IN MEMORIAM: Heute vor zwei Jahren wurden Anne+Noah von Nasr-Eddine B., einem algerischen Flüchtling, bestialisch erstochen (Initiative an der Basis)

IN MEMORIAM: Heute vor zwei Jahren (28. Juli 2017) wurden Anne+Noah von Nasr-Eddine B., einem algerischen Flüchtling und Ex-Partner von Anne bzw. Vater von Noah, bestialisch erstochen

Wir senden Dir Marianne alles Liebe und viel Kraft diesen ganz besonders schlimmen Tag durchzustehen.

Anne und Noah Metzger

Anne und Noah Metzger

IN MEMORIAM ANNE UND NOAH METZGER

Von Marianne

Mein Name ist Marianne, ich wohne unweit Kiels.

Im Jan. 2019 bin ich auf das Interview Rebecca Sommer / N. v. d. Osten und somit auf die Initiative an der Basis gestoßen.
Der Inhalt des Interviews hatte mich sofort angesprochen. Jetzt denke ich, hätten wir diese Annahme von Grundeinstellung mit einer für uns Frauen doch nicht einschätzbaren Gefahr und Haltung einer uns so fremden Kultur schon früher zum Handeln genommen, vielleicht hätten wir den Tod durch Mord an meiner Tochter Anne ( 39 J. ) und Enkel Noah ( 4 J. ) im Jahr 2017 in Teningen bei Freiburg durch den Vater des Kindes, einem Algerier, verhindern können.

Ebenso hätten alle Institutionen wie Polizei, Jugendamt, Gericht, Anwälte anders reagieren, die Gefahr anders eingestufen können.

Das Ereignis ist mittlerweile 2 Jahre her. Für mich jedoch hat jede Nacht, jeder Tag einen sich ständig wiederholenden Gedanken: warum konnten wir Anne und Noah nicht schützen. Warum musste der Tod, der sogar angekündigt war, passieren.

Anwälte, Gericht, Jugendamt, Frauenhaus, ein Mediator wussten um die Situation von Anne. Polizei war eingeschaltet mit einer Anzeige wegen Bedrohung „es wird Blut fließen. Ich werde deiner Familie Schaden zufügen!“
Anne war ca 3 Mon. vor dem Mord mit verdeckter Adresse verzogen. Man hätte ihr dringend nach der Trennung von dem Mann raten müssen in die Anonymität weit weg zu gehen.
Auch mir drohte er: „”Ich schlachte dich ab wie einen Hasen, wenn du dich mir und meinem Sohn näherst!“. Ich sah das Kind nach der Geburt nur 2x heimlich in 3 1/2 Jahren. Anne durfte ihre Freude und Sorgen mit dem Kind nicht mit uns teilen.
Ich war für ihn ein Stressfaktor, da ich mich wiederholt erkundigte, warum er nicht arbeiten würde. Er war Krankenpfleger, Jobs gab es genug.

Wie sehr freuten wir uns nach Annes Trennung, sie und Noah endlich mit der Familie, Geschwister, Tanten, Onkel, alte Freunde, zusammen kommen und bringen zu können.

Noahs Vater hatte begleitetes Umgangsrecht vom Gericht zugesprochen bekommen.
Sein verletztes Ehrgefühl konnte es nicht zulassen, dass Anne vom Gericht Noah zugesprochen bekam, er das Kind nicht selbstbestimmt sehen durfte ( Äußerung gegenüber Psychiater). Er konnte auch nicht zulassen, dass Anne uns mit dem Sohn besuchen kommen wollte.
Zwei Tage, vor dem geplanten Besuch tötete er Anne im Auto mit mindestens 15 Messerstichen, vor den Augen von Öffentlichkeit auf dem Hof vor Ihrem Wohnblock. Noah trafen 2 Messerstiche in dem Moment, als man ihn retten wollte. „Noah ist mein Sohn, kein Mensch auf der Welt kann mir Noah nehmen.“ Also lieber ein totes Kind, als es anderen zu überlassen. Das Messer blieb in Noah stecken, als er das Auto verließ. Ein Ritualmord? Nach seinen Worten sollte es eine Entführung werden. Er kam zur Entführung mit 2 langen Küchenmessern!

Sie durften nicht lebend kommen! Es kamen zwei Urnen mit der Asche zu mir nach Norddeutschland!

Der Täter sitzt mittlerweile lebenslänglich hinter Gittern.
Er kam 2002 mit 37 Jahren aus Algerien nach Deutschland. Seine Asylanträge wurden immer wieder ablehnt. Vor der Ausweisung Ende des Jahres 2002 fand er eine deutsche Frau, einige Jahre älter, geschieden mit 3 Kindern, die ihn heiratete. Die Trennung erfolgte nach ca 1 1/2 Jahren, die Scheidung erst, als er die deutsche Staatsangehörigkeit besaß.
Er wollte gerne „”Deutscher“ werden, hatte aber seinen algerischen Pass behalten. In dem Trennungsjahr von meiner Tochter beantragte er einen neuen für sich und Noah. Seinen hatte er schon, Noahs Passfoto wurde bei der Botschaft beanstandet, die Aushändigung hier sollte noch dauern. Eine Unterschrift von der deutschen Mutter hatte man bei der algerischen Botschaft für den Kinderpass nicht gefordert.
Eine Entführung nach Algerien wäre leicht gewesen, dies war immer die Gefahr.
Anne und wir lebten in ständiger Angst davor, hatte er doch den deutschen Kinderausweis an sich genommen und nicht herausgegeben. Er hätte gut mit dem Kind über die Grenze gekonnt, äußerte eine Polizistin am Flughafen.

Ein gerichtliches Annäherungsverbot an dem Tag vor dem Mord wird ihn noch einmal mit „Enttäuscht über die deutsche Justiz“ zum „ich werde handeln“ ( zu seiner Anwältin ) angespornt haben!
Eine fatale Verkettung ohne Unterbrechung. Es war alles angekündigt und keine verantwortliche Stelle, wo man doch mehr wissen sollte, hat mit größerer Kompetenz, Konsequenz und Umsicht reagiert. Und wir waren zu unwissend und zu naiv, solch eine Gefahr bis zum Mord zu erkennen.
Anne selber spürte ihre Gefahr. Einer Freundin gegenüber äußerte sie wenige Monate vor ihrem Tod, dass sie bei unnatürlichem Tod verbrannt werden möchte, ansonsten hätte sie gerne eine Erdbestattung. Gedanken einer 39 jährigen Frau. Hoffnung ohne Hilfe???!!!!!

Annes Angst ist zu Ende. Meine Unfassbarkeit, mein Entsetzen, meine Hilflosigkeit, meine nächtlichen Schweißbrüche, ein Gefühl des Verrats der Gesellschaft an Anne durch eine Nichtwahrnehmung einer Gefahrensituation bleiben. Ein ständiges Gefühl das Messer in der Brust zu sehen, zu spüren, begleiten mich.

Ich bin immer wieder der Meinung Anne und Noah hätten nicht sterben müssen. Versagt haben alle!

Für mich wurden Anne und Noah auf dem Altar der Toleranz der Gesellschaft geopfert.

Es dürfen nicht die Sorgen, Ängste, Bedenken immer wieder nur mit Fremdenfeindlichkeits-Etikett oder „auch deutsche Männer morden“, oder „ein Einzelschicksal“ ( die Einzelschicksale häufen sich! ) abgetan werden. Wir lassen Schutzbedürftige ins offene Messer laufen, wenn wir die Gefahren mißachten, dass Frauen z.B. bei Männern aus Herkunftsländern muslimischer Kulturen nicht die Bedeutung haben, wie wir Frauen sie mit unserem freiheitlichen Entwicklungsstatus der letzten Jahrzehnte in der westlichen Welt erreicht haben.
Der Mörder hatte sich in der Zeit vor der Trennung intensiver dem muslimischen Glauben zugewandt, sich sogar eine Gebets App eingerichtet.

Wie kann man diese Männer ins Land lassen und dann keine weiteren Aufklärungen über die Unterschiede des Religiös-Kulturellen bei unseren jungen Frauen und Mädchen veranlassen .
In den 15 Jahren in Deutschland schaffte er es immer wieder mit dem Rassismus- und Diskriminierungsargument zu seinen Gunsten zu arbeiten. Die Toleranz der Gesellschaft hat es ihm leicht gemacht.
Beim Auszug aus der gemeinsamen Wohnung waren 10 Personen, einschließlich Anne und 2 Polizisten, anwesend. Er, der spätere Mörder, konnte sie alle nach seiner Vorstellung steuern, wollte sie zunächst gar nicht in die Wohnung lassen. Dank der Polizei war es doch möglich.

Meine Erfahrung mit diesem grausamen Tod meiner Tochter und Enkel sollte präventiv genutzt werden. Mit der tragischen Geschichte möchte ich warnen und auf Gefahren, Missstände, Versagen, Falschannahmen hinweisen.

Hier hoffe ich auch in der initiative-an-der-basis eine Plattform gefunden zu haben!

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Die Initiative an der Basis hat einen FORDERUNGSKATALOG entwickelt, auch Mutter Marianne wirkte mit: https://basisinitiative.wordpress.com/unsere-forderungen/

 

 

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