Ehrenamtliche Sigrid Weber: „Salafisten in meinem Wohngebiet und meine persönliche Erfahrung mit ihnen“ (Initiative an der Basis:)

PIC Sigrid WeberSeit ca. einem Jahr ist Sigrid Weber Teil unserer Initiative an der Basis.

Sigrid Weber engagiert sich seit 15 Jahren ehrenamtlich im Kindertreff für Kinder und Jugendliche, und erhielt 2012 für ihre Integrationsbemühungen die Bürgermedaille der Stadt Sulzbach.

Persönliche Erfahrungen:

Von Sigrid Weber

Ich wohne in einer ruhigen Siedlung mit 300 Wohneinheiten, am Ortsrand gelegen.

Ende 2015 wurden über die Stadt mehrere Eigentumswohnungen angemietet, um diese an Flüchtlinge unterzuvermieten.

In einer dieser Wohnungen wurde eine Salafistenfamilie von der Stadt eingemietet, die Frau ist vollverschleiert.

Zur Familie gehören Mann, Frau und ein kleines Mädchen, ca. 2 Jahre alt.

Zu der Siedlung gehören verschiedene gepflegte Spielplätze, die sich im Eigentum der Wohnungseigentümergemeinschaften befinden. Ein gemeinnütziger Förderverein (ich bin seit 23 Jahren 1. Vorsitzende) kümmert sich um die Pflege der Spielplätze. Als Vorsitzende eines Fördervereins bin ich Vertrauensperson und auch Ansprechpartnerin.

Die Spielplätze werden von den Kindern gut besucht, Vandalismus kennen wir nicht. Bei Sandwechsel helfen die Eltern mit. Die Eltern sind Fremden gegenüber nie abgeneigt, das hat sich auch auf die Kinder übertragen.

Fall 1

Eines Tages kam eine vollverschleierte Person, inkl. Gesichtsverschleierung, zum privaten Spielplatz. Somit wussten wir nicht, ob es sich um eine Frau oder um einen Mann gehandelt hat. Die Gemeinschaft lässt es nicht zu, dass vermummte Personen zum Spielplatz kommen dürfen. Also bekam die Person von der Hausverwaltung und vom Förderverein Spielplatzverbot, solange die Gesichtsverschleierung nicht abgenommen wird. Da die Person kein Wort Deutsch verstanden hat, wurde sie von der Stadt informiert.

Auch dem Bürgermeister und dem Stadtrat wurde von der Wohngemeinschaft diese Vorgehensweise mitgeteilt.

Die vermummte Person blieb danach dem Spielplatz fern.

Fall 2

Im September 2016 bezog eine weitere Familie mit algerische Wurzeln eine Wohnung in der Siedlung.

Diese Familie wohnte über meiner Wohnung, im gleichen Haus.

Wie der Mann erzählte, hätte er die deutsche Staatsangehörigkeit und wohne seit 27 Jahren in Deutschland, er spricht akzentfreies deutsch.

Sein früherer Wohnort war Metz. Seine Vorfahren kämen aus Algerien. Seine Ehefrau, nach 7 Jahren Aufenthalt in Deutschland noch immer kein Wort deutsch sprechend, kommt auch aus Metz, auch mit algerischen Wurzeln. Er wolle mit seiner Familie in Deutschland leben, weil es für die Kinder hier besser wäre, erzählte er.

Zunächst verlief alles friedlich, die Familie wurde freundlich aufgenommen. Es war ein friedliches und freundliches Miteinander. Das änderte sich schlagartig, als diese Familie nach 4 Monaten in Kontakt mit einer Flüchtlingsfamilie (Salafisten) in der Nachbarschaft kam.

Das Äußere des Mannes, der in meinem Haus wohnt, änderte sich von da an: er trug einen für Salafisten üblichen ungepflegten langen Bart. Er schwärmte noch von einer vermummten Frau, einer Islamwissenschaftlerin.

Das bis dahin friedliche Miteinander, die freundlichen Gespräche brachen ab. Für die BewohnerInnen unseres Hauses wurde diese Familie von da an zum Albtraum.

Ihre Kinder (5 und 2 Jahre) rannten stundenlang durch die Wohnung, schrien, dass man es 100 m weiter noch deutlich vernehmen konnte. Das Verhalten der Kinder war sehr auffällig. Auch aus der vorherigen Wohnung hätten sie schon ausziehen müssen wegen der Lautstärke der Kinder. Zunächst dachte ich, so schlimm kann das doch nicht sein. Aber da irrte ich mich gewaltig. Ich konnte mich in meiner Wohnung nicht mehr aufhalten, weil die Kinder über Stunden in der Wohnung schreiend herum rannten, häufig bis 22 Uhr. Die Kinder hatten kaum Spielsachen, kamen sehr wenig raus. Unser Hauses störte sich an dem Lärm, der mit normalem Kinderlärm nicht vergleichbar war.

Die Eigentümerin der Wohnung beauftragte schließlich einen Rechtsanwalt. Die Familie bekam mehrere Abmahnungen, aber es nutzte nichts.

Es waren Kinder wie in einem Käfig. Schade für diese Kinder. Dem 6jährigen Jungen habe ich noch einen Kindergartenplatz besorgt, bevor sich die Familie absonderte.

Anfang Februar 2017 war der Lärm wieder so unerträglich, dass meine Nachbarin und ich den Mann im Treppenhaus erneut ansprachen, und in einem ruhigen und höflichen Ton baten, doch bitte mehr Rücksicht zu nehmen. Da ist der Mann sofort richtig ausgerastet. Wir wären im Haus alle ausländerfeindlich, nur weil er Muslim wäre, würden wir so reagieren. Dann schrie der Mann weiter: „Ich kann mit meinen Kindern machen, was ich will und wenn ich sie aus dem Fenster werfe.“

Wir haben die Polizei informiert, diese schaltete das Jugendamt ein.

Beide Familien bekennen sich zum Salafismus.

Fall 3

Ab und zu gingen die beiden Männer mit ihren drei Kindern zum Spielplatz und besetzten mit ihren Sachen beide Bänke, so dass andere Bewohner keinen Platz mehr hatten. Ihre Frauen kamen nie mit.

Ich beobachtete an einem Tag im August 2017, es war kurz vor 20 Uhr, dass einer der zwei Männer, einer von ihnen ein Flüchtling,  an fremde Kinder Eis verschenkte.

Eigentlich eine schöne Geste. Aber die beiden Männer warteten, bis nur noch muslimische Kinder auf diesem Spielplatz waren und verschenkten gerade an diese Kinder das Eis. Die Eltern der „beschenkten“ Kinder waren entsetzt, als sie davon hörten. Sie wollen von Salafisten nichts wissen und schon gar nicht, dass diese Salafisten ihren Kindern etwas schenken. Sie sehen es als Anlocken ihrer Kinder in die Salafistenszene.

Der Förderverein organisiert dreimal wöchentlich einen Kindertreff, zu dem alle Kinder kommen dürfen. Daher besteht auch ein großes Vertrauen zwischen den Kindern, den Eltern und dem Förderverein. Selbstverständlich gehören auch muslimische Kinder dazu.

Fall 4

An einem warmen Sommertag Ende August 2017 kamen die beiden (Salafisten-)Väter mit ihren Kindern zum vollbesetzten Spielplatz. Der inzwischen 6jährige Junge kam mit einer Spritzpistole an. Der Vater meinte zu seinem Sohn: „Mohammed, du kannst ruhig auf die Deutschen schießen“. Eine Mutter wehrte sich und schimpfte über diese Aussage, Diese Mutter rief mich noch am gleichen Tag an und beschwerte sich über diesen Vorfall.

Fall 5

Auch noch im Sommer, es war Anfang September, vertrauten sich die Kinder ihren Eltern an, dass „der Flüchtlingsmann“ immer mit einem Messer in der Hosentasche auf ihren Spielplatz kam. Das Messer hätte aus der Hosentasche der Jogginghose heraus geblitzt. Auch hier informierten mich die Eltern im Nachhinein. Ich habe den Eltern empfohlen, sofort die Polizei einzuschalten, wenn der Mann wieder auftaucht. Die beiden Salafisten wurden darauf angesprochen und bemerkten, dass sie von nun an von den Eltern und den Kindern unter Beobachtung standen. Sie kamen nicht mehr auf diesen Spielplatz.

Die Salafistenfamilie, die in unserem Haus wohnte, musste inzwischen zum 31.01.2018 ausziehen, die Wohnung wurde verkauft und die neuen Eigentümer meldeten Eigenbedarf an.

Nur so konnte das Problem gelöst werden.

Fall 6

Inzwischen hatte ich dreimal einen Reifenplatten, beginnend im August 2017, dann im September 2017, dann am 01.03.2018. Dieser entstand jedesmal, wenn ich in der Siedlung parkte. Und jedesmal steckte eine Holzschraube im Reifen, aber so, dass ein neuer Reifen erforderlich war. Die Holzschraube wurde gegen den Reifen gedrückt und wenn ich dann angefahren bin, steckte die Holzschraube im Reifen.

Und immer war ein Ereignis mit den beiden Salafistenfamilien vorausgegangen, und wenige Tage später war der Reifenplatten da. Ich erstattete eine Anzeige gegen Unbekannt.

 

Salafisten-Moschee in Sulzbach

Nun soll in meinem Wohnort, eine Kleinstadt mit ca.16.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, eine große Salafisten-Moschee errichtet werden, mitten im Ort.

Schon im Jahr 2010 wurden Geschäftsräume am Ortsausgang zu einer kleinen sunnitischen Moschee umgebaut.

Die Moschee wird auch von Nicht-Salafisten genutzt, weil sich die nächste DITIP Moschee in einem anderen Ortsteil befindet.

Somit ist zu befürchten, dass auch moderatere Muslime radikalisiert werden könnten.

Dann kaufte der Moscheeverein die alte Post in der Ortsmitte, um sie zu einer riesengroßen Moschee umzubauen. Der Umbau wurde für 199 Personen ausgelegt, weil es für mehr Personen baurechtlich nicht erlaubt worden wäre.

Vorab nahm die kleine Stadt Sulzbach von seinem Vorkaufsrecht der alten Post keinen Gebrauch, so dass der Moscheeverein die alte Post kaufen konnte, mit einem Zuschuss von einem Scheich Utebis, der für den Kauf 160,000 Euro spendete.

Die Sulzbacher aber wurden erst darauf aufmerksam, nachdem der Bürgermeister Michael Adam darüber in der Saarbrückener Zeitung berichtete.

Bei der zweiten Bürgerversammlung in der Aula von Sulzbach im September 2017 nahm unüblicherweise sogar der Verfassungsschutz teil, um die Bürger zu besänftigen. Aufgrund der Aussage des Verfassungsschutzes sprach die Saarbrücker Zeitung sogar von einem „“Persilschein“, den der Verfassungsschutz dem Moscheeverein erteilte.

Aber weit verfehlt.

Ich kontaktierte eine Expertin, und rief sie zu Hilfe, und organisierte gemeinsam mit meiner Bürgerbewegung eine Veranstaltung, um das verschlafene Sulzbach über Salafismus und Islamismus und die damit einhergehenden Gefahren zu informieren und wach zu rütteln.

Am 10.10.2018 fand die Veranstaltung mit der Salafismus-Expertin Sigrid Herrmann-Marschall statt, moderiert von Gertrud Selzer von der Aktion 3. Welt.

Im Vorfeld recherchierte Frau Herrmann-Marschall über diesen spezifischen Fall, und kam zu alarmierenden Ergebnissen.

So stellte sich heraus, dass der leitende, aus Ägypten stammende Imam Sayed Abdelaty der Sulzbacher Moschee nicht nur ein Salafist sei, sondern schon in anderen Orten beim Aufruf zum Jihad teilnahm!

Die Sulzbacher sind hochgradig alarmiert. Die große Moschee wurde zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig umgebaut.

Ich befürchte, dass diese Moschee mit einem Imam, der schon zum Jihad aufgerufen hat und der Muslimbruderschaft angehört, deren zwei Vorsitzenden schon 2009 im Zusammenhang mit einer öffentlichkeitswirksamen Straßen-Missionierungs-Aktion in Saarbrücken auffielen – für unsere Jugendlichen und uns alle gefährlich sein könnte.

August 2019 ist ein erneutes Treffen mit dem Bürgermeister und unserer Bürgerinitiative geplant, um über diese alarmierende Entwicklung in unserer Stadt zu diskutieren. In dem Zusammenhang organisieren wir eine Veranstaltung, bei der Birgit Ebel referieren wird.

Birgit Ebel, ebenfalls seit ca. einem Jahr Mitglied der Initiative an der Basis,  ist nicht nur Gesamtschullehrerin in Herford (NRW) , sondern eine Expertin für das Thema Radikalisierung durch Salafismus und Islamismus.

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Detaillierte Information zum Sulzbacher Fall:
1) Abul Baraa, Muslimbrüder, Radikalisierung, Unterwanderungsstrategien
2)„Der attraktive Imam“

 

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