Erfahrungsbricht von einer medizinischen Angestellten einer frauenärztlichen Praxis (Initiative an der Basis)

ErfahrungsberichtKristina M.Bild von einer medizinischen Angestellten

Ich bin medizinische Angestellte einer frauenärztlichen Praxis in einer Großstadt Deutschlands.

Auch in unserer Praxis werden wir immer mehr mit den Auswirkungen der Flüchtlingspolitik konfrontiert.

Ein gravierendes Beispiel war vor einigen Tagen hier vorstellig. Eine 55 jährige Frau aus dem Jemen, seit 2015 lebt sie als Flüchtling in Deutschland, spricht keine Wort Deutsch. Seit ihrer Flucht leidet sie, nach eigenen Angaben, an Depressionen.
Die Frau hat hier noch nie gearbeitet, wurde direkt in das deutsche Sozialversicherungssystem integriert. Offensichtlich bekommt sie wegen etlicher Erkrankungen ein unglaubliches medizinisches Versorgungsangebot, u.a. auch psychiatrisch/neurologische Behandlungen. Sozialarbeiter kümmern sich weitestgehend um sie.
Trotz ihrer angeblichen gesundheitlichen Defizite ist diese Frau in der Lage, jedes Jahr in den Jemen zu reisen und dort 6 Monate zu verweilen.
Mit anderen Worten, eine Frau, die aus einem Land flieht, macht jährlich über ein halbes Jahr lang Urlaub, in dem sie nicht mehr leben kann. Ihren Flüchtlingsstatus verliert sie trotz der Einreise in das Fluchtland nicht.
Wir fragen uns, wie kann sich eine Frau mit Flüchtlingsstatus das jährliche Ticket leisten? Wie kann es sein, dass ihr der Status eines Flüchtlings nicht aberkannt wird und wir sie weiterhin mit unseren Steuergeldern versorgen? Es ist langsam niemandem mehr zu erklären.

Hier nun eine Geschichte, die uns besonders erschütterte.

Eine 18 jährige Irakerin, nennen wir sie Asifa, kam zu uns in die Praxis, begleitet von ihrer Sozialarbeiterin. Wie und wann die junge Frau nach Deutschland kam, ist uns nicht bekannt.
Die Anamnese war erschütternd. Offensichtlich war Asifa mit ihrem 4.Kind in der 9. Woche schwanger. Nachfragen ergaben folgendes:
Asifa wurde im Irak mit 10 Jahren zwangsverheiratet, bekam mit 12 Jahren ihr erstes Kind. Das 2. Kind wurde ihr vom 2.(!) Ehemann aus dem Bauch getreten. Eine dritte Schwangerschaft wurde ausgetragen. Irgendwann kam sie nach Deutschland. Ob die beiden Kinder mit ihr kamen, ist uns nicht bekannt.
Asifa wurde von Sozialarbeiterinnen in unsere Praxis gebracht. Sie wirkte zutiefst verstört, kleidete sich extrem westlich, eher punkig, war voll Tattoos. Ihre Arme waren voll mit alten und frischen Wunden, ein Resultat schwerster Selbstverletzungen.
Sie nahm Drogen und trank. Wer der Vater ihres ungeborenen Kindes war, wusste niemand.
Aufgrund ihrer Geschichte und ihrer psychischen Verfassung bekam sie eine Indikation zur Spätabtreibung, d.h. eine Unterbrechung der Schwangerschaft über die gesetzlich vorgeschriebenen 12 Wochen hinaus. Dazu hätte sie allerdings zu gesonderten Gutachtern gemusst. Da Asifa psychisch so labil war, dass sie immer wieder im Drogensumpf versank, war sie nicht in der Lage diese Termine wahrzunehmen. Für ihre Sozialarbeiter war sie tagelang nicht zu erreichen oder auffindbar.
Letztenendes bedeutete es, sie musste das Kind austragen. Leider konsumierte sie während der gesamten Schwangerschaft weiterhin Drogen und Alkohol.
Asifa bekam das Kind und stellte sich einige Wochen später wieder in der Praxis vor, wieder in Begleitung einer Sozialarbeiterin.
Sie war nicht wiederzuerkennen. Ihre westliche Kleidung ist islamtraditioneller Kleidung gewichen. Sie trägt nun ein Kopftuch, genauer gesagt, einen Hidjab. Wie dem Gespräch zwischen der Sozialarbeiterin und Asifa zu entnehmen war, hatte das Mädchen kurz zuvor einen Mann kennengelernt, offensichtlich aus ihrem Kulturkreis, den sie auch sofort heiraten wollte. Die Sozialarbeiterin versuchte während des Wartens vergeblich, Asifa von dieser Heirat abzuhalten.
Diese Geschichte zeigt deutlich, es kommen immer wieder gebrochene Frauen und Mädchen in dieses Land, in der Hoffnung, ihr Leben freier Leben zu können, ein gewisses Seelenheil zu finden. Sie kommen aufgrund verschiedenster Umstände, sei es psychische Labilität, sei es traditionelle/kulturelle Prägung usw., in unserer Welt nicht zurecht. Oft gehen sie freiwillig in den Käfig zurück, aus dem sie fliehen wollten.
Asifa hatte weder im Irak, noch in Deutschland eine Chance. Sie hat sich für das entschieden, was ihr vertraut ist. Ob es besser ist….  Aus unserer, westlichen Sicht sicher nicht.

Bekannt ist, dass geduldete Asylberwerber gezielt deutsche Frauen schwängern, um einen dauerhaften Aufenthalt zu erwirken. In unserer Praxis gibt es den Fall einer 37 jährigen deutschen Patientin, die von einen Schwarzafrikaner schwanger wurde. Offensichtlich führen die beiden eine Beziehung. Deutsch spricht der Mann nicht. Sie wirkt ihm sehr zugewand, fast ergeben, er wirkt distanziert.
Bei pränatalen Unsersuchungen stellte sich heraus, dass der Fötus schwere Schäden aufweist, die mit Sicherheit eine geistige, sowie körperliche Behinderung zur Folge haben werden. Wir reden hier nicht von leichten Einschränkungen, es wird mit gravierenden Defiziten zu rechnen sein!
Natürlich kam das Thema einer Unterbrechung der Schwangerschaft. Auch Ärzte der verschiedensten Praxen, die mit der Untersuchung beauftragt wurden, rieten zu einer Unterbrechung. Unsere Patientin lehnte dies ab, mit der Begründung, ihr Partner sei auf Grund seines Glaubens (!) gegen diesen Eingriff. Wir vermuten, ihr Partner ist auf Grund seines ungeklärten Aufenthaltes dagegen und begründet es mit seinem muslimischen Glauben. Ein Kind bedeutet, keine Abschiebung.
Die Patientin verweigert mittlerweile auch weitere Untersuchungen.

In unserer Praxis sind viele Frauen, verschiedenster Nationalitäten. Mittlerweile focussieren sich die Probleme, die Frauen aus anderen Kulturkreisen haben, ausschliesslich auf den muslimischen und osteuropäischen Bereich (gemeint sind hier ausschließlich Sinti und Roma). Nur in diesen beiden Kulturkreisen erleben wir Schwangerschaften von Kindern, erleben wir gedemütigte, missbrauchte Frauen. Wir lernen Frauen kennen, deren einzige Aufgabe es ist, Kinder zu gebären. Ältere muslimische Frauen geben in der Anamnese nicht selten über 10 Lebendgeburten an. Diese Frauen sind ausgemergelt und wirken oft kraftlos.

Immer wieder kommen muslimische Frauen zu uns, um sich über einen HIV-Test zu informieren. Der Grund hierfür: ihre Männer haben ungeschützen Verkehr mit Prostituierten, dann mit ihren Frauen. Die Frauen werden gezwungen diesen Test zu machen, da die Männer wissen wollen, ob sie positiv sind. Selbst zum Test gehen sie nicht!

Wir erleben Frauen, die kaum die Wohnung verlassen dürfen, tief verschleiert, mit gravierenden psychischen Störungen. Sie sind Untertanen ihrer Männer, einzig und allein dazu da, ihnen Kinder zu gebären. Wir mussten schon erleben, dass nicht einmal mehr die Frauen die Geburtsdaten und das Alter ihrer Kinder wussten.

In unserer Praxis bekommen wir natürlich nur einen winzigen Einblick in die uns fremde Welt. Allein dieser kleine Einblick genügt, um festzustellen, das was da auf uns zukommt, wird nicht gut. Es wird auch für uns indigene Frauen nicht gut. Sollte die Demographie weiter kippen, werden die, von mir geschilderten Zustände, irgendwann die Normalität in Deutschland sein. Unsere Rechte werden durch archaische Formen ersetzt. Es ist eine Frage der Zeit!

 

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