább, egyre több hatalom birtokosai lesznek Németországban. Tudunk olyan Facebook csoportokról, ahol egyértelműen Németország iszlaimizálására szólítják fel a tagokat, ahol olyan utasítások fogalmazódnak meg, amelyek az én véleményem szerint egyértelműen alkotmányellenesek – nagyon sok ilyen jellegű beszélgetés és hozzászólás olvasható. Vagy ahol egy kutya rápisil Izrael zászlójára és ez a kép általános tetszést arat, vagy ahol gyűlölködésre úszítanak és ellenünk heccelik a tagokat. És ezeket a Facebook fiókokat nem távolítják el, ahogyan a szalafisták fiókjait sem! Pedig nálunk kínosan ellenőriznek minden Facebook bejegyzést; azoknak a profilját viszont, akik anti-iszlamista nézeteket vallanak, villámgyorsan blokkolják. Ha nem ébredünk fel, ha továbbra is homokba dugott fejjel élünk, a helyzet tragikus véget fog érni.

N.O-S: Mit szeretnél még Lengyelországnak, nekünk, lengyeleknek elmondani?

R.S.: Maradjatok következetesen hajlíthatatlanok az EU nemzetközi jogi visszaéléseivel szemben, ebben az esetben álljatok ellen a menekültek kívülről rátok kényszerített elosztásának. Minden országnak és népnek joga van eldönteni, hogy milyen vendégeket fogad be. Egyetlen államnak sem kötelessége feladni az önrendelkezési jogát. Az államotok területén élő embereknek joguk van ahhoz, hogy a kormányotok idegenek beavatkozása nélkül vezesse az országot. A nemzetközi jog kimondja, hogy jogotok van a saját politikai utatokat járni, a saját politikai státuszotokat meghatározni és idegen uralom nélkül élni. Az a benyomásom, hogy a kontinensen olyan érdekcsoportok munkálkodnak, amik egy új Európa megteremtését tűzték ki célul, egy olyan szabványosított Európáét, ami a nemzetközi jogot és a választások útján kialakított állam önmeghatározási jogát előbb meggyengíteni, elmosni, végül felszámolni igyekszik.

Ne veszítsétek el a nemzeti identitástudatotokat, szerintem nincs olyan nemzet, nép, csoport, bennszülött etnikum, legyen az olasz, francia, német, vagy lengyel, amelyik életben tudna maradni, ha saját, jól felfogott érdekeit követve nem tud elhatárolódni. Ezzel azt akarom mondani, hogy alaposan fontoljátok meg, hogy kiket fogadtok be. A muzulmán országokból egyre több olyan menekült érkezik, akik valóban üldözöttek. Keresztények, vagy olyan kisebbségi csoportokhoz tartozók, akik a mi nyugati berendezkedésű értékrendszerünkbe jól, vagy jobban be tudnak illeszkedni, és akiket megfelelő támogatással könnyen integrálhattok.

 

VIDEO: „Rechtsstaat so nicht mehr okay“. CHRISTIAN, Theologe, ehem. hauptamtlicher Flüchtlingsbegleiter, Ehrenamtskoordinator und Leiter einer Flüchtlingsunterkunft – von der Initiative an der Basis.

Christian, Theologe, ehem. hauptamtlicher Flüchtlingsbegleiter, Ehrenamtskoordinator und Leiter einer Flüchtlingsunterkunft – von der Initiative an der Basis.

Erfahrungsbericht über einen spezifischen Fall, wo Christian privat, also ausserhalb der Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten, von einem Afghanen in der Bahn und auf dem Bahnsteig im öffentlichen Raum angegriffen wurde – und wie sich das Rechtssystem dazu verhalten hat.

Videolink: https://www.youtube.com/watch?v=0-355StAETw

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BERNWARD BODEN: Erfahrungsbericht eines pensionierten Polizeibeamten und Kriminalermittlers aus NRW – Teil II Flüchtlinge, Einwanderer (Initiative an der Basis)

Erfahrungsbericht von Bernward Boden,  pensionierter Polizeibeamter und Kriminalermittler aus NRW.

Flüchtlinge, Einwanderer, Integrierte  – Teil II

von Bernward Boden

Erfahrungen mit unterschiedlichen Einwanderergruppen und Flüchtlingen

Bernward20und20AlteUniform20ca197520001Etwa ab Ende der 80er Jahre war ich regelmäßig auf Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft Einwanderer in NRW deren Gast und diskutierte und überlegte mit. Ab den 90er Jahren machte ich auch im entsprechenden DGB Arbeitskreis in Köln mit. Ich saß dort zusammen mit – vor allem – türkischen Einwanderern, wusste aber von fast allen nicht, ob sie neben ihrem grünen Engagement noch andere Interessen verfolgten.

Das ergab sich erst durch viele Gespräche mit einer grünen Ratsfrau, Sengül S., die mir vertraute und wohl auch froh war, jemanden kennenzulernen, der durch die Tätigkeit und Ausbildung der Polizei einen objektiven, fundierten Blick auf die Bandbreite der Flüchtlinge und Einwanderer zu haben schien.

Und darum lernte ich das Thema Einwanderung von verschiedenen Seiten kennen. Ich erfuhr von den massiven Verfolgungen der Armenier, ich erfuhr davon, dass Aleviten und Derwische in der Stadt Dersim lange Zeit im Übergang vom Osmanischen Reich zur Türkei Kemal Atatürks leiden mussten, verfolgt wurden, ihre Dedes und Pirs verfolgt und ein wichtiger Repräsentant auch ermordet, sprich hingerichtet worden war, weil man ihm unterstellte, Terrorist zu sein. Sei sei das auch Jahrzehnte später in der Türkei noch. Man erfuhr, wie in der militärischen Diktatur der Türkei in den 80er und 90er Jahren noch Menschen verhaftet wurden, Angehörige von Menschen, die deshalb aus der Türkei nach Deutschland geflohen waren, aber hier das Problem hatten, von Ausländerfeinden abgelehnt zu sein. Ich wollte das in jedem Fall durchbrechen, freundlicher Ansprechpartner sein. So arbeitete ich weiter in diesem Bereich und ergänzte damit meine Tätigkeit bei den Kritischen Polizisten, die bekanntlich die Aufarbeitung der Rolle der Polizei im NS-System forderten, und darüber hinaus auch zahlreiche Punkte benannten, in denen die Polizei zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt wurde. Hier sind die Atomtransporte zu nennen, aber auch Großobjekte wie Wackersdorf, die nicht wirklich demokratisch zu Stande zu kommen schienen.

Hauptfunkstelle

Ich schlussfolgerte, dass türkisch-alevitische Flüchtlinge, die – einmal anerkannt – hier Fuß gefasst hatten, sich schnell weiterbildeten, die deutsche Sprache gut lernten, einen hohen Bildungsstand hatten, Geschäfte betrieben, Gastronomie, Literatur, Sozialarbeit und Gewerkschaftsarbeit. Viele dieser privaten Kontakte hatte ich. Und so begegnete ich denen, die mir beruflich begegneten, weil sie Opfer von Straftaten, Zeugen oder auch gelegentlich Konfliktpartner in Streitigkeiten, stets mit dem offenen Interesse, das sie m.E. verdienten.

Schnell konnte man aber dann auch Spreu vom Weizen trennen. Ich stellte fest, dass türkisch-islamische Geschädigte sehr ängstlich waren, was Polizei betraf. Hingegen Tatverdächtige sehr machomäßig auftraten oder gar nicht erst der Vorladung folgten; das war im übrigen ihr gutes Recht. Es fiel mir nur auf, dass stets bestimmte Anwälte sie vertraten, die wohl dazu rieten, gar nicht erst mit dem Kriminalbeamten zu sprechen.

2013-08-08 11.09.04 copyGleichzeitig ergab sich aus meiner beruflichen Erfahrung, dass ich täglich Hunderte von Strafanzeigen in unserem Großraumbüro – und ich später wieder im Einzelbüro – bearbeitete, in denen zwar Täterbeschreibungen gewisse Zuordnungen möglich machten, aber letztlich nichts ermittelbar war; zumal in den 90er Jahren und in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts bis etwa 2012 die Staatsanwaltschaften und Gerichte sehr lange brauchten, um Öffentlichkeitsfahndungen mit Bildern aus Überwachungskameras zu erlauben. Manchmal dauerte das Wochen und Monate. Selbst die Recherche innerhalb der Behörde mit Täterfotos war oft ein schwieriger Umstand, wenngleich viele Bezirksbeamte viele „Pappenheimer“ von wiederholten Sichtungen kannten oder erkannten.

Es gab ein paar Gruppen, die immer wieder straffällig und verdächtig waren. Aber sie zu nennen, fällt mir auch hier in diesem Text schwer. Wirft die Presse und werfen die „Aktivisten“ der Linken uns doch vor, Vorurteile zu schüren.

2010-05-15 15.47.32Aber was macht man denn, wenn eine „Familie“, also Erwachsene und Kinder, die nicht mal die Kinder der Erwachsenen sein müssen, immer wieder bei Diebstählen, Kellereinbrüchen, Laubeneinbrüchen auffallen? Wie geht man damit um, dass bei DNA-Untersuchungen an Einbruchstatorten mir mal einer aufgefallen ist, der 450mal in ganz Europa Einbrüche begangen hat, ein Rumäne mit diversen Identitäten, der überall seine Spuren hinterließ, und der am Ende durch meine Ermittlungen auch in den Verdacht kam, an zwei Tatorten in Tötungsdelikte involviert zu sein.

Wer diese Zeilen liest, wird sich die Frage stellen, was denn genau mir auf den Nägeln brennt bezüglich der aktuellen Einwanderungszahlen nach 2012 bzw. 2015, als die Bundeskanzlerin Art 16a GG und Dublin III mal eben aufkündigte, und das ohne Parlament? Genau dies.

Als langjähriger Polizeibeamter habe ich gelernt, jeden Eingriff in individuelle Freiheitsrechte auf der Grundlage der Abwägung kollidierender Grundrechte zu betrachten. Ich lernte bei jedem Einsatz einer Rechtsgrundlage, dass es eine Prüfung der Rechtmäßigkeit, Erforderlichkeit, Geeignetheit und vor allem der Verhältnismäßigkeit gibt. Und ich spürte, dass das Parlament nicht einmal den Anlass politisch bewertete, der Grundvoraussetzung für Grundrechtseinschränkungen ist. Und dass das Hineinlassen von Entlassenen aus syrischen Strafgefängnissen, IS-Kampfpersonen und -gruppen, aber auch Familien von kämpfenden Einheiten, unbegleitete junge Leute, die sich als minderjährig ausgaben, die aber nicht einmal darauf geprüft wurden, ob es tatsächlich Minderjährige sind… all das beginnt damit, dass ich vergeblich auf eine Diskussion des Parlamentes wartete. Man hatte entweder alles laufen lassen, was die Regierung Merkel machte, oder man hat hinter den Kulissen Absprachen getroffen oder gar Aufträge erfüllt. Wessen, ist völlig ungewiss.1974 in Düsseldorf0001-Bernward Boden

Meine Erfahrungen aus den 90er Jahren mit Flüchtlingen, meine Freundschaft mit diversen Menschen, die ihrer Heimat wegen Militärdiktaturen, islamischen Verfolgungen, Genoziden entkommen waren, waren durchweg erstmal positiv. Ich sah Menschen vor mir, die dankbar waren, dass sie hier in dem freien Land leben durften. Niemand machte ihnen Vorschriften, wie sie in der Familie zu leben hatten, was sie einkaufen wollten, was sie einmal lernen und arbeiten wollten. Die Grenzen  setzte allerdings die deutsche Realität. Hohe Arbeitslosigkeit, keine Infrastruktur für systematische Begleitung von Flüchtlingen, rassistische Anschläge in einigen Städten des Ostens und auch in Städten wie Solingen – das war das, was auch mir als Beamten der Strafverfolgungsbehörden, der laut Gesetz nach Par. 163 StPO ungeachtet jeder politischen Debatte verpflichtet war, (inhaltlich!) „alle notwendigen und unaufschiebbaren Tatsachen zusammenzutragen, die zur Aufklärung der Straftat und Feststellung der Tatverdächtigen erforderlich, geeignet und notwendig sind“.

Meine Einstellung zu dieser auf das Grundgesetz gestützten Bundesrepublik war also schon in diesem Augenblick massiv beeinträchtigt. Hier hatte die Regierung alles außer Kraft gesetzt, was bindend war. Nichtjuristen machten das. Aber Verfassungsrechtler aller Couleur warnten und wurden zum Schweigen gebracht.

Ich sah nun, wie freundlich in München die ersten Einwanderermassen, und das waren sie, freundlich begrüßt wurden. Auf meiner Facebookseite blendete ich auch das „Refugee welcome“ ein, denn ich lasse mir nicht nehmen, berechtigte Flüchtlinge auch herzlich im Land der Freiheit und der Demokratie zu begrüßen. Dann aber merkte ich, dass sektenartig und abgeschottet linksgerichtete Gruppen unter dem Label „Flüchtlingsrat“ meinten, die Sprachregelungen kontrollieren zu müssen. Schon 2015. Die Warnung, die auch ich in dem Kreis abgab, den ich persönlich kenne, war deutlich: „Da kommen Leute mit, die vom IS aus Strafgefängnissen entlassen wurden, zum Teil Schwerverbrecher. Nicht alle Inhaftierten der Assad-Regierung sind unschuldige Pastorentöchter. Die müssen prüfen, wer da kommt, das bekommen die sonst nicht mehr in Griff“. Und ich beließ es ja nicht dabei, wie ich schon schilderte. Ich schrieb den örtlichen Polizeipräsidenten und dann den Innenminister an. Ich wollte die auch in Nordwestdeutschland mit Bussen antransportierten Zuwanderer, die man pauschal Flüchtlinge nannte, obwohl sie von Österreich und zuvor von Ungarn kamen und deshalb schon gar keine mehr sein konnten, erkennungsdienstlich behandeln. Ich wollte, dass man ihnen einen Einwanderungsausweis gab, wie z.B. eine Payback-Karte, auf der man sehen kann, wer das ist und wo jemand schon diesen Ausweis vorgezeigt hatte. Daneben brauchte man Fingerprint und DNA, damit niemand einen Ausweis eines Anderen vorlegen kann, den man ja leicht stehlen kann. Und dass gestohlen wurde, das war und ist mir ständig untergekommen. Das war auch in den 90ern der Hauptgrund neben Beförderungserschleichung und Betrug, weshalb ich dienstlich tätig werden musste. Daraus folgerte meist die aus Selbstjustiz kommende Gewalt bis hin zum Messereinsatz.

Nichts geschah. Man schrieb irgend einen Namen auf, den man meinte gehört zu haben. Die Schreibweise wurde phonetisch gemacht, der Täuschung war Tür und Tor geöffnet. Und das, obwohl ich in Twitter die Androhungen von IS-Verbrechern gelesen hatte, die Videos mit den Köpfungen von westlichen Helfern zeigten, die in die Hände dieser Verbrecher gelangt waren. Man musste also damit rechnen, dass die Massenmörder auch eine Abteilung nach Europa schickten, wie sie androhten. Und das geschah ja auch. Zahlreiche Anschläge in Frankreich, Großbritannien, Spanien und Deutschland bewiesen das. Erstaunlich war, dass Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei kaum solches vermeldeten. Denn da wollten die Einwanderer insgesamt nicht hin. Offenbar auch nicht die Terroristen, die sich unter die friedlichen Flüchtenden gemischt hatten. Die meisten dieser Einwanderer waren junge Männer, die man hier „Minderjährige“ nannte, obwohl sie einen Vollbart trugen und viel älter wirkten. Ich war stocksauer.

So begann ich statt biblischer Texte und schöner Bilder aus Ostfriesland nun zunehmend Berichte in Facebook zu teilen, die von der Zensur alsbald als Grund für lange Sperrungen genommen wurden.

So hielt ich weiter Kontakt zu all den Migrantinnen und Migranten, von denen ich wusste, dass sie die aktuelle Einwanderungspolitik als Bedrohung für sich ansahen. Sehr bald kamen pauschale Rassisten in den Medien zu Wort, die Ausländer generell, Einwanderer generell zu unerwünschten Personen machten. Auch das brachte mich auf die Palme.

Erstaunlich war, dass mir auffiel, welche Personengruppe am meisten abwich von den Erfahrungen, die ich hatte. Auch hier in Ostfriesland tauchten sie auf. Vollverschleierte Frauen, die nicht grüßten. Bärtige Männer mit weißen Kleidungsstücken und Hüten, die eilig auf den Straßen irgenwelchen Zielen zustrebten, aber niemanden anschauten. Ich grüße hier jeden, der mir dicht entgegen kommt. Das ist hier so üblich, dass man zumindest lächelt und kurz nickt. Manchmal spricht man kurz ein „moin“, wenn man sich schon mehrmals gesehen hat. All das machten die Herren nicht. Und die Frauen? Keine Ahnung, ich sah nur ganz wenige. Auch in der Flüchtlingsunterkunft sah ich eine Einzige. Und zwar in der Familie, die dort zeitweilig wohnte. Freundliche nette Leute, aber völlig abgeschottet, auch von den übrigen Männern im Haus. Als das Museum da rausflog, war auch meine Möglichkeit nicht mehr da, mich in irgendeiner Weise ehrenamtlich zu betätigen. Der Kontakt war damit beendet. Warum nennt man ein Haus einer gemeinnützigen Bildungseinrichtung wie der Kreisvolkshochschule „Integrationszentrum“? Warum lädt man den Bundespräsidenten ein, der es eine „Vorzeigeeinrichtung der Integration“ ist, wenn nicht mal der örtliche Bezirksvorsteher eingeladen wird, die Anwohner nicht, die umliegenden Dörfer nicht, diejenigen, die sich aktiv gemeldet haben, um ehrenamtlich mitzuarbeiten? Warum wird der örtliche Pfarrer nicht eingeladen, der Kirchenvorstand, die Gemeinde, die sonntags Spenden sammelt? Warum lässt man keinen Kontakt zwischen Ortsansässigen und Eingewanderten zu? Warum lügt man öffentlich über die Zahl der Bewohner?

Nun begann also so ab 2016 die Zeit, in der ich nur noch von Messerstechern las, verhaltensauffälligen Nordafrikanern, eine gute Bekannte aus meiner Zeit als Ehrenamtlicher teilte mir von der Vergewaltigung ihrer Tochter mit. Nichts sei mehr wie früher. Dann sprach mich ein Mitsänger in einem der Chöre an. Seine Tochter sei im Rahmen der bekannten Silvesternacht 2016 auf der Domplatte vergewaltigt worden. Sie verachte von nun an jeden Polizeibeamten, weil die damals daneben standen und nichts getan hätten. Ich bot ein Gespräch an, sie lehnte ab, nie wieder werde sie mit einem Polizisten reden. So tief sitzt die Trauer und Enttäuschung über das, was in Köln geschah.

Vor einigen Monaten hatte ich einen Termin in Köln. Wir gingen mit mehreren älteren Personen von der Haltestelle Hansaring in Köln am Café Schmitz vorbei, in dem ich früher oft mal einen Kakao getrunken hatte, wenn ich dort vorbei kam. Wir wollten zum Eigelstein, weil dort eine Stadtführung beginnen sollte. Mit uns kam ein gehbehinderter Mann, der früher bei der Integration der Vietnamesen sehr aktiv war. Ein pensionierter Englischlehrer. Ein schweres schwarzes Fahrzeug hielt an, drehte die Scheibe runter und krakeelte laut: „Sind die Deutschen hier alle behindert. Ist ja furchtbar. Alles Krüppel“. Just in diesem Moment passierten wir eine Gruppe dunkel gekleideter offensichtlicher Ausländer. Jedenfalls sprach von ihnen keiner deutsch. Sie standen vor dem ehemaligen Kino und blockierten den kompletten Gehweg. Der humpelnde Mann musste nun auf die befahrene Fahrbahn dieser Seitenstraße treten, weil niemand der Herren zur Seite ging. Ich beobachtete, wie sie sich gegenseitig angrinsten. Ja, die Kuffar, dachte ich. Wir sind für diese Gruppe Untermenschen. Unfassbar. Und daneben eben der grölende dunkelhaarige Machomann, der sich über die deutschen Krüppel ausließ. Wir mussten noch einige hundert Meter weiter durch die Gassen. Und überall standen diese Cliquen. Überall dasselbe Schauspiel.

Ich kümmerte mich damals um einen Jugoslawen, aus welcher Region, kann ich nicht sagen. Offenbar ein Christ. Es könnte auch eine gemischte Ehe gewesen sein, in der Religion nur insofern eine Rolle spielte, als das Elternpaar sich herzlich um seine Kinder kümmerte und voller Dankbarkeit war. 20 oder 25 Jahre später riefen sie an, um sich zu bedanken dafür, dass ich damals so freundlich zu ihnen war – und das als Polizist. Nun habe er, der Vater der älter gewordenen Familie, zusammen mit seiner Familie gesessen, alte Bilder angeschaut und festgestellt, dass da noch ein Foto war, das ich für diese Familie mal gemacht hatte und ihnen geschenkt hatte. Mehr war das nicht. Eine freundliche Geste. Aber es war wohl ein Augenblick der Erkenntnis. – Nun schaue ich die Schlagzeilen der Regionalzeitungen an, eine mühsame Arbeit, denn überregional werden viele Dinge augenscheinlich nicht berichtet (DLF nannte es in einer Erklärung mal ein „lokales unwichtiges Ereignis“, weil ein Säbelträger auf offener Straße einen Menschen ermordete und dabei Allah u akbar gerufen hatte. Ich wette, dass der Säbelmörder, und auch der, der einige Wochen später auf offener Straße seine ihm abtrünnige Frau aus dem Auto zerrte und zerstückelte, dass diese Männer alle nicht die dankbare Grundhaltung in sich trugen, die der Jugoslawe mir bekundet hatte.

Ich hatte mal eine ganze Reihe von festgenommenen Osteuropäern erkennungsdienstlich zu behandeln und dann zu vernehmen. Sie hatten eine Serie von Diebstählen begangen und waren nun festgenommen worden. Da standen dann Leute vor mir, die völlig verdreckt waren. Eine der Taten war es, auf einer Straße Leute anzuhalten, sie auf der Fahrerseite abzulenken mit einer Frage, während auf der anderen Fahrzeugseite die Tür geöffnet wurde, um dort Laptop und Aktentasche oder Geldbörse zu entwenden. Einer erzählte mir, man sei mitsamt dem Bürgermeister der rumänischen Dorfgemeinschaft mit einem Bus angereist. Einige hatten offizielle Hilfsarbeiten gefunden, die übrigen gingen auf Diebestour. Eine rumänische Polizeibeamtin, die in einer Kooperationsgruppe zeitweise uns unterstützte, erklärte mir, dass die Leute aus einem Bergdorf kämen, in dem früher mal auch Deutsche gewohnt hätten. Die seien alle in den Westen oder woanders hingezogen, übrig geblieben seien diese Leute, die nun keine Arbeit hätten, sich auch nie was hatten einfallen lassen wie Viehzucht oder Landwirtschaft, sie würden lieber eine Weile im Westen irgendwas tun, und sei es kriminell, Hauptsache das Dorf bekäme wieder Geld. Ein Europa dieser Art hat sich offenbar entwickelt.

Nordafrikanische Flüchtlinge sehe ich nur selten bei uns. Es sind vorwiegend orthodoxe Christen aus Eritrea oder solche, die sagen, sie seien es. In unseren katholischen und evangelischen Gemeinden habe ich sie noch nie gesehen. Weder sonntags noch in irgend einem Angebot. Eine einzige Ausnahme war eine Familie, die von einem über 80jährigen Ehepaar ein paar Jahre betreut worden waren. Sie hatten Möbel beschafft, neuwertige IKEA-Möbel, wenn auch gebraucht. Aber die Frau hatte wohl niemals z.B. in einem Haushalt gearbeitet und war völlig hilflos. Die 80jährige musste ihr erst alles mühsam erklären, und haften blieb nach deren Auskunft nicht viel. Der Mann hatte einen 450-Euro-Job in einem Pizzaladen bekommen. Dort sah ich ihn mehrmals, grüßte ihn. Aber der Laden ging an einen neuen Besitzer. Und unser Bekannter aus Eritrea – so sagte man – sei umgezogen. Später erfuhr ich, dass ein neuer Flüchtlingsbetreuer, ein Doktor, vielleicht ein Arzt?, jedenfalls alle Möbel entsorgen ließ, als die Familie in eine weiter entfernte Stadt zog. Das 80jährige Ehepaar musste nun auch aufhören, der Mann wurde schwer krank und starb inzwischen. Bei der Besichtigung wurde dann festgestellt, dass an dem neuen Wohnort überhaupt keine Möbel waren. Der Mann schlief in einer Abstellkammer, die Familie „hauste“ förmlich auf dem Boden, ohne Tisch und Schränke. Das alte Ehepaar war verzweifelt, konnte aber nun nicht mehr helfen. Nochmal würden sie nicht alles neu beschaffen wollen. Das solle nun der „Doktor“ machen, der da sich eingemischt hatte. Die alte Dame ist inzwischen auch zu ihren Kindern fern von unserer Stadt lebend und muss zusehen, das sie selber Hilfe bekommt. In einem Anruf schilderte sie mir, dass sie zu viel Miete zahle. Seit der Mann tot sei, könne sie sich nicht mehr über Wasser halten. Sie, die jahrelang sich um Flüchtlinge gekümmert hatte, regelmäßig zu den Besprechungen gegangen war, ist nun selber hilflos. Sie wohnt über einem Pflegeheim, ist aber selber nicht eingestuft. Und man hilft ihr nicht, weil sie ja nicht IM Pflegeheim sondern darüber wohnt. Betreutes Wohnen sollte das sein, aber es gibt für sie keine Flüchtlingshilfe oder Integrationsstelle, die sich um sie kümmert. Und doch fragte sie, wie es mit den Flüchtlingen in unserer Stadt aussehe. Das ist Engagement.

Wenn ich nun lese, welche Ansprüche manche Leute stellen, die hier unser Land als Zielort gefunden haben, dann wird mir übel, wenn ich es mit den Erfahrungen der alten Frau aus der Flüchtlingshilfe vergleiche. Es erinnert mich auch an die Pflege meiner Mutter, die Kosten mussten über Verkauf ihres bescheidenen Holzhauses in einem Provinzdorf refinanziert werden. Als Erbe kam bei ihrem Tod nichts, auch nicht für die Pflege meines Vaters. Das musste nun vom Sozialamt finanziert werden, wobei aus der Familie – nicht von mir zum Glück – Zuschüsse zu zahlen waren. Auch mein Vater bekam keine Integrationshilfe am neuen Wohnort, der fern seiner Heimatstadt sein musste, weil wir eine PflegeWG und kein Pflegeheim für den alten dementen Mann brauchten.

2013-05-24 08.23.30 copySo würde ich gerne über meine Erfahrungen mit Eingewanderten in meinem Beruf mehr sagen. Aber ich muss feststellen, dass Alle, denen ich begegnet bin, von den Ämtern gut versorgt worden sind. Es kümmerten sich Sozialamt, ARGE, Bildungswerk, Integrationsbeauftragte, Ausländeramt, Bezirksbeamte der Polizei, Gemeindemitarbeiter der Caritas, der Diakonie, der Flüchtlingshilfe, auch der örtlichen Kirchengemeinde. Bei den Muslimen kamen zusätzlich noch Hilfen aus deren Umfeld. Diejenigen, die Opfer von Straftaten geworden waren, bekamen einen Anwalt, bei Armut auf Staatskosten. Diejenigen, die Diebstähle, Betrügereien, Körperverletzungen, Einbrüche, Raubüberfälle gemacht hatten, waren gut informiert, wie sie sich bei der Polizei verhalten mussten, kannten ihre Rechtsansprüche und hatten auch stets bestimmte Anwälte, die  schnell da waren, wenn es um Haftgrundprüfungen ging.

Meine freundliche Art hat, anders als bei vielen anderen Gelegenheiten – insbesondere in uniformierten Polizei auf der Straße – manchen Konflikt und manche Eskalation verhüten helfen.

Aber wenn ich die Akten durchlese, wo sich Kollegen mit Dieben, Einbrechern, Aufsässigen auf der Straße gewälzt hatten, dann ist das schon beängstigend, wenn man sieht, wie sich das vermehrt hat in den letzten Jahren. Da werden offenbar Rettungskräfte, Polizeibeamte, Justizmitarbeiter, Angestellte in Ämtern und Behörden übel behandelt. Das aber lese ich mehr in der Zeitung. Ich kann aus Andeutungen einiger Kollegen, mit denen ich selten noch Kontakt habe, erkennen, dass alle sagen: „Sei froh, dass Du rechtzeitig aufgehört hast. Du würdest die Welt nicht mehr verstehen. Vieles wird unter den Teppich gekehrt, nicht presse-öffentlich. Es wird verharmlost. Es werden Vorgänge nur noch oberflächlich angegangen, wir schaffen das noch weniger als noch in 2011 oder 2013. Wir können uns kein falsches Wort mehr leisten. Und es sind nur noch Leute dazu gekommen, die keinerlei Praxiserfahrung haben, die keine kriminalistische Ausbildung haben, die aber oftmals ihre Arbeit nur als Job sehen und sich in den Pausen darüber unterhalten, wo sie am Wochenende oder am Abend sind. Früher hatte man auch Sachverhalte, über die man sprach. Man überlegte sich Teams, um eine Bande ausfindig zu machen“.

Nun muss man sagen, dass nach dem Regierungswechsel in NRW sich doch viele schwere Straftaten aufklären ließen und man erkennbar aktiv Bandenkriminalität, Gewalt, Missbrauch bekämpfen will und muss. Aber manches ist, wenn man die Menge sieht, die nicht bearbeitet werden kann, eher Schaufenster als Gesamtlage. Immerhin ist der politische Wille nach dem Ende der rotgrünen Illusionspolitik bei der Regierung in Nordrhein-Westfalen da. Hoffen wir, dass dies auch weiterhin so geht und man die Tausenden fähigen neuen Leute findet, um in einigen Jahren gut aufgestellt zu sein. Es braucht 5-10 Jahre, um einigermaßen gut in kriminalistischen Fragen arbeiten zu können. Da wurde viel verschlafen.

Das gilt im übrigen für alle Straftaten. Auch für Fragen der Motivationsforschung, der Kriminologie. Da gibts noch viel zu tun.

Und ja, ich sehe die Welt aus dem Blickwinkel meiner früheren Tätigkeit. Das bleibt nicht aus. Das kann mein Land erwarten. Bäcker sehen mehr die Fragen rund um ihr Handwerk. Rechtsanwälte sehen ihren Bereich. Wir alle aber müssen sehen: Je mehr man unsere Republik unübersichtlicher macht, mit neuen Ideologien und zum Teil archaischen Denkmustern unterhöhlt, umso mehr müssen wir darauf geeignete Kompetenzen ansetzen, wenn die freiheitliche, demokratische Grundordnung zerstört werden könnte. Und das geschieht. Ich meine die Zerstörung.

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mit dem o.a. Beitrag beende ich Teil II, meinen Essay, oder wie man das auch immer nennen mag.

Ich habe mich entschlossen, auf Erzählungen von Einzelfällen die ich bis 2013 kennen lernte zu verzichten, da sie längst vergangene Geschichte sind. Zu lange her, um pauschal etwas ableiten zu können.

Und für die Zeit ab 2013/2014 habe ich ja erklärt, was mein eigentliches Thema ist:

Blockade der herrschenden Gesellschaft gegenüber Personen wie mich, die nun Zeit und Muße gehabt hätten, kritisch begleitend ehrenamtlich zu arbeiten; junge Menschen anleiten und unterstützen; Erfahrungen einbringen.

Man wusste wohl ganz genau, dass ich dann die verfassungsfeindlichen Bestrebungen, die die Regierung Merkel vorangetrieben hat, oder andere – möglicherweise betrügerische – Konsequenzen vor Ort erkennen würde. Bekanntlich wurden meine Strafanzeigen wegen der Betrugsverdachtsmomente bezüglich des Landkreises, der froh gewesen zu sein schien, dass mehr Identitäten vorhanden waren als reale Personen, und der dadurch mehr Gelder einnehmen konnte, nicht weiter beachtet. Der Skandal „Bremen“ war so etwas, wurde kleingeredet und ist seither vergessen. Warum soll ich mich damit noch abgeben.

Ich habe erkannt, dass überhaupt keine Flüchtlinge mehr eingewandert sind. Es gibt gar keine. Alles was hier lebt, ist nicht Flüchtling, sondern es sind Migranten, Menschen auf der Suche nach einem einfacheren Leben vielleicht; überdrüssig der Verhältnisse in ihren Ländern, in denen sie nichts verändern können, nicht in Ruhe ihr Leben leben können. Oder ganz andere Motive? Und alles was seither dadurch geschieht, entzieht sich ja meiner eigenen Erfahrung. Ich sehe nur die vielen Leute, die hier weder Anschluss finden noch irgend etwas tun können. Wir haben um die 9 Prozent Arbeitslosigkeit in Ostfriesland im Bereich des Landkreises Aurich. Hier ist Landwirtschaft, die vollautomatisierte Gerätschaften nutzt. Hier ist unwirtliches Land, Sturm, nasse klebrige Böden, wenig Infrastruktur. Hier sieht man tagelang keinen Menschen, oder wenn, dann nur von Weitem. Da wollen Nordafrikaner nicht leben. In Köln ist das anders.

Teil III (Erfahrungen und Beobachtungen ab 2013 ) folgt

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BERNWARD BODEN: Erfahrungsbericht eines pensionierten Polizeibeamten und Kriminalermittlers aus NRW – Teil 1 Biographisches (Initiative an der Basis)

Erfahrungsbericht von Bernward Boden,  pensionierter Polizeibeamter und Kriminalermittler aus NRW.

Flüchtlinge, Einwanderer, Integrierte  – Teil I

von Bernward Boden

Biographisches

Ich bin 1954 in Leverkusen als der älteste Sohn eines früheren Lager-Hilfsarbeiters, dann Schaffners bei der Wupper-Sieg AG und späteren Kaufmanns und einer Tochter eines aus dem katholischen Widerstand gegen die Nazis kommenden Grundschullehrers aus Leverkusen geboren.

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Meine Eltern bei Verlobung Weihnachten 1949

Das Einkommen meines Vaters als Schaffner in den 40er Jahren war sehr gering. Mein Vater war 1927 geboren, bei Beginn der Nazi-Regierung war er also 6 Jahre. Die Indoktrination konnte durch die Schule sicherlich auf ihn Einfluss ausüben. Aber meine streng katholischen Großeltern sorgten für eine christliche, katholische Konstante. Sein Vater und seine Mutter, die schon als Kind ihre Geschwister allein aufziehen musste und in der Landwirtschaft groß geworden war, versuchten sich über Wasser zu halten mit Schafzucht. Die Schafe grasten im Garten des damals offenbar sehr beliebten Pfarrers und Pastors Louis in Leverkusen-Bürrig. Nach ihm ist eine Straße benannt worden. So blieb doch der katholische Einfluss, wenngleich – typisch für Jugendliche – mein Vater als 18jähriger noch wenige Tage vor der Kapitulation an der Westfront auf einen Munitionstransporter gesprungen war, ohne seine Eltern zu informieren, und dann auch sogleich an der Brücke bei Remagen landete, wo er einen widerlichen Nazi erlebte. Mein Vater beobachtete dann, wie man einen Offizier oder Unteroffizier, der zuvor als fanatischer Vorgesetzter erlebt worden war, der die nationalsozialistische Ideologie brutal vertreten hatte – so mein Vater: „das war ein richtiger Drecksack“ – hinter einem Schützenpanzer hergezogen wurde. Das dürfte unter den Augen der amerikanischen Soldaten oder mit ihrem Wissen geschehen sein. Denn die Brücke war bereits von den US-Amerikanern überquert worden. Es war ein für meinen Vater traumatisches Erlebnis. Einzelheiten erzählte mein Vater nicht, war aber auch der Meinung, dass dieser Offizier ihm als Verbrecher aufgefallen war. Und er hat es als Jugendfehler angesehen, dort noch mitgefahren zu sein.

Die jungen Leute, die Soldaten des letzten Aufgebots, landeten auf den bekanntlich als unerträgliches Gefangenenlager genutzten matschigen Rhein-Wiesen.  Man habe im Dreck gesessen und nur einen Löffel höchstens gehabt. Offenbar konnte mein Vater entkommen oder wurde im Rahmen einer offiziellen Entlassungswelle nach Hause geschickt. So ging er zu Fuß von Remagen am Rhein nach Leverkusen. Eine Strecke, die heute keiner mehr gehen würde.

Unterwegs begegneten ihm Nachbarn, die ihm im rheinischen Dialekt zuriefen: “Wörste iher jekumme, hättste dinge Vatter noch lävend jesinn”. (Wärest Du früher nach Hause gekommen, hättest Du deinen Vater noch lebendig gesehen).

Meine Mutter wollte von dem alles nichts hören, und so wurde das Erzählen darüber eine Seltenheit. In einer seiner Schublade fand ich ein Bild von einem Mann mit Turban. Aber ich erfuhr nicht, wer das war. Bei seinem Umzug ins Pflegeheim wurden alle diese Dinge offenbar auf den Müll geworfen. Ich war nicht dabei.

Joseph Boden, Vater von Wilhelm, Dritter von rechts; Bild vor Bahnausbesserungswerk Opladen 1913

Joseph Boden, Vater von Wilhelm, Dritter von rechts; Bild vor Bahnausbesserungswerk Opladen 1913

Großvater Joseph B., freiwilliger Feuerwehrmann mit mehr als 25 Jahren Erfahrung, der aber sein eigenes Haus im Krieg nicht löschen konnte, hatte einen Gehirnschlag, ausgerechnet am Tag der Kapitulation der Nazis. Ob diese Information stimmt, konnte mir nie jemand bestätigen. Ich hatte den Gedanken, er habe sich umgebracht, weil er zeitweilig auch beim Reichsbahn-Ausbesserungswerk in Opladen gearbeitet hatte. Und diese Leute müssen gewusst haben, dass millionenfach Juden und andere Nazi-Verfolgte mit der Bahn in die Arbeits- und Vernichtungslager gebracht wurden. Das muss denen bei der Reparatur der Bahnen aufgefallen sein. Aber das ist nur eine böse Überlegung.

Großmutter Anna, Mutter meines Vaters, 20erJahre.

Großmutter Anna, Mutter meines Vaters, 20erJahre.

Für meinen Vater fehlte sein Vater als warmherziger katholischer Vater, der er gewesen sein muss. Mein Vater hat z.B. nie Gewalt in der Erziehung angewendet. Für die 50er und 60er Jahre – so meine Erfahrung in Gesprächen mit Gleichaltrigen – war das schon was Besonderes. Bei uns herrschte die Mutter, so wie schon die Mutter meines Vaters der Angelpunkt war. Bis zu ihrem Tode war sie der Maßstab für Alles, was in der Familie geschah. Als ich 3 Jahre nach ihrem Tod und ausgerechnet auch im Mai evangelisch wurde, war das für die Familie der Grund völliger Kontaktverweigerung. Ein Katholik wird nicht evangelisch. Punkt. Tja, ich bin es ja wieder, wenngleich nicht römisch. Nur denke ich oft an diese Säule meiner Kindheit. Großmutter Anna.

Auch das Bild, das mir von meinem Großvater, dem Vater meines Vaters, vorliegt, zeigt keinen fanatischen Nazi, im Gegenteil, man sieht ihn nur mit einfachem Arbeitsanzug vor den Werkshallen. So warmherzig war auch mein Vater, charmant und hilfsbereit, einfach und bescheiden. Er aß morgens ein Brot mit Apfelkraut, nichts anderes. Mittags Kartoffeln und Gemüse, alle Monate mal eine Frikadelle.

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Mein Vater als Busschaffner ca. 1949

Da ich in 1954 geboren bin, kann ich mich natürlich mehr an die 60er Jahre erinnern, in denen meine Mutter meinen Vater, der als Schaffner der Wupper-Sieg mit Schichtdienst krank wurde und eine alternative Arbeit brauchte, zunächst zu den Götze-Werken bei Burscheid im Bergischen Land und dann in die Selbständigkeit führte. Musste er bei Götze lediglich stupide Kolbenringe stapeln und verpacken, so wurde er an der Seite meiner selbstbewussten, körperlich kleinen, aber doch sehr agilen und auch des Englischen mächtigen Mutter, ein Kaufmann.

Während meine Mutter in unserem Kinderzimmer einen kleinen Lebensmittelladen für die Nachbarschaft aufmachte, dabei auch Prüfungen für Milchprodukte und Fleischereiprodukte machte, einen Führerschein machte (das gab Gerede im Stadtteil, denn Frauen hatten damals noch keinen Führerschein), konnten sie auf Kredit einen VW-Bus kaufen, mit dem wir am Wochenende Ausflüge zu nahegelegenen Seen machten, um spazieren zu gehen. In der Woche aber wurde der hölzerne Innenausbau des Busses mit Lebensmitteln vollgepackt, die dann zu Kunden gebracht wurden.

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Meine Mutter füllt die Regale auf. Nach einer Inventur oder der regelmäßigen Desinfektion

Modern war damals, dass meine Mutter einen Anrufbeantworter bekam, wo doch schon ein Telefon Grund war, sich vom Fotografen Greis in Leverkusen fotografieren zu lassen. Dieses gigantische Teil zeichnete Telefongespräche auf, man konnte Bestellungen abgeben. Und sie besorgte alles, was die Kunden wollten, und mein Vater fuhr dann in die Dörfer rund um Leverkusen, ins Bergische Land, aber auch nach Köln Flittard, wo eine Siedlung neu entstanden war und noch kein Lebensmittelgeschäft war. Sehr bald kam in das Fahrzeug ein Kurzwellen-Funkgerät, das im 27-Mhz-Band möglich machte, direkt zwischen meinem Vater und meiner Mutter neue Kunden aufzusuchen oder dafür zu sorgen, dass auf dem Rückweg noch beim Großmarkt eingekauft wurde, was für den nächsten Tag oder die nächste Woche gebraucht wurde. Ich habe in den Ferien und auch oft am Abend mitgeholfen, in der Kälte Konservendosen einsortiert, den Verkaufswagen, der später dann ein Mercedes-Lastwagen unter 7.5 t war und in den man hineingehen konnte, um einzukaufen. Für die Kunden, vor allem ältere und behinderte, war das eine enorme Hilfe. Und wer kein Auto hatte oder nicht mit dem Fahrrad soviel einkaufen konnte, bekam alles gebracht. Oft wünschte ich mir, dass es das noch überall gäbe. Wieviele Fahrten könnte man auf dem Lande einsparen.

Der_erste_SB_Wagen20001Durch den „Lebensmittel-Zustelldienst“ und seine Einkünfte, für die mein Vater abends spät auch noch Buchführung machen musste – und es gab keinen Computer! – konnte ich – gefördert auch durch das Land Nordrhein-Westfalen – das Internat Kloster Steinfeld besuchen. Das Salvatorianer-Kolleg war damals als eine Art Elite-Schule bekannt. Und so traf ich, der ich aus den einfachen Verhältnissen stammte, dort Söhne von Journalisten des WDR und später hochbezahlte Spitzenkräfte der Wissenschaft. Aber das war mir als Kind alles egal. Ich freute mich, in Ruhe lernen zu können.

Und man ließ mich bei den katholischen Gottesdiensten die Messe dienen, ich lernte Latein, hätte Griechisch lernen können, wählte Französisch, kam gut voran. Bis in der Pubertät ein Einbruch kam. Und zudem zahlte das Land nicht mehr, die SPD hatte das Ruder übernommen, private Schulen waren nun nicht mehr gefördert, der Würmeling, das günstige Fahren mit der Bahn, hatte ausgedient.

Ich kam auf ein naturwissenschaftliches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig, aber es ging nicht mehr voran. Die Lehrer waren vom 68er-Virus beeinflusst, ständig wurde demonstriert, der Unterricht fiel aus. Man diskutierte über dies und das, was ich alles nicht verstand. Ich wollte lernen, aber bekam keinen Input mehr. Nach einem Jahr wechselte ich in die Handelsschule, dann die höhere Handelsschule – und ich hatte guten Erfolg. Lernte Bilanzieren, kaufmännisches Rechnen, Sozialwissenschaften, Wirtschaftsgeographie, lernte Stenographie und Schreibmaschine im 10- Finger-System. Alles konnte ich später bestens gebrauchen. Alles das verlief in einer Zeit, in der meine Akne mich nervte, in der ich nicht mehr im katholischen Nest saß, ich nirgends mehr Anbindung hatte. Ich gab Nachhilfe für Mitschüler, traf mich mal mit einem Mädchen zum Eis essen. Aber ich kam irgendwie nicht mehr voran. Alles war mir zu einfach, ich fühlte mich sicherlich auch unterfordert, hätte gerne studiert.

Mein Schulleiter nahm mich eine Weile in sein Sekretariat, ich erledigte dort Schreibarbeiten der Sekretärin, konnte schnell angelernt werden. Dann rief die Bundeswehr. Aber: Verweigerung kriegerischen Dienstes war ein Credo, das ich aus den Worten meines Urgroßvaters August F. entnommen hatte. Er war im 1. Weltkrieg in die Etappe geflohen, schälte Kartoffeln und konnte sich dadurch erhalten. In der Weimarer Zeit wurde er Lehrer an der Präparandie bei Hannover, zog nach Neuss, weil im Krieg das Elternhaus in der Burgstraße in Hildesheim völlig zerstört worden war, wo sein Vater Schuster war.

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„Angst, Trauer und Verzweiflung in den Gesichtern am Tag des Angriffs
auf Polen und angesichts des Krieges. Das Bild zeigt (von rechts nach links): Großvater August Führmann, Ursula, Sophie Führmann, geb. Bähr, Georg , Gisela – meine Mutter, dann Walter (der gerade erfährt, dass er bald ins Militär und dann in den gerade angezettelten Krieg muss, aus dem er nie wieder kommen wird). Anna Broich, seine Freundin.

Großvater August hatte vier Kinder, eines davon hatte eine leichte Behinderung und war vom Euthanasieprogramm bedroht. So nahm mein katholischer Großvater, der auch die kirchliche Lehrerlaubnis für den Religionsunterricht hatte und aktiv in der Kirchengemeinde in Leverkusen- Steinbüchel tätig war, Kontakt zu Bischof Graf von Galen auf, der in Münster als der “Löwe” galt, weil er mit dem Hitler-Regime in Streit lag, da er erfahren hatte, dass das System Menschen töten ließ, die es aus seiner ideologischen Sicht als “unwert” oder “krank” bezeichnet hatte. Das brachte von Galen auf die Palme. Seine Predigten ließ er abtippen, und auch Großvater August tippte, da er im Zehn-Finger-System schnell schreiben konnte, die Predigten von Galens ab und verteilte sie an andere, die das ebenfalls machten. So verbreiteten sich damals geistliche Predigten im Widerstand gegen die Nazis.

Der preußisch geprägte Lehrer war keiner wie heutige Lehrer. Es war noch Teil preußischer Erziehung in den Schulen, Kinder mit dem Rohrstock zu züchtigen. Später sah er ein, dass man damit die willfährigen Folterer anerzogen hatte. Aber da war es schon zu spät.

Mein Großvater, und das rechne ich ihm hoch an, verbot unter Androhung der Prügelstrafe seinen Kindern, sich einer der Nazi-Organisationen anzuschließen. Sie sollten Kartoffeln lesen, auf Bauernhöfen helfen, aber niemals in die NSDAP eintreten oder deren Vereine betreten. So erteilte mein Großvater Mandolinenkurse, gründete dadurch ein kleines Mandolinenorchester in seiner Kirchengemeinde, das bis heute existiert. Der bekannte Musiker im WDR “Lucky” Dauner war dort auch. Und meine Mutter spielte da mit. Sie erteilte dann Lautenunterricht. Die Laute war das, was heute doch eher die Gitarre ist. So spielte sie, die bei Kriegsende 18jährige, in Altenberg bei Festspielen mit. Man führte dort ein Stück auf, in dem viele Lauten mitspielten.

Es gab von Kindheit an Klarheit darin, dass niemand mehr von uns Militärdienst oder gar Kriegsdienst machen würde, dass wir aber für die frische Demokratie, für den Aufbau einer sozialen und christlichgeprägten Bundesrepublik Deutschland viel lernen mussten. Darum ermöglichten meine Eltern mir, eine katholische Internatsschule der Salvatorianer in Steinfeld/Eifel zu besuchen. Weil die sozialdemokratische Regierung Kühn aber die Zuschüsse strich und zugleich mit der Firma Aldi meinen Eltern jede Existenzgrundlage genommen wurde, musste ich das Internat verlassen und besuchte dann nach vorübergehender freier Gymnasialzeit ab 1969 die Handels- und später Höhere Handelsschule. Es war alles nicht leicht für unsere kleine Familie. Aber ich hatte es insofern gut, als wir nie in Urlaub fuhren sondern stattdessen Klavierunterricht und Bücher angeschafft wurden.

1973 begann ich meine polizeiliche Ausbildung in Linnich. Viele Kasernen, eine Einrichtung eher militärischen Aussehens. Trostlos, abgelegen in einer Sackgasse, betrat ich damals mit noch langen Haaren im damals üblichen Parka das Gelände, meldete mich an einer Schranke an. Uniformierte mit Dienstmütze und Maschinenpistole erwarteten uns mit einer Liste. Ich wurde abgehakt, bekam die Anweisung, wo ich zu parken hatte, wurde dann in ein sogenanntes „Lehrgruppengebäude“ geschickt und wurde begrüßt mit den Worten: „Erstmal zum Friseur, dann kannste wiederkommen“.

Das ging ja schon gut los. Ich hatte Schonfrist bis zum Wochenende, dann fuhr ich zu meinem Onkel, einem Friseurmeister in Leverkusen, der so ziemlich jedem Leverkusener Fußballer die Haare geschnitten haben dürfte, und ließ mir einen militärischen Kurzhaarschnitt verpassen. Ich fand das damals fürchterlich. Hatte ich doch nach meiner Klosterzeit erst eine Weile gebraucht, mich den langhaarigen Klassenkameraden anzupassen, obwohl, wenn ich heute die Fotos sehe, mir die gut geschnittenen Haare erheblich besser passten und ich damit richtig gut aussah. Damals empfand ich das nicht so.

Zufällig war ich ein paar Tage älter als die anderen Klassenkameraden in der Lehrgruppe 3, wie sie hieß. Darum wurde ich zum „Klassenältesten“ ernannt. Nicht gewählt, ernannt. Nur weil ich ein paar Tage älter war. Da waren welche, die waren mir entwicklungsmäßig offenkundig voraus, aber ich wurde Klassenältester. Morgens musste ich „Meldung machen“, wieviele Klassenkameraden anwesend, krank, fehlend waren; musste es an die Tafel schreiben. Musste Pausen anmelden, für Ordnung sorgen, beim Marschieren, ja – das gab es – , musste ich ab und an kommandieren. All das mochte ich nicht, aber musste ich. Weil ich es erkennbar nicht mochte, sollte mir das später noch lange als Hindernis bei Beförderungen gelten. Die sogenannte „C“-Graduierung, die man mir zwei Jahre später aufdrückte, war maßgeblich von einer „4-5“ in „formale Ausbildung“ geprägt. Da nutzte mir 1-2 in vielen Fächern gar nichts. Der Schnitt zählte.

Später hat mal ein prüfender Fachlehrer mich gefragt, ob ich erlaube, dass er meine „Staatsbürgerkunde“ Arbeit, die ich mit „sehr gut“ geschrieben hatte, fotokopiert und mit nach Hause nehmen könne. Ich erlaubte es ihm. Es ging um Sozialisationsfragen am Beispiel rechtsextremer jugendlicher Gewalttäter. Eine Soziologiearbeit mit psychologischem Ansatz, aber auch mit Erfahrungen aus autoritären Verhältnissen, in denen ich mich entschied, gegen Antisemitismus, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Faschismus zu leben und zu reden. Es war MEINE Entscheidung, niemand verlangte das. Ich hätte mich durchaus den dummen Witzen und Sprüchen einiger meiner Zeitgenossen anpassen können. Aber immer hörte ich den Satz aus den Predigten: „Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes“, „was ihr dem Geringsten unter den Geschwistern tut, das tut ihr mir“, sagte Jesus. Ich trage das in meinem Herzen.

Bei aller Kritik an Ideologien, die ich stets konsequent ablehnte und auch mit Worten bekämpfte.

In Linnich kam ich 1973 also noch vor dem Attentat auf den ex-SS-Mann und späteren Wirtschaftsführer und seine Sicherheitsleute in Köln. Aber es waren bereits Anschläge und Entführungen begangen worden, in München z.B. war der antisemitische Anschlag auf die israelische Olympiamannschaft. Und ich war fest entschlossen, ein guter Polizist zu werden, um Kriminalität zu bekämpfen.

Es gibt noch einen Zeitungsartikel einer lokalen Zeitung aus dem Raum Aachen, in dem ich mit dem damaligen Chef der Ausbildungseinrichtung zusammen auf einem Foto zu sehen bin und erwähnt wird, dass ich und andere genau das gesagt hatten: „Wir wollen uns einsetzen gegen die zunehmende Kriminalität“.

In der Kaserne selbst gab es z.T. schreckliche Ereignisse. So wurden wir in ein Carree gesperrt, über die Mauer warf jemand eine Tränengaspatrone in Styropor, und wir hatten Panik, konnten dann durch eine Tür entkommen. Widerwärtig war das. Ich werde denen das nicht verzeihen und vergessen.

Ein andermal wurde bei glühenden Temperaturen mit Vollausrüstung und Mantel eine lange Strecke „marschiert“. Was das sollte, erschließt sich mir bis heute nicht. Ich erkrankte mit 39 Celsius einige Tage und hatte Zeit, mich mit dem Sinn eines solchen Vorgangs für eine demokratische Polizei zu beschäftigen.

Die Polizei erneuerte sich langsam in den fast 3 Jahren dort. Führungskräfte änderten sich langsam, man spürte den Einfluss von Modernisierern. So baute man ein neues Ausbildungsgebäude, modern, farbig, und es kam ein ganz anderer, demokratischerer, freundlicherer Wind hinein. Für mich war das zu spät. Ich wurde nach Köln versetzt. Und dort traf ich 1975 auf 40-50jährige, die, wenn ich heute nachrechne, 1925-1930 geboren sein mussten. Ich würde da nicht lange aushalten, spürte ich.

DL0ILZum Glück hatte ich 1972 ein paar Wochen in Kiel-Schönkirchen einen Lehrgang gemacht und war Funkamateur geworden. So nutzte ich freie Minuten in Linnich, manchmal auch die Nachtwache, um mein Funkgerät anzuschalten. Und ich lernte eine junge Frau kennen, die ebenfalls Funkamateurin war, eine lizensierte, also wir beide nicht im Citizenfunk, wir konnten morsen und alle Kurzwellen- und UKW-Bänder nutzen. Mein Hobby bis heute.

So hatte ich auch schon mal eine Verabredung, wir fuhren mit Kollegen und den Bekannten zur Anna-Kirmes in Düren oder nach Aachen. Ein Stück Jugend, die andere ganz anders verbracht haben.

Dann lernte ich – auf ganz anderem Wege – meine heutige Frau als Freundin kennen. Wir fuhren nach Paris, nach Südfrankreich, ich machte Reisen mit dem deutsch-französischen Austauschwerk nach Istres und anderswo. Ich war und bin immer noch ein weltzugewandter neugieriger Mensch, lerne gerne andere Kulturen kennen, liebe Europa als Gemeinschaft unterschiedlicher europäischer Staaten und Historien.

Aus dieser Welt kommend, begann ich in Köln meine Arbeit. Da wurden in Köln-Mülheim KBW- Stände mal eben abgeräumt. Die entscheidenden Leute informierten mich über die Rechtsgrundlagen ihres Vorgehens nicht wirklich. Ich erlebte, das unnötiger Zwang angewandt wurde, fürchterliche Kommunikationsabläufe, die dann zur Aggression bei den Festzunehmenden führten. Es gab aus heutiger Sicht auch Übergriffe. Damals dachte ich, dass ich für diese Welt einfach zu brav bin und ich erstmal sehen müsste, „wie das im Alltag der Kollegen richtig läuft“ und wie sich das von der Rechtstheorie der Ausbildung unterschied. Man schätzte mich wegen meiner Steno- und Schreibmaschinenkenntnisse, wegen meiner Formulierungskunst, wegen meiner an den Sachfragen konzentrierten Art, Sachverhalte zu schildern, sie rechtlich einzuordnen. Aber in „Widerständen“ oder bei „Stress“ wollte man mich ungern dabei haben. Fürs Prügeln war ich nicht geschaffen. Ich liebte das Wort. So konnte ich zwar mit einigen wenigen Kollegen mal einen Kegelabend machen, aber man hielt mich doch weitgehend fern von ihren Aufenthalten in Bars etc. Dafür war ich zu brav.

Und nun kam hinzu, dass wir, meine damalige Freundin und ich, heiraten wollten, ein Kind haben wollten oder mehr. Das war denen alles suspekt. So kam auch niemand zu unserer Hochzeit, weder in die Kirche noch ins Standesamt. Nichts.

Wir bekamen einen Römertopf geschenkt. Wir haben ihn erst jetzt, nach über 40 Jahren, in den Müll geworfen. Bis dato hatten wir ihn benutzt. Und ich denke immer daran, dass es von meinen damaligen Kollegen kam. Einer von ihnen hatte tragische Erfahrungen in einer Geiselnahme später, in denen die falschen Menschen starben. Aber wir haben uns nie wieder gesehen oder miteinander telefoniert.

Egal, ich habe meinen Weg erfolgreich fortgesetzt und wurde nach einigen Jahren erstmal auf meinen Wunsch in eine Dienststelle versetzt, ja angefordert, in der man meine Telegraphie-, Schreib- und sonstigen Kenntnisse von Technik, Kurzwelle, Ausbreitungsbedingungen und meine Bereitschaft, Dienstgeheimnisse zu wahren, schätzte und brauchte. Meine Morsekenntnisse, Funkkenntnisse, Kenntnisse über alles zu drahtloser Kommunikation führten dazu, dass mich eine Dienststelle des LKA „entdeckte“. Ein Kollege wohnte im selben Mietshaus. Dadurch kam ich für einige Jahre in den Luxus, meinen Schichtdienst in der Hauptfunkstelle des Landes NRW arbeiten zu dürfen, zeitweise auch im Innenministerium NRW in der Zeit von Minister Schnoor, mal auch im Regierungsbunker und mit etwas höherem Einkommen, als wäre ich draußen in Kälte und Regen gewesen. Ersatzweise engagierte ich mich in der Gewerkschaft für alle diese Kollegen. Und erst in den 90ern kam die zweigeteilte Laufbahn, alle Kollegen bekamen die Chance, in den gehobenen Dienst zu kommen. In Düsseldorf habe ich während der Terroristenzeit gute Arbeit gemacht. Heute macht sowas alles ein Computer. Damals brauchte man viele Menschen für Verschlüsselung und Bearbeitung geheimer Texte, die zur Fahndung und Ermittlung durch das Land, die Bundesländer und darüber hinaus gingen.

Irgendwann war mir das nicht genug. Und ich ging zurück nach Köln, wurde erste ein paar Jahre Präventionsberater, wurde aber dann schnell zum Bezirksermittler und später dann in die Kriminallaufbahn gesetzt, wurde ausgebildet, bekam einen Lehrgang, um in den gehobenen Dienst zu kommen, und habe dann bis zum Schluss mich mit Kriminalitätsverwaltung und –ermittlung befasst. Gerade darum kritisiere ich, dass mangels Personal lange Jahre der Mangel verwaltet wurde und meine Generation pensioniert wurde, fachlicher Nachwuchs aber erst mühsam wieder aufgebaut werden muss. Irgendwie erinnert mich diese Organisation an eine Provinznest, das zwar gute Arbeit leistet, das aber von der Regierung vergessen ist.

Immer engagierte ich mich nebenberuflich für die Gesellschaft, das Gemeinwesen. Es war die bleierne Zeit, in der die RAF mir Sorgen machte, weil ich als junger Vater von bald zwei und dann drei Kindern zu unmöglichen Zeiten geweckt wurde, um Durchsuchungen zu machen, weil man den Aufenthalt von Schleyer meinte gefunden zu haben, oder weil ähnliche Maßnahmen viel Polizei benötigten. Das kann ich mal gesondert schildern.

Dazu der notwendige Kampf gegen Atombombentests, Nukleartransporte, strahlenden Müll, Zerstörung der Natur durch breite Straßen in Köln, Planung einer der größten europäischen Müllverbrennungsanlagen führte dazu, dass ich mich gemeinsam mit Sozialdemokraten im Stadtteil eine Bürgerinitiative für Umwelt und gesundes Wohnen gründete. Die Regierenden in Köln, eine – wie man heute weiß – mit der Stasi verbandelte sozialdemokratische Fraktion im Rat sowie die im Ort mehrheitlich gewählte CDU nannten mich, den man sonntags mit den Kindern in der Kirche sah, einen “Grünen”. Sprüche wie “geh doch in die DDR” hörte ich auch, obwohl ich immer gegen die deutsch-deutsche Grenze war.

Dieses Unding zeigte ich meinen Kindern bei einem Urlaub in der Lüneburger Heide. Wir fuhren an die DDR-Grenze und zeigten ihnen, wie man auf der anderen Seite Schießtürme hat. Allerdings noch viel früher hatte ich meinen Kindern das Konzentrationslager Flossenbürg gezeigt. Später waren wir mit unserem Sohn in Weimar und Buchenwald. Wir haben auch andere Orte aufgesucht. Zuletzt war ich in Engerhafe. Auch Ostfriesland hat Menschen gequält während der NS-Zeit.

Mehrmals waren wir in Flossenbürg. Still gingen wir in dem Gedenkort, der kaum noch zeigt, was die Menschen dort gelitten haben, durch die Gelände, schauten uns das Gebiet vom nahegelegenen Burgturm aus an, schwiegen. Aber meinen Kindern erklärte ich, dass dort Menschen gepeinigt und dann umgebracht wurden. Die Nazis, das sollte meine Kinder lernen, dürften niemals wieder verharmlost werden oder Macht bekommen. Ich wusste, dass auch meine Berufsgruppe noch immer von Leuten durchsetzt war, die noch von Nazis eingestellt, befördert, in Führungsaufgaben gebracht worden waren, wenngleich das Denken in den 70ern sich schon demokratisierte, zumal Willy Brandt “mehr Demokratie wagen” wollte, was auf jedem Plakat gestanden hatte vor den Wahlen 1969. In der Ausbildung war das Thema sehr dürftig behandelt worden. Man stellte uns einen Plattenspieler mit den Reden Göbbels und Hitlers hin, der Fachlehrer ließ uns damit allein, aber Diskussionen gab es nicht. Ich war aber mit Kollegen zusammen, die mit mir einig waren, dass wir in unserem Verhalten menschenwürdig mit Menschen umgehen wollten und dabei die Verfassung und die Gesetze eher als Hilfe als als Beschränkung sahen.

Mit diesen Kollegen aß ich in Aachen meine erste Pizza, trank dabei Rotwein. Ich begann zu leben, nachdem ich doch aus den engen Verhältnissen kaum die Welt kennen gelernt hatte. Der spätere Professor Dr. Georg R., der den Polizeiberuf hingeworfen hatte nach drei Jahren und stattdessen Medizin studiert hatte, war damals eine Art Vorbild. Er hatte ein Plakat von Pinochet in unserem gemeinsamen Zimmer hängen, um deutlich zu machen, was für ein blutrünstiger Kerl dieser Mann war. Ja, die meisten meiner Schulfreunde wurden namhafte Fachleute, ich selber bescheiden ein Kriminalhauptkommissar, immerhin, aber stets im Clinch mit den Alltagsrealitäten, die uns Wirtschaft, Politik, Parteien und Medien vorsetzten, die aber selten mit unseren Erfahrungen zu tun hatten. Bis heute.

Ich komme also aus einer Entwicklung, in der ich später bis in die 90er Jahre innerhalb der Grünen, zudem in der Landesarbeitsgemeinschaft Einwanderung mitarbeitete, im DGB-Arbeitskreis Ausländer, den ich zum DGB-Arbeitskreis Integration verwandeln half in Köln und Umland (ich saß dort als GdP- Mitglied).

Polizei 1973-1998 / Demokratie geht jeden an

Ich war von 1973-2013 Polizeibeamter, ab 1994 als Kriminalbeamter, teilweise in der Prävention, zuletzt in Kommissariaten der Kriminalpolizei Köln. Ab 2005 erfassten wir die alltäglichen Tausende Straftaten nur noch statistisch, nummerierten die Seiten, schauten ob es irgendwo Ermittlungsansätze gab, verfügten sie ab zur Staatsanwaltschaft. Weitgehend unbearbeitet.

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Bernward, rechts im Bild. Pressekonferenz mit Polizeidierktor und Führungskräften.

In den 70er Jahren war ich entsetzt, wie sehr die polizeiliche Arbeitspraxis abwich von den rechtstheoretischen und verfassungsrechtlichen Grenzen und Vorschriften, die ich in der Ausbildung gelernt hatte. Es lohnte sich, diese Zeit mal genauer anzuschauen. Soviel aber doch:

Ich hatte in den 70er und 80er Jahren neben meinem Beruf mich mit Umwelt- und Friedensfragen befasst. Soweit möglich auch in der Gewerkschaft der Polizei. Aber vor allem in der Gründung einer Bürgerinitiatve lag der Grund, dass ich zunehmend in politische Konflikte mit der Polizeiführung in NRW geriet. Eine Delegation aus Köln war nach Düsseldorf gefahren, um meine Chefs aufzufordern, mich von weiterem Engagement für Umweltfragen abzuhalten. Aber man kannte meinen Fleiß, meine Zuverlässigkeit in den Aufgaben und meinen Charakter – und mein Chef weigerte sich. Er drohte gar: Wenn man dem Bernward Schwierigkeiten macht, wenn der hier weggehen muss, dann geh auch ich. Dafür zolle ich Heinz K. noch heute Dank.

Gleichwohl gab es zwei in der Politik tätige Kollegen, einer bei der CDU, Werner H., und einer bei der SPD, mit Familiennamen O., die massiv gegen mich vorgingen, weil ich auf dem grünen Brett meiner Gewerkschaft, deren Jugendgruppe ich quasi war, kritisierte, dass der bayerische Ministerpräsident anlässlich eines Besuches in Südafrika gesagt haben soll, es könne kein gleiches Wahlrecht für Schwarze und Weiße in Afrika geben. Ich musste das Plakat einer antifaschistischen Initiative aus dem linken Spektrum abnehmen und wurde disziplinarrechtlich verwarnt. Und das, obwohl ich Aktiver der GdP Kreisgruppe war. Ich gab das dann auf.

Es war die Zeit vieler Atomtransporte, die von Gronau ausgingen und dies, obwohl Nuklearmaterial nicht auffindbar war. Die Polizei begleitete die Transporte, aber keine Rede war davon, dass es einen Tatort Gronau gab. Ich begriff das nicht. Diese mangelnde Kritik an der Atomindustrie und ihren Machenschaften.

Auch was die Geschichte der Polizei betraf, soweit es die Nazi-Zeit betraf, beeinflussten mich linke grüne Bekannte, dieses Thema anzupacken. So kam ich mehr und mehr vom Umweltthema weg hin zu kritischer Betrachtung meines Berufes. Ich sah die Notwendigkeit, hatte aber keine Kooperationspartner. Bis ich über einen Freund aus der evangelischen Friedensbewegung erfuhr, dass sich Grüne in Bonn trafen, um einer Initiative von kritischen Polizisten zum Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft zu verhelfen. Ich war dabei und gründete 1988 nach einem Besuch in Wackersdorf, der sehr traumatisch war durch die Begegnung mit bayerischen Müttern, deren Kinder am Bauzaun massive Polizeigewalt erlitten hatten. Ich sah das als unverhältnismäßig an, was da geschehen war.

So begann ich Artikel dazu zu schreiben, machte Interviews mit dem linksrheinischen Rundfunk bei Koblenz, den es damals gab, und gründete mit einem Kriminalbeamten aus Werl und anderen zusammen eine NRW-Gruppe kritischer Polizisten, die dann 1988 auch in Berlin eine Bundesarbeitsgemeinschaft gemeinsam mit dem schon länger in Hamburg aktiven „Hamburger Signal“ gründeten. Ich wurde bald Vorstandsmitglied und auch einer der drei Sprecher. Die Haupt-Sprechertätigkeit kam aber von einem Hannoveraner, einem Hamburger und einem Wiesbadener Kollegen. Ich war eine Art „konservative Ergänzung“, so empfand ich mich. Immerhin kam ich immer im Anzug zu den Treffen, war doch eher konservativ, katholisch geprägt und bin auch schon mal bei einer Tagung zum Thema „Abschaffung des Par. 129 a StGB“ aus der Diskussion geflohen, die mir zu theoretisch war, um in der Nähe in einer historischen Kirche in Weilimdorf für die Putzfrauen, die dort mir Zugang verschafften, einige schöne Stücke auf der Orgel zu spielen. Die holten noch weitere dazu, es gab danach Applaus. Das zeigt etwas von mir, der ich politisch mich einbringen wollte, der ich aber doch immer auf dem Boden dessen geblieben bin, der mir Halt und Orientierung gab: Christentum, Demokratie, Freiheit, Ideologieferne.

Um näher wieder an meinem eigentlichen Berufsauftrag zu sein, ließ ich mich aus der Dienststelle in Düsseldorf beim LKA wieder nach Köln versetzen, ging zunächst in die Verkehrsprävention, wo man aber mit mir nicht gerne arbeitete, weil ich als „Kritischer Polizist“ bereits einen Ruf hatte. Die Stimmung dort hatte doch eher rechtskonservative Züge. Einen „linken“ Polizisten wollte man nicht. Dennoch konnte ich in dieser Zeit später nochmal Einfluss auf den Polizeipräsidenten nehmen, indem ich ihn bat, die Polizeigeschichte doch mal aufarbeiten zu lassen. Er als Jurist sei doch der Richtige, das endlich anzupacken. So geschah es auch.

Erfahrungen mit dem Thema Flucht, Vertreibung in den 90er Jahren

In den 90er Jahren bekam ich von heute auf morgen den Auftrag, mich um einen Stadtteil als uniformierter Bezirks- und Ermittlungsbeamter zu kümmern, in dem ein Kollege Schweißausbrüche bekam, weil er Schwierigkeiten mit zugewanderten Flüchtlingen und Ausländern hatte. Ich hatte das Problem nicht.

Da ich mehrere Sprachen spreche, motiviert war, wurde ich also Bezirks- und Ermittlungsbeamter, was es heute so in NRW nicht mehr gibt. Ich bekam ein Büro in Köln-Merkenich, mitten im Gewerbegebiet, hatte über 700 Flüchtlinge zu “betreuen”, die nach 1990 dort in einer ehemaligen Kaserne der belgischen Armee untergebracht wurden, wobei in Platzmitte ein eingezäunter Bereich mit giftiger Asche lag. Unfassbar. Ich bekam in einer Toilette einen Tisch, einen Telefonapparat – dank der Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes – und war von da an nicht nur Ermittler bei den zahlreichen Akten der Staatsanwaltschaft wegen “Beförderungserschleichung”, sondern ich war Ansprechpartner für die vielen Ausländer aus Somalia, Paschtunen aus Afghanistan, Kosovo-Albaner, etc.

Es gab Konflikte, es gab Drogenhändler, es gab sexuelle Übergriffe von islamischen Kosovaren auf die somalischen Frauen in ihren tollen farbigen Kleidern, ich hörte zu, ich ermahnte, ich kümmerte mich, ich schrieb Anzeigen, vernahm Zeugen, hörte Geschädigte an, nahm Kriminelle fest. Ich ertrug, dass fliegende Kriminalkommandos an mir vorbei stürmten, um jemand zu suchen, den man gefunden hätte, wenn man mich nur gefragt hätte. Aber ich galt als politisch unzuverlässig, da ich doch eher eine linksgrüne Anmutung hatte. Aber nicht, weil ich Leute bevorzugte oder agitierte, sondern weil ich die Menschen als Individuum behandelte.

Als ich erkannte, dass dort Christen und Muslime miteinander Probleme hatten, schlug ich dem zuständigen Camp-Leiter vor, einen Raum einzurichten, der still, für Gebete nutzbar und interkonfessionell war. Ein Flüchtlinge, der wirklich gut malen konnte, bemalte die Wände wunderbar mit Kopien namhafter klassischer Künstler. Aus dem Kopf konnte er das.

Als Amnesty international und Diakonie und Flüchtlingshelfer nicht ins Camp kamen, weil ein Tor es versperrte, kümmerte ich mich, dass der freie Zutritt für solche Helfer möglich würde. Ich musste mich durchsetzen gegen Bürokraten, aber da das kein Gefängnis sondern eine Notunterkunft war, sollte niemand davon abgehalten werden, sich beratende Hilfe zu holen. Das geschah auch.

Ich möchte damit andeuten, dass ich über mehrere Jahre aktiv nah an den Menschen aus Verfolgung war und damals angesichts von Rostock, Hoyerswerda und Solingen alles Erdenklliche tat, um in meinem Einflussbereich Artikel 1 Grundgesetz zur Geltung zu verschaffen.

Allerdings nicht naiv. Denn die Messerstecher und Betrüger, nächtliche Diebesbanden, prügelnde oder sexuell auffällige Männer gab es damals auch schon. Die wurden von mir rigoros der Staatsanwaltschaft gemeldet. Ob sie je bestraft wurden, kann ich nicht sagen. Polizisten arbeiten nicht für Anerkennung. Wir tun, was wir können, aber wir erwarten nichts, außer Respekt.

Zwischen 1992 und 1999 etwa hatte ich also ständig in Erstaufnahmeeinrichtungen und Wohnhäusern mit Flüchtlingen zu tun. Ich habe mich sehr engagiert, deren Situation immer auch im Blick zu halten. So sorgte ich für Gebetsräume für Christen und Muslime und Andersgläubige. Ich war wöchentlich in der Unterkunft und hielt persönliche Gesprächszeiten ab. Es gab sehr unterschiedliche Erfahrungen. Aber obwohl darunter auch viele Straftäter waren die ich anhören musste, war ich immer stringent deutlich dagegen, wenn andere Kollegen gegen Flüchtlinge argumentierten, habe dabei aber meine schlechten Erfahrungen bewusst geleugnet und habe so manche Äußerung meiner Kollegen als „rechtsextrem“ eingeordnet, obwohl aus heutiger Sicht nicht immer dazu wirklich Anlass bestand.

In meiner Freizeit war ich Mitglied im offenen Arbeitskreis der Grünen, in der Landesarbeitsgemeinschaft Einwanderer, bei anderen LAGs, war zeitweise Mitglied der Grünen, war auch ab und an Delegierter für Köln. Aber nie war ich da wirklich zu Hause, auch wenn ich versucht hatte, gegen eine linke Kandidatin anzutreten, weil niemand auch nur mal fragte, ob ich gewählt werden wollte. Man musste immer kämpfen.

Ich habe viel von meinen alevitischen Freunden gelernt, Freunden aus Dersim, dem heutigen Tunceli. Meine Begegnung mit diesen und anderen Migranten, ehemals echten Flüchtlingen, die der türkischen Militärdiktator entwichen waren, Nachfahren der Genozide an den Armeniern und an den Aleviten. Mich verbindet immer noch eine tiefe Freundschaft, auch wenn einige wieder in der Türkei leben und dort angesichts der Zustände überleben. Aber ich weiß, dass sie friedliche Menschen sind, vermittelnd. Aleviten habe ich als Brückenbauer kennen gelernt, gebildete Menschen, musikalische Menschen, gastfreundliche. Und auf deren Freundschaft baut auch meine Überzeugung, dass bei aller Kritik, die ich an dem von mir heftig abgelehnten Islam habe, der einzelne Mensch immer zunächst individuell zu sehen ist. Ideologien ablehnen, aber Menschen die Türen öffnen, bis sie selber sich die Grenzen setzen, indem sie für etwas missionieren, das nicht menschenwürdig und freiheitlich ist. Da blocke ich. Da ist meine Tür zu. Egal welche Ideologie.

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Landtagswahl NRW 1975 vor Landtagsgebäude Düsseldorf

Ab 2009 hab ich wieder normal ermittelt, auch Zeugen vernommen und Beschuldigte, aber alles im Hochgeschwindigkeitsverfahren. Alles so schnell wie möglich, weil man sonst unterging.

2013 konnte ich nicht mehr. Ich hatte zuviel zu tun in der Kripo, die Personalsituation war durch die Pensionierung früherer Kriminalbeamter katastrophal geworden. Junge Kollegen waren oft nicht mehr präsent, erzogen ihre Kinder, arbeiteten halbtags, machten Heimarbeit…. Und wir älteren Kollegen, zuletzt war ich fast der einzige noch, mussten dann noch nachmittags zusätzlich Haftprüfungen vornehmen, nachts raus, Wochenende raus… ich drohte herzkrank zu werden. Darum bat ich mit 60 Jahren um meine Pensionierung. Das geschah dann 2014 auch. Da aber abzusehen war, dass Flüchtlinge nach Deutschland kamen, bot ich im neuen Wohnort, Norden Ostfriesland, an, erkennungsdienstlich zu arbeiten, Personalien zu prüfen, Identitäten zu klären. Denn das waren die Probleme, die zu erwarten waren.

Aber das Innenministerium antwortete nicht. Niedersachsen schwieg, wenngleich im Rundfunk Pensionäre aufgerufen worden waren, sich dazu zu melden. Ein Jahr später kam ein knapper Brief des Innenministeriums Hannover, demzufolge man meine Post offenbar irrtümlich falsch eingeordnet hatte. Unfug.

In Utlandshörn, einem Stadtteil von Norden, stand ein Gebäude leer. Da ich hörte, dass leere Räume gesucht wurden, sogar Sporthallen für Betten benutzt wurden, sagte ich, dass die Funkstation, das Museum Norddeich-Radio in Utlandshörn, das im weitgehend leeren Gebäude seinen Platz hatte, ehrenamtlich bereit wäre, die Flüchtlinge zu betreuen. Darum ging ich zur Kreisvolkshochschule Norden, schrieb mit einem Konzept Herrn M., den früheren Leiter, an. Der aber starb, bevor es zu diesem Gespräch kommen konnte, plötzlich.

Ich bot in mehreren Gesprächen eine Frau Imkre K. in der Kreisvolkshochschule an, ich wollte eine ehrenamtliche Gruppe aufbauen, die sich auf die zu leistende Arbeit mit den zu erwartenden Flüchtlingen vorbereiten sollte. Wurde nicht gemacht.

Die Flüchtlinge kamen.

Ich nahm Kontakt mit der neuen Einrichtung der KVHS Norden auf, Utlandshörn. Da liefen merkwürdige Dinge ab. Das Personal wechselte mehrfach. Es wurde z.B. die Tür des Museums aufgebrochen etc. Ich erfuhr, dass an einem Abend 180 Flüchtlinge angekommen waren, die auch neue Kleidung bekamen. Am anderen Morgen seien alle weg gewesen, die Kleider lagen wild herumgeworfen in den Räumen. Schon am Abend hatten die Männer Terz gemacht, wenn die wenigen Frauen, die dabei waren, sich ein Kleidungsstück aussuchten. Es seien Kleider, die “haram” (unsauber, sündig, ungläubig) seien.

Das geschah mehrfach.

Ich wollte ehrenamtlich arbeiten. „Refugee welcome“ stand an unserer Tür. Ich war 2014 noch voll auf dieser Welle.

Dann wandte ich mich an eine Einrichtung „Haus Nazareth“, wo unbegleitete Jugendliche betreut werden und wohnen. Man sagte mir, man brauche einen Nachhilfelehrer für nachmittags, aber ich müsste damit klar kommen, dass ich täglich kommen müsste, aber dass die Flüchtlinge meist nach wenigen Tagen nicht mehr kämen, weil sie was Anderes vor hätten. Kosten wurden mir nicht erstattet. Ich ließ es.

Aber man sagte mir nach ein paar Tagen, dass einige Jugendliche Hilfe des Weißen Rings bräuchten. Wenn ich da helfen könnte, das wäre was.

Ich hatte mit dem Weißen Ring schon 2014 Kontakt aufgenommen, man besuchte mich auch, aber man meldete sich dann nicht mehr für die notwendigen begleiteten Beratungen. Ich hakte nun nach, aber ein Kriminalbeamter in Aurich sagte mir, dass man mit dem Thema Flüchtlinge gar nicht erst anfangen wolle. Wenn man dieses Fass aufmache, gäbe das Unruhe in Aurich. Ich verstand nicht warum, wunderte mich aber, warum wenige Wochen später Kriminalbeamter Herr H. vom Weißen Ring einen Ehrenamtspreis der SPD bekam. Wegen seiner Arbeit.

Der Weiße Ring wollte auch in Hannover und Mainz nicht mit mir darüber reden. Die Vorsitzende, die ehemalige Justizministerin von NRW, in München ansässig, antwortete gar nicht erst.

Nirgends konnte ich mich einbringen. Immer noch dachte ich, es läge daran, dass ich aus NRW eingewandert bin, aber dann geschah dies: An der Tür in Utlandshörn hing ein Schild mit vielen Namen von Flüchtlingen, die angeblich im Hause wohnten. Ich prüfte sie in Google und stellte bei einigen fest, dass sie als Kriegsverbrecher gesucht wurden.

Mustafa L., inzwischen verstorben, ein aus Nordafrika stammender ehemaliger Lufthansa-Pilot, der das Museum Norddeich-Radio wöchentlich öffnete, sagte mir dann, im Gebäude seien nicht die öffentlich 60 Flüchtlinge, es seien in Wirklichkeit nur 6 oder 7.

Es gäbe noch mehr zu sagen, ich kürze das hier mal. Jedenfalls sollten die paar Flüchtlinge nach außen Aktivitäten zeigen, damit von außen deutlich wurde, dass dort viele Leute seien, sagte mir der Augenzeuge.

Die evangelische Kirche stiftete einen großen Geldbetrag für die Einrichtdung in Utlandshörn. Für einen angeblichen Kindergarten. Es gab keinen Bedarf. Es wurde ein Kinderzimmer eingerichtet, aber es gab nur eine einzige Familie dort – für eine kurze Weile. Darüber hinaus waren Flüchtlinge, die auch mit Messern sich angingen, Mehrfachidentitäten, Leute, die in Schweden schon ausgewiesen waren… u.v.m. Ich beschwerte mich bei der evangelischen Kirche und bekam plötzlich einen Besuch. Ein Pfarrer mit Funkwagen besuchte mich. Ich nehme an, dass er Pfarrer ist, denn er stellte sich als solcher im Sonderdienst vor. Ich erfuhr, dass er dort eine Stelle innehabe in der Einrichtung, um in einer Art sinnvoller Beschäftigungstherapie die Neuankömmlinge mit Werkzeugen vertraut zu machen, die sie von zu Hause nicht kannten.

Ich war überrascht, denn es waren doch angeblich geflohene Syrer, die dem Krieg entwichen waren. Und weiß man nicht, was ein Hobel, was Holz, was ein Werkzeug ist? Ich war verwundert. Leider darf ich einige Dinge nicht erzählen. Jedenfalls lehnte das Land Niedersachsen ab, dass ich die Identität der oft verhaltensauffälligen Leute feststellen half. Man gab mir keine Chance, mich ehrenamtlich einzubringen. Wir machten eine Versammlung in der Kirchengemeinde. Es kamen angebliche oder tatsächliche Flüchtlingshelfer, die aber ähnlich einer Sekte wirkten, die überhaupt keine Interesse hat, die 5 Leute, die ich als Freiwillige oder Interessierte zusammengetrommelt hatte, zu ehrenamtlichen Helfern zu machen.

Dass die Volkshochschule mir nicht gestattet hatte, 2014 – also weit vor dem Andrang der 2015 an der Grenze Österreichs hineingelassenen Unüberprüften – eine Vorbereitungsgruppe zu leiten, Absprachen zu treffen, damit niemand überfordert werden würde, das bleibt eine der vielen Merkwürdigkeiten. Ich wollte als gerade pensionierter Kriminalbeamter mit Fachkenntnissen in Erkennungsdienst und Ermittlung mich einbringen für Flüchtlinge, für ein geordnetes Hilfsverfahren, für menschenwürdige Verhältnisse, ich war voll auf der Welle „Refugee Welcome“, hatte das auch an der Tür stehen. Aber keiner wollte das wirklich. Merkwürdig.

Ab 2016 hatte ich die Nase voll.

(In Teil II werde ich mich mehr über meine Erfahrungen mit eingewanderten Gruppen von Personen äussern, warum die meisten schlichtweg Einwanderer sind, dass dann, wenn man nur Forderungen stellt und nicht bereit ist, sich vor Ort einzugliedern, man immer neue Probleme produziert. Über meine erheblichen Zweifel, dass alles das gesetzlich korrekt abgeläuft. Ich möchte in den Medien und Zeitungen Berichte, Fakten, Informationen. Meinetwegen abgesetzt einen Kommentar, aber beurteilen sollte jeder selber. Und darum ist es gut, wenn sich Menschen wie wir von der Basis äussern, Menschen mit Erfahrungaus Flucht und Vertreibung oder die sich mit Eingewanderten auskennen.)

Teil II

© Copyright 2020 – Alle Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten (Initiative an der Basis).

Gesprächsrunde INITIATIVE AN DER BASIS in Fulda, 29.2.2020: „Aufnahmestopp jetzt!“

E I N L A D U N G

Die Initiative an der BASIS lädt zu einer Gesprächsrunde

Initiative an der Basis -Veranstaltung 29.2.2020 FULDA

  • Erfahrungsberichte direkt von der Basis
  • Warum wir eine Neuausrichtung in der Asyl&Migrationspolitik fordern.
  • Erfahrungsaustausch mit u.a. einer Lehrerin, Schülerin, ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleiterin, ehem. Vermieterin einer Flüchtlingsunterkunft und einer Ärztin von der Initiative an der Basis

Die Initiative an der Basis ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten, die die jetzige Politik kritisch beurteilen.

Die Migration und ihre Folgen beherrschen die Medien, aber selten kommen diejenigen zu Wort, die täglich an der Basis damit zu tun haben, genau wissen, was falsch läuft und wie man es besser machen könnte. Das wollen wir ändern.

Wir wollen gemeinsam als breite Basis Probleme benennen, Zusammenhänge aufzeigen und Forderungen an die Gesellschaft, Medien, Behörden und Politik, als auch an Flüchtlinge und Parallelgesellschaften formulieren. Wir sind im Grunde nicht erpicht auf mediales Interesse. Uns ist klar, dass auch wir Gefahr laufen, mutwillig missverstanden und medial hingerichtet zu werden, aber wir wollen trotz allem nicht länger schweigen. Die Lage ist zu ernst, um weiter ignoriert zu werden.

29.2.2020 um 17:00 Uhr in Fulda
Anmeldung zur Gesprächsrunde: hier

Flüchtlinge und Migration: Erfahrungsbericht eines Erziehers „Was machen eigentlich die Frauen und Mädchen?“

Was machen eigentlich die Frauen und Mädchen?

Erfahrungsbericht von Martyn Ringk, Teil II

Als der Migrantenzustrom im Sommer 2015 über uns hereinbrach, konnte ich trotz schöner Bilder der Medien von flüchtenden Familien nicht die Augen vor dem Männerüberhang verschließen. Tatsächlich war der Anteil von Frauen bzw. Mädchen unter den Migranten verschwindend gering. Wie es ihnen unter den Massen von männlichen Migranten in den Flüchtlingsheimen und woanders geht, ist politisch wie medial nicht im Fokus.

Als ich mit der Arbeit als Erzieher im Juli 2015 in der Erstaufnahme- und Clearingstelle in Berlin-Zehlendorf begann, kamen täglich um ca. 100 unbegleitete minderjährige „Flüchtlinge“. Die Zahl der unbegleiteten Kinder, Jugendlichen und bärtigen Kinder stieg bis zum Ende des Jahres an, bis dem Zustrom durch die Gesetzesänderung des Nachzugs von Familienangehörigen ein Ende gesetzt wurde. Bis dahin mussten alle Mitarbeiter der EAC Berlin tagtäglich mit Überforderung kämpfen. Der Stresspegel war hoch. Die Nerven lagen blank.

Ich erinnere mich, dass es nicht nur in der EAC-Berlin dementsprechend chaotisch zuging, auch bei anderen Behörden war Chaos pur angesagt. Ich denke zurück an die Begleitungstermine mit den männlichen Kindern, Jugendlichen und Bärtigen zu den notwendigen Behördenterminen im Clearingverfahren. In der ZAA Turmstraße Berlin-Moabit beispielsweise standen Massen von Menschen an, liefen hin und her oder kampierten auf dem Gelände in den Grünbereichen. Überfordertes Dienstpersonal, das angesichts der Situation eigentlich an die Decke hätte gehen, aber es tunlichst vermied, während es ständig koordinierte, umkoordinierte oder wild herumrannte. Der Stress war den Leuten deutlich anzusehen. Bei anderen behördlichen Stationen (TBC, KJGD, LABO, Tropeninstitut, BAMF) gab es das gleiche Bild. Es ging sogar soweit, dass bis Ende des Jahres 2015 einige Behörden im Asylprozess so reagierten, dass sie ein A4 Blatt mit aufgedrucktem Datum als offiziellen Verwaltungsakt für die umFs ausgaben. Daran war deutlich zu erkennen, wie überfordert und überlastet die Institutionen waren. Hätte es zu diesem Zeitpunkt in Deutschland nicht all die vielen freiwilligen Helfer und HelferInnen gegeben, Deutschland wäre angesichts dieser Situation zusammengebrochen. Aus heutiger Sicht sage ich, dass dies nur ein Ausblick auf das Morgen war.

Von Beginn der Flüchtlingskrise an war klar, dass es sich hierbei um männliche Migration handelt. Bis in die Altersstufe von 60 Jahren geht es hauptsächlich um Männer. Das zeigte sich auch während meiner Arbeit in der Erstaufnahmestelle. Ab dem ersten Arbeitstag schlugen nur Jungen in der EAC-Hauptstelle in Berlin-Zehlendorf auf. Die ersten Mädchen (oder waren es junge Frauen?) kamen etwa erst Mitte August 2015 in der EAC an. Sie fielen natürlich auf, weil es ungefähr vier bzw. fünf von insgesamt 78 Minderjährigen waren. Auch in der Zeit (ca. 1,5 Monate) als die EAC überbelegt war (110 umFs), stieg die Zahl der Mädchen nicht spürbar an. Auffällig an den Mädchen bzw. Jugendlichen war, dass sie von oben bis unten verhüllt waren. Mir fiel damals ins Auge, dass diese vier bis fünf weiblichen Jugendlichen bzw. jungen Frauen in der EAC Kleidung von recht guter Qualität trugen. Sie kamen direkt aus der Türkei, wo sie, wie sehr viele umFs, ca. zwei Jahre gelebt hatten. Diese verschleierten Mädchen waren äußerst reserviert und zurückhaltend und wollten möglichst keinen Kontakt mit Einheimischen. Auch vor Kontakt mit männlichen Jugendlichen hielten sie sich auffällig zurück. Was ich damals noch nicht wusste, ist mir mittlerweile klar: in diesen Fällen handelte es sich um Importbräute, die im Zuge der Massenmigration ab 2015 hierher geordert worden waren, denn hier in Deutschland gab es Verwandte, die die Mädchen in Empfang nahmen. Wie viele Mädchen und Frauen im Zuge der Migrationsbewegung speziell seit 2015 hierhergeschickt wurden (darunter ist auch ein Teil, die nur das von ihrem eigenen Leben wollen: heiraten und Kinder kriegen), darüber gibt es keine Statistiken, es interessiert ja auch die politisch Verantwortlichen nicht. Sehr gut erinnere ich mich noch an ein kurdisches Mädchen, ca. 17 Jahre alt, in der Erstaufnahmestelle in der Wupperstraße 17-21, weil sie das erste unverschleierte Mädchen war. Man konnte sich gut auf Englisch mit ihr verständigen. Natürlich schützte auch die kopftuchtragenden und von oben bis unten züchtig-muslimisch gekleideten Mädchen und jungen Frauen ihre Kleidung nicht vor den Aufdringlichkeiten der männlichen Jugendlichen. Verbales Anmachen war auch bei denen an der Tagesordnung, hinzu kam noch das Nachstellen. Aber da dieses Mädchen kein Kopftuch trug, mussten auch mal Erzieher auf dem Gang patrouillieren, wenn sie auf Toilette musste oder sich waschen wollte. Zwar betrug der Aufenthalt des Mädchens nur etwa einen Monat (was in den Monaten Ende 2015/Anfang 2016 äußerst kurz war), das reichte aber schon aus, damit das Mädchen ziemlich eingeschüchtert seine Zeit in der EAC verbrachte. Von Seiten der Leitung und des Personals war das erschreckenderweise kein allgemeines Thema. Auch hier nahm man die Situation hin – so wie alle anderen Situationen auch. Hinnehmen, weitermachen, Augen zu … Es ist klar, dass sich dann Frust und Aggressionen aufstauen.

Ich erinnere mich außerdem an das Mädchen Hanan, die sich mit ihrem Bruder (er gab an, 17 Jahre alt zu sein, wirkte aber wie ein Zwanzigjähriger) ein Zimmer in der Erstaufnahme in Berlin-Zehlendorf teilte. Schon das war ziemlich bedenklich! Wie kann man eine Dreizehnjährige, die man nicht kennt, mit ihrem Bruder (weiß man es?) auf ca. 13 m² wohnen lassen? Immerhin arbeiteten wir in einer Kinderschutzeinrichtung!

Wieviel das Wort Kinderschutzeinrichtung wert ist, haben ich und meine Arbeitskollegen Anfang des Jahres 2016 erleben müssen, die 13-jährige Hanan ging mittlerweile zur Schule. Ihrem Bruder gefiel das nicht, denn Hanan erlaubte sich, mit einheimischen Jungs in ihrer Schule zu reden. Das durfte nicht sein, so empfand es jedenfalls der Bruder. Darüber hinaus setzten die Verwandten Hanans Bruder via Handy immer wieder unter Druck, er habe dafür zu sorgen, dass Hanan nicht westlich wird und damit keine Schlampe, wie es die Frauen hier in Deutschland sind. Dadurch brachen bei dem Bruder alle Dämme. Er bedrohte seiner Schwester und verbot ihr, weiter in die Schule zu gehen. Sollte sie sich weigern, drohte er ihr, werde er sie töten. An diesem Nachmittag flüchtete Hanan vor Angst aus dem Zimmer in das Empfangsbüro der Erstaufnahmestelle in der Wupperstraße. Da dort immer mindestens ein Mitarbeiter (Erzieher, Betreuer) zugegen war, entschied sie sich dorthin zu flüchten. Dort angekommen versteckte sie sich hinter einer Mitarbeiterin, denn ihr Bruder verfolgte sie dorthin. Von Zorn erfüllt schlug er zu, traf aber seine Schwester nicht, sondern die Mitarbeiterin, hinter der Hanan Schutz gesucht hatte. Wutentbrannt marschierte er in Richtung des Zimmers in die zweite Etage der großen Erstaufnahmestelle für umFs in Berlin. Zu dieser Zeit, als Hanans Bruder in Richtung des Unterkunftszimmer unterwegs war, befand ich mich hinter geschlossener Tür in der Küche dieser Etage und bereitete das Abendessen für die etwa 40 Kinder (bis 14 Jahre) vor. Ich wurde aus meinen Vorbereitungen für das Abendessen durch heftiges und dröhnendes Donnern herausgerissen. Erschrocken und verwundert zugleich öffnete ich die Tür der Küche und stellte fest, wie schräg gegenüber der Tür, in der ich stand, Hanans Bruder mit heftigen Tritten gegen die eigene Zimmertür trat. Die Tritte waren so heftige, dass davon sogar die Wände auf der Etage zu erzittern begannen. Bald danach trat er die Tür ein, die in viele Holzteile zersplitterte. Derweil hatte sich, alarmiert von anderen Kollegen, das Sicherheitspersonal der Wupperstraße aufgemacht, Hanans Bruder bis zum Zimmer zu verfolgen. In der Zeit zerlegte, von rhythmischer Musik aus seinem Handy begleitet, das Zimmer. Bettteile flogen umher, Marmeladengläser gegen die Wand. Es wurde zerstört, was die Wut begehrte. Das Sicherheitspersonal (eine Person) schritt aus Deeskalationsgründen (eigentlich waren sie schockiert) nicht ein. Mittlerweile waren noch weitere drei Erzieher dazugekommen, die an bestimmten Punkten des L-förmigen Flurgangs positioniert standen. Die fast 40 Kinder hatten die Ausschreitungen mitbekommen und mussten vom Gaffen abgehalten werden. Außerdem mussten sie vor der Unberechenbarkeit des wütenden und tobenden Bruders beschützt werden. Die Situation war extrem heikel und explosiv. Die Nerven lagen blank. Die Zeit stand still. Vielleicht nach etwa 10 Minuten ließ er von der weiteren Zerstörung ab, rannte aus dem Zimmer, über den Flur die Treppe runter und raus aus dem Haus. Die Sicherheitskräfte rannten hinterher. Hanans Bruder schrie, dass ihn die Polizei festnehmen solle, weil er so nicht weiterleben könne. Die kam auch zügig, da diese schon von Kollegen gerufen worden war.

Ich muss sagen, die Zusammenarbeit mit der Polizei des zuständigen Abschnitts klappte recht gut. Man kannte sich eben schon länger und die Polizeibeamten waren auf die Situationen der Erstaufnahmestelle und der Klientel routiniert eingespielt. Vor Ort fand eine Zeugenvernehmung von Hanan statt, außerdem wurde Hanan darüber aufgeklärt, welche Rechte sie als Mädchen in Deutschland hat. Wie uns von Polizeiseite erklärt wurde, ist rechtlich leider nichts zu machen, es sei denn, der Bruder würde Hanans Schulbesuch unterbinden oder sie vor Ort in der Schule bedrohen. Erst dann gäbe es eine rechtliche Handhabung. Hanans Bruder wurde in Handschellen abgeführt und bedrohte dabei eine Mitarbeiterin verbal. Das Ergebnis der Vorkommnisse: Nach einem Tag in der Arrestzelle befand sich Hanans Bruder am nächsten Tag wieder in der Wupperstraße. Was sich geändert hatte war, dass er nun nicht mehr mit seiner Schwester in einem Zimmer wohnte, sondern eine Etage tiefer in einem Dreibettzimmer. Ich war schockiert, als ich am nächsten Tag zur Spätschicht in die EAC-Wupperstraße kam und ihn dort erblickte. Er wirkte aufgeblasent und selbstsicher. Mit der Gewaltdemonstration des vorherigen Tages hatte er ein klares Zeichen gesetzt und für alle sichtbar demonstriert, wer das Sagen hat. Es ist gang und gäbe, dass Kinder und Jugendliche bei Strafdelikten nicht des Hauses verwiesen werden. Das Höchste bei drohender (Selbst-) Gefährdung ist ein Aufenthalt in der jeweiligen psychiatrischen Einrichtung des jeweils zuständigen Kinderkrankenhauses. Meist belief sich die Verweildauer dort auf etwa 24 Stunden oder darunter.

Die Gewalt vor Ort war patriachalisch geprägt. Das prägte die Stimmung in der Einrichtung in hohem Maße. Auch bei meinem Wechsel in die neu eröffnete Zweigstelle nach Wilmersdorf zum September 2016 hin änderte sich nichts. Gewalt blieb Gewalt und Kontext blieb Kontext, auch wenn verkündet wurde, das mit der Hauseröffnung in der Prinzregentenstraße alles anders werden würde. Die Realität war anders. Die Gewaltdelikte der Kinder, Jugendlichen und bärtigen Kinder hielten auch dort unvermindert an. Aggressionen wurden unter den Kollegen der neuen Einrichtung ebenso ignoriert und weitergereicht wie zuvor in der Wupperstraße. Allerdings gab es hier eine Mädchenetage in der 3. Etage in der Prinzregentenstraße in Berlin-Wilmersdorf.

Zum ersten Mal hatte der Träger FSD beim Thema Migranten/Flüchtlinge Mädchen im Fokus. Das gab es zuvor nicht, auch bei den Mitarbeitern nicht. Zwar musste zum Beispiel das Personal noch dazulernen, wie z. B. beim Thema Kinderehe. Aber durch gezielte Informationen zur Gesetzeslage und den Ergebnissen des Landesjugendhilfeausschusses und des LAGESOs zur Fragestellung beim „Umgang im Rahmen der Inobhutnahme von Jugendlichen mit im Ausland geschlossenen Ehen, bei denen die Frau minderjährig ist und der Mann volljährig“, die klar zu verstehen gaben, dass Minderjährigen-Ehen gesetzeswidrig sind, konnte ich die Hausleitung davon überzeugen, dieses Handlungspapier umzusetzen.

Seit Juli 2017 ist das Gesetz gegen Frühehen in Deutschland in Kraft. Seitdem ist das Mindestheiratsalter ohne Ausnahme auf 18 Jahren heraufgesetzt worden. Gegen dieses Gesetz zum Verbot der Frühehen stimmten die Grünen und Die Linke. Grund: Das wäre populistisch. Wäre das Gesetz nicht durchgekommen, wie es die Linken und Grünen wollten, hätte das bedeutet, dass die Mädchen hierzulande – aus Gründen der politischen Korrektheit – auf der Strecke geblieben wären. Leider muss man sich auch bei diesem Gesetz fragen, wie und ob dieses Gesetz überhaupt in der Praxis angewandt wird. Das sind generelle Fragen, die auf Verhältnisse in diesem Land zurückzuführen sind, die mittlerweile Alltag sind.

Es gab sie – die Mädchen, wenn auch in äußerst geringer Zahl im Gegensatz zu den Jungen. Bei den Mädchen und jungen Fragen kamen ganz andere Dinge zum Tragen, warum sie hierhergekommen waren oder wodurch. Anders als bei der Überzahl der Jungen, die geschickt wurden, um vor allem als wirtschaftlicher Türöffner für die Familie in den Herkunftsländer zu fungieren und bei denen fast ausnahmslos die Entscheidung des Vaters dahinterstand, sind Mädchen und Frauen aufgrund der eigenen direkten Betroffenheit hierhergekommen. Ich nenne dies eigene direkte Betroffenheit, denn drohende Vergewaltigung im Heimatgebiet, Zwangsverheiratung, Flucht aus oder vor drohender Versklavung sind ganz andere Motivationsfaktoren und -hintergründe, als vom Vater dazu bestimmt worden zu sein, nach Europa zu gehen. Beim weiblichen Geschlecht geht es oftmals um unmittelbare Bedrohungssituationen.

Ich habe in der Zweigstelle in der Prinzregentenstraße in Berlin-Wilmersdorf erfahren, warum sie hier sind. Flucht vor Zwangsheirat betraf die meisten, dann war es Gewalt in der Familie oder anstehender Ehrenmord, Drohung in die Sklaverei verkauft zu werden oder aus dieser zu kommen sowie in die Prostitution geschickt zu werden, was die Mädchen veranlasst hatte, hierher zu kommen. Wenn es darum geht, vor der drohenden Prostitution oder aus der Prostitution zu fliehen (das waren zum überwiegenden Teil Mädchen aus afrikanischen Ländern), dann geht es um die eigene Motivation. Natürlich wurden auch Mädchen per Flugzeug nach Deutschland eingeflogen, das waren meist Mädchen aus dem Kaukasus. Diese Mädchen bildeten, neben Mädchen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara, die andere große Gruppe. Zumeist kamen sie aus Ländern wie Tschetschenien, Aserbaidschan etc.

Es gab Mädchen, die als Importbraut hierherkamen und dann in Deutschland als Minderjährige Schutz vor dem schlagenden Ehemann in der Erstaufnahmestelle suchten (Flucht vor häuslicher Gewalt). Oft waren darunter auch Kinder, oder sie flohen direkt vom Transport aus dem Herkunftsland hier im Ankunftsland vor der Hochzeit mit ihrem zukünftigen Ehemann. Natürlich gab es auch Mädchen, die als Ziel hatten, hierher zu kommen, um zu heiraten und Kinder zu kriegen. Das waren die Hardlinerinnen unter den Mädchen, die nicht von ihrer vorherbestimmten Rolle abweichen wollten, die das sogar als Prestige sahen und diesem Ziel huldigten. Das waren die strengen Musliminnen, die den anderen Mädchen vorschreiben wollten, dass sie ein Kopftuch zu tragen hätten, weil sie sonst Huren seien. Dies wurde von Mitarbeiterinnen der Einrichtung klar und unmissverständlich unterbunden. Solche Mädchen, die mit freiheitsentziehenden Allüren gegenüber anderen Mädchen schwadronierten, sie in ihrer Freiheit hier in Deutschland in der Außenstelle in Berlin-Wilmersdorf einzugrenzen versuchten, wurden klar in die Schranken gewiesen. Aber solche Mädchen gab es nur wenige. Die meisten hatten ein eigenes Schicksal und deshalb eine große Motivation, das anzugehen. Dahinter steckte das Thema Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein, was ihnen allzu oft genommen wurde. Bei ihnen ist mir sofort der Elan, das Interesse und der Fleiß beim Lernen der deutschen Sprache aufgefallen. Anders als bei den meisten Jungen, die von Verhältnissen der sozialen, weil männlichen präferierten, Hängemattenmentalität, des Macker- und Patriarchentums geprägt waren, hatten diese Mädchen solche Verhältnisse nicht erfahren. Wie sollten Mädchen wissen, wie es ist, selbstbestimmt zu sein, entscheiden zu können, was sie wie und wann können und wollen. Woher sollten die Mädchen wissen, wenn sie genitalverstümmelt bei uns ankamen, dass es nicht verwerflich ist, sondern normal, ein eigenes Gefühl zum eigenen Körper zu haben oder sogar selbst sexuelle Lust zu haben? Nein, da, wo sie herkamen, dürfen weibliche Wesen so etwas nicht haben. Das wäre haram. Aber hier gab es die Auseinandersetzung damit. Darum gab es Mädchen, die das Thema Rekonstruktion der Genitalien für sich anstrebten. Das Thema Genitalverstümmelung war bis zu meinem Weggang im März 2017 ein Thema. Mindestens die Hälfte der Mädchen war in der Außenstelle in Berlin-Wilmersdorf davon betroffen. Schon vor dem Hintergrund, dass mindestens die Hälfte schwanger bei uns in der Außenstelle ankam, mussten sich die Mädchen mit ihren Körpern auseinandersetzen, auch weil die Schwangerschaften meistens durch Vergewaltigungen durch oftmals ihre eigenen Landsleute auf dem Weg nach Europa zustande kamen.

Oft wollen die Mädchen, so wie ich es erlebte, nicht, dass ihre Familien nach Deutschland kommen. Der Grund war, dass sie auch hier wieder die Freiheit verlieren würden. Freiheit ist ein Motivator, der war den Mädchen sehr wichtig. Dort, wo sie herkamen, kannten sie sie nicht.

Anders als bei den Jungen geschieht die Flucht der Mädchen und jungen Frauen u. a. mit Hilfe der Mütter. Sind die Mädchen erst einmal in Deutschland angekommen, beginnen bei Ihnen die Schuldgefühle zu wachsen. In den Gesprächen taucht dieses Thema immer wieder auf, denn sie wissen, dass sie jetzt in Sicherheit sind, ihre Mütter hingegen wegen ihrer Hilfestellung nun in Lebensgefahr sind.

Bis heute kommen Mädchen und junge Frauen so gut wie gar nicht in den Medien vor. Außer 2015, als die Kanzlerin die schönen Bilder einer unschönen Sache brauchte, waren Mädchen und Frauen nur hier und da zu sehen und wenn, dann nur im Kontext von Familie und Männern. Frauen alleine waren in den Fernsehberichterstattungen nicht auszumachen. Normalerweise ist von Jungen die Rede, wenn es um Jugendliche geht, die unbegleitet, also ohne Eltern oder sonstige erwachsene Angehörige, nach Deutschland kommen. Die Überzahl ist männlich. Nach der Unicef-Studie „Kindheit im Wartezustand“ vom Frühjahr 2017 sind 97 Prozent der unbegleiteten Minderjährigen männlich. Das war die erste große Studie nach der Masseneinwanderungswelle von 2015, wo es so chaotisch zuging, dass man überhaupt nicht wusste, wer da alles kommt. Aus diesem Grund frage ich mich auch weiterhin: Wer sind die Mädchen? Warum kommen sie? Was passiert eigentlich mit Ihnen in den Unterkünften/Einrichtungen? Wer schaut hin und macht überhaupt was? Da gibt es einfach extrem große dunkle Flecken.

Ein anderer Grund, warum die Mädchen nicht in den Schlagzeilen sind, ist der, dass sie – anders als die Jungen – keine Probleme machen, wie z. B. bei Tests zur Altersfeststellung (leider wurden diese Tests ab 2015 sehr durch die Flüchtlingsorganisationen in Deutschland stark diskreditiert), da doch ein gewisser Teil der Jungen sich jünger machte, als sie in Wirklichkeit waren, um ins Kinder- und Jugendhilfesystem rutschen zu können und den Familiennachzug zu erleichtern. Außerdem ist da noch das Thema sexuelle Gewalt. So sind männliche umFs immer wieder in den Schlagzeilen, wobei es eine deutliche Diskrepanz zwischen den sozialen Medien und der Berichterstattung der Mainstreammedien gibt. Nicht ohne Grund heißen diese mittlerweile Staatsrundfunk. Der Mordfall Mia V. aus Kandel zeigte, wie das Thema sexuelle Gewalt durch die Massenmigration seit 2015 eine neue Dimension bekam. Mia V. wurde von ihrem afghanischen Exfreund ermordet. Dieser hatte sich als 15jähriger ausgegeben, war aber wohl deutlich älter. Anders als die Jungen fallen Mädchen aber nicht durch grassierende Gewalttaten in Deutschland auf, die man mittlerweile fast nur noch durch die Lokalpresse oder Social Media erfährt. Mädchen machen keine Schwierigkeiten. Und das liegt auch daran, dass sie eine verschwindend kleine Gruppe innerhalb der umFs bilden.

Noch bis 2014 war die Zahl der umFs in Deutschland überschaubar. Nach BAMF-Angaben waren zu dieser Zeit rund 2.000 Kinder und Jugendliche hier in Deutschland, die unbegleitet waren. Doch als die Kanzlerin über die Köpfe anderer Staaten hinweg entschied, die Grenzen ohne Kontrolle für Flüchtlinge/Migranten Mitte 2015 zu öffnen, schnellte die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen rapide hoch. Auch in der Erstaufnahmestelle in Berlin war das hautnah zu spüren. So erreichten im November 2015 über 1.000 umFs die Wupperstraße in Berlin-Zehlendorf. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat für das Jahr 2016 eine Höchstzahl von 36.000 umFs errechnet. Noch im Sommer 2015 waren es 22.500. Zieht man dann noch die UN-Studie hinzu, dann waren demnach rund 3 % der umFs weiblich, also rund 1.000 Mädchen, die hier in Deutschland leben. Allerdings interessiert sich auch nicht das BAMF sonderlich für die Mädchen, die hier nach Deutschland kommen, denn sie werden noch nicht einmal statistisch abgebildet. Auch beim Bundesdachverband wird nicht nach Geschlechtern statistisch getrennt, auch nicht abgefragt. Dasselbe Bild findet sich beim Kinderhilfswerk. Aus welchen Gründen die Mädchen ihre Heimatländer verlassen interessiert nicht, nur wenn man mit ihnen zu tun hat, erfährt man was die Gründe.

Im Jahr 2015 wäre die Leistungsfähigkeit deutscher Behörden im Zuge der illegalen Masseneinwanderung fast zusammengebrochen, doch es wurde verhindert. Es wurde verhindert durch die vielen Menschen, die sofort einsprangen, um zu helfen, indem sie Sprachkurse gaben, Essen verteilen, Migranten in den eigenen Wohnungen aufnahmen etc., weil die Behörden nicht damit fertig wurden. Dennoch wurden bei den damaligen Geschehnissen die vielen inneren Probleme der deutschen Gesellschaft auf das Morgen verschoben. Eine Problematik ist die seit vielen Jahren nicht funktionierende Integration von Muslimen in Deutschland. Die Integration ist gescheitert. Die soziale Problemlage hält seit Jahrzehnten unvermindert an. Die Flüchtlinge haben sich wunderbar für Deutschland angeboten, sich für einen kurzen Zeitraum gut zu fühlen und davon abzulenken zu lassen. Anders wären die Szenen auf deutschen Bahnhöfen nicht zu begreifen, als die ankommenden „Flüchtlinge“ unter Jubelrufen der Deutschen mit Plüschtieren zugeworfen wurden. Doch die Probleme dauern bis heute an, nur findet das jetzt unterhalb der Wahrnehmungsschwelle statt und setzt sich so fort. Die Einwanderer von 2015 sind seitdem zu einem Geschäftsmodell für viele geworden, obwohl mindestens 80 %, trotz großzügigster Auslegung des Asylrechts, keinen Anspruch auf Asyl haben. Trotzdem redet man seitdem permanent von Flüchtlingen. Es sind Organisationen, Kirchen, Wohnungsvermieter, Anwälte, Politiker, die an dieser Situation durch die Migranten in vielerlei Hinsicht verdienen. Die Folge ist die Überlastung der Verwaltungsgerichte mit Asylklagen, wofür Richter allein schon 3.000 Jahre brauchten, um diesen Berg an Asylklagen zu bearbeiten. Mittlerweile wurde es geschafft, dass der Asylklageberg nicht weiter anwächst. Allerdings sind die Verwaltungsgerichte in Deutschland immer noch lahmgelegt und können ihre eigentlichen Aufgaben, wie BaföG-Durchsetzung, Grundstücksgrenzklärung etc. gar nicht mehr nachkommen. Ebenso gibt es immer wieder Hilferufe der Polizei, weil sie längst nicht mehr Herr der Situation werden und von No-Go-Areas sprechen.

Der Flüchtlingsstrom von 2015 ist bis heute nicht verkraftet. Es wird nur nicht mehr darüber geredet. Man nimmt die Situation höchstens stillschweigend hin. Wer darüber redet, die Probleme und die Situation beschreibt oder kritisiert, wird als inhuman, als Nazi oder rechts bezeichnet. Selbsternannte Moralwächter haben in Wirklichkeit nichts im Sinn mit vielen Migranten oder wirklichen Flüchtlingen. Sie benutzen diese nur für ihre eigenen Zwecke. U. a. schadet das den wirklichen Flüchtlingen, die es auch gibt. Sie müssen lange auf Asylentscheidungen der lahmgelegten Behörden warten oder ewig in Massenunterkünften hausen. Und wie sieht die Situation in diesen Masseneinrichtungen aus? Wer sie kennt, weiß, dass Gewalt an der Tagesordnung ist, aber davon wissen Politiker nichts. Sie wollen es auch nicht wissen, die Instrumentalisierung reicht ihnen. Dasselbe trifft m. E. auch für die Medien zu. Wann lese ich schon mal Artikel über die Situation in den Flüchtlingsheimen? Und vor allem, wie geht es den wenigen Frauen dort, die den Massen an Männern ausgeliefert sind? Wer weiß schon, dass Gewalt ein alltägliches Problem in den Flüchtlingseinrichtungen ist? Liest man davon, wie es den Frauen geht? Nein! Wer von den Medien oder Politikern geht da hin? Aus den Augen aus dem Sinn.
Statt den wirklichen Asylberechtigten zu helfen, indem man ihre Situation seit 2015 hier in Deutschland nicht erschwert, müssen diese Menschen stattdessen auch noch für die inneren sozialen und politischen Probleme in Deutschland herhalten. Wenn es sich um wirkliche Flüchtlinge handelt, dann lässt man sie erstmal in Ruhe, denn sie haben ein Recht auf Schutz. Stattdessen missbraucht man sie für wirtschaftliche oder soziale Problemlagen in diesem Land. Sie sind nicht dazu da, unsere Rentenkassen zu füllen oder den Fachkräftemangel zu beseitigen. Politischen Flüchtlingen bietet man Schutz und idealerweise macht man sie so fit, dass sie bei Rückkehr in das Ursprungsland möglichst beste Startchancen haben. Aber sie sind nicht dazu da, um unsere Probleme zu lösen, wie Fachkräftemangel, Rentenstabilität und Geburtenrate.

copyright © Initiative an der Basis/Martyn Ringk

VIDEO: Veranstaltung HAMBURG am 2.2.2020: Totalitäre Strukturen: Iran, Islam, Migration. Verrät Deutschland Freiheit? (International Women Power+Initiative an der Basis)

IWP+INi-B LOGOE I N L A D U N G

Veranstaltung von der Initiative an der Basis + International Women in Power

Totalitäre Strukturen: Iran, Islam, Migration.
Verrät Deutschland Freiheit?

Sonntag, 02.02.2020 um 13.00 Uhr in Hamburg

Die Auswirkungen der Migration und somit der zunehmende Einzug totalitärer Strukturen beherrscht die Medien. Doch selten kommen diejenigen zu Wort, die direkt an der Basis damit zu tun haben, die genau wissen, was falsch läuft und warum. Das wollen wir ändern.

Initiative an der Basis: https://basisinitiative.wordpress.com/

Wir sind Lehrer, Erzieher, Ehrenamtliche, Sozialarbeiter, Heimleiter, Jobcenter-Sachbearbeiter, Dolmetscher, Übersetzer, Polizisten, Ärzte, Psychologen etc., die haupt- oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Wir sehen die Migrationspolitik kritisch und fordern einen sofortigen Aufnahmestopp in Deutschland. Dieser sollte für mindestens 3 Jahre gelten, um den Ist-Zustand zu evaluieren und anschließend informiert und adäquat zu handeln.
So schaffen wir das nicht!

International Women in Power: https://www.internationalwomenpower.com/

Wir sind Exil-Iranerinnen, Oppositionelle und Betroffene und setzen uns für universelle Frauen- und Mädchenrechte, Gleichberechtigung und die berufliche Chancengleichheit von Frau und Mann ein.
Unser Ziel ist es, dass Frauen sich nicht nur für Chancengleichheit in Deutschland einsetzen, sondern auch für ihre Herkunftsländer und alle anderen Länder, in denen Gleichberechtigung, Rechte der Frauen, Mädchen und Kinder, sowie Menschenrechte nicht eingehalten werden.

Hintergrund:

Mit großer Besorgnis beobachten wir die schwindende Freiheit von vor allem Frauen und Mädchen in der islamischen Welt, die unter der Knute der islamischen Scharia leiden. Es ist nicht von der Hand zu weisen, mit zunehmendem Migrationsdruck ist auch Europa hiervon spürbar betroffen. Undemokratische, frauenverachtende, homophobe und antisemitische Haltungen nehmen immer bedrückendere Formen an. Während aber hier in Deutschland das Kopftuch sogar als ein Zeichen der femininen Selbstbestimmung gefeiert wird, landen Aktivistinnen, die im Iran ohne Kopftuch auf die Straße gehen, im Gefängnis.

Totalitäre Regime verfolgen seit Jahren eine mehrstufige Strategie der Einmischung in Ländern und Gesellschaften und verbreiteten mit ihren religiösen und kulturellen Institutionen ihre äußerst totalitären radikal-islamischen Ideologien. . Die deutsche Bundesregierung unterstützt nicht nur diese alarmierende Verbreitung von totalitären Herrschaftsideologien und -strukturen, sondern ignoriert dabei konsequent die fatalen Auswirkungen auf unsere tradierte Lebens- und Wertegemeinschaft. Was können wir tun?

* Anmeldung: Initiative.an.der.Basis.2020@gmail.com

Ansprechpartnerinnen:
Frau Rebecca Sommer von der Initiative an der Basis
Frau Hourvash Pourkian von International Women in Power

SWR1-Interview mit Mutter Marianne Metzger von ermordeter Tochter Anne und Enkelsohn Noah von einem Algerier (Initiative an der Basis)

Mutter Marianne Video-Interview im SWR1:

https://www.swr.de/swr1/bw/swr1leute/Kuenstlerin-Marianne-Harms-Metzger,marianne-metzger-100.html?fbclid=IwAR35G1IoHnBO1AXiei-vyLeIuKAHojzz4K9QzxQD8fV5MNhMh2Qnt4J2bQM

Marianne, Mutter von Anne und Noah, die von einem Algerier ermordet wurden, ist Teil von unserer Initiative an der Basis (https://www.facebook.com/InitiativeBasisgruppe/)

Mutter Marianne hat über Monate in unserer Norddeutschlandgruppe an unserem Forderungskatalog mitgearbeitet.

Diesen fast 50 Seiten langen „work-in-progress“ Forderungskatalog kann man hier lesen, bzw. auch als pdf downloaden: https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-forderungen/

Wer ist die INITIATIVE AN DER BASIS?
Wir sind Lehrer, Erzieher, Ehrenamtliche, Sozialarbeiter, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologen, Ärzte, Polizisten sowie säkular und kritisch eingestellte Flüchtlinge und Migranten. Wir alle sind Engagierte, die haupt- oder ehrenamtlich mit Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten und haben teilweise selber einen Migrations-hintergrund.

Wir sind die Menschen, die die Folgen der Zuwanderung direkt erfahren.

Wir sind diejenigen, die unmittelbar in ihrer alltäglichen Praxis erleben, was das friedliche und freie Zusammenleben in unserer demokratischen säkularen Gesellschaft bereichert, aber auch gefährdet und bedroht.

Wir beobachten eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft und zugleich das Eindringen extremistischer Positionen von den Rändern in die Mitte der Gesellschaft.

Die Migration und ihre Folgen beherrschen die Medien, aber selten kommen diejenigen zu Wort, die täglich an der Basis damit zu tun haben, genau wissen, was falsch läuft und wie man es besser machen könnte. Das wollen wir ändern.

Wir wollen gemeinsam als breite Basis Probleme benennen, Zusammenhänge aufzeigen und Forderungen an die Gesellschaft, Medien, Behörden und Politik, als auch an Flüchtlinge und Parallelgesellschaften formulieren. Wir sind im Grunde nicht erpicht auf mediales Interesse. Uns ist klar, dass auch wir Gefahr laufen, mutwillig missverstanden und medial hingerichtet zu werden, aber wir wollen trotz allem nicht länger schweigen. Die Lage ist zu ernst, um weiter ignoriert zu werden.

 

 

Islamkritik: Ein 5000-Euro-Maulkorb für eine deutsche Lehrerin von der Initiative an der Basis

Von Birgit Gärtner

Weil sie den mutmaßlichen Suizid einer 17jährigen zum Anlass nahm, um Cybermobbing, Doppelmoral und den strengen Moralkodex in vielen muslimischen Communities zu thematisieren, soll eine Pädagogin 5.000€ Strafe wegen „übler Nachrede“ zahlen.

Amtsgericht Herford (Quelle: Tobi-hf, CC BY-SA 3.0 de)

Eine 17jährige Schülerin wird am 13. Januar 2019 in der ostwestfälischen Stadt Herford von einem Nahverkehrszug überrollt und getötet. Vermutlich handelt es sich um Selbstmord.

Es stellt sich die Frage nach dem Warum. Diese Frage formulierte auch etwa zwei Wochen später eine Gesamtschullehrerin aus Herford zunächst auf ihrem Facebook-Account und dann auch gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern in der Oberstufe. Sie diskutierte anhand des Falls über Cybermobbing sowie den gesellschaftlichen Druck, der gerade auf jungen Frauen lastet. Vor allem in muslimischen Communities, wie jene, in denen die Eltern des Mädchens sich offenbar bewegen – wenngleich sie augenscheinlich nicht nach den dort herrschenden strengen Normen und Werte leben und diese auch nicht ihrer Tochter oktroyierten.

Obwohl die Lehrerin den Fall lediglich exemplarisch behandelte und den Namen des Mädchens und auch der Familie nicht nannte, hat die Unterrichtsstunde für sie nun möglicherweise drastische Folgen: Den Eltern des Mädchens war die von der Lehrerin angestoßene Debatte zu Ohren gekommen, sie fühlten sich in ihrer Ehre verletzt und zeigten die Pädagogin wegen „übler Nachrede“ an. Das Amtsgericht Herford verurteilte sie daraufhin zu 5.000,- € Strafe. Dagegen beschreitet sie nun den Rechtsweg. Die Hauptverhandlung soll noch im Dezember stattfinden.
Tragische Umstände

Es kam wohl vieles zusammen in dieser Lebensgeschichte, die mit dem tragischen Tod des Mädchens endete: Cybermobbing und der strenge Moralkodex einer orthodoxen muslimischen Community, dem vor allem Frauen und Mädchen unterworfen werden. Hineingeboren in die türkisch-muslimische Community führte die 17jährige offenbar ein Leben wie die meisten Gleichaltrigen auch, sie pflegte Kontakte und besuchte Partys. Auf der Silvesterparty 2018/19 dürfte eine Fotoaufnahme von ihr entstanden sein, auf der sie gar nicht oder nur spärlich bekleidet zu sehen sein soll. Dieses Material wurde dann über Wochen in sozialen Medien verbreitet.

Eine Erfahrung, die viele Mädchen in dem Alter oder junge Frauen machen. Eine Situation wird ausgenutzt, und sie werden anschließend gnadenlos erpresst oder der Lächerlichkeit, Häme und Hetze preisgegeben. Immer noch ist es ein Unterschied, ob Mädchen über die Stränge schlagen, möglicherweise weil sie unter Alkohol oder Drogen standen – oder gesetzt wurden – oder Burschen. Mehr als Jungs sind Mädchen durch solche Aufnahmen der gesellschaftlichen Ächtung ausgesetzt. Das ist in der Mehrheitsgesellschaft so, noch stärker jedoch in vielen muslimischen Kreisen. Und wohl auch in denen um die Herforder DITIB-Moschee, die im April 2018 in die Schlagzeilen geriet, weil dort kleine Kinder in einem „Theaterstück“ in Militärkleidung aufmarschierten.

Die Aufnahme aus der Silvesternacht kursierte also offenbar unter den Jugendlichen in Herford, auch bei Schülerinnen und Schülern anderer Schulen. Doch erst nach dem Tod des Mädchens wurde darüber lauter gemunkelt, sodass es zu einem Thema werden sollte, über das offener geredet und infolgedessen über mögliche Zusammenhänge mit dem Suizid spekuliert wurde. Am Todestag des Mädchens, einem Sonntag, soll zudem deren Familie und die Verwandtschaft diese DITIB-Moschee besucht haben. Bis dahin, so schreibt das Westfalen-Blatt, habe die Familie von den Aufnahmen nichts gewusst – in der Moscheegemeinde erhitzten sich jedoch möglicherweise die Gemüter. In Erzählungen von Jugendlichen fielen Begriffe wie „Schlampe“, „Hure“, Ehre“ und „Schande“, mit denen das Mädchen und auch deren Familie bedacht worden sein soll.
Der Fall wird im Unterricht besprochen

Auch in der Schülerschaft ihrer Gesamtschule nahm die betreffende Lehrerin die Gerüchte wahr, versuchte ihnen Einhalt zu gebieten, den Fall einigermaßen zu rekonstruieren und in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Realitäten zu setzen – und eben auch mit der Lebenswelt von Frauen und Mädchen in streng muslimischen Communities. Sie sieht eine Verantwortung für den Suizid bei jenen, die diese Aufnahmen machten, bei jenen, die sie verbreiteten und, so die Gerüchte stimmen, auch bei der DITIB-Moscheegemeinde, die eventuell Druck auf die Familie des Mädchens ausgeübt haben könnte, und die diesen Druck an sie weitergab, sodass sie vielleicht keinen anderen Ausweg als den Suizid sah.

Darüber machte die Lehrerin sich zunächst auf ihrem Facebook-Account Gedanken. Diesen Text, den sie am Morgen des 25.01.2019 veröffentlichte, kopierte sie für ihren Unterricht als Arbeitsblatt. Dieses Arbeitsblatt befindet sich nun offenbar in der Gerichtsakte und trug zu der Verurteilung bei. Ihren Facebookbeitrag vom frühen Morgen sperrte sie noch am selben Tag und machte ihn für die Öffentlichkeit unzugänglich. Allerdings waren zu dem Zeitpunkt bereits Screenshots davon angefertigt und weiter verbreitet worden.
Cybermobbing zerstört Menschenleben

Was letztlich genau dazu führte, dass die 17jährige sich das Leben nahm, lässt sich wohl nicht mehr gänzlich klären. Bekannt aber ist, dass Cybermobbing in vielen Fällen Selbstmordgedanken bei den Betroffenen auslöst.
Selbstmordrate bei muslimischen Mädchen sehr hoch

Bekannt ist auch, dass schon vor Jahren die hohe Suizidrate bei Mädchen aus muslimischen, insbesondere türkischen bzw. kurdischen Communities diskutiert wurde. Laut einer Studie der Berliner Charité war die Selbstmordrate türkischer Mädchen im Jahre 2010 doppelt so hoch wie die ihrer nichttürkischen Altersgenossinnen. Die Selbstmordrate bei türkisch-stämmigen Migrantinnen liegt laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation im Raum Würzburg fünfmal höher als bei deutschen Frauen.

Bekannt ist auch, welchen Druck das Umfeld auf eine Familie ausüben kann, wenn ein – meistens weibliches Mitglied – „Schande“ über die Familie bzw. Community gebracht hat. Neuere Untersuchungen zu dem Thema sind nicht bekannt. Auch gibt es keine öffentlich wahrnehmbaren Studien zu den Hintergründen von Selbstmorden, insbesondere bei Jugendlichen, schon gar nicht bei Jugendlichen aus dem streng gläubigen muslimischen Milieu. So können aus dem dort häufig herrschenden durchaus lebensbedrohlichen Moralkodex resultierende Gefahren elegant unter den Teppich gekehrt werden. Eine Lehrerin, die den Teppich lüftet, stört da offenbar.

Sollte die Lehrerin tatsächlich zu einer Geldstraße verurteilt und womöglich von der zuständigen Schulbehörde sanktioniert werden, wäre das verheerend nicht nur für die betreffende Pädagogin, sondern für die Meinungsfreiheit allgemein, vor allem aber für den Schulbetrieb. Denn wo, wenn nicht dort, sollen Jugendliche lernen, unsere Gesellschaft in all ihren Facetten zu reflektieren? Wo, wenn nicht in der Schule, sollen sie lernen, dass der im Grundgesetz verankerte Gleichheitsgrundsatz auch für Frauen gilt – auch für Mädchen aus dem fundamental-islamischen Milieu?

Wenn aber Lehrkräfte mit Disziplinierung und Geldbußen rechnen müssen, wer wird es dann künftig noch wagen, solche Themen offen anzusprechen?

VIDEO: Veranstaltung von Aufbruch 2016 mit der Initiative an der Basis und der WertUnion zu Gast: „AUFNAHMESTOPP JETZT! Neuorientierung in der Migrationspolitik gefordert!“

VIDEO von der öffentlichen Veranstaltung der überparteiliche Bürgerinitiative „Aufbruch 2016 Rhein Neckar“ vom 17. September 2019:
Die überparteiliche Bürgerinitiative „Aufbruch 2016 Rhein Neckar“ hat am 17. September 2019 zu einer Gesprächsrunde mit Gästen der Initiative an der BASIS sowie der WerteUnion eingeladen:
Die INITIATIVE an der BASIS fordert:
A U F N A H M E S T O P P.   J E T Z T !
Neuorientierung in der Migrationspolitik gefordert!
Videomittschnitt von der gesamten Veranstaltung (s.u. im Text Kurzvideo)

Die Initiative an der Basis ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten.
Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, PsychologInnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten), die die jetzige Asyl & Migrationspolitik kritisch beurteilen.
Die INITIATIVE an der BASIS fordert:
A U F N A H M E S T O P P.   J E T Z T !
Neuorientierung in der Migrationspolitik gefordert!
Sprecher von der Initiative an der Basis:
Christiane Soler, ehemalige Flüchtlingsbegleiterin
Monika Bender, ehemalige Vermieterin an 20 Flüchtlinge
Dr. Ileana Vogel, Unfallchirurgin
Fabian Pöhler, Hauptamtlicher Flüchtlingsbegleiter
Rebecca Sommer, ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterin
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Gastsprecher Imad Karin, Filmemacher
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Die WERTEUNION fordert:
JETZT DIE POLITIKWENDE SCHAFFEN!
Sprecher von der WerteUnion:
Alexander Mitsch, Vorsitzender der WerteUnion,
Prof. Dr. Fritz Söllner, TU Ilmenau, WerteUnion
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Moderator: Dr. Gunter Zimmermann, Aufbruch 2016

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Kurzvideo:
ERFAHRUNGSBERICHT + Forderungen von Sozialpädagogen und Flüchtlingsbegleiter Fabian Pöhler, gefolgt von gekürzten Fragen&Antworten:

ERFAHRUNGSBERICHT + Forderungen von Dr. Ileana Vogel, gefolgt von gekürzten Fragen&Antworten in Sache GEZ Gebühren, Medienlandschaft, Meinungsfreiheit, mit einem Abschlusswort von Christiane Soler, warum ein respektvoller Umgang mit unterschiedlichen Meinungen das A und O einer Demokratie ist, und wie wir uns in der Initiative daran halten.

 

Veranstaltung: Initiative an der Basis am 17.9.2019 in Baden-Württemberg mit Alexander Mitsch (WerteUnion) – „Aufnahmestopp jetzt! Neuorientierung in der Migrationspolitik gefordert!“

Am 17.9.2019 findet eine öffentliche Veranstaltung mit der Initiative an der Basis in Baden-Württemberg statt.

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Einladung

Die überparteiliche Bürgerinitiative

Aufbruch 2016 Rhein Neckar

lädt Sie herzlich ein zu einer Gesprächsrunde mit Gästen der

Initiative an der BASIS sowie der WerteUnion

 

Aufnahmestopp jetzt!

Neuorientierung in der Migrationspolitik gefordert!

 

Die Initiative an der Basis ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten), die die jetzige Politik kritisch beurteilen.

Rebecca Sommer, ehem. Zivilbevölkerungssprecherin im beratenden Status zur U.N., ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterin (AG Flucht + Menschenrechte):
„Massenmigration nach Europa und Deutschland und was die UN damit zu tun hat?“

Fabian Pöhler, Hauptamtlicher Flüchtlingsbegleiter:
„Sozialstaat und Asylpolitik beißt sich ins eigene Fleisch“

Dr. Ileana Vogel, Unfallchirurgin:
„Basiserfahrungen – Probleme der Zuwanderung aus der Sicht einer Zuwanderin – und Ärztin in einer Arztpraxis“

Christiane Soler, ehemalige Flüchtlingsbegleiterin:
„Warum ich aufgegeben habe“

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Alexander Mitsch, Vorsitzender der WerteUnion:
„Folgen einer verfehlten Einwanderungspolitik“

Prof. Dr. Fritz Söllner, TU Ilmenau WerteUnion:
„Die Kosten der „Flüchtlingskrise“–und wer sie trägt“

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Moderator:  Dr. Gunter Zimmermann, Aufbruch 2016
Ort:                Festhalle Brühl, Hauptstr. 2, 68782 Brühl
Datum:         17. September 2019 um 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
 

Mit einer Diskussion der Themen im Anschluss

P r e s s e m i t t e i l u n g: Initiative an der Basis – Konferenz der Ex-Muslime am 4. September 2019 in Berlin

Ex-Muslim Konferenz-4Die Initiative an der Basis hat zur Konferenz der Ex-Muslime in Berlin eingeladen. Die Basisinitiartive besteht aus haupt- und ehrenamtlich tätigen Menschen, die in ihrer Arbeit täglich mit Migranten zu tun haben. LehrerInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, Justizangestellte, PolistInnen, Flüchtlingshelfer und MigrantInnen selber berichten über die Initiative von ihren Erfahrungen und haben einen „work-in-progress“Forderungskatalog erstellt, den sie vor ein paar Tagen als geladene Gäste in einer Veranstaltung  der WertUnion-Berlin vorstellten.

Veedu&Mimzy Vidz, Armin Navabi, Kian Kermanshahi, Harris Sultan, Mohamed Hisham

Veranstaltung der Initiative an der Basis: Veedu&Mimzy Vidz, Armin Navabi, Harris Sultan, Mohamed Hisham

Eine Sprecherin der Initiative an der Basis begrüßte die Gäste und bedankte sich ausdrücklich bei den alternativen Medien, „ohne deren Unterstützung wir nicht gehört würden.“ Dann stellt sie die Referenten vor: „Die Ex-Muslime kommen heute aus ganz unterschiedlichen Ländern zu uns: Aus London, Kanada, Australien und Deutschland. Sie haben eines gemeinsam: Sie waren sehr fromme Muslime, sogar Fundamentalisten. Heute sind sie Atheisten und bezeichnen sich als Ex-Muslime.“

Veedu Vidz, Pakistan-stämmiger Londoner, Youtube-Comedian: Das Recht auf freie Rede ist die größte Errungenschaft der Menschheit – verbietet uns nicht den Mund!
Er kommt aus einer gemäßigten Familien. Zum praktizierenden Muslim wurde er auf einer vom Konvertiten Cat Stevens gegründeten Schule. Im Studium lernte er wissenschaftliche Methoden kennen und versuchte, wissenschaftliche und muslimische Konzepte zu versöhnen. Bis eines Tages muslimische Freunde sagten: „Du redest wie ein Atheist. Das war es dann mit dem Islam.“ In einer Pause zwischen Jobs begann er, Comedy-Videos über islamische Themen zu drehen. „So wie die Christen und ihre Kirchen kritisiert werden, müssen auch die Muslime und ihre Moscheegemeinden kritisiert werden. Dieses Recht spricht uns die Linke ab. Der Kampf um die Redefreiheit darf nicht verloren gehen. Denn die westliche Welt ist der einzige Ort, an dem Muslime frei sprechen dürfen. Und warum immer dieser Respekt vor den Religiösen, die ihrerseits nicht zimperlich sind, wenn sie über Homosexuelle, Frauen und Andersdenkende herziehen!“

VEEDI VIDZ (Englisch, deutsche Untertitel)

Mohamed Hisham, in Deutschland lebender Flüchtling aus Ägypten, auf Jobsuche in der IT-Branche: „Deutschland ist nicht so frei wie erhofft“.
Mohamed Hisham hatte sich als Student in Kairo in einer Fernsehsendung als Atheist geoutet. Er wurde aus dem Studio geworfen, mit Morddrohungen überhäuft und konnte sich der Gewalt seines Umfeldes nur dadurch entziehen, dass er sich wieder zum Islam bekannte, bis ihm die Flucht gelang. Übrigens erhielt er von Deutschland weder ein Visum noch Asyl, weil Ägypten trotz der Sharia-Gesetze fuer ihn angeblich als sicheres Herkunftsland gilt. „Auch in Deutschland musste ich bemerken, das ich hier nicht sicher vor Muslimen bin, die mir als Atheisten bzw. Aussteiger aus dem Islam gefährlich werden könnten. Jetzt gebe ich mich wieder als Muslim aus und verschweige meine sexuelle Orientierung. Ich hatte mir in Deutschland ein freies Leben erhofft.“
Seine Kindheit beschreibt Mohamed als von Alpträumen über höllische Strafen und die Angst vor dem Letzten Gericht geprägt. Er lernte, dass seine Homosexualität eine Perversion war. Dass er an der Universität Englisch lernte, war sein Ausgang aus dem religiösen Gefängnis. Im Internet traf er auf Atheist Republik und somit auf Menschen, die wie er waren und wie er dachten. Er sei Armin Navabi, den Initiatoren von Atheist Republik, sehr dankbar für dieses Movement.

MOHAMED HISHAM (Englisch, deutsche Untertitel)

Mimzy Vidz, Londerin mit nordafrikanischen Wurzeln, Youtuberin: „Das muslimische Kopftuch als Zeichen meiner Emanzipation zu sehen, war mein größter Selbstbetrug.“

Mimzy ist die Tochter eines muslimischen Religionslehrers. Durch seinen Glaubensabfall verschwand er aus ihrem Familienleben und ihr wurde erklärt, er sei geisteskrank. Bereits mit fünf Jahren trug sie das Kopftuch. „Uns wurde stets erklärt, dass wir uns von Jungs fernhalten müssten, sie seien gefährlich. Wir müssten rein bleiben, stets das Kopftuch tragen. Für jede sichtbare Haarsträhne würden wir im Fegefeuer gehängt. Später wurde uns gesagt, durch das Kopftuch würden wir nicht auf unsere Schönheit reduziert, sondern durch unseren Verstand definiert. Deshalb sei das Kopftuch Zeichen unser Emanzipation.“ Und sie stellt fest: „Das Kopftuch wird wegen des kulturellen Drucks getragen. Nie, weil es etwa eine Wahl für die Mädchen gäbe. „Außer wenn die Mädchen sich entschlössen, auf ewig in der Hölle brennen zu wollen.“ Muslimische Mädchen würden hinter verschlossenen Türen ständig bedroht und misshandelt: „Sie sind eben nach der Scharia nur Menschen zweiter Klasse intellektuell und religiös defizitär.“
An der Universität ging Mimzy an den Strand. Dort sah sie viele Mädchen im Bikini. „Ich war natürlich ganz verhüllt. Und das ist kein Vergnügen!“ gesteht sie. Was ihr zu denken gab: „Die Jungs und die Mädchen am Strand waren nett zueinander, hatten Spaß zusammen. In arabischen Ländern dagegen werden Frauen sexuell belästigt oder beleidigt, egal wie verhüllt sie rumlaufen.“
Auf eine Frage aus dem Publikum gesteht sie, dass es ihr nach dem Glaubensabfall ergangen ist wie ihrem Vater: „Die Verwandten werfen dich ganz aus ihrem Leben oder halten dich auf Abstand.“

MIMZY VIDZ (Englisch, deutsche Untertitel)

Harris Sultan, Pakistan-stämmiger Australier und politischer Aktivist: „Don’t fuck it up Germany! Vermassel es nicht, Deutschland! Sonst gibt es auf der ganzen Welt keinen freien Ort mehr. Nicht für Euch, nicht für die Muslime!“
Europa und die westliche Welt werden aus der Sicht von Sultan im Moment von einer Idee erobert, die sich überlegen fühlt, Respekt einfordert und sich für unantastbar erklärt: Dem Islam.
Alle Religionen sind für ihn gefährlich: „Die Ideen der Aufklärung haben Europa groß gemacht, weil sie Vernunft und Humanismus gegen die Kirchen durchgesetzt haben. Und nein: Der Islam ist keine östliche Idee gegen christlich-westliche Ideen. Humanistische rationale Ideen kennen wir aus vielen Hochkulturen. Sie sind nicht wegen der Religion entstanden, sondern trotz der Religion. Die großen Denker der europäischen Aufklärung haben gegen die Kirchen die Freiheitsrechte erkämpft und die beste humanste Gesellschaft geschaffen, die je existiert hat.“
Nun erniedrigt sich der Westen, stellt seinen für die Demokratie wichtigsten Wert zur Disposition: Die Meinungsfreiheit. „Ich glaube nicht an Allah. Für diesen Satz kannst du in islamischen Ländern gehängt werden. Und ich bin unter 220 Millionen Pakistani der Einzige, der ihn offen sagt.“
Und jetzt sagen die Linken in Europa, Kritik am Islam ist Hassrede! Ein Ex-Muslim kann kein Rassist sein! Nein, er verteidigt Frauenrechte und LGTB-Rechte!“ Er appelliert an die Europäer: „Steht zu den humanistischen Werten, die Eure Vorfahren durch die Aufklärung hart erkämpft haben. Steht jeden Tag in der Schule, in der Arbeit, in der Politik für sie ein!“
„Deutschland begeht nationalen Selbstmord, wenn es fast zwei Millionen Migranten aus muslimischen Ländern ins Land lässt!“ Er führt aus, dass 2 % der Bevölkerung bereits Wahlen entscheiden und warnt: „Echte Scharia ist jenseits der Vorstellungskraft westlich geprägter Menschen. Und die Europäer müssen sich klar machen: Ein muslimischer Kandidat bekommt alle muslimischen Stimmen. So wie Sadiq Khan in London, der zum Glück kein Fundamentalist ist. Aber es werden strenggläubige Muslime kandidieren und sie werden die Demokratie und die Freiheit bedrohen.“ Sultan warnt: „Die Linke ist in der Hand der Islamisten die extreme Rechte geworden: Sie bedroht jeden, der über Islam und Zuwanderung kritisch spricht.“
Europa und besonders Deutschland solle seine Prioritäten neu setzen: „Deutsche Politiker sind dem Wohl des Deutschen Volkes verpflichtet und seinen Werten. Ich meine nicht dass ihr den Menschen aus unterdrückten und vom Krieg zerrütteten Ländern den Rücken kehren sollt wenn diese Euch um Hilfe bitten, aber wenden Sie sich dabei nicht von Ihrer Demokratie und Ihren Werten ab. Es sollte nur eine begrenzte Anzahl von Flüchtlingen aufgenommen werden, und ihr solltet nur Flüchtlinge aufnehmen, die Sympathie und eine gewisse Gemeinsamkeit mit den deutschen Werten zeigen. Wenn ihr das vermasselt, gibt es auf der Welt keinen freien Ort mehr. Nicht für Euch, nicht für die Anderen!“

HARRIS SULTAN (Englisch, deutsche Untertitel)

Armin Navabi, Iran-stämmiger Kanadier; Gründer von Atheist Republik, der weltweit größten atheistischen web-community: „“Islam must die. Reformers are slowing the process.“
Als Kind hat sich Armin aus dem Fenster seiner Schule im Iran geworfen, um der Hölle zu entgehen. Denn ein Knabe kann keine Sünde begehen und geht rein in den Himmel. Als er sah, was er seinen Eltern angetan hatte und nach langer Zeit wieder genesen war, hat er sich der Religion umso heftiger zugewendet, um den Himmel auf die fromme Art zu erringen. Heute ist der Islam für ihn ein archaisches Gefängnis, das Menschen dazu treibt, falsche Entscheidungen für ihr Leben zu treffen und ihren Alltag unmenschlichen Regeln zu unterwerfen.
Viele Muslime sind nette Menschen und tun anständige Dinge und sind tolerant. Sie sind es aber nicht wegen, sondern trotz des Islams. Es gab in muslimischen Ländern stets auch eine Kultur, die über den Islam hinausgeht. Die sich der Wissenschaft, sogar der Toleranz und der Freiheit zugewendet hat. Das ging, weil, die Religion nicht so streng gelebt wurde. Wenn jetzt Europäer nach einer Reformation des Islam rufen, muss ich ihnen leider sagen: Sie hat bereits stattgefundenen, und nennt sich Wahabismus!“
Andere in Europa wünschen sich einen Reformislam. Sie wollen den Muslimen eine islamische Kultur bieten und eine Religion, die mit den Werten der Aufklärung vereinbar ist, eine humane Variante. Eine solche Reform funktioniert aber nicht ohne die Quellen des Islam entweder zu leugnen oder umzuinterpretieren. Das ist mit einem vernünftigen Denken, das kritischen wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, nicht zu leisten.“ Reformislam selber hintergeht für Navabi deshalb bereits die rationalen Werte der Aufklärung und wird zum Schutzschild für die Islamisten, die sich hinter einem humanen Islam vor den Angriffen der säkular eingestellten Menschen verbergen. Der Reformislam werde nirgendwo in der muslimischen Welt akzeptiert oder gelebt. Sein Leben widme er deshalb der Zerstörung des Islam durch Kritik an seinen Glaubenssätzen. Jeden einzelnen Mulim müsse man auffordern, über seinen Glauben nachzudenken. Navabi: „Die Macht des mittelalterlichen Christentums wurde durch den Buch- und Zeitungsdruck gebrochen. Die Macht des Islam wird durch das aussprechen der Wahrheit zerstört!“

VIDEO: INITIATIVE AN DER BASIS zu Gast bei der WerteUnion-Berlin (31. August 2019)

Die WerteUnion-Berlin hatte am Samstag, den 31. August 2019, die Initiative an der Basis zu Gast.

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Die WerteUnion begrüßte die Gäste und dankte dafür, dass Menschen, die täglich mit Migranten und Flüchtlingen arbeiten, bereit sind, ihre Erfahrungen aus erster Hand zu teilen und ihre Forderungen darzulegen.

(Gesamtvideo 1:42.23 Std)  (kürzere Videos weiter unten)

Ebenfalls geladen hatte die Werteunion den Staatsrechtler und Rechtsanwalt Dr. Ulrich Vosgerau. Er führte aus, wie geschriebenes Recht im europäischen Kontext von der Politik situativ ausgelegt wird (siehe Audiovideo).“Deshalb“, so der Jurist, „haben sich die Gesetze zwar nicht geändert, wohl aber deren Anwendung.“

Um die Kosten der Flüchtlingspolitik ging es im Impulsreferat von Rechtsanwalt Prof. Dr.Söllner, TU Ilmenau (siehe Audiovideo). Die Bundesregierung hat dafür im Haushalt 2018 ca. 23 Milliarden Euro veranschlagt. Davon gehen vier Milliarden Euro für die Versorgung von ca. 1 Million Flüchtlinge im Hartz4-System an die Gemeinden. Nach den Vorträgen fand ein reger Austausch ziwschen dem Publikum und den Referenten statt (siehe Audivideo).

Rebecca Sommer von der Initiative an der Basis und ehem.Zivilbevölkerungsvertreterin zu den Vereinten Nationen kritisierte, dass Deutschland von den maßgeblichen Politikern ohne Zustimmung der Bevölkerung als Einwanderungsland betrachtet werde. Sie verwies auf eine lange Reihe von UN-Dokumenten und Beschlüssen, die diese Sicht vorbereitet und zum Teil rechtlich verbindlich gemacht haben. Die einheimische Bevölkerung verliere zunehmend ihr Recht auf ihre gesamtgesellschaftliche Zukunftskontrolle und Wahrung ihrer Identität.

Der Sozialwissenschaftler Hartmus Krauss von der Initiative ander Basis erläuterte in seinem Vortrag (Vortrag)(siehe Audiovideo), warum sich der Islam nicht in einen säkular-demokratischen Rechtsstaat integrieren lässt. Die verbindlichen Dogmen des Islam setzten Religion und Staat gleich. Hingabe an Gott bedeute für jeden frommen Muslim staatliche Gesetze und privates Leben an den religiösen Gesetzen auszurichten, wie sie dem Propheten von Gott offenbart worden sind. Eine willkürliche Auslegung der religiösen Normen sei nicht möglich, da dies den Muslimen bereits in den Urtexten untersagt wurde. Ein frommer Muslim werde deshalb stets die göttlichen Gesetze den staatlichen Gesetzen vorziehen. Mit seinem universalen Herrschaftsanspruch und seiner dem Humanismus widersprechenden Rechtsordnung sei der Islam nicht in eine europaeische Gesellschaftsordnung integrierbar.”

Im Anschluss belegten verschiedene Mitglieder der Initiative an der Basis anhand von Erfahrungsberichten warum und welche Forderungen die Initiative an der Basis in einem umfangreichen “work-in-progress” Forderungskatalog zusammengestellt hat und in der Quintessenz ein “Aufnahmestopp für mindestens 3 Jahre fordert, um den IST-Zustand zu analysieren und sich dementsprechend neu zu orientieren“ (siehe „work-in-progress“ Forderungskatalog von der Initiative an der Basis) .

Aus der Praxis in der Flüchtlingsarbeit berichtete zuerst Christiane Soler (siehe Video“Mein grösster Feind war Harz IV„), die jahrzehntelang als juristische Sachbearbeiterin in der Industrie beschäftigt war. „Mein größtes Problem ist HartzIV.“ Viele Flüchtlinge, die sie betreute, hätten nichts für ihre Integration getan, wohl aber durch Schwarzarbeit Sozialhilfebetrug begangen und kurz nach der Anerkennung Gelder für ihre Geschäfte zur Verfügung gehabt. „Es kann nicht sein, dass sich Leute auf dem Sozialamt nackt machen müssen, die jahrzehntelang eingezahlt haben und hunderttausende junger Männer, die illegal ins Land gekommen sind, leistungsloses Einkommen beziehen.“

Die Lehrerin Christine G. berichtete, dass nur ein geringer Anteil der Immigranten die Ausbildungsreife erreichten und noch weniger ihre Ausbildung erfolgreich beendeten. „Wer bei uns eine dreijährige Ausbildung schafft, hätte im Heimatland vermutlich studiert.“ Sie beklagte hohe Fehlzeiten sowohl in der Ausbildung als auch in den vorbereitenden Berufsintegrationsklassen: „Den meisten fällt das Lernen sehr schwer. Jedes Jahr vereinfachen wir unser Material. In Prüfungen werten wir jede Antwort, die lautmalerisch der Lösung entspricht.“ Aus ihrer Sicht müssen Sozialleistungen konsequent an die Bildungsbemühungen der Immigranten geknüpft werden.

Der Erzieher Martin Ringk (siehe Video „Dit sind keene Flüchtlinge“) berichtete von der Gewalt in den UmF-Flüchtlingsheimen.“Wir sprechen von den ‚bärtigen Kindern, denn schätzungsweise sind 40% der unbegleiteten Minderjährigen längst volljährig.“ Sie bringen aus ihren Heimatländern ungeheuer viel Gewalt mit. Da hier aber auch auf schwere Straftaten kaum Konsequenzen folgen, werden die jungen Leute in ihrem impulsiven aggressiven Verhalten bestärkt. Die Sozialdienste würden viele gravierende Vorfälle vertuschen, um weiter kassieren zu können.

Eine DaF-Lehrerin berichtete mit anschaulichen Erlebnissen aus dem Klassenraum über ihre Erfahrungen.

Eine Psychologin berichtete von den vielen Kindern und Jugendlichen, deren Spracherwerb prekär verlaufe. „Wenn Kinder weder ihre Muttersprache noch Deutsch korrekt beherrschen, werden sie niemals anspruchsvolle Aufgaben lösen können.“ Sie bemängelte fehlende Anreize für den Spracherwerb durch’Überbetreuung‘ durch Dolmetscher, Paten, Nachhilfe etc. Das verstärke die fehlende Bereitschaft, Sprachkurse zu besuchen und Kontakt zur Bevölkerung aufzunehmen.

Im Anschluss an die Referate mündet der lange Applaus in lebhafte Diskussionen, wie die Islamkritik auf die Tagesordnung gesetzt werden könne und welche Strategien entwickelt werden müssten, um den demokratischen säkularen Rechtsstaat trotz anwachsender muslimischer Bevölkerung auf Dauer zu erhalten. Zum Schluss lud Rebecca Sommer zur Konferenz der Ex-Muslime ein, die am 4. September in Berlin stattfinden soll. Sommer: „Das sind beeindruckende Leute. Sie kommen aus London, aus Kanada und Australien. Bei uns reden sie Tacheles. Sie waren selber strenggläubige Moslime. Sie wissen Bescheid.“

Initiative an der Basis: HARTMUT KRAUSS bei WerteUnion Berlin Veranstaltung

Hartmut Krauss von der Initiative an der Basis bei WerteUnion Berlin Veranstaltung 31.August

WerteUnion Berlin Veranstaltung

31. August 2019, 15:00 – 18:30 Uhr

Die WerteUnion-Berlin (WUB) hatte die Initiative an der Basis (INI-B) eingeladen, um ihre Positionen und Erfahrungen zum Thema „Migrationspolitik, Flüchtlinge und Islam“ vorzustellen.

Vorbereitete Rede von Hartmut Krauss, Initiative an der Basis, die wegen Zeitlimitierung nicht gesprochen werden konnte:

Ich habe zum einen in meiner langjährigen Tätigkeit als Dozent (Deutsch als Fremdsprache; Deutsch und Sozialkunde in Umschulungs- und Berufsorientierungslehrgängen) und später dann als Pädagogischer Leiter in der Erwachsenenbildung umfassende Erfahrungen mit Schülern aus unterschiedlichsten Ländern gesammelt. Zugleich war ich aber immer auch wissenschaftlich-publizistisch tätig und in diesem Kontext u.a. mit der Analyse nichtwestlicher Herrschaftskulturen befasst, wobei sich hierbei die Beschäftigung mit dem Islam als besonders relevant herauskristallisierte. Begleitumstände: Afghanistankrieg (1979-1989); Errichtung der schiitischen Gottesdiktatur im Iran (1979); 1. Golfkrieg zwischen dem Iran und Irak (1980-1988).

Vor diesem Hintergrund der Synthese aus Erfahrung und Analyse möchte ich zwei wesentliche Aspekte herausheben:

  1. Im Hinblick auf die Immigranten aus islamisch geprägten Ländern muss unterschieden werden zwischen a) der relativ kleineren Gruppe islamgeschädigter bzw. antiislamischer Immigranten einerseits und b) der größeren Gruppe andererseits, die sich mit unterschiedlicher Ausprägung im Einklang mit den orthodox-islamischen Dogmen und Normen befindet, diese nicht kritisch reflektiert und hinterfragt, sondern als „unsere unantastbare Tradition“ reproduziert und sozialisatorisch weitergibt.
  2. Betrachtet man die unterschiedlichen Zuwanderergruppen in ihrer Gesamtheit, dann ist zwischen zwei Hauptgruppen zu differenzieren: Diejenigen, die sich sozial und kulturell integrieren wollen und entsprechende Einstellungen und Verhaltensweisen erkennen lassen und denjenigen, die weder Interesse noch Bereitschaft zur sozialen und kulturellen Integration mitbringen, sondern hier im Aufnahmeland als „Siedler“ mit ihren importierten vormodern-antisäkularen und patriarchalischen Normen und Sitten leben wollen und von der einheimischen Bevölkerung verlangen, dieses kulturell-normativ gegensätzliche Siedlerdasein gefälligst zu akzeptieren und zu alimentieren. Diese Gruppe setzt sich hauptsächlich, ja fast ausschließlich aus islamisch geprägten Migranten zusammen. Mittlerweile sind aber auch afrikanische, ethnisch-stammeskulturell-patriarchalisch geprägte Migranten sowie die aus unterschiedlichen Ländern und Regionen stammenden Roma als weitere Problemgruppen anzuführen.

Schon lange vor der massenhaften irregulären Immigrationswelle 2015 war klar erkennbar, dass die Gruppe der türkisch-muslimischen Zuwanderer im Vergleich mit anderen Migranten mit Abstand am schlechtesten abschneidet. Negativ hervorstechend sind der hohe Anteil von Personen ohne Bildungsabschluss und die sehr hohe Erwerbslosigkeit unter den Jugendlichen. So hatten 2014 68% der Türken im erwerbsfähigen Alter keinen beruflichen Abschluss, 33% nicht einmal einen Schulabschluss. „Jeder fünfte aus der Türkei zugewanderte und noch in Deutschland lebende Mann und jede dritte Frau haben weder einen Schul- noch einen Berufsabschluss. Das ist mehr als in jeder anderen Migrantengruppe.“ (Berlin-Institut 2014, S. 31.) Aufgrund des geringen Qualifikationsniveaus lag der Anteil der Langzeitarbeitslosen (Erfahrung mit länger als 12 Monate andauernder Arbeitslosigkeit) bei männlichen Türken mit 43,6% besonders hoch (zum Beispiel im Vergleich zu Polen mit 28,9%; Zahlen aus 2010.[1])

„Menschen mit türkischem MH“, so das Berlin-Institut 2014, S. 60, „schneiden überall deutlich schlechter ab als Migranten aus den gesamten EU-27. Besonders groß fallen die Unterschiede in Berlin aus. Nirgendwo sind Menschen türkischer Herkunft öfter erwerbslos oder leben häufiger von öffentlichen Leistungen als in Berlin. Die türkische Gemeinschaft in Berlin ist relativ groß und gilt als in sich eher geschlossen, was offenbar eine Verbesserung der Lage über die Generationen erschwert.“ (Berlin-Institut 2014, S. 60.)

Nach Zahlen aus 2016 kamen die meisten nicht-deutschen Hartz-IV-Empfänger aus der Türkei (295.260), gefolgt von Syrien (242.391) und Polen (92.506). Im Jahresvergleich am stärksten gestiegen war Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus Eritrea (plus 229,4%) auf 16.764 und Syrien (plus 195,1%).

Türkische Zuwanderer haben im Vergleich zu anderen Migrantengruppen die wenigsten Kontakte zu Deutschen und die meisten zu Personen aus ihrem Herkunftsland. Das gilt insbesondere für die Frauen: So hat fast jede dritte Türkin gar keinen oder nur selten Kontakt zu deutschen Freunden. Die geringe Erwerbsbeteiligung sowie die relative Kontaktarmut mit Einheimischen spiegelt sich dann auch in der mangelnden Sprachbeherrschung: „So sprechen 38% der 35- bis 64-jährigen Türkinnen nur schlecht oder sehr schlecht deutsch“ (BAMF: Fortschritte der Integration 2010, S. 17)

Die soziokulturelle Desintegration zahlreicher Muslime lässt sich schlaglichtartig auch auf der Ebene subjektiver Einstellungen, hier nur bezogen auf die Türkischstämmigen in Deutschland (TiD) ablesen:

So stimmten 2012 72% der TiD der Aussage zu: „Der Islam ist die einzig wahre Religion“. 2010 waren es 69%.

2010 stimmten „nur“ 33% der TiD der folgenden Aussage zu: „Ich wünsche mir, dass in Deutschland irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen.“ 2012 waren es schon 46%.

Speziell in Deutschland, wo von „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ fast immer nur in Bezug auf Muslime als Objekt gesprochen wird (Heitmeyer u.a.), ist das folgende Ergebnis besonders zu gewichten:

Atheisten empfinde ich als minderwertige Menschen“ Zustimmungsrate 2012: 25%; 2010: 22%.

Juden empfinde ich als minderwertige Menschen“. Zustimmungsrate 2012: 18%; 2010: 14%.

Bemerkenswert ist auch folgender Befund: 31% 2010 und 46% 2012 stimmten der folgenden Aussage zu: „Wenn ich in Deutschland im Falle der Arbeitslosigkeit keine Sozialleistungen bekommen würde, würde ich sofort in die Türkei gehen.“

Vor diesem Hintergrund hatte Angela Merkel Ende August 2015 im Stile einer absoluten Monarchin selbstherrlich entschieden, bestehende Regelungen außer Kraft zu setzen und nach Ungarn gelangte Flüchtlinge unregistriert nach Deutschland einreisen zu lassen. Damit gab sie – propagandistisch verkauft als „humanitäre Geste“ – ein verhängnisvolles Signal der Einladung für sich verstärkende illegale und ungesteuerte Einwanderungsströme nach Deutschland. Damit spielte sie auch der Schleuserreklame in die Hände, welche Deutschland als Schlaraffenland für Flüchtlinge verkauft. Infolgedessen gelangten bislang nach offiziellen Angaben 1,8 Millionen sog. Schutzsuchende ins Land. Die sich daraus ergebenden Folgen für die ungefragte und genötigte Gesellschaft wurden mit einem populistischen „Wir schaffen das“ überspielt. Verdrängt werden sollten damit – mit bis heute anhaltender massiver massenmedialer Unterstützung – die mehrdimensionalen Auswirkungen dieses Masseneinstroms von überwiegend muslimischen „Flüchtlingen“ auf die relevanten gesellschaftlichen Systemebenen. Ich kann hier jetzt nur verkürzt und unvollständig auf Folgendes hinweisen:

1) Der extrem hohe Kostenapparat zur Bewältigung der Aufnahme, Unterbringung, umfassenden Versorgung, Betreuung, längerfristigen Alimentierung, Verwaltung, Ausbildung etc. der Asylbegehrenden sowie die zusätzlichen Aufwendungen für die sicherheitspolitische, polizeiliche und juristische Folgenbewältigung der Zuwanderungswelle. Geht man von (wohl viel zu knapp kalkulierten) 30 Mrd. Euro p.a. aus, wären das Ende 2019 150 Mrd. Euro.

2) Arbeitsmarkt und Belastung des Sozialsystems: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Juli 2017 hatten Ende 2016 43,1% der Arbeitslosen in Deutschland einen Migrationshintergrund, in den westdeutschen Bundesländern sind es sogar 49,5%. Bei den 4,3 Millionen „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“, die Hartz IV beziehen, – darunter sog. Aufstocker – lag der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund bundesweit bei 52,6%, in den westdeutschen Bundesländern sogar bei 59,5%.

Zu berücksichtigen sind nun die gravierenden Qualifikationsdefizite bei den seit 2015 hinzugekommenen Migranten: „Von den arbeitsuchenden Flüchtlingen hatten im Juni 2016 knapp 74 Prozent keine formale Berufsausbildung, 5 Prozent eine berufliche bzw. schulische Ausbildung und gut 9 Prozent eine akademische Ausbildung.“ (IAB-Zuwanderungsmonitor Juli 2016, S. 5) Damit kann diese Hauptgruppe der „Flüchtlinge“ nur einfache Helfer- und Anlerntätigkeiten ausüben, während nur 13% für fachlich ausgerichtete Tätigkeiten und gut 5% für Spezialisten- und Expertenberufe geeignet sind. Bereits vor dem Flüchtlingsandrang verhielt es sich so, dass nahezu jeder zweite Arbeitslose in Deutschland mangels höherer Qualifikation nur Helfertätigkeiten ausüben konnte, andererseits aber nur jeder siebte Arbeitsplatz diesem Niveau entspricht (arbeitsmarktpolitischer Angebots-Nachfrage-Widerspruch). Nach Schätzungen anhand gemeldeter offener Stellen gibt es deshalb auch nur 154.000 relevante Arbeitsplätze für die überwiegende minderqualifizierte Masse der Asylanten. Wenn aber vor dem Hintergrund der vielfach beschworenen „Digitalisierung der Arbeitswelt“ einfache Helfer- und Anlerntätigkeiten zukünftig noch weniger nachgefragt werden als bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt, ist es absurd, die geplatzte Illusion nunmehr zwecks ideologischer Gesichtswahrung in die Zukunft zu verlängern und zu behaupten, die Arbeitsmarktchancen für „Flüchtlinge“ würden sich langfristig auf jeden Fall nachhaltig verbessern.

Es kamen (und kommen immer noch) „Flüchtlinge“, geblieben sind und – bei Festschreibung aktueller Regierungspolitik – bleiben werden zum großen Teil Sozialhilfeempfänger. „So verzeichnen die in Deutschland lebenden Syrer eine Hartz-IV-Quote von 75 Prozent. Ähnliche, wenngleich nicht ganz so dramatische Zahlen gibt es bei Menschen aus dem Irak und aus Eritrea. Diese Ziffer bezieht sich nicht auf Schutzsuchende, die in Sammelunterkünften wohnen, sondern einen eigenen Haushalt bilden.“ Infolgedessen sind die Ausgaben für Sozialleistungen 2016 um 9,8% auf 59,3 Milliarden Euro gestiegen, das waren 5,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr[2].

3) Die Asylbewerber bzw. „Schutzsuchenden“ weisen eine überproportional hohe Kriminalitätsrate auf. So sind sie bei einem Bevölkerungsanteil von knapp 2% für 9,3% aller aufgeklärten Straftaten als Tatverdächtige ermittelt worden. Bezogen auf „Straftaten gegen das Leben“ (Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen) lag der Zuwandereranteil[3] bei 15%, bei „Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ bei 11,9% und bei „Rohheitsdelikten“ (Körperverletzungen, Raub, Freiheitsberaubung) bei 10,3% Prozent. Betrachtet man die Täter-Opfer-Konstellation, so zeigt sich folgender gesellschaftspolitisch erhellende Sachverhalt: Es werden deutlich mehr Deutsche Opfer von Zuwanderern als Täter als umgekehrt Zuwanderer Opfer von Deutschen als Täter. „Danach wurde im Jahr 2017 mit 39.096 deutschen Opfern von Zuwandererkriminalität ein neuer Höchstwert registriert, 23,7 Prozent mehr als im Vorjahr (31.597). In umgekehrter Konstellation (Tatverdächtige deutsch, Zuwanderer Opfer) wurden dagegen 6.832 Fälle erfasst. Das entspricht einem Verhältnis von 5,7 zu eins. Im angeblich sichersten Deutschland seit 1992 wurden 2017 also knapp 40.000 Einheimische Opfer von Straftaten durch vermeintlich ‚Schutzsuchende‘ und damit fast sechsmal mehr als in umgekehrter Konstellation. Das bedeutet, dass an jedem einzelnen Tag des Jahres mehr als 100 deutsche Bürger Opfer von Straftaten mit mindestens einem Zuwanderer als Tatverdächtigem wurden und werden, Tendenz steigend.“[4] Im Bundeslagebild 2017 des Bundeskriminalamtes (BKA), S. 21, heißt es: „Die Zahlen aufgeklärter Straftaten gegen das Leben mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer steigen (…) jährlich an.“ (Von 113 2013 auf 233 2015, 385 2016 und 447 2017.)

4) Belastung des Schulsystems und Absenkung des durchschnittlichen Bildungsniveaus als fataler Langzeiteffekt der ungesteuerten Migration. Langsam sickert durch politisch-korrekte Informationsbarrieren hindurch, dass eine relevante Zahl von muslimischen Schülerinnen und Schülern Lerninhalte abwehrt (z.B. Evolutionstheorie; kritisches Hinterfragen religiöser Setzungen etc.), Lernprozesse blockiert, eine angemessene Unterrichtsführung behindert, ungläubige Mitschüler mobbt und drangsaliert. Eine Lehrerin, die sich der Initiative an der Basis angeschlossen hat, berichtete „Es gibt ein paar Klassen, mit denen Unterricht überhaupt möglich ist, und es gibt viele Klassen, in denen fast kein Unterricht mehr möglich ist. Und diese ‚schwierigen Klassen‘ werden immer mehr. Jeder Lehrer mutiert in solchen Klassen zum Sozialpädagogen, denn es geht nur noch darum, die Horde einigermaßen zu bändigen, bis es gongt. (…) Die Schülerinnen und Schüler sind in der Sekundarstufe I extrem unruhig, laut, beleidigen sich gegenseitig (‚Ich ficke deine Mutter!‘), verprügeln sich und können sich nicht drei Minuten lang – und ich meine: drei Minuten! – auf eine Sache konzentrieren.“[5]

5) Festsetzung und Ausbreitung einer vormodern-antisäkularen und repressiv-patriarchalischen Herrschaftskultur. Die unregulierte und von den deutschen Regierungsinstanzen halsstarrig verteidigte Masseneinwanderung von muslimischen, aber auch von afrikanischen ethnisch-tribal-patriarchalisch geprägten „Schutzsuchenden“ erhöht im Endeffekt das Potenzial von Menschen, die einer säkular-demokratischen und menschenrechtlich ausgerichteten Gesellschafts- und Lebensordnung distanziert bis ablehnend und feindlich gegenüberstehen und ein kontranormatives Überzeugungs- und Verhaltenssystem mitbringen. Die erweitere Reproduktion dieser vormodern-irrationalen, religiös-antiemanzipatorischen und ethnisch-tribal-patriarchalischen Lebenskultur untergräbt und zersetzt mittel- und langfristig die Grundlagen der säkular-freiheitlichen Identität der europäischen Zivilisation.

Obwohl man nicht alle Muslime und afrikanisch-stammeskulturell geprägten Immigranten über einen Kamm scheren kann, ist doch realistisch davon auszugehen, dass ein Großteil von ihnen sozialisatorisch durch die orthodox-vormodernen Weltanschauungsinhalte und Normvorgaben geprägt ist und entsprechende Bewusstseins- und Verhaltensformen aufweist, die sich nicht so leicht von der subjektiven „Festplatte“ löschen lassen. Hinzu kommt, dass die orthodox-islamischen Mainstreamakteure auf den Auf- und Ausbau gegengesellschaftlicher Sozialräume bedacht sind, in denen die grund- und menschenrechtswidrigen, antisäkularen und antiemanzipatorischen Vorgaben des Islam tradiert, verinnerlicht und reproduziert werden können. Nach vorliegenden Erfahrungsberichten lassen sich auch ähnliche desintegrative Abschottungstendenzen bei afrikanischen Immigranten feststellen.

Der eigentliche Wesenskern der gesamten konfliktbeladenen Auseinandersetzung um Zuwanderung, Flüchtlingspolitik, Integration etc. liegt demnach in dem objektiven Antagonismus zwischen europäischer säkular-demokratischer Lebenskultur einerseits und orientalischer islamisch-gottesherrschaftlicher sowie afrikanisch-stammeskultureller Lebenskultur andererseits. In Gestalt der unkontrollierten Masseneinwanderungsschübe von hauptsächlich Muslimen und Afrikanern mit den benannten kulturellen Mentalitätsmerkmalen und Normorientierungen wird dieser Antagonismus enorm verschärft.

Angesichts dieser komplexen problembehafteten Sachlage sowie aufgrund der vielfältigen bundesweiten Erfahrungen ihrer Mitglieder aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen fordert die Initiative an der Basis ein Moratorium zur Aufnahme von Asylbewerbern für den Zeitraum von drei Jahren. Während dieser Zeit ist die entstandene mehrdimensionale Problemkonstellation sorgfältig zu eruieren und eine genauere statistische Erfassung der Zuwanderungspopulation zu gewährleisten, die auch deren herkunftskulturellen Hintergrund genauer erfasst. Danach ist die Lage zu evaluieren und per bundesweitem Volksentscheid neu zu bestimmen wie, wie viele und ob überhaupt erneut Asylsuchende (außer nachweislich politisch Verfolgten) aufgenommen werden sollen. In dieser Zeit des Aufnahmestopps sollte Deutschland nur in besonderen Ausnahmen Flüchtlinge wie z.B. Angehörige verfolgte Minderheiten aus islamischen Ländern aufnehmen.

Grundsätzlich weisen wir darauf hin, dass die Anwendung des Begriffs „Integration“ auf Flüchtlinge verfehlt und irreführend ist. Denn „Integration“ bezieht sich auf die dauerhafte (unbefristete) Eingliederung in die Gesellschaft des Aufnahmelandes. Für Flüchtlinge sollte hingegen aber nur eine befristete Aufenthaltsperspektive bis zu dem Zeitpunkt gelten, an dem die Fluchtursachen entfallen, (zum Beispiel infolge der Beendigung eines Kriegsgeschehens) und eine Rückkehr ins Herkunftsland zumutbar und sinnvoll ist.

 

(August 2019)

[1] Vgl. http://www.gam-online.de/text-Sekul-rel.html#sdfootnote10sym

[2] http://www.gam-online.de/text-Importierte%20Armut%20.html

[3] Als „Zuwanderer“ werden in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik folgende Personengruppen erfasst: „Asylbewerber“; „International/national Schutzberechtigte und Asylberechtigte“; Personen mit dem Status „Duldung“; „Kontingentflüchtling“ oder „unerlaubter Aufenthalt“.

[4] http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-hartmut-krauss-warum-deutschland-politisch-in-scherben-liegt.html

[5] https://www.emma.de/artikel/andrea-f-radikalisierung-334795

Petra D: Erfahrungsbericht einer Lehrerin aus NRW „Die Situation an Schulen hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert“ (Initiative an der Basis)

Petra D., ist seit 17 Jahren Lehrerin in Nordrhein-Westfalen und Teil von unserer Initiative an der Basis

Foto©Petra D mit TextVon Petra D.

Die Situation an Schulen hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert.

2002, als ich anfing zu unterrichten, gab es in den Klassen wenige muslimische Schülerinnen und Schüler. Heute, 17 Jahre später, machen in vielen Schulen hier in NRW in Ballungsgebieten Muslime bereits Zweidrittel der Klassen aus. In manchen Grundschulklassen befindet sich oft nur noch eine Handvoll an Kindern, die nichtmuslimischen Glaubens sind. Und der religiöse Hintergrund ist ein wesentliches Kriterium für Differenzierung geworden.

Durch meine berufliche Biografie habe ich an verschiedenen Schulformen gearbeitet: Grundschulen, Gesamtschulen, Realschulen, Förderschulen, Berufskollegs, was mir einen wohl einzigartigen Überblick über die Situation an Schulen gegeben hat. Und die ist für sehr viele nichtmuslimische Schüler/innen unerträglich, mindestens aber schwierig geworden.

Nicht nur, weil immer heftigere (Prügel-) Attacken gegen sie stattfinden, die als Meldungen in den Medien aufploppen, sondern weil oft tägliche Schikanen, Missachtung und mindestens Ausgrenzung für sie zum Schulalltag geworden sind. Das Schlimme daran ist, dass dies nicht thematisiert wird.

In Schulen wird häufig über Toleranz gesprochen. Es gibt Unterrichtseinheiten und Maßnahmen, die die kulturelle Kompetenz fördern sollen. Es fallen Aussagen wie diese, dass man anderen Menschen vorurteilsfrei begegnen und andere Kulturen respektieren soll. Doch diese Aussagen sind zu leeren Floskeln geworden. Weder muslimische Schüler/innen nehmen sie ernst, weil sie wissen, dass ihre Toleranz in vielen Fällen schon aufgrund ihrer Religion schnell an ihre Grenzen stößt, noch werden sie von nichtmuslimischen Schüler/innen ernst genommen, die gelernt haben, dass die Forderung nach Toleranz irgendwie immer dem Islam und Muslimen gelten. Es ist erstaunlich, dass niemand zu bemerken scheint, dass sich das Blatt für nichtmuslimische Schüler/innen an vielen Schulen längst gedreht hat und die Forderung nach Toleranz nun eine völlig neue Minderheit einschließen muss: Die Gruppe der nichtmuslimischen Schüler/innen an unseren Schulen.

Dass dies so ist, liegt daran, dass die Religionszugehörigkeit für viele muslimische Schüler/innen der oft wichtigste Faktor geworden ist, nach dem andere beurteilt werden. Mitte der 2010 er Jahre fiel mir zum ersten Mal auf, dass der Islam für die Schüler/innen einen neuen Stellenwert erhielt. Muslimische Schüler/innen weigerten sich plötzlich, die Gleichwertigkeit aller Religionen anzuerkennen und reagierten heftig, wenn jemand den Islam kritisierte. Diskussionen über Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau oder Verweise auf das Grundgesetz endeten mit üblen Beleidigungen Mitschüler/innen gegenüber und der Einforderung nach Respekt.

Diese Entwicklung resultiert meines Erachtens aus zwei wichtigen Faktoren: 1. In vielen muslimischen Familien laufen fast ausschließlich türkische und arabische Sender, die in ihrer Stimmungsmache gegen westliche Staaten und andere Religionen nicht zimperlich sind. 2. die nationalistischer werdende Politik in der Türkei, die die Blut-und-Erde-Mentalität weiter anheizte, ebenso wie Erdogans Aufruf, sich als Moslem in Deutschland nichts gefallen zu lassen. Sein Aufruf zum Geburten-Jihad und die Erkenntnis, zu einer stark anwachsenden Gruppe in der Gesellschaft zu gehören, trugen ebenfalls zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei.

Später dann kam ein weiterer Faktor hinzu: die Flüchtlingskrise 2015 und der damit verbundene Zuzug von etwa 1,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens. Besonders Schulen überboten sich mit Aktivitäten, um eine „Schule ohne Rassismus“ zu sein. Die öffentliche Meinung forderte unreflektiert, den Islam zu akzeptieren. Keine noch so läppische Comedy-Show, die ohne Warnung vor (Islam-) Rassismus auskam.

Die nichtmuslimischen Schüler/innen verstanden die Botschaft: Muslime und der Islam galten als sakrosankt, Veränderungen an den Schulen waren hinzunehmen.

Welche Veränderungen fanden für sie statt?

Der Islamunterricht wurde eingeführt und obwohl viele Schüler/innen mit Migrationshintergrund immer schlechter Deutsch sprechen und verstehen, was wesentlichen Einfluss auf das Unterrichtsgeschehen hat, werden vielerorts die Fächer Türkisch und Arabisch eingeführt. In den Schulkantinen wurden die Speisen muslimischen Vorgaben angepasst.

An Schulen wird zum Jahresende immer wieder diskutiert, ob der Umzug zu St. Martin zum „Lichterfest“ werden soll. Das Weihnachtsfest in „Jahresendfest“ umzubenennen, ist ebenfalls seit Jahren Thema. Traditionelle Weihnachtslieder wurden bereits an vielen Schulen durch „neutrale“ Weihnachtslieder ersetzt.

Zudem erleben sie jedes Jahr aufs Neue die Diskussion, ob aufgrund der wachsenden Zahl muslimischer Gläubiger, christliche Feiern an ihrer Schule überhaupt noch stattfinden sollen. Die Behauptung, dass diese Veränderungen den Kindern nicht so viel ausmache, ist falsch.

Das Thema ‚Islam’, früher nur ein Bestandteil des Religionsunterrichts, greift nun auf andere Fächer über und ist Teil ganzer Projektwochen.

Zu Ramadan sollen sie sich rücksichtsvoll beim Essen verhalten und von vielen Schüler/innen weiß ich, dass sie, wenn sie in dieser Zeit in den Pausen essen oder trinken, von muslimischen Mitschüler/innen zunehmend heftig angegangen werden.

Sie erleben, dass Entschuldigungen für das Fernbleiben beim Sportunterricht aus religiösen Gründen akzeptiert werden, ebenso das Fernbleiben bei Klassenfahrten.

Dazu kommt ein Aspekt, der völlig ignoriert wird. Durch die Ausgrenzung haben viele kaum noch die Chance auf Teilhabe an einer ganz normalen Klassengemeinschaft, aus der sie sich, je nach Neigung, Freund/innen suchen können. Die Chance, jemanden zu finden, der zu einem passt, ist gering geworden.

Die Handvoll nichtmuslimischer Kinder hockt in vielen Klassen zusammen und ist isoliert. Sollen bei Gruppenarbeiten nichtmuslimische Kinder mit muslimischen Kindern zusammenarbeiten, zieht dies häufig von Seiten der muslimischen Kinder Diskussionen bis hin zu Arbeitsverweigerungen nach sich. Auf dem Schulhof stehen die Grüppchen größtenteils nach Religionen getrennt.

Der Wunsch, die Bedürfnisse aller Schüler/innen zu berücksichtigen, ließ zu, dass religiöse Gebote über Regeln, die eigentlich für alle gelten, gestellt werden. Dahinter steckt der Gedanke, dass das Einüben von Toleranz und kultureller Kompetenz nirgendwo besser aufgehoben ist, als in der Schule.

Dass dies aber von Angehörigen des muslimischen Glaubens oft anders gesehen wird, stelle ich immer wieder fest. Die Einteilung der Gesellschaft in „Kuffar“ (Ungläubige, denen keine gleichen Rechte und keine persönliche Wertschätzung entgegengebracht werden sollen und die qualitativ unter Muslimen stehen) und Muslime, ist dafür maßgeblich.

Die für mich prägnantesten Ereignisse waren folgende: 2105 bat mich eine muslimische Erstklässlerin, in ihr Freundschaftsbuch zu schreiben. Da es ihr wichtig war, das Buch am nächsten Tag wiederzuerhalten, versprach ich ihr dies und gab ihr mein „Ehrenwort“.

Sie stockte und sagte, dass mein Ehrenwort doch nicht zähle. Ich fragte, was sie damit meine. Sie antwortete, ich sei doch keine Muslimin und hätte deswegen auch keine Ehre und dass mein Ehrenwort dann gar nicht zählen würde. Als sie merkte, dass ich daraufhin erst einmal sprachlos war, schob sie achselzuckend nach: “Ach, Sie verstehen das nicht.“

Die zweite Situation ereignete sich 2017 gegen Ende einer Unterrichtsstunde in einer fünften Klasse. Ein muslimischer Schüler war irrtümlich der Meinung gewesen, es habe bereits zur Pause geklingelt und wollte aus dem Klassenzimmer marschieren. Ich sagte ihm, dass er sich wohl verhört habe und bitte wieder hinsetzen solle. Er wurde wütend und schrie, dass sein Vater ihm gesagt habe, dass er zwar im Unterricht auf Kuffar-Lehrer hören müsse, sich in der Pause aber nichts von uns gefallen lassen solle.

Diese beiden Vorfälle waren für mich deshalb so bedeutend, da ich beide Elternpaare kannte und besonders das Elternpaar des Mädchens als mir gegenüber freundliche, aufgeschlossene und moderne Menschen wahrgenommen hatte.

Im Laufe der Jahre veränderte sich auch Schritt für Schritt das Verhältnis zu vielen muslimischen Eltern. Die Zusammenarbeit mit ihnen bei Regelverletzungen ihrer Kinder wird immer schwieriger. Oft wird dann etwas gefunden, das die Einordnung des stattgefundenen Verhaltens als Regelverletzung aushebelt. Sei es, dass der Sohn behauptet, die Lehrerin habe etwas rassistisches gesagt oder die Tochter angibt, der Lehrer hätte sie während des Gesprächs am Arm angefasst, was sie verunsichert habe.

Muslimische Schüler zeigen nun vermehrt, dass sie sich von mir als Frau nichts sagen lassen und bringen immer öfter ihre Ablehnung der nichtmuslimischen Lebensweise gegenüber zum Ausdruck. Viele Kolleg/innen äußern sich zunehmend über diese Probleme, aber nur hinter vorgehaltener Hand, da sie Bedenken haben, als rassistisch zu gelten. Ich kenne mittlerweile etliche Lehrkräfte, die die Zustände in ihren Klassen nahezu unerträglich finden, für die Schüler/innen und für sich. Viele Lehrkräfte melden sich häufiger krank oder reduzieren ihre Stundenanzahl, wenn das finanziell für sie möglich ist

Doch wenn wir an die Gruppe denken, um die es sich in der Schule im Wesentlichen dreht, um Kinder und Jugendliche, ist festzustellen: Schüler/innen können dies nicht und die nichtmuslimischen Kinder und Jugendlichen sind mittlerweile, zumindest an den Schulformen, an denen ich gearbeitet habe und arbeite, in der Minderheit.

Fakt ist wohl auch, dass aufgrund dieser Situation viele dieser Kinder erst gar nicht in die Schule ihrer Wahl gehen. Sie weichen aus und räumen das Feld, wodurch sich die ethnische Segregation im Schulwesen noch weiter zuspitzt.

Nach ihrem guten Abschluss an einer Realschule wollte zum Beispiel die farbige Tochter einer Freundin das Abitur an einem Berufskolleg machen. Für die Anmeldung im Sekretariat musste sie durch verschiedene Schulflure laufen. Es hatte gerade zum Unterricht geklingelt und die Schüler/innen standen vor ihren Klassenzimmern. Sie berichtete mir später, dass sie auf dem Weg zum Sekretariat so heftig verbal rassistisch von muslimischen Schülern attackiert worden sei, dass sie sich nicht mehr vorstellen konnte, dort zur Schule zu gehen.

Sie meldete sich an einer Gesamtschule an, um dort das Abitur zu machen. Die Wortführer in der Klasse, in die sie kam, waren muslimische Jungen, denen sich die anderen unterzuordnen hatten. Sie weigerte sich, dies zu tun, was zur Folge hatte, dass sie nicht nur diese Jungen, sondern auch ihre Mitschülerinnen gegen sich hatte. Sie suchte immer wieder das Gespräch mit dem Klassenlehrer, der das Problem mehr oder weniger abstritt. Auch als ich mit ihm sprach, zeigte er keine Bereitschaft, etwas an der Situation zu verändern. Ihr blieb die Möglichkeit, sich anzupassen, oder abzumelden. Sie meldete sich ab.

Etwas, das ebenfalls nicht thematisiert wird, ist der Umgang mit inklusiven Kindern, also Kindern mit Lernschwierigkeiten oder körperlichen Behinderungen. Während muslimische Kinder mit Auffälligkeiten meist in Ruhe gelassen werden, werden nichtmuslimische häufiger drangsaliert. In einer fünften Klasse einer Realschule mit acht inklusiven Kindern, befanden sich zwei muslimische inklusive Jungen, die fast durchgängig den Unterricht boykottierten. Aufgrund ihrer Behinderungen taten sie mitunter Dinge, die auf viele Schüler/innen seltsam, mitunter auch peinlich wirkten. Sie wurden dafür von den Muslimen in der Klasse, wovon zwei mit ihnen verwandt waren, nicht verspottet, sondern eher geschützt, während einzelne nichtmuslimische inklusive Kinder aufgrund der ihnen eigenen Auffälligkeiten verspottet wurden.

Fakt ist, dass das Desinteresse, das die vorigen türkischen Generationen oft an unserer westlichen Kultur gezeigt hatten, etwas, was ich akzeptieren kann, weil ich keine strikte Verfechterin der Integration um jeden Preis bin, in der dritten und vierten Generation bei vielen Muslimen zu einer vehementen Ablehnung unserer westlichen Gesellschaft geworden ist, die auf die Kinder übertragen wird.

Versuche, dies in Klassen zu thematisieren, endeten mit dem obligatorischen „Das verstehen Sie nicht!“ und in Lehrerzimmern mit dem Hinweis, dass man da „nichts machen könne, es sei nun mal eine andere Kultur.“

Konflikte zwischen Muslimen und Nichtmuslimen werden gerne auf eine persönliche Ebene gebracht, reduziert darauf „dass die Chemie zwischen den beiden eben nicht stimme“. Doch der Grund, dass normale Streitereien zunehmend so sehr eskalieren, dass auf die Köpfe am Boden Liegender eingetreten wird, ist die Religionszugehörigkeit.

Es versteht sich von selbst, dass nicht alle Kinder und Jugendliche muslimischen Glaubens sich so verhalten und selbstverständlich gibt es auch Muslime, die diese Probleme genauso sehen und auch Leidtragende des Fehlverhaltens, der Regelverletzungen und der Respektlosigkeiten sind. Doch wie mir mal eine muslimische Bekannte sagte, nimmt der Druck, den muslimische Communities ausüben, zu, so dass viele nichts dazu sagen wollen.

Ich kenne auch muslimische Eltern, die ihren Glauben weniger oder gar nicht leben, aber der Meinung sind, wir Deutsche würden unsere Kinder, insbesondere die Mädchen, nicht gut genug schützen und ihnen zu viel erlauben. Diese Muslime haben oft schlicht Angst, ihre Kinder an unsere westliche Gesellschaft „zu verlieren“.

Aber nichts rechtfertigt es, die Gesellschaft, mit der man lebt, so abzulehnen und abzuwerten, dass junge Menschen kaum die Chance haben, eine Gesellschaft zu bilden, in der sich alle wohlfühlen. Toleranz darf keine Einbahnstraße mehr bleiben. Wer sich in dieser freien, demokratischen und offenen Gesellschaft einfügen und in ihr leben will, diese erhalten und schützen will, sollte erkennen, dass er oder sie selbst aktiv werden muss.


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VIDEO: Zwei syrische Schwestern in Deutschland: Zwangsheirat, Kindesentführung -„WIR WOLLEN FREI SEIN“ (Initiative an der Basis)

Eine der beiden syrischen Schwestern ist Mitglied der Initiative an der Basis.

In diesem Video sprechen die zwei Schwestern über ihre von der Familie arrangierten Heiraten, über die Trennung von ihrem Ehemann und über die Entführung der beiden Kinder der einen Schwester – ihr syrischer Ex-Ehemann hat sie nach der Scheidung gegen den Willen der Ehefrau in den Libanon mitgenommen.

Das Video ist ein Erfahrungsbericht. Die beiden Schwestern geben einen Einblick in die von Ihnen erlebte Realität, als Frau in Syrien aufzuwachsen und als muslimische Ehefrau in Syrien, Libanon und Deutschland zu leben. Das Video zeigt, mit welcher Problematik wir es zu tun haben; meist hinter verschlossenen Türen.

Es ist auch ein Aufruf, genauer hinzuschauen und aufzuhören, alles was mit einer verfehlten Asyl&Migrationspolitik einhergeht, zu relativieren („ist halt eine andere Kultur“) und zu verschweigen („spielt doch nur den Rechten in die Hände“).

Es ist aber auch ein Zeichen der Hoffnung, denn beide Schwestern hätten es mutmaßlich nicht geschafft, sich in ihrem Land und im Umfeld ihrer strenggläubigen muslimischen Familie von ihren ebenso strenggläubigen und gewalttätigen Ehemännern zu trennen. Warum das so ist, erklärt die eine der Schwestern. Nun gehen beide Schwestern hier in Deutschland ihre ersten Schritte in ein selbstbestimmtes Leben.

Am Ende des Videos sind  Auszüge aus dem “work-in-progress” Forderungskataloges der Initiative an der Basis eingeblendet. Wer sich diesen genauer durchlesen möchte, kann ihn hier herunterladen. Dieser Entwurf eines Masterplans für eine neue Migrationspolitik wurde basisdemokratisch über ein Jahr lang erarbeitet. Mitglieder der Ini-B trafen sich teilweise bis zu 2x in der Woche, um diese Forderungen gemeinsam zusammensitzend und diskutierend zu erarbeiten. Diese Mühe machten sich die Ini-B Mitglieder nur deshalb, weil die eigentlich Verantwortlichen in der Politik eben genau das nicht tun. Deutschland benötigt eine grundlegende Neuausrichtung bezüglich seiner deutlich verfehlten Asyl- und Migrationspolitik.

VIDEO: „Dit sind keene Flüchtlinge“ ERFAHRUNGEN eines ehem. Erziehers in umF Clearingstelle Berlins (Initiative an der Basis)

Martyn Ringk ist Erzieher und arbeitete in Berlins Erstaufnahme- und Clearingstellen für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche (EAC für umF). Martyn Ringk ist Teil unserer Initiative an der Basis.

Martyn Ringk und weitere Mitglieder der Initiative an der Basis werden am 31. August 2019 als geladene Gastreferenten an einer öffentlichen Veranstaltung der WerteUnion-Berlin zum Themenfeld „Migration, Flüchtlinge, Islam“ ihre Erfahrungen und Forderungen vorstellen.

Die Initiative an der Basis (Ini-B) ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten), die die jetzige Asyl- und Migrationspolitik kritisch beurteilen.

Die Basisinitiative fordert u.a. einen„ Aufnahmestopp für die nächsten 3 Jahre, um die aufgelaufenen Probleme zu reflektieren und angemessene Lösungen zu finden“

Diese und andere Forderungen bzw. Lösungsansätze stellte die Ini-B am 7. April 2019 in Form eines fast 50 Seiten langen „work-in-progress“ Forderungskataloges in einer Pressekonferenz Themenfeld „Deutschland braucht eine grundlegende gesellschafts- und einwanderungspolitische Neuausrichtung“vor.

Blog der Initiative an der Basis
Facebook der Initiative an der Basis

Öffentliche Veranstaltung 31. August 2019: Die WerteUnion-Berlin lädt die Initiative an der Basis ein, ihre Positionen und Erfahrungen zum Thema „Migrationspolitik, Flüchtlinge und Islam“ vorzustellen.

WU_Berlin Logo 

Themenfeld Migration, Flüchtlinge, Islam

Veranstaltung

31. August 2019, 15:00 – 18:30 Uhr *

   Die WerteUnion-Berlin lädt die Initiative an der Basis ein, ihre Positionen und
Erfahrungen zum Thema „Migrationspolitik, Flüchtlinge und Islam“ vorzustellen.

Begrüßung und Einführung
WerteUnion-Berlin

Grenzöffnung 2015 – fortlaufender Rechtsbruch, humanitäre Pflichterfüllung?
Dr. Vosgerau, WerteUnion-Berlin
Rechtsanwalt, Privatdozent für Öffentliches Recht, Völker- und
Europarecht, Rechtsphilosophie an der Universität Köln

Die Kosten der „Flüchtlingskrise“– und wer sie trägt
Prof. Dr. Söllner, WerteUnion-Berlin
TU Ilmenau

Ziele der U.N. und Auswirkungen auf Deutschlands Asyl- u. Migrationspolitik
Rebecca Sommer, Initiative an der Basis
ehem. Zivilbevölkerungssprecherin im beratenden Status zu den Vereinten Nationen,ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterin, Leitung der Arbeitsgruppe Flucht+Menschenrechte (AG F+M

Warum der Islam nicht zu Europa gehört
Hartmut Krauss, Initiative an der Basis
ehem. DaF Lehrer, Buchautor, Verleger, Sozial- und Erziehungswissenschaftler
 

Erfahrungsberichte & Forderungen von der Initiative an der Basis:
Aufnahmestopp für die nächsten 3 Jahre, um die aufgelaufenen
Probleme zu reflektieren und angemessene Lösungen zu finden“

Die Initiative an der Basis ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten), die die jetzige Asyl- und Migrationspolitik kritisch beurteilen.

  • Analyse aus der Sicht einer Mitarbeiterin eines sozialpädagogischen Dienstes (N.N.); einer ehem. Flüchtlingsbegleiterin (Christiane Soler); eines ehem. Erziehers in der UmF Clearingstelle Berlin (Martyn Ringk); eines shiitischen Ex-Muslimen und Atheisten (Kian Kermanshahi); einer Lehrerin an einem Gymnasium (Christine G.); einer Integrationslehrerin an der VHS (Imme B.); einer ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleiterin und Leiterin einer Ehrenamtsgruppe (Rebecca Sommer) und einem ehem. DaF-Lehrer (Hartmut Krauss).

*Einlass nur mit bestätigter Voranmeldung.     Kontakt: berlinwerteunion@gmail.com
Das Fotografieren, Audio- und Videoaufnahmen während der Veranstaltung ist nicht erlaubt.
Nach der Veranstaltung sind nach Rücksprache Filmaufnahmen und das Fotografieren möglich.


Initiative an der Basis Ex-Muslim- Konferenz (Berlin, 4.9.2019): Vorstellung des Referenten MOHAMED HISHAM, Ex-Muslim & Atheist

Screen Shot 2019-05-24 at 11.18.43 AM

MOHAMED HISHAM – Ex-Muslim Konferenz 4.9.2019 in Berlin (18:30 – 20:30 Uhr)

Ex-Muslimische Konferenz Berlin.
18:30 – 21:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslim Konferenz

 

Wir stellen Ihnen einen unserer sechs Referenten vor:

MOHAMED HISHAM

(Text von Shammi Haque) Der Ägypter Mohamed Hisham ist mit seinen 28 Jahren der wohl bekannteste Atheist seines Landes. Er wurde als „Terrorist des Intellekts“ in Ägypten verfolgt und musste fliehen. Seit 3 Monaten ist er in Deutschland. 

Aufgewachsen ist Hisham in einer streng-religiösen Familie in einem Vorort der Millionenstadt Kairo, „direkt neben den Pyramiden“, erzählt er. Gebetet wurde jeden Tag. Doch schon als Kind begann Hisham, am Glauben zu zweifeln. „Bei einem Freitagsgebet wollte der Imam mir die Zweifel nehmen und sagte: ‚Wenn du heute Allah um etwas bittest, bekommst du es’“, erinnert er sich. „Ich betete dann, dass mein Mathelehrer am nächsten Tag nicht kommen soll. Und das ist erstaunlicherweise auch passiert! Dann war ich erstmal versöhnt und war gläubiger Muslim, wie meine Familie“, lacht er.

Hisham beschäftigte sich immer intensiver mit den islamischen Schriften, ein echter „Büchernarr“, beschreibt er sich, der die Bücher über seine Religion nur so verschlang. Doch je älter er wurde, desto lauter wurden die Zweifel.

Aufgewachsen ist Hisham in einer streng-religiösen Familie in einem Vorort der Millionenstadt Kairo, „direkt neben den Pyramiden“, erzählt er. Gebetet wurde jeden Tag. Doch schon als Kind begann Hisham, am Glauben zu zweifeln. „Bei einem Freitagsgebet wollte der Imam mir die Zweifel nehmen und sagte: ‚Wenn du heute Allah um etwas bittest, bekommst du es’“, erinnert er sich. „Ich betete dann, dass mein Mathelehrer am nächsten Tag nicht kommen soll. Und das ist erstaunlicherweise auch passiert! Dann war ich erstmal versöhnt und war gläubiger Muslim, wie meine Familie“, lacht er.

Hisham beschäftigte sich immer intensiver mit den islamischen Schriften, ein echter „Büchernarr“, beschreibt er sich, der die Bücher über seine Religion nur so verschlang. Doch je älter er wurde, desto lauter wurden die Zweifel.

Eine Talkshow ändert sein Leben

Die Freiheit jedes Einzelnen, nicht an Gott glauben zu müssen, ist eine Selbstverständlichkeit in Europa. Doch in Ägypten ist Hishams intellektuelle Entscheidung ein Verbrechen. Er beginnt, ein Doppelleben zu führen: Tagsüber mimt er den muslimischen Studenten, abends liest er in Internetforen über die Ideengeschichte des Atheismus, tauscht sich mit anderen Ex-Gläubigen aus.

„Ich war irgendwann müde von diesem Doppelleben, müde davon, dass ich nicht sagen konnte, was ich denke. Ich merkte, wie wichtig Religionsfreiheit ist, damit wir auch über Tabu-Themen diskutieren können.“

2017 kursiert in einem der Online-Foren eine Anfrage für eine Talkshow im ägyptischen Fernsehen über Atheismus. Niemand traut sich, die Anfrage anzunehmen, alle haben Angst, sich öffentlich zu outen. Alle außer Hisham.

Am 11. Februar tritt er in der Sendung auf und merkt schnell, dass er vom Talkshow-Host und dem zweiten Gast, einem hochrangigen Geistlichen, nur vorgeführt werden soll. In nur wenigen Sekunden legt Hisham dar, warum er an Gott zweifelt, bevor sich die beiden Männer verbal auf ihn stürzen.

▶︎ Es sind wenige Sätze, die sein Leben für immer verändern: „Ich bin Atheist … Ich brauche keine Religion, um moralische Werte zu vertreten und produktives Mitglied der Gesellschaft zu sein.“ Und: „Es gibt keine wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.“

Der Talkshow-Host reagiert empört, sagt, er bereue, Hisham überhaupt eingeladen zu haben und wirft ihn kurzerhand aus dem Studio. Der Scheich unterstellt Hisham Geisteskrankheit und rät ihm, eine psychiatrische Behandlung zu beginnen. Wütende Anrufer werden durchgestellt, unterstellen ihm „Terrorismus“ gegen Ägypten und fordern seinen Tod.

Das Video wird weltweit millionenfach geteilt. Und auch Hishams Familie findet nun heraus, dass ihr Sohn nicht mehr an Gott glaubt. Brutale Prügel und Umerziehungsversuche der örtlichen Moschee folgen. „Vier Wochen lang wurde ich zu Hause eingesperrt“, erinnert er sich. An der Universität erhält er Morddrohungen, und einen Job bekommt er nicht. „Die Arbeitgeber hatten Angst vor den Folgen, wenn sie mich einstellen.“

Er will weg aus Ägypten

Auch die Polizei schaltete sich ein und ermittelte gegen ihn. In Ägypten ist Blasphemie gesetzlich verboten. Seit 2018 gibt es Versuche, auch Atheismus selbst unter Strafe zu stellen. Denn der Abfall vom Glauben ist gerade unter jungen Ägyptern immer weiter verbreitet.

Die bedrohliche Situation wird zu viel für Hisham. Er gibt vor, wieder ein Muslim zu sein. „Ich hatte keine andere Wahl, denn ich wollte leben“, erinnert er sich heute. Gleichzeitig versucht er heimlich, das Land zu verlassen. Internationale Menschenrechtsorganisationen laden ihn zu Konferenzen ein, doch Hishams Visumsgesuche für Europa werden immer wieder abgelehnt. Fast gibt er die Hoffnung auf, versucht sich sogar das Leben zu nehmen. Doch Unterstützer aus dem Ausland organisieren eine Kampagne für ihn, sammeln Geld für Flugtickets.

Dieser oben gespiegelte Text wurde von Journalistin Shammi Haque geschrieben und in der Bild veröffentlicht. Zum Artikel :“In Ägypten wegen Gottlosigkeit verfolgt- Ich will den Islam mit Fakten widerlegen

Weiter Artikel, von Rebecca Sommer: Das Wagnis, sich als Ägypter eine eigene Meinung zu bilden: Ich heiße Mohamed und ich bin Atheist

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Rede von Mohamed Hisham bei der Ex-Muslim Konferenz Deutschland in Berlin von der Initiative an der Basis (Englisch mit deutschen Untertiteln):

 


Ex-Muslim Konferenz Flyer PIC DE-300dpi

Initiative an der Basis Ex-Muslim- Konferenz (Berlin, 4.9.2019): Vorstellung des Referenten ARMIN NAVABI, Ex-Muslim & Atheist

Englisch translation here

Armin Navabi

ARMIN NAVABI – Ex-Muslim Konferenz 4.9.2019 in Berlin (18:30 – 20:30 Uhr)

Am 4. September 2019 findet unsere Ex-Muslim Konferenz in Berlin statt.

 

INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslim Konferenz

Wir stellen Ihnen einen unserer sechs Referenten vor:

ARMIN NAVABI

Armin Navabi ist ein iranisch-kanadischer Ex-Muslimatheist und weltlicher Aktivist, Autor und Podcaster, der derzeit in Kanada lebt. Im Jahr 2011 gründete er die freigeistige Online-Gemeinschaft Atheist Republic mit Hunderten von Niederlassungen (Konsulaten) in mehreren Ländern der Welt, die es Ex-Muslimen ermöglicht, in Gesellschaften zu interagieren, in denen Irreligiosität, Abtrünnigkeit und Blasphemie oft kriminalisiert und unterdrückt werden. Als Autor schrieb er das Buch Why There Is No God und ist Mitmoderator von Secular Jihadists („Weltlich-säkulare Dschihadisten“ für eine muslimische Aufklärung).

Von Armin Navabi

„Der Islam kann aus dem gleichen Grund nicht reformiert werden, aus dem der Nazismus nicht reformiert werden kann.

Unter all den giftigen Ideen, von denen die Welt heute heimgesucht wird, genießt keine so viel Schutz wie der Islam. Die Mauern um den Islam herum müssen niedergerissen werden.

Als Ideologie, die dort, wo sie herrscht, durch Blasphemiegesetze durchgesetzt wird, hat es der Islam im Gegensatz zu jedem anderen ideologischen Virus geschafft, die Menschen, die angeblich Meister der liberalen Werte sind, davon zu überzeugen, einige der illiberalsten Werte auf globaler Ebene zu verteidigen.

Da immer mehr Menschen die wahre Natur des Islam entdecken, wurde eine neue Verteidigungstaktik, nämlich die moderne islamische Reformbewegung, populär gemacht. Die Behauptung ist, dass der Islam genau wie das Christentum reformierbar ist. Das ist eine Lüge. Genau wie das Christentum kann und sollte auch der Islam nicht reformiert werden. Der Islam muss sterben. Die Reformer verlangsamen den Prozess. Die Reformation verkaufte die Idee, dass Christen nur an der Bibel festhalten sollten. Der Islam hatte bereits eine solche Reformbewegung. Man nennt es Wahhabismus. Wir wollen keine weitere Reform. Wir wollen das zweite Zeitalter der Aufklärung, in dem schlechte Ideen wie der Islam durch überlegene Werte ersetzt werden, die nachweislich funktionieren, die Elend und Leid reduzieren.

Die ex-muslimische Bewegung hat uns gezeigt, dass dies möglich ist. Da immer mehr Menschen alles riskieren, um den Islam aufzugeben, lassen sie keine Entschuldigung für den Rest von uns. Kämpfe gegen diese barbarische Ideologie.

Wir brauchen keine Reformen. Wir brauchen keine andere Version des Islam. Wir können ohne Islam leben. Wir sollten ohne Islam leben. Uns läuft die Zeit davon. Die Rechte von Schwulen wurden nicht durchgesetzt, indem sich Leute einfach über Homophobie beschwerten. Wir gehen über das Sprechen gegen den Islam hinaus. Wir werden für die Ausrottung des Islam kämpfen. Wenn man für liberale Werte eintritt, geht man in die Offensive. Wir wollen den Islam besiegen. Deutschland ist ein Schlachtfeld. Und ich werde dir sagen, wie du gewinnen kannst.“


 

18:30 – 20:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslimische Konferenz
Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung: https://basisinitiative.wordpress.com/contact/

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Initiative an der Basis Ex-Muslim Conference (Berlin, 4.9.2019): Introduction of speaker ARMIN NAVABI, Ex-Muslim & Atheist

German translation: here

Ex-Muslim Conference – BERLIN
September 4th 2019,
6:30 to 8:30 o’clockArmin Navabi
INFO about the event: Ex-Muslim Conference

Introducing one of our six speakers:

ARMIN NAVABI

Armin Navabi is an Iranian Canadian ex-Muslim atheist and secular activist, author and podcaster, currently living in Canada. In 2011 he founded the online freethought community Atheist Republic with hundreds of branches (consulates) in several countries around the world, enabling ex-Muslims to interact in societies where irreligion, apostasy and blasphemy are often criminalized and repressed. As an author, he wrote the books Why There Is No God and is the co-host of Secular Jihadists for a Muslim Enlightenment.

by Armin Navabi

„Islam can’t be reformed for the same reason Nazism can’t be reformed.
Among all the toxic ideas the world is plagued with today, none enjoys as much protection as Islam does. The walls built around Islam need to be torn down.
An ideology that is enforced by blasphemy laws where it rules, Islam unlike any other ideological virus has managed to convince those people who are supposed to be champions of liberal values to defend some of the most illiberal values on a global scale.

As more people discover the true nature of Islam, a new defence tactic, which is the modern Islamic reform movement has been popularized. The claim is that just like Christianity, Islam can be reformed. This is a lie. Just like Christianity, Islam can not and should not be reformed. Islam needs to die. Reformers are slowing the process. The reformation sold the idea that Christians should hold to the Bible alone. Islam already had such a reform movement. It’s called Wahhabism. We don’t want another reformation. We want the second age of enlightenment when bad ideas like Islam are replaced with superior values that have been proven to work, to reduce misery and suffering.

The Ex-Muslim movement has shown us that this is possible. As more people risk everything to abandon Islam, they leave no excuse for the rest of us. Fight against this barbaric ideology.

We do not need reform. We do not need a different version of Islam. We can live without Islam. We should live without Islam. We are running out of time. Gay rights were not won over by people just complaining about homophobia. We are going beyond speaking against Islam. We are going to fight for eradicating Islam. If you stand for liberal values, you go on the offence. We want to defeat Islam. Germany is a battleground.  And I’m going to tell you how to win . . .“

 

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Initiative an der Basis: Unsere Ex-Muslim Konferenz-Berlin 4.9.2019. Wir stellen einen unserer sechs Referenten vor: Ex-Muslim & Atheist „VEEDU VIDZ“

Veedu VidzEx-Muslimische Konferenz Berlin.
18:30 – 21:30 Uhr
INFO zur Veranstaltung: Ex-Muslim Konferenz

Wir stellen Ihnen einen unserer sechs Referenten vor:

VEEDU VIDZ

Der YouTube-Comedian W.W. oder bürgerlich Veedu Vidz, ist ein britischer Ex-Muslim. Seine satirischen Videos beschäftigen sich mit einer Reihe von Themen, vorwiegend aber mit dem Islam. Veedu Vidz lud beispielsweise ein Video hoch, in dem er den saudischen Kronprinzen Mohamed bin Salman dafür kritisierte, online-Satire als strafbare Beleidigung zu verfolgen. Er erinnert an den Aufruf des pakistanischen Präsidenten Imran Khan, Blasphemie mit internationalen Gesetzen zu verfolgen. Für ihn ist das einer der Gründe dafür, dass der Islam in seiner derzeitigen Verfassung niemals westlichen oder östlichen Gesellschaftsmodellen vorzugswürdig sei. Veedu denkt, dass Menschen von ihrer Fähigkeit zu denken und zu kritisieren inspiriert werden. Jede Gesellschaft oder Religion, die freies Denken, Entdeckungsdrang und Ausdruckswillen der Menschen bestraft, kann seiner Ansicht nach nicht mit Gesellschaften mithalten, welche Gedankenfreiheit und freie Rede zulassen. Veedu fügt hinzu: „Muslime müssen offen und ehrlich miteinander darüber sprechen, wo sie vom Weg abkommen.“ Sie sollten sich um konkrete Probleme kümmern, „die Menschen Schaden zufügen“, nicht um „kleinliche und unsinnige Gesetze gegen Blasphemie oder Apostasie (=Abfall vom Glauben).“ Er kritisiert islamische Gesellschaften und ihre Religion dafür, zu wenig tolerant denen gegenüber zu sein, die ihren Glaubenssätzen nicht zustimmen: „Wenn Gott mich nur liebt, wenn ich mit allem einverstanden bin, dann ist das keine Liebe.“ Veedu liebt es, sich mit seinem religiösen und kulturellen Erbe auseinanderzusetzen, indem er unterschiedliche Ideen und religiöse Prediger diskutiert und parodiert.

Sich selbst bezeichnet er als Libertären, der für die freie Rede und persönliche Rechte einsteht.

FACEBOOK: https://www.facebook.com/veeduvidz/
PATREON: https://www.patreon.com/veeduvidz
MINDS: https://www.minds.com/veeduvidz

Beispiele von Veduu Vidz Arbeit:

 

Halal Movie Review: The Jungle Book

Ex Muslim VS Muslims on Free Speech

 

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18:30 – 20:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslimische Konferenz
Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung: https://basisinitiative.wordpress.com/contact/

Initiative an der Basis Ex-Muslim Conference (Berlin, 4.9.2019, 6:30 pm): Introduction of speaker VEEDU VIDZ, Ex-Muslim & Atheist

 

Veedu Vidz

VEEDU VIDZ – Ex-Muslim Conference 4. Sept.2019 in Berlin – 6:30 – pm

Ex-Muslim Conference – BERLIN
September 4th 2019,
6:30 to 8:30 o’clock
INFO about the event: Ex-Muslim Conference

Introducing one of our six speakers:

VEEDU VIDZ

YouTube comedian W.W., known as Veedu Vidz, is a British ex-Muslim who creates satirical videos on a range of topics primarily focusing on Islam. Veedu Vidz uploaded for example a video criticizing the Saudi Crown Prince Muhammad bin Salman’s  move to make online satire a punishable offense. Mentioning also Pakistani President Imran Khan’s call for international blasphemy laws, Veedu said that such policies are among the reasons that Islam „as a civilization in its current state could never… be better than the West or even the East, like Japan or South Korea.“ Veedu said that humans thrive because of their ability to think and critique, and that any civilization or religion that punishes thought, expression, and inquiry cannot compete with those that have no limitations on thought or speech. Veduu added, „Muslims need to have a very open and honest conversation about where they’re going wrong,“ and should focus on tangible issues that harm people instead of „petty, nonsensical“ laws like blasphemy and apostasy laws.“ He criticized Islamic societies and religion for being insufficiently tolerant of those who disagree, and said that if your god „only loves you when you agree with him, it’s not love.“ Veduu enjoys engaging with his religious and cultural heritage by examining different ideas and religious preachers through parodies and discussion. 

Veedu Vidz describes himself as a libertarian who stands for free speech and individual rights.

FACEBOOK: https://www.facebook.com/veeduvidz/
PATREON: https://www.patreon.com/veeduvidz
MINDS: https://www.minds.com/veeduvidz

Examples of Veduu Vidz work:

Halal Movie Review: The Jungle Book

Ex Muslim VS Muslims on Free Speech

 

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Initiative an der Basis Ex-Muslim Konferenz (Berlin, 4.9.2019): Vorstellung der Referentin MIMZY VIDZ, Ex-Muslim & Atheistin

Mimzy Vidz copy

MIMZY VIDZ – Ex-Muslim Konferenz 4.9.2019 in Berlin (18:30 – 20:30 Uhr)

Ex-Muslimische Konferenz Berlin.
18:30 – 21:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslimische Konferenz

 

Wir stellen Ihnen eine unserer sechs Referentinnen vor:

MIMZY VIDZ

Video: Why I left Islam

“Das ist meine Geschichte, meine Gedanken und Gefühle. Sie ist roh, nicht bearbeitet. Ich war so aufgebracht, als ich zu der Erkenntnis kam, dass alles, was ich liebte und glaubte, nicht das war, wofür ich es hielt und mir nicht das geben konnte, was ich erwartete. Halten Sie meine Enttäuschung nicht für Wut. Mein Video möchte Muslime nicht schlecht machen. Denn ich liebe alle Menschen. Muslime und Nicht-Muslime.
Ich liebe und respektiere meine muslimische Familie und meine muslimischen Freunde so sehr. Ich sehe jeden als gleichwertig an, ungeachtet seines Glaubens. Genau das ist auch ein Grund, warum ich abrahamitischen Lebensenwürfen und Religionen nicht zustimmen kann. Aber meine Nicht-Übereinstimmung ist keine Ablehnung. Es ist einfach nur meine Sicht der Dinge.
Ich bin offen für Gespräche und argumentative Auseinandersetzungen mittels meiner Social-Media-Kanäle oder über E-Mail.
Wenn Sie sich angegriffen fühlen, beziehen Sie es nicht persönlich auf sich. Nur mit bestimmten Ideologien oder Glaubenssätzen stimme ich nicht überein.

Video: My Hijab Story:

“ In diesem Video nehme ich Sie mit auf meine persönliche Hijab-Reise (Hijab: Islamisches Kopftuch, dass Hals und Ausschnitt bedeckt). Wie ich dazu kam, den Hijab anzulegen und warum ich ihn schließlich wieder ablegte. In diesem Video erzähle ich meine persönliche Geschichte. Es wird Teil einer Serie über meine religiösen Erfahrungen, die ich vor allem im Islam gemacht habe.“

Mimzy Vidz youtube chanel

 

EX-MUSLIM KONFERENZ
18:30 – 20:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslimische Konferenz

Ex-Muslim Konferenz Flyer PIC DE-300dpi

18:30 – 20:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslimische Konferenz
Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung: https://basisinitiative.wordpress.com/contact/

Initiative an der Basis Ex-Muslim Conference (Berlin, 4.9.2019): Introduction of speaker MIMZY VIDZ, Ex-Muslim & Atheist

Mimzy Vidz copyEx-Muslim Conference – BERLIN
September 4th 2019,
6:30 to 8:30 o’clock
INFO about the event: Ex-Muslim Conference
Participation only with confirmed registration:
initiative_an_der_basis@lists.riseup.net

Introducing one of our six speakers:

MIMZY VIDZ

VIDEO: Why I left Islam:

Why I left Islam„This is my story, my thoughts and feelings. It’s very raw, not edited and it was so upsetting for me to come to the realisation what I loved and believed isn’t what I thought or expected..don’t mistake my frustration with aggression..This video isn’t to bash Muslims, I love all people, Muslim not Muslim.

I love and respect my Muslim family and friends dearly. I see everyone as equals regardless of what your belief system is, which is part of why I don’t think I can agree with the Abrahamic concepts of life and religions. Me disagreeing isn’t an attack…it’s just my opinion.

I am open to dialogue and discussions, I have many social media avenues and also an email in the description or comment below.

If you feel you need to get defensive or you feel offended, it’s not personal, I just don’t agree with this ideology or belief system.“

VIDEO: My Hijab Story…

I take you through my journey of Hijab, why I put it on to why I took it off. This is a „story time“ style video which will be part of a series of my journey within religion – mainly Islam.

Mimzy Vidz youtube chanel

Ex-Muslim Konferenz Flyer PIC EN-300dpi-FINAL

Participation only with confirmed registration: initiative_an_der_basis@lists.riseup.net

Initiative an der Basis Ex-Muslim Konferenz (Berlin, 4.9.2019): Vorstellung des Referenten HARRIS SULTAN, Ex-Muslim & Atheist

Harris SultanEx-Muslimische Konferenz Berlin.
18:30 – 21:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslimische Konferenz
Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung:
initiative_an_der_basis@lists.riseup.net

Wir stellen Ihnen einen unserer sechs Referenten vor:

Harris Sultan
Harris Sultan, Autor von „The Curse of God: Warum ich den Islam verlassen habe“ und der Gründer der Gruppe „Ex Muslim Atheist“ (ex-muslimischer Atheist) oder auf TwitterXMuslimAtheist”.

Harris Sultan ist ein australischer Ex-Muslim und Atheist pakistanischer Abstammung. Harris zog im Alter von 19 Jahren nach Australien.
Er schätzt Richard Dawkins dafür, dass er eine Weltsicht entwickelt hat, die die Existenz Gottes derart in Zweifel zog, dass er zum Atheisten wurde, aber er schätzt auch die ehrliche Studie des Korans und Mohammeds Biographie, weil es ihm half sich vom Islam zu lösen. Harris‘ tiefes Verständnis vom Islam und seine Fähigkeit, die logischen Fehler des Islam in einfachen verständlichen Worten zu erklären, haben es ihm ermöglicht, ein Buch zum Thema „Der Fluch Gottes – warum ich den Islam verlassen habe“ (engl.: „The Curse of God – Why I Left Islam“) zu schreiben, welches voraussichtlich gegen Ende Jahres in englischer Sprache veröffentlicht wird.
Harris genießt eine große Fangemeinde in den sozialen Medien, wo er mit Ex-Muslimen, die sich oftmals in einer Notlage befinden, in Kontakt bleibt und Ex-Muslime dazu ermutigt, sich öffentlich zu zeigen, um so dem Anliegen von Ex-Muslimen Gehör zu verschaffen.

Einige Artikel von Harris Sultan:
Stop Saying Happy Ramadan
Is Islamophobia real?
Why I left Islam?

Harris Sultan berichtet:

„Ich wurde in Lahore, Pakistan, geboren. Mein Vater arbeitete zu dieser Zeit als Ingenieur in Saudi-Arabien, sodass meine Schwester, meine Mutter und ich nach Saudi-Arabien zogen.
Meine Familie verließ Saudi-Arabien, als ich zwei Jahre alt war. Ich habe keine Erinnerung an den Aufenthalt im Land, aber ich frage mich oft, wie mein Leben gewesen wäre, wenn meine Familie dort geblieben wäre. Ich war immer ein wenig neugierig, aber wenn ich heutzutage andere Atheisten (sowohl Ex-Muslime, als auch reine Atheisten) treffe, habe ich erkannt, dass ich doch nicht so besonders bin.
Ich ging auf eine christliche Schule in Lahore. Ich habe dort meine High School besucht. Wir gehen für das 11. und 12. Schuljahr aufs College und ich habe es geschafft, in das Govt. College Lahore zu kommen, eines der besten Colleges in Pakistan. Danach, im Jahre 2003, bin ich für mein Bachelorstudium nach Australien gezogen. Ich habe 2007 mein IT-Studium abgeschlossen und bin 2008 australischer Staatsbürger geworden.
Ich habe meinen Lebensweg ausführlich in meinem Buch niedergeschrieben, also hoffe ich, dass Ihre Leser mein Buch kaufen werden, das bei Amazon und allen Ihren Lieblingsbuchhandlungen erhältlich ist :). Ich war immer an der Frage nach der Existenz Gottes interessiert.
Ich habe mir Pascals Wette selbst ausgedacht, als ich im College war, und glaube es oder nicht, ich kam tatsächlich zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich am besten ist, wenn ich an Gott glaube, denn wenn er nicht existiert, wäre ich es egal, und wenn er es tut, wäre ich fein raus. Ich ich fand nie eine eindeutige Antwort auf die Existenzfrage, dachte aber nie wirklich daran, dem Islam zu abzuschwören.
Ich war ziemlich gemäßigt geworden bzw. wurde ich das, was ich im besten Sinne einen „Heuchler“ nenne: Ich sage immer, dass ein guter Muslim (Dschihadi) ein schlechter Mensch (Terrorist) ist und ein schlechter Muslim (feministisch, nicht-homophob) eigentlich ein guter Mensch ist.
Ich erinnere mich, dass ich irgendwann in 2005 oder 2006 einen Zeitungsartikel hier in einer australischen Zeitung gefunden habe, wo ein Journalist versuchte, Richard Dawkins anzugreifen.
Obwohl es stark voreingenommen war und ich jetzt weiß, wie der Journalist Dawkins zu widerlegen versuchte und sogar falsch darstellte, waren es immer noch Dawkins‘ Argumente, die für mich mehr Sinn machten, sei es die Evolution oder Gott im Allgemeinen. Das ließ mich Dawkins ein wenig mehr nachschlagen und dann fand ich eine Schatzkammer über diesen „‑neuen Atheismus“.
Plötzlich hatte ich diese Hunderte von Stunden voller Videos und Vorträge und Debatten von Leuten wie Dawkins und Hitchens. Ich war bezaubert, all die Fragen, die ich in meinem Kopf hatte, und die Antworten, die ich geben wollte, aber nicht artikulieren konnte, wurden jetzt auf die eloquenteste Weise präsentiert.
Dann las ich „Der Gotteswahn“ (engl.: „The God Delusion“) und ab da wurde ich zu einem überzeugten Atheisten. Ich schätze Richard Dawkins offen für die Bewaffnung mit den Argumenten gegen Gott.
Ich habe mich immer gefragt, warum eine Person eine mythische Religion verlassen und sich einer anderen anschließen würde? Mein Hauptproblem mit dem Islam war die Idee dieses übernatürlichen Gottes, der absolut keine Beweise hat.
Selbst wenn der Koran das freundlichste Buch wäre, hätte ich immer noch ein Problem mit der Philosophie über die Existenz Gottes gehabt. Ich hatte nie den Wunsch, an etwas zu glauben, das nicht durch Beweise gestützt wird.
Hier liegt meiner Meinung nach der Unterschied zwischen ex-muslimischen Atheisten und Ex-Muslimen, die sich anderen Glaubensrichtungen zuwenden. Das sind die Menschen, die immer noch an einen Gott glauben wollen, aber von der schlechten Moral im Islam und im Charakter von Mohammed enttäuscht sind.
Deshalb wenden sie sich dem Christentum oder dem Hinduismus zu. Ich muss hinzufügen, dass sich die meisten Ex-Muslime nach meiner Erfahrung als Atheisten erweisen, aber das könnte meine Datenverzerrung sein, da nur die Ex-Muslime mit mir Kontakt aufnehmen, die Atheisten werden.
Ex-Muslimische Christen oder Ex-Muslimische Hindus (ich kenne nur einen) gehen an andere Orte, um ihre Ansichten zu teilen. Es wäre interessant, eine fortgeschrittene Umfrage über Ex-Muslime durchzuführen, um herauszufinden, ob sie Atheisten geworden sind oder eine andere Religion angenommen haben.
In Bezug auf meine Konfrontation mit Uthman Badar. … nun, ich wusste irgendwie, was seine Position zu den Abtrünnigen war. Er ist ein Hardcore-Salafi (ein Fundamentalist, der dem Koranran wörtlich folgt und an alle sunnitischen Hadithen glaubt). Ich wusste, dass er zu Protokoll gegeben hatte, dass Abtrünnige getötet werden sollten.
Ich habe nur erwartet, dass er eine ehrliche Antwort gibt, die er bereits in der Vergangenheit gegeben hat, und eine intellektuelle Ehrlichkeit zeigt. Er hatte beim letzten Mal ein wenig Ärger, weil er es gesagt hatte, also erwartete ich nur, dass er erklärt, warum Abtrünnige getötet werden sollten, aber er war schwerer zu greifen, als ich dachte. Er wich weiterhin aus, ohne eine klare Antwort zu geben.
Da er keine direkte Antwort gab, fragte ich ihn, ob er seine angegebene Position geändert habe. Er antwortete darauf, er habe nicht gemeint, dass er immer noch für die Tötung von Abtrünnigen sei.
Vor der Aussprache hatte ich erwartet, dass er intellektuell ehrlich ist und öffentlich das benennt, woran er privat glaubt, aber ich fand ihn nicht so hochkarätig.
Es war nicht nur die Frage des Glaubensabfalls, ich habe so viele Punkte zum Islam bezüglich Homophobie, Frauenfeindlichkeit usw. angesprochen, aber er wollte zu nichts Stellung nehmen.
Meine Schlussfolgerung ist, dass er weiterhin das tun sollte, was er tut, er ist gut für uns, je mehr Leute wie er reden, umso mehr werden kritische Muslime den Islam verlassen.
Angesichts der zahlenmäßig wachsenden Menge an nicht-religiösen Menschen auf der ganzen Welt und im Hinblick auf die steigenden Zahl von Ex-Muslimen, insbesondere in der Öffentlichkeit und auf Online-Plattformen, sollten wir meiner Meinung nach diesen religionskritischen Kurs beibehalten.

Wir durchleben eine einzigartige Zeit in der Geschichte, nicht nur, weil wir über die besten verfügbaren Instrumente verfügen, um den Informationsfluss zu erleichtern, sondern wir leben auch in einer Zeit, in der wir offen gegen die schlechten Ideen der Religion vorgehen können, zumindest in den säkularen Ländern.
Wir sollten das nicht als selbstverständlich ansehen. Die Religionen der Welt stehen vor dem härtesten Kampf um ihr Überleben, und wir sollten nicht nachgeben. Wenn wir die Religion nicht aus dem Gewebe unserer Gesellschaft herausreißen, kann sie immer in ihrer ursprünglichen Form oder einer noch gefährlicheren Form zurückkehren.
Die Grundlage für den Aufbau einer globalen ex-muslimischen Organisation, insbesondere mit dem Entstehen der Räte, der Online-Gruppen und dem damit einhergehenden Bewusstsein von Muslimen und Ex-Muslimen, ihr Recht auf Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Glaubensfreiheit und Gewissensfreiheit gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen einfordern, sind es nicht nur die nicht-islamischen Religionen, die diesem Angriff von Atheisten und Säkularisten ausgesetzt sind, sondern wahrscheinlich der Islam, der am stärksten überrascht wird.

Die Räte und Online-Gruppen der Ex-Muslime tauchen aus dem Nichts auf, und ihre Mitgliederzahlen wachsen stetig.

Vor 20 Jahren hätten sich die islamischen Einrichtungen der Welt das nie in ihren kühnsten Träumen vorgestellt. Nun ist es nicht nur der „Westen“, gegen den sie kämpfen müssen, es sind die Menschen aus ihren Reihen, die einheimischen Informanten, wie sie uns nennen wollen, die zu ihren größten Problemen geworden sind.
Das Königreich Saudi-Arabien, der größte Exporteur des Hardcore-Islams, dem Salafismus, bezeichnete Atheisten 2015 als Terroristen.
Es ist wahrscheinlich bis zu einem gewissen Grad wahr, denn sie haben Angst vor Atheisten und ihrem freien Denken. Unsere Zahl wächst und mit jedem neuen Ex-Muslim auf unserer Seite werden wir stärker und sie werden schwächer.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann unsere Zahlen so groß sein werden, dass die UNO und die Westmächte keine andere Wahl haben werden, als die islamischen Länder unter Druck zu setzen, ihre Vorgehen zu ändern und die Jagd auf Atheisten und Freidenker einzustellen.
Unsere größte Herausforderung ist es, Menschen zu motivieren und sie zu vereinen, damit sie sich für ihre Rechte einzusetzen. Nicht alle Atheisten können in westliche Länder fliehen, und ich warte auf den Tag, an dem diese Menschen aufstehen und eine Revolution starten werden.
Die Bedrohungen für Ex-Muslime sowohl für einzelne, als auch für Gruppen, einzeln und gemeinsam, die physische Bedrohung ist immer vorhanden, insbesondere für öffentliche Ex-Muslime. Erst vor ein paar Tagen wurde ich von einem Angeklagten gewarnt, „auf mich aufzupassen“.
Diese Bedrohung ist nicht nur für öffentlich zugängliche Ex-Muslime, sondern die Gewalt ist so stark im Islam verwurzelt, dass jeder, der auch nur daran denkt, den Islam zu verlassen, sofort über die Folgen nachdenkt.
Dies mag als Werkzeug für das Überleben des Islam gedient haben, aber es erweist sich auch als eine Waffe gegen den Islam.
Dieser brutale Übergriff auf die Gedanken der Menschen macht zumindest im 21. Jahrhundert junge Befragte von Ex-Muslimen wütend, und ich meine sehr wütend.
Ich hoffe nur, dass es kein Blutvergießen geben wird, aber wenn eine signifikant große Zahl von Atheisten erreicht wird, z.B. in Pakistan oder Ägypten, wird es zu einem Konflikt kommen, wenn die Regierungen dort nicht ihre Wege ändern.
Im Iran hat es bereits begonnen: Eine große Zahl von Ex-Muslimen kritisiert nicht nur höflich den Islam, sondern sie hassen den Islam jetzt tatsächlich, sie verbrennen den Koran und die Burkas offen. In den letzten 10 Jahren gab es mindestens zwei Versuche für eine Revolution.
Meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Islamische Republik Iran gestürzt wird. Wir müssen nur unsere Kräfte bündeln und immer wieder die Barbarei der Regierungen dieser muslimischen Länder aufdecken.
Der Koran, der in einem Schrank eines muslimischen Haushalts liegt, ist wie ein Gewehr, das in einem Haus eines gewöhnlichen Amerikaners sitzt.
Das Werkzeug für Tod und Zerstörung ist genau dort, aber die meisten Mitglieder des Haushalts sind sich weder seiner Anwesenheit, noch seines Nutzens bewusst.
Aber ab und zu werden wir jemanden haben, der das erkennt, den Schrank öffnet, seine Macht versteht und nutzt! Der Koran ist im Wesentlichen eine Bombe, die darauf wartet, in den Köpfen junger Muslime zu explodieren.
Im gegenwärtigen Klima spielen Geopolitik, der Konflikt zwischen Israel und Palästina eine große Rolle, aber weder ich, noch viele andere Menschen sind davon voll überzeugt. Vor 1948 gab es keinen Staat Israel, doch in der 1400-jährigen Geschichte des Islam gab es Konflikte zwischen dem Westen und dem Osten.
Thomas Jefferson, damals im späten 18. Jahrhundert als Botschafter tätig, berichtete seinem Vorgesetzten in Paris, dass die Tripoli-Piraten an der afrikanischen Küste der Ansicht waren, dass die westliche Menschen als Nicht-Muslime versklavt werden sollten. Dieser Bericht von Jefferson sieht aus wie ein Bericht von einem CIA-Agenten über ISIS.
Der Islam will sich entweder durch Missionieren oder durch das Schwert verbreiten, es spielt keine Rolle, es muss sich verbreiten. Der Islam wird diese Dschihadis weiterhin erfolgreich produzieren, bis der Islam entweder vollständig verschwunden oder stark verändert ist.
Vor 200 Jahren hätte ich dasselbe über das Christentum sagen können, da es wahrscheinlich die größere Bedrohung zu dieser Zeit war, aber das Christentum ist eine Religion, die, anders als der Islam, einen langen Weg zurückgelegt hat.

Jeder große islamische Staat, den man betrachtet (mit Ausnahme der Türkei), der Islam ist tief in seiner politischen Struktur verwurzelt. Wenn sich der Islam nicht ändert oder entwickelt, werden sich diese islamischen Länder nicht ändern.
Sobald die Gewalt durch den Koran und die Hadith beseitigt ist, wird es mehr Willen in den Regierungen geben, gegen die Dschihad-Werber vorzugehen. Ich habe in meinem Buch darüber gesprochen, wie ich, ein Teenager aus einem Haushalt der oberen Mittelklasse, fast zu einem Dschihadi wurde.
Da mein Vater nie an dem gewalttätigen Islam interessiert war, schaffte er es, mich aus ihm herauszuholen, aber ich bereits 20 Jahre wegen des Traums eines verrückten Mullahs tot sein können, im Namen des Islam das besetzte Kaschmir zu erobern.
Ich wünschte, ich könnte sagen, dass es nur eine Geopolitik gibt, sie lösen den israelisch-palästinensischen Konflikt, alles wird gut, aber ich werde mich selbst schwer täuschen.
Die Ex-Muslimische Bewegung ist immer noch auf den Rücken von Freiwilligen angewiesen. Leute wie ich spenden einen großen Teil unserer Zeit für etwas, wofür keiner von uns bezahlt wird. Zusätzlich zu unserer Zeit ziehen wir auch ein Sicherheitsrisiko an. Vor kurzem wurde ich von einem Muslim unweit meines Hauses bedroht.
Ich dachte, wenn diese verrückte Person es schafft, herauszufinden, wo ich wohne, könnte ich in ernsten Schwierigkeiten sein. Ich bin ein wenig enttäuscht über die Haltung der Atheisten im Allgemeinen. Wir neigen nicht dazu, uns gegenseitig so sehr zu unterstützen, wie es nötig ist.
Ja, unsere Zahlen steigen, aber es ist keine Zeit, sich zurückzulehnen, wir müssen es in Gang halten, wir müssen uns gegenseitig unterstützen. Jedes Mal, wenn du unsere Tweets oder Videos teilst oder magst, hilfst du, wenn du kannst, unterstütze Leute wie mich auf Patreon, kaufe Bücher von atheistischen Autoren und teile die Ideen.
Denke daran, dies ist das einzige Mal in der Geschichte, dass wir Atheisten die Religionen tatsächlich offen herausfordern können, lass es uns nicht als selbstverständlich betrachten. Wir können es sehr schnell verlieren.
Harris Sultan Blog: Ex Muslim Atheist

18:30 – 20:30 Uhr
INFO über die Veranstaltung: Ex-Muslimische Konferenz

Initiative an der Basis Ex-Muslim Conference (Berlin, 4.9.2019): Introduction of speaker HARRIS SULTAN, Ex-Muslim & Atheist

Harris SultanEx-Muslim Conference – BERLIN
September 4th 2019,
6:30 to 8:30 o’clock
INFO about the event: Ex-Muslim Conference

Introducing one of our six speakers:

Harris Sultan, Author of „The Curse of God: Why I Left Islam“ and the Founder of “Ex Muslim Atheist.

Harris Sultan is an Australian ex-Muslim atheist of Pakistani descent. Harris moved to Australia at the age of 19 and was exposed
to the big wide world other than his hometown of Lahore, Pakistan.

He credits Richard Dawkins for exposing the counter arguments against God resulting in his Atheism however he credits the honest study of Quran and Muhammad’s biography for moving him away from Islam. Harris’ deep understanding of Islam and his ability to explain the flaws of Islam in the simplest of styles has enabled him to write the book “The Curse of God – Why I left Islam”.

​Harris enjoys a huge following on social media where he stays in touch with the plight of ex-Muslims and gives voice to the cause of encouraging ex-Muslims to come out. To stay in touch with Harris, you can follow his page on Facebook “Ex-Muslim Atheist” or on twitter “XMuslimAtheist”.

Some articles by Harris Sultan

„I was born in Lahore, Pakistan. My father at the time was working as an engineer in Saudi Arabia so my sister, myself and my mum moved to Saudi Arabia.My family left Saudi Arabia when I was two years old so I don’t have any memory of it but I often wonder how my life would have been had my family stayed there. I was always a bit curious but now when I meet other ex-Muslim atheists and just atheists, I’ve realized I wasn’t so special after all.I went to a Christian school in Lahore. I did my high school there. We go to college for the 11th and 12th year of school and I managed to get into Govt. College Lahore, one of Pakistan’s best colleges. After that, I moved to Australia in 2003 for my undergraduate studies. I graduated in IT in 2007 and became an Australian citizen in 2008.

I’ve written my journey in detail in my book so I hope your readers will buy my book, available on Amazon and all your favourite bookstores :). I was always interested in the God question.

I came up with Pascal’s wager on my own when I was in college and believe it or not, I actually came up with the conclusion that it is probably best if I believed in God because if he doesn’t exist, it wouldn’t matter, if he does, I’ll be fine. I was up and down with the God question but never really thought about renouncing Islam.

I had become fairly moderate or what I like to call, a hypocrite which is a good thing. I always say a good Muslim (Jihadi) is a bad human (terrorist) and a bad Muslim (feminist, non-homophobic) is actually a good human.

I remember sometime in 2005 or 2006 I got hold of a news article here in an Australian newspaper where a journalist was trying to attack Richard Dawkins.

Even though it was severely biased and now I know how the journalist was strawmaning and even misrepresenting Dawkins, it was still Dawkins’ arguments that were making more sense to me, be it evolution or God in general. This made me look up Dawkins a little more and then I found a treasure trove on this “New Atheism”.

All of a sudden I had these hundreds of hours of videos and lectures and debates of people like Dawkins and Hitchens. I was smitten, all the questions I had in my mind and answers that I wanted to give but couldn’t articulate were now being presented in the most eloquent of ways.

I then read “The God Delusion” and became a convinced atheist. I openly credit Richard Dawkins for arming with the arguments against God.

I always wondered why one person would leave one mythical religion and join another one? My main problem with Islam was the idea of this supernatural God that has absolutely no evidence.

Even if the Quran was the most benign book, I still would have had a problem with the philosophy surrounding the existence of God. I never felt the desire to have a belief in anything that is not supported by any evidence.

This is where I think the difference lies between ex-Muslim atheists and ex-Muslims who turn to other faiths. These are the people who still want to believe in a God but are disenchanted with the bad morality in Islam and in the character of Muhammad.

Therefore, they turn to Christianity or Hinduism. I must add that in my experience most ex-Muslims turn out to be atheists but this could be my data bias as only those ex-Muslims get in touch with me who turn atheists.

Ex-Muslim Christians or ex-Muslim Hindus (I only know of one) go to other places to share their views. It would be interesting to do an advanced survey on ex-Muslims to find out if they have become atheists or adopted another religion.

Regarding my confrontation with  Uthman Badar . . . well, I kind of knew what his position on apostates was. He is a hardcore Salafi (a literalist who follows the Quran literally and believes in all the Sunni Hadiths). I knew he had professed on record that apostates should be killed.

I just expected him to give a straight forward answer that he had already given in the past and demonstrate some intellectual honesty. He did get in a bit of trouble last time for saying it so I was just expecting him to explain why apostates should be killed but he was slipperier than I thought. He kept dancing around but wouldn’t give a straight answer.

Since he wasn’t giving a straight answer, I asked him if he had changed his stated position to which he replied he hadn’t meant he was still for the killing of apostates.

Before the debate, I had expected him to be intellectually honest and own publicly what he believes in private but I found him not to be of such calibre.

It wasn’t just the apostasy question, I made so many points on Islam regarding homophobia, misogyny etc. but he wouldn’t comment on anything.

My conclusion of him is that he should keep doing what he is doing, he is good for us, more the likes of him talk, more the questioning Muslims will leave Islam.

In the context of the growing non-religious community around the world in raw numbers and in terms of the growing numbers of ex-Muslims, especially in the open and frank ones with online platforms,  in my view, we should keep this onslaught on religion.

We are going through a very unique time in history, not only that we have the best tools available to facilitate the flow of information, but we also happen to be living in a time when we can openly attack the bad ideas of religion, at least in the secular countries.

We shouldn’t take this for granted. The religions of the world are facing the toughest battle for their survival and we shouldn’t relent. If we don’t root out religion from the very fabric of our society, it can always come back in its original form or an even more dangerous form.

The basis for the construction of a global ex-Muslim organization, especially with the rise of the councils, the online groups, and the greater comprehension of questioning Muslims and ex-Muslims of their rights to freedom of expression, freedom of religion, freedom of belief, and freedom of conscience under the UN Universal Declaration of Human Rights, it’s not just the non-Islamic religions that are facing this onslaught from atheists and secularists, it is probably Islam that is caught the most off guard.

The ex-Muslim councils and online groups are popping out of nowhere and their memberships are soaring in numbers.

20 years ago, the Islamic establishments of the world, would never in their wildest dreams have imagined this. Now, it’s not just the ‘west’ they have to fight, it’s the people from within their ranks, the native informants as they like to call us, that have become their biggest headache.

The kingdom of Saudi Arabia, the biggest exporter of the hardcore Salafi Islam exporter, branded atheists as terrorists in 2015.

It’s probably true to some extent, they are terrified of atheists and their free thinking. Our numbers are growing and with each new ex-Muslim on our side, we get stronger and they get weaker.

It is only a matter of time when our numbers will be so immense that the UN and the western powers will have no choice but to pressurise Islamic countries to change their ways and stop hunting down atheists and free thinkers.

Our biggest challenge is to motivate people and unite them to stand up for their rights. Not all atheists can flee to western countries and I am waiting for the day when these people will stand up and start a revolution.

The threats to ex-Muslims, individually and collectively,  the physical threat is always there, especially for public ex-Muslims. Only a couple of days ago I was warned by a charged criminal to “watch my back”.

This threat is not only just for publicly open ex-Muslims but the violence is so ingrained in Islam that anyone who even thinks about leaving Islam, immediately starts thinking about the consequences.

This might have served as a tool for the survival of Islam but it is also turning out to be a weapon against Islam.

This brutal hold over people’s thoughts is, at least in the 21st century, making young questioning ex-Muslims angry and I mean very angry.

I just hope there wouldn’t be any bloodshed but when a significantly large number of atheists is achieved say in, Pakistan or Egypt, there will be a clash if the governments there don’t change their ways.

It has already started happening in Iran, a huge number of ex-Muslims are not just politely criticising Islam, but they are actually hating Islam now, they are burning the Qurans and the burqas openly. There have been at least two attempts in the last 10 years for a revolution.

In my view, it’s only a matter of time when the Islamic Republic of Iran is overthrown. We just have to gather our forces and keep exposing the barbarity of the governments of these Muslim countries.

 Quran sitting in a closet of some Muslim household is like a rifle sitting in a house of an ordinary American.

The tool for death and destruction is right there but most members of the household are just not aware of either its presence or its utility.

But every now and then we will have someone who will realise this, open the closet, understand its power and use it! Quran is essentially a bomb waiting to explode in the minds of young Muslims.

In the current climate, geopolitics, conflict of Israel and Palestine have a huge part but neither I nor a lot of other people are fully sold on this. There was no state of Israel before 1948 yet there have been clashes between the West and the East throughout the 1400-year history of Islam.

Thomas Jefferson, then an ambassador in the late 18th century reported to his superior in Paris that the Tripoli pirates on the coast of Africa held the view that the westerners, non-Muslims are meant to be enslaved. That report by Jefferson looks like a report from some CIA operative on ISIS.

Islam wants to spread either by proselytisation or by the sword, it doesn’t matter, it has to spread. Islam will keep successfully producing those Jihadis until Islam is either fully gone or severely modified.

200 years ago I could have been saying the same about Christianity as it was probably the bigger menace at that time but Christianity, as a religion has come a long way but Islam hasn’t.

Every major Islamic country you look at (barring Turkey), Islam is deeply rooted in their political structure. Unless Islam changes or evolves, these Islamic countries won’t change.

Once the violence from the Quran and Hadith is eliminated, there will be more will in the governments to act against the jihadi recruiters. I discussed that in my book how I, a teenage boy from an upper-middle-class household, almost became a jihadi.

Since my father was never interested in the violent Islam, he managed to pull me out of it but I could have been dead for 20 years for some crazy mullah’s dream of conquering Indian occupied Kashmir in the name of Islam.

I wish I could say its only geopolitics, you resolve Israel-Palestinian conflict, everything will be fine but I will be severely deluding myself.

The Ex-Muslim movement is still relying on the backs of volunteers. People like me donate a huge chunk of our time for something none of us gets paid for. In addition to our time, we also attract a risk of safety. I was recently threatened by a Muslim not far from my house.

I was thinking if this crazy person does manage to find out where I live, I could be in serious trouble. I am a little disappointed in the attitude of atheists in general. We don’t tend to support each other as much as we need to.

Yes, our numbers are rising but this is no time to sit back, we need to keep it going, we need to keep supporting each other. Every time you share or like our tweets or videos, you help, if you can, please do support people like me on Patreon, buy books written by atheist writers and share the ideas.

Remember, this is the only time in history when us atheists can actually challenge religions openly, let’s not take it for granted. We can lose it very quickly.

Harris Sultan blog: Ex-Muslim Atheist

 

Ex-Muslim Konferenz Flyer PIC EN-300dpi-FINAL

 

Pressemitteilung der Initiative an der Basis: Die hinterhältige und besonders abscheuliche Mordtat im Frankfurter Hauptbahnhof

Die hinterhältige und besonders abscheuliche Mordtat im Frankfurter Hauptbahnhof, wo ein in der Schweiz lebender und von der dortigen Polizei gesuchter 40-jähriger Mann eritreischer Abstammung eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn vor einen einfahrenden IC-Zug stieß und das Kind dabei zu Tode kam, hat in der Öffentlichkeit zu recht großes Aufsehen und tiefe Betroffenheit ausgelöst. Wir teilen diese Betroffenheit und sprechen hiermit den Hinterbliebenen unser Beileid und unsere aufrichtige Anteilnahme aus. Dabei wissen wir, dass Worte zu schwach sind, um den erlittenen Schmerz angemessen abzubilden, geschweige denn ihn zu mildern.

Wir weisen aber auch gegenüber der Öffentlichkeit und den verantwortlichen politischen Instanzen darauf hin, dass diese Mordtat kein isolierter Einzelfall ist, sondern sich in ein ganzes Ensemble von zunehmenden Gewalttaten und Verbrechen einreiht, die von Migranten sowie im Kontext von Zuwanderung von sog. Schutzsuchenden begangen werden. Dementsprechend musste das Bundeskriminalamt in seinem Lagebild für 2018 zugestehen, dass die Gewalt allein von Zuwanderern gegenüber Deutschen deutlich zunimmt. So fielen im Deliktbereich „Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen“ 230 Deutsche einer Straftat zum Opfer, bei denen ein „Zuwanderer“ als Tatverdächtiger ermittelt wurde. Dies bedeutete einen Anstieg von 105 Prozent im Vergleich zu 2017 (112 Fälle). Auch im Deliktbereich Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ wurden mit 3.261 deutschen Opfern 21 Prozent mehr gezählt als im Jahr zuvor (2.706).

Diese Straftaten – auch im „leichteren“ Bereich – lassen sich nicht einfach als Einbildungen“ oder gefühlte Realitätsverzerrung abtun, sondern prägen mittlerweile nachhaltig den öffentlichen Erfahrungsraum.

Rebecca Sommer beschreibt diese Erscheinungen folgendermaßen:
„Es häufen sich die Fälle, wo vor allem selbstbewusste freie Frauen und Mädchen nur deshalb angegriffen, angepöbelt beleidigt und geschlagen werden, weil Sie nicht demütig ‚züchtig‘ die Augen niederschlagen, sondern den unverschämten Blick eines Typen mit geradem gleichberechtigtem Blick erwidern.

Es häufen sich die Fälle, wo unsere Friedensplätze, also z.B. unsere Badeanstalten, Saunas, Seen, Flüsse, Natur, Wiesen und Wald, Joggingwege, Spielplätze zu Schauplätzen von unfassbarer Gewalt, Hass, Verachtung und Unterdrückung werden, die vonseiten meistens muslimisch geprägten (aber nicht nur!) Orientalen, Afrikanern und Immigranten vom Balkan ausgeht.

Es häufen sich die Fälle, wo Horden von Leuten sich zusammentun, um gegen oftmals nur eine Person gewalttätig vorzugehen.

Und sie klagt an:
„Es häufen sich die Fälle, wo Staatsanwälte und Richter einen Kulturbonus vergeben und Justitia ignorieren und verraten, so als gäbe es sie nicht mehr.

Es häufen sich die Fälle, wo bekannte Intensivtäter mit Migrationshintergrund sowie abgelehnte Asylbegehrende nach erneuter Straftat nicht in Haft genommen, sondern freigelassen werden.

Es häufen sich die Fälle, wo bemerkt wird, dass gewisse Paragrafen in unserem GG in einer Zeit gemacht wurden, wo man nicht mal im Traum an den geballten Einzug einer uns feindlich gesinnten Herrschaftskultur gedacht hat.

Es häufen sich die Fälle, wo kritisch Denkende ausgegrenzt und von jeglicher Teilhabe und Teilnahme am öffentlichen Diskurs entfernt werden.

Die Initiative an der Basis teilt die Auffassung, dass es Aufgabe des Staates sowie der Zivilgesellschaft ist, rechtsextremistischen Umtrieben entgegenzuwirken. Das kann aber nur dann gelingen, wenn dem Tatbestand Rechnung getragen wird, dass im Laufe der Zeit der zugewanderte Rechtsextremismus islamisch-orientalischer Konstitution und Herkunft den einheimischen quantitativ und qualitativ längst überflügelt hat. Den „Kampf gegen rechts“ im Grunde nur gegen den einheimischen Rechtsextremismus auszurufen, aber den Kampf gegen den zugewanderten Rechtsextremismus nicht mit der gleichen Intensität zu führen, ist nicht nur halbherzig und damit ineffektiv, sondern führt die Öffentlichkeit hinters Licht. Zudem wird zunehmend erkennbar, dass der „von oben“ ausgerufene „Kampf gegen rechts“ in Wahrheit hautsächlich eine Kampagne gegen demokratisch nicht nur legitime, sondern not-wendige Islam- und Migrationskritik ist.

Hartmut Krauss stellt hierzu fest:
„Hätte eine einheimische Person eine Flüchtlingsfrau samt Sohn in ein Gleisbett geschubst, wäre in den Medien umgehend die biodeutsche Identität des Täters über Gebühr in den Vordergrund gestellt worden. Die Berliner Mahn- und Betroffenheitsrhetorik um Steinmeier und Merkel hätte unversehens in stereotyper Form auf Halbmast geflaggt. Es gäbe in den öffentlich-rechtlichen Medien eine Sondersendung nach der anderen, um in ebenso eindringlicher wie verfälschender Weise vor der Gefahr des einheimischen Rechteextremismus zu warnen (während man ein ums andere Mal den quantitativ und qualitativ relevanteren zugewanderten orientalischen Rechtsextremismus ausblendet), und Mazyek mit samt seinem Anhang bunter Kollaborateure wäre auf uns losgelassen worden, um die Tat der islam- und migrationskritischen Bewegung in die Schuhe zu schieben.“
Und er fügt hinzu:
„Tatsache ist, dass täglich mehr „Geflüchtete“ Einheimische, insbesondere Frauen, gewalttätig bedrohen, sexuell belästigen und vergewaltigen als umgekehrt Einheimische „Geflüchteten“ ein Haar krümmen. Anstatt diesen Sachverhalt vernünftig zu diskutieren, wird jeder Hinweis darauf von den herrschenden Kräften in Politik und Leitmedien sofort als ‚rassistisch‘ etc. verleumdet und somit auf infame Weise geleugnet. Wie lange verträgt eine Gesellschaft diese perfide Verzerrung der Wirklichkeit?“

Die Initiative an der Basis hat unter dem Titel „Deutschland braucht eine grundlegende gesellschafts-und einwanderungspolitische Neuausrichtung“ einen umfassenden Forderungskatalog zusammengestellt, der fortlaufend weiter entwickelt wird.
Darin heißt es:
„Wir fordern klarere Grenzen von der Politik in Form von Erhebungen, von Statistiken, neuen Gesetzen, Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten, um auf die erhöhte Gewaltbereitschaft von islamisch als auch ethnisch-tribal-patriarchalisch geprägten Migranten oder Flüchtlingen, welche auch durch ‚Ansammlungen von schnell entstehenden Gruppen‘ erzwungen werden sollen, adäquat reagieren zu können. (…)
Wir verlangen einen unnachsichtigeren Umgang vonseiten der Judikative mit religiös-kulturell motivierten Straftaten, die zurzeit zu viel zu milden Urteilen führen, denn falsch verstandene Toleranz provoziert Nachahmung, weitere Straftaten und Respektlosigkeit gegenüber unseren gesellschaftlichen Regeln und Gesetzen. (…)
Asylbewerber, die als Intensivstraftäter bekannt sind, dürfen nicht freigelassen, sondern müssen in Untersuchungshaft gebracht und möglichst ausgewiesen werden.
Übernahme des australischen Modells, bei dem z.B. einmalige Gewalt gegen Kinder oder Frauen zur Aberkennung des Aufenthaltstitels und Abschiebung führt. (…)
Wir fordern ein härteres Durchgreifen, um religiös-kulturell und traditionell geprägte Gewalttaten strenger zu ahnden, vor allem, wenn sie mit dem Motiv der Konfliktlösung oder der Durchsetzung von Interessen erpresst werden sollen, die oftmals mittels ‚Ansammlungen in schnell entstehenden Gruppen‘ vollzogen werden.“

Unregulierte Masseneinwanderung und Arbeitsmarkt Darstellung: kritische Kommentierung einer Veröffentlichung des „Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung

Hartmut Krauss, ehem. DaF-Lehrer, Sozial- und Erziehungswissenschaftler, Buchautor, Verleger und Islamkritiker ist Teil von unserer Initiative an der Basis:

Von Hartmut Krauss

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat ein von der Mercator-Stiftung[1] gefördertes „Discussion Paper“ vorgelegt mit dem Titel „Von individuellen und institutionellen Hürden. Der lange Weg zur Arbeitsmarktintegration Geflüchteter“.

Im Folgenden werden wesentliche empirische Aussagen der Studie rekapituliert und daran geknüpfte ordnungspolitische Ableitungen sowie begriffliche Setzungen seitens der Autoren kritisch reflektiert.

Nach Angaben der Autoren lebten Ende des Jahres 2018 knapp 1,7 Millionen sog. Schutzsuchende in Deutschland. Davon besaßen rund 1,2 Millionen einen anerkannten Schutzstatus mit vollem Arbeitsmarktzugang. (S. 4.) 300.000 Menschen halten sich in Deutschland mit „offenem Schutzstatus“ auf. Hinzu kommen ca. 180.000 Geduldete. Zudem werden knapp 100.000 Personen angeführt, für die 2018 ein Abschiebungsverbot bestand.

Es stellt sich die gesellschaftspolitisch relevante Frage: Sind „Geflüchtete“ tatsächlich eine geeignete Gruppe, um in Anbetracht der vielfach beschworenen Digitalisierung den Mangel an Facharbeitskräften auszugleichen?

Zunächst einmal sind aber die Bezeichnungen „Schutzsuchende“, „Geflüchtete“, „Flüchtlinge“, die einen verallgemeinernden moralisierenden Unterton implizieren und a priori kritisches Hinterfragen als zwielichtig, kaltherzig etc. erscheinen lassen (sollen), zu problematisieren. Denn:

  1. Nur bei einem sehr keinen Teil der seit 2015 einströmenden Immigranten handelt es sich um tatsächlich politisch Verfolgte, denen selbstverständlich Asyl zu gewähren ist. Hierzu gehören von radikalislamischen Akteuren bedrohte Christen, Jesiden, Atheisten, Afghanen, die mit der Bundeswehr zusammengearbeitet haben und nunmehr von den Taliban als „Verräter“ verfolgt werden, Homosexuelle sowie von Genitalverstümmelung bedrohte Frauen und Mädchen. Im Kern handelt es sich dabei um islamgeschädigte Personengruppen.
  2. Ein großer Teil kommt unter dem irreführenden Label „Schutzsuchender“ als „Wirtschaftsflüchtling“ (oftmals mit Wunschzerrbildern fehlinformierter) „Sucher nach einem besseren Leben“ ohne politischen Asylanspruch nach Deutschland. Hier greift kein Hinweis auf die Menschenrechte etc. Ein quantitativ und qualitativ steuerndes Einwanderungsgesetz könnte sinnvoll sein; würde aber den Druck illegaler Masseneinwanderung nicht automatisch drosseln.
  3. Die Kriegsflüchtlinge kommen über und aus Länder/n nach Deutschland, in denen sie bereits Schutz gefunden haben, nicht mehr um ihr Leben fürchten und deshalb fliehen müssen und die der Genfer Flüchtlingskonvention beigetreten sind. Hier geht es also seitens der Einströmenden – obendrein indoktriniert durch Schleuserkriminelle – schlicht um die Realisierung einer vermeintlichen „best of-Option“ und nicht darum, ihr Recht auf Schutz verwirklichen zu können. Um es konkret und exakt zu sagen: Es besteht kein Rechtsanspruch darauf, als Flüchtling unbedingt nur in Deutschland zu leben, weil es hier – bei Ausblendung der Interessen und Rechtsansprüche der einheimischen Aufnahmebevölkerung – angeblich am angenehmsten und schönsten ist. Insofern ist es sowohl rechtlich als auch moralisch inakzeptabel, dass die Genfer Flüchtlingskonvention dahingehend pervertiert wird, dass hauptsächlich nur das Kommen und Verweilen in Deutschland als Zielland gewissermaßen zum Naturgesetz erhoben wird und daraus faktisch ein Nötigungszwang abgeleitet wird. („Ihr müsst uns unbefristet aufnehmen, versorgen und betreuen.“). Demgegenüber ist ein abwehrendes Grundrecht der passiv betroffenen Bevölkerung des Aufnahmelandes im Interesse der Verteidigung gegenüber aufgezwungener Lebensverschlechterung geltend zu machen, d.h. angesichts einer negativen Beeinträchtigung infolge ungesteuerter und irregulärer Masseneinwanderung von Menschen, die definitiv keine politisch Verfolgten sind und aus sicheren Ländern einströmen. Insofern hier Regierung, Gesetzgeber und Justiz keine Abhilfe schaffen, wird Widerstand (gerade aus der fortschrittlich-demokratischen, also der eigentlich „anständigen“ „Mitte der Gesellschaft“) zur Bürgerpflicht.
  4. Der eigentliche weltpolitische Skandal besteht darin, dass es im Sinne einer globalen Fairness-Regel keine annährend proportionale Verteilung der Kriegsflüchtlinge auf alle Kontinente gibt (Fair-Teilen), sich zentrale islamische Staaten wie insbesondere die reichen sunnitischen Ölmonarchien komplett abschotten und die EU-Politiker das einfach hinnehmen, damit eine selbstbeschädigende Fehlinternalisierung externer Problemlagen vornehmen und sich obendrein von der Türkei erpressen lassen.(Erdogan als „Türsteher an der Pforte nach Europa“. D.h.: Hier ist auch ein absolutes Versagen der EU-Politik festzustellen, die es versäumt hat und weiter versäumt, der einseitigen Abwälzung der Flüchtlingsströme nach Europa effektiv entgegenzuwirken und auf internationaler Ebene (UN, G-20 etc.) auf eine gleichgewichtige Verteilung von Flüchtlingen auf alle Weltregionen zu drängen.

    Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) „legten 2017 nur etwa 35 Prozent der Asylbewerber Identitätspapiere vor. Zwei von drei Schutzsuchenden gaben also an, keine Ausweisdokumente dabei zu haben. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben: Pässe gehen verloren, werden gestohlen, von Schleusern eingezogen, vom Herkunftsland gar nicht erst ausgestellt. Oder die Flüchtenden selber verstecken sie oder werfen sie weg, um zu verhindern, dass sie wieder in ihre Heimat zurückgeschickt werden. (…) 2017 wurden nach Angaben des Bundesinnenministeriums fast 284 000 Dokumente überprüft. 12 338 davon waren ge- oder verfälscht.“[2]

Auf Nachfrage von CORRECTIV nannte „die Bundespolizei die Zahlen einreisender Menschen ‚ohne Grenzübertrittsdokumente‘ für die Jahre 2015 bis 2018. Diese Personen konnten also weder Pass, noch Personalausweis, Aufenthaltstitel oder ein gültiges Visum vorlegen. Im Jahr 2015 traf das auf 83 Prozent der unerlaubt Eingereisten zu, die die Bundespolizei kontrollierte. Seitdem sank mit der Zahl der Einreisenden auch der Anteil der Personen ohne Dokumente kontinuierlich – von 83 Prozent im Jahr 2015 auf bisher 58 Prozent im Jahr 2018.“[3]

ARBEITSMARKTINTEGRATION VON „GEFLÜCHTETEN“ – EINE BESTANDSAUFNAHME

70 Prozent der Geflüchteten stammen aus acht Ländern (Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan, Nigeria, Eritrea und Somalia). Drei von vier Personen waren jünger als 30 Jahre und 70 Prozent männlich. Der Anteil Geringqualifizierter[4] ist sehr hoch.

Die Autoren führen zum Vergleich Folgendes an: Während der Jugoslawienkriege hatten im Zuzugsjahr acht Prozent der Geflüchteten im erwerbsfähigen Alter Arbeit gefunden. Nach fünf Jahren lag die Beschäftigungsquote bei 50 Prozent und nach zehn Jahren bei 60 Prozent. „Erst nach 15 Jahren glich sie sich mit 70 Prozent der Quote anderer Zuwanderer an.“ (S. 6.)

Vor dem Hintergrund einer günstigen Arbeitsmarktsituation mit zahlreichen offenen Stellen, die sich nunmehr dem Ende zuneigt, hatte im Februar 2019 ein knappes Drittel der Personen aus den acht Asylherkunftsländern eine Arbeit gefunden. D.h. mehr als zwei Drittel verharrten in Arbeitslosigkeit. Bei den gefundenen Beschäftigungsverhältnissen handelt es sich aber zum einen vielfach um einfache Helfertätigkeiten in Branchen mit hoher Fluktuation (z.B. Gebäudereinigung und Gastronomie). Zum anderen waren ein Drittel der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen, die arbeitslose Geflüchtete zwischen Februar 2018 und Januar 2019 aufnahmen, der Leiharbeitsbranche zuzurechnen. Dabei ist zu berücksichtigen: „Leiharbeit ist in der Regel allerdings nicht der erhoffte Integrationsmotor.“ (S. 7.) Zumeist misslingt der Mehrzahl der Zuwanderer der Sprung aus der Leiharbeit in eine reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. „90 Tage nach dem Ende eines Leiharbeitsverhältnisses sind 54 Prozent arbeitslos, sechs Prozent befinden sich in geringfügiger Beschäftigung und 20 Prozent sind erneut in der Leiharbeit tätig. Dabei währen die Anstellungen vergleichsweise kurz: Unter Syrern, Afghanen und Irakern enden die Jobs für 83 Prozent bereits innerhalb von neun Monaten (bei Deutschen sind es 27 Prozent), denn dann müssen Leiharbeiter vergleichbare Löhne zur Stammbelegschaft erhalten.“ (ebd.)

Während im Herkunftsland nicht einmal jeder sechste Zuwanderer eine Helfertätigkeit verrichtete, arbeitet jeder zweite von ihnen, der eine Arbeit in Deutschland gefunden hat, in einer un- oder angelernten, tendenziell prekären Position. (S. 10)

Da es den Zuwanderern darum geht, schnell Geld zu verdienen, legen sie oftmals ein dysfunktionales Arbeitsmarktverhalten an den Tag und verzichten auf den Erwerb und die Weiterentwicklung von beruflichen Qualifikationen. Insgesamt befanden sich im Juni 2018 trotz eines umfassenden Systems von Unterstützungsprogrammen und ausbildungsbegleitender Hilfen nur knapp 27.000 Geflüchtete in einer Ausbildung. Ein Grund sind die hohen Anforderungen in der Berufsschule sowie mangelnde Deutschkenntnisse. „Viele Geflüchtete brauchen zwei Jahre und mehr, um ausreichende Deutschkenntnisse sowie die notwendigen schulischen Grundlagen zu erlangen. Eine Ausbildung bedeutet daher oft fünf oder mehr Jahre geringen Verdienstes.“(S. 7) Dementsprechend wurden 2017 37,5% der Ausbildungsverträge von Geflüchteten vorzeitig aufgelöst. „Auch die Abschlussprüfungen sind bei den Geflüchteten mit 76,8 Prozent seltener von Erfolg gekrönt als bei anderen Personen mit nichtdeutschem Pass (84,8 Prozent) oder bei Deutschen (93,3%).“ (ebd.)

DEFIZITE DER ASYLANTEN

MANGELNDE DEUTSCHE SPRACHKENNTNISSE

Die Zugewanderten sollen das Niveau B1 des europäischen Referenzrahmens erreichen, um so die sprachlichen Voraussetzungen für „Beschäftigungs- und Ausbildungsfähigkeit“ zu erfüllen. Dabei ist allerdings anzumerken, dass dieses Sprachniveau bei Weitem nicht ausreicht, um den mündlichen und schriftlichen Anforderungen bei der Ausübung qualifizierter Berufstätigkeiten gewachsen zu sein. Darüber hinaus lässt die Qualität und Effektivität der Kurse sehr zu wünschen übrig. Die Studie des Berlininstituts unterschlägt in diesem Kontext den Tatbestand, dass die Sprachkurse nur von geringem Erfolg gekrönt sind. Nach Angaben des BAMF besuchten 2017 „339.578 Menschen erstmals einen Integrationskurs. Allerdings machten deutlich weniger, nämlich nur 289.751 Ausländer, später auch beim Sprachtest am Kursende mit. Von denjenigen, die überhaupt am Sprachtest teilnahmen, erreichte nicht einmal jeder Zweite (48,7 Prozent) das Kursziel B1. Vier von zehn (40,8 Prozent) kamen lediglich auf das niedrigere Sprachniveau A2, der Rest blieb darunter. Im Jahr 2016 sah es ähnlich düster aus: Fast 340.000 Menschen nahmen an einem Integrationskurs teil, nur rund 100.000 bestanden den Test auf dem B1-Niveau.“[5]

Eine Ursache für dieses negative Ergebnis: Viele Kursteilnehmer schwänzen zu viele Unterrichtsstunden. Zudem mangelt es bei Vielen an den für Fremdensprachenerwerb erforderlichen kognitiven Lernvoraussetzungen. Manche haben im Herkunftsland keine Schule besucht und sind Analphabeten. Nach Angaben des BAMF hätten allein im ersten Halbjahr 2017 rund 43.000 Menschen an einem speziellen Integrationskurs für Analphabeten des BAMF teilgenommen. „Das sei ein Plus von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz extra kleiner Lerngruppen und bis zu 1300 Unterrichtsstunden sprächen aber vier von fünf Flüchtlingen so schlecht Deutsch, dass sie keine Ausbildungs- oder Jobperspektive hätten“[6].

In einem Prüfbericht des Bundesrechnungshofs, der sich auf Einstiegskurse der Bundesagentur für Arbeit bezog, heißt es: „Es ist davon auszugehen, dass ein großer Teil der eingesetzten Mittel verpuffte, weil die Kurse von schwindenden Teilnehmerzahlen geprägt waren“. „Konkret seien ‚bei fast allen‘ der 528 untersuchten Kurse mit der Zeit immer mehr Teilnehmer ferngeblieben. Als die Prüfer anrückten, trafen sie nicht mal die Hälfte, sondern nur 43,3 Prozent der gemeldeten knapp 10.000 Teilnehmer an.“[7] Zudem stellten die Prüfer fest, dass die Kursanbieter für einige Teilnehmer mehrfach kassiert und sogar Säuglinge und Kleinkinder bis drei Jahren als Teilnehmer angemeldet hatten. Grund: Da man für fehlende Teilnehmer kein Geld bekommt, kompensieren manche Kursträger so ihre Einnahmeausfälle. D.h. das behördliche Abrechnungssystem lastet den Sprachkursanbietern die Kosten für fehlende Lern- und Teilnahmedisziplin der Zuwanderer auf und verleitet sie damit zu betrügerischen Machenschaften. Vor diesem Hintergrund kann Folgendes nicht verwundern: „Wer bei Lehrkräften, Kursteilnehmern und Anbietern nachfragt, wie es um die Anwesenheit der Teilnehmer de facto bestellt ist, stößt meist auf eine Mauer des Schweigens. Die Teilnehmer fürchten Sanktionen der Arbeitsagentur, die in der Regel hochmotivierten Lehrkräfte um ihren Job, die Anbieter um ihr Geld. Wer trotzdem redet, besteht auf Anonymität.“[8] Eine Kursteilnehmerin berichtet: „Mein Gefühl war, dass die meisten Leute sich überhaupt nicht für den Kurs interessiert haben. Und am letzten Tag, als wir die Prüfung machten, haben die Leute, die nie da waren, die vergangenen Wochen unterschrieben.“[9]

MANGELNDE SCHUL- UND FACHKENNTNISSE

Bei einer Befragung hatten 2016 elf Prozent der volljährigen Geflüchteten einen Hochschulabschluss und nur fünf Prozent eine abgeschlossene Berufsausbildung. 76 Prozent waren ohne berufliche Ausbildung. Zuwanderer verfügen zwar über Berufserfahrungen auf dem Niveau des Herkunftslandes, aber über keine Ausbildungszertifikate. Sind die Hürden einer Antragstellung genommen, werden Berufs- und Ausbildungsabschlüsse von den deutschen Behörden zumeist anerkannt. (Allerdings gab es 2017 nur 3.000 Anträge, die allermeisten von Zuwanderern aus Syrien.) „So lehnten die zuständigen Stellen 2017 nur zwei Prozent der Anträge ab. Bei 37 Prozent stellten sie eine teilweise und bei 61 Prozent eine volle Gleichwertigkeit der Abschlüsse fest.“ (S. 8)

MANGELNDE KENNTNIS DES DEUTSCHEN ARBEITSMARKTES

Die meisten Zuwanderer kommen mit einem illusionär-positiven Deutschlandbild hierher, das mit unrealistischen Erwartungen im Hinblick auf ihre Arbeitsmarktchancen korrespondiert. Viele unterschätzen die Bedeutung von Abschlüssen und das vergleichsweise hohe berufliche Anforderungsniveau hierzulande. Zudem sind ihnen die Regeln und Bedarfsstrukturen des Arbeitsmarktes unbekannt, obwohl ein reichhaltiges Beratungs- und Unterstützungsangebot zur Verfügung steht, das von der Bundesagentur für Arbeit angeboten oder gefördert wird.

MANGELNDE SOZIALE INTEGRATION

„Deutsche als enge Bezugspersonen hatten (…) nur knapp sechs Prozent der Befragten.“ Damit fehlt den Zuwanderern das berühmte Vitamin B, das bei der beruflichen Orientierung und Arbeitssuche hilft. (S. 9).

Jeder vierte Zuwanderer, der 2017 eine Stelle fand, hatte diese durch Vermittlung von deutschen Kontaktpersonen gefunden. Nur jede siebte Beschäftigung kam durch nichtdeutsche Bekannte zustande.

PSYCHISCHE PROBLEME

Aufgrund ihrer teilweisen Situation als vor Krieg, Verfolgung oder Zwangsrekrutierung zunächst Geflohene und dann aus bereits sicheren Gebieten nach Deutschland irregulär Weitergereiste sowie infolge von negativen Erlebnissen im Kontext von illegaler Schleusung Betroffene, berichten Zuwanderer im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt über ein geringeres psychisches Wohlbefinden und depressive Symptome. Hinzu kommen posttraumatische Belastungsstörungen. Die Autoren kritisieren in diesem Zusammenhang Defizite bei der psychotherapeutischen Behandlung. Hierzu wie zu vielen anderen angeblichen und realen Defiziten ist allerdings anzumerken, dass die deutsche Gesellschaft konstitutionell und grundstrukturell eben kein Aufnahme-, Reparatur- und Versorgungslager für islamische und afrikanische failed states ist. Insofern war und ist die „postdemokratisch“ aufgenötigte „Wir-schaffen-das“-Verordnung grundsätzlich verfehlt und in vielerlei Hinsicht systemdestabilisierend und politisch polarisierend – und zwar jenseits der in dieser Perspektive obsolet gewordenen Rechts-Links-Achse[10].

BÜROKRATISCHE HÜRDEN

Als bürokratische Hürden bzw. hemmende ordnungspolitische Rahmenbedingungen werden drei Aspekte hervorgehoben:

THESE 1: ZU KOMPLIZIERTE VERTEILUNG VON ZUSTÄNDIGKEITEN

Aufgrund des föderalen Systems gibt es eine Zuständigkeitskonfusion sowie eine zu große Zahl von Institutionen, die sich mit der Integration von Zuwanderern befassen. (S. 11) Auch auf kommunaler Ebene sind die Zuständigkeiten zersplittert (Bürokratiedschungel). Zudem werden Gesetze von den Bundesländern unterschiedlich ausgelegt, was zu einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung führt. (Beispiel: restriktive Auslegung der Ausbildungsduldung in Bayern.) „Die Auslegung von Gesetzen weicht dabei nicht nur auf Landesebene, sondern auch zwischen den Kommunen voneinander ab.“ (S. 12)

THESE 2: ZU KOMPLEXE GESETZESLAGE

Infolge der überlastenden Fehlinternalisierung extern verursachter und außerhalb des nationalstaatlichen Zuständigkeitsbereichs zu lösender Probleme sowie eines überfordernden „Wir-schaffen-das“-Diktats hat sich als untauglicher Bewältigungsversuch ein unübersichtliches Dickicht an Gesetzen und Verordnungen herausgebildet. „Allein die Verfahrenshinweise der Berliner Ausländerbehörde umfassen bis dato über 800 Seiten und werden laufend ergänzt.“ (S. 13). Auch die große Zahl von überstürzten Neueinstellungen, um den überbordenden Asylverfahrensrückstau von 2015-2017 abzubauen, war keine Lösung. „ In den nur wenige Wochen dauernden Crashkursen konnten sich die neuen Mitarbeiter nicht angemessen auf ihre Arbeit vorbereiten“ (ebd.).

Im Gegensatz zum vernunftgemäßen Prinzip, dass auch anerkannte Asylbewerber nur einen Anspruch auf Aufenthalt bis zum Wegfall der tatsächlichen (kriegsbedingten) Fluchtgründe haben, um danach ins Herkunftsland zurückzukehren und sich dort am Wiederaufbau zu beteiligen, verdinglichen die Autoren im Einklang mit tonangebenden politischen Kräften die kontingenten (also durchaus nicht zwangsläufigen) Zustände dahingehend, dass „Flüchtlinge“ zu integrieren, also dauerhaft aufzunehmen sind. Anstatt für diese sinnvolle Rückkehrorientierung die notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen und zum Beispiel den Familiennachzug situationsangemessen zu drosseln, wird somit unter der Hand eine unbefristete Ansiedlung betrieben. Demgemäß wird das willkürliche Konstrukt „Personen, die bleiben und zu integrieren sind“ oktroyiert. Damit werden plötzlich aus im Grunde oftmals irregulären Zuwanderern auf einmal Arbeitsmigranten, trotz deren – wie aufgezeigt – schlechten arbeitsmarktbezogenen Voraussetzungen. Hinzu kommt, dass der politisch fehlende Wille zur Abschiebung unrechtmäßig anwesender Zuwanderer in „Realismus“ umgefälscht wird. Also auch hier wieder eine „Naturalisierung“ von politischer Willkür: Herrschaftliches Handeln wird als alternativloser „Sachzwang“ vorgetäuscht. Als Instrument fungiert hierbei der verliehene Status der „Duldung“ mit im Vergleich zu Asylberechtigten abgestuften Rechten im Hinblick auf Ausbildung, Arbeitsaufnahme und Zugängen zu Fördermaßnahmen.

Die Synthese von regierungspolitisch selbst herbeigeführter Überforderung/Überlastung und willkürlich komplizierter und intransparenter Gesetzeslage führt zum einen zu relativ langen Asylverfahren (im Schnitt 7,9 Monate) und zum anderen zu einer die Gerichte überstrapazierenden Klagewelle. „Ende 2018 waren noch immer über 300.000 Fälle anhängig. Drei von vier Ablehnungen haben Geflüchtete 2018 angefochten; von den Ablehnungen, deren Antrag nicht als ‚offensichtlich unbegründet‘ oder ‚unzulässig‘ eingestuft wurde, sogar neun von zehn. Und auch gegen begünstigende Bescheide wird oft geklagt, nämlich dann, wenn Betroffene nur subsidiären Schutz oder ein nationales Abschiebeverbot zugestanden bekommen. 2018 betraf das rund jede vierte dieser Entscheidungen“ (S. 14). Dabei wird den Zuwanderern relativ häufig Recht gegeben: „2017 waren 41 Prozent der inhaltlich entschiedenen Klagen gegen Bescheide des Bamf erfolgreich, 2018 waren es 31 Prozent“ (ebd.).

THESE 3: ZU HOHE AUFLAGEN UND ANFORDERUNGEN

Die Autoren fordern ganz im Sinne der Asylindustrie sowie der Protagonisten der UN-gesteuerten globalen Bevölkerungstransferpolitik eine Legalisierung illegaler Zuwanderer, deren schnellere rechtliche Bleibebewilligung sowie die Absenkung inhaltlicher Kriterien für die Anerkennung von de facto zumeist gar nicht vorhandenen Berufsabschlüssen. Zudem plädieren sie für eine Aufhebung der Wohnsitzauflage, was aber nur zu einer noch weiteren Konzentration von Zuwanderern in bereits verdichteten migrantischen Sozialmilieus führen würde.

Nachdem die Masse der Zuwanderer im Rahmen illegaler Schleuseraktivitäten freiwillig und zumeist gemäß einer rechtlich nicht gedeckten „best-of“-Option nach Deutschland gelangt war (und auch abgeschwächt weiter gelangt), entstand eine vielschichtige Überlastungs- und Überforderungssituation, für die im Nachhinein nun obendrein auch noch einseitig die deutsche Aufnahmegesellschaft verantwortlich gemacht und kritisiert wird. Besonders perfide ist es, wenn mit Bezug auf Kriegsflüchtlinge, die aus bereits sicheren Regionen über zahlreiche sichere Staaten nach Deutschland gelangt sind, eine fehlende Bleibeperspektive bemängelt wird, während gleichzeitig das Kriegsgeschehen infolge der Niederlage und weitgehenden Zurückdrängung des „Islamischen Staates“ zwischenzeitlich eingedämmt wurde und dort Wiederaufbau angesagt ist. Hier soll also offenkundig ein befristeter angeblicher „Schutzaufenthalt“ in eine politisch intendierte Ansiedlungspolitik umgewandelt und der einheimischen Bevölkerung aufgenötigt werden. Absolut inakzeptabel ist es, wenn die Autoren angesichts der vielfältigen negativen Einstellungs- und Verhaltensmerkmale der Zuwanderer[11] schreiben: „Die Bereitschaft sinkt, sich auf die Aufnahmegesellschaft einzulassen, Deutsch zu lernen und sich landesspezifische Kenntnisse und Qualifikationen anzueignen.“ Auch an dieser Stelle wird erneut deutlich, dass es gesellschaftspolitisch falsch ist, befristeten, in vielen Fällen vorgetäuschten „Schutzaufenthalt“ wie „Daueraufenthalt mit umfassender Integration“ zu behandeln. Zudem bedeutet dieser Abzug einer großen Zahl von Menschen einen enormen Braindrain zulasten Herkunftsstaaten.

Die Feststellung, dass es in Deutschland eine aufgeblähte und schwerfällige Bürokratie gibt, ist zutreffend. Darunter leiden aber nicht nur Zuwanderer, sondern in erster Linie „diejenigen, die schon länger hier leben“, keine Asyllobby hinter sich wissen und die globale Bevölkerungstransferpolitik brav hinnehmen und bezahlen sollen.

ANREGUNGEN FÜR EINE BESSERE ORDNUNGSPOLITIK

Im Unterschied zu den Autoren ist hervorzuheben, dass sich Asylanten mit befristeter Bleibeperspektive, mangelnden Qualifikationen, unzureichenden Deutschkenntnissen (inklusive mangelhafter Lernmotivation und fehlender „Lernkultur“) und nicht zuletzt kulturell disparater Prägung[12] nicht als dauerhafte Lückenfüller für Engpässe auf dem deutschen Arbeitsmarkt eignen. Hierzu wäre vielmehr eine gezielte Steuerung von Arbeitsmigration erforderlich, die nach Qualifikation und soziokulturell-normativer und sozialisatorischer Kompatibilität auswählt und durchaus auch mit Kontingentregelungen für Berufsausbildungen (als Alternative zur „Ausbildungsbewilligung“) ergänzt werden könnte. Dabei sollte die deutsche Einwanderungspolitik aber im Sinne der Vermeidung unnötiger kulturell-normativer Konfliktszenarien stärker auf nichtislamische Länder orientieren und die extrem problembelastete Massenimmigration von Muslimen stoppen. Die Vermischung jedenfalls von Arbeitsmigration und Asylmigration sollte ebenso überwunden werden wie die in mehrfacher Hinsicht ungerechte „Belohnung“ irregulärer Immigration mit dauerhafter Bleibebewilligung.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Juli 2017 hatten Ende 2016 43,1 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland einen Migrationshintergrund, in den westdeutschen Bundesländern waren es sogar 49,5 Prozent. Bei den 4,3 Millionen „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“, die Hartz IV beziehen, – darunter sog. Aufstocker – lag der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund bundesweit bei 52,6 Prozent, in den westdeutschen Bundesländern sogar bei 59,5 Prozent[13].

Wegen zu viel gezahlter Leistungen haben die Jobcenter in den letzten Jahren jeweils ca. sechs Millionen Mahnverfahren eingeleitet. Dabei sind die zurückgeforderten Summen deutlich gestiegen: von rund 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf gut drei Milliarden Euro im Jahr 2018[14].

Zu berücksichtigen sind in diesem Kontext die gravierenden Qualifikationsdefizite dieser neu hinzugekommenen Migranten: „Von den arbeitsuchenden Flüchtlingen hatten im Juni 2016 knapp 74 Prozent keine formale Berufsausbildung, 5 Prozent eine berufliche bzw. schulische Ausbildung und gut 9 Prozent eine akademische Ausbildung.“ (IAB-Zuwanderungsmonitor Juli 2016, S. 5) Damit kann diese Hauptgruppe der „Flüchtlinge“ nur einfache Helfer- und Anlerntätigkeiten ausüben, während nur 13 Prozent für fachlich ausgerichtete Tätigkeiten und gut 5 Prozent für Spezialisten- und Expertenberufe geeignet sind. Bereits vor dem Flüchtlingsandrang verhielt es sich so, dass nahezu jeder zweite Arbeitslose in Deutschland mangels höherer Qualifikation nur Helfertätigkeiten ausüben konnte, andererseits aber nur jeder siebte Arbeitsplatz diesem Niveau entspricht (arbeitsmarktpolitischer Angebots-Nachfrage-Widerspruch)[15].

Mit der Parole „Mit den Flüchtlingen den Fachkräftemangel überwinden“, sollte den deutschen Wählern und Steuerzahlern die regierungspolitische Duldung und Förderung der irregulären Massenimmigration schmackhaft gemacht werden. Im Nachhinein muss nun diese von vornherein leicht als Fake-Propaganda durchschaubare Behauptung als enttäuschte Hoffnung verniedlicht werden. „Die Hoffnung, der Fachkräftemangel könne kurzfristig durch Flüchtlinge zu beheben sein, hat sich in Luft aufgelöst“, erklärte die Vorsitzende der Agentur für Arbeit in Niedersachsen und Bremen, Bärbel Höltzen-Schoh, Ende Mai 2017. Die große Mehrheit der Geflüchteten verfügte nur über marginale oder gar keine Schulbildung. „Zudem klafften die Selbst- und Fremdeinschätzung der eigenen Fähigkeiten oft auseinander. Selbst die Hoffnung einiger Unternehmen auf Eignung von Flüchtlingen für Helfertätigkeiten habe sich als ‚Illusion‘ herausgestellt.“

Wenn aber vor dem Hintergrund der vielfach beschworenen „Digitalisierung der Arbeitswelt“ einfache Helfer- und Anlerntätigkeiten zukünftig noch weniger nachgefragt werden als bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt, ist es absurd, die geplatzte Illusion nunmehr zwecks ideologischer Gesichtswahrung in die Zukunft zu verlängern und zu behaupten, die Arbeitsmarktchancen für „Flüchtlinge“ würden sich langfristig auf jeden Fall nachhaltig verbessern. So kam eine Studie in Dänemark zum Ergebnis, dass nur ein Viertel der Flüchtlinge, die zwischen 2000 und 2003 ins Land gekommen waren, zehn Jahre später einer regelmäßigen Beschäftigung nachging[16]. Die niedrigste Beschäftigungsquote wiesen Syrer auf[17].

Festzuhalten ist: Es kamen (und kommen immer noch) „Flüchtlinge“, geblieben sind und – bei Festschreibung aktueller Regierungspolitik – bleiben werden zum großen Teil Sozialhilfeempfänger. „So verzeichnen die in Deutschland lebenden Syrer eine Hartz-IV-Quote von 75 Prozent. Ähnliche, wenngleich nicht ganz so dramatische Zahlen gibt es bei Menschen aus dem Irak und aus Eritrea. Diese Ziffer bezieht sich nicht auf Schutzsuchende, die in Sammelunterkünften wohnen, sondern einen eigenen Haushalt bilden.“[18] Infolgedessen waren die Ausgaben für Sozialleistungen 2016 um 9,8 Prozent auf 59,3 Milliarden Euro gestiegen, das waren 5,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Fazit: Zu konstatieren ist ein gravierender Widerspruch zwischen einem beklagten Fachkräftemangel einerseits, der durch Zuwanderung behoben werden soll, bei gleichzeitiger Existenz einer sich erhöhenden Zahl von geringqualifizierten, relativ jungen und disparat sozialisierten Migranten mit einem relativ hohen Anomiepotenzial aufgrund einer ungesteuerten und irregulären Zuwanderung andererseits. Vor diesem Hintergrund ist die Fortsetzung einer ungesteuerten Masseneinwanderung im Interesse des gesamtgesellschaftlichen Allgemeinwohls radikal zu überwinden und durch eine quantitative und qualitative Zuwanderungssteuerung zu ersetzen.

Zudem ist abschließend auf Folgendes hinzuweisen: Entgegen verbreiteter sozialpopulistischer Stereotypien und ideologischer Tabuisierungen ist davon auszugehen, dass langfristiger Sozialtransferbezug für un- und minderqualifizierte Migranten aus vormodern-rückständigen, zumeist islamisch-patriarchalisch geprägten Ländern mit niedrigeren Durchschnittseinkommen und ohne vergleichbare Sozialsysteme nicht als subjektiver Abstieg erlebt und bewertet wird, sondern sogar ein Ziel sein kann.

Was die Allgemeinheit belastet, kann nun aber für bestimmte ökonomisch interessierte Gruppen sehr einträglich sein, und zwar für jene, die von einer Absatzerweiterung durch subventionierten Konsum und Erweiterung von Verwaltungs-, Betreuungs- und Beschulungsaufwand etc. profitieren.

Juli 2019, Hartmut Krauss (Initiative an der Basis)

Anmerkungen:

[1] Die Mercator-Stiftung, die u.a. das muslimische Avicenna-Studienwerk fördert, ist Teil des europaweiten Netzwerks von NGOs und privaten Stiftungen, die sich für die Formierung der Öffentlichkeit im Sinne der Bejahung der globalkapitalistischen Migrationsagenda und gegen islamisierungskritische Einstellungen einsetzt.
[2] https://www.sueddeutsche.de/politik/identitaets-klaerung-auf-der-spur-von-dialekt-und-geodaten-1.3997190
[3] https://correctiv.org/faktencheck/migration/2018/12/04/wie-viele-menschen-reisen-ohne-pass-nach-deutschland-ein-ein-faktencheck
[4] So haben Automobilhersteller, Siemens, BASF und die Telekom bereits recht umfangreiche Entlassungen angekündigt. https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2019-03/ford-us-autohersteller-sanierung-stellenabbau-sparmassnahmen; https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/bmw-plant-stellenabbau-auf-die-sanfte-tour-121.html; https://www.tagesschau.de/wirtschaft/siemens-stellenabbau-energiesparte-101.html; https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/sparprogramm-basf-baut-weltweit-6000-stellen-ab/24503340.html; https://www.t-online.de/finanzen/boerse/news/id_86032022/telekom-konzern-will-offenbar-standorte-schliessen-und-filialnetz-ausduennen-.html
[5]http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/jeder-zweite-scheitert-am-deutschtest-15565140.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
[6] https://www.dw.com/de/asylbeh%C3%B6rde-bamf-besorgt-%C3%BCber-zahl-der-analphabeten-unter-den-fl%C3%BCchtlingen/a-42053563
[7] Siehe Fußnote 1.
[8] Siehe Fußnote 1.
[9] Siehe Fußnote 1.
[10] Vgl. hierzu: https://frankfurter-erklaerung.de/2017/07/verkehrung-der-islam-und-migrationsdebatte-auf-der-rechts-links-achse/
[11] Siehe hierzu die Berichte der „Initiative an der Basis“.
[12] Hartmut Krauss: Säkulare Risikogesellschaft und islamisch-patriarchalische Sozialisation. Ein Problemüberblick http://www.gam-online.de/text-Sekul-rel.html
[13] https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article166744827/Heimat-gefunden-Job-gesucht.html
[14] https://www.welt.de/wirtschaft/article195451961/Hartz-IV-Jobcenter-fordern-fast-2-6-Milliarden-Euro-zurueck.html
[15] IAB-Kurzbericht 11/2014 Von Dieter Bogai, Tanja Buch und Holger Seibert. http://doku.iab.de/kurzber/2014/kb1114.pdf
[16] http://www.thelocal.dk/20150309/denmarks-refugee-integration-efforts-have-failed
[17] http://www.altinget.dk/artikel/dyster-statistik-for-mellemoestlige-flygtninge
[18] https://www.welt.de/wirtschaft/article163753103/Diese-Zahlen-offenbaren-das-Ausmass-der-Fluechtlingskrise.html

 

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IN MEMORIAM: Heute vor zwei Jahren wurden Anne+Noah von Nasr-Eddine B., einem algerischen Flüchtling, bestialisch erstochen (Initiative an der Basis)

IN MEMORIAM: Heute vor zwei Jahren (28. Juli 2017) wurden Anne+Noah von Nasr-Eddine B., einem algerischen Flüchtling und Ex-Partner von Anne bzw. Vater von Noah, bestialisch erstochen

Wir senden Dir Marianne alles Liebe und viel Kraft diesen ganz besonders schlimmen Tag durchzustehen.

Anne und Noah Metzger

Anne und Noah Metzger

IN MEMORIAM ANNE UND NOAH METZGER

Von Marianne

Mein Name ist Marianne, ich wohne unweit Kiels.

Im Jan. 2019 bin ich auf das Interview Rebecca Sommer / N. v. d. Osten und somit auf die Initiative an der Basis gestoßen.
Der Inhalt des Interviews hatte mich sofort angesprochen. Jetzt denke ich, hätten wir diese Annahme von Grundeinstellung mit einer für uns Frauen doch nicht einschätzbaren Gefahr und Haltung einer uns so fremden Kultur schon früher zum Handeln genommen, vielleicht hätten wir den Tod durch Mord an meiner Tochter Anne ( 39 J. ) und Enkel Noah ( 4 J. ) im Jahr 2017 in Teningen bei Freiburg durch den Vater des Kindes, einem Algerier, verhindern können.

Ebenso hätten alle Institutionen wie Polizei, Jugendamt, Gericht, Anwälte anders reagieren, die Gefahr anders eingestufen können.

Das Ereignis ist mittlerweile 2 Jahre her. Für mich jedoch hat jede Nacht, jeder Tag einen sich ständig wiederholenden Gedanken: warum konnten wir Anne und Noah nicht schützen. Warum musste der Tod, der sogar angekündigt war, passieren.

Anwälte, Gericht, Jugendamt, Frauenhaus, ein Mediator wussten um die Situation von Anne. Polizei war eingeschaltet mit einer Anzeige wegen Bedrohung „es wird Blut fließen. Ich werde deiner Familie Schaden zufügen!“
Anne war ca 3 Mon. vor dem Mord mit verdeckter Adresse verzogen. Man hätte ihr dringend nach der Trennung von dem Mann raten müssen in die Anonymität weit weg zu gehen.
Auch mir drohte er: „“Ich schlachte dich ab wie einen Hasen, wenn du dich mir und meinem Sohn näherst!“. Ich sah das Kind nach der Geburt nur 2x heimlich in 3 1/2 Jahren. Anne durfte ihre Freude und Sorgen mit dem Kind nicht mit uns teilen.
Ich war für ihn ein Stressfaktor, da ich mich wiederholt erkundigte, warum er nicht arbeiten würde. Er war Krankenpfleger, Jobs gab es genug.

Wie sehr freuten wir uns nach Annes Trennung, sie und Noah endlich mit der Familie, Geschwister, Tanten, Onkel, alte Freunde, zusammen kommen und bringen zu können.

Noahs Vater hatte begleitetes Umgangsrecht vom Gericht zugesprochen bekommen.
Sein verletztes Ehrgefühl konnte es nicht zulassen, dass Anne vom Gericht Noah zugesprochen bekam, er das Kind nicht selbstbestimmt sehen durfte ( Äußerung gegenüber Psychiater). Er konnte auch nicht zulassen, dass Anne uns mit dem Sohn besuchen kommen wollte.
Zwei Tage, vor dem geplanten Besuch tötete er Anne im Auto mit mindestens 15 Messerstichen, vor den Augen von Öffentlichkeit auf dem Hof vor Ihrem Wohnblock. Noah trafen 2 Messerstiche in dem Moment, als man ihn retten wollte. „Noah ist mein Sohn, kein Mensch auf der Welt kann mir Noah nehmen.“ Also lieber ein totes Kind, als es anderen zu überlassen. Das Messer blieb in Noah stecken, als er das Auto verließ. Ein Ritualmord? Nach seinen Worten sollte es eine Entführung werden. Er kam zur Entführung mit 2 langen Küchenmessern!

Sie durften nicht lebend kommen! Es kamen zwei Urnen mit der Asche zu mir nach Norddeutschland!

Der Täter sitzt mittlerweile lebenslänglich hinter Gittern.
Er kam 2002 mit 37 Jahren aus Algerien nach Deutschland. Seine Asylanträge wurden immer wieder ablehnt. Vor der Ausweisung Ende des Jahres 2002 fand er eine deutsche Frau, einige Jahre älter, geschieden mit 3 Kindern, die ihn heiratete. Die Trennung erfolgte nach ca 1 1/2 Jahren, die Scheidung erst, als er die deutsche Staatsangehörigkeit besaß.
Er wollte gerne „“Deutscher“ werden, hatte aber seinen algerischen Pass behalten. In dem Trennungsjahr von meiner Tochter beantragte er einen neuen für sich und Noah. Seinen hatte er schon, Noahs Passfoto wurde bei der Botschaft beanstandet, die Aushändigung hier sollte noch dauern. Eine Unterschrift von der deutschen Mutter hatte man bei der algerischen Botschaft für den Kinderpass nicht gefordert.
Eine Entführung nach Algerien wäre leicht gewesen, dies war immer die Gefahr.
Anne und wir lebten in ständiger Angst davor, hatte er doch den deutschen Kinderausweis an sich genommen und nicht herausgegeben. Er hätte gut mit dem Kind über die Grenze gekonnt, äußerte eine Polizistin am Flughafen.

Ein gerichtliches Annäherungsverbot an dem Tag vor dem Mord wird ihn noch einmal mit „Enttäuscht über die deutsche Justiz“ zum „ich werde handeln“ ( zu seiner Anwältin ) angespornt haben!
Eine fatale Verkettung ohne Unterbrechung. Es war alles angekündigt und keine verantwortliche Stelle, wo man doch mehr wissen sollte, hat mit größerer Kompetenz, Konsequenz und Umsicht reagiert. Und wir waren zu unwissend und zu naiv, solch eine Gefahr bis zum Mord zu erkennen.
Anne selber spürte ihre Gefahr. Einer Freundin gegenüber äußerte sie wenige Monate vor ihrem Tod, dass sie bei unnatürlichem Tod verbrannt werden möchte, ansonsten hätte sie gerne eine Erdbestattung. Gedanken einer 39 jährigen Frau. Hoffnung ohne Hilfe???!!!!!

Annes Angst ist zu Ende. Meine Unfassbarkeit, mein Entsetzen, meine Hilflosigkeit, meine nächtlichen Schweißbrüche, ein Gefühl des Verrats der Gesellschaft an Anne durch eine Nichtwahrnehmung einer Gefahrensituation bleiben. Ein ständiges Gefühl das Messer in der Brust zu sehen, zu spüren, begleiten mich.

Ich bin immer wieder der Meinung Anne und Noah hätten nicht sterben müssen. Versagt haben alle!

Für mich wurden Anne und Noah auf dem Altar der Toleranz der Gesellschaft geopfert.

Es dürfen nicht die Sorgen, Ängste, Bedenken immer wieder nur mit Fremdenfeindlichkeits-Etikett oder „auch deutsche Männer morden“, oder „ein Einzelschicksal“ ( die Einzelschicksale häufen sich! ) abgetan werden. Wir lassen Schutzbedürftige ins offene Messer laufen, wenn wir die Gefahren mißachten, dass Frauen z.B. bei Männern aus Herkunftsländern muslimischer Kulturen nicht die Bedeutung haben, wie wir Frauen sie mit unserem freiheitlichen Entwicklungsstatus der letzten Jahrzehnte in der westlichen Welt erreicht haben.
Der Mörder hatte sich in der Zeit vor der Trennung intensiver dem muslimischen Glauben zugewandt, sich sogar eine Gebets App eingerichtet.

Wie kann man diese Männer ins Land lassen und dann keine weiteren Aufklärungen über die Unterschiede des Religiös-Kulturellen bei unseren jungen Frauen und Mädchen veranlassen .
In den 15 Jahren in Deutschland schaffte er es immer wieder mit dem Rassismus- und Diskriminierungsargument zu seinen Gunsten zu arbeiten. Die Toleranz der Gesellschaft hat es ihm leicht gemacht.
Beim Auszug aus der gemeinsamen Wohnung waren 10 Personen, einschließlich Anne und 2 Polizisten, anwesend. Er, der spätere Mörder, konnte sie alle nach seiner Vorstellung steuern, wollte sie zunächst gar nicht in die Wohnung lassen. Dank der Polizei war es doch möglich.

Meine Erfahrung mit diesem grausamen Tod meiner Tochter und Enkel sollte präventiv genutzt werden. Mit der tragischen Geschichte möchte ich warnen und auf Gefahren, Missstände, Versagen, Falschannahmen hinweisen.

Hier hoffe ich auch in der initiative-an-der-basis eine Plattform gefunden zu haben!

————————————–

Die Initiative an der Basis hat einen FORDERUNGSKATALOG entwickelt, auch Mutter Marianne wirkte mit: https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-forderungen/

 

 

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Veranstaltung Aufbruch 2016: Gesprächsrunde mit der Initiative an der BASIS sowie der WerteUnion (17. September 2019, Festhalle Brühl)

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Vortragseinladung Aufbruch 2016-WerteUnion_Initiative an der Basis_17.09.2019

Die überparteiliche Bürgerinitiative
Aufbruch 2016 Rhein Neckar
lädt Sie herzlich ein zu einer Gesprächsrunde mit Gästen der
Initiative an der BASIS sowie der WerteUnion

Aufnahmestopp jetzt!
Neuorientierung in der Migrationspolitik gefordert!

Die Initiative an der Basis ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten), die die jetzige Politik kritisch beurteilen.

Rebecca Sommer, ehem. Zivilbevölkerungssprecherin im beratenden Status zur U.N., ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterin (AG Flucht + Menschenrechte):
„Massenmigration nach Europa und Deutschland und was die UN damit zu tun hat?“

Monika Bender, ehem. Vermieterin, Flüchtlingsunterkunft:
„Es kamen hauptsächlich Desserteure“

Fabian Pöhler, Hauptamtlicher Flüchtlingsbegleiter:
„Sozialstaat und Asylpolitik beißt sich ins eigene Fleisch“.

Dr. Ileana Vogel, Unfallchirurgin:
„Basiserfahrungen – Probleme der Zuwanderung aus der Sicht einer Zuwanderin – und Ärztin in einer Arztpraxis“.

Christiane Soler, ehemalige Flüchtlingsbegleiterin:
„Warum ich aufgegeben habe“.


Imad Karim, Filmemacher und Islamkritiker
„Ich schweige nicht!“


Prof. Dr. Söllner, TU Ilmenau, WerteUnion
„Die Kosten der „Flüchtlingskrise“–und wer sie trägt“

Alexander Mitsch, Vorsitzender der WerteUnion:
„Folgen einer verfehlten Einwanderungspolitik“.


Moderator: Dr. Gunter Zimmermann, Aufbruch 2016

Ort:             Festhalle Brühl, Hauptstr. 2, 68782 Brühl
Datum:      17. September 2019 um 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Wie immer mit einer Diskussion der Themen im Anschluss

Erfahrunsbericht Monika B, Vermieterin einer Flüchtlingsunterkunft (Initiative an der Basis)

Monika B., ehemalige Vermieterin einer Flüchtlingsunterkunft und Teil unserer Initiative an der Basis:

Erfahrungsbericht von Monika B.

Die Flüchtlinge kamen zu uns aus der Erstaufnahme in Gießen. Sie wurden von dort verteilt. Das ganze lief über die Landräte der Kreise. Jedes Dorf gehört einem Landkreis an bei uns in Hessen. Bei uns stellt das Landratsamt die Sozialarbeiter für die Flüchtlinge ein. Diese teilen sich meist zu zweit ein Büro.

Wir waren Vermieter und stellten unsere Gebäude dem Landkreis zur Verfügung. Der ging in ein Mietverhältnis mit uns. Ich bin ja auch Vermieter und bringe meinen Mietern einen von mir vorbereiteten Mietvertrag mit. Beim Landrat mit den Flüchtlingen war das anders: Der Mieter (Landkreis/Staat) stellt dem Vermieter einen Mietvertrag aus, zu seinen Bedingungen. Die waren oft erschreckend.

Einer von denen war, dass wir nichts was bei uns auf dem Hof passiert, nach außen dringen lassen sollten (meine Worte. Genauen Wortlaut kann ich nicht mehr sagen). Mein Partner erschrak da sehr, seine Worte..sch…Deutschland.

Also, lief alles über den jeweiligen Social Worker vom Landkreis oder Sozialamt. Dieser zugeteilte kam ca. einmal bis zweimal im Monat. Die wechselten oft. Sie waren die Mittler zwischen den „Flüchtlingen und uns. Wenn die nicht kamen, waren die Flüchtlinge“ und wir auf uns alleine gestellt. Wir haben ihnen Böhrdengänge beigebracht.

Ich muß aber sagen, dass sie eher die Seite der „Flüchtlinge“ vertraten wie unsere. Wir kamen uns oft alleingelassen vor. Ich muß aber auch sagen, mit den drei Syrern die zuerst da waren, haben wir blendend zusammen gelebt.

Wir haben also angefangen bei uns Flüchtlinge aufzunehmen. Das war im Jahr 2015.

Wir mußten einiges an dem Gebäude ändern, damit das neue Heim der Flüchtlinge “ MENSCHENWÜRDIG“ wurde. Man stelle sich vor,  ein gepflegtes denkmalgeschütztes Gebäude, doch den Sozialarbeitern war es für ihre Flüchtlinge zu “ menschenunwürdig”. WIr haben tausende von Euro investiert. Neue Kühlschränke, neue Herde, Gardinen, Umbauten gemacht, schöne Holzöfen mussten raus  (nicht, dass die Flüchtlinge darin Holzmöbel ua. verbrennen, Aussage der Sozialarbeiter) u.s.w…..

PIC©Monika B.-Initiative an der Basis-1.jpg

Nach über einem Monat Umbauarbeiten, wurden die ersten Flüchtlinge gebracht. Es waren drei junge Syrer. Am nächsten Tag kamen drei Pakistanis und ein kurdischer Iraker dazu. Tage später bekamen wir in unser zweites Haus noch eine albanische vierköpfige Familie dazu. Alles Muslime, außer einem syrischen Christen. Die Syrer waren alle Desserteure, die nicht für Assad kämpfen wollten. Wir bekamen noch fünf Syrer dazu. Auch diese jungen Männer außer einer, der war über 45 Jahre, waren Desserteure.  Warum bezeichnet die deutsche Regierung und die anderen diese als „Flüchtlinge“? Sie waren Desserteure.

PIC©Monika B.-Initiative an der Basis-10Die Syrer bekamen ultra schnell ihre Aufenthaltsgenehmigung (Bleiberecht). Mir kam das vor, als wolle die deutsche Regierung absichtlich diese Wehrdienstverweigerer von dem Verteidigen Assads, fernhalten. Sie unterstützen diese jungen Männer. Mich ärgerte das ungemein. Ich dachte, wie es in den Medien gezeigt wird, das Frauen und Kinder in Syrien unter dem Krieg litten. Denen wollten wir helfen, doch wir hatten nicht mit ausschliesslich männlichen Desserteuren gerechnet. Für meinen Freund war es auch unverständlich, da er für sein Land im Irak und Kuwait gedient hatte.

Alle acht hassten halt Assad wie sie es auch erzählten (die welche englisch konnten).

Die drei Syrer spielten gerne Fußball auf dem Hof. Wir haben es ihnen verboten, da wir sahen, dass vieles an der Fassade zu Bruch ging. Doch sie kümmerten sich in den ersten zwei Wochen nicht darum. Als das Geld des Sozialamtes ausblieb, gaben wir jedem von den dreien von sich Geld, damit sie sich Essen und Trinken kaufen konnten. Danach war das Verhältnis zu ihnen besser. Sie halfen uns und wir ihnen. Mein Freund bekam jedoch niemals das vorgestreckte Geld von dem Sozialamt zurück.

Manchmal brachten das Amt die „Flüchtlinge“ nachts. Einmal sollte mein Freund nachts um halb drei noch wach sein (mitten in der Woche wo er doch am anderen Tag wieder früh aufstehen mußte), um neue Leute in Empfang zu nehmen. Die Anweisungen gab s meistens per Email. Man mußte zu jeder Tag und Nachtzeit für den Landkreis abrufbereit sein. Dabei wollten wir doch nur unsere Gebäude vermieten. Wenn wir den zuständigen Sozialarbeiter anrufen wollten, war er meist schlecht zu erreichen.

Wir lebten mit unseren Bewohnern in einem Dorf. Das missfiehl allen „Flüchtlingen“. Die Syrer wollten nach Aachen, Düsseldorf und Mönchengladbach.
Mir kam es garnicht so vor, als dass sie sich über die Sicherheit in Deutschland freuten, sondern sie wollten weiterzeihen, wo es für sie am Genehmsten ist.

F. erzählte, dass es sein Ziel wäre, eine deutsche Frau zu bekommen, um ganz in Deutschland zu bleiben. Die anderen stimmten ihm zu.

Zu den fünf anderen Syrern hatten wir nicht so einen guten Kontakt. Diese Männer, alles Cousins und ein Onkel, beteten und sonderten sich auch etwas von uns ab. Sie waren auch nur zwei Monate bei uns. Als sie auszogen, fanden wir viele islamistische Schriften vor. Auch ließen sie einiges von ihrer guten Kleidung zurück. Sechs von den syrischen Desserteuren waren gebildet und hatten teure Kleidung und Schuhe, die sie ebenfalls zurück ließen. Ich dachte bis dahin: Flüchtlinge sind arme Menschen. Auch hatten diese 5 in ihrer Wohnung mehrere Papierschnipsel wo drauf stand: Syrien ist Krieg, deswegen bin ich hier. Das mußten sie auswendig lernen, um hier in Deutschland zu bleiben….wurde ihnen gesagt.

PIC©Monika B.-Initiative an der Basis-9Wir hatten auch einen kurdischen Iraker, M. 19 Jahre alt. Er lebte in seiner islamischen Welt. Er hatte stets sein Handy auf laut gestellt und hörte seine muslimischen Gesänge. Er war eigentlich immer freundlich. Konnte nur seine Sprache und war ungebildet. Er brüllte oft Allah Hu Akbar, was mich als Christin sehr störte. Wenn man weiß, dass es Allah ist größer heißt und man den Koran liest und die Hadithen kennt, macht einem das Angst. Auch verbinde ich es mit einem anderen Erlebnis. Im Gespräch mit einem sunnitischen Maschinenbaustudent erwähnte ich mal, dass ich Christin bin und folglich Jesus Gottes Sohn ist. Daraufhin entgegnete mir der gläubige Muslim (so bezeichnete er sich), dass er mich „normaler Weise“, wegen meiner christlichen Einstellung, umbringen müsse. Diese Aussagen bewogen mich, den Koran und die Lehren des Muhammads durchzuforschen. Auch verband ich M. sein Allah Hu Akbar mit den Morden des IS und Co. Ich versuchte ihm stets klar zu machen dass es mich stört, doch es hatte nichts geholfen.

Als eines Tages nun für M. der Bescheid kam, ob er bleiben darf oder nicht, war die Spannung groß. Er kam mit dem Brief zu mir. Es war eine Ablehnung seines Asylantrages. Da M. nix verstand, holte ich F. einen Syrer herbei. Der übersetzte. Nun sahen wir M. nicht mehr persönlich bei unserem Anwesen. Die syrischen Desserteure sagten, er sei untergetaucht. Ab und zu kam er nachts zurück, sagten sie uns. Die Sozialarbeiter (staatlich) nahmen uns mit ihn die Pflicht, wir hätten nicht auf ihn aufgepasst. Das machte meinen Partner und mich wütend. Wir waren doch nur die Vermieter. Der Staat sollte sich um seine „Flüchtlinge“ kümmern. Das war unser Gedanke. Die Syrer erzählten uns, dass Mohammed in Frankfurt untergetaucht wäre und dort schwarz arbeiten würde.

Das zum Thema M.

Wir hatten drei Pakistanis zugewiesen bekommen. Flüchtlinge. Wieder drei junge Männer. Facharbeiter. Zwei von ihnen konnten nur mit dem Löffel essen. Messer und Gabel waren ihnen fremd, geschweige denn die englische Sprache. Alles Muslime.

Pic11Mit einem von ihnen hatten wir guten Kontakt: J. war gebildet, sprach fließend englisch und kam aus gutem Hause. Das hört sich ja viel versprechend an. Warum floh er? Bei den anderen beiden war es die Armut.
Seine Situation war, dass er schwul war. Seine Eltern wollten ihn verheiraten. Er wollte nicht. Daher drohte ihm der Tod in Pakistan. Seine Familie hatte ihn verstoßen und trachtete ihm nach dem Leben. Dieser junge Mann war unserer Ansicht nach der einzigste richtige Flüchtling in unserem Heim. Er tat alles um in Deutschland bleiben zu dürfen. Als wir ihm sagten, dass der Metzger im Dorf jemanden im Schlachthaus suche, bewarb er sich um die Stelle und er bekam sie. Man stelle sich vor, er als praktizierender Muslim in mitten der Schweinehälften. Er war auch dort stets freundlich zu jedermann. Ein toller, fleißiger Mann. Er arbeitete bei dem Metzger einige Monate, bis zu seinem Auszug von unserem Anwesen. Auch er reiste gerne nach Frankfurt. Dort blieb auch er an den WE. Oft brachte er pakistanische Freunde mit. Wir hatten oft nicht mehr den Überblick, wann wer und mit wem er wieder zum Hof zurück kommt. Doch sollten wir täglich die Liste durchgehen, dass auch alle da sind. Wie soll man das bewerkstelligen bei erwachsenen Männern?
Ich weiß noch wie sorgenvoll wir morgens aus dem Fenster schauten, ob denn noch die beiden Häuser stehen. Einigen war der Umgang mit Küchengeräten und Co. fremd. Es war schon riskant, fremde Kulturen bei sich zuhause aufzunehmen.
Die Waschbecken wurden auseinander genommen. Es wurde sich auf die Toilettenbrillen gestellt. Backöfen die neu gekauft wurden, waren verdreckt. Genauso die Herde. Kühlschränke waren neu und nach einem Jahr Schrott. Alles sehr traurig.
Wir haben von allem Fotos, wegen der Versicherung, die nie zahlte.

Sie haben immer volle Pulle geheizt während das Fenster gekippt war. Ich hab ihne stets erklärt, wie wir uns kleiden im Westen und das wir die Resourcen zu erhalten versuchen und das Heizöl teuer ist, doch am nächsten Tag liefen die wieder in Badelatschen und Muscleshirt im Haus rum. Sie heizten aus dem Fenster raus, nicht nur sprichwörtlich. Wir, der Vermieter mußten bezahlen.

Waschbecken wurden beschädigt. Alle DREI! Geraucht wurde in den Häusern, obwohl es ihnen durch Wort und Aushang verboten war. Schränke wurden demoliert und überall hinterließen sie Müll. Wir haben neue Betten gekauft. Vier Lattenroste waren kaputt, nach einem Jahr. Zwei neue Herde und ihre Backöfen sahen aus nach einem Jahr, als wären sie 20 Jahre im Gebrauch. Bei einem blieb die Backofentür nicht mehr geschlossen. Stühlen wurde die Lehne abgerissen.

Man beachte auch die Jacken und Kleidung, die die Syrer nach ihrem Auszug zurückließen. Es war Winter bei deren Auszug und die ließen Jacken und Schuhe zurück. Ich dachte da nur, in den Medien erzählen sie uns von den armen Flüchtlingen und bei uns leben sie im Überfluß….also, einige der Syrer.

Einen der 2 nagelneuen Kühlschränke mit Gefrierkombination. Den buchsierten wir nach dem Auszug der „Flüchtlinge“ direkt auf den Hof. Sie schlossen die Tür wahrscheinlich nie richtig, sodass das Eis aus der Türe rausgequollen kam. Er funktionierte nicht mehr. Ein Jahr alt.

Auf dem Hof spielten sie Fußball, trotz Verbot nachdem sie schon ermahnt wurden. Die Verkleidung des Hauses beschädigt. Auch die der Scheune, das Licht, die Regenrinne, die Beleuchtung.

Die Roma haben mehr mitgehnlassen, als sie mitgebracht hatten, bei ihrem Einzug bei uns….eine andere Geschichte.

Das ist ein Teil der Schäden, die durch diese Leute gemacht wurden. Ich habe ja immer Mieter, doch so sieht unser Mietshaus nach 30 Jahren Vermietung noch nicht aus, was die „Füchtlinge“ in einem Jahr geschafft haben.

Nun zu den muslimischen Romafamilien.

Die erste die zu uns kam blieb nur eine Woche. War auch ganz gut so, denn in der Woche hatte der Sohn schon ein riesiges Unheil angestellt. Er hatte einen Baseball in der Toiltte versenkt. Gut war, dass mein Partner die Rohre am Haus öffnen konnte und den Baseball nach großem Aufwand entfernen konnte. Andre Sitten, andere Gebräuche.

Nach einer Woche kamen die neuen Roma. Eine vierköpfige Familie, wie man sie sich vorstellt: Ein dicker untersetzter Vater und eine ihm ebenwürdige Partnerin. Beide Anfang dreißig. Keiner konnte deutsch oder englisch. Beim Rundgang im Dorf erzählte die Mutter mir mit Gesten und Wortfetzen, dass sie aus Albanien fliehen mußten, da ihr Sohn dort in der Schule vom Lehrer geschlagen wurde. Auch sonst ginge es ihnen dort nicht so gut, wie im Rest Europas.

Der Sohn sagte mir, er sei 12 Jahre……er stand vor mir größer wie ich, mit einem Oberlippenbart und langen schwarzen Haaren an den Beinen……..12!!!

Danach war mein Vertrauen in diese Familei futsch.
Auch in den nagelneuen Pässen stand es: ZWÖLF Jahre.
Ich hasse Unehrlichkeit und das mich jemand für einen Idioten hält.

Diese Familie blieb nur einige Monate bei uns.

Mein Freund fuhr sie zur Bank ins Nachbardorf und erschrak, als er sah was diese Familie für Leistungen vom Sozialamt bezog. Wir bezahlten ihnen Wasser, Strom, Heizung, Internet usw.. Sie hatten über 1000 Euro zum Verjubeln.
Es ist UNFASSBAR !!!!!!!!!!!!!
Warum bekommen solch Menschen ohne etwas dafür zu tun und ohne es zu benötigen so viel Geld ????

Sie bestanden auf Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad im Winter in der Wohnung. Sie heizten mit elektrischen Heizgeräten und offenem auf Hochtour laufendem Backofen.

Uns haute es regelmäßig die Sicherungen raus,

Eines nachmittags suchte ich Rat bei meinem Anwalt, um mich mit ihm zu bereden, was das Gesetz zu solchen Forderungen sagt.
Er sagte: tags nicht unter 21 Grad und nachts nicht unter 17.
Mit diesem Wissen ging ich zu den Roma. Ich klopfte an deren Tür und die Frau öffnete, nachmittags um vier Uhr. Im Hintergrund sah ich den dicken Roma, wie er noch im Bett lag. Auch hatten die Roma einen riesigen Flachbildschirm sich angeschafft, wo manch andere Familie von träumt. Ich hatte ein Termometer mit welches eine Raumtmperatur von 23 Grad maß. Ich sagte der Familie, dass laut unserem Gesetz die Temperatur rechtens sei, die der Raum aufweist. Daraufhin wurde dieser Roma-Mann laut. Er schrie mich an und platzierte sich vor mir, so dass seine Nasenspitze meine fast berührte. Der 12-jährige Sohn (volle Körperbehaarung), hatte stets die neuesten Nike Klamotten an. Und ich hatte für die ARMEN „Flüchtlinge“ Kleider gesammelt. Für die jüngere Tochter nahmen sie diese jedoch auch an.

Wir beschwerten uns bei der zuständigen Sozialarbeiterin über das Verhalten der Roma, doch die sagte zu mir am Telefon:“ Sie haben aber große Vorurteile.“ Unseren Anliegen wurde nicht nachgegangen, doch wenn die Roma was hatten……

Mein Partner wollte unbedingt mit dem Landrat reden. Das war eine Geburt. Doch der Kampf hat sich gelohnt.
Irgendwann hatten wir eine Audienz im Rathaus bei dem obersten Mann des Landkreises. Wir erklärten ihm unsere Schwierigkeiten, doch Hilfestellung wollte er nicht geben. Als wir ihm mitteilten, dass die „Flüchtlinge“ auch mit dem Backofen heizten, um auf Temperaturen zu kommen, die uns zum Schmelzen bringen, antwortete dieser:“ Das wissen wir, dass sie auch mit dem Backofen heizen.“ Nun waren wir beide ärgerlich. Wir kamen mit dem Bezahlen der Rechnungen von Energiekosten nicht hinterher (der Staat gab bei unserem Landkreis nicht viel Miete am Tag) und keiner warnte uns vor dem hohen Lebensstandart der „Flüchtlinge“. Mein Freund wurde nun laut und wurde mehrmals verwarnt, dass er nun bald das Büro verlassen müßte, wenn er sich nicht mäßigte.

Nachdem es nun wiederholt zu einem Sicherungszusammenbruch kam, drehten wir den Leuten den Strom ab. Wir hatten nun keine Nerven mehr, uns ausnutzen zu lassen. Am nächsten Tag wurden alle Flüchtlinge abgeholt, wegen „Gefahr in Verzug“, wie mir der Chef der Sozialarbeiter mitteilte!

Man kann sich nicht vorstellen wie die Häuser nach dem Verlassen aussahen.

Zwei Sozialarbeiterinnen ließen sich noch mal bei uns blicken. Wir hatten unterdessen einen großen Stapel Mahnungen von Online_Versandhäusern bekommen. Die Roma haben stets Sachen bestellt, mit wechselnden, erfundenen Nachnnahmen. Auch haben sie von uns Handtücher, Bettsachen, Küchengerät geklaut ua..

Diesen Stapel gab ich einer Sozialarbeiterin in die Hände. Die erwiederte mir, ich solle die Briefe doch an die geprellten Versandhäuser schicken. Ich entgegnete ihr:“ Sie sagten mir stets am Telefon ich hätte große Vorurteile…….“.

Ich fragte die beiden Sozialarbeiterinnen, was denn nun mit solchen Betrügern geschehen würde. Sie antwortete mir:“…..die werden abgeschoben….“.

Ein Jahr später trafen wir diese Familie in einem türkischen Osman Markt. Sie waren ja muslimische, albanische Muslime Roma. Entweder sind die wieder nach Deutschland eingereist, oder …….?

Dieser Betrug, dieses Lügen und dieses Ausnutzen des Steuerzahlers ist zum Laut-Schreien.

Warum, müßen wir uns das gefallen lassen?

Dieser dicke, faule, fordernde Roma und seine Frau werden im Leben nichts arbeiten, geschweige denn Steuern zahlen. Seine Kinder werden vermutlich von den Eltern lernen und einen ähnlichen Weg einschlagen. Die sehen ja wieviel Geld man machen kann ohne was zu tun. Ihre Eltern sind denen ein leuchtendes Vorbild.

Die 8 syrischen Desserteure…..was wird mit denen sein? Ob die wieder in Syrien sind?

Die 3 Pakistani, was wird mit denen sein. Ich denke der schwule Djundai wird hier im Westen bleiben. Er ist gebildet und klug und kann hier frei leben. Pakistan ist sein sicherer Tod. Er war der einzige echte Flüchtling.

Der irakische Kurde M., ob er abgeschoben wurde?

Wir waren so froh, als dieser Spuk unsere Anwesen verlassen hatte und wir wieder ohne Angst und Ärger leben durften.

Es ist kein schönes Gefühl, wenn Du merkst du wirst belogen, verarscht und ausgenutzt.

Ich werde es immer noch, da ich Steuern zahle und solchen Menschen mein Geld gebe, obwohl ich es selbst zum Leben brauche. Doch ich sehe es nicht mehr vor Augen in meinem täglichen Leben.

Wie schafft ihr Ehrenamtlichen und Hauptberufler das, mit dem Wissen: die meisten verarschen uns ?

Ich hoffe, dass die Gerechtigkeit siegt und das nur die hier in Europa bleiben dürfen die ehrlich, fleißig und tolerant sind.

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VIDEO„Kurzer Abriss, warum der Islam nicht zu Europa gehört“ (Hartmut Krauss, Initiative an der Basis)

Hartmut KraussHartmut Krauss, ehem. DaF-Lehrer, Sozial- und Erziehungswissenschaftler, Buchautor, Verleger und Islamkritiker ist Teil von unserer Initiative an der Basis.

Hartmut Krauss wird unsere Ex-Muslim Konferenz moderieren, die am 4. September 2019 in Berlin stattfinden wird. Ebenfalls in Berlin wird er am 31. August 2019 bei einer Veranstaltung der WerteUnion-Berlin in seinem Referat ausführlicher erklären, „warum der Islam nicht zu Europa gehört“.

Video Hartmut Krauss:„Kurzer Abriss, warum der Islam nicht zu Europa gehört“

Der Islam wird in der politisch-medialen Öffentlichkeit weiterhin faktenwidrig auf unhaltbare Weise verharmlost. Gleichzeitig wird Kritik an ihm als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „islamophob“ etc. verleumdet und abgewehrt.  Von einem herrschaftsfreien und demokratischen Diskurs unter mündigen Zivilbürgerinnen und – bürgern, die ihrerseits die absolute Deutungs- und Normierungsmacht religiöser Weltanschauungen längst hinter sich gelassen und eine modern-emanzipatorische Identität verinnerlicht haben, findet man in der postdemokratischen Öffentlichkeit kaum eine Spur.
Was wir demgegenüber erleben, ist ein Zustand, in dem einflussreiche Kräfte versuchen, mittels postmoderner und kulturrelativistischer Ideologie  eine grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung salonfähig zu machen und eifrig darauf hinarbeiten, unter Parolen wie „Weltoffenheit“, „Buntheit“ und „Diversität“ die Gesellschaft in einen voraufklärerischen Zustand zu versetzen: Eine geistig-kulturelle Konterrevolution, die sich gerne mit der irreführenden Parole  „Kampf gegen rechts“ tarnt.

Hartmut Krauss umreißt in dem Video in prägnanter Form elementare Wesensmerkmale und Inhalte des Islam und liefert damit auch einen kurzen Einblick, was aus welchen Gründen im Umgang mit islamisch geprägten/sozialisierten  Migranten  an der Basis erfahren und erlebt wird.

Wir von der Initiative an der Basis werden in unserem täglichen Leben regelmäßig mit Problemen und Missständen konfrontiert, die bislang in der öffentlichen Debatte zum Thema “Migration und Flucht” als Einzelfälle oder gar Ausnahmen deklariert werden. Dabei handelt es sich eben nicht um Ausnahmen, wie wir anhand unserer Erfahrungen feststellen können.

Es ist uns ein dringendes Anliegen, unsere gesammelten Erfahrungen und Forderungen an die Öffentlichkeit zu bringen.

Um Probleme anzugehen, ist es erforderlich, diese offen und ehrlich zu benennen, um dann eine sachliche Debatte darüber zu führen, wie diese (vor allem auch auf politischer Ebene) gelöst werden können.

Wir von der Basis sehen uns in der Verantwortung, mit unserem – von vielen Menschen zusammengetragenen – Erfahrungsschatz wie auch erarbeiteten, möglichen Lösungsvorschlägen zu dieser Debatte beizutragen.

Siehe zu diesem zentralen Thema auch unseren „Work-in-progress“- Forderungskatalog von der Initiative an der Basis (pdf Format):

Weitere Texte zum Islam von Hartmut Krauss:


© copyright Initiative an der Basis/Hartmut Krauss

Field report of a social worker and former refugee helper (Initiative an der Basis/Initiative at the grassroots level)

Our colleague Mrs. B. is part of our grassroots initiative INITIATIVE AN DER BASIS. Mrs. B. is a social worker and volunteered from 09/2015 – 8/2016, in addition to her work,  as a refugee helper.

Field report part 1+2, by Mrs. B.

Part 1: Impressions as a volunteering refugee helper in the first time

In autumn of 2015, I had heard in the news that many people were fleeing Syria to Europe because of the war. A friend told me that she had seen that many Arabic looking women and children were at our train station. I am a social worker and wanted to get a personal impression of what was going on at the train station. People arrived by train every hour. Men, women, children – most of them spoke neither German nor English. The situation spread quickly through the social media, so that after a short time more helpers were on site – some had a migration background and spoke their language. All the helpers were highly committed, some of them helped up to 18 hours a day at the train station, even took short holidays from their work, etc. I myself was always there after my work. We bought bananas and water and gave to the people. Some said they wanted to go further north or to Sweden. We gave people the information we had. Most of them had no money with them, so we tried to create a suitable place for the families to stay overnight. It was cold, they seemed tired and hungry. We felt sorry for them. We all helped without hesitation where there was need. After some time, the relief organizations opened an emergency shelter. We were informing the people at the train station about the new situation and accompanying them to the emergency shelter. I was irritated for the first time in the following situation: When we were just explaining the new situation on the spot, an Arabic man yelled at me in Arabic – my translator told me that he had cursed me with a word for unbelievers and now wants his ticket to Sweden from me immediately. I was speechless and irritated. I hadn’t expected that. We helpers came to the train stations after our daily obligations out of pure helpfulness and dedicated every free minute at the station for these people. Why did he think I had a ticket for him? Why did he think he was entitled to get a ticket from me? Why does he want to go to Sweden? He can be happy to be safe here, can’t he? I couldn’t think any further about this. The need for help on the ground was too great. We increasingly supported the relief organisation in the emergency shelter. There we had warm tea, water and soup with bread for the evening. There were also folding beds and we distributed blankets. Here I had the following experience during the meal distribution: a gentleman shouted at us because something with the tea did not fit him. We were 3 women and all were afraid that he would throw the hot cup right after us. During this time we met women who stated that they had come to Germany alone for various reasons. Some reported that their husband had been shot by others on the journey, others said that he had simply continued on the journey without them, and again other women said that they had fled from their husbands. My impression of all these women – as different as they were – was that they were scared. Some told our translators about the assaults they had experienced. They cried. Another day we saw a group of Iraqi men who had tried to get more blankets from me than I had planned and they didn’t understand, despite the explanations from our translators, that everyone should only get one blanket. They never stopped asking and then went behind the serving table and just took some more. They didn’t seem to care about the rules or the organization of our meeting. Finally, they asked a helper for internet. He gave them his smartphone and so they booked their flight back home and left the emergency shelter with some Arabic insults – we heard those words so often that we knew their meaning after a short time. The overall situation was difficult for everyone – refugees and helpers. Therefore, we tried not to take many things so seriously. Altogether I was yelled at several times from September to December 2015. In 2 situations I was really afraid of violence against myself. Several times we found blood traces while passing through the refugee accommodation – long blood traces, as I knew them so far only from the television.

What happened here? The interpreters – which had turned into much appreciated friends – decided to stop helping. I asked why. They hesitated and just said that people have no respect. It was different from the time when they came to Germany. I was surprised. I was also familiar with a variety of situations of ingratitude and verbal violence, but I always had the threatening situations depicted in the media in mind. The poor people… The interpreters advised me to quit and I then did so.

 

Part 2: First integration support efforts

In spring of 2016, projects were organized in connection with the refugees in my city. I am generally interested in culture and so I was interested in meeting the refugees. I wanted to support them and help them with their integration. My first impression was that the people were very friendly. They smiled and showed very openly their cultural customs. We ate Arabic meals together, danced and tried to learn some Arabic words.

One evening they had a party in a hall. I was impressed how they could be so happy despite their traumatic experiences. They danced Arabic dances and sang. We volunteers joined, enoying the atmosphere and trying to celebrate with them. Some Syrian and Lebanese friends who are living in Germany for a long time joined too. After approximately an hour the atmosphere suddenly changed. Some of the Arab men actively approached young German women and danced into their direction. They were supported by the group with clapping and shouting. The women were pulled into the middle and several men danced around them. At first, I couldn’t really get the situation right – what role does these women play in the middle? The men standing outside shouted Arabic words and laughed. My Arabic speaking friends suddenly wanted to go home. I asked them what was going on. After questioning them they translated what had been shouted at us in Arabic. I do not want to repeat the translations of these words at this point, but I can say that it was contemptuous of the woman and all women who do not belong to the Islamic religion.

I was very shocked how people approach me and everyone else so nicely and at the same time think and think so despising things about me and all other „unbelievers“. I have never encountered such boundless falsehood in my entire life. They knew we couldn’t understand their words. Most of the „unbelievers“ present had invested a lot of time and effort for these people, who now despise us and show their despise towards us in public. There were also very nice people among the refugees and they seemed very educated. I used the opportunity to ask them about these events. It was important for me to understand these things. They replied that they were people from the village, they had no education and we should not take it so seriously. I was relieved at that moment thinking that this is only a minority without education. I supported those more educated people who seemed to be reasonable people. Specifically, I remember a Syrian who pretended to have worked as a teacher in Syria. He urgently needed work to support his mother, who was still in Syria. We arranged to meet in a cafe and discussed how I could support him. He said he had a laptop at home with his application documents on it, and the easiest thing would be for me to come to his place. At that point of time I had gained some experience and had read about the Islamic religion, so I asked if it could be difficult that I as a woman come to his home for religious reasons. „I am educated and know what life is like in Europe. Don’t worry,“ was his answer. I knew that Islam can be interpreted in many ways, so I believed him and we met at his place. He opened the door in undershirt and sweatpants. I asked him why he was walking around dressed like this and if he could put something on. „I’m warm and we (Syrians) are always walking around like this at home.“ I didn’t put too much thought into this since I had already noticed cultural peculiarities e.g. walking barefoot at home all the time – peculiarities which I couldn’t understand and explain to myself. I accepted it and we worked on the applications. When we were finished, he suddenly became very pushy and used his physical superiority for his obviously different interests. I was able to free myself through vehemence under physical exertion and became loud and told him quite clearly that this was not possible. He told me the following: „In our culture there is a saying. When a man is alone with a woman, the devil is also in the room. That is so. Now I have already sinned anyway. Now I definitely want to have something for it. That would be like someone robbing a bank, going to prison, and when he comes out, the money is gone: „Everything had been for nothing! I couldn’t think of anything anymore, and I made sure to get out of his place. After that I thought about this situation for a long time. What is the double standard that this educated man lived so naturally? I was still anxious to understand things. After all, there are quite a few in our country, and they all seem very self-confident.

About 3 weeks after the incident at the Syrian home, he called me to tell me that he had a job offer. Despite all the events, I congratulated him because the goal was reached of writing the letter of application and the time and effort I had put into helping. He was not happy about it. I asked him about the general terms. These were good. He had a bachelor’s degree recognised by the Ministry of Education and so the company wanted to hire him. That meant he would have made a living. He criticized the route to work. It was 35 km. That would be too far, and he would also like to work for a certain company xy. I explained that this could be a first step and that he could move on at any time, he could already show a certificate and professional experience, which is always important and helpful in Germany. He let me talk and then said: „I want to join the company xy. I don’t do anything else“. He told me it was my fault. Because of me he now has the company’s offer and the “Job Center” (official name of the German office to take care of the unemployed) threatens him to cut his benefits. He told me he would take care of it. I believed him, because due to very precise questions from other refugees I had gained the impression in the meantime that they (refugees) are very well networked and know all gaps in the German social system. He solved the problem and continued to receive benefits from the “Job Centre”. I remember trying to be understanding despite everything. I said to myself: „If he was taught to behave this way he doesn’t know any better“. The political statements in the media gave me the impression that I as a German was expected to offer: understanding, tolerance and support.

Through contacts I later learned that some Syrians offer moving assistance. The man in question was one of the front runners. They earned enough money in cash and didn’t declare it to the Job Center. Thus, they made a good living by earning extra cash and receiving money from the German government called ALG II (basic income – 424 Euros per month as of 2019).

To behave self-confidently and then demand money from the welfare state? I asked myself: „How does it all fit together?” I started searching for people from the same culture which means educated in the muslim culture and who later converted to the Christian faith, and discussed these experiences with them.

They explained to me the following:

Islam divides people into believing Muslims and unbelievers. Among the unbelievers are people of other faiths and people who do not believe in God at all. Unbelievers (Kufr) are worthless people. Believing Muslims who pray five times a day do not accept food and drink from Kufr. The goal is to lead all people to Islam – if necessary by force. It happened regularly in a social district café, in which I was volunteering, that Syrians came in and we offered them something to drink for free, just like we would offer to everyone else. Each time they were friendly but rejected on the grounds that they had just drunk something. They said to have a full belly. They seemed so friendly and authentic – I would never have thought at that point of time that the refusal was religiously motivated. I spent some time with this family, and whenever we were with other Muslims, they accepted warmly and always rejected when offered by us. There was a big buffet at a party organized by the German helpers. Again, nothing was eaten or drunk during the entire evening. I learned that lies to unbelievers are allowed. Lies are also allowed if it serves peace.

To lie if it’s for peace, who’s going to decide that? This is the question I asked Muslims. I did not get a clear answer. Rather, this aspect was denied at first and only when I had revealed my knowledge more in detail they did admit it.

Through contacts and offers for help approaching me, I experienced again and again with some refugees (from my point of view 80 percent of them are men travelling alone) to behave in a very demanding manners towards me: „Give me your car I have to practice for my driving license“ or „You have to learn German with me every day now because I have to take my exam in 2 weeks“. I asked him how he can make such demands on me. He said: „Germany can be glad that we are here! Prior to our arrival Germany was in pieces. There were no humans. We save Germany. Germany must give us something for that. The Germans are stupid – everyone only works and has no families.“ This statement explains all the big and small impressions that I have collected in 3.5 years of refugee aid. They think we owe them something, hence the constant demands. A mercedes from the Job Center, otherwise they will not work, German course only in the city where friends live – so that the Job Center pays the ticket, which they sell to someone else during the weekend – and has to on the days as they want. They only want to work in a specific company. During Ramadan they do not want to work or only to a certain extend. Those with whom I spoke could not or did not want to understand that our social system is for those in need of help in emergency situations and it must also be financed. To this day, I have not understood where this image of „infinite wealth without consideration“ comes from. I encounter it again and again. In a discussion, a man from Afghanistan said: „The Germans are only sitting in the street! He referred to a social hotspot where his school was. Obviously, he had missed the fact that there were other Germans.

From time to time I follow the refugee helper networks in the social media and notice that many of the helpers make the same experiences as me and are disappointed. They organize internships, bicycles, flats, furniture and clothes through contacts – but often things are rejected without justification or with the justification „I would like a new, bigger one, etc.“. The housing market in particular is very overcrowded with enquiries. I have experienced several times that Syrians told me that they do not get an apartment because they are Syrians. It turned out then that they came too late to the appointment, did not have the necessary documents with them, or the like. I have tried several times to explain this and also that there are 30 applicants or more for a flat offer and it is clear that not everyone can get the flat. They could not accept that.

Since some really insisted to urgently need an apartment for the family, we organized suitable apartments for these families through contacts. These flats had enough space according to German standards – e.g. 4 rooms for a couple with 2 children etc. – but in the end these flats were simply rejected. They could not give any reasons. I realized that it was not that urgent.

IMG_7511_Ehrenamliche sortiert Spenden fuer ContainerheimAt first I was impressed by the so-called “Kleiderkammer (free clothing storage)” organized on a donation basis by supporters. I can still remember how many people were involved with finding, organizing etc. the various kinds of cloths investing lots of time and care. Never before have I seen such a well-ordered storage. My main job concerns work with disadvantaged adults, mostly Germans. They also need clothes because money is often very scarce. For them, the clothing storage (Kleiderkammer) of the Red Cross or other social department stores is the place to go. We are grateful for this opportunity, but it is a joke compared to the selection offered in the free clothing storage for the refugees. The clothing storage had so many things, especially very well preserved and high-quality branded clothes. As the main point of contact for many helpers, I was often asked to procure clothing. The refugees found the shirts, sports shoes and jeans unacceptable in 9 out of 10 cases. They would make fun of check patterns (a renowned brand, new price of the shirt 95 EUR) and unsuitable sports shoe colours. I remember another supporter bringing 15 pairs of shoes to cater to the „needy“,  and their interests – in the end 1 pair was accepted, about all the other pairs was laughed at. I don’t mean old, worn shoes – most of them even had the price tag on them. Suitable size, common sports brands – nothing was tried on.

At that time (2016) I had for the first time the thought that the situation in Germany could change. Tolerance? Yes – but to what extent? Self-denial of one’s own values? People in need are helped – and this is certainly good for our social values. But refusing expensive brand products that refugees do not deem good enough whereas social welfare recipients who see Germany as their home wish to own such brand products because they don’t have a suitable jacket in winter and freeze. These people don’t have access to the offers for the refugees. Until now, I do not know – how to explain this to my clients.

© copyright Initiative an der Basis

Doris Ammon: „Zum Fall RACKETE . . .Ich war 4 Jahre lang Flüchtlingshelferin“

 Der private Facebookeintrag von Doris Ammon verursachte einigen Wirbel:

von Doris Ammon

Zum Fall RACKETE nun auch noch mein eigener Kommentar: Ich war 4 Jahre lang Flüchtlingshelferin, habe keine Luxuswohnung, habe mir vor kurzem in Niger die Migrantenrouten angesehen und persönlich mit Innenminister, Gouverneur, Bürgermeistern und vielen Migranten gesprochen . . .

Die westafrikanischen Staaten greifen sich alle an den Kopf, wie Deutschland/Europa weiterhin diese desaströse Politik verfolgen können. Sie haben eindringlichst darum gebeten, dass ich mich als Journalistin dafür einsetze, dass Europa zur Besinnung kommt und die ständig und gerne verbreiteten Märchen vom edlen Deutschland, das armen „Flüchtlingen“ hilft, richtig stelle -was ich hiermit wieder mal tue: Also

1. es sind KEINE Flüchtlinge, sondern Wirtschaftsmigranten, die das Asylrecht von vornherein durch Lügen für sich ausnutzen, früher sagte man Scheinasylanten.

2. Diese Migranten zahlen horrende Summen an die Schlepper in der völlig vagen Erwartung, hier ein schönes, reiches Leben zu führen.

3. sie haben NULL Vorstellung davon, was das heißt, hier zu leben und zu arbeiten, wieviele Mühen, Umstellungen usw. es kostet – auch die Deutschen glauben, ein Sprachkurs und ein bisschen Zeit genügt.- welche heillose Unterschätzung und Überforderung! Wir sprechen hier von Menschen, die gar nicht oder nur ganz wenig Zeit in der Schule verbracht haben und die zu 80% nicht mal ihre Muttersprache lesen und schreiben können! Und sie haben auch keinen Schimmer, dass wir als Deutsche Anpassung und Integration fordern und warum, und sie sehen es auch nicht ein, weil die allergrößte Mehrheit nie gelernt haben, über die Relativität von Kulturen nachzudenken oder überhaupt über irgendetwas „logisch“ oder auf der Metaebene nachzudenken. Hart, aber wahr und oft erlebt! Sie erwarten hier weiter zu leben wie dort unten auch, nur reicher. Sie wissen nicht, dass man hier deutsch spricht, sie erwarten „kaltes Wetter, aber weniger als 20 Grad wird es nicht werden“, sie denken, sie können hier als Schneider von Wallegewändern gut Geld verdienen oder sie haben von vornherein nicht die Absicht, hier zu arbeiten und sagen „Allah wird ihnen ein Einkommen bescheren“ oder „ihnen könne „nichts passieren, weil ich Moslem bin“.

4. Diese Männer nehmen das Geld ihrer Familien oder des ganzen Dorfes (und ruinieren diese damit finanziell!!), um die Überfahrt zu bezahlen. Für dasselbe Geld hätten sie aber einen Kiosk oder einen anderen Laden eröffnen können und sich und ihren Familien ein permanentes Einkommen sichern können. Aber Europa ist für sie unvorstellbar reich, der Sog ist stärker als die Vernunft.

5. Durch das bezahlte Geld verdienen sich internationale Schlepperbanden eine goldene Nase (Ja tatsächlich: international, kriminell, bestens organisiert mit Villen an der Cote d’Azur!!! meist aus dem Senegal oder Ghana). Sie unterwandern damit die ohnehin nicht sehr starken staatlichen Strukturen des Niger, Mali und anderer Durchgangsstaaten und destabilisieren diese Staaten damit auf geradezu zerstörerische Weise, indem nämlich beispielsweise in der Provinz Agadez (Durchgangszentrum für viele Migranten) Polizisten, Armee oder städtische Angestellte sich bestechen lassen und damit in der Hand der Banden sind und den Staat Niger und seine Interessen nicht mehr durchsetzen. Auf dem Rückweg werden meist Waffen importiert und Aufstände (gerne muslimische!) finanziert, die dann zur Zerstörung von Lebensräumen und zu weiteren Migrationen führen. Nicht von ungefähr sind Niger, Mali und jetzt auch Burkina Faso immer muslimischer, immer wahabistischer geworden, und immer restriktiver (und es finden immer mehr Terroranschläge statt). Der afrikanische Islam ist traditionell sehr tolerant gewesen. Jetzt (binnen nur 10 Jahren!!) laufen ALLE kleinen Mädchen schon mit 5 Jahren im Schleier rum und entlang der Fernstraßen sieht man lauter neue Gebäude – alles Moscheen, die von Katar oder Saudi Arabien finanziert werden. Diese Staaten investieren NUR in die Verbreitung des Islam und NICHTS in die Wirtschaftsentwicklung oder Bildung. Die auf dem Land lebenden Menschen geben ihre Kinder dem Imam, damit sie zur (Koran-)Schule gehen – und indoktrinieren sie so zunehmend. Wer den Sog Europa (und die Schlepper) unterstützt, ist auch dafür verantwortlich, dass die westafrikanischen Staaten zu kippen beginnen. UND GANZ NEBENBEI. Wenn die Migranten merken, dass sie hier in Europa nicht ankommen werden, werden sie sich auch nicht mehr auf den Weg machen UND auch NICHT DEN LIBYSCHEN AUSBEUTERN ZUM OPFER FALLEN.

6. In der Sahara sterben ebenso viele Menschen oder nach manchen Schätzungen sogar mehr als im Mittelmeer. das interessiert aber hier keine Sau, und schon gar nicht Frau Rackete, die sich zum Instrument eben dieser Schlepperbanden macht. Dass die Rechnung „mehr Abschreckung, weniger Überfahrten, weniger Tote“ stimmt, hat jüngst auch die UNO bestätigt. Den Post habe ich gerade geteilt, gerne mal die Rechnung überprüfen – und wie gesagt, die Toten der Sahara, die Frau Rackete durch ihre Bootsmanöver indirekt mit verursacht, gar nicht eingerechnet. 7. „Seenotrettung“ – IMMER,, natürlich! ABER DANN BITTE ZURÜCK NACH AFRIKA; EGAL WO DORT; NUR HAUPTSACHE NICHT NACH EUROPA; NICHT DEN SOG VERSTÄRKEN – UND BITTE NICHT AN DAS „FLÜCHTLINGSMÄRCHEN“ GLAUBEN, das uns hier so gerne zur Rechtfertigung einer blinden Politik serviert wird und von grünen Medien eilfertig weiterverbreitet wird (80% aller Journalisten wählen grün, ergab eine Umfrage, und ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen!) Überlegt mal selbst: Die 40 Tage oder zwei Wochen, die die Seawatch jedesmal vor Italien oder Malta rumschippert, um partout nach Europa zu kommen, wie viele Menschen ertrinken in dieser Zeit, wo das Boot nicht einsatzbereit ist??? Und nochmal scharf nachdenken: Wovon genau lebt diese „NGO“? Wieviel Publicity bringt die Aktion? Wieviel Spendengelder? Und wieviele Leben kostet diese PR-Aktion jedesmal?? Ich finde das skrupellos und zum Kotzen!!!!

 

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Ex-Muslim Konferenz – 4.9.2019 – Berlin – „Der Islam – friedliebende Religion oder repressive Weltanschauung?“ (Initiative an der Basis)

E I N L A D U N G

18:30 – 21:30 Uhr

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Ex-Muslim Konferenz Flyer PIC DE-300dpi

Der Streit über die Beschaffenheit des Islam bestimmt seit Jahren die öffentliche Debatte. Tonangebenden Akteure in Politik und Medien haben das vergiftende Dogma befestigt, Kritik am Islam sei per se „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „islamophob“ etc.

Um dieses „Feindbild Islamkritik“ abzusichern, wurden und werden islamkritische Analysen und Stellungnahmen auf der Grundlage aufklärungshumanistischer und gesellschaftskritisch-emanzipatorischer Ausrichtungen systematisch ausgegrenzt und in postdemokratischer Manier gezielt totgeschwiegen. Dennoch blieb die propagierte These „Der Islam gehört zu Deutschland“ ohne Rückhalt in der Bevölkerung. Deshalb ist man nun verstärkt darum bemüht, vermittels Konstrukten wie „liberaler Islam“, „säkularer Islam“ oder „Reformislam“ das Gefüge faktenbasierter kritischer Einstellungen aufzuweichen.

Vor diesem „verzwickten“ Hintergrund kommen nun Ex-Muslime aus Kanada, Australien und England, allesamt ehemalige streng gläubige sunnitische und schiitische Muslime, die sich nach ihrem „Austritt aus dem Islam“ eine religionsfreie, wissenschaftlich-säkulare Weltanschauung angeeignet haben.

Auf unserer Veranstaltung werden sie uns ihre erfahrungsbasierte Innenansicht auf den Islam darlegen und dabei „Tacheles“ reden.


 

Erfahrungsbericht einer Sozialarbeiterin und ehemaligen Flüchtlingshelferin (Initiative an der Basis)

Unsere Kollegin B. ist Teil von unserer Initiative an der Basis. Frau B. ist Sozialarbeiterin und hat neben ihrer Arbeit von 09/2015 – 8/2016 ehrenamtlich Geflüchtete unterstützt.

Erfahrungsbericht Teil 1+2, von Frau B.

Teil 1: Eindrücke als Freiwillige Helferin in der ersten Zeit

Ich hatte im Herbst 2015 in den Nachrichten davon gehört, dass viele Menschen aus Syrien nach Europa fliehen aufgrund des Krieges. Eine Freundin erzählte mir, sie hätte gesehen, dass viele Frauen und Kinder, die arabisch aussehen, in unserem Bahnhof übernachteten. Ich bin Sozialarbeiterin und wollte mir persönlich einen Eindruck vom Geschehen vor Ort am Bahnhof machen. Tatsächlich kamen stündlich mit dem Zug Menschen an. Männer, Frauen, Kinder – die meisten sprachen weder Deutsch noch Englisch. Über die sozialen Medien sprach sich die Situation schnell rum, so dass nach kurzer Zeit Helfer vor Ort waren, die unter anderem selbst Migrationshintergrund hatten und deren Sprache sprachen. Alle Helfer waren hoch engagiert, haben z. T. bis zu 18 Stunden täglich am Bahnhof unterstützt, sich kurzfristig Urlaub genommen, o.ä. Ich selbst war immer nach meiner Haupttätigkeit vor Ort. Wir haben Bananen und Wasser eingekauft und die Menschen versorgt. Einige äußerten, sie wollen weiter in den Norden oder nach Schweden. Wir haben den Menschen die Informationen, die wir hatten, mitgeteilt. Der Großteil hatte kein Geld bei sich, so dass wir versucht haben, für die Familien eine angemessene Übernachtungsmöglichkeit zu schaffen. Es war kalt, sie schienen müde und hungrig. Sie taten uns leid. Wir alle haben ohne zu zögern geholfen, wo Not war. Nach einiger Zeit eröffneten die Hilfsorganisationen eine Notunterkunft. So waren wir damit beschäftigt, die Menschen am Bahnhof aufzuklären über die Lage und sie in die Notunterkunft zu begleiten. Irritiert war ich das erste Mal in folgender Situation: Als wir gerade die Situation vor Ort erklärten, schrie ein arabischer Mann mich auf Arabisch an – mein Übersetzer sagte mir, er hätte mich mit einem Wort für Ungläubige beschimpft und verflucht und will jetzt sofort sein Ticket nach Schweden von mir. Ich war sprachlos und irritiert. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wir Helfer standen neben unseren täglichen Verpflichtungen aus reiner Hilfsbereitschaft jede freie Minute am Bahnhof für diese Menschen. Wie kam er darauf, dass ich ein Ticket für ihn habe? Wieso dachte er, dass er Anspruch darauf hat, von mir ein Ticket zu bekommen? Wieso will er nach Schweden? Er kann doch froh sein, hier in Sicherheit zu sein? Ich konnte nicht weiter über die Fragen nachdenken. Zu groß war der Hilfsbedarf vor Ort. Zunehmend unterstützten wir die Hilfsorganisation in der Notunterkunft. Dort gab es warmen Tee, Wasser und Suppe mit Brot zum Abend. Ebenso gab es Klappbetten und wir verteilten Decken. Hier erlebte ich bei der Essensausgabe, wie ein Herr uns anschrie, weil irgendwas mit dem Tee ihm nicht passte. Wir waren 3 Frauen und hatten Angst, er würde den heißen Becher gleich nach uns werfen. In dieser Zeit begegneten wir dort Frauen, die angaben, aus unterschiedlichen Gründen allein nach Deutschland gekommen zu sein. Einige berichteten, ihr Mann wäre auf der Reise von anderen erschossen worden, andere erzählten, er wäre auf der Reise einfach ohne sie weiter, wieder andere Frauen sagten, sie sind vor ihrem Mann geflohen. Mein Eindruck von all diesen Frauen – so unterschiedlich sie waren – war, dass sie verängstigt waren. Einige erzählten unseren Übersetzern von Übergriffen, die sie erlebt haben. Sie weinten. An einem anderen Tag erlebten wir eine Gruppe irakischer Männer, die versucht hatten, von mir mehr Decken als vorgesehen zu erhalten, sie hatten trotz Übersetzer kein Verständnis, dass jeder nur eine Decke bekommen sollte. Sie hörten nicht auf, immer weiter zu fragen und gingen dann hinter den Ausgabetisch und nahmen sich einfach welche. Die Regeln und Organisation unsererseits schienen ihnen egal. Schließlich fragten sie einen Helfer nach Internet. Er gab Ihnen sein Smartphone und so buchten sie ihren Rückflug in die Heimat und verließen die Notunterkunft mit einigen arabischen Schimpfworten – die hörten wir so häufig, dass wir sie nach kurzer Zeit kannten. Die Gesamtsituation war für alle – Geflüchtete und Helfer – schwer. Daher versuchten wir, vieles nicht so ernst zu nehmen. Insgesamt wurde ich von September bis Dezember 2015 mehrfach angeschrien. In 2 Situationen hatte ich konkret Angst vor Gewalt gegen mich. Mehrmals fanden wir beim Durchgehen der Unterkunft Blutspuren – lange Blutspuren, wie ich sie bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Was war hier geschehen? Die Übersetzer – mittlerweile waren sie sehr geschätzte Freunde – entschieden sich, die Hilfe einzustellen. Ich fragte, wieso. Sie zögerten und sagten nur, dass die Leute keinen Respekt haben. Es sei anders als zu der Zeit, als sie damals nach Deutschland kamen. Ich war überrascht. Auch mir war eine Vielzahl von Situationen von Undankbarkeit und verbaler Gewalt bekannt, doch hatte ich immer die in den Medien dargestellten bedrohlichen Situationen im Kopf. Die armen Menschen… Sie rieten mir ebenfalls, mich zurückzuziehen, und das tat ich dann auch auf dieser Ebene.

 

Teil 2: erste Unterstützungsbemühungen zur Integration

Im Frühjahr 2016 bildeten sich in meiner Stadt Projekte im Zusammenhang mit den Geflüchteten. Ich bin grundsätzlich kulturell interessiert und so war ich auch hier interessiert, den Geflüchteten zu begegnen. Gerne wollte ich sie unterstützen und bei der Integration helfen. Mein erster Eindruck war, dass die Menschen sehr freundlich sind. Sie lächelten und zeigten sehr offen ihre kulturellen Bräuche. So haben wir arabisch gegessen, getanzt und versuchten einige arabische Wörter zu lernen.

An einem Abend veranstalteten sie in einer Halle ein Fest. Ich war beeindruckt, wie sie trotz ihrer – wie ich annahm – traumatischen Erlebnisse so fröhlich sein konnten. Sie tanzten arabische Tänze und sangen. Wir freiwilligen Helfer waren dabei, beobachteten die Stimmung und versuchten mitzufeiern. Befreundete Syrer und Libanesen, die lange in Deutschland leben, waren gemeinsam mit uns dort. Nach ca. einer Stunde veränderte sich die Stimmung. Einige der arabischen Männer gingen aktiv auf junge deutsche Frauen zu, tanzten sie an und wurden aus der Gruppe mit Klatschen und Rufen unterstützt. Die Frauen wurden in die Mitte gezogen, und um sie herum tanzten mehrere Männer. Ich konnte die Stimmung zunächst nicht richtig einordnen – welche Rolle hat diese Frau in der Mitte? Die außen herumstehenden Männer riefen arabische Worte und lachten. Meine arabisch sprechenden Freunde wollten plötzlich nachhause. Ich fragte sie, was los ist – nach mehrmaligem Fragen übersetzten sie die arabischen Rufe. Ich möchte die Übersetzung der Worte an dieser Stelle nicht wiederholen, doch kann ich sagen, es war der Frau und allen Frauen gegenüber, die nicht der islamischen Religion angehören, verachtend.

Ich war sehr geschockt, wie Menschen mir und allen anderen so nett begegnen können und gleichzeitig so verachtende Dinge über mich und alle anderen „Ungläubigen“ denken und laut proklamieren. In meinem ganzen Leben ist mir noch nie so eine grenzenlose Falschheit begegnet. Sie wussten, wir können ihre Worte nicht verstehen. Die meisten dort anwesenden „Ungläubigen“ hatten sehr viel Zeit und Mühe für diese Menschen investiert, die uns nun in aller Öffentlichkeit verachten und vorführen. Es gab auch immer wieder sehr nette Menschen, die vorgaben sehr gebildet zu sein. So nutzte ich die Gelegenheit, sie nach diesen Ereignissen zu fragen. Es war mir wichtig, diese Dinge zu verstehen. Sie antworteten, dass seien Menschen vom Dorf, sie hätten keine Bildung – wir sollten das nicht so ernst nehmen. Ich war in dem Moment erleichtert, nur eine Minderheit ohne Bildung. So unterstütze ich gezielt die Menschen, die mir vernünftig schienen. Konkret erinnere ich mich an einen Syrer, der vorgab als Lehrer in Syrien tätig gewesen zu sein. Er bräuchte dringend Arbeit, um seine Mutter, die noch in Syrien ist, zu unterstützen. Wir verabredeten uns in einem Cafe und besprachen, wie ich ihn unterstützen kann. Er sagte, er hat zuhause einen Laptop, auf dem seine Bewerbungsunterlagen sind, und das Einfachste wäre, ich käme zu ihm. Da ich nun schon einige Erfahrungen hatte und mich gezielt über die islamische Religion belesen hatte, fragte ich, ob das aus religiösen Gründen schwierig werden könnte. „Ich bin gebildet und weiß, wie das Leben in Europa ist. Keine Sorge!“, so die Antwort. Ich wusste, dass der Islam unterschiedlich ausgelegt wird, also nahm ich ihn beim Wort und wir trafen uns bei ihm. Er öffnete mir in Unterhemd und Jogginghose die Tür. Ich fragte ihn, warum er so rum läuft und ob er sich was überziehen kann. „Mir ist warm und wir (Syrer) laufen immer so zuhause rum.“ Mir war es im Grunde egal, ich hatte schon an unterschiedlichen Stellen kulturelle Eigenarten festgestellt – z. B. dauerhaftes Barfußlaufen zuhause –, die ich nicht alle nachvollziehen und aufklären konnte. So nahm ich es hin, und wir arbeiteten an den Bewerbungen. Als wir fertig waren, wurde er plötzlich sehr aufdringlich und nutzte seine körperliche Überlegenheit für seine offensichtlich doch anderen Interessen. Ich konnte mich durch Vehemenz unter Körpereinsatz befreien und wurde laut und sagte ihm ganz klar, sowas geht nicht. Er sagte mir daraufhin folgendes: „In unserer Kultur gibt es ein Sprichwort. Wenn ein Mann mit einer Frau allein ist, ist der Teufel auch im Raum. Das ist so. Jetzt habe ich sowieso schon gesündigt. Jetzt will ich auf jeden Fall noch was haben dafür. Das wäre so, als wenn jemand eine Bank überfällt, ins Gefängnis muss, und wenn er raus kommt, ist das Geld weg: Alles umsonst!“ Mir fiel dazu nichts mehr ein, und ich habe zugesehen weg zu kommen. Danach habe ich über diese Situation lange nachgedacht. Was ist das für eine Doppelmoral, die dieser gebildete Mann so selbstverständlich lebte? Immer noch war ich bestrebt, die Dinge zu verstehen. Immerhin sind nicht wenige in unserem Land, und sie scheinen alle sehr selbstbewusst.
Ca. 3 Wochen nach dem Vorfall bei dem Syrer zuhause rief er mich an, um mir mitzuteilen, er hätte ein Jobangebot. Trotz aller Ereignisse gratulierte ich ihm. Denn das war der Sinn des Bewerbungsschreibens und meiner investierten Zeit und Mühe. Er war darüber nicht froh. Ich fragte ihn zu den Rahmenbedingungen. Diese waren gut. Er hatte einen vom Bildungsministerium anerkannten Bachelorabschluss, und so wollte ihn die Firma einstellen. Das heißt, er hätte sein Auskommen gehabt. Er kritisierte den Fahrtweg. Es waren 35 km. Das wäre zu weit, außerdem möchte er in eine bestimmte Firma xy. Ich erklärte, dass das erstmal ein Einstieg sein kann, er sich jederzeit weiter entwickeln kann, dann allerdings schon ein Zeugnis und Berufserfahrung vorweisen kann, was immer wichtig und hilfreich ist in Deutschland. Er lies mich reden, um dann zu sagen: „Ich will in die Firma xy. Alles andere mach ich nicht.” Er sagte mir, es wäre meine Schuld, wegen mir hat er nun das Angebot der Firma und das Jobcenter droht ihm deswegen mit Leistungskürzungen. Er sagte mir, er werde das schon regeln. Das glaubte ich ihm, denn aufgrund von sehr genauen Fragen anderer Geflüchteter hatte ich inzwischen den Eindruck gewonnen, dass sie sehr gut vernetzt sind und alle Lücken im Sozialsystem kennen. So löste er das Problem und bezog weiterhin Leistungen vom Jobcenter. Ich erinnere mich gut, wie ich trotz allem versuchte, Verständnis zu haben. So sagte ich mir: „Wenn er das so gelernt hat, weiß er es nicht besser.“ Ich hatte durch die politischen Äußerungen in den Medien den Eindruck, es wird von mir als Deutsche erwartet: Verständnis. Toleranz. Unterstützung.

Über Kontakte erfuhr ich später, dass einige Syrer Umzugshilfe anbieten. Der besagte Herr war ganz vorne mit dabei. So verdienten sie genug Geld, was sie bar bekamen und nicht beim Jobcenter angaben. So haben sie mit dem ALG II gutes Auskommen.

Selbstbewusst auftreten und dann Geld vom Sozialstaat fordern? Ich fragte mich: „Wie passt das alles zusammen?“ So begab ich mich auf die Suche nach Menschen aus diesem Kulturkreis, die selbst im Islam erzogen wurden und später zum christlichen Glauben konvertiert sind, und besprach diese Erlebnisse mit Ihnen.
Sie erklärten mir Folgendes:

Der Islam teilt die Menschen in gläubige Muslime und Ungläubige. Zu den Ungläubigen gehören Andersgläubige und Menschen, die gar nicht an Gott glauben. Ungläubige (Kufr) sind wertlose Menschen. Gläubige Muslime, die fünf Mal täglich beten, nehmen von Kufr keine Speisen und Getränke an. Ziel ist, alle Menschen zum Islam zu führen – wenn nötig mit Gewalt. So kam es regelmäßig in einem sozialen Stadtteil-Café, in dem ich ehrenamtlich tätig war, vor, dass Syrer hineinkamen und wir Ihnen wie allen anderen auch kostenlos etwas zu trinken anboten. Jedes Mal wurde freundlich abgelehnt mit der Begründung, gerade etwas getrunken zu haben. Der Bauch sei voll hieß es. Es wirkte so freundlich und authentisch – ich wäre damals nie auf die Idee gekommen, dass das Ablehnen religiös motiviert war. Ich verbrachte einige Zeit mit der Familie, und immer wenn wir bei anderen Muslimen waren, wurde freundlich angenommen und bei uns immer abgelehnt. Auf einer von den Helfern organisierten Feier gab es ein großes Buffet. Auch hier wurde über den ganzen Abend nichts gegessen oder getrunken. Ich erfuhr, dass Lügen gegenüber Ungläubigen erlaubt sind. Ebenso sind Lügen auch erlaubt, wenn es dem Frieden dient.

Lügen, wenn es zum Frieden dient, – wer soll das denn entscheiden? Diese Frage stellte ich Muslimen. Eine eindeutige Antwort habe ich nicht bekommen. Vielmehr wurde dieser Aspekt zunächst abgestritten und erst wenn ich detaillierter mein Wissen offengelegt hatte, gaben sie das zu.

Durch Kontakte und Hilfsangebote erlebte immer wieder einzelne Geflüchtete – aus meiner Sicht sind es zu 80 Prozent alleinreisende Männer, die mir gegenüber fordernd auftraten: „Gib mir dein Auto ich muss für meinen Führerschein üben!“ oder „Du musst jetzt jeden Tag mit mir Deutsch lernen ich habe in 2 Wochen Prüfung!“. Ich fragte, wie er dazu komm, solche Forderungen an mich zu stellen. Er sagte: „Deutschland kann froh sein, dass wir hier sind! Ohne uns war Deutschland vorher kaputt. Es gab keine Menschen. Wir retten Deutschland. Dafür muss Deutschland uns was geben. Die Deutschen sind dumm – alle arbeiten nur und haben keine Familien.“ Diese Aussage erklärt alle großen und kleine Eindrücke, die ich in 3,5 Jahren Flüchtlingshilfe gesammelt habe. Sie denken, wir schulden Ihnen etwas, daher die ständigen Forderungen. Mercedes vom Jobcenter, sonst wird nicht gearbeitet, Deutschkurs nur in der Stadt wo Freunde leben – damit Jobcenter die Fahrkarte zahlt, die am Wochenende weiter verkauft wird – und an den Tagen, wie sie wollen. Arbeit nur in einer ganz bestimmten Firma. Wenn Ramadan ist, gar nicht oder bestenfalls nur nach bestimmten Vorgaben. Dass unser Sozialsystem für Hilfsbedürftige in Notlagen ist und ebenso finanziert werden muss, konnten oder wollten diejenigen, mit denen ich sprach, nicht verstehen. Ich habe bis heute nicht verstanden, woher dieses Bild vom „unendlichen Reichtum ohne Gegenleistung“ kommt. Es begegnet mir immer wieder. In einer Diskussion sagte ein Mann aus Afghanistan: „Die Deutschen sitzen nur auf der Straße!“ Er bezog sich auf einen sozialen Brennpunkt, in dem seine Schule war. Offensichtlich war ihm entgangen, dass es noch andere Deutsche gab.

Ich verfolge hin und wieder die Helfernetzwerke in den sozialen Medien und stelle fest, dass viele der Helfer mittlerweile die gleichen Erfahrungen wie ich machen und enttäuscht sind. Sie organisieren über Kontakte Praktikumsplätze, Fahrräder, Wohnungen, Möbel und Kleidung – doch häufig werden die Sachen abgelehnt ohne Begründung oder mit der Begründung „Ich hätte gern ein neues, größeres, o.ä.“. Insbesondere der Wohnungsmarkt ist sehr überlaufen mit Nachfragen. Ich habe mehrfach erlebt, dass Syrer mir erzählten, sie bekommen keine Wohnung, weil sie Syrer sind. Bei Nachforschungen stellte sich dann heraus, sie kamen zu spät zur Besichtigung, hatten die gemeinsam vorbereiteten Unterlagen nicht dabei, o.ä. Ich habe mehrfach versucht, das zu erklären und auch, dass auf ein Wohnungsangebot 30 Bewerber oder mehr kommen und es klar ist, dass nicht jeder die Wohnung bekommen kann. Das konnten sie nicht annehmen. Da einige wirklich Druck machten, dringend eine Wohnung zu brauchen für die Familie, haben wir über Kontakte geeignete Wohnungen für diese Familien organisiert. Diese Wohnungen hatten ausreichend Platz nach Deutschen Standards – z. B. für 2 Kinder 4 Zimmer etc. –, doch am Ende wurden diese Wohnungen einfach abgelehnt. Gründe konnten sie nicht benennen. Ich musste feststellen, dass es so dringend dann wohl doch nicht war.
IMG_7511_Ehrenamliche sortiert Spenden fuer ContainerheimBeeindruckt war ich zunächst von der von Helfern auf Spendenbasis organisierten Kleiderkammer. Ich erinnere mich noch gut, wie viele Menschen sich mit viel Zeit und Fürsorge für die Kleidung engagierten. Noch nie habe ich ein so geordnetes Lager gesehen. In meiner hauptberuflichen Tätigkeit arbeite ich mit benachteiligten Erwachsenen, meist deutschen Menschen. Sie brauchen auch Klamotten und das Geld ist häufig sehr knapp. Für sie ist die Kleiderkammer des roten Kreuzes oder andere Sozialkaufhäuser Anlaufstelle. Wir sind dankbar für diese Möglichkeit, doch im Vergleich zu der Auswahl, die in der Kleiderkammer für die Geflüchteten geboten wurde, ist das ein Witz. Die Kleiderkammer hatte so viele Sachen, vor allem sehr gut erhaltene und hochwertige Markenklamotten. Als Hauptansprechpartnerin für viele Helfer war ich häufig beauftragt, Kleidung zu besorgen. Die Hemden, Sportschuhe und Jeans, um die es sich hauptsächlich drehte, waren den Geflüchteten, für die sie gedacht waren, in 9 von 10 Fällen nicht annehmbar. Man hätte sich lustig gemacht über Karomuster (eine renommierte Marke, Neupreis des Hemdes 95,-) und unpassende Sportschuhfarben. Ich erinnere mich, wie ein anderer Helfer 15 Paar Schuhe holte, um auf die „Bedürftigen“ und ihre Interessen einzugehen – am Ende wurde 1 Paar angenommen, über alle anderen wurden gelacht. Ich meine hier keineswegs alte abgetragene Schuhe – an den meisten hing sogar noch das Preisschild. Passende Größe, gängige Sportmarken – nichts wurde anprobiert.

Damals (2016) hatte ich das erste Mal den Gedanken, dass die Lage in Deutschland kippen könnte. Toleranz? Ja – aber bis zu welchem Maß? Selbstverleugnung eigener Werte? Bedürftigen Menschen helfen ja – das ist sicher gut für unsere gesellschaftlichen Werte – teure Markenprodukte, die nicht gut genug sind, die sich Sozialhilfeempfänger, die Deutschland als ihre Heimat sehen, wünschen würden, weil sie im Winter keine geeignete Jacke haben und frieren. Zu den Angeboten für die Geflüchteten haben sie keinen Zugang – das kann es nicht sein und ich wusste und weiß bis heute nicht, wie ich das meinen Klienten erklären kann.

 

 

©copyright 2019 Initiative an der Basis

VIDEO: Christiane Soler – Erfahrungsbericht einer ehemaligen Flüchtlingshelferin: „die Lügen der Politiker“ (Initiative an der Basis)

Christiane Soler, von der Initiative an der Basis, berichtet über ihr ehemaliges Engagement als Flüchtlingshelferin und erklärt, warum sie aufgehört hat.

(Video©Rebecca Sommer, Sommerfilms)

„Ich habe mit meinen Landsleuten tiefes Mitleid bekommen. Die werden einfach ausgeplündert von Leuten, die darauf überhaupt kein Recht haben. Ich bin von Frau.. von unseren Politikern benutzt worden und das nehme ich ihnen sehr übel“.
(Christiane Soler von der Initiative an der Basis)

„Warum ich aufgehört habe? Weil ich die Undankbarkeit so leid war“, erzählt Christiane Soler von der Initiative an der Basis. Auch sie glaubte anfangs den Politikern und Medien, es seien alles hilfsbedürftige Flüchtlinge. Dann aber stellte sie fest, dass dem nicht so ist und manche sogar enorme Gelder zuhause gelassen hatten, um hier ohne jedes schlechte Gewissen von der Sozialhilfe leben.

Frau Soler berichtet von der respektlosen Behandlung durch moslemische Asylbewerber, die sie angeschrien hätten, warum ihnen der Staat dieses oder jenes noch nicht gegeben hat, obwohl ihnen das zustünde, von Ahmad, dem Afghanen, der für alle seine Landsleute in der Containersiedlung die Fluchtgeschichten erfindet, die dann bei der Befragung im BAMF vortragen werden.

Sie berichtet von pakistanischen Asylbewerbern, die sich durch Schwarzarbeit in Restaurants im Monat 800 bis 1000 Euro hinzuverdienen, ihr ins Gesicht lachten und meinten, Deutschland würde sie nie mehr los werden, weil sie keine Papiere hätten und Pakistan sie nicht zurücknimmt.

Sie berichtet von Rassismus, dass die Afghanen die Pakistani und die Iraner hassen, die Syrer wiederum keine Afghanen mögen und die Afrikaner südlich der Sahara nicht mit den Nordafrikanern auskommen.

Sie berichtet von einem Somali, der seit sieben Jahren in Deutschland lebt, kaum Deutsch gelernt hat und nie abgeschoben werden konnte. Eines Tages riefen die Eltern aus Somalia an und teilten ihm mit, dass sie nun pflegebedürftig seien und seine Hilfe brauchen. Innerhalb einer Woche hatte er dann seine Wohnungseinrichtung verkauft, die Rückkehrprämie und das Flugticket von den deutschen Behörden kassiert, sich im Schnellverfahren von der somalischen Botschaft einen Pass ausstellen lassen, und weg war er.

Sie berichtet von Grünen, die ihr die Verletzung eines „Schweigegelübdes“ vorwarfen, als sie anfing sich über die Asyl-Migrations-Problematik zu äußern.

„Was gar nicht mehr akzeptiert wurde, war, dass ich anfing, öffentlich darüber zu sprechen, was ich erlebt hatte. Die haben versucht, herauszufinden, wer ich bin und wen sie kontaktieren müssen, um mich zu denunzieren. Ich halte das für eine sehr ungute Entwicklung in Deutschland. Es kanns nicht sein, dass man stigmatisiert wird, wenn man vom „Flüchtlingsglauben“ abweicht. Als ich angefangen hatte, öffentlich zu sprechen, bin ich von Grünen angeschrieben worden (…), ich sei mies, ich hätte ein Schweigegelübde. Wenn ich Flüchtlingen geholfen hätte, hätte ich über all meine Erlebnisse zu schweigen.“

Doch Christiane Soler ist nicht umsonst Teil von unserer Initiative an der Basis,

denn:

Wir sind Lehrkräfte, Erzieher, Ehrenamtliche, Sozialarbeiter, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologen, Ärzte, Polizisten sowie säkular und kritisch eingestellte Geflüchtete und Migranten. Wir alle sind Engagierte, die haupt- oder ehrenamtlich mit Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten und haben teilweise selber einen Migrationshintergrund.

Wir erleben aufgrund unserer Arbeit an der Basis bzw. unserer eigenen Erfahrungen täglich die Auswirkungen der Asyl-/Migrationspolitik sowie der fehlenden politischen Unterstützung.

In unserer Arbeit an der Basis bzw. in unserem täglichen Leben werden wir regelmäßig mit Problemen und Missständen konfrontiert, die bislang in der öffentlichen Debatte zum Thema “Migration und Flucht” als Einzelfälle oder gar Ausnahmen deklariert werden. Dabei handelt es sich eben nicht um Ausnahmen, wie wir anhand unserer Erfahrungen feststellen können.

Es ist uns ein dringendes Anliegen, unsere gesammelten Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu bringen.

Um Probleme anzugehen, ist es erforderlich, diese offen und ehrlich zu benennen, um dann eine sachliche Debatte darüber zu führen, wie diese (vor allem auch auf politischer Ebene) gelöst werden können.

Wir von der Basis sehen uns in der Verantwortung, mit unserem – von vielen Menschen zusammengetragenen – Erfahrungsschatz wie auch erarbeiteten, möglichen Lösungsvorschlägen zu dieser Debatte beizutragen.

„Wenn man vom „Flüchtlingsglauben“ abfällt, dass man so stigmatisiert wird. Das kann nicht angehen.“ Es kann nicht sein, dass ich meine eigenen Landsleute nicht vor Gefahren warnen darf“.

(Christiane Soler, Initiative an der Basis)

Martyn Ringk: Erfahrungsbericht eines Erziehers in Erstaufnahme- und Clearingstellen für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche (Initiative an der Basis)

Martyn Ringk war Erzieher in Berlins Erstaufnahme- und Clearingstellen für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche (EAC für umF), und ist Teil unserer Initiative an der Basis

Von Martyn Ringk, Juni 2019     –    TEIL 1

Wupperstraße 17-Erstaufnahme- und Clearingstellen für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche

Es sind wenige Minuten nach sechs Uhr früh. Es ist Dienstag der 7.7.2015.
Zwei Wochen zuvor habe ich meinen Arbeitsvertrag, der mir kontinuierliches hohes Gehalt verspricht, unterschrieben. Bei der Zeitfirma DIWA, die seit einigen Monaten wie am Fließband, Erzieher und Betreuer unter Vertrag nimmt. Ihr Auftraggeber heißt FSD – Stiftung zur Förderung sozialer Dienste. Im Bundesland Berlin betreibt sie die Erstaufnahme- und Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche, kurz abgekürzt EAC, mit seiner Hauptstelle und der Nebenstelle im Berliner Stadtgebiet. Erst wenige Monate nachdem die Kanzlerin in einer Nacht- und Nebelaktion sich über die Interessen anderer europäischer Mitgliedsstaaten hinweggesetzt hat, werden eine Vielzahl von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe es ebenfalls anstreben ein Clearingverfahren für umFs anzubieten. Die überforderte und unkoordinierte Berliner Regierung schaut angesichts der auf sie zu rollenden Probleme lieber weg: Kinder und Jugendliche unbeaufsichtigt in Hostels oder anderen Unterkünften, keine Anwendung der medizinischen Altersbestimmung, weil es politisch nicht passt; kaum Kontrolle des Personals in den Unterkünften, wer da überhaupt auf die Kinder/Jugendlichen losgelassen wird. In Sachen Erstaufnahme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ist die von der FSD betriebene EAC die Erstanlaufstelle in Berlin. Genau da wo ich arbeitete.
Zurück zum Geschehen am ersten Arbeitstag. Ich stehe im viel zu kleinen Eingangsbüro der Erstaufnahme der Wupperstraße 17-21 mit den grauen Büromöbeln und bin damit beschäftigt den Leuten ständig ausweichen zu müssen, die hektisch, leicht aggressiv, umherhuschen. Alle wirken so beschäftigt. Viel zu viele Leute in einem viel zu kleinen Büroraum. Ich fühle mich deplatziert. Das ist der erste Eindruck meines ersten Arbeitstages, als einer der vielen neu eingestellten Erzieher in der Wupperstraße in Berlin-Zehlendorf. Ich war einer von so vielen Erziehern, die kamen und gingen, gekündigt wurden oder selbst kündigten, weil sie die Verhältnisse in dieser Hauptstelle der Erstaufnahm für umFs des Landes Berlin nicht mehr er- oder mittragen wollten, sollten und konnten. Nach den ersten neun Monaten während meine Arbeitstätigkeit dort, werden ungefähr 18 MitarbeiterInnen von insgesamt 45 MitarbeiterInnen nicht mehr mit diesem Arbeitsplatz konfrontiert sein. Nach wenigen Minuten werde ich angesprochen von einer Mitarbeiterin, die eine Woche zuvor mit der Arbeit in der Erstaufnahmestelle begonnen hat. „Du bist neu“. Ich antworte mit einem kurzen Ja und gebe mit meinem erschütternden Gesichtsausdruck über diese Situation zu verstehen, wie ich diese Situation finde – ein tragikomisches Bühnenstück. Sie stimmt mir mit gleichem Gesichtsausdruck zu.
Bühnenstück!??? Gemeint ist die Flüchtlingskrise, die erst wenige Monate später, ausgelöst vom damalige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, so genannt werden wird. Bis Ende Dezember 2016 werden insgesamt etwa 1170000 Flüchtlinge/Migranten nach Deutschland gekommen sein, wie es das BAMF https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2017/01/asylantraege-2016.html) schätzt. Für die Erstaufnahmestelle in Berlin heißt das, dass ab Juli 2015 die Zahlen der unbegleiteten Minderjährigen stetig ansteigen werden und im Oktober den Höhepunkt erreicht haben werden.

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Zur damaligen Zeit setzte die Polarisierung in der Flüchtlingsdebatte ein. Es herrscht allgemeine Verwirrung und taumelndes Jubeln im Land. Allgemeiner Ausdruck davon ist das hohe Aggressionspotenzial der KollegInnen (ein Zerfleischungsarie zwischen angestellten SozialarbeiterInnen, der Hauptanzahl von neuangestellten ErzieherInnen und BetreuerInnen über die Zeitarbeitsfirma DIWA, und den alteingesessenen ErzieherInnen). Nichts im Arbeitsverhältnis ist stabil. Alles ist fluktuativ.
Eine Widerspiegelung der Vorkommnisse und Tatsachen in Deutschland im Kleinen. An diesen Reaktionen zeigt sich täglich was alles schief geht: Von da oben heißt es wir schaffen das und schafft damit Tatsachen, die andere zugeschoben bekommen und ausbaden müssen. Darüber soll dann geschwiegen werden. Ausdruck von Übergriffigkeit auf der einen Seite und hohem unterdrückten passiven Aggressionsvolumen auf der anderen Seite. Verhältnisse, die mich sehr an die DDR erinnert haben in diesen Zermürbungsverhältnissen, wo die jeweils eine Seite von der anderen Seite nicht loskommt und loskommen will.
Zudem sind wir mehr oder weniger jeden Tag der Aggression der umFs ausgeliefert.
Wegen der falschen Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen über Deutschland aber auch dem hohen Erwartungsdruck und -anspruch der Familien, die noch in der Türkei, Syrien oder Afghanistan verblieben sind, die auf den Kindern und Jugendlichen lastet.
Immer fragt man sich bei Arbeitsbeginn wen und wie wird es heute treffen wird. Das Aggressionspotential ist hoch. Auf beiden Seiten. Auf der Seite der „geflüchteten“ Kinder/Jugendlichen und auf der Seite, die die helfen. Es sind Gründe wie Überwältigung – angefangen von denen da oben in der Regierung – die Ihre Illusionen gegen die Wirklichkeit und den Auswirkungen ihres Handelns (einseitige Grenzöffnung) durchsetzen. Und die dann die Hierarchien und Ebenen nach unten weitergegeben werden, worauf die Betroffenen jeweils entweder mit Trotz, Verhinderung, Gewährenlassen in ihrem Handeln, Frustrationen (besonders bei Ansprechen der wirklichen Tatsachen bei dieser katastrophalen Migrationsthematik/-politik und der Erwiderung mittels Mundtotmachen und Diskreditierung) reagieren, oder in die andere Richtung schlagen: Aktionismus, Heroismus. Bei allem spielt der kühle Kopf keine Rolle. Was zählt ist das Herz, die Stimmung, die Affektivität. Das lenkt von inneren Problemen ab, die nicht angegangen werden sollen. Dann ist es der Aspekt des Gebens und Nehmens, des Versorgens und des Versorgtwerdens. Absolute Schieflage. Und deshalb ging es schief und wird es auch weiterhin gehen, wenn das Verhältnis in Deutschland politisch und gesellschaftlich in solch einer Schieflage ist, wenn Politik etc. sich nicht mehr an der Wirklichkeit orientiert, sondern nur noch an Idealen, weil sie mit der Wirklichkeit nicht mehr zurechtkommt und kommen will.
Treffend analysiert hat das wenige Tage nach man es hierzulande echt geschafft hat mit frenetischen Jubeleien, bei dem man Flüchtlinge/Migranten in Deutschland mit Kuscheltieren zugemüllt hat und kollektiv wieder das Selbstwertgefühl anheben konnte, der Psychoanalytiker Hans-Joachim-Maaz. Er sprach von der tiefen Krise, in der sich das Land aufgrund der Unehrlichkeit und Derealismus in der Flüchtlingsdebatte und attestierte den Deutschen eine narzisstische Normopathie (https://www.cicero.de/innenpolitik/stimmungsumschwung-fluechtlingsfrage-mutti-unter-druck/60396). Auf der einen Seite dieser normophatischen Störung, als Resultat von Schuldabwehr werden kollektives und unhinterfragtes, falsches oder irriges Denken und Handeln freigesprochen und damit zur Normalität. Auf der anderen Seite werden Zweifler, Kritiker, und „Ausscherer“ ausgegrenzt, gesellschaftlich/meinungstechnisch verbannt und mit Begrifflichkeiten wie rechtsextrem, Dunkeldeutscher, rechtspopulistisch und fremdenfeindlich gebrandmarkt. Was zählt ist die Moral, die richtige oder die falsche Seite, auf der man sich zu befinden haben oder eben nicht. Dieses Gut-Böse-Schema sind Ausdruck von etwas extremistischen, die für das Land hochexplosiv sind. Entweder wird geschwiegen oder im Stillen geschimpft.

Geschwiegen habe ich nicht. Geschimpft viel.
Aber ich wollte verstehen warum das so ist wie es ist, wie es sich mir zeigt. Gezeigt hat sich, dass die überwiegende Mehrheit der umFs männlich ist. Weibliche Flüchtlingskinder fast gar keine. Erst mit der Eröffnung der Zweigstelle in Berlin-Wilmersdorf wurde in der dortigen komfortablen Unterkunft extra eine Mädchenetage eingeführt, gerade wegen des Schutzes vor internen Übergriffen.
Fast nur männliche Flüchtlinge. Das war eine Auffälligkeit. Bringt man doch Krieg damit in Verbindung das Männer kämpfen und für die höhere Sache sterben und Frauen und Kinder die Leidtragenden sind. Zwar handelt es sich hier nicht um Personen im wehrfähigen Alter (nach hiesigen Kriterien), so ist doch letztendlich diese Erklärung, bei all den anderen Erklärungsmöglichkeiten, die sinnigere.
Also, wieso sind etwa mehr als 90 Prozent der umFs männlich? Und wo sind die Mädchen? Um Krieg ging es bei allem was ich erfahren habe, so gut wie nie als Hauptgrund. Es ging um Migration. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden die Kinder geschickt.
Heute wie damals zwischen Juli 2015 bis März 2017 ist es hauptsächlich um die finanziellen Gründe gegangen. Immer wieder habe ich anhand der Aussagen in der Personenakte unter der Rubrik Anamnese gelesen habe, dass Kinder und Jugendliche, die aus dortigen Verhältnissen geschickt wurden, um hier dann Fuß zu fassen: Diese Kinder und Jugendlichen entstammen in überwiegender Zahl der dortigen Mittelschicht. Das heißt Schulbildung bis zur 8. Klasse im Durchschnitt (In Afghanistan weniger Jahre, in Syrien in der Regel bis zur 9. Klasse). Fast immer ist in den Akten zu lesen, dass das Eigentum für die Aufwendung der „Flucht“ veräußert wurde, um irgendwie (mit Schlepper oder ohne) nach Deutschland zu kommen. Die arme Unterschicht aus Syrien oder Afghanistan hat es so gut wie nie nach Deutschland geschafft. Entweder kommen die Afghanen nicht aus dem Iran heraus, wo es ihnen mehr schlecht als recht geht. Oder wie bei den Syrern hängen in den Flüchtlingslagern der Nachbarländer Syriens fest. Das sind dann meist die zurückgelassenen Frauen mit ihren Kindern, wo sich Horden von Männern alleine auf den Weg gemacht haben.

Immer wieder war in den jeweiligen Akten zu lesen, dass „der Vater entschieden hat, dass ich gehen soll“. Das heißt, dass meist der älteste oder zweit älteste von den unter 18Jährigen Jungen durch das Familienoberhaut, also dem Vater, nach Deutschland geschickt wurde. Mit Mädchen wurde sowas nie gemacht, liegt doch die Angst viel zu tief, dass das Mädchen in der Fremde ihren eigenen Willen entdeckt und zur Gefahr der Familienehre wird. Darum also so gut wie nur männliche Kinder.
Die Bedrohung durch den Krieg war bei den allermeisten (aus Syrien, Afghanistan, Irak um die großen Hauptgruppen zu nennen) nicht unmittelbar sondern mittelbar. Das bestätigen, die fast identischen Aussagen der allermeisten. Darum fiel es eben auf, wenn Jugendliche Kinder durch den Krieg direkt bedroht wurden: Durch Androhung oder schon stattgefundener Entführung, Bedrohung durch Mord, weil Eltern oder nahe Angehörige politisch aktiv waren. Das war aber eine Minderheit der Kinder und Jugendlichen, die durch ihr Verhalten diametral zur Masse der anderen Kinder/Jugendlichen in der EAC auffiel. Das war individualisiert. Im auffälligen/extremen Sinne. Aber nicht kollektiviert.

Natürlich fehlt noch die Gruppe der Kinder/Jugendliche, die gar keine waren oder mit hoher Sicherheit keine waren. Ich bleibe bei alldem was ich da über die Zeit erfahren habe, nach wie vor bei dem Punkt, dass es sich von allen Kindern/Jugdl. um eine Anzahl von etwa 35 Prozent hält, die sich nicht mehr im Jugendalter befunden haben. Auch unter Berücksichtigung von sauerstoffarmer Höhenluft, harter Zweiter- oder Dritterweltlebensumstände, kann ich definitiv sagen, dass dies keine Jugendlichen waren, sondern Erwachsene. Denn es war ja in dieser Zeit (und ist es auch noch heute), absolut lukrativ ins Kinder- und Jugendhilfesystem Deutschlands zu fallen: Garantierte materielle Versorgung, keine Abschiebemöglichkeit bis mindestens zum 18 Lebensjahr und älter – und damit eine Garantie für die zurückgebliebene Familie auf finanzielle Absicherung.
Bis heute kann ich sagen, dass die finanzielle Absicherung und das erst Möglichmachen durch die Grenzöffnung und die Lockrufe der Kanzlerin, diese Migration unter anderem erst so richtig in Fahrt gebracht haben. Denn nicht ohne Grund haben viele Kinder/Jugendlich/Erwachsene ihre „stabile“ (darum auch von 2015 bis Mitte 2016 die hohe Anzahl von umFs mit türkischem Sprachwissen, plus Arbeitsverhältnissen) Situation in der Türkei aufgegeben, um sich in Richtung Deutschland in Marsch zu setzen. Um dann hier ohne Papiere; aber fast immer mit Handy, die den Zweck des Familienkontakts und der Kontrolle der zurückgelassenen Familien über die nach Deutschland verschickten Minderjährigen zu haben und zu behalten; aufzuschlagen.
Auch hierbei steht die Beauftragung und Aufforderung des Familienoberhaupts im Vordergrund. Die umFs bildeten solange sie im SGB VIII (Kinder- Jugendhilfesystem) waren einen Türöffner in monetärer für die Familien. Durch die Inanspruchnahme des SGB VIII wurde auch ein Grundstein für die Zukunft dieser umFs und ihrer Familienbande gelegt. Die umFs hatte nämlich Anspruch auf eine Berufsausbildung. Was heißt eine Chance auf einen geregelten, finanziell abgesicherter Einkommenszufluss. Nicht nur für die umFs selber, sondern auch für die restlichen Familienmitglieder. Das sind enorme Synergieeffekte.
Eine Familienzusammenführung mit den hierlebenden Verwandten haben die meisten Minderjährigen nicht erleben können. Oftmals wurden Gründe der hier lebenden Verwandten wie, „zu enge Wohnverhältnisse“ angegeben, so dass eine Familienzusammenführung auffällig sehr oft nicht stattfand. Die religiöse Pflichterfüllung der Verwandten durch das Gewähren von Wochenendbesuchen der Minderjährigen bei ihren Verwandten, war eben wichtiger als die umFs bei sich aufzunehmen.
Dennoch war und ist es für die umFs oder heutigen Erwachsenen natürlich auch schwer. Es ist die Fremde. Die Menschen stehen in einem ständigen Spannungsverhältnis: Zwischen althergebrachtem Kollektiv in der islamischen Welt und dem individuellen Anspruch in der westlichen industriellen Welt.
Auch 2015, 2016 und 2017 konnte ich unter anderem diese enorme Belastung bei den umFs in der Erstaufnahmestelle Wupperstraße und dann in der später in einer weiteren Erstaufnahmestelle Prinzregentenstraße (Berlin-Wilmersdorf) sehen. Diese Zerrissenheit, diese ständige Anspannung, die sich durch Gewalt unter anderem Bahn warf. Gewalt untereinander und gegen die Angestellten (Erzieher, Sozialarbeiter, Betreuerungshelfer, SicherheitsmitarbeiterInnen wie es sie in der EAC gab? war an der Tagesordnung. Schnell sind die unterschiedlichen kulturell religiösen Abgründe zu Tage getreten:
• Permanente Krisensituation (verbale und körperliche Gewalt) waren in der Erstaufnahmestelle an der Tagesordnung.
• Lange im Bett bleiben und bis um 3 Uhr Nachmittag zu schlafen, statt zum Deutschkurs zu gehen. Keinerlei berufliches Interesse für die Zukunft, stattdessen lieber an angesagten Orten in Berlin (Alexanderplatz, Kottbusser Tor) abhängen, weil sie hier schon eine Freundin finden werden, auf deren Kosten sie leben wollen.
• Auch in der Fremde die Tradition und den Glauben auf gar keinen Fall ablegen und islamische Konflikte hier austragen (Schiiten gegen Sunniten – Syrien gegen Afghanistan).

Ramadan war in der Einrichtung in den Jahren, als ich dort arbeitete, immer ein Dauerausnahmezustand.
Die Welt stand dann Kopf.
Die Kinder und Jugendlichen wollten dann beweisen, dass sie in der Fremde in Sachen Glauben die 120prozentigen sein müssten. Soziale Kontrolle war tagtäglich unter den Minderjährigen an der Tagesordnung.

Weibliche Minderjährige waren eine Seltenheit und für sie war das Leben in der Einrichtung, dominiert von männlichen Flüchtlingen, ein besonderer Spießrutenlauf. Wenn sie nicht von oben bis unten und auffällig hochwertiger Halal-Mode vor Ort in der EAC waren, war es doch mal eine Ausnahmeerscheinung einen weiblichen Flüchtling ohne Kopftuch zu sehen. Das Leben wurde dann zur Tortur. Ständige Nachstellungen, Anmachen, Begrapschen, Anfeindungen war für die Jungs und Jungmänner ganz selbstverständlich.

Bei all den inneren Irrigkeiten in der Einrichtung, gab es die äußeren. Das war und ist boomende Flüchtlingsindustrie, die als selbsternannte Anwaltschaft die Flüchtlinge um jeden Preis braucht. Angefangen von Anwälten und Flüchtlingsorganisationen, Heim- und Hostel- HotelbesitzerInnen über die bezahlten SozialarbeiterInnen, Erzieher und Betreuer, DeutschlehrerInnen bis hin zu den doch fragwürdigen Securitymitarbeiter oder der Dolmetscherbranchen. Jeder profitiert davon.
Natürlich! Ich auch.
Es wurde Stimmung gemacht. Heute ist es das Thema Abschiebung, die unzumutbar ist und am besten abgeschafft gehört wie die Flüchtlingsorganisationen und -helfer und helfeshelfer propagieren. Als ich mit der Arbeit anfing war es die Altersbestimmung von besonders Minderjährigen. Diskreditiert wurden nicht nur die Mediziner und Verfechter vom BumF (Bundesfachverband für minderjährige Flüchtlinge) und anderen, sondern diese Untersuchungsmethode selbst.
Alles ohne System. Viel Wirrwarr. Vom Wirrwarr gekennzeichnet waren auch die kopflosen Behörden. Oder vielleicht auch mit System? So ist es für mich bis heute nicht nachvollziehbar, dass bei der amtlichen Inaugenscheinnahme seitens des Senats – so hieß die Befragung seitens des Senats für die umFs – kontinuierlich die umFs als minderjährig eingeschätzt wurden, obwohl doch zu ersehen war, dass eine gewisse Anzahl nicht minderjährig war. In den Aktenbemerkungen der Inaugenscheinnahme aus den Zeitraum 2015 bis 2017 ist nur diese Art der Feststellung vermerkt. Alles wurde ungefragt anerkannt und durchgewunken. Aber naja wen juckt es auch. Ist es ja nur das Geld des Steuerzahlers. 179 Euro pro Tag. Soviel kostete übrigens der Tagessatz für eine Person pro Zimmer. Verpflegung und anderes nicht einberechnet. Man sieht also wieviel Geld Unterkunftsbetreiber damit machen konnten. Heute sind diese umFs von damals im Betreuten Wohnen vieler Träger untergekommen. Mit einem ähnlich hohen Tagessatz.

Ich kann heute rückblickend sagen, was ich mich damals ansatzweise während meiner Arbeitszeit dort in der EAC fragte, dass die zuständigen Behörden in Sachen Kinderschutz leider auch stellenweise durch diese chaotische Situation in diesen Jahren versagt haben. Als ab Juli 2015 die Zahl der umFs stark anstieg (teilweise mussten sie auf Decken auf dem Boden schlafen) und es gar keine Anschlussunterbringung gab, wurden die unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen in Hostels untergebracht. Vor Ort war meist kaum pädagogisches Personal, so dass salafistische Security-Mitarbeiter auf sie einwirken konnten sowie Drogenhändler und Pädosexuelle leichtes Spiel hatten an die Kinder und Jugendlichen heranzukommen. Zu erwähnen ist auch die Problematik, das aufgrund des inadäquaten Schutzangebotes ein Teil der Jugendlichen sich selbst überlassen wurde. Folgen waren und sind dann zum Beispiel die Problematik der rausgiftabhängigen Kinder und Jugendlichen in den Parks von Berlin, das Abrutschen in die Prostitution( und wo Prostitution ist, sind auch immer andere Kriminalitätsdelikte bei) oder das Verheizen als billige und willige Dealer für unter anderem arabische Clans wie am Kottbusser Tor.
Ich sage mal, das hat man von Seiten der Politik billigend in Kauf genommen. Noch bis heute wird dieses Problem zumindest in Berlin totgeschwiegen. Auch bei anderen Punkten gab es zumindest Fahrlässigkeiten. So zum Beispiel beim Punkt minderjährige Ehen. Da musste ich und meine KollegInnen erst das amtliche Schreiben des Landesjugendausschusses und dem LAGESO vorlegen, damit hausintern rechtssicher gehandelt werden konnte. Seitens der Hausleitung gab es 2016 zuerst unhinterfragt die Verfahrensweise Kinderehen fraglos zu akzeptieren. Hieran hat sich gezeigt, dass kulturelle Vorkommnisse höher wiegen als allgemeine Menschenrechte und Kinderschutz. (Landesjugendausschuss). Erst mit der allgemeinen Erklärung des Landesjudenschutzes wurde dann hausintern anders verfahren und auf eine andere Sichtweise umgeschwenkt.

Schon im Oktober 2015 musste ich feststellen, welche unrühmliche Rolle eine Vielzahl der Verwandten der umFs spielten. Einerseits wurde mir endgültig klar, dass die Vorgänge seit Juli 2015 nichts mir Flucht zu tun hatten. Denn Kinder/Jugendliche, die erzählen, dass sie von ihrem Oberhaupt in der Heimat losgeschickt werden um vor Krieg zu fliehen und dann hier von Verwandten, immer nur am Wochenende unter die Fittiche genommen werden, lässt schnell das Mitgefühl für die „traumatische“ Flucht schwinden. So trat von den Verwandten, nur der Onkel in Erscheinung (Tanten waren die Ausnahme), der am Wochenende den jeweiligen umFs mit zu sich nach Hause nahm. Was da alles passierte entzog sich unserer Kenntnis. Zurück kamen die Kinder und Jugendlichen am Sonntag oder Montag in ihrem Verhalten manchmal auffällig. Doch blieb ein Mauer des Schweigens seitens der umFs. So konnte der Verwandte sein Zakat (religiöse Pflichterfüllung für Muslime) machen und die andere Seite fragte nicht nach.
Andererseits zeigte sich, dass diese Kinder und Jugendlichen ganz einfach nicht unbegleitet waren. Auf dem Weg nach Deutschland waren sie es. Eine wenige erzählten von schlimmen Erlebnissen auf dem Wege hierher, als sie in Gruppen von unbekannten hierherkamen. Doch viele umFs äußerten sich nicht. Nachgefragt wurde aber auch nicht. Da herrschte so eine Art Schweigekultur seitens der MitarbeiterInnen. Solche Erlebnisse kamen hier und da durch einige persönliche Gespräche heraus.
Die Verhältnisse, wie Gewalt in der Unterkunft, Überbelegung an Minderjährigen in den ersten Arbeitsmonaten und anderer Vorkommnisse sind mir schon sehr schnell aufgestoßen. Als Februar 2016 die Dokumentation „Das Integrationswirrwarr – Große Pläne kleine Schritte“ (https://www.youtube.com/watch?v=rfUYaUQcRXA ) ausgestrahlt wurde, konnte ich nicht anders, ich musste einfach an die Produzentin schreiben. Leider kam nie eine Antwort.

Sehr geehrte Frau Rita Knobel-Ulrich

Ich habe Ihre Reportage „Das Integrations-Wirrwarr – Große Pläne kleine Schritte“ gesehen, die im ZDF ausgestrahlt wurde. Ja es ist so, es herrscht per se Wirrwarr vor. Das ist wohl so gewollt damit anstehende Probleme im eigenen Land und anderswo nicht angegangen werden müssen. Und so stürzt man sich mit der Willkommenskultur auf die Flüchtlinge oder Geflüchteten wie es verschleiernd heißt, oder die die es eigentlich bei diesem Sachverhalt nicht geben soll, die Wirtschaftsmigranten. Für alles dient das Helfen im Namen der guten Sache vordergründig und vorzüglich.
Mit dem Helfen für die gute Sache kann man im Bereich der Integrationsindustrie viel Geld machen. Bezahlen tut das dann natürlich der Steuerzahler. Angefangen vom Immobilienbesitzer, der öffentlichen Hand wie Jugendämter und dessen Vertreter in der Kinder- und Jugendhilfe bis hin zum einfachen Helfer, ob ehrenamtlich oder fest angestellt – sie alle verdienen daran. Für jeden gibt es an diesem Umstand monetär oder auch rein moralisch etwas zu verdienen und zu gewinnen. Jede und jeder kann sich damit etwas Gutes tun.

Ich arbeite seit einem dreiviertel Jahr in einer Notunterkunft für unbegleitete Kinder und Jugendliche in Berlin. Davon gibt es in der Stadt bisher ganze 2 Einrichtungen. Die, in der ich arbeite hat eine Bettenzahl von 75 Plätzen. Ab Mai soll eine weitere Einrichtung in Berlin mit 60 Plätzen folgen. Wo auch immer dann die Kinder und Jugendlichen herkommen soll (die Zahl ist rückläufig). In dieser so genannten Clearingstelle verbleiben die Kinder und Jugendlichen bis zu drei Monaten bis entweder eine Familienzusammenführung stattfinden kann (was selten der Fall ist) oder eine Zuständigkeit der entsprechenden Behörden vorgenommen wird. Ziel ist es also, dass die Kinder und Jugendlichen so schnell wie möglich ausziehen können. Für die Kosten der Unterbringung kommt der Senat von Berlin auf – also der Steuerzahler. Die Kosten der Unterbringung betragen den Höchstsatz an Unterkunftskosten nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz. Damit können also diese Träger der Kinder- und Jugendhilfe viel, sehr viel Geld machen. Und brummt das Geschäft für die jeweiligen Träger. Der Markt ist dafür jetzt da.

Ich habe die Situation ab Sommer 2015 miterlebt, als die Heilsversprechen der Kanzlerin Wirkung zeigten und die Anzahl der Kinder in der Clearingstelle immer weiter anwuchs. Als der tägliche Stress mit zwei weiteren KindererzieherInnen für bis zu 40 Kindern (unter 12) zuständig zu sein und die Spannungen wie Gewalt untereinander oder zum Personal auszuhalten und abzufedern an der Tagesordnung waren. Viele halten das nicht aus und gehen wieder. Die Fluktuationszahl der Mitarbeiterbeiter ist in dieser Einrichtung ist sehr hoch. Nicht ohne Grund wird diese Einrichtung auch „crazy hospital“ genannt. Die Wenigsten arbeiten schon langjährig dort. Und dann ist da natürlich die Wut und Frustration, die viele schnell an ihre Grenze kommen lässt. Weil die Kinder und Jugendlichen sehr fordern sind und versorgt werden wollen. Da sind die Verhältnisse, die wütend machen, wenn es schon vorkommt, dass es offensichtlich ist, dass das angegebene Alter der Kinder und Jugendlichen nicht stimmt, was ihnen aber so Vorteile bringt. Oder wenn die Kinder und Jugendlichen für ihr Hiersein auch so gar nichts erbringen müssen (auch hier ist der Deutschkurs freiwillig).
Da ist zum einen die viele Gewalt (nicht zu sprechen von der Autoaggression wie Ritzen usw.) die das Arbeiten unerträglich machen. Da steckt oft dann zum einen die Belastung der Beauftragung hinter, die die Kinder und Jugendlichen in der Fremde erfüllen sollen, die Familie nach Deutschland zu holen. Die Kinder und Jugendlichen haben in der Fremde zu funktionieren.
Und das sieht man dann auch daran, wenn dann hier in Deutschland ein Verwandter (meist Onkel, kaum Tante) in Erscheinung tritt, und sich dann vornehmlich am Wochenende um die Kinder und Jugendlichen kümmert. Vielen geht es nach dem Besuch bei der Verwandtschaft emotional nicht gut.
Zum anderen ist es die Abneigung diese Kinder und Jugendlichen gegenüber dem für sie Fremden hier. Da ist Verachtung ein Repertoire – die Frauenverachtung und alles weitere.

Was auffällig ist, ist die permanente Aufforderung der Kinder und Jugendlichen nach Versorgung, nach dem Geben. Und sie bekommen es auch. Da ist ständige Überversorgung am Werk. Dieses passive und unautonome Verhalten führt dann letztlich zu weiteren Aggressionen, die dann in der Clearingstelle oder außerhalb zu Tage treten: Gewalt unter einander oder zum Personal, selten mal Diebstahl oder andere Delikte, ab und zu Drogenkonsum und Verkauf.
Auch in der Einrichtung selber, wo ich arbeite sind schon Drogen in einigen Verstecken in der Einrichtung gefunden worden. Ich könnte noch weitere Themen, die problematisch sind aufzählen wie zum Beispiel das Thema der Übersetzer, wo keiner wirklich die Hintergründe kennt und wie sie überhaupt übersetzen. Im Falle von Eritrea gib es ja den Umstand das Übersetzer als verlängerter Arm der dortigen Regierung tätig sind und hier die Leute unter Druck setzen. Oder eben das Frauen oder Mädchen von ihren Fluchterfahrungen (da kommt es ja oft zu Belästigungen oder auch Vergewaltigungen durch die männlichen Flüchtlinge) vor Männer hier dann sprechen sollen, ohne dass man nur in irgendeiner Weise die ganzen Zusammenhänge kapiert. Das beobachte ich auch oft in der Clearingstelle, in der ich arbeite.
Über die Flüchtlingsthematik wird in Deutschland nur in sehr verschleiernder Weise gesprochen. Von den Problemen, die diese männliche Flucht, so zeigt sie sich bisher, mit sich bringt, angefangen von Entstehen bis hin zum Thema, wer ist nun eigentlich Flüchtling und wer ist nun eigentlich Migrant, will man herzlich wenig wissen. Mit ihrem Beitrag stellen Sie aber diese Fragen. Dafür sage ich danke, denn das ist wichtig. Denn das Wegschauen und das Belassen wird uns eines Tages sehr auf die Füße fallen.

Reaktionen gibt es seit 2015 auf die Flüchtlingskrise nicht in angemessener Form. Stattdessen wird erregt die Problematik weggedrückt. Da wird lieber wieder in Deutschland denunziert, sich ereifert und man wird feige.

Martyn Ringk

Es gab noch viele Ereignisse zu berichten, die Erklärungen über das Thema Migration/Flucht in seiner Wirklichkeit darstellen.
Migration und oder Flucht liegen nicht etwa hinter uns, sondern auch weiterhin vor uns. Seit Januar 2019 sind die Zahlen von Flüchtlingen in der EU wieder angestiegen. Das Thema bleibt also ein Dauerbrenner. Zeit also genau hinzuschauen und nicht weiterhin ignorieren, weil es bestimmten Gruppen und Kreisen in den Kram passt wegzuschauen. Deshalb habe ich mich der Initiative an der Basis angeschlossen, um mit meinem Wissen eben, weil ich an der Basis arbeite – beratend tätig sein möchte. Wir wollen aufklären, wer sonst wen nicht wir, die die Realität direkt mitbekommen?
Da hier die Mädchen und jungen Frauen nur sehr wenig erwähnt wurden, will ich im zweiten Teil ( TEIL 2) genauer darüber berichten.

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Offener Brief: Mutter von ermordeter Tochter und Enkelsohn an Bundeskanzlerin Merkel, die Grünen Fraktion, Boris Palmer, Katarina Barley

Marianne H. ist Teil von unserer Initiative an der Basis. Sie ist die Mutter von der ermordeten Tochter Anne und Enkelsohn Noah. Am 16.5.2019 schickte sie diesen offenen Brief an die Bundeskanzlerin Merkel, die Grünen Fraktion, Boris Palmer und Katarina Barley.

16.5.2019

Betrifft: Verantwortung von Staat und Gesellschaft am Beispiel des Mordes an meiner Tochter und ihres Sohnes

Sehr geehrte(r) . . (s.o.)

ich wende mich an Sie, da ich auf das Schicksal meiner Tochter und meines Enkels aufmerksam machen möchte und an Ihre Verantwortung als politisch Handelnde appelliere.
Meine Tochter Anne und ihr Sohn Noah wurden vor ca. 22 Monaten in Teningen bei Freiburg durch zahlreiche Messerstiche ermordet. Es wurde als Beziehungstat eingestuft. Für mich und meine Familie hat dieser Mord jedoch auch eine politische Verantwortung.

Der Täter war der Vater und Lebensgefährte meiner Tochter. Als Flüchtling 2002 aus Algerien gekommen, hatte er über eine Ehe die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Seine Asylanträge wurden damals abgewiesen.
Anne hatte sich von ihm getrennt und das Kind mitgenommen. Sie zog unter Polizeischutz aus und hatte danach unter verdeckter Adresse gelebt. Die Gefahr einer Entführung nach Algerien war immer gegeben.
Der Täter fuhr mit 2 Messern zum Tatort. Er erstach die Mutter und ihr Kind vor den Augen der Öffentlichkeit im Auto. Das Messer ließ er im Kind stecken. Seinem Sohn, welchen er über alles liebte!

War es ein Ehrenmord?
Ca. 1/2 Jahr vor der Tat richtete der Mörder sich eine Gebets-App ein. Ist anzunehmen, dass er als streng gläubiger sunnitischer Muslim sich auf Grundlage des Scharia-Rechts für sein Handeln legitimiert fühlte? – Später nahm er mit größter Ruhe zur Kenntnis, dass beide tot waren.

Ich klage hier Staat, Medien und Gesellschaft an!
Bei den zahlreichen toten Frauen, die wir derzeit in Deutschland registrieren müssen, muß mehr passieren, als diese Toten nur unter Beziehungsmord laufen zu lassen. Es muß mehr passieren, als nur ein Wegsehen wollen.

Es war ein Mord, der nicht hätte passieren dürfen und müssen.
Der Mörder hatte schon zuvor sein Denken mitgeteilt mit den Worten: „Es wird Blut fließen“, „Ich schlachte dich ab wie einen Hasen“, „Noah ist mein Sohn, kein Mensch auf der Welt kann mir Noah nehmen“. Er hat alle Drohungen umgesetzt.

Wie blind wir alle waren! Wir: die Familie, Anwälte, Richter, Polizei, Jugendamt, der psychosoziale Berater/Mediator.Drohungen des Mörders lagen schriftlich vor!
Hinterher wurde es als Beziehungstat dargestellt. Das ist die einfachste Form, sich einer neuen Entwicklung in Deutschland zu entziehen.
Wie viele tote Mädchen und Frauen wird es weiterhin geben, wenn eine Mentalität, durch die Scharia geprägt, nicht ernster genommen und als Gefahr eingestuft wird!

Ich klage den deutschen Staat an!
Mit einer Politik des Wegsehens und der Nichtwahrnehmung bietet er keine ausreichenden Hilfs- und Schutzmaßnahmen.

Ich klage die Gesellschaft an!
Wir opfern unsere Töchter und Frauen auf dem Altar der Toleranz!
Vor der Ermordung mussten wir immer Angst haben, dass das Kind entführt wird.

Anne hatte das Kind! Das Familiengericht hatte es ihr zugesprochen.
Der Täter war „enttäuscht vom deutschen Gericht“ – war empört, weil er das Kind nicht besitzen konnte. Er sprach von verletzter Ehre.
Am Tag vor dem Mord wurde ein gerichtliches Annäherungsverbot zugestellt. Der Mörder nahm es offenbar zum Anlass, selber handeln zu müssen.
Anne wollte uns zum ersten Mal mit dem Kind besuchen kommen. Der Vater ließ es zuvor nicht zu. Wir alle hatten uns schon so sehr aufeinander gefreut. Wir glaubten, es würde alles normal werden.
Jedoch – sie kamen nicht. Es kamen die Urnen mit der Asche der beiden.
Wir alle hätten zuvor anders reagieren müssen bei diesen Sätzen:
„Es wird Blut fließen, ich werde deiner Familie Schaden zufügen“.

Wir alle hätten seine Vorstellung von Gekränktsein und verletzter Ehre mit „Noah ist mein Sohn, kein Mensch auf der Welt wird mir Noah nehmen“ anders werten müssen.
Ist das Denken, dass die Kinder zum Mann gehören – Söhne ganz besonders, der Scharia entsprechend?

Ich klage den deutschen Staat an! Ich mache den Politikern große Vorwürfe!
Es kommen Menschen zu uns nach Deutschland, die zur Gefahr für unsere Mädchen und Frauen werden! Aufgrund einer völlig anderen Sozialisation, Werte-Vorstellung und eines komplett anderen Frauenbilds, unter anderm geprägt durch die Scharia-Ideologie.
Es erfolgt keine ausreichende Aufklärung über die Gefahren.
Es findet eine große Verharmlosung und Relativierung statt.

Ich klage auch die Medien an!
Sie klären nicht genug auf! Es gibt in den Medien zu wenige Informationen und ein zu großes Verständnis für diese archaischen Kulturen.

Einige Wochen nach dem Mord wurde in den Heute-Nachrichten berichtet, ein abgeschobener Afghane ( wegen Drogenhandel) hätte Suizid gemacht. Das Anne und Noah ermordet wurden, darüber verlor man kein Wort. Ich empfinde es als Verrat!
Bei mir /uns ist ein Doppelmord passiert.
Nur – ein Kollateralschaden?
Nur -ein Zufall? Etwas, das inzwischen überall jederzeit passiert?
Nur – ein Beziehungsmord?

Müssen wir alle – und ganz besonders die Frauen, uns in die Denkmatrix und das Weltbild dieser schariageprägten Männerkultur einfühlen und akzeptieren, um unser Leben und unsere Freiheit schützen zu können?

Ich fordere mehr ernsthafte öffentliche Aufklärung zu den vielen Gewalttaten.
Ich erwarte das! – von der Politik und den Medien.
Wir Frauen und Mädchen fordern mehr Schutz!

Mit freundlichem Gruß

Marianne H.

Berichtet wurde über den Fall in der: Tichys Einblick (2019), Welt am Sonntag (2018), Badische Zeitung (2017)

I am Mohamed, and I am an Atheist.

Refugee and atheist Mohamed Hisham arrived in Germany about two weeks ago. He wants to live free and warn of the dangers of Islam. He wants to make sure that the values of the Enlightenment and human rights continue to apply to us and try to prevent religion from gaining further acceptance in his new home. That is why Mohamed Hisham has joined our grassroots initiative „Initiative an der Basis“.

A true refugee!

Welcome to Germany, Mohamed.

By Rebecca Sommer

After working as a volunteering refugee worker since 2012 till now dealing with all kinds of refugees, I came to the realization, that many, if not most, are not real refugees at all according to the standards of the UN Geneva Convention.

That’s not the case with Mohamed

11 seems to be an important number in Mohamed’s life.

Mohammed’s terror began on the 11th after being a guest on a television show, and again on another 11th he put his feet on European soil in search of freedom and security.

Mohamed’s drama began when the courageous 28 year-old Egyptian went February 11th 2018 on air as a guest on the religious Alhadath Aloum TV Show in his home country.

The video went viral and caused waves of indignation all over the world.

I remember the exact moment when I saw the video for the first time. Mohamed tried in the TV show to explain to the show host Mahmoud Al Abd Al-Halim and the religious/political sheik (Imam), the former deputy sheik of the religious governmental powerful Al-Azhar, that he does not believe in God but in science.

That you don’t need religion to have moral values or to be a full equal member of society.

The moderator and the religious clergy freaked out. „How can you say that? Who created you, why do you exist?“ It was unbelievable for both of them to have to listen to Mohamed’s thoughts.

Mohamed replied that there were many theories about how life comes into being, for example there was the Big Bang theory or… and he was aggressively interrupted by a clearly growingly outraged TV presenter: „Speak Arabic“ … while Mohammed tried to explain to the presenter that scientific formulations like the Big Bang theory did not exist in the Arabic language before he was interrupted again. He was not allowed to explain his point of view.

The Moderator was fuming” You deny the existence of God and reject our principles and our religion. „Is it so bad“? Mohamed asked back.

„Of course. You came here to talk about a certain idea, but you have nothing to offer,“ the moderator jarred. „You offer atheism, you offer heresy“, and in the same breath apologized visibly angry to the audience that he had invited someone of „this kind“ in his show, and said that Mohamed could not stay in the show anymore because his ideas were inappropriate and such destructive ideas were forbidden.

He continued to humiliate Mohamed in front of the audience, claiming: „Mohamed did not say a single convincing word“.

Mohamed’s face scurrying across the video screen for seconds while the presenter insulted him was just the moment my heart flew over to him.

He had such an honest, sincere face, he was visibly hit and hurt, while the TV host ordered him to leave the TV studio, although he just wanted to explain why he was an atheist.

And couldn’t even get a word in to explain his views. He was strangled, interrupted and insulted and defamed in front of millions of viewers.

The religioues cleric mocked Mohammed, – a person who does not believe in God: „Look, you need psychiatric treatment. Many young people today suffer from mental illnesses caused by material or psychological circumstances.

The moderator rushed into the same notch: „It is, as Sheikh Mahmoud says, did you visit a psychiatrist? I advise you to leave the studio and go straight to a psychiatric clinic. You shouldn’t be here. Unfortunately I can’t leave you here (on the TV show)“.

Mohamed sat there and he was the face of so many Arab young men and women looking for answers elsewhere than in the Koran. That want to grow, discuss, understand, learn, develop and want to be free in spirit and mind. Who want to throw off the chains of a religious prison which holds them and ultimately all people hostage.
Screen Shot 2019-05-24 at 11.18.43 AM
It was this sad face of Mohamed that I could remember exactly when I heard from Kian Kermanshahi, a German Kurd and Shiite ex-Muslim, that Mohamed arrived in Germany.

Kian just had to say, „The atheist who was thrown out of this Egyptian TV show“ and I knew it was Mohamed.

Today I talked to him for hours, he is a smart young man who speaks fluent English.

After he was aired on the TV show, his life became a living hell. His strictly orthodox Muslim family was furious. Until the moment he decided to attend this show, he had hidden his disbelief in God. No one knew he was an atheist. For good reason: Even though Egypt was once on its way to a modern secular country, with a president who laughed at the idea that women had to wear hijabs, like almost all other countries with Muslim majorities, it fell back every day further and further into tightening Sharia rules.

Where every action, every thought, every improvement is measured in Haram or Halal. Where gender apartheid prevails, where women and girls are dominated and abused as objects and property of men, where Sharia law is increasingly the judiciary and where society itself judges and puts pressure on every individual, every family, every village or every group according to this Islamic set of rules.

And unfortunately many Muslim refugees who come here are true followers of Sharia law, which in many parts is directed against universal human rights and also against our Basic Law. What unfortunately many Germans do not understand, they see Islam as a peaceful religion and not as a political instrument under the cloak of „religion“ to keep people like Mohamed under control.

The TV show in which Mohamed took part, the reaction of the TV presenter and the person in charge, reflects the exact status of the dangers of an Islamic ideology, which this, in my opinion, does to the people. An ex-Muslim can even be killed just for leaving „the Islam„. That is forbidden. That to the topic, what a peaceful religion this is after all.

I am not claiming here that every Muslim thinks or behaves like this. I have friends who are religious Muslims, but they are peaceful and have wonderful characters – not because of Islam, but despite of it! That’s the difference!
I am sorry to say that.

But back to Mohamed. . .

When he came home after the TV show, all hell broke loose. Neighbourhood, family, his friends, he got into a spiral of hatred, violence, physical and psychological abuse. He was ordered to the state religious clergy, questioned, detained, interviewed. He was beaten, harassed, received hundreds of death threats.
The pressure came from all sides, he had to disappear.
He was completely alone, had no one to understand him.
It is a miracle that he was not broken by it.

What did he actually do?

He had simply dared to think for himself, to form his own well-founded opinion, and tried to express his opinion. Which in the meantime is no longer so easy in Germany either. To be allowed to say one’s opinion, I mean. In Germany, too, it is increasingly difficult to express one’s opinion without having to reckon with negative consequences.

The fact that in an Islamic country it is not even possible to leave Islam, one must even reckon with murder and manslaughter, speaks for itself. It should really wake us up, if one considers the enormous spread of Islam by a fast growing partly quite orthodox Muslim population, and looks at already other German ex-Muslims, who must stand under police protection, because against them murder fatwas have been pronounced.

Precisely because Islam and its associated Sharia rules are not tolerant at all.

„Mohammed“, I said to him on the phone, „Unfortunately you will meet here exactly the same people and religious attitudes that you tried to escape. They are here, in masses. You must be the voice of the people you have left behind, who are in the same situation as you, who are hiding and trying to escape. And you have to help us here in Germany so that the people here finally wake up and realize how bad it is when we allow the „intolerants“ to „seize more and more space and power through our false tolerance“.

Mohamed had already heard in the short time he was here about the fact that a Muslim man can have two wives here and even get citizenship – and said exactly what I think about this situation: „It’s unfair. I don’t understand how a secular country like Germany allows such Sharia rules. Or why someone who clearly does not want to live the values and norms of Germany can become a citizen.”

I asked him what he was planning to do here in Germany. „The first step towards a religion-free society is to get up and be heard. I want to live freely and warn against the dangers of Islam. I want to make sure that we get where the values of the Enlightenment and human rights still apply, and I promise to join those in my new home who are trying to prevent religion from asserting itself.“

That is why Mohamed Hisham has recently joined our grassroots initiative (Initiative an der Basis).

As an electrical engineer programmer for Android applications, he is now looking for an apartment and a company or employer to hire him to move to „Berlini“!

I’d rather not tell where he’s staying in Germany right now.


The „Initiative an der Basis“ is organizing the first EX-Muslim Conference in Germany, that will take place on the 4th of September 2019.

Featuring Atheists such as Mohamed Hisham and Armin Navabi from „Atheist Republic“.

Armin Navabi interviewed Mohamed Hisham,  the Video was published 29.5.2019

 

Copyright 2019 – All contents, in particular texts, photographs and graphics, are protected by copyright. All rights, including reproduction, publication, editing and translation, are reserved [Initiative an der Basis/ Text: Rebecca Sommer].

Flüchtlingserfahrung: „Ich bin Mohamed, und ich bin Atheist.“

Flüchtling und Atheist Mohamed Hisham ist vor ca. zwei Wochen in Deutschland angekommen. Er möchte frei leben und vor den Gefahren des Islam warnen. Er möchte sicherstellen, dass die Werte der Aufklärung und die Menschenrechte weiterhin bei uns gelten, und versuchen zu verhindern,  dass sich die Religion in seinem neuen Zuhause weiter durchsetzt.

Von Rebecca Sommer, 24.5.2019

Ein echter Flüchtling!

Willkommen in Deutschland, Mohamed.

Nachdem ich seit 2012 als ehrenamtliche Flüchtlingshelferin bis jetzt tätig bin, und schon mit allen möglichen Flüchtlingen zu tun hatte, kam ich schon lange zu der Erkenntnis, dass viele, wenn nicht die meisten, überhaupt keine echten Flüchtlinge nach den Standards der UN Genfer Konvention sind.

Das ist nicht der Fall bei Mohamed Hisham.

11 scheint eine wichtige Zahl im Leben von Mohamed zu sein.
Mohameds Terror begann am 11. Februar 2018 , als der couragierte 28 jährige Ägypter als Gast in der religiösen Alhadath Aloum TV Show in seinem Heimatland on-Air ging,
Das Video wurde viral und schlug weltweit Empörungswellen.
Genau am 11. Mai 2019 setzte er seine Füße auf europäischen Boden, um Freiheit und Sicherheit zu suchen.

Ich erinnere mich an den genauen Moment, als ich das Video zum ersten Mal sah. Mohamed versuchte in der TV Show dem Show-Moderator Mahmoud Al Abd Al-Halim und dem anwesenden Scheich (Imam), dem ehemaligen Stellvertreter vom machtvollen Al-Azhar (dem religiösen Arm der Regierung), zu erklären, dass er nicht an Gott glaubt, sondern an die Wissenschaft.

Dass man keine Religion benötige, um moralische Werte zu haben oder ein vollständiges gleichberechtigtes Mitglied der Gesellschaft zu sein.

Der Moderator und der religiös-politische Imam flippten aus. „Wie kannst du das sagen? Wer hat dich erschaffen, warum gibt es dich?“ Es war unfassbar für beide, Mohameds Äusserung anhören zu müssen.

Mohammed antwortete, dass es viele Theorien darüber gebe, wie Leben entsteht, zum Beispiel gäbe es da die Big-Bang-Theorie oder…. und schon wurde er aggressiv von einem empörten TV-Moderator gescholten: „Sprich Arabisch“, während Mohamed versuchte, dem Moderator zu erklären, dass wissenschaftliche Bezeichnungen wie die für die Urknalltheorie in der arabischen Sprache nicht existieren würden, bevor er schon wieder unterbrochen wurde. Er durfte nicht einmal seinen Standpunkt erklären.

Der Moderator schäumte“ Du leugnest die Existenz Gottes und lehnst unsere Prinzipien und unsere Religion ab. “ Ist es so schlimm“? fragte Mohamed zurück.

„Natürlich. Du bist hierher gekommen, um über eine bestimmte Idee zu sprechen, hast aber nichts zu bieten“, keifte der Moderator. „Du bietest Atheismus, du bietest Ketzerei“, und entschuldigte sich im selben Atemzug sichtlich sauer bei den Zuschauern dafür, dass er in seiner Show Jemanden von „dieser Art“ eingeladen hatte. Zu Mohamed sagte er, dass er nicht mehr in der Show bleiben dürfe, weil seine Ideen unangemessen seien und solche destruktiven Ideen verboten wären…

Er erniedrigte weiterhin Mohamed vor den Zuschauern und behauptete, Mohamed habe kein einziges überzeugendes Wort gesagt.

Screen Shot 2019-05-24 at 11.18.43 AM

Das Gesicht von Mohamed, das für Sekunden über den Videoscreen huschte, während der Moderator ihn beleidigte, war genau der Moment, in dem mein Herz zu Mohamed hinüberflog.

Er hatte ein so ehrliches, aufrichtiges Gesicht, er war sichtlich getroffen und verletzt, während der TV-Moderator ihm befahl das Fernsehstudio zu verlassen, obwohl er doch einfach nur erklären wollte, warum er Atheist ist.

Und konnte nicht einmal zu Wort kommen, um seine Ansichten zu erklären. Er wurde abgewürgt, unterbrochen und vor Millionen von Zuschauern ehrverletzend beschimpft und diffamiert.

Der Regierungsreligiöse Scheich verspottete Mohammed, weil nicht sein konnte was nicht sein darf – ein Mensch der nicht an Gott glaubt: „Schau, du brauchst eine psychiatrische Behandlung. Viele junge Menschen leiden heute an psychischen Erkrankungen, die auf materielle oder psychische Umstände zurückzuführen sind“.

Der Moderator hetzte, indem er in die selbe Kerbe haute:” Es ist, wie Scheich Mahmoud sagt, hast du einen Psychiater besucht? Ich rate dir, das Studio zu verlassen und direkt in eine psychiatrische Klinik zu gehen. Du solltest nicht hier sein. Leider kann ich dich nicht länger hier (in der TV Show) lassen“.

Mohamed saß dort, und er war das Gesicht so vieler arabischer junger Männer und Frauen, die nach Antworten suchen, anderswo als im Koran. Menschen, die wachsen, diskutieren, verstehen, lernen, sich entwickeln und frei sein wollen, in Geist und Verstand. Die die Ketten eines religiösen Gefängnisses abwerfen wollen, welches sie und letztendlich alle Menschen als Geiseln gefangen hält und ihr Denken und Leben bestimmt.

Es war dieses traurige Gesicht von Mohamed, an das ich mich haargenau erinnern konnte, als ich von Kian Kermanshahi, einem deutschen Kurden und schiitischen Ex-Muslim, hörte, dass Mohamed in Deutschland angekommen ist.

Kian musste nur sagen: „Der Atheist, der aus dieser ägyptischen TV-Show geworfen wurde, und ich wusste, dass es Mohamed war.

Heute habe ich stundenlang mit ihm gesprochen, er ist ein kluger junger Mann, der fließend Englisch spricht.

Nachdem er in der TV-Show ausgestrahlt wurde, wurde sein Leben zur lebenden Hölle. Seine streng orthodox muslimische Familie war wütend. Bis zu dem Moment, in dem er sich entschied, diese Show zu besuchen, hatte er seinen Unglauben versteckt. Niemand wusste, dass er ein Atheist war. Aus gutem Grund: Auch wenn Ägypten einst auf dem Weg zu einem modernen Land war, mit einem Präsidenten, der über die Idee lachte, dass Frauen Hijabs tragen müssen, verfiel es wie so viele Länder mit muslimischer Mehrheit jeden Tag immer weiter in sich verschärfende Scharia-Lebensregeln zurück.

Wo jede Handlung, jeder Gedanke, jede Auesserung in Haram oder Halal gemessen wird. Wo Geschlechterapartheid herrscht, wo Frauen und Mädchen als Objekte und als Eigentum von Männern beherrscht und demenstprechend missbraucht werden, wo zunehmend das Scharia-Recht die Justiz beherrscht und die Gesellschaft selbst jeden Einzelnen, jede Familie, jedes Dorf oder jede Gruppe nach diesem islamischen Regelwerk be- und verurteilt und unter Druck setzt.

Bedauerlicherweise sind viele muslimische Flüchtlinge, die hierher kommen, wahre Anhänger des Scharia-Rechts, welches sich in vielen Teilen gegen die universellen Menschenrechte und auch gegen unser Grundgesetz richtet. Was leider viele Deutsche nicht verstehen, sehen sie den Islam doch als eine friedliche Religion und nicht als politisches Instrument unter dem Deckmantel der „Religion“, um Menschen, u.a. solche wie Mohamed, unter Kontrolle zu halten.

Die TV-Show, in der Mohamed auftrat, die Reaktion des TV-Moderators und Imams, spiegelt den genauen Status der Gefahren einer islamischen Ideologie wider, was diese m.M.n. den Menschen antut. Ein Ex-Muslim kann sogar getötet werden, nur dafür, dass er “den Islam” verlassen hat. Das ist verboten. So viel zum Thema, was für eine friedliche Religion der Islam ist.

Ich behaupte hier nicht, dass jeder Muslim so denkt oder sich so verhält. Ich habe Freunde, die religiöse Muslime sind, aber sie sind friedlich und haben wunderbare Charaktere – aber nicht wegen des Islam, sondern trotz des Islam! Das ist der Unterschied. Tut mir leid, das so sagen zu müssen.

Aber zurück zu Mohamed:

Als er nach der Ausstrahlung der TV-Show nach Hause kam, brach die Hölle los. Nachbarschaft, Familie, seine Freunde, er geriete in eine Spirale aus Hass, Gewalt, physischer und psychischer Gewalt. Er wurde zu den staatlichen religiösen Klerikern befohlen, wurde befragt, festgehalten, interviewt. Er wurde geschlagen, belästigt, erhielt hunderte Morddrohungen.

Der Druck kam von allen Seiten, er musste untertauchen.

Er war völlig allein, hatte niemanden, der ihn verstehen konnte.und wollte. Es ist ein Wunder, dass er nicht daran zerbrochen ist.

Was hat er eigentlich getan?

Er hatte es einfach gewagt, selbst zu denken, sich eine eigene fundierte Meinung zu bilden, und versucht seine Meinung zu äußern. Was ja inzwischen auch in Deutschland zusehens nicht mehr so einfach ist. Seine Meinung sagen zu dürfen, meine ich. Auch in Deutschland ist es zunehmend schwieriger seine Meinung zu äußern, ohne mit negativen Konsequenzen rechnen zu müssen.

Dass es in einem islamischen Land nicht einmal möglich ist den Islam zu verlassen, man sogar mit Mord und Totschlag rechnen muss, spricht für sich. Es sollte uns wirklich aufwecken, wenn man die enorme Ausbreitung des Islam durch eine schnell wachsende, teils doch recht orthodox-muslimische Bevölkerungsgruppe bedenkt, und auf schon andere Deutsche Ex-Muslime schaut, die unter Polizeischutz stehen und bewacht werden müssen, weil gegen sie Mordaufrufe in Form von Fatwas ausgesprochen wurden.

Eben weil der Islam und seine dazugehörenden Scharia-Regeln überhaupt nicht tolerant sind.

„Mohamed“, sagte ich zu ihm am Telefon. „Leider wirst du hier genau auf die gleichen Menschen und religiösen Einstellungen treffen, denen du zu entkommen versucht hast. Sie sind hier, in Massen. Du musst die Stimme der Menschen sein, die du dort zurückgelassen hast, die sich in der gleichen Situation befinden wie du, die sich verstecken und versuchen zu fliehen. Und du musst uns hier in Deutschland helfen, damit die Leute hier endlich aufwachen und erkennen, wie schlimm es ist, wenn wir den „Intoleranten“ erlauben, durch unsere falsche Toleranz immer mehr Raum und Macht zu ergreifen“.

Mohamed hatte bereits in der kurzen Zeit, in der er hier ist, von der Tatsache gehört, dass ein muslimischer Mann hier zwei Frauen haben und sogar eine Staatsbürgerschaft bekommen kann – und sagte genau das, was ich von dieser Situation halte: „Es ist ungerecht, ich verstehe nicht, wie ein säkulares Land wie Deutschland solche Schariaregeln zulässt. Oder warum jemand, der eindeutig nicht die Werte und Normen von Deutschland leben will, Staatsbürger werden kann”.

Ich fragte ihn, was er hier in Deutschland vorhat. „Der erste Schritt zu einer religionsfreien Gesellschaft ist, aufzustehen und gehört zu werden. Ich möchte frei leben und vor den Gefahren des Islam warnen. Ich möchte sicherstellen, dass wir dorthin gelangen, wo die Werte der Aufklärung und die Menschenrechte noch immer gelten, und ich verspreche, mich denen in meinem neuen Zuhause anzuschließen, die versuchen zu verhindern, dass sich die Religion durchsetzt.”

Aus diesem Grund ist Mohamed Hisham unser neuestes Mitglied von der Initiative an der Basis.

Als Elektroingenieur-Programmierer für Android-Anwendungen, sucht er nun eine Wohnung sowie eine Firma oder einen Arbeitgeber, der ihn einstellen würde, damit er nach “Berlini” ziehen kann! Wo er sich jetzt gerade in Deutschland aufhällt, verrate ich lieber nicht.

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Nachtrag:

Am 4. September findet die erste EX-Muslim Konferenz in Deutschland statt, die unsere Initiative an der Basis organisiert.

Mohamed Hisham und Armin Navabi von „Atheist Republic“werden auch mit dabei sein.

Hier das neuste Video Interview von Armin Navabi mit Mohamed Hisham als Gast.

© Copyright 2019 – Alle Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten, [Initiative an der Basis/Rebecca Sommer].

Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber

Hartmut Krauss war 20 Jahre lang an der Basis mit MigrantInnen und Flüchtlingen als DaF-Lehrer und pädagogischer Leiter in der Erwachsenenbildung tätig.  In der Öffentlichkeit ist der Sozial- und Erziehungwissenschaftler als renomierter islamkritischer Buchautor und -verleger bekannt. Hartmut Krauss ist Teil unserer Initiative an der Basis.

Von Hartmut Krauss

Nach einer neuen MDR-Umfrage sagen 95,34% der Befragten „Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland“. (Eine Übersicht über relevante Umfrageergebnisse der letzten Jahre zum Islam und zur Masseneinwanderung findet sich in dem Artikel „Der Islam in Deutschland als politisch – ideologischer Spaltungsfaktor. Link unten)

Die offiziell zugegebenen Ausgaben infolge der irregulären Masseneinwanderung (sog. Flüchtlingskosten) erreichten 2018 mit ca. 23 Milliarden Euro einen bisherigen Rekordwert.

Hinzu kommen die zahlreichen negativen Auswirkungen der fälschlicherweise so bezeichneten „Flüchtlingsmigration“ auf allen wesentlichen gesellschaftlichen Systemebenen (Infrastruktur, Sozialsystem, Arbeitsmarkt, Schul- und Bildungssystem, Kriminalitätsentwicklung, innere Sicherheit, Gesundheitssystem, unmittelbare Lebenswelt etc.)

Diese gesamte Problematik wird in der medialen EU-Wahlkampfberichterstattung komplett ausgespart oder nur vordergründig bzw. völlig verzerrt thematisiert. Stattdessen aus allen Kanälen manipulativer Reklame-Populismus, leere Phrasen und unerträgliches Politiker-Geschwurbel – immer am Wesentlichen vorbei.

Insbesondere das öffentlich-rechtliche Fernsehen wird dazu eingesetzt, möglichst viele unbedarfte Zeitgenossen dazu zu verleiten, brav und unkritisch zur Wahl zu trotten und dort „aus Liebe zu Europa“ (gemeint ist das entmündigende, antiaufklärerische und antidemokratische EU-Projekt) den herrschaftskonformen Parteien die Stimme zu schenken.

Dabei ist die propagierte Alternative „Für EU oder Rechtsnationalismus“ eine propagandistische Irrfahrt. (Mit Hilfe des unsäglichen Strache-Videos wird das jetzt natürlich auf die demagogische Verwirrspitze getrieben!)

Tatsächlich geht es um etwas anderes:
Verteidigung oder globalkapitalistische Vernichtung der europäischen Leitkultur

 

 

© Copyright 2019 – Alle Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten, [Initiative an der Basis, Hartmut Krauss].

Lehrerin Andrea F. : „Erich Kästner und die graue Wand“ (Initiative an der Basis)

LehrerInnen von unserer Initiative an der Basis müssen mit Mobbing bis hin zu einer Kündigung rechnen, wenn sie sich über die unhaltbaren Zustände im Klassenraum bzw. in den Schulen äußern. So weit sind wir schon!
Auch Andrea F., Teil von unserer Basisinitiative,  kann davon ein Lied singen.
Ihr Brandbrief zirkulierte im letzten Jahr heftig diskutiert in den sozialen Medien. „Der Maulkorb für Lehrer muss weg. Die Angst der Lehrer muss weg“, sagte sie in ihrem von der Zeitschrift EMMA veröffentlichten Erfahrungsbericht „Was ist an den Schulen los?“
Andrea F. lässt sich nicht unterkriegen, weiterhin wird sie aus dem Klassenraum berichten, denn sie möchte – wie auch alle anderen Lehrkräfte unserer Basisinitiative – über die Realität, u.a. über die negativen Auswirkungen einer verfehlten Asyl- und Migrationspolitik, aufklären.

Erich Kästner und die graue Wand

von Andrea F.

Emil und die Detektive“ von Erich Kästner

Montag, 3. Stunde Deutsch in einer 6. Klasse, Brennpunkt-Gesamtschule im Ruhrpott, 26 SchülerInnen, davon 23 muslimische und 3 deutsche Kinder. Wir lesen zusammen das Kinderbuch „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner. Dort stiehlt ein böser Dieb einem Jungen namens Emil, der im Zug zu seiner Oma fährt, 140 Mark aus der Tasche. Einer von Emils neu gewonnenen Kumpels aus der Kinder-Gang in Berlin rät ihm, den bösen Dieb zu verfolgen und ihm seinerseits heimlich das gestohlene Geld wieder abzuknöpfen. In unserer Lektüreausgabe steht im Anschluss an das gelesene Kapitel die Frage, ob man das darf, denn das wäre ja auch Diebstahl. Wir diskutieren.

Einige Schüler melden sich und sagen, das dürfe der Emil, denn schließlich sei es ja sein Geld und der böse Dieb hat es ihm vorher geklaut. Ein Mädchen meldet sich und sagt: „Nee, das geht eigentlich nicht, das wäre dann ja Selbstjustiz.“ Erstmal kläre ich den Begriff „Selbstjustiz“ für diejenigen, die ihn noch nicht kannten und füge hinzu, dass Selbstjustiz in Deutschland verboten ist und dass man sich in solchen Fällen an die Polizei wenden muss. Daraufhin meldet sich Mohammed, ein muslimischer Junge: „Wieso? Bei uns kann man Selbstjustiz machen, das ist o.k.“ Ich widerspreche und bringe das Beispiel, dass dann ja auch jeder Rache üben könnte, wie er wolle und dass das in Deutschland strafbar sei. Den Dieb bestrafen dürfe hier nur die Justiz und nicht der einzelne Bürger, selbst wenn er der Geschädigte ist.

Mohammed ist nicht überzeugt. „Aber wieso? Wenn der mir mein Geld geklaut hat, kann ich dem doch das Geld wieder abnehmen. Ich schwöre, ich würde den kaputt schlagen!“ Lautes, beipflichtendes Gegröle. Da ich gestern den Film „Nur eine Frau“ im Kino gesehen habe, bringe ich ein extremeres Beispiel und erzähle der Klasse von dem Ehrenmord an Hatun Sürücü, die am 07.02.2005 von einem ihrer Brüder mitten auf Berlins Straßen per Kopfschuss ermordet wurde, weil sie sich für einen westlichen Lebenstil entschieden und einen deutschen Freund hatte. Klassischer Fall von Selbstjustiz. Ein Raunen geht durch die Klasse, es wird spürbar unruhig. Ich bitte energisch um Ruhe. Mohammed winkt ab mit angeekeltem Gesicht: „Boah, ich weiß nicht, was mein Vater machen würde, wenn meine Schwester einen deutschen Freund hätte. Ich glaube verprügeln oder so. Der würde ausrasten.“

Es melden sich gleich mehrere muslimische Jungs und Mädchen: „Bei uns ist das verboten. Eine Frau, die Sex vor der Ehe hat, beschmutzt die Ehre der Familie. Das ist nicht erlaubt!“ Ich frage, was mit den Jungs ist, ob die denn Sex vor der Ehe haben dürfen. „Nein, die dürfen auch keinen Sex vor der Ehe haben, das steht im Koran.“ Ich sage, dass ich aber schon oft mitbekommen habe, dass die Jungs sich in der Realität daran nicht halten. Große Unruhe, ich muss mir deutlich Gehör verschaffen. Ich betone noch einmal, dass jede Frau hier in Deutschland selbst entscheiden kann, wann und mit wem sie Sex hat.

Ein muslimisches Mädchen empört sich: „Waaas? Finden Sie es etwa gut, wenn Prostitutierte sich im Puff an Stangen drehen?“ Ich sage, dass ich das auch nicht gut fände, dass man das aber nicht vergleichen könne mit Frauen, die vor der Ehe Sex haben. Lautes Geschrei, unerträgliche Unruhe. Mehrere muslimische Kinder brüllen in die Klasse: „Bei uns ist das aber so!“ „Bei uns darf man nicht Sex vor der Ehe haben!“ „Wenn eine Frau das macht, muss sie bestraft werden!“ Ich: „Also findet ihr es in Ordnung, wenn der Bruder sie deshalb umbringt?“ Einige überlegen ernsthaft einen Moment und sind sichtlich unschlüssig, einer sagt: „Na ja, vielleicht nicht umbringen, aber schlagen schon.“

Ich: „Aber ihr seid hier in Deutschland. Wir haben hier das Grundgesetz, an das sich alle halten müssen. Und nach diesem Gesetz sind Männer und Frauen gleichberechtigt. Das heißt, eine Frau kann selbst entscheiden, wann und mit wem sie eine Beziehung oder Sex haben will.“ Die Unruhe wird schier unerträglich. Die Klasse tobt: „Unsere Religion steht aber höher als das Gesetz und wir haben Religionsfreiheit.“ Ich: „In Deutschland haben wir eine Trennung von Staat und Religion. Religion ist Privatsache. Du kannst glauben, was du willst und auch deine Feste zuhause feiern, solange es nicht gegen die Gesetze verstößt. Das ist die Grenze. Das Grundgesetz steht höher als jede Religion, egal ob Christentum, Islam, Buddhismus oder sonst irgendeine Religion.“ Großer Tumult.

Mohammed winkt entnervt ab und sagt grinsend mit einem Pokerface zu den anderen muslimischen SchülerInnen: „Sagt einfach, dass sie Recht hat. …“ Das muslimische Mädchen hört ihn und sagt daraufhin zu mir: „Sie haben Recht.“ Taqiya. Es wird nun richtig laut, man kann nicht mehr diskutieren. In den Krach hinein der erlösende Gong. Ich gehe mit mulmigem Gefühl aus der Klasse Ich frage mich, ob ich morgen aufgrund von Elternbeschwerden zur Schulleitung muss.

P.S.: Übrigens üben mittlerweile Eltern muslimischer Kinder auf dem Schulhof Selbstjustiz ganz praktisch aus. Wenn ihr Söhnchen von einem anderen Söhnchen am Vortag geschlagen wurde (was bei uns die Regel ist, kein Tag ohne Prügelei), kommen mitunter die Väter oder Brüder des Geschlagenen am nächsten Tag in der Pause auf den Schulhof und gehen auf das Kind los, das ihren Verwandten (angeblich oder wirklich) geschlagen hat. So erdreistete sich zum Beispiel ein Vater, einem Schüler meiner Klasse auf dem Schulhof die Ohren lang zu ziehen, weil dieser angeblich am Tag zuvor seinen Sohn geschlagen hätte.

© Copyright 2019 – Alle Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten, [Initiative an der Basis].

P r e s s e m i t t e i l u n g: „Initiative an der Basis“ fordert Änderung im Grundgesetz

17.5.2019

P r e s s e m i t t e i l u n g

Die „Initiative an der Basis“ fordert Änderung im Grundgesetz

Berlin – Die „Initiative an der Basis“ ist ein bundesweites Bündnis von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Flüchtlings-und Migrationsarbeit, das politische und gesellschaftliche Fehlentwicklungen in der Asyl- und Migrationspolitik anprangert.

Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen, sie sind Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten sowie säkulare und kritische Geflüchtete und Migranten.

 

Was zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes geflissentlich vergessen wurde:

Das Grundgesetz muss u.a. auch angesichts der Herausforderungen durch die verfehlte Asyl- und Migrationspolitik zunächst des westdeutschen Separatstaates und dann des wiedervereinigten Deutschlands an wesentlichen Stellen verändert werden.

Um einen zentralen Punkt zu fokussieren:

Da der Islam in seinem Herrschaftsraum keine mit der europäischen Entwicklung vergleichbare Gültigkeitseinschränkung hat hinnehmen müssen, kollidiert das ihm untrennbar eingeschriebene vormoderne Normenkonzept zwangsläufig mit der europäischen Verfassungs-, Rechts- und Lebensordnung.

Die deutsche Dogmatik der Religionsfreiheit krankt demgegenüber an ihrer einseitigen Fixierung auf das Christentum sowie an der Verkennung der islamischen Wesensspezifik. Ihr Grundfehler ist die unbedachte Übertragung der dem postaufklärerischen Christentum aufgenötigten Eigenschaftsform auf den Islam. Hinzu kommt eine willkürliche und unausgewogene Überstrapazierung der positiven gegenüber der negativen Religionsfreiheit sowie anderen Grundrechten und damit tendenziell eine revisionistische Umkehrung der säkular-demokratischen Verbindlichkeiten.

Zu kritisieren ist deshalb die selbstzerstörerische Auslegungswillkür, nach der die positive „Religionsfreiheit“ abstrakt-dogmatisch und unbeschränkt als Obergrundrecht verabsolutiert bzw. inthronisiert wird und damit religiöse Weltanschauungen gegenüber nichtreligiösen Weltanschauungen entgegen dem Gleichbehandlungsgrundsatz privilegiert werden.

De facto läuft diese ideologische Rechtsdogmatik auf das Paradoxon hinaus, den Islam mit seiner grund- und menschenrechtswidrigen Normativität unter den Deckungsschutz des Grundgesetzes zu stellen, dessen „Ordnungsphilosophie“ ihm wiederum diametral widerspricht. D.h.: Wer dem Islam höchstrichterlich eine zu weit gehende „Ausübungsfreiheit“ einräumt, leistet an entscheidender Stelle Beihilfe zur Zerstörung der säkularen Gesellschaftsordnung.

Neben der willkürlichen Setzung einer unbeschränkten (normativen) Ausübungsfreiheit für den Islam legalisiert die deutsche Justiz zum Teil bereits islamisches Recht, übernimmt Scharianormen und unterwirft relevante gesellschaftliche Bereiche islamischen Vorschriften.

Dabei wird folgender Grundsachverhalt missachtet:

Als religiöses/göttliches Recht, das einem frühmittelalterlich-vormodernen Welt-, Moral- und Normenverständnis entspringt, steht die Scharia in einem schroffen Gegensatz zum modernen (aufgeklärten) Rechtsverständnis, das auf individual- und menschenrechtlicher Basis gründet und die Trennung von Religion, Staat und Recht zur Voraussetzung hat.

Deshalb ist es völlig inakzeptabel, dass schariarechtliche Regelungen, so zum Beispiel Polygamie, Kinderheirat, erb- und familienrechtliche Normen von deutschen Gerichten akzeptiert und damit legalisiert werden oder aber Gebetspausen während der Arbeitszeit, Freistellungen zum Besuch des Freitagsgebet in der Moschee, Tragen des Kopftuchs während der Berufsausübung sowie Verweigerung des Transports von Alkohol in Flaschen aus religiösen/islamischen Gründen (vgl. Wolski 2016) der nichtislamischen Bevölkerungsmehrheit eines säkularen Gemeinwesens juristisch aufgezwungen werden.

Auf diese Weise fördert und unterstützt die deutsche Justiz die regressive Festsetzung einer aufklärungsresistenten und antiemanzipatorischen Herrschaftskultur, die in Europa einen extremen Rückschritt verkörpert und deshalb als Wiedergänger einer längst überwundenen Vergangenheit auf berechtigte Ablehnung stößt.

Meine Erfahrungen als Deutschlehrerin in Integrationskursen (Initiative an der Basis)

Von einer Integrationskurslehrerin von unserer Initiative aus der Basis

Meine Erfahrungen als Deutschlehrerin in Integrationskursen

Nach mehrjähriger Tätigkeit als DeutschlehrerIn halte ich ein Umlenken in der Flüchtlingspolitik und eine Aufwertung der Position der Lehrkräfte für dringend geboten. Zwar arbeiten viele Teilnehmende gut im Unterricht mit. Allerdings trifft dies oft auf Muslime nicht zu. Generell müsste eine aktive Mitarbeit in den Kursen verpflichtend sein. Wenn Hausaufgaben nicht gemacht und Lernstoff nicht gelernt wird, müssten Sanktionen erfolgen. Wenn die Mitarbeit im Unterricht mehr oder weniger freiwillig bleibt, werden falsche Schlüsse gezogen. Es entsteht zu einem frühen Zeitpunkt eine »Nehmerhaltung« und der Eindruck, dass eigenes Bemühen in Deutschland auch in anderen Lebensbereichen nicht erforderlich ist. Dies ist meines Erachtens nach das fragwürdige »stille Curriculum« der jetzigen Vorgehensweise in Integrationskursen, die von einigen – nicht allen – ausgenutzt wird.

Zu den Erfahrungen, die ich im Einzelnen gemacht habe:

– Oft sind muslimische Männer respektlos. Ohne Rücksicht auf ihre Umgebung reden sie in Gruppen laut und Ermahnungen werden nachhaltig missachtet. Scheinbar haben sie nicht gelernt, leise zu sprechen.

– Körperliche Gewalt gegen Kinder gilt m. E. nach unter Muslimen als selbstverständliche Erziehungsmethode und nicht als illegitim.

– In vielen Fällen sind die muslimischen Teilnehmer nicht bereit, sich anzustrengen. Viele kommen zu spät oder/und gehen früher, machen keine Hausaufgaben, lernen keine Wörter. Ggfs. schreiben sie bei ihren fleißigen Ehefrauen ab. Als Grund für die Abwesenheit werden auch Feiertage in den Heimatländern angegeben oder der Tod eines (nach unserem Verständnis) entfernten Verwandten.

– Während des Ramadan lichten sich die Reihen. Motivation und Konzentration brechen spürbar ein.

– Was „Kränkung der männlichen Ehre“ bedeutet weiß sicherlich inzwischen jede DaF-LehrerIn. Ich habe es mehrfach erlebt, dass ein Muslim den Raum verlässt und einfach nach Hause geht, wenn er z. B. wegen fehlender Hausaufgaben von mir als Frau gerügt wurde.

– Beim Thema Nationalsozialismus erlebt man leider regelmäßig, dass Teilnehmende von Hitler beeindruckt sind und die Judenverfolgung befürworten.

Ich bringe viel Motivation, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft mit. Es wird allerdings auch wegen der Arbeitssituation immer schwieriger, diese positive Grundhaltung beizubehalten. Oft sind mehr als 20 Personen in einem Kurs, ständig kommen neue Schüler dazu oder verlassen den Kurs, ca. 20 % des Lernstoffs sind auch in guten Kursen nicht zu schaffen. In dem vorgegebenen Zeitrahmen kann die Festigung des Gelernten nicht gelingen. Während der Unterrichtszeit müssen zudem zahlreiche Formalitäten abgearbeitet werden. Außerdem steht frau selbstverständlich bei Bedarf auch zur Besprechung persönlicher Probleme zur Verfügung.

Hinzu kommen die bekannten Probleme, die mit der prekären Beschäftigungssituation verbunden sind: Vor- und Nachbereitung des Unterrichts werden nicht vergütet; die schlechte Bezahlung führt zu Überarbeitung bzw. Burnout, denn es müssen viele Stunden unterrichtet werden, um das erforderliche Einkommen zu erwirtschaften; im Krankheitsfall wird kein Geld gezahlt; die eigene finanzielle Situation ist nicht planbar und nicht zuletzt besteht die Angst, vom Träger jederzeit „abserviert“ zu werden.

Besonders entwürdigend ist der Umstand, dass wir LehrerInnen nicht mit Sanktionsmacht ausgestattet sind. Wie bereits erwähnt, ist für die Teilnehmenden lediglich die Anwesenheit verpflichtend. Fehlende Mitarbeit und Disziplin bleiben folgenlos. Viele machen regelmäßig keine Hausaufgaben und lernen keine Wörter. Wenn frau dann gezielt Druck auf Einzelne ausübt, die zu einem besseren Ergebnis kommen könnten, dafür aber zu wenig lernen, kann es passieren, dass man sich beschwert. Ich kenne es leider nur so, dass in diesen Fällen die Lehrkraft von der Leitung des Trägers gerügt wird, und nicht der lernunwillige Teilnehmer. Statt Disziplin wird dann von der Lehrkraft gefordert, sie solle sich noch motivierender Verhalten, sie solle interessanteren Unterricht machen und keinen Druck ausüben. Der „Fehler“ wird also bei der Lehrkraft gesucht, denn das oberste Gebot ist die Vermeidung von Teilnehmerbeschwerden. Der Kunde „Flüchtling“ muss in jedem Fall bei Laune gehalten werden. Intern sind nicht die Prüfungsergebnisse wichtig, denn Teilnehmende, die durchfallen und dann nochmal wiederholen müssen, könnten dem Träger nochmal Einnahmen bescheren. So wird frau im Zweifel zur Animateurin von nicht-lernbereiten Schülern herabgewürdigt. Mir sind mehrere Fälle bekannt, in denen Teilnehmerbeschwerden über eine Lehrkraft dazu geführt haben, dass Lehrkräfte keine Folgeaufträge mehr bekommen haben. Dies bedeutet insbesondere in strukturschwachen Gebieten angesichts eines eher monopolistisch strukturierten Marktes im Zweifel den unmittelbaren finanziellen Ruin der meist weiblichen AuftragnehmerIn. Hinzu kommt, dass meiner Meinung nach die Wirkung von Beschwerden über DozentInnen inzwischen bekannt ist und die Teilnehmenden dadurch in der Lage sind, die Lehrkraft unter Druck zu setzen. Das Wissen um das Machtmittel« Beschwerde« scheint aktuell zur weiteren »Entspannung« bei den Schülern zu führen. Diese Umstände empfinde ich als herabsetzend.

Der Status einer „Selbständigen“ macht es den Leitenden zudem möglich, der Fürsorgepflicht, die im Rahmen eines echten Arbeitsverhältnisses verpflichtend wäre, zu entgehen. So haben Lehrkräfte bei aggressivem Teilnehmerverhalten das Risiko selbst zu tragen und stehen in bedrohlichen Situationen im Zweifel allein auf weiter Flur.

Hinzu kommt, dass es keine objektiven Kriterien für die trägerseitige Auftragsvergabe gibt. Wer, warum in welchem Umfang mit Aufträgen versorgt wird ist letztlich eine Sache des »good wills«. So bekommen geringer qualifizierte KollegInnen, die einen engen Kontakt zur Leitung suchen u. U. im Zweifel eher lukrative und längerfristige Aufträge als andere. Hier fehlt ein geregeltes und transparentes Vorgehen, dass in der Lage ist, den Verdacht abzuwehren, die Träger würden nach Gutdünken und Sympathie Gelder der öffentlichen Hand verteilen.

So findet sich frau in ungesicherten, undemokratischen und dysfunktionalen Strukturen wieder, die letztlich in erster Linie den Trägern bzw. der Asylindustrie nachhaltige Vorteile bringen.

Mein Eindruck ist leider, dass die etablierte Politik mit den geschilderten Themen nichts „am Hut hat“, es sei denn sie lassen sich für ihre machtpolitischen Interessen instrumentalisieren. Ich fühle mich von den etablierten Politikern gleich welcher Couleur im Stich gelassen und sehe in den Missständen auch keinen Grund, mich mit der ebenfalls neoliberalen AFD zu verbinden. Eine Kommunikation der Missstände von unten ist meines Erachtens nach erforderlich, wie es ja auch jetzt erfreulicherweise erfolgt und eine konstruktive und sozial orientierte Diskussion darüber, wie die weitere Entwicklung von Parallelgesellschaften und jegliche Facetten der neuen, zum Teil verheerenden Frauenfeindlichkeit (unabhängig von kollektividentitären und anderen Zugehörigkeiten) verhindert werden kann.

Ich jedenfalls bin in mehrfacher Hinsicht verärgert: Als qualifizierte, im Bildungssektor prekär beschäftigte Akademikerin und als Frau, die zu den neuen Auswüchsen des muslimischen Patriarchats hierzulande den Mund halten soll bzw. muss.

 

 

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Hartmut Krauss: „DEN Islam gibt es nicht“. Doch! (Initiative an der Basis)

English below

Hartmut Krauss war 20 Jahre lang an der Basis mit MigrantInnen und Flüchtlingen als DaF-Lehrer und pädagogischer Leiter in der Erwachsenenbildung tätig.  In der Öffentlichkeit ist der Sozial- und Erziehungwissenschaftler als renomierter islamkritischer Buchautor und -verleger bekannt. Hartmut Krauss ist Teil unserer Initiative an der Basis.

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Von Hartmut Krauss

Den Islam gibt es nicht“. Doch!
Zur Kritik eines stereotypen Abwehrdogmas

Die Islamapologetik ist durch einen zentralen logischen Widerspruch gekennzeichnet, der weithin die öffentliche Debatte prägt:

Zum einen wird der Islam ganz allgemein als eine wesenshomogene „Religion des Friedens, der Toleranz und Nächstenliebe“, also als eine harmonisch in sich geschlossene Gegebenheit präsentiert. Zum anderen wird dann in direkter Ausweichreaktion auf islamkritische Aussagen die These aufgestellt, dass es den Islam gar nicht gebe, weil dieser ja in zahlreiche unterschiedliche konfessionelle und regional-kulturelle Varianten zerfalle. Einerseits also die Unterstellung einer positiven Wesenshomogenität, andererseits aber die Behauptung einer absoluten Unterschiedlichkeit und Heterogenität. Doch handelt es sich hierbei nicht nur um einen aussagelogischen Widerspruch. Auch für sich betrachtet sind beide Standardbehauptungen unhaltbar. Die Legende vom durch und durch friedlichen, toleranten, gerechten etc. Charakter des Islam widerspricht ganz und gar den glaubensinhaltlichen, historischen und gegenwartsgesellschaftlichen Tatsachen. Und die Leugnung der Existenz des Islam im Singular zerreißt den untrennbaren Zusammenhang von Allgemeinem und Besonderem, dem auch die islamische Herrschaftskultur unterliegt. Dahinter steckt die Leugnung eines einheitlichen, alle Schattierungen betreffenden, inhaltlich-normativen Fundaments, das sowohl den Sunniten und Schiiten als auch den verschiedenen Rechtsschulen zugrunde liegt. Erkenntnistheoretisch betrachtet handelt es sich hierbei um die Eliminierung des Allgemein-Wesentlichen bei gleichzeitiger Verabsolutierung des Einzelnen und Besonderen im Sinne einer abwegigen erkenntnistheoretischen Desorientierungsstrategie.

So wird die ‚übergreifende‘ Normierungskraft und Orientierungsrelevanz von Koran, Sunna und islamischem Recht durch lokale/regionale Unterschiede zwar modifiziert, aber beileibe nicht beseitigt. D.h.: Es gibt Unterschiede, die niemand leugnet, aber diese betreffen eben gerade nicht den Wesenskern und die relevanten Grundinhalte des islamischen Weltanschauungssystems. Die Behauptung, es gäbe keinen Islam im Singular, negiert hingegen den hervorstechenden Tatbestand, dass es zentrale und fundamentale glaubensdogmatische Übereinstimmungen und Konvergenzen zwischen den „rechtgläubigen“ Muslimen gibt, die aus der übergreifend-allgemein wirksamen Weltanschauung resultieren.

Darüber hinaus ist es eine Binsenwahrheit, dass die islamische Herrschaftskultur in jeweils landesspezifischer Form in Erscheinung tritt. Auf der Grundlage einer relativ stabilen weltanschaulich-normativen Übereinstimmung sind es demnach primär die ökonomisch-sozialen und regimestrukturellen Unterschiede, die als Differenzierungsfaktoren wirksam werden und ihrerseits sekundäre religiös-ideologische Modifikationen oder Anpassungen auslösen. Von elementarer Bedeutung ist hier die Nähe oder Ferne von den ölrentenökonomischen Reichtumszentren bzw. der Platz, den das betreffende Land oder die betreffende Region im ‚petrollistischen‘ Verteilungssystem einnimmt: Geber, (ranggestufter) Nehmer oder Ausgeschlossener. Je weiter die einzelnen islamischen Herrschaftsregionen von den internen Reichtumszentren entfernt sind, desto ausgeprägter ist die Tendenz, die raubökonomische Tradition zu reanimieren und Formen illegaler Schattenökonomie oder offener Beuteökonomie zu praktizieren. So basierte die Ökonomie der afghanischen Kriegsherren und der Talibanherrschaft auf Schmuggel, Drogenanbau, Waffenhandel und Schutzgelderpressung. „Die Bestechungsgelder, die CIA und ISI den Paschtunen-Oberhäuptern zahlten, um die Waffen-Konvois durch ihre Stammesgebiete fahren zu dürfen, galten auch für die Herointransporte, die auf derselben Route zurück nach Pakistan gingen“ (Rashid 2001, S. 210). Neben den Zolleinkünften aus dem Schmuggelgeschäft bildeten vor allem die Steuern auf den Opiumexport den Hauptanteil des Talibaneinkommens und ihrer Kriegswirtschaft. „Laut Koran sollen die Muslime 2,5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens als Zakat (Almosensteuer, H.K.) den Armen geben, aber die Taliban hatte keinerlei religiöse Skrupel, 20 Prozent vom Wert einer LKW-Ladung Opium als Zakat zu verlangen“ (ebenda, S. 206) – ein schönes Beispiel für die bedingungsspezifische Modifikation religiöser Normen.

Auffällig ist auch der Tatbestand, dass es nahezu flächendeckend im gesamten Ausdehnungsgebiet der islamischen Herrschaftskultur – unabhängig von konkreten sozialökonomischen und regimestrukturellen Bedingungen – militant-djihadistische Gruppen und dahinter stehende radikalislamische Milieus mit hochkonvergenten Ideologien gibt.

Genau betrachtet handelt es sich bei den intraislamischen Unterschieden vorrangig und hauptsächlich um einen Wettbewerb hinsichtlich der richtigen Form der Unterwerfung unter das Gesetz Allahs. Diese internen Rivalitäten um Deutungs- und Normierungshegemonie rechtfertigen keinesfalls die Leugnung der Existenz des Islam im Singular.

Auch käme wohl niemand ernsthaft auf die Idee, zu sagen, man dürfe nicht mehr vom Kapitalismus als ökonomischer Grundstruktur einer Gesellschaft sprechen, weil es unterschiedliche kapitalistische Länder gäbe, die sich in vielen historischen, sozialen, kulturellen etc. Aspekten voneinander unterscheiden. Ebenso käme niemand ernsthaft auf die Idee, nicht mehr vom Faschismus, Rechtsextremismus oder Maoismus zu sprechen, obwohl unterschiedliche (und obendrein auch noch zerstrittene) faschistische, rechtsextremistische oder maoistische Gruppen existieren. Und es wird sogar weiterhin vom Wald geredet werden, obwohl es doch nach der Logik der Islamapologetik nur noch Bäume geben dürfte.

Im Näheren lässt sich der Islam als ein objektives religiös-weltanschauliches System von Behauptungen, Normen, Vorschriften, Handlungsaufforderungen etc. bestimmen, das ein kulturspezifisches Gefüge zwischenmenschlicher Herrschaftsbeziehungen vor- und festschreibt.

Die wesentlichen Manifestationsformen dieses objektiven Systems sind:

1) der Koran, der als unmittelbares, vom Engel Gabriel dem Propheten Mohammed übermitteltes Gotteswort gilt und nach seiner Verkündung absolute, räumlich und zeitlich uneingeschränkte Gültigkeit beansprucht;

2) die Sunna bzw. vorbildhafte Verhaltensweise des Propheten Mohammed, seiner engsten Umgebung und der frühmuslimischen Gemeinde, wie sie in gesammelten Aussagen, Anweisungen, Empfehlungen, Taten etc. überliefert worden ist (Hadithsammlung);

3) das primär aus Koran und Sunna abgeleitete islamische Recht (Scharia), konkretisiert in Form von vier sunnitischen Rechtsschulen und einigen schiitischen Rechtsschulen, von den die dschafaritische als die bedeutendste bezeichnet wird; sowie

4) die dominanten Auslegungsdogmen der Religionsgelehrten in engstem Verweisungszusammenhang zu den vorgenannten Quellen.

In der konkret-historischen Praxis hat dieses objektive Bedeutungssystem die Form regionalspezifischer Ausgestaltungsvarianten angenommen und Auslegungskonflikte (insbesondere zwischen Sunniten und Schiiten) in sich aufgenommen, ohne in diesen modifizierten Formen seinen Grundcharakter als vormoderne Herrschaftsideologie einzubüßen. Da der Islam religiöses Glaubenssystem, gesellschaftliche Ordnungslehre, Alltagsethik, Sozialisations- und Erziehungsgrundlage in einem ist, ist er per se „politisch“, d.h. auf die umfassende soziale Regelung zwischenmenschlicher Beziehungen ausgerichtet(1).

Es geht folglich bei der Beurteilung des Islam deshalb primär nicht um spirituelle Aspekte, rituelle Glaubenspraktiken und Auslegungskasuistik. Als die letztendlich ausschlaggebende Dimension des Islam hat sich vielmehr die aus ihm hervorgehende ‚Begründung‘, Legitimierung und gewaltgestützte Expansion/Verteidigung/Wiederherstellung eines kulturhistorisch spezifischen Systems zwischenmenschlicher Herrschaftsbeziehungen erwiesen (2). Seine operative Wirksamkeit erhält dieses offenbarungsreligiöse Behauptungs- und Begründungssystem in Form einer normativ-autoritären Ordnungsideologie, die als ein allumfassender Regel- und Pflichtenkatalog in Erscheinung tritt:

„Der Islam war schon immer totalitär. Er beherrschte praktisch jeden Gedanken und jede Handlung der Gläubigen. Für dieses Verhältnis stand symbolisch zum Beispiel das Hersagen der Bismillah auch während der unwichtigsten Tätigkeit ebenso wie die allumfassende Bedeutung der Überlieferungen. Jegliche Handlungen, selbst diejenigen, die äußerst fundamentalen biologischen Bedürfnissen entsprechen wie Defäkation oder Koitus, wurden durch religiöse Vorschriften bestimmt. Selbst gesellschaftliche Handlungen, die in anderen Kulturen für außerhalb der Religion stehend angesehen werden, seien sie technischer, wirtschaftlicher oder künstlerischer Natur, wurden in das System integriert und religiös ausgelegt. Jegliche Handlung, Einrichtung, selbst jeglicher Gedanke, der dem System fremd war, wurde entweder abgelehnt oder, wenn dies nicht möglich war, eingegliedert und islamisiert“ (Rodinson, zit. n. Gopal 2006, S. 411f.).

Diese kritische Sicht trifft sehr genau das orthodox-islamische Selbstverständnis: „Der Islam beinflußt den Muslim, ob er sich bewegt oder ruht, er beeinflußt das, was er insgeheim und was er öffentlich tut, was er für sich und was er sichtbar tut, er beeinflußt sein Stehen und Sitzen, sein Schlafen und Wachen, er beeinflußt sein Essen und Trinken, seine Kleidung und seinen Schmuck, er beeinflußt seinen [Habitus beim] Verkauf und Kauf, seine Tauschgeschäfte und Transaktionen, er beeinflußt seine Anstrengung und seine Erholung, seine Freude und seine Traurigkeit, seine Gelassenheit und seinen Zorn, er beeinflußt ihn im Unglück wie im Glück, bei Krankheit wie bei Gesundheit, in [Situationen] der Schwäche und der Stärke, er beeinflußt ihn als Reichen und Armen, als jungen und als alten [Menschen], als bedeutsamen und als gemeinen [Mann], er beeinflußt sein Wohnen und seine Familie, seinen [Umgang mit] Freund und Feind, Frieden und Krieg, er beeinflußt ihn als einzelnen und in der Gemeinschaft, als Herrscher und Beherrschten, als Wohlhabenden und als Habenichts. Es gibt also kein Verhalten, das man sich vernünftigerweise vorstellen kann, und keine Situation, in der der Mensch sich befinden kann, ohne dass der Islam den Muslim beeinflußt und sein Verhalten so festlegt, wie es (der Islam) vorsieht.

Wer folglich denkt, der Islam sei [nur] ein Glaube und nicht auch ein System (eine Ordnung=nizām), ist töricht und weiß nichts vom Islam“ (Abd al-Qadir `Udah, ein konservativer Anhänger der ägyptischen Muslimbrüder. Zit. n. Antes 1991, S. 59).

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Literatur
Antes, Peter: Ethik und Politik im Islam. In: Antes, Peter u .a.: Der Islam. Religion – Ethik – Politik. Stuttgart Berlin Köln 1991, S. 58-97.

Dashti, Ali: 23 Jahre. Die Karriere des Propheten Mohammed, Aschaffenburg 1997.

Gopal, Jaya: Gabriels Einflüsterungen. Eine historisch-kritische Bestandsaufnahme des Islam. 2. erweiterte Auflage Freiburg 2006.

Krauss, Hartmut: Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft. Eine kritische Bestandsaufnahme. Osnabrück 2008.

Rashid, Ahmed: Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad. München 2001.

(1) Als Vorbild für diesen ganzheitlichen Geltungsanspruch ist die Gründung und gesetzliche Regulierung der medinesischen Sozialordnung durch den Propheten Mohammed anzusehen. „In Medina war der Islam jedenfalls nicht nur der Glaube an Gott, er wurde vielmehr auch zur Grundlage eines neuen Rechtssystems und eines arabischen Staates. Alle Regeln und Pflichten dazu wurden während des Aufenthalts des Propheten in Medina in den letzten Jahren seines Prophetendaseins festgelegt“ (Dashti 1997, S. 135).

(2) Vgl. hierzu ausführlich Krauss 2008 oder Rezension zum Buch.

Video: „Kurzer Abriss, warum der Islam nicht zu Europa gehört“ mit Hartmut Krauss, Initiative an der Basis:

Hartmut Krauss umreißt in dem Video in prägnanter Form elementare Wesensmerkmale und Inhalte des Islam und liefert damit auch einen kurzen Einblick, was aus welchen Gründen im Umgang mit islamisch geprägten/sozialisierten Migranten an der Basis erfahren und erlebt wird.

Wir von der Initiative an der Basis werden in unserem täglichen Leben regelmäßig mit Problemen und Missständen konfrontiert, die bislang in der öffentlichen Debatte zum Thema “Migration und Flucht” als Einzelfälle oder gar Ausnahmen deklariert werden. Dabei handelt es sich eben nicht um Ausnahmen, wie wir anhand unserer Erfahrungen feststellen können.

Es ist uns ein dringendes Anliegen, unsere gesammelten Erfahrungen und Forderungen an die Öffentlichkeit zu bringen.

Um Probleme anzugehen, ist es erforderlich, diese offen und ehrlich zu benennen, um dann eine sachliche Debatte darüber zu führen, wie diese (vor allem auch auf politischer Ebene) gelöst werden können.

Wir von der Basis sehen uns in der Verantwortung, mit unserem – von vielen Menschen zusammengetragenen – Erfahrungsschatz wie auch erarbeiteten, möglichen Lösungsvorschlägen zu dieser Debatte beizutragen.

„Work-in-progress“- Forderungskatalog der Initiative an der Basis zum herunterladen: Forderungen


 

——————————- E N G L I S H ——————————–
Hartmut Krauss worked for 20 years at the grassroots level with migrants and refugees as a teacher of German as a foreign language and pedagogical leader in adult education. The social and educational scientist is known to the public as a renowned author and publisher of books critical of Islam. Hartmut Krauss is part of our grassroot movement Initiative at the Basis.

Non-official translation:

The Islam doesn’t exist.“ Yes, it does!
A Critique of a Stereotypical Defensive Dogma

Islamapologetics is characterized by a central logical contradiction that characterizes the public debate to a large extent:

On the one hand Islam is generally presented as a homogeneous „religion of peace, tolerance and charity“, i.e. as a harmoniously self-contained fact. On the other hand then in direct evasion reaction to Islam-critical statements the thesis is set up that Islam does not exist at all, because it would fall apart into numerous different denominational and regional-cultural variants. On the one hand therefore the assumption of a positive homogeneity of character, on the other hand however the assertion of an absolute difference and heterogeneity. But this is not just a logical contradiction. Both standard assertions are also untenable on their own. The legend of a through and through peaceful, tolerant, just etc. character of Islam is not only a contradiction in terms but completely contradicts the facts of the faith’s content, history and contemporary society.

The character of Islam completely contradicts the facts of it’s faith content, history and contemporary society.  And the denial of the existence of Islam in the singular tears apart the inseparable connection between the general and the particular, to which the Islamic culture of domination is subject to. Behind this is the denial of a uniform, content-normative foundation concerning all shades, which underlies both the Sunnis and Shiites as well as the various islamic schools of law. In terms of epistemological theory, this involves the elimination of the generally essential while at the same time making the individual and the special absolute in the sense of an absurd epistemological disorientation strategy.

Thus the ‚overarching‘ standardization power and orientation relevance of Koran, Sunnah and Islamic law is modified by local/regional differences, but by no means eliminated. I.e.: There are differences that nobody denies, but they do not concern the essence and the relevant basic contents of the Islamic worldview system. The assertion that there is no Islam in the singular, on the other hand, negates the prominent fact that there are central and fundamental doctrinal agreements and convergences between the „orthodox-islamic law abiding“ Muslims that result from the overlapping, generally effective worldview.

Moreover, it is a truism that the Islamic culture of domination appears in a country-specific form. On the basis of a relatively stable ideological-normative agreement, it is thus primarily the economic-social and regime-structural differences that become effective as differentiation factors and in turn trigger secondary religious-ideological modifications or adaptations. Of elementary importance here is the proximity or distance from the oil-rent economic wealth centers or the place that the country or region in question occupies in the ‚petrollist‘ distribution system: Donor, (ranked) recipient or the excluded.  The further away the individual Islamic ruling regions are from the internal centers of wealth, the more pronounced is the tendency to reanimate the robbery economy tradition and to practice forms of illegal shadow economy or open prey economy. Thus the economy of the Afghan warlords and Taliban rule was based on smuggling, drug cultivation, arms trafficking and extortion of protection money. „The bribes paid by the CIA and ISI to the Pashtun leaders to drive the weapons convoys through their tribal areas also applied to the heroin transports that went back to Pakistan on the same route“ (cf. Rashid 2001, p. 210).  In addition to customs revenues from smuggling, taxes on opium exports were the main source of Taliban income and their war economy. „According to the Koran, Muslims should give 2.5 percent of their disposable income as zakat (alms tax, H.K.) to the poor, but the Taliban had no religious scruples whatsoever to demand 20 percent of the value of a truckload of opium as zakat“ (ibid., p. 206) – a fine example of the condition-specific modification of religious norms.

What is also striking is the fact that there are militant-jihadist groups and the radical Islamic milieus behind them with highly convergent ideologies almost everywhere in the entire expansion area of the Islamic culture of rule – regardless of concrete socio-economic and regime-structural conditions.

What is also striking is the fact that there are militant-jihadist groups and the radical Islamic milieus behind them with highly convergent ideologies almost everywhere in the entire expansion area of the Islamic culture of rule – regardless of concrete socio-economic and regime-structural conditions.

In fact, the intra-Islamic differences are primarily and mainly a competition for the right form of submission to the law of Allah. These internal rivalries for hegemony of interpretation and standardization in no way justify the denial of the existence of Islam in the singular.

Also, no one would seriously come up with the idea of saying that one should no longer speak of capitalism as the basic economic structure of a society, because there would be different capitalist countries, with many differentiated  historical, social, cultural, etc. aspects of each other. Likewise, no one would seriously come up with the idea of no longer speaking of fascism, right-wing extremism or Maoism, even though there are different (and on top of that also divided) fascist, right-wing extremist or Maoist groups. There will continue to be talk of the forest, although according to the logic of Islamapologetics there should only be trees left.

In more detail, Islam can be defined as an objective system of claims, norms, regulations, calls for action, etc., based on religious and ideological views, which prescribes and establishes a culturally specific structure of interpersonal power relations.

The essential manifestations of this objective system are:

1) the Koran, which is regarded as a direct word of God transmitted by the angel Gabriel to the prophet Mohammed and claims absolute, spatially and temporally unrestricted validity after its proclamation;

2) the Sunnah or exemplary behavior of the Prophet Mohammed, his closest environment and the early Muslim community, as it has been handed down in collected statements, instructions, recommendations, deeds etc. (Hadith collection);