Veranstaltung: Initiative an der Basis am 17.9.2019 in Baden-Württemberg mit Alexander Mitsch (WerteUnion) – “Aufnahmestopp jetzt! Neuorientierung in der Migrationspolitik gefordert!”

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Am 17.9.2019 findet eine öffentliche Veranstaltung mit der Initiative an der Basis in Baden-Württemberg statt.

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Einladung

Die überparteiliche Bürgerinitiative

Aufbruch 2016 Rhein Neckar

lädt Sie herzlich ein zu einer Gesprächsrunde mit Gästen der

Initiative an der BASIS sowie der WerteUnion

 

Aufnahmestopp jetzt!

Neuorientierung in der Migrationspolitik gefordert!

 

Die Initiative an der Basis ist ein bundesweites Bündnis von Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten. Die Initiatoren kommen aus unterschiedlichen Berufen (Lehrkräfte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, BAMF-Übersetzer und Dolmetscher, Justizangestellte, Psychologinnen, Ärzte und Polizisten, etc., sowie Geflüchtete und Migranten), die die jetzige Politik kritisch beurteilen.

Rebecca Sommer, ehem. Zivilbevölkerungssprecherin im beratenden Status zur U.N., ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterin (AG Flucht + Menschenrechte):
“Massenmigration nach Europa und Deutschland und was die UN damit zu tun hat?“

Fabian Pöhler, Hauptamtlicher Flüchtlingsbegleiter:
“Sozialstaat und Asylpolitik beißt sich ins eigene Fleisch“

Dr. Ileana Vogel, Unfallchirurgin:
“Basiserfahrungen – Probleme der Zuwanderung aus der Sicht einer Zuwanderin – und Ärztin in einer Arztpraxis“

Christiane Soler, ehemalige Flüchtlingsbegleiterin:
“Warum ich aufgegeben habe“

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Alexander Mitsch, Vorsitzender der WerteUnion:
“Folgen einer verfehlten Einwanderungspolitik”

Prof. Dr. Fritz Söllner, TU Ilmenau WerteUnion:
“Die Kosten der „Flüchtlingskrise“–und wer sie trägt“

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Moderator:  Dr. Gunter Zimmermann, Aufbruch 2016
Ort:                Festhalle Brühl, Hauptstr. 2, 68782 Brühl
Datum:         17. September 2019 um 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
 

Mit einer Diskussion der Themen im Anschluss

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P r e s s e m i t t e i l u n g: Initiative an der Basis – Konferenz der Ex-Muslime am 4. September 2019 in Berlin

Ex-Muslim Konferenz-4Die Initiative an der Basis hat zur Konferenz der Ex-Muslime in Berlin eingeladen. Die Basisinitiartive besteht aus haupt- und ehrenamtlich tätigen Menschen, die in ihrer Arbeit täglich mit Migranten zu tun haben. LehrerInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, Justizangestellte, PolistInnen, Flüchtlingshelfer und MigrantInnen selber berichten über die Initiative von ihren Erfahrungen und haben einen “work-in-progress”Forderungskatalog erstellt, den sie vor ein paar Tagen als geladene Gäste in einer Veranstaltung  der WertUnion-Berlin vorstellten.

Veedu&Mimzy Vidz, Armin Navabi, Kian Kermanshahi, Harris Sultan, Mohamed Hisham

Veranstaltung der Initiative an der Basis: Veedu&Mimzy Vidz, Armin Navabi, Kian Kermanshahi, Harris Sultan, Mohamed Hisham

Eine Sprecherin der Initiative an der Basis begrüßte die Gäste und bedankte sich ausdrücklich bei den alternativen Medien, „ohne deren Unterstützung wir nicht gehört würden.“ Dann stellt sie die Referenten vor: „Die Ex-Muslime kommen heute aus ganz unterschiedlichen Ländern zu uns: Aus London, Kanada, Australien und Deutschland. Sie haben eines gemeinsam: Sie waren sehr fromme Muslime, sogar Fundamentalisten. Heute sind sie Atheisten und bezeichnen sich als Ex-Muslime.“

Kian Kermanshahi, Kurdisch-stämmiger Berliner aus London, Ex-Muslim-Blogger: “ Deutschland unterschätzt die Gefährlichkeit des Islam und lässt Hunderttausende von Judenhasser ins Land. Ich war intensiv auf der Suche nach einem menschenfreundlichen Islam. Ich habe mich durch die gesamte islamische Literatur gearbeitet und musste feststellen, dass das Wesen des Islam korrupt ist. Also habe ich ihn verlassen.“ Auch die Reform-Muslime in Deutschland könne er nicht verstehen: „Sie sind sich der gewalttätigen islamischen Natur bewusst und halten dennoch an dieser Weltanschauung fest.“ Entsprechende Verse umzuinterpretieren oder apologetisch zu verharmlosen, sei ein Täuschungsversuch gegenüber dem Westen.
Er stellt fest, dass die Institutionen und die politischen Verantwortlichen sich weigern, die Gefährlichkeit des Islam zur Kenntnis zu nehmen. „Der Islam ist kein Teil der deutschen Kultur. Wir müssen keine Menschen integrieren, die mit unserem Wertesystem nichts anfangen können.“ Und er warnt: „Im Moment bestimmen wir, wie groß unser Freiraum ist. Wenn die starke Zuwanderung aus der muslimischen Welt anhält, sehen wir uns islamischen Parteien und ihren Forderungen gegenüber: In Belgien fordern islamische Aktivisten getrennte Busse für Männer und Frauen, die in Pakistan verfolgte Christin Asia Bibi kann in England kein Asyl erhalten, weil man Unruhen durch die muslimische Minderheit im Land fürchtet und eigene Religionsgerichte behandeln Frauen als Menschen zweiter Klasse. „Ich kenne in Deutschland keine Frau, die sich noch die Freiheiten herausnimmt, die vor zehn Jahren selbstverständlich waren.“ Und später am Abend ergänzt er: „Dass nach dem Holocaust jüdisches Leben in Deutschland wieder möglich wurde, weil man in einem unermesslichen Kraftakt, der lange andauerte, Juden wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft holen konnte. Jetzt würde man zu Hunderttausende wieder Judenhasser ins Land holen, die Angst unter den Juden auslösen  und dazu führt, dass deutsche Juden an Abwanderung denken.“

Veedu Vidz, Pakistan-stämmiger Londoner, Youtube-Comedian: Das Recht auf freie Rede ist die größte Errungenschaft der Menschheit – verbietet uns nicht den Mund!
Er kommt aus einer gemäßigten Familien. Zum praktizierenden Muslim wurde er auf einer vom Konvertiten Cat Stevens gegründeten Schule. Im Studium lernte er wissenschaftliche Methoden kennen und versuchte, wissenschaftliche und muslimische Konzepte zu versöhnen. Bis eines Tages muslimische Freunde sagten: „Du redest wie ein Atheist. Das war es dann mit dem Islam.“ In einer Pause zwischen Jobs begann er, Comedy-Videos über islamische Themen zu drehen. „So wie die Christen und ihre Kirchen kritisiert werden, müssen auch die Muslime und ihre Moscheegemeinden kritisiert werden. Dieses Recht spricht uns die Linke ab. Der Kampf um die Redefreiheit darf nicht verloren gehen. Denn die westliche Welt ist der einzige Ort, an dem Muslime frei sprechen dürfen. Und warum immer dieser Respekt vor den Religiösen, die ihrerseits nicht zimperlich sind, wenn sie über Homosexuelle, Frauen und Andersdenkende herziehen!“

Mohamed Hisham, in Deutschland lebender Flüchtling aus Ägypten, auf Jobsuche in der IT-Branche: „Deutschland ist nicht so frei wie erhofft“.
Mohamed Hisham hatte sich als Student in Kairo in einer Fernsehsendung als Atheist geoutet. Er wurde aus dem Studio geworfen, mit Morddrohungen überhäuft und konnte sich der Gewalt seines Umfeldes nur dadurch entziehen, dass er sich wieder zum Islam bekannte, bis ihm die Flucht gelang. Übrigens erhielt er von Deutschland weder ein Visum noch Asyl, weil Ägypten trotz der Sharia-Gesetze fuer ihn angeblich als sicheres Herkunftsland gilt. „Auch in Deutschland musste ich bemerken, das ich hier nicht sicher vor Muslimen bin, die mir als Atheisten bzw. Aussteiger aus dem Islam gefährlich werden könnten. Jetzt gebe ich mich wieder als Muslim aus und verschweige meine sexuelle Orientierung. Ich hatte mir in Deutschland ein freies Leben erhofft.“
Seine Kindheit beschreibt Mohamed als von Alpträumen über höllische Strafen und die Angst vor dem Letzten Gericht geprägt. Er lernte, dass seine Homosexualität eine Perversion war. Dass er an der Universität Englisch lernte, war sein Ausgang aus dem religiösen Gefängnis. Im Internet traf er auf Atheist Republik und somit auf Menschen, die wie er waren und wie er dachten. Er sei Armin Navabi, den Initiatoren von Atheist Republik, sehr dankbar für dieses Movement.

Mimzy Vidz, Londerin mit nordafrikanischen Wurzeln, Youtuberin: “Das muslimische Kopftuch als Zeichen meiner Emanzipation zu sehen, war mein größter Selbstbetrug.“

Mimzy ist die Tochter eines muslimischen Religionslehrers. Durch seinen Glaubensabfall verschwand er aus ihrem Familienleben und ihr wurde erklärt, er sei geisteskrank. Bereits mit fünf Jahren trug sie das Kopftuch. „Uns wurde stets erklärt, dass wir uns von Jungs fernhalten müssten, sie seien gefährlich. Wir müssten rein bleiben, stets das Kopftuch tragen. Für jede sichtbare Haarsträhne würden wir im Fegefeuer gehängt. Später wurde uns gesagt, durch das Kopftuch würden wir nicht auf unsere Schönheit reduziert, sondern durch unseren Verstand definiert. Deshalb sei das Kopftuch Zeichen unser Emanzipation.“ Und sie stellt fest: „Das Kopftuch wird wegen des kulturellen Drucks getragen. Nie, weil es etwa eine Wahl für die Mädchen gäbe. „Außer wenn die Mädchen sich entschlössen, auf ewig in der Hölle brennen zu wollen.“ Muslimische Mädchen würden hinter verschlossenen Türen ständig bedroht und misshandelt: „Sie sind eben nach der Scharia nur Menschen zweiter Klasse intellektuell und religiös defizitär.“
An der Universität ging Mimzy an den Strand. Dort sah sie viele Mädchen im Bikini. „Ich war natürlich ganz verhüllt. Und das ist kein Vergnügen!“ gesteht sie. Was ihr zu denken gab: „Die Jungs und die Mädchen am Strand waren nett zueinander, hatten Spaß zusammen. In arabischen Ländern dagegen werden Frauen sexuell belästigt oder beleidigt, egal wie verhüllt sie rumlaufen.“
Auf eine Frage aus dem Publikum gesteht sie, dass es ihr nach dem Glaubensabfall ergangen ist wie ihrem Vater: „Die Verwandten werfen dich ganz aus ihrem Leben oder halten dich auf Abstand.“

Harris Sultan, Pakistan-stämmiger Australier und politischer Aktivist: “Don’t fuck it up Germany! Vermassel es nicht, Deutschland! Sonst gibt es auf der ganzen Welt keinen freien Ort mehr. Nicht für Euch, nicht für die Muslime!“
Europa und die westliche Welt werden aus der Sicht von Sultan im Moment von einer Idee erobert, die sich überlegen fühlt, Respekt einfordert und sich für unantastbar erklärt: Dem Islam.
Alle Religionen sind für ihn gefährlich: „Die Ideen der Aufklärung haben Europa groß gemacht, weil sie Vernunft und Humanismus gegen die Kirchen durchgesetzt haben. Und nein: Der Islam ist keine östliche Idee gegen christlich-westliche Ideen. Humanistische rationale Ideen kennen wir aus vielen Hochkulturen. Sie sind nicht wegen der Religion entstanden, sondern trotz der Religion. Die großen Denker der europäischen Aufklärung haben gegen die Kirchen die Freiheitsrechte erkämpft und die beste humanste Gesellschaft geschaffen, die je existiert hat.“
Nun erniedrigt sich der Westen, stellt seinen für die Demokratie wichtigsten Wert zur Disposition: Die Meinungsfreiheit. “Ich glaube nicht an Allah. Für diesen Satz kannst du in islamischen Ländern gehängt werden. Und ich bin unter 220 Millionen Pakistani der Einzige, der ihn offen sagt.“
Und jetzt sagen die Linken in Europa, Kritik am Islam ist Hassrede! Ein Ex-Muslim kann kein Rassist sein! Nein, er verteidigt Frauenrechte und LGTB-Rechte!“ Er appelliert an die Europäer: „Steht zu den humanistischen Werten, die Eure Vorfahren durch die Aufklärung hart erkämpft haben. Steht jeden Tag in der Schule, in der Arbeit, in der Politik für sie ein!“
“Deutschland begeht nationalen Selbstmord, wenn es fast zwei Millionen Migranten aus muslimischen Ländern ins Land lässt!“ Er führt aus, dass 2 % der Bevölkerung bereits Wahlen entscheiden und warnt: „Echte Scharia ist jenseits der Vorstellungskraft westlich geprägter Menschen. Und die Europäer müssen sich klar machen: Ein muslimischer Kandidat bekommt alle muslimischen Stimmen. So wie Sadiq Khan in London, der zum Glück kein Fundamentalist ist. Aber es werden strenggläubige Muslime kandidieren und sie werden die Demokratie und die Freiheit bedrohen.“ Sultan warnt: “Die Linke ist in der Hand der Islamisten die extreme Rechte geworden: Sie bedroht jeden, der über Islam und Zuwanderung kritisch spricht.“
Europa und besonders Deutschland solle seine Prioritäten neu setzen: „Deutsche Politiker sind dem Wohl des Deutschen Volkes verpflichtet und seinen Werten. Helft denen, die vor dem Islam fliehen und lasst auf keinen Fall die anderen rein! Wenn ihr das vermasselt, gibt es auf der Welt keinen freien Ort mehr. Nicht für Euch, nicht für die Muslime!“

Armin Navabi, Iran-stämmiger Kanadier; Gründer von Atheist Republik, der weltweit größten atheistischen web-community: „”Islam must die. Reformers are slowing the process.”
Als Kind hat sich Armin aus dem Fenster seiner Schule im Iran geworfen, um der Hölle zu entgehen. Denn ein Knabe kann keine Sünde begehen und geht rein in den Himmel. Als er sah, was er seinen Eltern angetan hatte und nach langer Zeit wieder genesen war, hat er sich der Religion umso heftiger zugewendet, um den Himmel auf die fromme Art zu erringen. Heute ist der Islam für ihn ein archaisches Gefängnis, das Menschen dazu treibt, falsche Entscheidungen für ihr Leben zu treffen und ihren Alltag unmenschlichen Regeln zu unterwerfen.
Viele Muslime sind nette Menschen und tun anständige Dinge und sind tolerant. Sie sind es aber nicht wegen, sondern trotz des Islams. Es gab in muslimischen Ländern stets auch eine Kultur, die über den Islam hinausgeht. Die sich der Wissenschaft, sogar der Toleranz und der Freiheit zugewendet hat. Das ging, weil, die Religion nicht so streng gelebt wurde. Wenn jetzt Europäer nach einer Reformation des Islam rufen, muss ich ihnen leider sagen: Sie hat bereits stattgefundenen, und nennt sich Wahabismus!“
Andere in Europa wünschen sich einen Reformislam. Sie wollen den Muslimen eine islamische Kultur bieten und eine Religion, die mit den Werten der Aufklärung vereinbar ist, eine humane Variante. Eine solche Reform funktioniert aber nicht ohne die Quellen des Islam entweder zu leugnen oder umzuinterpretieren. Das ist mit einem vernünftigen Denken, das kritischen wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, nicht zu leisten.“ Reformislam selber hintergeht für Navabi deshalb bereits die rationalen Werte der Aufklärung und wird zum Schutzschild für die Islamisten, die sich hinter einem humanen Islam vor den Angriffen der säkular eingestellten Menschen verbergen. Der Reformislam werde nirgendwo in der muslimischen Welt akzeptiert oder gelebt. Sein Leben widme er deshalb der Zerstörung des Islam durch Kritik an seinen Glaubenssätzen. Jeden einzelnen Mulim müsse man auffordern, über seinen Glauben nachzudenken. Navabi: „Die Macht des mittelalterlichen Christentums wurde durch den Buch- und Zeitungsdruck gebrochen. Die Macht des Islam wird durch das aussprechen der Wahrheit zerstört!“

VIDEO: INITIATIVE AN DER BASIS zu Gast bei der WerteUnion-Berlin (31. August 2019)

Die WerteUnion-Berlin hatte am Samstag, den 31. August 2019, die Initiative an der Basis zu Gast.

 

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Die WerteUnion begrüßte die Gäste und dankte dafür, dass Menschen, die täglich mit Migranten und Flüchtlingen arbeiten, bereit sind, ihre Erfahrungen aus erster Hand zu teilen und ihre Forderungen darzulegen.

Ebenfalls geladen hatte die Werteunion den Staatsrechtler und Rechtsanwalt Dr. Ulrich Vosgerau. Er führte aus, wie geschriebenes Recht im europäischen Kontext von der Politik situativ ausgelegt wird (siehe Audiovideo).”Deshalb”, so der Jurist, “haben sich die Gesetze zwar nicht geändert, wohl aber deren Anwendung.”

Um die Kosten der Flüchtlingspolitik ging es im Impulsreferat von Rechtsanwalt Prof. Dr.Söllner, TU Ilmenau (siehe Audiovideo). Die Bundesregierung hat dafür im Haushalt 2018 ca. 23 Milliarden Euro veranschlagt. Davon gehen vier Milliarden Euro für die Versorgung von ca. 1 Million Flüchtlinge im Hartz4-System an die Gemeinden. Nach den Vorträgen fand ein reger Austausch ziwschen dem Publikum und den Referenten statt (siehe Audivideo).

Rebecca Sommer von der Initiative an der Basis und ehem.Zivilbevölkerungsvertreterin zu den Vereinten Nationen kritisierte, dass Deutschland von den maßgeblichen Politikern ohne Zustimmung der Bevölkerung als Einwanderungsland betrachtet werde. Sie verwies auf eine lange Reihe von UN-Dokumenten und Beschlüssen, die diese Sicht vorbereitet und zum Teil rechtlich verbindlich gemacht haben. Die einheimische Bevölkerung verliere zunehmend ihr Recht auf ihre gesamtgesellschaftliche Zukunftskontrolle und Wahrung ihrer Identität.

Der Sozialwissenschaftler Hartmus Krauss von der Initiative ander Basis erläuterte in seinem Vortrag (Vortrag)(siehe Audiovideo), warum sich der Islam nicht in einen säkular-demokratischen Rechtsstaat integrieren lässt. Die verbindlichen Dogmen des Islam setzten Religion und Staat gleich. Hingabe an Gott bedeute für jeden frommen Muslim staatliche Gesetze und privates Leben an den religiösen Gesetzen auszurichten, wie sie dem Propheten von Gott offenbart worden sind. Eine willkürliche Auslegung der religiösen Normen sei nicht möglich, da dies den Muslimen bereits in den Urtexten untersagt wurde. Ein frommer Muslim werde deshalb stets die göttlichen Gesetze den staatlichen Gesetzen vorziehen. Mit seinem universalen Herrschaftsanspruch und seiner dem Humanismus widersprechenden Rechtsordnung sei der Islam nicht in eine europaeische Gesellschaftsordnung integrierbar.”

Im Anschluss belegten verschiedene Mitglieder der Initiative an der Basis anhand von Erfahrungsberichten warum und welche Forderungen die Initiative an der Basis in einem umfangreichen “work-in-progress” Forderungskatalog zusammengestellt hat und in der Quintessenz ein “Aufnahmestopp für mindestens 3 Jahre fordert, um den IST-Zustand zu analysieren und sich dementsprechend neu zu orientieren” (siehe “work-in-progress” Forderungskatalog von der Initiative an der Basis) .

Kian Kermanshahi (Redebeitrag) von der Initiative an der Basis ist ein iranischer Kurde aus Berlin. In seinen 28 Jahren als schiitischer Moslem hat er unter anderem die gegen den Staat Israel gerichteten Al-Quds-Demonstrationen mitorganisiert. Sein Weg aus dem – so Kermanshahi – “arachaischen Gefängnis” des Islam führte ihn zunächst zum sogenannten Reformislam. Heute bezeichnet er sich als Ex-Muslim. “Warum brauchen wir die Nabelschnur einer Fantasiereligion, die alles ausblendet, was humanistischen Grundsätzen widerspricht und deshalb von islamischen Theologen verurteilt wird? Wenn Vertreter des Reformislam die Gräueltaten des Propheten ablehnen und sich trotzdem zu ihm bekennen, beschwichtige das allenfalls die Ängste, die viele Europäer vernünftigerweise mit dem Islam verbinden. Sein Appell an alle Menschen in Deutschland: “Setzt die Kritik am Islam auf die Tagesordnung, bevor der Islam sie selbst schreibt. Muslimische Zuwanderung verstärke den Aufwind, in dem sich die islamischen Parteien bereits befinden. Kümmert Euch um die, die vor dem Islam flüchten!”

Aus der Praxis in der Flüchtlingsarbeit berichtete zuerst Christiane Soler (siehe Video”Die Lügen der Politiker“), die jahrzehntelang als juristische Sachbearbeiterin in der Industrie beschäftigt war. “Mein größtes Problem ist HartzIV.” Viele Flüchtlinge, die sie betreute, hätten nichts für ihre Integration getan, wohl aber durch Schwarzarbeit Sozialhilfebetrug begangen und kurz nach der Anerkennung Gelder für ihre Geschäfte zur Verfügung gehabt. “Es kann nicht sein, dass sich Leute auf dem Sozialamt nackt machen müssen, die jahrzehntelang eingezahlt haben und hunderttausende junger Männer, die illegal ins Land gekommen sind, leistungsloses Einkommen beziehen.”

Die Lehrerin Christine G. berichtete, dass nur ein geringer Anteil der Immigranten die Ausbildungsreife erreichten und noch weniger ihre Ausbildung erfolgreich beendeten. “Wer bei uns eine dreijährige Ausbildung schafft, hätte im Heimatland vermutlich studiert.” Sie beklagte hohe Fehlzeiten sowohl in der Ausbildung als auch in den vorbereitenden Berufsintegrationsklassen: “Den meisten fällt das Lernen sehr schwer. Jedes Jahr vereinfachen wir unser Material. In Prüfungen werten wir jede Antwort, die lautmalerisch der Lösung entspricht.” Aus ihrer Sicht müssen Sozialleistungen konsequent an die Bildungsbemühungen der Immigranten geknüpft werden.

Der Erzieher Martin Ringk (siehe Video “Dit sind keene Flüchtlinge”) berichtete von der Gewalt in den UmF-Flüchtlingsheimen.”Wir sprechen von den ‘bärtigen Kindern, denn schätzungsweise sind 40% der unbegleiteten Minderjährigen längst volljährig.” Sie bringen aus ihren Heimatländern ungeheuer viel Gewalt mit. Da hier aber auch auf schwere Straftaten kaum Konsequenzen folgen, werden die jungen Leute in ihrem impulsiven aggressiven Verhalten bestärkt. Die Sozialdienste würden viele gravierende Vorfälle vertuschen, um weiter kassieren zu können.

Eine Psychologin berichtete von den vielen Kindern und Jugendlichen, deren Spracherwerb prekär verlaufe. “Wenn Kinder weder ihre Muttersprache noch Deutsch korrekt beherrschen, werden sie niemals anspruchsvolle Aufgaben lösen können.” Sie bemängelte fehlende Anreize für den Spracherwerb durch’Überbetreuung’ durch Dolmetscher, Paten, Nachhilfe etc. Das verstärke die fehlende Bereitschaft, Sprachkurse zu besuchen und Kontakt zur Bevölkerung aufzunehmen.

Im Anschluss an die Referate mündet der lange Applaus in lebhafte Diskussionen, wie die Islamkritik auf die Tagesordnung gesetzt werden könne und welche Strategien entwickelt werden müssten, um den demokratischen säkularen Rechtsstaat trotz anwachsender muslimischer Bevölkerung auf Dauer zu erhalten. Zum Schluss lud Rebecca Sommer zur Konferenz der Ex-Muslime ein, die am 4. September in Berlin stattfinden soll. Sommer: “Das sind beeindruckende Leute. Sie kommen aus London, aus Kanada und Australien. Bei uns reden sie Tacheles. Sie waren selber Moslems und sogar Islamisten. Sie wissen Bescheid.”

Initiative an der Basis: HARTMUT KRAUSS bei WerteUnion Berlin Veranstaltung

Hartmut Krauss von der Initiative an der Basis bei WerteUnion Berlin Veranstaltung 31.August

WerteUnion Berlin Veranstaltung

31. August 2019, 15:00 – 18:30 Uhr

Die WerteUnion-Berlin (WUB) hatte die Initiative an der Basis (INI-B) eingeladen, um ihre Positionen und Erfahrungen zum Thema „Migrationspolitik, Flüchtlinge und Islam“ vorzustellen.

Vorbereitete Rede von Hartmut Krauss, Initiative an der Basis, die wegen Zeitlimitierung nicht gesprochen werden konnte:

Ich habe zum einen in meiner langjährigen Tätigkeit als Dozent (Deutsch als Fremdsprache; Deutsch und Sozialkunde in Umschulungs- und Berufsorientierungslehrgängen) und später dann als Pädagogischer Leiter in der Erwachsenenbildung umfassende Erfahrungen mit Schülern aus unterschiedlichsten Ländern gesammelt. Zugleich war ich aber immer auch wissenschaftlich-publizistisch tätig und in diesem Kontext u.a. mit der Analyse nichtwestlicher Herrschaftskulturen befasst, wobei sich hierbei die Beschäftigung mit dem Islam als besonders relevant herauskristallisierte. Begleitumstände: Afghanistankrieg (1979-1989); Errichtung der schiitischen Gottesdiktatur im Iran (1979); 1. Golfkrieg zwischen dem Iran und Irak (1980-1988).

Vor diesem Hintergrund der Synthese aus Erfahrung und Analyse möchte ich zwei wesentliche Aspekte herausheben:

  1. Im Hinblick auf die Immigranten aus islamisch geprägten Ländern muss unterschieden werden zwischen a) der relativ kleineren Gruppe islamgeschädigter bzw. antiislamischer Immigranten einerseits und b) der größeren Gruppe andererseits, die sich mit unterschiedlicher Ausprägung im Einklang mit den orthodox-islamischen Dogmen und Normen befindet, diese nicht kritisch reflektiert und hinterfragt, sondern als „unsere unantastbare Tradition“ reproduziert und sozialisatorisch weitergibt.
  2. Betrachtet man die unterschiedlichen Zuwanderergruppen in ihrer Gesamtheit, dann ist zwischen zwei Hauptgruppen zu differenzieren: Diejenigen, die sich sozial und kulturell integrieren wollen und entsprechende Einstellungen und Verhaltensweisen erkennen lassen und denjenigen, die weder Interesse noch Bereitschaft zur sozialen und kulturellen Integration mitbringen, sondern hier im Aufnahmeland als „Siedler“ mit ihren importierten vormodern-antisäkularen und patriarchalischen Normen und Sitten leben wollen und von der einheimischen Bevölkerung verlangen, dieses kulturell-normativ gegensätzliche Siedlerdasein gefälligst zu akzeptieren und zu alimentieren. Diese Gruppe setzt sich hauptsächlich, ja fast ausschließlich aus islamisch geprägten Migranten zusammen. Mittlerweile sind aber auch afrikanische, ethnisch-stammeskulturell-patriarchalisch geprägte Migranten sowie die aus unterschiedlichen Ländern und Regionen stammenden Roma als weitere Problemgruppen anzuführen.

Schon lange vor der massenhaften irregulären Immigrationswelle 2015 war klar erkennbar, dass die Gruppe der türkisch-muslimischen Zuwanderer im Vergleich mit anderen Migranten mit Abstand am schlechtesten abschneidet. Negativ hervorstechend sind der hohe Anteil von Personen ohne Bildungsabschluss und die sehr hohe Erwerbslosigkeit unter den Jugendlichen. So hatten 2014 68% der Türken im erwerbsfähigen Alter keinen beruflichen Abschluss, 33% nicht einmal einen Schulabschluss. „Jeder fünfte aus der Türkei zugewanderte und noch in Deutschland lebende Mann und jede dritte Frau haben weder einen Schul- noch einen Berufsabschluss. Das ist mehr als in jeder anderen Migrantengruppe.“ (Berlin-Institut 2014, S. 31.) Aufgrund des geringen Qualifikationsniveaus lag der Anteil der Langzeitarbeitslosen (Erfahrung mit länger als 12 Monate andauernder Arbeitslosigkeit) bei männlichen Türken mit 43,6% besonders hoch (zum Beispiel im Vergleich zu Polen mit 28,9%; Zahlen aus 2010.[1])

„Menschen mit türkischem MH“, so das Berlin-Institut 2014, S. 60, „schneiden überall deutlich schlechter ab als Migranten aus den gesamten EU-27. Besonders groß fallen die Unterschiede in Berlin aus. Nirgendwo sind Menschen türkischer Herkunft öfter erwerbslos oder leben häufiger von öffentlichen Leistungen als in Berlin. Die türkische Gemeinschaft in Berlin ist relativ groß und gilt als in sich eher geschlossen, was offenbar eine Verbesserung der Lage über die Generationen erschwert.“ (Berlin-Institut 2014, S. 60.)

Nach Zahlen aus 2016 kamen die meisten nicht-deutschen Hartz-IV-Empfänger aus der Türkei (295.260), gefolgt von Syrien (242.391) und Polen (92.506). Im Jahresvergleich am stärksten gestiegen war Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus Eritrea (plus 229,4%) auf 16.764 und Syrien (plus 195,1%).

Türkische Zuwanderer haben im Vergleich zu anderen Migrantengruppen die wenigsten Kontakte zu Deutschen und die meisten zu Personen aus ihrem Herkunftsland. Das gilt insbesondere für die Frauen: So hat fast jede dritte Türkin gar keinen oder nur selten Kontakt zu deutschen Freunden. Die geringe Erwerbsbeteiligung sowie die relative Kontaktarmut mit Einheimischen spiegelt sich dann auch in der mangelnden Sprachbeherrschung: „So sprechen 38% der 35- bis 64-jährigen Türkinnen nur schlecht oder sehr schlecht deutsch“ (BAMF: Fortschritte der Integration 2010, S. 17)

Die soziokulturelle Desintegration zahlreicher Muslime lässt sich schlaglichtartig auch auf der Ebene subjektiver Einstellungen, hier nur bezogen auf die Türkischstämmigen in Deutschland (TiD) ablesen:

So stimmten 2012 72% der TiD der Aussage zu: „Der Islam ist die einzig wahre Religion“. 2010 waren es 69%.

2010 stimmten „nur“ 33% der TiD der folgenden Aussage zu: „Ich wünsche mir, dass in Deutschland irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen.“ 2012 waren es schon 46%.

Speziell in Deutschland, wo von „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ fast immer nur in Bezug auf Muslime als Objekt gesprochen wird (Heitmeyer u.a.), ist das folgende Ergebnis besonders zu gewichten:

Atheisten empfinde ich als minderwertige Menschen“ Zustimmungsrate 2012: 25%; 2010: 22%.

Juden empfinde ich als minderwertige Menschen“. Zustimmungsrate 2012: 18%; 2010: 14%.

Bemerkenswert ist auch folgender Befund: 31% 2010 und 46% 2012 stimmten der folgenden Aussage zu: „Wenn ich in Deutschland im Falle der Arbeitslosigkeit keine Sozialleistungen bekommen würde, würde ich sofort in die Türkei gehen.“

Vor diesem Hintergrund hatte Angela Merkel Ende August 2015 im Stile einer absoluten Monarchin selbstherrlich entschieden, bestehende Regelungen außer Kraft zu setzen und nach Ungarn gelangte Flüchtlinge unregistriert nach Deutschland einreisen zu lassen. Damit gab sie – propagandistisch verkauft als „humanitäre Geste“ – ein verhängnisvolles Signal der Einladung für sich verstärkende illegale und ungesteuerte Einwanderungsströme nach Deutschland. Damit spielte sie auch der Schleuserreklame in die Hände, welche Deutschland als Schlaraffenland für Flüchtlinge verkauft. Infolgedessen gelangten bislang nach offiziellen Angaben 1,8 Millionen sog. Schutzsuchende ins Land. Die sich daraus ergebenden Folgen für die ungefragte und genötigte Gesellschaft wurden mit einem populistischen „Wir schaffen das“ überspielt. Verdrängt werden sollten damit – mit bis heute anhaltender massiver massenmedialer Unterstützung – die mehrdimensionalen Auswirkungen dieses Masseneinstroms von überwiegend muslimischen „Flüchtlingen“ auf die relevanten gesellschaftlichen Systemebenen. Ich kann hier jetzt nur verkürzt und unvollständig auf Folgendes hinweisen:

1) Der extrem hohe Kostenapparat zur Bewältigung der Aufnahme, Unterbringung, umfassenden Versorgung, Betreuung, längerfristigen Alimentierung, Verwaltung, Ausbildung etc. der Asylbegehrenden sowie die zusätzlichen Aufwendungen für die sicherheitspolitische, polizeiliche und juristische Folgenbewältigung der Zuwanderungswelle. Geht man von (wohl viel zu knapp kalkulierten) 30 Mrd. Euro p.a. aus, wären das Ende 2019 150 Mrd. Euro.

2) Arbeitsmarkt und Belastung des Sozialsystems: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Juli 2017 hatten Ende 2016 43,1% der Arbeitslosen in Deutschland einen Migrationshintergrund, in den westdeutschen Bundesländern sind es sogar 49,5%. Bei den 4,3 Millionen „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“, die Hartz IV beziehen, – darunter sog. Aufstocker – lag der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund bundesweit bei 52,6%, in den westdeutschen Bundesländern sogar bei 59,5%.

Zu berücksichtigen sind nun die gravierenden Qualifikationsdefizite bei den seit 2015 hinzugekommenen Migranten: „Von den arbeitsuchenden Flüchtlingen hatten im Juni 2016 knapp 74 Prozent keine formale Berufsausbildung, 5 Prozent eine berufliche bzw. schulische Ausbildung und gut 9 Prozent eine akademische Ausbildung.“ (IAB-Zuwanderungsmonitor Juli 2016, S. 5) Damit kann diese Hauptgruppe der „Flüchtlinge“ nur einfache Helfer- und Anlerntätigkeiten ausüben, während nur 13% für fachlich ausgerichtete Tätigkeiten und gut 5% für Spezialisten- und Expertenberufe geeignet sind. Bereits vor dem Flüchtlingsandrang verhielt es sich so, dass nahezu jeder zweite Arbeitslose in Deutschland mangels höherer Qualifikation nur Helfertätigkeiten ausüben konnte, andererseits aber nur jeder siebte Arbeitsplatz diesem Niveau entspricht (arbeitsmarktpolitischer Angebots-Nachfrage-Widerspruch). Nach Schätzungen anhand gemeldeter offener Stellen gibt es deshalb auch nur 154.000 relevante Arbeitsplätze für die überwiegende minderqualifizierte Masse der Asylanten. Wenn aber vor dem Hintergrund der vielfach beschworenen „Digitalisierung der Arbeitswelt“ einfache Helfer- und Anlerntätigkeiten zukünftig noch weniger nachgefragt werden als bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt, ist es absurd, die geplatzte Illusion nunmehr zwecks ideologischer Gesichtswahrung in die Zukunft zu verlängern und zu behaupten, die Arbeitsmarktchancen für „Flüchtlinge“ würden sich langfristig auf jeden Fall nachhaltig verbessern.

Es kamen (und kommen immer noch) „Flüchtlinge“, geblieben sind und – bei Festschreibung aktueller Regierungspolitik – bleiben werden zum großen Teil Sozialhilfeempfänger. „So verzeichnen die in Deutschland lebenden Syrer eine Hartz-IV-Quote von 75 Prozent. Ähnliche, wenngleich nicht ganz so dramatische Zahlen gibt es bei Menschen aus dem Irak und aus Eritrea. Diese Ziffer bezieht sich nicht auf Schutzsuchende, die in Sammelunterkünften wohnen, sondern einen eigenen Haushalt bilden.“ Infolgedessen sind die Ausgaben für Sozialleistungen 2016 um 9,8% auf 59,3 Milliarden Euro gestiegen, das waren 5,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr[2].

3) Die Asylbewerber bzw. „Schutzsuchenden“ weisen eine überproportional hohe Kriminalitätsrate auf. So sind sie bei einem Bevölkerungsanteil von knapp 2% für 9,3% aller aufgeklärten Straftaten als Tatverdächtige ermittelt worden. Bezogen auf „Straftaten gegen das Leben“ (Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen) lag der Zuwandereranteil[3] bei 15%, bei „Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ bei 11,9% und bei „Rohheitsdelikten“ (Körperverletzungen, Raub, Freiheitsberaubung) bei 10,3% Prozent. Betrachtet man die Täter-Opfer-Konstellation, so zeigt sich folgender gesellschaftspolitisch erhellende Sachverhalt: Es werden deutlich mehr Deutsche Opfer von Zuwanderern als Täter als umgekehrt Zuwanderer Opfer von Deutschen als Täter. „Danach wurde im Jahr 2017 mit 39.096 deutschen Opfern von Zuwandererkriminalität ein neuer Höchstwert registriert, 23,7 Prozent mehr als im Vorjahr (31.597). In umgekehrter Konstellation (Tatverdächtige deutsch, Zuwanderer Opfer) wurden dagegen 6.832 Fälle erfasst. Das entspricht einem Verhältnis von 5,7 zu eins. Im angeblich sichersten Deutschland seit 1992 wurden 2017 also knapp 40.000 Einheimische Opfer von Straftaten durch vermeintlich ‚Schutzsuchende‘ und damit fast sechsmal mehr als in umgekehrter Konstellation. Das bedeutet, dass an jedem einzelnen Tag des Jahres mehr als 100 deutsche Bürger Opfer von Straftaten mit mindestens einem Zuwanderer als Tatverdächtigem wurden und werden, Tendenz steigend.“[4] Im Bundeslagebild 2017 des Bundeskriminalamtes (BKA), S. 21, heißt es: „Die Zahlen aufgeklärter Straftaten gegen das Leben mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer steigen (…) jährlich an.“ (Von 113 2013 auf 233 2015, 385 2016 und 447 2017.)

4) Belastung des Schulsystems und Absenkung des durchschnittlichen Bildungsniveaus als fataler Langzeiteffekt der ungesteuerten Migration. Langsam sickert durch politisch-korrekte Informationsbarrieren hindurch, dass eine relevante Zahl von muslimischen Schülerinnen und Schülern Lerninhalte abwehrt (z.B. Evolutionstheorie; kritisches Hinterfragen religiöser Setzungen etc.), Lernprozesse blockiert, eine angemessene Unterrichtsführung behindert, ungläubige Mitschüler mobbt und drangsaliert. Eine Lehrerin, die sich der Initiative an der Basis angeschlossen hat, berichtete „Es gibt ein paar Klassen, mit denen Unterricht überhaupt möglich ist, und es gibt viele Klassen, in denen fast kein Unterricht mehr möglich ist. Und diese ‚schwierigen Klassen‘ werden immer mehr. Jeder Lehrer mutiert in solchen Klassen zum Sozialpädagogen, denn es geht nur noch darum, die Horde einigermaßen zu bändigen, bis es gongt. (…) Die Schülerinnen und Schüler sind in der Sekundarstufe I extrem unruhig, laut, beleidigen sich gegenseitig (‚Ich ficke deine Mutter!‘), verprügeln sich und können sich nicht drei Minuten lang – und ich meine: drei Minuten! – auf eine Sache konzentrieren.“[5]

5) Festsetzung und Ausbreitung einer vormodern-antisäkularen und repressiv-patriarchalischen Herrschaftskultur. Die unregulierte und von den deutschen Regierungsinstanzen halsstarrig verteidigte Masseneinwanderung von muslimischen, aber auch von afrikanischen ethnisch-tribal-patriarchalisch geprägten „Schutzsuchenden“ erhöht im Endeffekt das Potenzial von Menschen, die einer säkular-demokratischen und menschenrechtlich ausgerichteten Gesellschafts- und Lebensordnung distanziert bis ablehnend und feindlich gegenüberstehen und ein kontranormatives Überzeugungs- und Verhaltenssystem mitbringen. Die erweitere Reproduktion dieser vormodern-irrationalen, religiös-antiemanzipatorischen und ethnisch-tribal-patriarchalischen Lebenskultur untergräbt und zersetzt mittel- und langfristig die Grundlagen der säkular-freiheitlichen Identität der europäischen Zivilisation.

Obwohl man nicht alle Muslime und afrikanisch-stammeskulturell geprägten Immigranten über einen Kamm scheren kann, ist doch realistisch davon auszugehen, dass ein Großteil von ihnen sozialisatorisch durch die orthodox-vormodernen Weltanschauungsinhalte und Normvorgaben geprägt ist und entsprechende Bewusstseins- und Verhaltensformen aufweist, die sich nicht so leicht von der subjektiven „Festplatte“ löschen lassen. Hinzu kommt, dass die orthodox-islamischen Mainstreamakteure auf den Auf- und Ausbau gegengesellschaftlicher Sozialräume bedacht sind, in denen die grund- und menschenrechtswidrigen, antisäkularen und antiemanzipatorischen Vorgaben des Islam tradiert, verinnerlicht und reproduziert werden können. Nach vorliegenden Erfahrungsberichten lassen sich auch ähnliche desintegrative Abschottungstendenzen bei afrikanischen Immigranten feststellen.

Der eigentliche Wesenskern der gesamten konfliktbeladenen Auseinandersetzung um Zuwanderung, Flüchtlingspolitik, Integration etc. liegt demnach in dem objektiven Antagonismus zwischen europäischer säkular-demokratischer Lebenskultur einerseits und orientalischer islamisch-gottesherrschaftlicher sowie afrikanisch-stammeskultureller Lebenskultur andererseits. In Gestalt der unkontrollierten Masseneinwanderungsschübe von hauptsächlich Muslimen und Afrikanern mit den benannten kulturellen Mentalitätsmerkmalen und Normorientierungen wird dieser Antagonismus enorm verschärft.

Angesichts dieser komplexen problembehafteten Sachlage sowie aufgrund der vielfältigen bundesweiten Erfahrungen ihrer Mitglieder aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen fordert die Initiative an der Basis ein Moratorium zur Aufnahme von Asylbewerbern für den Zeitraum von drei Jahren. Während dieser Zeit ist die entstandene mehrdimensionale Problemkonstellation sorgfältig zu eruieren und eine genauere statistische Erfassung der Zuwanderungspopulation zu gewährleisten, die auch deren herkunftskulturellen Hintergrund genauer erfasst. Danach ist die Lage zu evaluieren und per bundesweitem Volksentscheid neu zu bestimmen wie, wie viele und ob überhaupt erneut Asylsuchende (außer nachweislich politisch Verfolgten) aufgenommen werden sollen. In dieser Zeit des Aufnahmestopps sollte Deutschland nur in besonderen Ausnahmen Flüchtlinge wie z.B. Angehörige verfolgte Minderheiten aus islamischen Ländern aufnehmen.

Grundsätzlich weisen wir darauf hin, dass die Anwendung des Begriffs „Integration“ auf Flüchtlinge verfehlt und irreführend ist. Denn „Integration“ bezieht sich auf die dauerhafte (unbefristete) Eingliederung in die Gesellschaft des Aufnahmelandes. Für Flüchtlinge sollte hingegen aber nur eine befristete Aufenthaltsperspektive bis zu dem Zeitpunkt gelten, an dem die Fluchtursachen entfallen, (zum Beispiel infolge der Beendigung eines Kriegsgeschehens) und eine Rückkehr ins Herkunftsland zumutbar und sinnvoll ist.

 

(August 2019)

[1] Vgl. http://www.gam-online.de/text-Sekul-rel.html#sdfootnote10sym

[2] http://www.gam-online.de/text-Importierte%20Armut%20.html

[3] Als „Zuwanderer“ werden in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik folgende Personengruppen erfasst: „Asylbewerber“; „International/national Schutzberechtigte und Asylberechtigte“; Personen mit dem Status „Duldung“; „Kontingentflüchtling“ oder „unerlaubter Aufenthalt“.

[4] http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-hartmut-krauss-warum-deutschland-politisch-in-scherben-liegt.html

[5] https://www.emma.de/artikel/andrea-f-radikalisierung-334795

Initiative an der Basis: HARTMUT KRAUSS @ WerteUnion Berlin Veranstaltung”Warum der Islam nicht zu Europa gehört”

Hartmut Krauss von der Initiative an der Basis bei WerteUnion Berlin Veranstaltung 31.August

WerteUnion Berlin Veranstaltung

31. August 2019, 15:00 – 18:30 Uhr

Die WerteUnion-Berlin (WUB) hatte die Initiative an der Basis (INI-B) eingeladen, um ihre Positionen und Erfahrungen zum Thema „Migrationspolitik, Flüchtlinge und Islam“ vorzustellen.

Referent Hartmut Krauss,  von der Initiative an der Basis:

Warum der Islam nicht zu Europa gehört

Der Islam wird in der politisch-medialen Öffentlichkeit weiterhin faktenwidrig auf unhaltbare Weise verharmlost. Gleichzeitig wird Kritik an ihm als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „islamophob“ etc. verleumdet und abgewehrt. Von einem herrschaftsfreien und demokratischen Diskurs unter mündigen Zivilbürgerinnen und -bürgern, die ihrerseits die absolute Deutungs- und Normierungsmacht religiöser Weltanschauungen längst hinter sich gelassen und eine modern-emanzipatorische Identität verinnerlicht haben, findet man in der postdemokratischen Öffentlichkeit kaum eine Spur.

Was wir demgegenüber erleben, ist ein Zustand, in dem einflussreiche Kräfte versuchen, eine grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung salonfähig zu machen und eifrig darauf hinarbeiten, unter Parolen wie „Weltoffenheit“, „Buntheit“ und „Diversität“ die Gesellschaft in einen voraufklärerischen Zustand zu versetzen: Aus meiner Sicht handelt es sich dabei um eine geistig-kulturelle Konterrevolution, die sich gerne mit der irreführenden Parole „Kampf gegen rechts“ tarnt und damit die reale Sachlage auf den Kopf stellt.

So hatte schon lange vor der irregulären Massenimmigration 2015 eine global und national weit verzweigte Islamlobby mit massiver staatlicher und medialer Unterstützung ein „Feindbild Islamkritik“ installiert. Dabei handelt es sich um eine allgegenwärtige Drohkulisse, in deren Rahmen jede kritisch-reflektierende Auseinandersetzung mit dem Islam sofort in die Verdachtszone des „Rassismus“ und der „Fremdenfeindlichkeit“ gezerrt oder als „Islamophobie“ gebrandmarkt wird.

„Islamfeindlich ist jeder, der den Islam als feindliche und aggressive Religion ansieht“. Mit diesem antidemokratischen und freiheitsfeindlichen Gesinnungsdiktat, das im Endeffekt darauf hinausläuft, jede Form inhaltsbezogener Islamkritik als illegitim zu diskriminieren und tendenziell zu kriminalisieren, wurde der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) 2013 zitiert. (NOZ vom 21. Juni 2013, S. 5)

Im Grunde erfüllt Pistorius mit diesem Gesinnungsdekret lediglich die Vorgaben der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der zentralen muslimischen Institution, die den globalen Herrschaftsanspruch des Islam in der Gegenwart vertritt. Denn seit Jahren ist die OIC auf zahlreichen internationalen Konferenzen immer wieder eifrig darum bemüht, die westlichen Medien auf eine islamgerechte Berichterstattung zu verpflichten und islamkritische Äußerungen konsequent zu unterdrücken. So betonten die Oberhäupter der OIC-Staaten auf der dritten außerordentlichen Sitzung des Islamischen Gipfels in Mekka am 7./8. Dezember 2005 die Notwendigkeit, die Islamophobie „zu bekämpfen und auszurotten als ein Verfahren, das die Qualität des gegenseitigen Verstehens zwischen den verschiedenen Kulturen verbessert“ (zit. n. Bat Ye’or 2013, S. 49).

Der Islam als monotheistische Weltanschauung mit absolutem Herrschaftsanspruch

Lässt man die antiislamkritische Droh- und Behinderungskulisse hinter sich und wendet sich einer rationalen Betrachtung zu, dann ergibt sich folgendes Bild:

  1. Als Sonderform einer monotheistischen Weltanschauung ist der Islam nicht einfach eine „Religion“, sondern eine religiöse Ideologieform, die den Glauben an einen Schöpfergott mit einem absoluten Herrschaftsanspruch verbindet. Im Einzelnen weist diese monotheistische Ideologieform drei konstitutionslogische Grundkomponenten auf: (a) die unbewiesene/unbeweisbare Behauptung der Existenz eines Schöpfergottes; (b) die Behauptung einer Offenbarung des Willens dieser angeblich existierenden Gottheit sowie (c) den Drang nach weltlicher (diesseitiger) Normierung der Gesellschaft und der Individuen gemäß dieser unbewiesenen/unbeweisbaren Willensoffenbarung. D.h: Aus der unbewiesenen Gottesbehauptung wird ein absolut und universell verbindlicher Vorschriftenkatalog abgeleitet, dem sich alle Menschen unterwerfen müssen. Dabei lautet die für die islamische Herrschaftsideologie spezifische Prämisse bzw. Basisbehauptung: Allah (der „Weltenherr“) existiert, er hat die Welt erschaffen und sein Wille geschehe.
  2. Der behauptete Wille Allahs ist vorgeblich vermittels des Propheten Mohammed offenbart worden und liegt objektiv vergegenständlicht im Koran vor. Dabei gilt der Text des Korans als unmittelbares Gotteswort, das nach seiner Verkündung absolute, räumlich und zeitlich uneingeschränkte Gültigkeit beansprucht. Weitere objektive Quellen und Fundamente des Islam sind die gesammelten Aussagen, Anweisungen, Empfehlungen, Taten etc. des Propheten Mohammeds und seiner engsten Gefährten, wie sie in den Hadithsammlungen sowie der Sira, der Prophetenbiographie, vorliegen (Sunna). Hinzu kommt das primär aus Koran und Sunna abgeleitete islamische Recht (Scharia), konkretisiert in Form von vier Rechtsschulen und einigen schiitischen Rechtsschulen.
  3. Als „heiliger Text“, der Allahs Willen ausdrückt und festhält und überdies nach islamischer Gelehrtenmeinung bereits das gesamte Wissen der Menschheit enthalten soll, ist der Koran mitnichten beliebig auslegbar und darf nicht subjektiv-interpretierender Willkür ausgeliefert werden. Das wird so auch in den Quellentexten festgelegt. Es ist deshalb irreführend, die intramuslimische Kommunikation über Abstimmungsprobleme zwischen Koran und sich verändernder Wirklichkeit vorschnell und oberflächlich als Islamreform zu bezeichnen. Denn hierbei geht es nicht um die Anpassung des Korans an die veränderte Wirklichkeit, sondern vielmehr um die Anpassung der veränderten Wirklichkeit an den Koran.
  4. Das herausragende Statusmerkmal des Islam ist dessen Auftreten als autoritär-normativer Vorschriftenkatalog, der Regeln, Gebote, Verbote, Handlungsanweisungen für nahezu sämtliche Lebensbereiche bereithält, denen der muslimische Gläubige als treu ergebener Gottesknecht bedingungslos zu folgen hat. Die alltagspraktische Befolgung des islamischen Regelkanons ist der wahre Gottesdienst und bildet den grundlegenden Kern des gesamten Islam = Hingabe an Gott. Aus diesem Grund ist auch eine Trennung von Staat, Religion, Recht und Privatsphäre grundsätzlich ausgeschlossen. Religiöse Praxis ist zugleich immer auch politische Praxis (und umgekehrt); religiöse Gemeinschaft ist zugleich immer auch politische Gemeinschaft. „Das Staatsvolk ist Gottesvolk, das religiöse Gesetz (shari’a) Staatsgesetz“ (Hagemann 1999, S. 402).

Für den Islam in seiner beurteilungslogisch ausschlaggebenden orthodoxen Grundgestalt[1], also jenseits von angeblich möglicher subjektivistischer Auslegungswillkür, gilt deshalb das Prinzip „al-islam din wa daula“: Der Islam ist Religion und Staat. D.h.: Der Islam kennt keine Trennung von „reinem rituellen Gottesdienst“ einerseits und normativer Regelung weltlicher Handlungen und intersubjektiver Beziehungen andererseits; er ist in seiner lehrdogmatischen Gesamtheit (Koran, Sunna, Scharia) per se „politisch“. Es gibt also keinen „unpolitischen Islam“, wohl aber eine religiöse „Ausnüchterung“ von Muslimen analog zu „Weihnachtschristen“. Die triviale Tatsache, dass es auch eine Minderheit von „ausgenüchterten“ Muslimen gibt, kann aber nicht – als Unterabteilung der Verwechslung von „Islam“ und „Muslimen“ – dahingehend fehlinterpretiert werden, es gebe einen „unpolitischen Islam“. Umfragen in islamischen Ländern zeigen immer wieder, wie tief das antisäkulare Prinzip der Einheit von Islam, Staat und Politik im subjektiven Überzeugungssystem der dort lebenden Menschen verankert ist. So fordern dort klare Mehrheiten einen strengen bis prinzipiellen Einfluss des Korans auf die Gesetze ihrer Länder[2].

Zum grund- und menschenrechtswidrigen Charakter des Islam

Der Islam besitzt weder den Status einer Privatreligion im Sinne der Verfasser des Grundgesetzes noch lässt er sich auf seine rituellen Aspekte (fünf Grundsäulen) beschränken. Vielmehr verkörpert er eine ganzheitliche, d.h. sämtliche Lebensbereiche umfassende Vorschriftenreligion, die in ihrem normativen Gesamtgerüst eine vormodern-autoritäre Herrschaftsordnung festlegt. Nur sträfliche Unkenntnis oder bewusste Ignoranz kann über diesen Tatbestand hinweggehen. Im Einzelnen ergibt sich der grund- und menschenrechtswidrige Charakter des Islam aus folgenden elementaren Glaubensprinzipien:

Koran, Sunna (Vorbild des Propheten) und Scharia (hauptsächlich aus Koran und Sunna gewonnenes islamisches Recht) werden als Kanon göttlich bestimmter Lebensregeln aufgefasst, denen aufgrund dieses göttlichen Charakters eine prinzipiell viel höhere und verbindlichere Geltungsmacht zukommt als jedes von Menschen gemachte (säkulare) Recht. Insofern ist eine innere Rechts- und Verfassungstreue orthodox gläubiger Muslime grundsätzlich auszuschließen. Die Einhaltung säkularer Bestimmungen erfolgt – wenn überhaupt – dann immer nur unter dem Vorbehalt einer als vorläufig angesehenen Lage bzw. aus einer als vorübergehend betrachteten Position der Schwäche/Minderheitsposition.

Betrachten wir nun den Inhalt der islamischen Weltanschauung, so zeigt sich ein absoluter und universeller (modern gesagt: totalitärer) Herrschaftsanspruch als alles durchdringender und zusammenhangsstiftender Grundzug. Der Islam fungiert damit als Drehbuch bzw. religiös verbrämte Programmiersprache eines kulturspezifischen Systems zwischenmenschlicher Herrschaftsverhältnisse.

  1. Zunächst bezieht sich dieser absolute Herrschaftsanspruch auf alle individuellen Menschen als Geschöpfe Allahs. Demgemäß besteht die Grundanforderung des Islam darin, dass sich der einzelne Mensch in seiner Lebensführung ganz und gar auf die Hingabe an Allah konzentrieren und sich dessen offenbarten Willen unterwerfen soll. Im Koran Sure 51, Vers 56 heißt es: „Ich habe (Dschinnen und) die Menschen nur geschaffen, damit sie mich verehren“. Diese bedingungslose „Hingabe an Gott“ bzw. „Unterwerfung unter den Willen Gottes“ – die eigentliche Bedeutung des Wortes ‚Islam‘ – beinhaltet die Befolgung eines allumfassenden Vorschriftenkataloges als den wahren Gottesdienst. Mit diesem Unterwerfungsanspruch fördert die islamische Glaubenslehre die Ausprägung autoritätsfixierter Persönlichkeitsstrukturen und wirkt gegen die Entfaltung von individueller Autonomie, kritischer Urteilskraft, Selbstbestimmung und Ich-Stärke. Der Einzelne soll als gehorsamspflichtiges Rädchen in der Gemeinschaft der Rechtgläubigen „aufgehen“.
  2. 2. Um die Unterwerfungs- und Hingabebereitschaft der individuellen Menschen als fiktive Normalität sicherzustellen, operiert die islamische Weltanschauung mit der spekulativen (pseudoanthropologischen) Setzung einer islamischen Grundnatur jedes Menschen. Islam und menschliche Natur werden als deckungsgleich behauptet. Auf diese Weise wird im gleichen ideologischen Atemzug die islamische Form der Gottesfiktion naturalisiert und die menschliche Natur islamisiert.

Demnach wird jeder Mensch im Grunde als Muslim geboren. Erst widrige soziokulturelle Einflüsse des äußeren Milieus machen ihn zu einem Juden, Christen, Polytheisten, Atheisten etc. und verhindern seine „naturgemäße“ islamgerechte Ausformung. D.h.: Die islamische, von Gott verliehene Ursprungsnatur des Menschen wird nach der Geburt durch eine nichtislamische Umwelt verdorben. Folgerichtig gilt der durch negative äußere Einwirkungen zum Nicht-Muslim gewordene Mensch im Diskurs des orthodoxen Islam als sekundär verdorbener Mensch, dem im Sinne eines religiösen Anthropologismus und Naturalismus keine gleichen Rechte zugestanden werden können. Denn insofern jemand durch Umwelteinflüsse in den Zustand des Nicht-Muslim-Seins abgedrängt worden ist oder qua Apostasie in diesen Zustand überwechselt, begibt er sich in einen Zustand naturwidriger bzw. das ‚volle‘ (islamische) Menschsein unterschreitende Ungläubigkeit/Inferiorität.

Während im Konzept der menschenrechtlichen Moderne jeder Mensch aufgrund seines ‚natürlichen‘ Mensch-Seins, also unabhängig von Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Weltanschauung etc. unveräußerliche Rechte und darin eingeschlossen auch das Recht auf Gleichbehandlung besitzt, sind nach islamischem Verständnis die Menschen nur gleich an Rechten, insofern sie Muslime sind und sich entsprechend ihrer von Gott als ‚islamisch‘ gesetzten Ursprungsnatur verhalten. Eine Gleichberechtigung von Nichtmuslimen ist damit grundsätzlich ausgeschlossen.

  1. Die spekulativ-ideologische Synthese von menschlicher Natur und Islamisch-Sein ist eine wesentliche legitimatorische Voraussetzung für die Realisierung der islamischen Hauptzielsetzung, nämlich die Erringung der islamischen Weltherrschaft bzw. die Islamisierung der Menschheit. Hinzu kommt der islamische Anspruch auf das Wahrheitsmonopol. Nach Moses, Jesus und anderen Propheten sei Mohammed dadurch ausgezeichnet, dass er als letzter die endgültige, umfassende, einzig wahre und vollendete Offenbarung von Allah empfing. In diesem Sinne wird Mohammed im Koran als das „Siegel“ aller Propheten bezeichnet. Demnach hat sich Gott vermittels Mohammed im Koran abschließend und kategorisch geoffenbart. Daraus wird dann der herrschaftliche Geltungsanspruch des Islam als der einzig „wahren“ und überlegenen Religion abgeleitet und mit der religiösen Pflicht zur Islamisierung verbunden, also der weltweiten missionarischen Verbreitung/Durchsetzung des Islam. Der absolute Geltungsanspruch des Islam wird dabei ebenso prägnant wie unmissverständlich in Sure 3, Vers 19 zum Ausdruck gebracht „Als (einzig wahre) Religion gilt bei Gott der Islam“.

Sehr klar kommt der islamische Herrschafts-, Überlegenheits- und Führungsanspruch auch in Sure 3, Vers 110 des Korans zum Ausdruck:

„Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen erstand. Ihr heißet, was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrechte und glaubet an Allah“. Folgerichtig akzeptiert das islamische Glaubensbekenntnis auch keine interkulturelle Gleichberechtigung, sondern enthält die Forderung nach Unterordnung/Unterwerfung der Anders- und Nichtgläubigen.

  1. Das zentrale Hindernis, das der islamischen Weltherrschaft entgegensteht und die absolute Geltungsmacht der islamischen Weltanschauung einschränkt, ist die im Grunde gotteslästerliche Existenz von „Ungläubigen“, die sog. Kafire. Als Feinde der islamischen Weltherrschaft und des umfassenden Islamisierungsstrebens sind die „Ungläubigen“ als Objekte der Bekämpfung, Tötung, Schmähung, Herabwürdigung etc. herausragendes und übergreifendes Kernthema der islamischen Quellen. „Der Koran widmet 64% seines Texts den Ungläubigen und die Trilogie als Ganzes (Koran, Hadithsammlung und Sira, H.K.) beschäftigt sich mit 60% ihres Gesamttexts mit den Ungläubigen.“ (Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime 2013, S. 8f.).

Da Nichtunterwerfung und Widerstand gegen den islamischen Herrschaftsanspruch als Handlungen gegen Gott/Allah grundsätzlich ausgeschlossen sind und die Lebensordnung, ja die pure Existenz der Kafire gegen Allahs Gesetz verstößt, ist es erlaubt, ja gemäß den islamischen Quellenaussagen geboten, „Ungläubige“ zu töten, zu versklaven, zu berauben, zu foltern, zu betrügen, zu verspotten etc; kurzum: als minderwertig zu behandeln. Dabei besitzen die Kafire im islamischen Diskurs den Status von Untermenschen. So heißt es in Sure 8, Vers 5: „Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben.“

Welche menschenfeindlichen Auswüchse die orthodox-islamische Herabsetzung der „Ungläubigen“ annehmen kann, verdeutlicht eine Aussage Ayatollah Khomeinis, des Begründers der islamistischen Gottesdiktatur im Iran: „Elf Dinge sind unrein: Urin, Kot Samen, Hunde, Schweine, Leichenteile, ein Nicht-Moslem oder eine Nicht-Moslemin, Wein, Bier und der Atem eines Kamels, das unreine Dinge gefressen hat. Der ganze Körper eines Nichtmoslems ist unrein, auch sein Haar, seine Nägel und alle Ausscheidungen seines Körpers. Ein Kind vor der Reife ist unrein, wenn seine Eltern und Großeltern keine Moslems sind“ (zit. n. Gopal 2006, S. 338).

Letztendlich zielt der Islam ab auf die totale Vernichtung aller nichtmuslimischen Lebens- und Bewusstseinsformen, also auf die Ausmerzung alles Unislamischen: „Und kämpft gegen sie, bis … nur noch Gott verehrt wird (bzw. die Religion Allah gehört, H.K.)!“ (Sure 2, 193).

Die herrschaftliche Ungleichstellung von Muslimen/Rechtgläubigen und Ungläubigen/Kafiren bildet somit ein herausragendes Strukturprinzip des Islam und bringt eine dementsprechende dualistisch-hierarchische Ethik und Gesetzlichkeit hervor. So legt die Scharia eine systematische Ungleichbehandlung der Kafire fest. Demnach haben die nichtmuslimischen Bewohner eines islamischen Hoheitsgebietes vier Möglichkeiten:

  1. a) Bedingungslose Unterwerfung und Übertritt zum Islam;
  2. b) Zahlung einer Kopfsteuer und Einnahme der Stellung eines Bürgers „zweiter Klasse“ mit minderen Rechten und zahlreichen Entwürdigungen. Diese Möglichkeit wird aber nur unter entwürdigenden Auflagen „Besitzern der Buchreligion“, also Christen und Juden gewährt, nicht aber den Anhängern polytheistischer Kulte oder Religionsfreien.
  3. c) Tötung durch die muslimischen Eroberer für diejenigen, die den Übertritt zum Islam oder die Zahlung der Kopfsteuer verweigern oder
  4. d) Bewaffneter Kampf/Verteidigungskrieg gegen die muslimischen Herrscher bzw. Okkupanten.

Der Islam fungiert damit als religiöse Herrenmenschenideologie.

  1. Das grundlegende islamische Tätigkeitsprinzip zur letztendlichen Erringung der Weltherrschaft und zur Bezwingung der Kafire und ihrer unbotmäßigen Lebensordnung ist der Dschihad. Dabei umfasst der Dschihad als multistrategisches bzw. mehrdimensional angewandtes Kampfkonzept drei wesentliche Bereiche:
  2. Die Selbstformung des Einzelnen zu einem treu ergebenen Gottesknecht im Sinne der disziplinierten Einhaltung des islamischen Regelkanons;
  3. Der militante Dschihad bzw. „Dschihad des Schwertes“ als Durchsetzung islamischer Herrschaft unter Einsatz von Waffengewalt. Diese Form wird im Konzept des islamischen Irrationalismus (Paradiesglaube; koranische Aufwertung der bewaffneten Kämpfer; Märtyrerkult) besonders geadelt.
  4. Der „friedliche“ politische, ideologische (missionarische), ökonomische und biologische Dschihad. Dabei geht es insbesondere um die Erringung von islamischen Einflusszonen auf nichtislamischem Gebiet sowie um die Aufrechterhaltung einer höheren Geburtenrate der muslimischen Gesamtgemeinde im Vergleich zu den nichtmuslimischen Bevölkerungen.

Als weitere grund- und menschenrechtswidrige Inhalte des Islam sind darüber hinaus folgende Festlegungen anzuführen:

— Er gewährt kein Recht auf die freie individuelle Wahl einer Weltanschauung sowie kein Recht auf freie (auch religionskritische) Meinungsäußerung.

— Er legt eine repressiv-patriarchalische Geschlechterbeziehung fest, in der Frauen systematisch entrechtet, unterdrückt und als kognitiv und moralisch defizitäre Wesen angesehen und behandelt werden.

— Er negiert nicht nur das Recht auf sanktionslosen Religionswechsel und Religionsaustritt (negative Religionsfreiheit), sondern bedroht Glaubensabtrünnige mit dem Tod bzw. drakonischen Ersatzstrafen.

— Er schließt homosexuelle Orientierungen als „krankhaft“ und „gesetzwidrig“ aus und droht auch hier mit massiven Strafen.

— Als vormoderne patriarchalische Herrschaftsideologie verletzt der Islam das Recht auf freie Partnerwahl, legt rigide Heiratsregeln fest und befestigt normativ das archaische Konzept der „Ehre“ etc.

Damit erweist sich der orthodoxe „Mainstreamislam“ als eine menschenrechtsfeindliche Weltanschauung und kann in dieser Form niemals Bestandteil einer aufgeklärten, säkular-demokratischen Verfassungs- und Gesellschaftsordnung sein. Deshalb ist es auch absolut unverantwortlich, den Islam in das ohnehin überholte deutsche Staatskirchenrecht hinein zu holen und ihm unaufgeklärt „Religionsfreiheit“ zu gewähren.

Fazit

Der Religionsbegriff des Grundgesetzes unterstellt unter dem Eindruck der kulturhistorischen Wirkung des Aufklärungshumanismus ein modernes Religionsverständnis, wonach Religion gleich welcher Art keine absolute Geltungsmacht mehr beanspruchen kann, sondern eine Trennung von Religion, Staat, Recht und Privatsphäre vorausgesetzt ist. Genau diese Trennung hat der Islam in Lehre und Praxis eben nicht vollzogen. Solange er aber diese Trennung ablehnt, ist er primär als Ideologie zu betrachten und nicht per se als „Religion“. Seine Ziele sind infolgedessen politisch – und damit nicht so ohne weiteres unter ‚Religionsfreiheit‘ zu subsumieren. Zudem gewährt er keine Glaubensfreiheit und verknüpft Gläubigkeit untrennbar mit der Einhaltung grundrechtswidriger Vorschriften. Aus diesem Grund kann sich der säkular-demokratische Staat im Falle des Islam auch nicht auf einen inhaltsabstrakten, die konkreten Glaubensvorschriften ignorierenden, Neutralismus zurückziehen und darf auch nicht auf eine „scharfe Befragung“ verzichten oder gar einen privilegierenden Sonderstatus gewähren.

Da der Islam folglich in seiner vorherrschenden orthodoxen Form (Koran, Sunna, Scharia) massiv mit diversen Artikeln des Grundgesetzes kollidiert, sich nicht auf die Ausübung seiner eigentümlichen Rituale (Beten, Fasten, Pilgerreise, Feiertage) und spirituellen Belange beschränken lässt und grundsätzlich einer säkular-demokratischen Gesellschaftsordnung widerstrebt, kann er auch keinen vollen Schutz des Grundgesetzes für sich in Anspruch nehmen. Generell muss deshalb die Einhaltung und der Schutz grund- und menschenrechtlicher Regelungen Vorrang haben vor dem Schutz eines religiösen Glaubens, der in wesentlichen Teilen auf der Befolgung verfassungswidriger religiöser Vorschriften beruht. Die rechtsdogmatisch konstruierte Unterscheidung zwischen ‚Überzeugung‘ und ‚Handlung‘ widerspricht nicht nur aufgrund ihrer mechanistischen Aufspaltung der integralen Logik menschlicher Lebenstätigkeit und ist mithin lebenswirklichkeitsfremd, sondern verkennt in Gänze die Wesensspezifik des Islam als einer prämodernen Vorschriftenreligion: Die Glaubensausübung der orthodox bzw. konsequent gläubigen Muslime muss sich in der konkret-praktischen Befolgung von alltagsbestimmenden Handlungsnormen realisieren und kann eben nicht auf das bloße (passive) ‚Haben‘ von ‚Überzeugungen‘ beschränkt werden.

Erforderlich ist vor diesem Hintergrund ein Programm zur Eindämmung und Zurückdrängung islamischer Herrschaftskultur in Europa. Voraussetzung hierfür ist aber zunächst die Formierung einer Bewegung aus der demokratischen Mitte der Gesellschaft, die eine nachhaltige Umwälzung der öffentlichen Debattenkultur über den Islam durchsetzt: Denn eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam auf emanzipatorisch-menschenrechtlicher Grundlage muss nicht nur erlaubt sein, sondern sollte zur fortschrittlich-demokratischen Staatsräson werden. Moderne, an den Ideen der Aufklärung orientierte, säkular-demokratische Gemeinwesen können sich schon aus Selbsterhaltungsgründen keine „Neutralität“ gegenüber totalitären Weltanschauungen leisten, auch dann nicht, wenn diese unter der Aura der „Diversität“ und „Buntheit“ von Migranten importiert werden und in einem religiösen Gewand auftreten.

(08-2019)

[1] Zwar gibt es unterschiedliche Erscheinungsvarianten des Islam wie den sunnitischen und schiitischen Islam mit unterschiedlichen Rechtsschulen. Aber in ihrem beurteilungslogisch relevanten Kernbestand, wie er im Koran, der Hadithsammlung, den islamischen Rechtstexten etc. als „allgemein-übergreifendes“ objektives Bedeutungssystem vorliegt, sind diese Varianten normativ-inhaltlich letztendlich hochkonvergent. Das gilt insbesondere für die entscheidenden Kernfragen: Verhältnis Muslime/Ungläubige; Männer und Frauen/Geschlechtertrennung; Laizität; Weltanschauungsfreiheit; negative Religionsfreiheit; Umgang mit Homosexualität; feindselige Einstellung zu Juden, Christen und Atheisten; Djihad-Prinzip; Heiratsregeln; Partnerwahl.

[2] Vgl. http://www.pewglobal.org/2016/04/27/the-divide-over-islam-and-national-laws-in-the-muslim-world/ und http://www.gam-online.de/text-Islam%20im%20Kopf.html

Initiative an der Basis: KIAN KERMANSHAHI @ WerteUnion Berlin Veranstaltung”DIE SINNLOSIGKEIT EINER ISLAMISCHEN REFORM”

WerteUnion Berlin Veranstaltung

31. August 2019, 15:00 – 18:30 Uhr

Die WerteUnion-Berlin (WUB) hatte die Initiative an der Basis (INI-B) eingeladen, um ihre Positionen und Erfahrungen zum Thema „Migrationspolitik, Flüchtlinge und Islam“ vorzustellen.

Initiative an der Basis: Kian Kermanshahi und Hartmut Krauss bei WerteUnion-Berlin Veranstaltung am 31. August 2019

Referent Kian Kermanshahi, schiitischer Ex-Muslim,  von der Initiative an der Basis:

DIE SINNLOSIGKEIT EINER ISLAMISCHEN REFORM

Was reformorientierte Muslime und reformbedürftige Ungläubige nicht verstehen, ist, dass der Gott des Islam zwei Dinge über den Islam absolut klar gemacht hat:

1. SEINE WORTE SIND UNVERÄNDERBAR.
“VOLLKOMMEN ist das Wort deines Herrn in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Es gibt niemanden, der Seine Worte ABÄNDERN könnte. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.
[Quran 6: 115]

2. SEINE WORTE SIND PERFEKT.
“Verboten ist euch (der Genuss von) Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber ein anderer (Name) als Allah(s) angerufen worden ist, und (der Genuss von) Ersticktem, Erschlagenem, zu Tode Gestürztem oder Gestoßenem, und was von einem wilden Tier gerissen worden ist – außer dem, was ihr schlachtet – und (verboten ist euch,) was auf einem Opferstein geschlachtet worden ist, und mit Pfeilen zu losen. Das ist Frevel. – Heute haben diejenigen, die ungläubig sind, hinsichtlich eurer Religion die Hoffnung aufgegeben. So fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich! Heute habe Ich euch eure Religion VERVOLLKOMMNET und Meine Gunst an euch VOLLENDET, und Ich bin mit DEM ISLAM als Religion für euch zufrieden….”
(Quran 5: 3)
Ich hörte den Propheten sagen: “Der Islam kann sich nicht ändern!”
[Sahih Bukhari 9.174]
Ali ibn Abu Talib sagte; “Der, der erneuert oder einen Erneuerer beschützt, der hat den Fluch Allahs, seiner Engel und der ganzen Menschheit auf sich.”
[Sahih Muslim, 9: 3601 und Sahih Bukhari, 8: 80: 8747]

An die Romantik zu glauben, dass die Reformation, die im Christentum stattgefunden hat, am Islam wiederholt werden kann, ist nicht nur töricht, sondern zeigt einen völligen Mangel an Verständnis für den Kern beider Religionen.

▪ Die Reformation im Christentum brachte die Kernlehre Christi zurück (Dinge wie “tue anderen nicht an, was man dir nicht antun soll” und “wenn dich jemand schlägt, dreh ihm die andere Wange hin”, oder “gib Caesar, was Caesar ist und Gott was Gottes ist “).

▪ Die Reformation im Islam führt die Muslime zurück zu den Kernlehren Mohammeds. (Bestrafung bei kleinsten Vergehen, Bildung von radikalen zum Kern strebenden Gruppen wie den Khawarijj oder der Salafiyya Bewegung, Verfolgung von Muslimen und Nicht-Muslimen, Tötung von Apostaten usw. usf.) Wir sehen und erleben es bereits an der Wahabiten-Bewegung, die vom saudischen Prediger und Gelehrten des 18. Jahrhunderts, Muhammad ibn Abd al-Wahhab (1703–1792), ins Leben gerufen wurde.

DANN HABEN WIR DAS PHÄNOMEN DER NABELSCHNUR-MUSLIME (NSM)

Die NSM bezeichnen sich in der Regel als “Moderate” / “Säkulare” / “Agnostische” / “Progressive” Muslime “.

Sie können einfach nicht mit ehrlicher Kritik am Islam umgehen, und nicht von ihm lassen. Wenn Verse der Gewalt / Frauenfeindlichkeit / Judenhass / Abtrünnigen-Hass aus dem Quran und den Hadithen zitiert werden, geraten sie in den kognitiven Dissonanz-Modus und zeigen Symptome des Stockholm-Syndroms. Sie können nicht den letzten Schritt gehen und einfach zugeben, dass der Islam eine grauenvolle Weltanschauung ist. Sie verteidigen auf Teufel komm raus die Berechtigung von Gewaltversen und entsprechenden Hadithen (Sprüchen des Propheten), und versuchen, diese durch apologetische Erklärungen erklärbar zu machen.

Die Nabelschnur-Muslime sind Zaungäste. Sie sind sich der unbequemen Verse des islamischen Kerntextes durchaus bewusst, möchten aber an ihrer persönlichen Version eines “Fantasie-Islams” ohne die “schlechten” Verse festhalten. Sie haben so viel von ihrem Leben, ihrer Zeit, ihrem Geld und ihrer Arbeit in den Islam investiert, dass sie die Nabelschnur des Islams einfach nicht durchschneiden können und wollen.

Die NSM täuschen nicht nur sich selbst, sie täuschen auch den leichtgläubigen Westler; vermitteln uns allen ein falsches Gefühl der Sicherheit, dass es da draußen im Islam einen “weltlich-freundlichen” Islam gibt, der gleich um die Ecke zu finden ist.
Leider experimentiert der Islamwissenschaftler und Dozent Mouhanid Khorchide auf diese Weise am Islam herum. Das Fatale dabei ist, dass er diese Religion damit künstlich am Leben erhält.

Daher sind NSM nicht auf unserer Seite. Die NSM sind auf der Seite des Islams.

DA STELLT SICH DIE FRAGE, WARUM VERLASSEN REFORM-MUSLIME NICHT DEN ISLAM?

Darauf kann es nur eine Antwort geben:
Ex-Muslime bringen den Mut auf, ihre Logik, ihre Argumentationsfähigkeit und kritische Analyse zu benutzen, um all ihre Überzeugungen unter die Lupe zu nehmen. Sie waren emotional und mental stark genug, um der Realität ins Auge zu sehen und zu erkennen, dass diese Religion nichts weiter als eine pathetische Lüge ist, die von einem Nomaden beschworen wurde, der eine grausame Gesellschaftsordnung auf der Basis einer wüstenvolkorientierten Gerechtigkeitsvorstellung etablieren wollte.
Reform-Muslime hingegen wollen ihren Glauben an diesen Gott nicht verlieren und ignorieren jegliche Logik und Argumentation, um an dieser Religion festzuhalten. Sie haben die Gewalt-Verse im Koran gelesen und lehnen sie ab, sie haben die Lebensgeschichte Mohammeds studiert und lehnen einen Teil der Biografie des Propheten ab, sie haben einen Tief Blick in die Hadithliteratur gewonnen und lehnen einen Teil der Aussprüche des Propheten ab, sie lehnen alle wichtigen Elemente dieser Religion ab und sie extrahieren wie ein Chemie-Laborant alles aus dem Islam heraus, was nicht mit ihrem Fantasie-Islam übereinstimmt.
Sie wollen sich an die friedlichen Teile des Islam klammern und einen persönlichen Islam für sich schaffen, der eine Mischung aus netten Teilen des Islam und säkularen Menschenrechten ist. Die kognitive Dissonanz und das Stockholm Syndrom sind in ihnen so stark, dass sie an diesen persönlichen “Fantasie-Islam” glauben wollen, anstatt sich den kalten harten Fakten zu stellen und den Islam endgültig zu verlassen.

Sie sind so emotional mit der Nabelschnur des islamischen Theismus verbunden, dass sie sich ohne die Krücke des “Fantasie-Islam” in ihrem Leben verloren fühlen. Ich betrachte sie einfach als Theisten, die eine Behauptung gemacht haben, aber nicht bereit sind die Bringschuld zu akzeptieren, um ihre Behauptungen zu beweisen. UNKLAR Muss neu formuliert werden.

Nun weiß ich nicht, ob harter Spott und Satire ihr Gewissen wachrütteln werden? Wie können Seyran Ates oder Mouhanid Khorchide, Ahmad Mansour oder Lamya Kaddour solch eine naive Grundhaltung zum Islam einnehmen und solch einer Selbstsuggestion verfallen, dass da draußen noch ein “anderer”, ja ein “friedlicher” Islam existieren soll?

Ich bin zuversichtlich, dass reformorientierte Muslime zögern werden, Reformen durchzuführen, je mehr wir Ex- Muslime Löcher in ihre Version des “Fantasie-Islam” reißen, die ein Oxymoron sind. Ich glaube aber aufrichtig, dass reformorientierte Muslime eigentlich schon Ex-Muslime sind, die bereits auf dem Abstellgleis stehen und nur noch auf den richtigen Moment des Absprungs warten.

Die meisten nach Reform suchenden Muslime haben eines Tages die Last der Fakten nicht mehr ertragen können und haben schlussendlich mit der Idee gebrochen, dass der Islam reformierbar ist.

GEHT UNS AUS DEM WEG!

Bitte liebe Islamreformer, geht uns aus dem Weg und hört auf, die frommen texttreuen Anhänger des Islam zu schützen. Ich weiß, es gibt viele Muslime, die tatsächlich glauben, dass der Islam eine “Religion des Friedens sei”. Zur Verteidigung konzentrieren sie sich gerne auf die friedlichen mekkanischen Verse und ignorieren bewusst oder aus blanker Ignoranz die Tatsache, dass die gewalttätigen Medina-Verse die friedlichen mekkanischen Verse aufheben. (Welche Quelle begründet das? Manche Imame behaupten das Gegenteil?)
Mir ist bewusst, dass gemäßigte Muslime da draußen existieren und wirklich daran glauben, dass der Islam Friede und Barmherzigkeit lehrt.
Ich weiß, dass einige Muslime die gewalttätigen schrifttreuen Anhänger nicht mögen. Ich weiß aber auch, dass sie viel zu viel Angst haben, sich den gewalttätigen schrifttreuen Anhängern des Islam entgegen zu stellen, aus Angst vor Repressalien und Verfolgung.

Wir im Westen können uns daher nicht auf diese Sorte Muslime verlassen; wir Ex-Muslime und Nicht-Muslime können nicht darauf vertrauen, dass diese Muslime die gewalttätigen Anhänger des Islam in ihre Schranken weisen oder aus ihrer Mitte verbannen.

Jetzt liegt es an uns im Westen, dem Chaos Herr zu werden, der durch die muslimische Präsenz, entstanden ist. Nun müssen wir Säkulare, Humanisten, Menschenrechtler, Atheisten und Demokraten, die gewalttätigen Anhänger des Islam unter ihnen entlarven und angreifen. Die progressiven und gemäßigten Muslime werden mitten in diesem Schlamassel stecken, da sie zu verängstigt sind, um die Religion zu verlassen, und zu verängstigt sind, sich den gewalttätigen Anhänger dieser Religion entgegenzustellen.

Die Rolle dieser Sorte Muslime in diesem Konflikt ist eher unrühmlich und nutzlos, da sie diese Religion weiterhin schützen und durch verbale akrobatische Verbiegungen decken und schönreden.

Wer verstehen will, warum die nicht-devoten Islam-Anhänger, die devoten Islam-Anhänger in ihren Reihen nicht davon abhalten können, unschuldige Nicht-Muslime auf der ganzen Welt zu töten, zu belästigen oder in die Luft zu jagen, der muss sich folgendes vor Augen halten:

Von den rund 1,6 Milliarden Muslimen auf der Erde spricht die große Mehrheit kein Arabisch. Der Islam ist eine arabische Religion. Die große Mehrheit der Islamanhänger ist eigentlich nicht devot und hat weder den Quran gelesen, noch tief in die islamischen Dogmalehren hineingeschaut.

Das Problem, das wir sehen, kommt von den frommen Anhängern dieser Religion, die den Quran und die Hadithe beim Wort nehmen und in Taten umsetzen, anstatt sie zu ignorieren. Diese Gruppe von devoten Islam- Anhänger sind die selbstgestaltete Sprecher des Islam, und zwar weltweit.

Nachdem ein frommer Anhänger des Islam einen Terrorakt begangen hat, muss man sich fragen, warum von den nicht-devoten Anhängern kaum Protest von der Art “aber nicht in unserem Namen” kommt?
Die Antwort ist ganz einfach …..

Der nicht-devote Islam Anhänger hat entweder …..

(1) Angst davor, zusammengeschlagen zu werden oder seines Lebens nicht mehr sicher zu sein, weil er es gewagt hat, die frommen Anhänger des Islam herauszufordern,

oder

(2) weil er selbst ein stiller Befürworter dessen ist, was die devoten Anhänger des Islam tun, um eine allgemeine weltweite islamische Dominanz zu unterstützen.

Wir im Westen sind keine Gedankenleser und haben auch keine Zeit, den nicht-devoten Islamanhängern die Augen zu öffnen. Ihre Stille und Untätigkeit spricht Bände und sie fallen immer in eines der von mir genannten Lager.

Sie sind für uns ebenso wie für die frommen Anhänger des Islam völlig irrelevant. Hört ihnen nicht zu, begünstigt sie nicht oder fördert sie nicht. Sie belügen uns und sind nicht auf unserer Seite. Ihr fragt euch, wer diese nicht-devoten Anhänger sind? Das sind Seyran Ates, Ahmad Mansour, Abdel Hakim Ourghi, Mouhanid Khorchide und viele andere, die sich ein islamisches Biotop geschaffen haben, das fernab von allem ist, was der Islam die letzten 1400 Jahre repräsentiert hat.

Sie sind so peinlich berührt von den islamischen Texten zur Apostasie, Christen und Judenphobie, vom intoleranten Umgang mit Nicht-Muslimen und der weltweiten Gewalt ihrer “Friedensanhänger”, dass sie beschlossen haben, uns mit Narrativen zu versorgen, die nur ihrer Fantasie entsprungen sind und nichts mit dem Islam zu tun haben, der seit 1400 Jahren auf der Weltbühne agiert und wütet.

Was sollen wir also im Westen machen?

Wir werden keine Hilfe von unseren westlichen Politikern oder von den nicht-devoten Anhänger erhalten, um die devoten Anhänger als das an den Pranger zu stellen, was sie sind: nämlich faschistoide Feinde der Freiheit. Die frommen Anhänger des Islam, werden nämlich von diesen beiden Gruppen immer abgeschirmt.

Nun liegt es an jedem Einzelnen von uns, dass wir das System der “Religion des Friedens” entlarven, wo immer wir können. Es gibt keinen anderen Weg, als diesen. Unsere westlichen Politiker liegen mit den regierenden devoten Anhängern des Islam aus Saudi-Arabien, Katar, Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait im Bett und sie hätscheln die Islamverbände und glauben bereits fest daran, dass “Islam und Islamismus”, zwei völlig verschiedene Zweige des Islam sind, sie haben beinahe eine erotische Beziehung mit der “Religion des Friedens”, und sie wollen uns Ex-Muslimen auch nicht zuhören.

Es ist kein Geheimnis, dass die Aufklärung die westliche Zivilisation, wie wir sie heute kennen, geprägt hat. Obwohl die Philosophen des Zeitalters der Aufklärung keine universelle Definition für diesen Begriff hatten, hatten sie als gemeinsames Ziel die individuelle Souveränität zu fördern: “Sapere aude! (Wage es, weise zu sein!) Hab Mut, um deinen eigenen Verstand zu verwenden!” Kant bezeichnete dies als „das Motto der Erleuchtung “.

Das Zeitalter der Aufklärung ist verantwortlich für die Trennung von Kirche und Staat, für die Überlegenheit des Einzelnen und letztendlich für die freie Meinungsäußerung – sowohl für diejenigen, mit denen wir uns verbinden, als auch für diejenigen, deren Ideen wir verachten. Deshalb haben wir die Fähigkeit, unser Leben so zu führen, wie es uns heute angemessen erscheint. Das ist, was unsere Gesellschaftsordnung so einzigartig macht und Menschen aus aller Welt dazu bewegt, bei uns Zuflucht zu suchen.

Die moderne Linke hat die Werte der Aufklärung losgelassen. Sie ließ sich von ihnen scheiden und verheiratete sich stattdessen mit Minderheitengruppen und Ideologien, von denen sie annimmt, dass sie systematisch unterdrückt und deshalb vertreten werden müssen. Auf diese Weise betrogen sie, wie stets nur mit guten Absichten, die

Menschen im Allgemeinen, vor allem aber diejenigen Menschen, die sie am dringendsten brauchten: abweichende Menschen, innerhalb der frisch verheirateten Minderheitengruppen, der Untergruppen oder der „Minderheiten innerhalb dieser Minderheiten“ …

Von allen Ideologien, denen sich die Linke durch ein Bündnis angeschlossen hat, finde ich, dass das Bündnis mit meiner ehemaligen Religion, dem Islam, die seltsamste von allen ist.

Das Bündnis der Linken mit dem Islam ist einzigartig und verstörend, nicht nur weil der Islam den Aufklärungswerten widerspricht, wie dies bei den meisten kollektivistischen Systemen der Fall ist, sondern vor allem, weil der Islam mit den Vorstellungen der Linken selbst im Widerspruch steht.

Ehemalige Muslime, Reformmuslime, homosexuelle Muslime, von der islamischen Linie abweichende muslimische Männer und Frauen, hatten immer um ihr Leben zu fürchten, und dies tun sie auch heute in Ländern mit muslimischer Mehrheit.

Es ist äußerst merkwürdig, dass dieselbe Linke, die die Menschenrechte weltweit zu verteidigen pflegte, sich irgendwie dem Islam anschloss, um die gefährlichen Ideologieträger aus dem Golfstaaten und Iran zu beschützen und billigend oder aus Unwissenheit in Kauf zu nehmen, dass die abweichenden Individuen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft weiter gefährdet sind; nicht nur in den muslimischen Ländern, sondern mittlerweile auch hier im Westen.

Ist es nicht schade, dass Ex-Muslime kaum gehört werden, dass sie einen komplizierten Verfahren ausgesetzt sind und einen strengen Screening-Prozess durchlaufen müssen, um potenzielle Asylbewerber zu werden?

Erschreckend deutlich sichtbar an Asia Bibi, einer verfolgten pakistanischen Christin, die kaum von einer westlichen Regierung in Europa aufgenommen werden wollte, weil man sich vor diesen in Europa beschützten muslimischen Noch-Minderheit mit ihrer gefährlichen Ideologie Angst hatte.
Asia Bibi, war es nicht möglich in Großbritannien Zuflucht zu finden, weil die britische Regierung zu viel Angst vor den Reaktionen ihrer muslimischen Minderheit hatte. Selbst (???) die Labour Partei, hat nicht dafür gekämpft, um Asia-Bibi vor der Todesstrafe in Pakistan durch Aufnahme zu beschützen.

Ist es nicht schade/ u n g l a u b l i c h, dass wir hier im Westen, in diesem sicher geglaubten Hafen der Aufklärung, geheime Treffen abhalten müssen, weil wir um unsere Sicherheit zu fürchten haben? Weil Gewalt von den Gruppen ausgeht, die die Linken so vehement und gnadenlos schützen? Ja sogar von der linken Antifa selber. Ist es nicht unvereinbar mit unseren Werten, dass hier in Deutschland ein Hamid Abdel Samad unter dauerhaften Polizeischutz steht, Reformer Bodyguards benötigen oder Erwachsene vor ihrer Familie fliehen müssen, um ihr Leben so zu führen, wie sie es für richtig halten, nur damit ihr islamischer Vater, der Ehemann oder der islamische Bruder sie nicht kaltblütig umbringen können?

Die Botschaft, die ich hier vermitteln möchte, hat nichts mit Krieg gegen Muslime zu tun. Es geht vielmehr darum, zu den Grundlagen der Aufklärung zurückzukehren und für diese Werte zu streiten. Es geht darum, sich gegen die Zensurpolitik der Linken zu stellen, sich gegen die in die Hose machenden Westregierungen zu stellen, die vor der potenziellen Gewalt muslimischer Einwanderer bereits in vielen europäischen Staaten eingeknickt sind und deshalb alles tun werden, dass wir Ex-Muslime, Nicht-Muslime, Humanisten, Menschen- und Frauenrechtler, Atheisten und Säkulare und Demokraten, dem Islam nicht zu sehr auf den Leib rücken.

Von der Islam-Immunität sind wir nicht mehr weit entfernt; die Linken und ihre regressiven Partner haben den “Minderheiten”schutz vor Wahrheit und Aufklärung gestellt. Sie befürchten, dass, wenn die Menschen Europas über die wirkliche Natur dieser gefährlichen Religion ins Bild gesetzt werden, die Muslime ihres Lebens nicht mehr sicher sein werden. Ihr Strohmann-Argument gegen Islam-Kritiker lautet: Damit nützt man nur den Rechten.

Wir wollen Muslimen zeigen, dass sie umdenken müssen; wir stoßen sie nicht ab, wir verfolgen sie nicht, wir schränken ihre Rechte nicht ein, da sie viel besser sind, als ihr Glaube. Wir stellen nur sicher, dass sie wissen, dass wir über ihre “Religion” Bescheid wissen und das wir unser freies Leben

nicht zugunsten einer archaischen Beduinenreligion aus dem 7. Jahrhundert abgeben oder einschränken möchten.

Wir abweichende Individuen haben Anspruch darauf, in der Lage zu sein, unser Leben weiterhin so zu führen, wie es uns angemessen erscheint; das scheint uns hier in Deutschland (noch) garantiert zu werden. Wir haben Anspruch darauf, in der Öffentlichkeit gehört zu werden und unsere Stimmen ohne Angst vor Konsequenzen gegen diese Minderheiten mit ihren gefährlichen gewalttätigen Ideologien zu erheben, die sie aus islamischen Ländern mitgebracht haben. Alles, was wir verlangen, ist, eine ernsthafte Untersuchung zum Phänomen Islam zu beginnen, um sich weiter verschlimmernde und spätere katastrophale Zustände zu verhindern.

Einige Menschen denken, dass die Kritik am Islam und den Muslimen, während sich Muslime in einem Land mit einer nicht-muslimischen Mehrheit befinden, eine Art Mobbing von Minderheiten darstellt. Dies ist aus vielen Gründen falsch.

1. Kritik am Glauben ist eine positive Sache. Das Ziel ist es, schlechte Überzeugungen unbeliebt zu machen, während man die guten Überzeugungen erhalten sollte. Ob wir das Christentum oder den Islam oder irgendeine andere Ideologie / Philosophie kritisieren, es bleibt immer eine gute Sache, die Gesellschaft zu verbessern. Wir können uns nicht immer darüber einig sein, was gute / schlechte Überzeugungen sind, daher müssen wir darüber diskutieren und Disput führen.

2. Überzeugungen haben keine Grenzen. Es ist nicht so, dass Kritik am Islam nur für den Prozentsatz seiner in Deutschland lebenden Gläubigen gilt. Daher sollte der unbedingte Minderheitenschutz nicht dazu verwendet werden, den Islam implizit oder explizit vor Kritik zu schützen.

3. Kritik an den in einer Gemeinschaft verbreiteten Überzeugungen ist weder ein Angriff auf die Gemeinschaft als Ganzes noch ein Angriff auf ihre Menschenrechte.

4. Den Islam zu kritisieren ist keine Leugnung von Problemen in einer anderen Religion oder Idee. Das Christentum wird auch nicht als Leugnung von Problemen im Islam kritisiert. Lasst die Menschen kritisieren, was sie für wichtig halten – beides ist notwendig, um eine humanere Gesellschaft zu schaffen.

5. Aus rein ideologischer Sicht ist der Islam keine gemobbte Religion, sondern eher der Mobber per se, der die höchste Intoleranzrate gegenüber anderen Religionen hat, die geringste Selbstreflexion seiner selbst – hauptsächlich aufgrund seiner dogmatischen Glaubensgrundsätze (konkreter oder drakonischen Strafen gegenüber Kritikern) – der die geringste Toleranz gegenüber Abtrünnigen zeigt und mit Abstand das größte Gewaltpotenzial vorweist.

Eine abschließende Anmerkung: Ich glaube daran, Ideen / Überzeugungen mit einer rationalen Linse zu untersuchen und Individuen mit Empathie zu begegnen. Ich kann verschiedene Glaubenssätze ablehnen, ohne die geringste persönliche Feindschaft gegenüber Menschen zu hegen. Muslime müssen verstehen lernen, dass sie für ihre Überzeugungen Rechenschaft ablegen müssen. Kritik am Islam ist auch unweigerlich Kritik an den Muslimen.

VIELEN DANK!

 

Petra D: Erfahrungsbericht einer Lehrerin aus NRW “Die Situation an Schulen hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert” (Initiative an der Basis)

Petra D., ist seit 17 Jahren Lehrerin in Nordrhein-Westfalen und Teil von unserer Initiative an der Basis

Foto©Petra D mit TextVon Petra D.

Die Situation an Schulen hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert.

2002, als ich anfing zu unterrichten, gab es in den Klassen wenige muslimische Schülerinnen und Schüler. Heute, 17 Jahre später, machen sie gut Zweidrittel der Klassen hier in NRW aus, in manchen Grundschulklassen ist oft nur noch eine Handvoll an Kindern, die nichtmuslimischen Glaubens sind.

Durch meine berufliche Biografie habe ich an verschiedenen Schulformen gearbeitet: Grundschulen, Gesamtschulen, Realschulen, Förderschulen, Berufskollegs, was mir einen wohl einzigartigen Überblick über die Situation an Schulen gegeben hat. Und die ist für sehr viele nichtmuslimische Schüler/innen unerträglich, mindestens aber schwierig geworden.

Nicht nur, weil immer heftigere (Prügel-) Attacken gegen sie stattfinden, die als Meldungen in den Medien aufploppen, sondern weil oft tägliche Schikanen, Missachtung und mindestens Ausgrenzung für sie zum Schulalltag geworden sind. Das Schlimme daran ist, dass dies nicht thematisiert wird.

In Schulen wird häufig über Toleranz gesprochen. Es gibt Unterrichtseinheiten und Maßnahmen, die die kulturelle Kompetenz fördern sollen. Es fallen Aussagen wie diese, dass man anderen Menschen vorurteilsfrei begegnen und andere Kulturen respektieren soll. Doch diese Aussagen sind zu leeren Floskeln geworden. Weder muslimische Schüler/innen nehmen sie ernst, weil sie wissen, dass ihre Toleranz in vielen Fällen schon aufgrund ihrer Religion schnell an ihre Grenzen stößt, noch werden sie von nichtmuslimischen Schüler/innen ernst genommen, die gelernt haben, dass die Forderung nach Toleranz irgendwie immer dem Islam und Muslimen gelten. Es ist erstaunlich, dass niemand zu bemerken scheint, dass sich das Blatt für nichtmuslimische Schüler/innen an vielen Schulen längst gedreht hat und die Forderung nach Toleranz nun eine völlig neue Minderheit einschließen muss: Die Gruppe der nichtmuslimischen Schüler/innen an unseren Schulen.

Dass dies so ist, liegt daran, dass die Religionszugehörigkeit für viele muslimische Schüler/innen der oft wichtigste Faktor geworden ist, nach dem andere beurteilt werden. Mitte der 2010 er Jahre fiel mir zum ersten Mal auf, dass der Islam für die Schüler/innen einen neuen Stellenwert erhielt. Muslimische Schüler/innen weigerten sich plötzlich, die Gleichwertigkeit aller Religionen anzuerkennen und reagierten heftig, wenn jemand den Islam kritisierte. Diskussionen über Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau oder Verweise auf das Grundgesetz endeten mit üblen Beleidigungen Mitschüler/innen gegenüber und der Einforderung nach Respekt.

Diese Entwicklung resultiert meines Erachtens aus zwei wichtigen Faktoren: 1. In vielen muslimischen Familien laufen fast ausschließlich türkische und arabische Sender, die in ihrer Stimmungsmache gegen westliche Staaten und andere Religionen nicht zimperlich sind. 2. die nationalistischer werdende Politik in der Türkei, die die Blut-und-Erde-Mentalität weiter anheizte, ebenso wie Erdogans Aufruf, sich als Moslem in Deutschland nichts gefallen zu lassen. Sein Aufruf zum Geburten-Jihad und die Erkenntnis, zu einer stark anwachsenden Gruppe in der Gesellschaft zu gehören, trugen ebenfalls zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei.

Später dann kam ein weiterer Faktor hinzu: die Flüchtlingskrise 2015 und der damit verbundene Zuzug von etwa 1,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens. Besonders Schulen überboten sich mit Aktivitäten, um eine „Schule ohne Rassismus“ zu sein. Die öffentliche Meinung forderte unreflektiert, den Islam zu akzeptieren. Keine noch so läppische Comedy-Show, die ohne Warnung vor (Islam-) Rassismus auskam.

Die nichtmuslimischen Schüler/innen verstanden die Botschaft: Muslime und der Islam galten als sakrosankt, Veränderungen an den Schulen waren hinzunehmen.

Welche Veränderungen fanden für sie statt?

Der Islamunterricht wurde eingeführt und obwohl viele Schüler/innen mit Migrationshintergrund immer schlechter Deutsch sprechen und verstehen, was wesentlichen Einfluss auf das Unterrichtsgeschehen hat, werden vielerorts die Fächer Türkisch und Arabisch eingeführt. In den Schulkantinen wurden die Speisen muslimischen Vorgaben angepasst.

An Schulen wird zum Jahresende immer wieder diskutiert, ob der Umzug zu St. Martin zum „Lichterfest“ werden soll. Das Weihnachtsfest in „Jahresendfest“ umzubenennen, ist ebenfalls seit Jahren Thema. Traditionelle Weihnachtslieder wurden bereits an vielen Schulen durch „neutrale“ Weihnachtslieder ersetzt.

Zudem erleben sie jedes Jahr aufs Neue die Diskussion, ob aufgrund der wachsenden Zahl muslimischer Gläubiger, christliche Feiern an ihrer Schule überhaupt noch stattfinden sollen. Die Behauptung, dass diese Veränderungen den Kindern nicht so viel ausmache, ist falsch.

Das Thema ‚Islam’, früher nur ein Bestandteil des Religionsunterrichts, greift nun auf andere Fächer über und ist Teil ganzer Projektwochen.

Zu Ramadan sollen sie sich rücksichtsvoll beim Essen verhalten und von vielen Schüler/innen weiß ich, dass sie, wenn sie in dieser Zeit in den Pausen essen oder trinken, von muslimischen Mitschüler/innen zunehmend heftig angegangen werden.

Sie erleben, dass Entschuldigungen für das Fernbleiben beim Sportunterricht aus religiösen Gründen akzeptiert werden, ebenso das Fernbleiben bei Klassenfahrten.

Dazu kommt ein Aspekt, der völlig ignoriert wird. Durch die Ausgrenzung haben viele kaum noch die Chance auf Teilhabe an einer ganz normalen Klassengemeinschaft, aus der sie sich, je nach Neigung, Freund/innen suchen können. Die Chance, jemanden zu finden, der zu einem passt, ist gering geworden.

Die Handvoll nichtmuslimischer Kinder hockt in vielen Klassen zusammen und ist isoliert. Sollen bei Gruppenarbeiten nichtmuslimische Kinder mit muslimischen Kindern zusammenarbeiten, zieht dies häufig von Seiten der muslimischen Kinder Diskussionen bis hin zu Arbeitsverweigerungen nach sich. Auf dem Schulhof stehen die Grüppchen größtenteils nach Religionen getrennt.

Der Wunsch, die Bedürfnisse aller Schüler/innen zu berücksichtigen, ließ zu, dass religiöse Gebote über Regeln, die eigentlich für alle gelten, gestellt werden. Dahinter steckt der Gedanke, dass das Einüben von Toleranz und kultureller Kompetenz nirgendwo besser aufgehoben ist, als in der Schule.

Dass dies aber von Angehörigen des muslimischen Glaubens oft anders gesehen wird, stelle ich immer wieder fest. Die Einteilung der Gesellschaft in „Kuffar“ (Ungläubige, denen keine gleichen Rechte und keine persönliche Wertschätzung entgegengebracht werden sollen und die qualitativ unter Muslimen stehen) und Muslime, ist dafür maßgeblich.

Die für mich prägnantesten Ereignisse waren folgende: 2105 bat mich eine muslimische Erstklässlerin, in ihr Freundschaftsbuch zu schreiben. Da es ihr wichtig war, das Buch am nächsten Tag wiederzuerhalten, versprach ich ihr dies und gab ihr mein „Ehrenwort“.

Sie stockte und sagte, dass mein Ehrenwort doch nicht zähle. Ich fragte, was sie damit meine. Sie antwortete, ich sei doch keine Muslimin und hätte deswegen auch keine Ehre und dass mein Ehrenwort dann gar nicht zählen würde. Als sie merkte, dass ich daraufhin erst einmal sprachlos war, schob sie achselzuckend nach: “Ach, Sie verstehen das nicht.“

Die zweite Situation ereignete sich 2017 gegen Ende einer Unterrichtsstunde in einer fünften Klasse. Ein muslimischer Schüler war irrtümlich der Meinung gewesen, es habe bereits zur Pause geklingelt und wollte aus dem Klassenzimmer marschieren. Ich sagte ihm, dass er sich wohl verhört habe und bitte wieder hinsetzen solle. Er wurde wütend und schrie, dass sein Vater ihm gesagt habe, dass er zwar im Unterricht auf Kuffar-Lehrer hören müsse, sich in der Pause aber nichts von uns gefallen lassen solle.

Diese beiden Vorfälle waren für mich deshalb so bedeutend, da ich beide Elternpaare kannte und besonders das Elternpaar des Mädchens als mir gegenüber freundliche, aufgeschlossene und moderne Menschen wahrgenommen hatte.

Im Laufe der Jahre veränderte sich auch Schritt für Schritt das Verhältnis zu vielen muslimischen Eltern. Die Zusammenarbeit mit ihnen bei Regelverletzungen ihrer Kinder wird immer schwieriger. Oft wird dann etwas gefunden, das die Einordnung des stattgefundenen Verhaltens als Regelverletzung aushebelt. Sei es, dass der Sohn behauptet, die Lehrerin habe etwas rassistisches gesagt oder die Tochter angibt, der Lehrer hätte sie während des Gesprächs am Arm angefasst, was sie verunsichert habe.

Muslimische Schüler zeigen nun vermehrt, dass sie sich von mir als Frau nichts sagen lassen und bringen immer öfter ihre Ablehnung der nichtmuslimischen Lebensweise gegenüber zum Ausdruck. Viele Kolleg/innen äußern sich zunehmend über diese Probleme, aber nur hinter vorgehaltener Hand, da sie Bedenken haben, als rassistisch zu gelten. Ich kenne mittlerweile etliche Lehrkräfte, die die Zustände in ihren Klassen nahezu unerträglich finden, für die Schüler/innen und für sich. Viele Lehrkräfte melden sich häufiger krank oder reduzieren ihre Stundenanzahl, wenn das finanziell für sie möglich ist

Doch wenn wir an die Gruppe denken, um die es sich in der Schule im Wesentlichen dreht, um Kinder und Jugendliche, ist festzustellen: Schüler/innen können dies nicht und die nichtmuslimischen Kinder und Jugendlichen sind mittlerweile, zumindest an den Schulformen, an denen ich gearbeitet habe und arbeite, in der Minderheit.

Fakt ist wohl auch, dass aufgrund dieser Situation viele dieser Kinder erst gar nicht in die Schule ihrer Wahl gehen. Sie weichen aus und räumen das Feld, wodurch sich die ethnische Segregation im Schulwesen noch weiter zuspitzt.

Nach ihrem guten Abschluss an einer Realschule wollte zum Beispiel die farbige Tochter einer Freundin das Abitur an einem Berufskolleg machen. Für die Anmeldung im Sekretariat musste sie durch verschiedene Schulflure laufen. Es hatte gerade zum Unterricht geklingelt und die Schüler/innen standen vor ihren Klassenzimmern. Sie berichtete mir später, dass sie auf dem Weg zum Sekretariat so heftig verbal rassistisch von muslimischen Schülern attackiert worden sei, dass sie sich nicht mehr vorstellen konnte, dort zur Schule zu gehen.

Sie meldete sich an einer Gesamtschule an, um dort das Abitur zu machen. Die Wortführer in der Klasse, in die sie kam, waren muslimische Jungen, denen sich die anderen unterzuordnen hatten. Sie weigerte sich, dies zu tun, was zur Folge hatte, dass sie nicht nur diese Jungen, sondern auch ihre Mitschülerinnen gegen sich hatte. Sie suchte immer wieder das Gespräch mit dem Klassenlehrer, der das Problem mehr oder weniger abstritt. Auch als ich mit ihm sprach, zeigte er keine Bereitschaft, etwas an der Situation zu verändern. Ihr blieb die Möglichkeit, sich anzupassen, oder abzumelden. Sie meldete sich ab.

Etwas, das ebenfalls nicht thematisiert wird, ist der Umgang mit inklusiven Kindern, also Kindern mit Lernschwierigkeiten oder körperlichen Behinderungen. Während muslimische Kinder mit Auffälligkeiten meist in Ruhe gelassen werden, werden nichtmuslimische häufiger drangsaliert. In einer fünften Klasse einer Realschule mit acht inklusiven Kindern, befanden sich zwei muslimische inklusive Jungen, die fast durchgängig den Unterricht boykottierten. Aufgrund ihrer Behinderungen taten sie mitunter Dinge, die auf viele Schüler/innen seltsam, mitunter auch peinlich wirkten. Sie wurden dafür von den Muslimen in der Klasse, wovon zwei mit ihnen verwandt waren, nicht verspottet, sondern eher geschützt, während einzelne nichtmuslimische inklusive Kinder aufgrund der ihnen eigenen Auffälligkeiten verspottet wurden.

Fakt ist, dass das Desinteresse, das die vorigen türkischen Generationen oft an unserer westlichen Kultur gezeigt hatten, etwas, was ich akzeptieren kann, weil ich keine strikte Verfechterin der Integration um jeden Preis bin, in der dritten und vierten Generation bei vielen Muslimen zu einer vehementen Ablehnung unserer westlichen Gesellschaft geworden ist, die auf die Kinder übertragen wird.

Versuche, dies in Klassen zu thematisieren, endeten mit dem obligatorischen „Das verstehen Sie nicht!“ und in Lehrerzimmern mit dem Hinweis, dass man da „nichts machen könne, es sei nun mal eine andere Kultur.“

Konflikte zwischen Muslimen und Nichtmuslimen werden gerne auf eine persönliche Ebene gebracht, reduziert darauf „dass die Chemie zwischen den beiden eben nicht stimme“. Doch der Grund, dass normale Streitereien zunehmend so sehr eskalieren, dass auf die Köpfe am Boden Liegender eingetreten wird, ist die Religionszugehörigkeit.

Es versteht sich von selbst, dass nicht alle Kinder und Jugendliche muslimischen Glaubens sich so verhalten und selbstverständlich gibt es auch Muslime, die diese Probleme genauso sehen und auch Leidtragende des Fehlverhaltens, der Regelverletzungen und der Respektlosigkeiten sind. Doch wie mir mal eine muslimische Bekannte sagte, nimmt der Druck, den muslimische Communities ausüben, zu, so dass viele nichts dazu sagen wollen.

Ich kenne auch muslimische Eltern, die ihren Glauben weniger oder gar nicht leben, aber der Meinung sind, wir Deutsche würden unsere Kinder, insbesondere die Mädchen, nicht gut genug schützen und ihnen zu viel erlauben. Diese Muslime haben oft schlicht Angst, ihre Kinder an unsere westliche Gesellschaft „zu verlieren“.

Aber nichts rechtfertigt es, die Gesellschaft, mit der man lebt, so abzulehnen und abzuwerten, dass junge Menschen kaum die Chance haben, eine Gesellschaft zu bilden, in der sich alle wohlfühlen. Toleranz darf keine Einbahnstraße mehr bleiben. Wer sich in dieser freien, demokratischen und offenen Gesellschaft einfügen und in ihr leben will, diese erhalten und schützen will, sollte erkennen, dass er oder sie selbst aktiv werden muss.


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